Montag, 22. September Ml
Gietzener Anzeiger
Sonntag? und feiertags
Ombtanichrist: „Anzeiger" Somckeck 1168« &rantf*/3R.
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Oeseis Hauptstadt in deutscher Hand
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weitere 51 Sowjetpanzer.
Blick aus Kiew
Unser Bild zeigt den Stadtteil Podol der ukrainischen Hauptstadt. — (Scherl-Archiv-M.)
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len Kiew auf dem Westufer des Dnjepr durch- Wochen. 3n kühnem Angriff drangen sie am geftri- pa Tage zusammen mit dem weichenden Gegner r die Stadt ein und hißten auf der Zita-
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1941 fin)
1941 M
3m Zusammenwirken mit Verbänden der Kriegsmarine und der Luftwaffe haben Truppen des Heeres Mitte September die der Rigaer Bucht vorgelagerten 3nfeln Worms und Moon genommen. Aus eigenem Entschluß stieß am 16. September der Hauptmann Pankow mit seiner Kompanie von Moon her über den vom Feinde teilweise zerstörten Damm auf den Ostteil der 3 n s e l O e s e l vor. Mit diesem Handstreich schuf er die Voraussetzungen für die im Gang befindlichen erfolgreichen Kampfhandlungen zur Eroberung der 3nsel. Die Luftwaffe bombardierte auch in der vergangenen Rächt Odessa und Moskau.
3m Kampf gegen die britische Versorgungsschifffahrt versenkten Kampfflugzeuge in der Rächt zum 20. September aus einem Geleitzug o st - w ä r t s Hutt zwei Handelsschiffe, darunter einen Tanker, mit zusammen 17 000 BRT. Am Tage wurde vor der englischen Südostküste ein weiterer Frachter durch Bombenwurf schwer beschädigt.
3n Rordafrika griffen deutsche Kampfflugzeuge in der Rächt zum 19.9. die Oellager von Suez sowie Hafenanlagen von Port Said und Alexandria mit guter Wirkung an.
Der Feind flog in der letzten Rächt mit schwachen Kräften nach Rorddeutschland ein. Einzelne Flugzeuge drangen bis in die Umgebung der Reichshaupt st adt vor. Durch Bombenwurf auf Wohnviertel in Stettin hatte die Zivilbevölkerung geringe Verluste an Toten und Verletzten. Flakartillerie schoß zwei der britischen Bomber ab.
DRB. Aus dem Führerhauptquartier, 2L. Sept. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt lekannt:
3u mustergültiger Zusammenarbeit haben Ver- lriude des Heeres, der Luftwaffe und der Kriegsmarine einen neuen bedeutsamen Erfolg erzielt, trensburg, die Hauptstadt von Oesel, wurde h entschlossenem Zugriff genommen. Koon und Oesel sind damit fest in unserer aud. Rur noch versprengte Teile der Besatzung tun Oesel befinden sich im Westteil der 3nsel. 3hre lernichtung steht bevor.
Oer Handstreich auf Oesel.
DRB. Aus dem Führerhauptquartier,
)41 ,H. i - V Sept. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt rgäste' be bttannt:
d anbei? i Wie durch Sondermeldung bekannlgegeben, hatten berichtig» | 'nfanteriedivisionen des deutschen Heeres, von der rderung- Luftwaffe unterstützt, nach mehrtägigen Kämpfen W- Dt» stark ausgebauten Befestigungsgürtel
indessen die Sturmpioniere die Boote wieder gewendet haben im feindlichen Feuer und die lange Fahrt ans andere Ufer wieder antreten, die nächsten Kompanien zu holen. Verwundete bringen sie mit und manchen Kameraden auch, der nun stumm für immer ist. Die ober die erste Fahrt überstanden
otte Führung der sowjetischen Truppen geflüchtet mr, warf die gesamte Besatzung die Waffen weg nb gab den weiteren Widerstand auf. Wie gleich- rifig durch Sondermeldung bekanntgegeben, wurde je Stadt Poltawa, 120 Kilometer südwestlich
will die Fahrt dünken. Nicht jede Seefahrt ist „lustig". Das Boot tanzt und stampft, die Bugsee kommt über, kein trockener Faden mehr am Leibe. Man lugt vorsichtig über Bord: Backbord und steuerbord pflügen andere Boote die See, Trümmer treiben auf ihr hier und da. Jetzt sind wir im Bereich des feindlichen Feuers. Deckungsmöglichkeiten gibt es hier nicht. Ruhig und gelassen aber stehen die beiden Sturmpioniere am Steuer. Regenböen rauben fast die Sicht.
Fertig zum Absprung, rein ins Wasser, denn der steinige Sttand verbietet das Anlaufen. Schmal und eng zwar ist noch der Brückenkopf. MGs. rattern, Gewehre knallen, noch konnten die schweren Massen nicht übergesetzt werden. Aber sieggewohnt erringt das Regiment Schritt um Schritt. Wie Habichte stürzen sich dort vorn Zerstörer und Bomber auf die feindlichen Nester uni) schaffen der Infanterie Lust. Verstört kommen hier und dort einige Bolschewiken zum Vorschein. Im übrigen aber wehren sie sich weiterhin zäh und verzweifelt. Es nutzt ihnen nichts, der Brückenkopf wird gehalten und 'Schritt um Schritt erweitert. Als der Abend sinkt, steht es fest: der Feind weicht dank des Opfermutes der unvergleichlich tapferen Sturmpioniere und Infanteristen der ersten Wellen beim kühnen Sprung über See.
gegen die baltischen 3nseln eingeleitefen Operationen.
Die Luftwaffe versenkte nordwestlich der Krim ein Vorpostenboot, ein Kanonenboot sowie drei Handelsschiffe mit zusammen 10 000 BRT. und erzielte Bombentreffer auf einem sowjetischen Torpedoboot.
3m Kampf gegen Großbritannien belegten starke Kampffliegerkräfte in der vergangenen Rächt hasen- eiurichtungen und Versorgungsbetriebe von Southampton mit Bomben schweren und schwersten Kalibers. Treffer in Lagerhäusern, Docks und militärischen Anlagen der Stadt richteten beträchtliche Zerstörungen an. Line Reihe größerer Brände wurde beobachtet. Andere Kampfflugzeuge griffen mehrere Flugplätze sowie Hafenanlagen in Süd- und Ostengland an und versenkten nordostwärts The Dash einen Frachter von 4000 BRT. Ein weiteres größeres Handelsschiff wurde bescha- digt.
3m Kanalgebiet verlor die britische Luftwaffe am gestrigen Tag bei einem wirkungslosen Angriffsversuch 39 Flugzeuge, davon wurden 35 durch 3äger, vier durch ZHarine-
DRB. AusdemFührerhauptquartier, 7. Sept Das Oberkommando der Wehrmacht gibt Hanni:
3m verlaufe der o stwärts Kiew in Gang b findlichen Umfassungsschlacht haben die Armee Vs Generalfeldmarschalls v. Reichenau und die Panzerarmeen der Generalobersten v. K l e i st und 4 u d e r i a n starke Teile des umzingelten Feindes vernichtet und jetzt schon über 1 50 000 G e- |i n g e n e eingebracht sowie 151 Panzer- hmpfroagen, 602 Geschütze und unübersehbares fknstiges Kriegsmaterial erbeutet. Die Zerschlagung biT restlichen Teile des eingeschlossenen Feindes ist in v:Bern Gange. Weitere große Zahlen an Gefangenen und Beute stehen zu erwarten.
DNB. ... 20. Sept. (PK.) „Die Artillerie unterstützt das Unternehmen durch einen Feuerschlag aller Kaliber. Die, Luftwaffe sichert den Luftraum mit Jägern. Kampfflugzeuge und Bomber greifen die befohlenen Ziele an. Kräfte der Kriegsmarine sichern von See her." „Noch eine Frage ...?"
Nein ... es war alles klar. Und morgen in aller
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Darlehnfr oßhändler^ mber 1941
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Die Llmfassungsschlacht ostwärts Kiew. gefomS Starke Teile des umzingelten Heindes vernichtet. — lieber 150 000 (Sef attgene. s.nnnhff r .. ...... — ... . ~ .
Mitnahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis8'/.Uhr des Vormittags
Anzeig en-Breiie:
Anzeigenteil 7 Rvt ie mm bei 22 mm Zeilenbreite, Terl^eil 50 Rpf. le mm bei* 70 mm Zeilenbrette
Nachlässe:
Wiederholung Malstaffell Abschlüffe Mengenstaffel B Platzvorschritt (vorherige Vereinbarung) 25°/* mehr
in zurückweichende Marschkolonnen der Sowjets Hinein und fügten ihnen schwerste Verluste zu. In diesen Kämpfen, die zur r e st l o s e n Einschließung der Sowjets im Dnjepr- und Desnabogen führten, sind die Gefangenen- und Beutezahlen ständig im Anwachsen. Die Aufklä- ungsabteilung einer deutschen Infanteriedivision stieß am 19. 9. ostwärts des Dnjepr 40 Kilometer überbie eigene vorderste Linie hinaus vor. Trotz schwierigsten Geländes und beträchtlichen Widerstandes der Sowjets känzpfte sie sich weiter vor, erreichten einen wichtigen Feldflugplatz der Sowjets und brachten ihn nach kurzem harten Widerstand des Flugpersonals in ihren Besitz. Ostwärts des Dnjepr vernichtete in diesen Tagen eine deutsche Infanteriedivision ihren 300. Sowjetpanzer. Sowjetische Panzerabteilungen, die in den Kämpfen um Poltawa versucht hatten, durch massierten Angriff sich aus der Umklammerung zu befreien, schlug ein so heftiges deutsches Abwehrfeuer entgegen, daß ein Sowjetpanzer nach dem anderen mit gesprengten Gleisketten und zerschossenen Türmen brennend liegen blieb. In diesen Kämpfen vernichtete eine deutsche Infanteriedivision
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Sprung über See nach der Insel Moon
Von Kriegsberichter Hermann Brüning.
Dü6 Asowsche Meer erreicht.
DJ1B. AusdemAtihrekhaliptquariler, M. Sept. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bifannt:
Am Südflügel der deutschen Angriffsfrovt wurde i)»s Asowsche Meer erreicht. Voraussetzung hierfür war der heldenhafte Einsatz einer 3nfanterie- frinifion, die den Uebergang über den breiten Unter- louf des Dnjepr bei Verislaw — 60 Kilometer »ndostwärts Cherson — unter schwierigsten Ver- hrltnissen erkämpft und allen Gegenangriffen zum
oh gehalten hatte. ..
Die Vernichtung des im Raume ostwarts »>d südostwärts Kiew eingeschlossenen Geg- mrs schreitet fort. Die deutschen Verbände, die von ! Hasten her in Kiew eingedrungen waren, stießen it<r den Dnjepr nach Osten vor und vereinigten i« mit den Kräften, die über die Desna von Rorden «gegriffen hatten. Heftige Durchbruchsversuche des F indes schlugen fehl. Die Gefangenen- und Beute- Ichlen wachsen stündlich.
Einheiten der Kriegsmarine stießen lief [lt den Finnischen Meerbusen vor, verwirkten den Mnensperrgürtel und sicherten ote
Ariible«^ lieben B 0310
Ununterbrochen rollt nun der Ablauf der Sturmtruppen der ersten und zweiten Welle. Winzig die Boote und eng der Raum. Zu sechs Mann aneinandergepreßt hockt man mit Waffen und Gerät. Der Motor brüllt, die beiden „Fahrer" starren geradeaus, sie haben genug zu tun, in diesem Seegang mit ihrer Nußschale den Kurs zu halten. Endlos
hüllt. Näher und näher rasen trotz Wind urfb Wellenschlag die Boote. Jetzt sind sie heran.
Trotz Feuerglocke und Bomven meldet sich der Feind. Mit Geschützfeuer in direktem Beschuß, mit hämmernden MGs., Pak und Flak. Drei Ratas versuchen die Boote im Tiefflug anzunehmen, sie müssen allerdings schnell abdrehen vor den schnelleren deutschen Maschinen. Immerhin, ihr Einsatz erhöht das Höllenfeuer, das den kühnen „Seesi^i- rern" entgegenschlägt. Unbeirrt verfolgen die Sturmbootfahrer dennoch ihr Ziel. Manches Boot zwar versinkt, durchsiebt von Treffern. Mancher Motor fällt aus und leider auch so mancher tapfere Fahrer. Dennoch fie schaffen cs! Im Hagel des Abwehrfeuers wird das Landemanöver durchgeführt. Die Infanterie geht mit Gewehr und MG. gegen den Feind an. Im harten, zähen und verlustreichen Kampf werden die ersten paar hundert Meter Boden als Brückenkopf auf Moon erkämpft.
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ntrahmter! Charkow, am 18. September genommen.
starb.
lieber den Mooren, dke sich durch die unwirtliche Landschaft dieses Teiles der estnischen Westküste ziehen, geistern Nebel, aus denen Wacholderbüsche schwarzen Spukgestalten gleich heroorragen. Der Mond blinzelt durch matte Wolkenschleier. Tiefe Stille lastet über dem einsamen Land. Kein Laut verrät, daß in wenigen Minuten aus diesem Gestrüpp, aus Sumpf und steinübersäten hartgrasigen moorigen Wiesen ein Feuerorkan losbrechen wird. Alles blickt gespannt auf die Leuchtziffernblätter der Uhren: Jetzt ... und in be" gleichen Sekunde zerreißen Abschüsse soweit das Auge reicht die graue Dämmerung. Die Erde bebt, es ist als ob die moorige Wiese schwanke.
Die Lüfte zerreißt das unheimliche Brausen der schweren Bocken. Weit über See geht ihre Reise. Und unter ihrer Feuerglocke rasen über die dunkle See, von Gischt umschäumt, durch Wind und Wogenprall die winzigen Sturmboote. In ihnen die Infanteristen der ersten Welle. Hoch über allen donnern die Bomber auf die Feindstettungen. Mit singenden Pfeifen rasen dazwischen die Jager, die ball) dicht über den Wellen, bald hoch in den Wolken die Uebersetzstellen abschirmen.
Schnell lichtet sich der Morgen, ein Sonntagmorgen, den wir nie vergessen werden. Ein auffrischender Südwest verjagt die Wolkenfetzen. Mit bloßem Auge sieht man die Sturmboote in die weißleuchtende Bugwoge gehüllt, dahinbrausen auf den Wellenkanten. Noch ist das feindliche Ufer, in die Rauchwolken der Einschläge der Artillerie ge«
Im Kessel zwischen Dnjepr und Desna unter- nhmen die eingeschlossenen Bolschewisten am 2h 9. an verschiedenen Stellen der Umklammerung ds Ringes heftige Ausbruchsversuche, de im Feuer der deutschen Ttuppen zusammen- brachen. Die deutschen Truppen stießen danach
Artillerie abgeschossen. Zwei eigene Flugzeuge werden vermißt.
3n Rordafrika zerstörten deutsche Kampfflugzeuge ein britisches Zeltlager bei Tobruk. Der Feind flog in der letzten Rächt nach Rord - und Südwest deut sch land ein und drang mit einzelnen Flugzeugen bis zur Reichshauptstadt vor. Durch Bombenabwurf entstanden unerhebliche Schäden in Wohnvierteln. Nachtjäger und Flakartillerie schossen drei britische Bomber ab.
Bomben auf Kronstadt.
Berlin, 21. Sept. (DNB Funkspruch.) Im Kampfraum um Leningrad griffen heute am Tage deutsche Kampfflugzeuge Hafen und F e st u n g Kronstadt mit Erfolg an. Zur Unterstützung der Operationen des Heeres wurden feindliche Artillerie-Stellungen niedergekämpft und Truppenansammlungen, Flugzeuge und Kolonnen zersprengt und zum Teil vernichtet. Am 20. 9. versuchten die Bolschewisten während des ganzen Tages an einigen Stellen aus der eisernen Umklammerung der deutschen Truppen auszubrechen. Die Versuche wurden unter schweren blutigen Verlusten für die Bolschewisten abgewiesen. Südostwärts des Ilmensees versuchten die Sowjets, ein Höhengelände zurückzugewinnen. Der Angriff wurde unter schweren Verlusten für die Bolschewisten abgewiesen. Nach dem Zusammenbruch des sowjetischen Angriffs ging die deutsche Infanterie zum Gegenangriff über und warf in kühnem Vorwärtsdringen die sowjetischen Kräfte weiter zurück. 18 sowjetische Panzerkampfmagen blieben auf dem Kampffeld liegen. Bei den Angriffen auf die Verteidigungslinien um Leningrad hatte eine Panzerdivision besondere Erfolge zu verzeichnen. Die Sowjets leisteten in einem Start ausgebauten Bunkersystem modernster Bauart erbitterten Widerstand und führten auch immer wieder heftige Gegenangriffe mit zahlreichen Panzern durch. Diese eine Panzerdivision vernichtete im kühnen Einsatz 302 sowjetische Panzerkampfwagen.
In 24 Stunden
65 englischeIagdflugzeuge abgeschoff en
Berlin, 21. Sept. Die Verluste der britischen Luftwaffe bei wirkungslosen Angriffsversuchen an derfranzösischenkanalküstein den Rach- mittagsstunden des Sonntag haben sich auf 30 3agd- flugzeuge erhöht, während auf deutscher Seite nur ein einziges Flugzeug verlorenging. Demnach büßte die britische Luftwaffe indenlehten24 Stunden im Kanalgebiet allein an 3 agdflug - zeugen 65 Maschinen ein. Dieser schweren Riederlage der britischen Luftwaffe stehen nur drei deutsche Verluste gegenüber.
Kiew wichtiges Industriezentrum der Ukraine.
Der deutsche Waffenerfola im Südabschnitt der Ostfront ist auch von größter wirtschaftlicher Bedeutung. Kiew ist eines der wichtigsten Industriezentren der Ukraine und Standort bedeutender Zweige der verarbeitenden Industrie. Die Eisen- und Maschinenindustrie von Kiew stellt verschiedene Stahlarten, Dampfkessel, Brückenkräne, Kabel, Drähte her. Auch der Bau von Werkzeugmaschinen ist hier vertreten. Für die Dnjepr-Flußschiffahrt werden Motor- und Dampfschiffe gebaut. Der Landwirtschaft der Ukraine stellen verschiedene Fabriken in Kiew Maschinen und Traktokenteile zur Verfügung. Weiterhin weist Kiew Werke der metallverarbeitenden und der feinmechanischen Induftrie auf. Die Elektroindustrie ist mit Werken vertreten. Ferner gibt es Gummifabriken und chemische und pharmazeutische Werke. Als bedeutenden Umschlagsort für Holz besitzt Kiew auch eine wichtige Holzindustrie. , Die Verbrauchsgüterindustrie weist noch Unternehmen der Textil- und Lederindustrie auf. Mitten wim ukrainischen Landwirtschaftsgebiet gelegen, stellt Kiew schließlich ein Zentrum der Zucker- Verarbeitung dar. Kiew ist zugleich ein bedeutendes Rüstungszentrum. Hier werden Geschütze und Mu- nition sowie Fluhkanonenboote hergestellt. Von Kiew aus führen wichtige Eisenbahnlinien nach Brjansk und Moskau, Odessa, Lemberg und Dnjepro- petrowsk. Hauptstraßen führen von Kiew nach Tschernigow, Gomel, Odessa und Shitomir. — Poltawa ist bekannt durch seine Zuckerindustrie. Neben Werken der metallverarbeitenden Industrie besitzt Poltawa Unternehmen der Textil-, Schuh- und Lederindustrie. Poltawa liegt an der Eisenbahn Kiew—Charkow.
Zerstörungswut der Sowjets in Kiew.
Berlin, 21. Sept. (DNB.) Die deutschen Truppen fanden bei ihrem Eindringen in die Stadt Kiew unvorstellbare Verwüstungen vor, die die Bolschewisten vor ihrer Flucht angerichtet hatten. Ohne Rücksicht auf die Bevölkerung des umliegenden Landes und der Stadt wurden alle für die Einwohner lebenswichtigen Vorräte weggeschafft oder verbrannt, Wasser- und Elektrizitätswerke z e r st ö r t. Ueberall ragen die Trümmer gesprengter Eisenbahnlinien und Brücken empor, so daß sich die Bevölkerung nicht mehr mit den lebensnotwendigen Dingen versorgen kann. Pioniere räumten die für den Vormarsch und Nachschub der deutschen Truppen notwendigen Straßen und Gebiete von Hindernissen und Minensperren frei, so daß die Versorgung der kämpfenden Truppe auf dem Fuße folgt.
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Beilagen:
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Bezugspreis:
vrühlsche llniverfttStrdntckerei S. Lange General-Anzeiger für Gberheffen d>tieieNe*.9S*«Itra6t 7-9
Frühe würde das tollkühn scheinende Unternehmen gegen den Feind auf der Insel Moon starten. Vieles war bei feiner Vorbereitung zu bedenken ... Heer, Luftwaffe und Marine sollten bei diesem Handstreich auf das letzte Bollwerk des Feindes in der Ostsee Zusammenarbeiten. Alles mußte bis in das Letzte bedacht sein, der kleinste Fehler konnte ich katastrophal auswirken für die Männer, die da ich in Sturmbooten dem Feind entgegerfÄerfen ollten in einer von ihm eingesehenen Fahrt über den Meeeresarm zwischen dem estnischen Festland und der Insel Moon, die befestigt und gut bestückt ist. Alles kam auf vollständige lieber» ra schung des Gegners an.
Insel Moon und Oesel ... Im Jahre 1917 schon einmal in aller Welt Munde, als die deutsche Marine zusammen mit Kräften des Heeres die Russen in kühnem Landungsunternehmen von kimmer ist. Die aber Die erste Fahrt uv, diesen Inseln warfen, die den Rigaischen Meerbusen haben, starten drüben wieder und wieder, nach Norden abschließen. Oesel ... bei dessen Ein- " ' ~'<<L s““ 1‘"
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