sangverein und die Münchener Philharmoniker unter Oswald ft a b a ft a fowie eine Feierstunde im Residenztheater unter Mitwirkung des D u arte 11 oo i Roma vor. Die musikalische Leitung der drei Opernaufführungen hat Clemens Krauß, die Spielleitung Rudolf Hartmann. Die Bühnenbilder des „Falstaff" entwarf Ludwig Sievert, die zu „Don Carlos" und „Simone Boccanegra" Rochus ©liefe.
Professor Amll t-
Nach kurzer Krankheit verstarb im 43. Lebensjahr in Darmstadt der Vorstand des Instituts für anorganische und physikalische Chemie Professor Dr. Eduard Zintl. Seit 1933 an der Technischen Hochschule, hat er an ihr mit ungewöhnlicher Arbeitskraft als Lehrer, Forscher und Organisator gewirkt. Seine Erfolge haben feinen Namen über die Grenzen des Reiches hinausgetragen. Ein großer Kreis von wissenschaftlichen Mitarbeitern verdankt ihm Anregung und sichere Führung.
Villach ehrt Paracelsus.
Villach, die Vaterstadt des Arztes, Chemikers und Forschers Theophrastus Pa r a c e l s u s , wird anläßlich der 400jährigen Wiederkehr seines Todestages am Paracelfus-Hof eine Gedenkplatte anbringen lassen. Die Tafel wird Paracelsus zusammen mit seinem Vater, Bombast von Hohenheim, der 30 Jahre in Villach als Arzt wirkte, zeigen. Weiter hat sich der Besitzer des Paracelsus- Hauses dazu bereit erklärt, für eine würdige Ausgestaltung zu sorgen, so daß Villach am Tage des Besuchs von etwa 2500 Teilnehmern des Salzburger Paracelsus-Kongresses entsprechend vorbereitet sein wird.
Münzen Alexanders des Großen in Bulgarien ausgegraben.
In der kleinen bulgarischen Stadt Topolowo stieß bei Straßenarbeiten ein Arbeiter 15 Zentimeter unter der Erdoberfläche auf ein eichenes Faß, das bis zum Rande mit Goldmünzen gefüllt war. Fünf Münzen stammen aus der Zeit des Königs Philippus von Mazedonien. Auf der einen Seite zeigen sie ein Bild Apollos, auf der anderen Seite zwei Rosse vor einem griechischen Wagen. 53 weitere Münzen stammen aus der Re- gierungszeit Alexanders des Großen. Auf der einen Seite tragen sie die Inschrift „Alexander", auf der anderen „Alexander Basileus". Alle sind mit dem Hauvt der Pallas Athene und einer Figur der Nike geschmückt.
Ein rNeleoril in Ost-Kafakslan niedergegangen.
In Ust-Kamenogorsk in Ost-Kasakstan (Mittelasien) ist ein Meteorit niedergegangen. Zeugen sagten aus, daß sie eine sich mit größter Geschwindigkeit am Himmel bewegende Feuerkugel beobachtet haben — die Kugel war nur drei bis vier Sekunden zu sehen —, sie hinterließ eine breite, weiße, rauchige Spur. Es wurde weiter festgestellt, daß in Ost-Kasakstan geradezu ein „Regen" von Meteoriten niedergegangen ist. Mehrere Wissenschaftler befinden sich in der Gegend, in der man den Niedergang der Zümmelskörver vermutet.
Veobachlung der Sonnenfinsternis in Sdwjel-Millelasien.
In der Sitzung der Akademie der Wissenschaften der Sowjetunion sprach der Akademiker Fessen- k o w über die Vorbereitungsarbeiten zur Beobachtung der Sonnenfinsternis im September dieses Jahres in Sowjet-Mittelasien. Die totale Sonnenfinsternis kann im Raume zwischen dem
Aral-See und der chinesischen Grenze beobachtet werden. Die Akademie beabsichtigt, 43 Beobachtungsexpeditionen mit über 200 Gelehrten dorthin zu entsenden. Die Hauptbeobachtungsstation wird in Alma-Ata, der Hauptstadt der kirgisischen Sowjetrepublik, errichtet. Zur Zeit werden von Ingenieuren 33 neue Beobachtungsgeräte gebaut, die zum erstenmal zur Verwendung kommen sollen. x
Veränderte Reisewege.
Japan ist infolge des europäischen Krieges ein Durchreiseland erster Ordnung geworden. Wer heute aus Mitteleuropa und Skandinavien nach Amerika will, reift über Sibirien, Japan uno den Pazifik. Ja sogar die Reise von Stockholm nach London geht heute über Japan! Während früher die meisten Reisenden, welche die Sibirische Bahn benutzten, durch die Mandschurei fuhren, fällt es heute auf, daß die Reisenden über Wladiwostok fahren und von dort zur See nach Japan kommen. Das bedeutet eine Verlängerung der an sich ichon langen sibirischen Reisestrecke noch um mehrere Tage, denn man fährt noch um den ganzen Amurbogen. Aber für die Reise durch Mandschukuo ist das mandschurische Visum Erforderlich und dieses wird den Reisenden erst an der (ostsibirischen) Grenzstation Mandschuli erteit. Aber das ist den Reisenden nicht sicher genug. Um sich ein Sitzenbeiben in Mandschuli, mitten in den ostsibirischen Steppen, zu ersparen, ziehen die meisten den Umweg über Wladiwostok vor. Die Japaner sind über diese Entdeckung bestürzt, da ihrem Schützling Mandschukuo auf diese Weise ein Strom von Reisenden verloren geht. Den Vorteil haben die Russen. Die japanischen
Aus der
Instandsetzung des Hausbesitzes durch öffentliche Stellen.
Die Instandsetzung des Hausbesitzes muß auch in der gegenwärtigen Zeit durchgeführt werden, soweit sie notwendig ist, um den Verlust an Wohnraum und den Verfall von Gebäuden zu verhindern. Falls ein Hausbesitzer derartige notwendige Arbeiten nicht durchführen läßt, kann eine öffentliche Stelle, in der Regel b i e Gemeinde, die Ausführung der Arbeiten veranlassen. Dieses Recht bestand bisher nur für Gebäude mit mittleren und kleinen Wohnungen. Durch Gesetz ist es nun auch auf Gebäude mit großen Wohnungen sowie auf sämtliche Neubauten ausgedehnt worden.
Leivesübung
soll deutsches Brauchtum werden.
Reichsorganisationsleiter Dr. Ley und Reichs- sportführer von Tschammer und Osten haben für den NS.-Reichsbund für Leibesübungen und das Sportamt der NS.-Gemein- fchaft „Kraftdurch Freude" Arbeitsrichtlinien erlassen, um die Zusammenarbeit sicherzustellen. Beide dienen de Förderung der Leibeserziehung, sie unterstützen sich bei allen Maßnahmen. Als Arbeitsgebiet des KdF.-Sportamtes wird die ausreichende Versorgung aller Schaffenden mit Leibesübungen festgelegt. Der NS.-Reichsbund für Leibesübungen hat die Weiterentwicklung der Leibesübungen von den Grundübungen bis zur Spitzen-
Behörden stellen deshalb in Aussicht, daß man demnächst auch das mandschurische Visum in Europa werde erhalten können.
Fischerboot auf ein Wrack gestoßen.
Im Hafen von Boston ist ein Fischerboot mit 23 Mann Besatzung auf ein halb versunkenes Wrack gestoßen und gekentert. Zehn Mann der Besatzung sind ertrunken. Die Ueberlebenden berichteten, ihre Kameraden hätten sich viele Stunden am Boot festgeklammert, bis sie, von der Kalte übermannt, untergingen.
Ein seltsamer Eisenbahnunfalt.
In der Nähe der nordspanischen Eisenbahnstation Br in c o la lösten sich von einem Güterzug an einer Steigung elf Wagen, darunter fünfP e t r o= leumtankwagen, die mit großer Geschwindigkeit in Rich tung auf die Ortschaft Zumarraga «rückwärts sausten. Die Bahnangestellten versuchten 1 die Wagen auf ein totes Gleis zu leiten, jedoch ' sprangen diese in einer Kurve aus den Schienen ' und stürzten die Eisenbahnböschung hinab, wo die Tankwagen zertrümmert wurden. Achtzig Tonnen Brennstoff ergossen sich über die Straßen der Ortschaft und gerieten in Brand. Das Feuer gefährdete besonders ein größeres Wohnhaus, in welchem elf Familien wohnten. Glücklicherweise konnten sich die Bewohner vor den Flammen reiten. Aus San Sebastian wurde sofort ein Löschzug herbeiqerufen, der das Feuer bewältigen konnte. Das Wohnhaus wurde vollständig eingeäfchert. Ein blinder P a s f a g i e r , der sich in das Bremserhäuschen eines Güterwagens geschlichen hatte, ist bei dem Unglück ums Leben gekommen.
N Reich.
leistung und die Durchführung des sportlichen Wett- kampfoerkehrs übernommen. Jeder Betrieb, der eine Gefolgschaft von mindestens 100 Personen hat, kann eine Wettkampfgruppe aufstellen, die dem Reichsbund angehört. Der Reichssportführer hat als Ziel der na- i tionalfozialiftischen Volksführung bezeichnet, die Leibesübungen zu einem neuen Brauchtum des deutschen Volkes zu machen. Diese Ausgabe sei so groß, daß zu ihrer Durchführung der Einsatz aller sportlich erfahrenen und bereiten Kräfte erfolgen: müsse. Es müsse Grundgesetz sein, alle Kräfte frei zu machen für das Ziel: Das Volk in Leibesübungen, ßememfdia Wafer der Partei
Der Stellvertreter des Reichskommissars für den sozialen Wohnungsbau, Stabsleiter Oberbefehlsleiter Simon) gibt im ersten Heft des „Sozialen Wohnungsbaues in Deutschland", der amtlichen Zeitschrift des Reichskommissars Dr. Ley, bekannt, daß der Apparat des Reichskommissars so klein wie möglich gehalten, dafür aber mit den besten Fachleuten des Wohnungsbaues besetzt werden soll. Das Ziel sei, schon zehn Jahre nach Kriegsschluß die erforderliche Zahl von sechs Millionen Neubauwohnungen zu erreichen. Innerhalb des Bauprogramms sei neben dem Bau von Eigenheimen und Kleinsiedlungen vor allem der Landarbeiterwoh- nungsbau zu fördern. Zu gegebener Zeit wird der Reichskommissar die für die Einweisung der [ Mieter notwendigen Richtlinien aufstellen, die immer von dem Grundgedanken ausgehen werden, daß mit der Zuweisung der Wohnung ein bevölke
rungspolitischer Zweck verbunden ist. Für die R f ch t- preise der B a u la n d f l ä ch e n sind ebenfalls Richtlinien zu erwarten. Gelöst werden soll auch die Frage der Aufbringung der Kosten der Gemein- schastseinrichtungen. In diesem Zusammenhang wird mitgeteilt, daß auch die Errichtung der Gemein, schaftshäuser der Partei vorangetrieben werden soll. Das Gemeinschaftshaus der NSDAP, soll der Betreuung aller Volksgenossen dienen, sowie der Vertiefung des Gemeinschaftslebens in den Orts, gruppen. Im Gemeinschaftshaus müssen unterge. bracht werden alle Dienststellen der Partei, der Feierraum, eine kleine Gaststätte, die Gesundheits. station, der Kindergarten und die Sportanlage. Mit dem Bau der Gemeinschaftshäuser wird im Rahmen des Wohnungsbauprogramms sofort begonnen. Es soll zunächst in jedem Gau ein Musterbei. spiel eines solchen Gemeinschaftshauses geschaffen werden. In Fortentwicklung der Speisekammer hat der Reichskommissar die Frage des Volkskübl. s ch r a n k e s in Angriff genommen, da dieser das wirksamste Mittel im Kampf gegen den Verderb ist. Der Abstellraum in der Wohnung wird seine Ergänzung finden in der Möglichkeit, Kinder- wagen und Fahrräder in Zukunft ebenerdig zum Hauseingang unterstellen. Im Rahmen der Ge. ftaltung der Wohnung wird sich der Reichskommi- jar auch mit der bisher oft sehr unerfreulich gelösten Frage der Wohnungseinrichtung beschäsi tigen.
Oie Bekämpfung von Preistreiberei.
Der Reichsjustizminister hat die Staatsanwaltschaften ersucht, gegen Preistreiberei mit größter Beschleunigung und allem Nachdruck einzuschreiten. Die Preisv'orichriften wenden sich regelmäßig an den Verkäufer, den Vermittler und den Käufer, an den Betriebsleiter wie an seine Angestellten, an den Täter wie an den Teilnehmer. Von jedem mutz angenommen werden, daß er weiß, daß die Versov. sorgungsschwierigkeiten de? Krieges nicht dazu be- nutzt werden dürfen, um andere zu benachteiligen oder sich selbst Vorteile zu verschaffen. Auf Un. fenntnis des Verbots der Kriegswirtfchaftsverord- nung kann sich daher niemand berufen. Die Mehrzahl der Verfehlungen gegen Preisvorschriften wird von den Verwaltungsbehörden durch Ordnungsstra- fen geahndet. Haben aber die Preisbehörden den Antrag auf gerichtliche Verfolgung gestellt, weil sie eine Ordnungsstrafe in Geld nicht als ausreichend ansehen, so soll die Staatsanwaltschaft von der Befugnis, die Anklage vor dem Sonder- ge richt zu erheben, in der Regel Gebrauch machen, wenn mit einer Freiheitsstrafe von mehr als einem Jahr zu rechnen ist. Angesichts des Ern- ftes solcher Verfehlungen sind in Verbindung mit Geldstrafen empfindliche Freiheitsstrafen zu bean» tragen. Ferner ist zu prüfen, ob die Volksgemein, schäft durch ein Berufsverbot gegen den Täter zu j schützen ist. Bei Vorliegen der Voraussetzungen der Volksschädlingsverordnuna ist Zuchthausstrafe zu beantragen, in besonders schweren Fällen die Todes- strafe. Gegenüber gewissenlosen Preistreibern wich häufig die öffentliche Brandmarkung angezeigt sein.
Hauvnchrifüeiier: Dr tfrtebri* Wtibelm Lange (Stelltiertietei öe» vaupnchri-tletierr Trust Blumschein, «eiaiftuortitd) 6t -BoiiH und Mder- Dr. Rr. W. Lange für da- Fe'i'-leion: Dr. Han» Thvriot; tu Stabi Gießen, Provm-, Wiri.ckim, il Sport: Tcn» B.um>che >
Druck uno Verlag Brühl.che Unirecitai.Dturtetei PL Lauge ) 9. 8ertafl«etter Dr.-Ing. Erich Hamann Slnzeigcnle ter Han« Leck. Bern,»wo^i-ch ürden^nbaiider-tn-etaen-DbeodvtSümmei 9?r6.
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