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der Wolga lagen.
I IQZayreno Die cngu|u;e Jicyiciuny um «uj |uMu>^ verbreitet, als hätten die Gefahren auf dem Atlantik abgenommen, wurde jetzt für die Handelsmarine
Aus dem Dunkel ins Osram-Licht!
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müssen die richtige Wattstärke haben, um die nötige Licht- leistung zu geben. Osram-D-Lampcn größerer Wattstärken sind wirtschaftlicher. Die Osram-D-Lampe 60Watt/«20Volt gibt mehr als dreimal soviel Licht wie eine Osram-Lampe 25 Watt/220 Volt. Die Otram-Doppelwendel macht den Unterschied!
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Dunkelheit draußen — da soU es daheim schön hell sein! Osram zeigt den Weg zu richtiger Ausnutzung der verfügbaren Elektrizitätsmenge.
Ost an- D- Lampen, bell *nd sparsam —
so ist das Liebt am Nähtisch neblig / Glühlampen, in deren Schein Sie nähen und stopfen wollen.
Genf, 22. November. (DNB. Funkspruch.) Während die englische Regierung die Auffassung
„Wir heißen euch hoffen!"
Von Alfred Hein.
Quartiere im Gowjetland
Bon Kriegsberichter Dr. Theo Goebel.
Hauptichrfftl etter: Dr.yrtedrtch Wilhelm Lange. Ttellverireter des vmwtichriftleiterS: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und fctlber: Dr. Fr. W. Lange; für daS Feuilleton: Tr. Hans Dhyrwt. für Stadt Gießen, Provinz, Wirtfchaft u. Sport: Ernst Blumschein.
Druck und Verlag-. Brühlsche Universitätsdruckerei «.Lange«.». Leriagsleiter: Dr.-Ing Erich Hamann: Anzeigenleiter: Han- Beck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: DbeodorKümmel Pl.Nr.S.
sieht, als könne er auch eisigen Temperaturen trotzen. Wenn es soweit ist, dann verkriecht sich wohl restlos alles, was zur Familie gehört — und das sind oft acht bis zehn Personen — auf den Ofen, hüllt sich in alte Schafspelze und neue Lumpen sowjetischer Herkunft und verschläft nicht nur die lange Nacht, sondern auch den kurzen Tag.
Wir können die Quartiere zählen, in denen wir ein Ding gesehen haben, das wie ein vollständiges Bett ausscch. Ein Eisengestell mit Bretterbelag vertritt meist seine Stelle, Schafpelze und Lumpen machen das Bettzeug aus. Das Geschrei kleiner Kinder gehört zur nächtlichen Begleitmusik eines sowjetischen Quartiers. Die Bälge sind unglaublich verwöhnt, ständig beschäftigt sich irgendeine Mutter, Tante, Schwester oder Großmutter mit feiner Wm-
geschnitten. Nicht nur in Gondar, das dauernd aus der Luft bombardiert werde, leisten die Italiener unter General Nasi bis jetzt zähen Widerstand, sondern auch in Culquabert unter dem Obersten Ug 0 lini, ferner in Feroaber und Gor- g 0 r a in der Nähe des Tanasees sowie in C e l g a und Ualagh, das den Briten nach dem Fall von Uolchefit den Weg von Norden aus versperrt.
©er Aolkspreis für deutsche Dichtung.
In Berlin wurde die Kulturtagung des Deutschen Gemeindetages in Verbindung mit der Arbeitstagung der Dienststelle des Reichsleiters Rosenberg durchgeführt. Dieser dankte jenen, die für die Büchersammlung der NSDAK. für die Wehrmacht verantwortlich sind. Die Sicherung der geistigen Haltung fei eine der höchsten Aufgaben, damit dereinst der militärische Sieg zugleich auch ewige geistige Fruchtbarkeit der Nation bedeute. Der Vizepräsident des Deutschen Gemeindetages, Dr. Z e i 11 e r, gab bekannt, daß der Volkspreis der deutschen Gemeinden für deutsche Dichtung an Bertold Gierer und Karl Götz verliehen wurde. Das preisgekrönte Werk von Karl Götz „D i e große Heimkehr" schenkt uns eine romanhafte Chronik von der Rücksiedlung der Wolhyniendeut- schen ins Reich. Eine Schilderung voll sinnbildlicher Kraft, die ergreifend und gewaltig wie eine alte Sage wirkt. Bertold Gierers preisgekrönter Roman „Geschlechter am See" ist erwachsen aus dem reichen Erbe des alemannischen Stammes, ein bedeutendes kulturgeschichtliches Gemälde her dramatisch bewegten Welt des deutschen Bauerntums im 14. Jahrhundert, dessen Schauplatz die Bodenseelandschaft ist.
Kleine politische Nachrichten.
Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehr- macht verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Oberstleutnant Köhler, Kommandeur einer Aufklärungsgruppe, der weit im Rücken des Feindes und über dem stark geschützten Luftgebiet von Mos- kau kühne Aufklärungsflüge durchgeführt hat.
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Der Führer hat dem Ingenieur Oskar M e ß t e r in Tegernsee aus Anlaß der Vollendung seines 75. Lebensjahres in Anerkennung seiner großen Verdienste um den deutschen Film die Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft verliehen.
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Der Intendant des Reichssenders Danzig, Karl- Heinz B 0 e s e , ist auf einer Dienstreise im Auto
Oer Kampf um Gondar.
Rom, 21. November. (DNB.) Der starke Druck der Engländer auf das Gebiet von Gondar ist Gegenstand eines Berichtes des „Giornale d'Italia". Das Blatt betont die zahlenmäßige Überlegenheit der Briten. Der Feind greife das Gebiet in einer Umklammerung an auf einer Ausdehnung von 1500 Kilometer. Besonders an .Flugzeugen fei der Brite weit überlegen. Dazu komme, daß die einge- schlossene italienische Truppe keinerlei Nachschub, weder an Truppen noch an Material, erhalten könne. Seit sieben Monaten sei Gondar ab-
Und schwer und schwerer hängt eine Hülle mit Ehrfurcht. Stille ruhn oben die Sterne und unten die Gräber.
Betrachtet sie genauer und siehe, (0 melden im Busen der Helden sich wandelnde Schauer und ernste Gefühle.
Don drüben rufen die Stimmen der Toten in diesem Goethegedicht zum emsigen Weiterleben auf: „Versäumt nicht zu üben die Kräfte des Guten!" Und die Toten halten schon die „Kronen in ewiger Stille" bereit, die der Lohn „ber Tätigen" sind. Am Schluß des Gedichtes aber erklingen aus dem Munde der Gefallenen die erzenen Worte: „Wir heißen euch hoffen!" Diesen Anruf der Toten haben wir all die Jahre nach dem Weltkriege deutlich gespürt; das Gefühl, die zwei Millionen damals feien „umsonst" gefallen, wurde schließlich unerträglich. Es nützte nichts, den Blick von den Gräbern weg- zuwenden und das „alte Leben" wie vor dem Kriege wieder beginnen zu wollen. Das „alte Leben" war längst nicht mehr da. Es galt, ein neue« Heben dem Dolkskörper einzuhauchen. Und der Geist dieses neuen Lebens wehte uns am klarsten und reinsten an mit dem unvergänglichen heldischen Seelenhauch, der über den Gräbern des Weltkrieges ruhelos umherschweifte, bis er endlich neue tapfere Tröger dieses Geistes in seinem Volke fand. Kein Geist der Rache war das, nur ein Geist ewigen Wachseins über den heiligen unveräußerlichen Gütern des Vaterlandes. Die den Geist vorangelebt und vorangestorben hatten, ruhten nicht, bis sie ihr Vermächtnis wieder in würdigen Händen wußten.
Inzwischen haben es alte und junge Soldaten schlicht und kühn mit ihrem Blute abermals de- wiesen, daß der Tod nie zu teuer ist, um neues Leben im Volke anzufeuern. Jene aber, an deren Seite der gute Kamerad niedersank, schritten im Schatten dieses Todes um so lebensmutiger aus; mehr als tausend anfeuernde Worte verpflichtete sie der letzte Blick der Gefallenen zum Sieg über alle dem echten Geist der Nation abträglichen Kräfte. So kam es, daß aus Millionen namenlosen Kämpfern wieder wagemutigste deutsche Kriegstaten erwuchsen.
„Die Zukunft decket Schmerzen und Glücke schrittweise dem Blicke; . doch ungeschrecket dringen wir vorwärts."
zigkeit, und des nachts braucht er bloß den Schna- - iel aufzumachen, schon greift eine Hand nach ber klobigen Wege und rumst sie über die Bretter und 1 eine Wekberstimme quäkt eine leiernde „Melodie" ; dazu, aus ber uns die monotone Willenlosigkeit ' des weiten Ostens zu jammern scheint. Zehnmal wälzt man sich dabei wütend auf seinem Stroh, ' beim elften Male hat man gelernt, auch bas zu überhören, wie man so vieles zu übersehen und zu „überriechen" gelernt hat, vor dem man sich vor Monaten noch schaudernd abwandte. Da laust die Großmutter die Enkelin und spült dann unbefangen unsere Blechteller mit sehr wenig Wasser. Andere Völker, andere Sitten, die Armut der Sowjetherr, schäft wird die unkomplizierten Lebensgewohnheiten des Landes sicher nicht verfeinert haben.
Manchmal begegnet uns beim Eintritt in die dämmrige, niedere Sttrbe ein alter, bärtiger Mann, dem der Schafpelz und die Fellmütze auf dem grauen Haar wie angewachsen erscheinen. Er begrüßt uns mit ber umständlichen, feierlichen Höf- lichkeit einer versunkenen Zeit, und eine wohlge- meinte, herzliche Gastlichkeit bewirtet die feldgrauen Gäste aus sagenhafter Ferne mit Milch, Gurken und Bratkartoffeln. Es gibt solche Häuser auf ben weltverlorenen Dörfern — und wir spüren sie auf, wo wir nur können — da scheinen 20 Jahre Bolschewismus vorbeigegangen zu sein, ohne mehr zu hinterlassen als einen Anteil an ber allgemeinen Verarmung. Hier und da begegnet uns ein ganzes Dorf, in dem ein guter Geist ein Stück des alten Rußland erhalten zu haben scheint, in dem die Häuser größer, die Stuben besser, die Menschen sauberer, sind und die Armut nicht bis zur Lum- penhaftigkeit gediehen ist. Dor ben Ikonen, ben Hei- ligenbifbem ber orthodoxen Kirche, in ber buntlen Ecke brennt in schöner Schale eine Delflamme. In diesen sauberen Stuben, bei freundwilligen, höflichen Menschen kann man ahnen, was das Volk in glück- licherer Zeit war und was es nach der Befreiung vom Bolschewismus wieder werben kann. Ich werbe nie ben zittrigen Alten vergessen, der uns mit feier- licher Gebärde in seiner großen, armen, leeren, aber tadellos sauberen Stube begrüßte, dem die Freudentränen über die zerfurchten Wangen rannen, als wir ihm verständlich machten, wir zögen nach Moskau, um Stalin und die Bolschewiken $u vernichten. Er saß mit seiner Frau ganz allein m dem Haus, seine Söhne, so jedenfalls verstanden wir ihn, hätten die Bolschewiken „liquidiert". Er bekreuzigte sich ein um das andere Mal und rief offenbar allen Segen des Himmels auf uns herab.
Doch solche freundlichen Erlebnisie sind nicht allzu häufig im Lande der Sowjets. Nirgends begegnet uns in den Quartieren Feindseligkeit in Miene und Haltung, aber fast immer Dumpfheit. Schmutz, lumpenhafte Armut, ein Dunst von freud- loser, äußerster Beschränktheit des Daseins, bas die Hoffnung verloren hat. Ein Dorf ist so grau und farblos wie das andere und mutet an, als sei es allein in der Welt unter einem düsteren, endlosen Himmel. Wir wissen nicht, in wievielen wir schon genächtigt haben, selten merken wir uns die Namen, die oft soviel Silben haben wie das Nest Hütten. In ber Erinnerung werben sie uns wie eines erscheinen, ob sie an ber Düna, bem Dnjepr ober
DNB. . . im November. (PK.) Es war eine schön-e Zeit, als mir unser Zelt aufschlugen wo es uns gerabe paßte, an einem Flüßchen, einem See, unter buftenben Kiefern, als die Abende einer mit- ben Sonne sich endlos dehnten und wir den Staub des heißen Tages schnell vergaßen Die Zeit^ift nun lange vorbei. Mit Schaudern dachten wir ost im Sommer an die Wochen und Monate, da wir in die Hütten der elenden Dörfer einziehen muhten. Nun, wir haben uns auch daran gewöhnt. Fast eben Abend klettern wir eine andere Stiege von )er schlammigen Dorfstraße hoch, tasten uns die Bretterbühne zwischen Stall und Wohnraum entlang und prallen nur noch selten vor der „Duft- wolke" zurück, die aus dem niederen Raum bringt, barin sich Großmütter, Weiber, Greise und Säuglinge unb Katzen um ben riesigen Ofen zusammen- brängen. Der Drang nach Warme erweist sich in ebem Fall stärker als die mitteleuropäische Emp- inblichkeit der Nase.
Die Weiber sind mächtig in ber Ueber^ahl, nur ganz selten begegnen wir einem Mann im wehr- ähigen Alter, alle andern finb in ber Sowjetarmee untergegangen. Man hat den Eindruck, daß aber auch sonst die Weiber „hie Hosen anhaben", bas Mannsvolk lümmelt träge herum, hockt halbe und ganze Tage auf dem Ofen herum, hat wohl auch entsprechend wenig zu melden. Selten besteht das Woynhaus aus mehr als einer winzigen Küche und dem großen, allgemeinen Wohnraum. In ber Küche sieht es so aus, wie es vor Jahrhunderten auch ausgesehen haben mag. Holzlöffel, ein paar Gläser, äbierte Teller unb wenige in ber Form an Tonkrüge erinnernde Eisentöpfe machen den Hausrat aus, zu dem allerdings auch in den ärmlichsten Hütten meist noch der Samowar kommt, bas russische Requisit schlechthin. Ein Irrtum allerdings, wenn man zu dem Samowar, dem Bereiter ständig kochenden Wassers, auch ben Tee, ben „Tschai", er» warten würbe. Er fehlt restlos, so restlos wie ber Zucker. Wir hörten einmal ben ironischen ^Ausdruck „Stalin-Zucker" für Salz, er sagt alles aus über die Gründe einer unvorstellbaren Armut auch an den einfachsten Genußgütern des täglichen Lebens. Kartoffeln, Gurken, Zwiebeln und Weißkohl sind in federn Haushalt des Sowjetparadieses zu finden, damit ist aber auch schon ber normale Vorrat an Lebensrnitteln erschöpft. Morgens, mittags und abends steht der Eisentopf mit Kartoffeln im offenen Feuer in der Höhlung der gemauerten Ofens, ber ein Viertel der Stube einnimmt und so aus-
Vichy , 21. November. (Europapreß.) Nach Nach- richten aus ber französischen Ostafrika-Kolonie Dschibuti dauert die britische Blockade mit aller «char.e fort. Britische Avisos halten sich Tag und Nacht m den Gewässern ber Kolonie auf unb unterbrechen jede Seeoerbinbung. Außerdem patrouillieren—stan-.
big englische Schifte in ber Meerenge von Da-b-ek- Mandeb am Ausgang des Roten Meeres, um bte Derbinbung mit dem Jemen zu unterbrechen. Englische Flugzeuge überfliegen fast ständig das Gebiet der Kolonie. In letzter Zeit mußte die französische Luftabwehr in 21 Fällen bas Feuer eröffnen.
General Weygands Abschied.
Vichy, 21. November. (DNB.) General Weh- ganb bat anläßlich seiner Pensionierung an bte französische Armee in Afrika einen Ta- gesbefehl gerichtet, in dem er seinen Abschiedsgruh entbietet. Der Tagesbefehl schließt mit ber Aufforderung, stark und diszipliniert zu bleiben unb vereint hinter bem Marschall P6tain zu stehen. Diese Haltung berechtige zu allen Hoffnungen. Er hat sich Donnerstag nach Antibes an der Riviera begeben. Englands wachsende Verluste zwingen zur Verbesserung des Zeitungswesens
eine neue Verordnung herausgegeben, die beweist, baß bte Gefahren beträchtlich gestiegen finb. Es hat in ber englischen Oeffentlichkeit unliebsames Aufsehen erregt, baß die Besatzungen torpebierter englischer Schiffe manchmal breißigTage unb länger in völlig unzureichenden Rettungs- booten auf hoher See umhertrekben mußten. Unter dem Druck der öffentlichen Meinung sah sich die englische Regierung nun veranlaßt, neue Vorschriften für die Rettungsgeräte ber englischen Han- delsschiffe zu erlassen. Die Rettungsboote müssen mit Wasser, Nahrungsmitteln, Leucht- und Rundfunkgeräten ausgerüstet sein. Außerdem wird den Schiffseigentümern zur Pflicht gemacht, bte Schifte mit Rettungsflößen auszurüsten. „Datch Expreß gibt zu, baß diese selbstverstänblichen Maßnahmen bisher aus Sparsamkeitsgründen unterblieben sind.
Seihe ieichrr n, hie lutttx h ber 1 unb 1 hat, riatio- Haydn 5 bem g vom rt bas IW tt bet jsmar» mied e märet. & I An fit b nun Mehr- m 2n- müden i t feint ;ernben ;
1 unter uff ßt- ßenigt 1 einer
USA.-Eisbrecher für die Offenhaltung von Murmansk und Archangelsk.
Washington, 21. November. (Europapreß.) Der U8ä..-Marinesekretär Knox machte in der Pressekonferenz bte Mitteilung, daß die vier 5000- Tonnen-Eisbrecher, die für d i e U S A.» K ü st e n « schiff ahrt gebaut werden, für die Offenhai- düng ber sowjetischen Eismeerhäfen Murmansk :und Archangelsk verwendet werden konnten. Knox fügte hinzu, daß diese Schifte aber in diesem Winter noch nicht zur Verfügung stunden, sie könnten er st im nächsten Jahr eingesetzt werden. „
Oer dänische Geschästsiräger in Bagdad fristlos enftofpn.
Kopenhagen, 21.5too. (Europapreß.) Durch königlichen Beschluß wurde der dänische Geschäfts- hager im Irak und Iran, Botschaftsrat H. F e n s - j mark, fristlos aus dem Staatsdienst entlassen, weil er seiner Regierung den Dienst verwet- gert hatte. Das Justizministerium wurde ersucht, eine strafrechtliche Untersuchung emzuleiten. Als Grund für seine Dienstverweigerung gab Fensmark an, daß die augenblickliche Regierung nicht mehr die überwiegende Mehrheit des dänischen Volkes vertrete.
Englische Internierungsmaßnahmen.
Lissabon, 21.November. (Europapreß.) Mit bitteren Worten beklagt sich der englische Abgeordnete Bennett in einer Zuschrift an bte „Times über die vom Innenminister ergriffenen kopflosen Maßnahmen zur Internierung angeblich politisch Derbächtiger. Bisher seien 1 od5 Fälle solcher Internierungen bekannt, von denen sich bis heute 805 als unbegründet erwiesen hatten. Ohne Schuld hätten diese Personen in Gefängnissen schmachten müssen, ohne daß die Regierung irgendwelche Handhaben zu ihrer Verhaftung gehabt habe.
Oie Blockade Dschibutis.
Mit diesen unbekümmert in den sicheren Sieg hineinschreitenden Worten beginnt jenes an Helden- gräbern gesprochene Gedicht Goethes. Schrittweise ringen wir ber Zukunft Wall um Wall ab. Wir wissen zwar aus dem vorigen Krieg, baß bas „Neue", bas wir uns erobern wollen, immer verschieden cn'ssieht in unseren hoffenden Herzen und im gerechten halten des Schicksals. Aber der Voran- maych so oieu tapferer Toten gibt uns in allem noch so Schrecklichen trotzdem die schreckenlose Gewißheit, daß am Ende dieses Marsches ber unerschütterliche Sieg winkt, schöner als wir ihn ie erträumten, wenn wir nur nie „versäumen, die Kräfte des Guten zu üben". Denn wer sein altes Leben wie ein abgetragenes Gewand hinter sich warf, um ein neues zu erobern, das wieder deutlich spürbar mitten im Herzen drin zu keimen unb edle Frucht zu bringen beginnt, ihm kann nur Zwiefaches geschehen: Er füllt. Dann mahnt sein Blut unerbittlicher als bas ber Lebenden Denn die leben bleiben, wollen siegen. Die aber fielen, müssen es. Ober: er kämpft bis zum frönenben Sieg — unb kehrt ganz van selbst als „ber andere" beim, als ber mit bem Blut ber Gefallenen Geimpfte, der nun unb stets nach ihrem heiligen Vermächtnis handelt. So „läßt uns alle", um noch einmal Goethe zum Zeugen anzu- rufen, „ber Tob in völliger Ruhe, denn wir haben die feste Uebeneugung, baß unser Geist ein Wesen ist ganz unzerstörbarer Natur". _______
in der Nähe von Könitz tödlich verunglückt. Boese kam 1925 zum Rundfunk und begann als Hörspiel- sprechet: unb Reporter beim Norbbeutschen Rund- funt Hamburg. 1933 wurde Börse Abteilungsleiter des Deuftchlandsenders. Jahrelang leitete er die großen politischen Ueberhxigungen der Partei und bes Reiches. 1939 übernahm er die Leitung des Senders Danzig. *
Vertreter der ausländischen Männer und Frauen, die im freiwilligen Kriegs- unb Arbeitseinsatz in Deutschland stehen, trafen sich mit ihren deutschen Arbeitskameraden zu einer von ber Deutschen Arbeitsfront veranstalteten Kundgebung im Berliner Sportpalast, die unter dem Grundgedanken stand: , 350 Millionen schaffen für den Sieg" und auf der Dr. Ley sprach._______
erung nach dem Besitz von Konstantinopel und In- Uen. Der Landweg von Syrien nach Indien wird cis Randverbindung angestrebt. Aber darüber hin- cus wird die große Parole ausgegeben: „Der große 0ott, dem wir unsere Existenz verdanken ... gebattet mir, das russische Volk als zur zuküns - ltgen Herrschaft über ganz Europa - berufen anzusehen." Klarer kann nicht gesprochen oerben. Das ganze 19. Jahrhunbert steht im Zeichen ies zaristisch-moskowitischen Kampfes um Kon- lt a n t i n o p e l. Zwischen 1850 und 1907 wurde . gleichzeitig die Stoßrichtung nach Indien verstärkt. Nach dem Scheitern der f e r n ö ft l i dj e n siläne im russisch-japanischen Krieg kam die Zaren- legierung wieder auf das europäische Programm zurück und setzte mit jener Wühlarbeit auf )em Balkan ein, die zum Weltkrieg geführt hat.
5o weit ber reine Tatsachenspiegel. ,
Aber mindestens ebenso interessant ist die andere Tatsache, daß die Methodik von Peter dem drohen bis auf unsere Tage die gleiche geblieben ist. 3m Ziel ist ohnehin kein Unterschied. Der Griff , her Sowjetunion nach Finnland und nach den bat« Ischen Staaten ist genau so aufschlußreich wie der Lersuch, Bulgarien und die Türkei in ein moralisches Abhängigkeitsverhältnis von Moskau zu -»ringen, ober ber Bau ber Turksib-Bahn an die in- rische Grenze!
Welches sind nun die Methoden? Peter I. und rlle seine Nachfolger spekulieren auf die innere j Uneinigkeit des mittleren und westlichen Europas. Sie sind in diesem Punkt als die Vertreter der größten Landmacht das genaue Gegenstück zu der Politik Englands als der größten Seemacht. Don vornherein arbeiten die Zaren (genau wie später Die Bolschewisten) mit ideologischen Mitteln. Die osteuropäischen Völker will Peter I. im Zarentum zu- fammenschließen und für ben Sturm auf Europa reifmachen, inbem er bas „russische" Volk — als □b es in diesem weiten Reich nur e i n Volk gäbe! — in ben Gebauten hineinpreßt, baß Europa greisenhaft fei und durch ein junges und frisches Volk erobert werden muß. Nach außen hin ist ihm die orthodoxe Religion das ideologische Kampfmittel. Man sieht, daß das, was Peter I. die „Religion" nannte, für die Bolschewisten der „Kommunismus" Ist Unb ber Glaube an die „russische" Jugend ist von den großen Schriffttellem des moskowitischen Gedankenkreises im 19. und 20. Jahrhundert ge- rabezu zum Dogma entwickelt worden.
Diese Parallele geht bis in die Einzelheit. Peter I. fordert, daß „mit allen nur möglichen Mitteln" Heerführer und Gelehrte von den fortgeschrittensten Völkern Europas herangezogen werden. Der denkt dabei nicht an die „Spezialisten", die der Bolschewismus heranzog, wobei er genau wie Peter der Große Wert darauf legte, daß er „ber Vorteile anderer Nationen teilhaftig wird, ohne selbst etwas -inzubüßen"! Und wenn Peter I. verlangt, daß sich kein Stab „in alle europäifchen Angelegenheiten und Wirren jeglicher Art" einmischt, so haben die Bolschewisten durch die eine und unteilbare kommunistische Partei die in den einzelnen anderen Staaten nur „Sektionen" unterhält, aber in Moskau ihren Hochsitz hat, diese Einmischungspolitik in ein sozusagen vollendetes System ungeheuerlichster Frechheit gebracht. t_
Wer aber setzt den Siegel unter diesen Vergleich?
Kein anderer als Josef Stalin! Er war es, der den „unhistorischen", also gewissermaßen wilden Bol- Chemismus liquidierte, die Militärpolitik der Zaren ; aufnahm, in ben Bahnen ihres Ausdehnunyswillens ■ wandelte und — jenes impevatorische Reiterstand- j bild Peters I in Leningrad (nach seiner Deseittgung) wieder aufrichten ließ und ben ersten „russischen Kaiser damit als seinen geistigen Ahnherrn anerkannte. Dr. Ho.
Sichtbarer als an gewöhnlichen Werktagen der Nation ist der Tod wieder unter uns aufgestanden. Er nimmt scheinbar wahllos aus des Volkes Mitte den einen, der uns noch zu jung an Jahren erschien, um schon ans Sterben denken zu müssen, den andern, dem in der Fülle des Mannesalters nicht mehr das Soldatenglück hold blieb, das ihn vor zwanzig Jahren als jungen Krieger heil Heimkommen ließ. Aber wir wissen es nun aus dem Weltkriege, was wir vorher kaum ahnten: ein auf bem Schlachtfelb geopfertes Leben ist bte lebenbigfte Mahnung unb Verpflichtung an die Ueberlebenben. Vergossenes Blut ruft glühender zur Ehrfurcht als nur versiegtes. Goethe beutete in stolzen Strophen die Ehrfurcht Hoffnung, bie an Heldengräbern wach


