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Athener Anzeiger fAeneral-Anzeiger für Gderhesien)

Kr. 60 Zweites Blati

mimender Wucht zum Gegenschlabe ausholen. Er rußte Kraft mit Lift. Parade mit Hieb paaren,

;ort und Schrift als Propagandawaffe einsetzen

Die vielen Abzeichenserien, die seit Bestehen des I Stellen werden dadurch geblendet, flankiertes Feuer WHW herausgekommen sind, haben alle das eine kann der künstliche Nebel unwirksam machen, Nebel gemeinsam daß hoher künstlerischer Geschmack ihre macht einen Ueberraschungsangriff ohne Artillerie- Form bestimmt und daß ein tieferer Sinn in die. Vorbereitung erfolgreich Tauschuna des Gegners fon -tnrmen wm Ausdruck kommt. So denken wir durch künstliche Nebelschwaden, die der Nebelwerfer

Nebelwerfer

durch künstliche Nebelschwaden,

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Biburgs geschritten war, in denselben Räumen ictte sich die Waffenstillstandskommission niederge-

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wird auch der diesjäh- uns bringen. Das soll

Spa, das belgische Modebad, hatte sich in diesen jnuen Novembertagen des Jahres 1918 sehr ver- nfcert Die feldgraue Uniform war verschwunden, üilln sah keine deutschen Generalstabsoffiziere und fernen Rohrschen Sturmsoldaten mehr. Da, wo bis Dir kurzem ein Ludendorff schwerwiegende Ent- Äüfse gefaßt hatte, wo die wuchtige Gestalt Hm- ' ' ' .ritten war, in denselben Räumen

Letzter Parademarsch.

Von Hanns Möller-Witten.

In diesen Tagen wurde Oberst a. D. Otto Müller, Ritter des Ordens Pour le msrite, in Berlin-Halensee siebzig Jahre alt.

für uns eine Besinnung sein aufdie besten Waffen ! der Welt für den besten Soldaten der Welt", wie

len Formen zum Ausdruck kommt. So denken wir alle gern an die Abzeichen, mit denen im vorigen Jahre am Tage der Wehrmacht hie Spendefreu- digkeit gelohnt worden ist. Da hatten mir so schön die Soldaten aller Wehrmachtteile und Waffen-

gattungen beisammen. Wir schämen uns nicht, zu gestehen, daß hierbei das Kind im Manne er­wachte, das seinen Spaß an Zinnsoldatenträumen hat. Ein Stück Spieltrieb steckt in jedem Erwach­senen, und der Vater hat sein heimliches Ver­gnügen dabei, seinen Jungen daheim auf dem Tisch die deutsche Wehrmacht aufzubauen ... Ja, »nd da mag es wohl auch kommen, daß Vater sich selber etwa sagen muß: Ach so lieht die Luft­nachrichtentruppe aus, diese Spiegelfarbe hat sie.

traut sind, muß ihr Blut als stostbares Gut an- sehen, für dessen Einsatz er einst seinem Gewissen, seinem Volk und Gott Rechenschaft zu geben hat Er muß der Stärke und Lauterkeit des Charakters die Schärfe des Geistes zugesellen. muß sich m harier Selbstschulung, in unermüdlichem Studium der Vor­schriften, durch Verttefung in die Lehren der Kriegs­geschichte das takttiche und technische Rüstzeug er­worben haben das zur Leitung neuzeitlicher Kampf­handlungen nicht zu entbehren ist. Er muß sich bis in das höchste Aller die Elastizität des Körpers be­wahren. die eine jede Anstrengung mit der Truppe spielend teilen läßt. Er muß die eigene Person stets hinter die Sache stellen, aber doch den Glauben an seinen Stern in sich tragen und auf die von. ihm Geführten zu übertragen wissen

Wer alle diese Eigenschaften in sich vereint, wird das Herz der Truppe haben wird gewiß sein, daß sie spricht wie einst die Brandenburger des 3 Ar­meekorps zum Prinzen Friedrich Karl:Herr wo befiehlst du, daß wir sterben sollen", daß sie ihm folgen durch dick und dünn. Einem solchen Führer wird aber auch ein gütiges Geschick nicht das Quentchen Glück versagen, ohne das ein Schlachten­erfolg nun einmal nicht denkbar ist, wird die Sie­gesgöttin den Ruhmeskranz auf die Stirne drücken.

dem Feind vor die Nase setzt, Lösung vom Feinde im Schatten einer Nebelwand so vieles werden wir schon bei diesem einzigen Abzeichen bedenken müssen.

Auch der Panzerspähwagen gibt uns viel zum Nachdenken auf: Die technisch hervorragend gelöste Vereinigung von Bewegung (Motor), Deckung (Panzerung) und Feuerkraft. Seine Lei­stungen: Aufklärung, Sicherung ober selbständige

über die Leinwand flog, während ein besonders mutiger Hahn sich auf das Abbild eines Bruders im Film stürzte, um es zu bekämpfen. Auch Eulen erwiesen sich als nicht uninteressiert an den Vor-

die kleinste technische Form durchgebildeten Minia­turen angeboten werden. Sie sind aus einem in Metallfarbe getönten Kunstharz (Trolitul) im Spritzoerfahren hergestellt, ein anschauliches Spiel­zeug, mit dem die Jugend dramatischeSchlachten"

ßer Habicht mit drohend ausgebreiteten Schwingen während ein besonders

in Szene setzen kann.

Da ist einmal die s ch w e r p Flak, von drei Flak-Kanonieren bedient, und ein schwerer Mörser mit Bedienungsmannschaft im Augen­blick des Abschusses. Gerade die in den Abzeichen festgehaltene Bewegung der Mannschaften verleiht diesen Miniaturen aus dem Kampfe unserer Erd- truppen etwas ungemein Lebendiges. Oder wir sehen hier ein huschendes Bild aus dem Heeres- dokumentarfilm, den Kabelverleger zuPferd, in seinem Galopp zur Plastik erstarrt. Dem Pferd als treuen Kameraden des Soldaten ist noch in einem zweiten Abzeichen, einen Meldereiter darstellend, ein kleines Denkmal gesetzt worden.

An eine Waffe, die wenig von sich reden machte, die indes, sowohl beim Angriff als auch in der Verteidigung, eine außerordentlich vielseitige Ver­wendung findet, an den Nebelwerfer, erin­nert uns ein weiteres Abzeichen. Wir werden dabei an die Erleichterung des infanteristischen Angriffs bei ungedecktem Gelände denken müssen Nebel­granaten nehmen dem Feind die Sicht, seine B=

Polen.

U"ö wie diese vier handelten alle Führer glei­chen Dienstgrades. Ganz besonders setzten die Füh­rer der motroisierten Einheiten auf der Erde und in der Luft, die Kommandeure der Panzer- und Leichten Divisionen, der Kampfgeschwader ihre Ehre drein, wie die Reiterfübrer in alter Zeit, am Lenk­rad des Panzers, am Steuerknüppel des Flugzeugs weit vor der Front als erste in den Feind einzu­brechen. Sie alle konnten es nur, weil sie sicher waren, daß der Befehlsapparat gut ein­gespielt war, daß er reibungslos arbeitete, auch wenn sie sich selber für kürzere oder längere Zeit von der Befehlszentrale entfernten, daß er über den planmäßigen Ablauf der Kampfhandluna, über den Nachschub von Waffen, Munition und Kriegsgerät wachte. Sie konnten es nur, weil die neuzeitlichen Nachrichtenmittel sie in die Lage versetzten, abändernde Befehle, die auf Grund eines an Ort und Stelle gefaßten Entschlusses notw-ndig wurden, mit Gedankenschnelle auch entfernten Truppen- und Dienststellen zu übermitteln.

So lebt das Beispiel, der Führer als Vorkämpfer, in unseren Taaen wieder auf. Es bleibt aber im­mer nur ein Mofaikstein in seinem Gesamtbild.

Tiere als $Umpu6lifum.

Dem Menschen erscheinen die Bilder auf der Leinwand in einem guten Film so lebenswahr, daß er leicht vergessen kann, daß sich nicht wirklich Men­schen vor ihm bewegen. Man sollte daher anneh­men, daß die Tiere, besonders wenn sie Tierbilder vor sich sehen, leicht die Abbilder mit der Wirklich­keit verwechseln und sich entsprechend verhalten. Die Versuche, die ein Tierpsychologe durchgeführt hat, um festzustellen, welchen Eindruck der Film auf die verschiedenen Vertreter des Tierreichs her- oorbringt, haben überwiegend negative Ergebnisse gezeigt. Unter den Hunden, die ins Kino geführt wurden, waren Vertreter der verschiedensten be­kannten Rassen, so zum Beisniel Bernhardiner. Schäferhunde, Terrier usw. Obwohl auf der Lein-

Waffenkunde für jedermann.

Rund um die Sammelabzeichen zumTag der Wehrmacht^

Von Kriegsberichter Dr. L. Lcixner (PK).

wand lebensgroße Gestalten von anderen Hunden und Katzen erschienen und sich ganz naturgetreu bewegten, zeigte keiner dieser vierfüßigen Kino­besucher auch nur das geringste Interesse an bett Vorgängen, die da in Licht und Schatten vorüber­zogen. Die Hundegesichter verrieten die grüßte Langweile. Nur ein kleiner Dachshund rannte kläf­fend auf die Leinwand los, und als er festgestellt, daß die Schauspieler nur vorüberhuschende Schat­ten waren, zog er sich enttäuscht wieder unter die gelangweilten Herrschaften irn Parkett zurück.

Das Verhalten der Katzen war ganz andersartig. Als man dem Katzenpublikum einen Film vor- führte, in dem ein großer Hund die Hauptrolle spielt,.'da verrieten sie sofort ihre Aufmerksamkeit durch gespannte Haltung, durch gekrümmten Rücken und durch verächtliches Fauchen. Als Grund für diese so verschiedenartige Reaktion von Hunden und Katzen glaubt der Gelehrte die Tatsache aufführen zu müssen, daß die Eindrücke der Katzen hauptsächlich durch ihren Gesichtssinn vermittelt werden, während die Hunde in sehr hohem Maße in ihrer Erfassung der Außenwelt vom Gehörs- und Geruchssinn abhängen.

Die größte Erregung im Kino zeigten die gefie­berten Besucher, wie Enten, Gänse, Hühner und Tauben. Sie schienen bie Bilder auf der Leinwand für Wirklichkeit zu nehmen und das Fehlen der natürlichen Farben gar nicht zu bemerken, denn ihre Meinungsäußerungen waren sehr laut und ent­schieden. Enten und Hennen erfüllten das Theater mit einem Geschnatter und Gekrähe, als ein gro-

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der feindlichen Offiziere, die sich überrascht und ver­wundert an den Fenstern Drängten, begierig des seltenen Schauspiels. Dieser eine sah auch, wie das Lächeln schwand, bei einem nach dem andern. General von Winterfeldt war es. Er stand etwas abseits von den fremden Offizieren und erriet im Sehen dieses ergreifenden Parademarsches die Ge­danken jener, die vielleicht ahnen mochten, daß die Weltgeschichte Weltgericht bedeutet.

Der preußische General aber war ganz erfüllt von der tiefen Größe unsterblichen Soldatentums. Und trotzdem überfiel ihn das Leid der, letzten Wochen mit solcher Macht, daß ihm die Hellen Tränen über das Gesicht rannen. Da wandte er sich ab und ging. Und er ließ sein. Pferd satteln, um jenem unbesiegten Regiment nachzureiten, das der deutschen Grenze zumarschierte, stumm im Er­lebnis dieser Stunde.

Voll tiefer Bewegung drückte er Major Müller die Hand. Er dankte mit vor Rührung rauher Stimme der Truppe:

,Hhr habt mir neue Kraft für meine schwere Ar­beit gegeben, Kameraden." Bis zur Grenze gab er den Schlesiern das Geleit. Dann ritt er in tiefen Gedanken zurück. Der Glaube an Deutschland stand in ihm auf. Und dieser Glaube an Deutschland wurde nie wankend, wenn er dieser Stunde gedachte

Major Müller zog über die Grenze, gleich stark in seinem Glauben an Deutschland wie der Gene­ral, dem er soviel gab.

.Arterie nverkalkung

umwittern muß. Dem Generaloberst von M o l t k e, der die Entscheidungsschlacht an der Marne von Luxemburg aus zu lenken übernahm, entglitten die Zügel der Kampfführung Der Generaloberst von Hindenburg, der inmitten seiner Truppen auf den Höhen von Frögenau die letzten Weisungen zur Einkreisung der russischen Narewarmee gab, behielt sie bei Tannenberg in der Hand.

Der Stellungskrieg, der Feuersturm der Material- schlachten erschwerten es freilich den höheren Füh­rern und ihren Stäben ganz außerordentlich, durch ihr persönliches Beispiel auf die Truppe einzuwirken. Dennoch haben gerade die Tüchtigsten und Weit- sichtichten immer alles darangesetzt, enge Fühlung mit ihr zu halten.Meine Herren, das Wichtigste ist, daß Sie stets die Hand am Pulse der Truppen haben", mahnte uns, seine Generalstabsoffiziere und Adjutanten, tagtäglich unser Kommandierender General, der General von Morgen, in den kritischen Sommer- und Herbstwochen des Jahres 1918. Er selbst fuhr jeden Morgen aus seinem rück­wärts gelegenen Stabsquartier an die Front, ver­suchte selbst zu sehen, wo zu helfen oder zu bessern war, lobte, tröstete und fuhr, wenn es nötig war, auch einmal mit einem erfrischenden Donnerwetter dazwischen. Einer seiner Divisionskommandeure, der Generalleutnant von La Chevallerie, konnte als Vorbild dienen, wie in einem enger umgrenz­ten Befehlsbereich die Führerperfönlichkeit sich auch im Stellungs- und Materialkriege durchsetzen konnte. Ging in den beweglichen Abrvehrkämpftn der letzten Kriegswochen ein Grabenstück, ein Dorf verloren, so war er es, der persönlich den Gegenstoß führte, war der Verlauf der vorderen Linie aus den Trup­penmeldungen nicht einwandfrei zu ersehen, klaffte rechts oder links feiner Division eine Lücke, so war er es. der bei nächtlicher Erkundung Klarheit schaffte, den Anschluß wiederherstellte.

Die Bewegungskämpfe des Polenfeldzuges Haden die Führer aller Dienstgrade in vorderster Linie gesehen. Der Oberste Befehlshaber der Wehrmacht, Adolf Hitler, ging ihnen allen als erster Sol­dat der Nation mit leuchtendem Beispiel voran. Er stand mit den Dortruppen nach der Durchquerung des Korridors am Weichselufer, weilte bei den Di­visionen, die den Ring um die polnische Haupt­armee im Weichselbogen schlossen bei den Batte­rien, die Warschau beschossen. Ein Armeeführer, Generaloberst von Reichenau, schwamm mit den Spähtrupps durch die Weichsel. Der Komman­dierende General eines Armeekorps, General H o t h,

In Gedanken versunken ritt vor seinem Regiment der Kommandeur, Major Otto Müller. Am Halse funkelte ein blaugoldener Stern: der Pour le merite. Er hatte ihn si^ als Führer der Männer verdient, die hinter ihm marschierten. Ein zusammengeschmol- zenes Häuflein, das schlesische Reserve-Jnfanterie- Regiment 7, eine kampfgewohnte, schlachterprobte Trpppe, Nachhut der Armee. Das letzte Regiment In straffer Marschordnung, hinten einzelne ge­schmückt mit schwarz-weiß-rotem Bändchen. Voraus die Regimentsmusik. Hinter ihm folgte der Feind.

Der vorausgesandte Offizier meldete seinem Kom­mandeur. Den packte der Ingrimm. Feindliche Waf- fenstillftandskommifsion? Nun wohl, ihr Herren. Ich werde euch zeigen, daß deutscher Soldatengeist noch lebt. Und in diesem Parademarsch, der einen Hindenburg und einen Ludendorff zum letztenmal an der Stätte ihres Wirkens ehren soll, sollt.ihr noch einmal preußisches Soldatentum siegen -sehen.

Der hochgewachsene Major Müller er stammt aus Wesel am Niederrhein, roo Napoleon I. Schills tapfere Offiziere erschießen ließ läßt vor jenem Gebäude die Musik ein,chwenken. Er reitet jeder Zoll preußischer Ofsizier auf den Platz, um den Parademarsch abzunehmen. Sein Blick fliegt über die Fenster, sieht abweisend die Gesichter feindlicher Offiziere. _

Da klingt der Preußenmarsch auf. Er zündet die schlummernden Funken in den müden Herzen seiner Soldaten, die da heranmarschieren, todmatt, in zer­schlissenen Uniformen, mit zerrissenen Stiefeln. Drei­hundert Mann sind es vielleicht noch, deren Schritt auf dem Pflaster widerhallt. Ein Schatten huscht über bas Gesicht des Majors mein armes, schönes Regiment Dann liegt seine Hand am Stahl­helm.Achtung Augen rechts!" klingt scharf das Kommando. Die gebeugten Gestalten straften sich, die Beine werfen sich schwungvoll empor, Blitzen springt in die Augen hart und klirrend dröhnt auf dem Pflaster der Parademarsch der Reste des preußischen Regiments, hinter dem der Feind folgt

Unbeweglich hält der Major. Als der letzte vor­bei ist sinkt langsam seine Hand nieder In ihm ist eine reine Freude dies Bild soldatischer Manns­zucht prägt sich ihm unverl 'schlich ein als letztes tiefes Erlebnis feines soldatischen Lebens.

Einer sah das überlegene, triumphierende Lächeln

gängen im Film, während kleinere Vögel, wie zum Beispiel Spatzen, Finken, auch Kanarienvögel, neu­gierig auf die flimmernde Helligkeit starrten, aber nicht den geringsten Laut von sich gaben Völlig ungerührt von den Wundern des Kinos blieben Schlangen, obwohl man ihnen im Film alle mög- lichen Fliegen und Gewürm vorführte, die meisten waren nicht aus ihrer trägen Ruhe zu bringen, und nur einige schnappten nach der Leinwand, um sich sofort wieder zusammenzurinqeln, wenn sie er. kannten, daß diese Bildernichts Nahrhaftes" eni» hielten. G ML

iajen: französische, englische, belgische, amerikanische doziere Sie alle zeigten der Bevölkerung fröhliche, ufsgeräumte Gesichter. Tiefernst stand oder saß ^onchmal. wenn es sein Auftrag verlangte, der ^ußische Generalmajor v Winterfeldt unter ihnen, ober auch ber bayerische Major Krieb e l. 5e litten unter ber Schwere ihrer Ausgabe, Die Üi trotz aller Hoffnungslosigkeit mannhaft verföch­te- Wie Friebrich ber Große einst an feinen iheunb Hans Karl von Winterfelbt geglaubt hatte, o sehr hofften bie Deutschen militärischen Spitzen p feinen Nachfahren Detlos v Winterfelds Wenn p deutsche Feldheer mit großen Teilen nicht noch p angen werden wollte, mußte es mit Der 4Zor- n rschschnelligkeit von 1914 das feindliche Land räumen Marschall Fach hoffte im stillen, daß Dies >iht durchführbar sei. Dann durfte man einen bil- |ipn Triumph genießen. Aber die Feldgrauen mar- Itf erten marschierten marschierten Und sie o ren müde, so müde Müde von unaufhörlichem ^unpf, ewiger Not und bitterster Enttäuschung.

Der Kalender zeigte Den 25 November 1918 Da li ein einzelner Offizier durch die Straßen von gD?a Sein Regimentskommandeur hatte ihn ge- iHckt, um einen Platz auszusuchen, aus dem sich kri: Parademarsch des Regiments burchruhren ließ fcn solcher Platz war bald gefunden Er lag vor tat Gebäude Der Waftenstillstanbskommission Hier litte einst die Deutsche Oberste Heereslettiing chren Hier plante und wirkte titanisches Feldherrn- l«nie.

Tapferkeit und Einsatzbereitschaft sind für ihn wie ür Den letzten feiner Schützen nur die selbstver- ländliche Voraussetzung eines Soldatentums dem eine Führerstellung noch besondere Verpflichtungen auserlegt. Es muß ihm die Weite des Blickes und die Klarheit des Urteils innewohnen, die ihn hell­sichtig die Lage beim Feind übersehen läßt Er muß jenes Stück Verwegenheit besitzen, das nun einmal zum Haschen ber Gelegenheit gehört, bas ihn stets freudig nach dem kühnsten Entschluß greifen läßt, darf aber nicht jenes Gleichmaßes der Seele ent- raten. das sie nach Clausewitzauch bei stärksten Regungen bie Grenzen seiner Verantwortung erken­nen läßt, bas seiner Einsicht und Ueberzeugung, trotz bes Sturmes in ber Brust, wie bie Nabel bes Kompasses auf fturmberoegtem Schiff, feinstes Spiel gestattet." Er muß in sich selber so gefestigt fein, daß er an dem einmal gefaßten Entschluß nicht irre wird, und seiner Auffassung, wenn es sein mutz, auch vorgesetzten Dienststellen gegenüber Geltung verschafft, ohne dabei zu'vergessen, daß es frevel­haft wäre, eigenmächtig und selbstherrlich aus nicht zwingenden Gründen ihre wohlerwogenen Pläne zu durchkreuzen. Er muß sich bedingungslos vor jeden feiner Untergebenen stellen, der in feinem Sinne handelt. Er muß sich verzehren in der Sorge um das Wohlergehen aller derer, die ihm anoer-

»_bobcr Älllkoruck mit Herzunruhe, Schkvinöelgefühl, Nervosität, Ohren» Zirkulationsstörungen werden durch Antisklerosin roirkstun b» b- pft Enthält u. q. Blutsalze and .Ireiolaufbormone. Greist die Seftbroer» - von verschiedenen Jtidjtimqen her, an. Packung 60 Xabi. Jl 1.86 in h «ken. Hochinteressante Aufklärungsschrift liegt jeber petftma bei

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eilte im Fieseierstorch von einem Brennpunkt bes Kampfes zum andern, ein Divisionskommandeur, der Generalleutnant Olbrich t, fuhr mit einer , lluU7llu/u,JllLuppK UU3, V1C| Handvoll Leute im Kraftwagen über die Vorhut ^ab x4) n0^ nu^t gewußt! seiner Marschkolonne hinaus und bemächtigte sich I Aurraefakte Waftenkunde in keckem Zugriff der Warthebrücke, beuor bie f^olen mehmaAt"

an ihre Svrengung denken konnten. Der Äouynon« bmr rin« Jteiterresim-nts D&erft von uc uc|lc <Jüluulell ucl

«tuntete mrt feinen Spähtrupps bie Dtera» ber Führer sich einmal äußerte. Die Macht ber mogichke-tten über ben Narew, letzte eiflenhanbtfl deutschen Wasien finbet bamit auch im KWHW. tne jd;t»eren SBaffen feines Stemments jum sinnbilbtichen Ausbruck: zwölf Waffen ber drei chutz. b« Piamere unö bte Sießtrapps an, saß Wehrmachtteile werben uns in reizoalleu. dis in INI ersten Faltboot, das vorn Ufer stieß, fchcttfte aur ... ..... ~ "

bem jen-fettigen Ufer einen Brückenkopf und hielt ihn gegen die wütenden nächtlichen Angriffe der

Soldatisches Zührertum

Von L berftieutnant a D Henary

In unserer Vorväter Tagen war der Waffentüch- ii.-ste Führer im Kamps Das Leuchten seines . Ims das Wehen seines Haarbusches war seinen IKinnen Richtpunkt im'Schlachtengetümmel. Er war bum Angriff ber erste am Feind, in ber Abwehr Ür Letzte, ber vom Platze wich. Sem Beispiel ent= [l:mmte bie Tapferen zur höchsten Kraftenttaltung, rz auch die Zaghaftesten mit sich fort An seinem 54)wert hing Sieg oder Niederlage Nicht selten ston brachte der Ausfall des Zweikampfes der Endlichen Führer die Entscherdung im Ringen der 151 f er

Dennoch vor der Tat stand auch damals schon h:s Erwägen, das Planen. Der Führer durfte nicht ein Kämpfer, er mußte auch Taktiker und Stra- k;e sein Er mußte in Friedenszeit die Wehrkraft U eigenen Volkes wahren und stärken, den Schutz jf-nes" Lebensraumes gegen Ueberfälk neidvoller Yichbarn sichern, mußte, wenn Kriegsgewitter her- L'zogen, des Feindes Pläne durchschauen und im kchten Augenblick und am rechten Platz mit zer-

innen

Die Großen des Altertums, des Mittelalters fiiren solche soldatischen Führer, griffen zu Schwert rb Schild, wenn aus dem Wägen das Wagen irb. wenn bie Waffen zu sprechen hatten.

Die Erfinbung bes Schießpulvers wandelte das ftd Die Kugel fand auch aus ber Hand des Dor- iytigen vom sicheren Port chren Weg in das Herz !S Feindes Nicht mehr war das Schlachtfeld .ich ne Stimme durch das Beispiel zu beherr- <fcn Der Führer mußte einen Platz wählen, von krn aus er durch Befehle jederzeit raschen Einftuß J Die Kampfhandlung nehmen konnte. Noch war für etliche Jahrhunderte der Feldherrnhügel, der frn Ueberblicf über das Blach'eld gewährte, von im aus die Adjutant^ und Ordonnanzoffiziere zu in Truppen jagten. Noch war er so nahe den jbmpfern. daß der Führer im Augenblick ber Ge- :jijr seinem Roß nur bie Sporen zu geben brauchte, In mit ein paar Galoppsprüngen unter ihnen zu *n. Noch war bie blanke Waffe das Zünglein an |r Waage ber Entscheibung, noch wog auch des Ijhrers Schwert nicht gering, wenn es um das Mhte ging.

/ Der Große Kurfürst, der an der Spitze , yner Dragoner bei Fehrbellin in bie schwedischen jjhrrees sprengte, ber Große König, dem bei inrgau brei Pferbe unter bem Leib erschossen wur- n. Erzherzog Karl, ber 1809 bei Stipern i ber Fahne in ber Hand bie Bataillone zum tikscheibenben Stoß vorführte, find Beispiele aus ber i leußischen unb ostmärkischen Kriegsgeschichte.

Als mit ber Erfindung der gezogenen Waffen die kftußweiten sich nochmals verdoppelten und ver- [k*ifad)ten. als die Millionen der Dolksheere die Identen immer länger dehnten, das Kampffeld lo= mt von einem Punkt nicht mehr zu übersehen war, fc gleichzeitig bie Bereitstellung, ber Ein'atz und M Kampflenkung der Menschen- und Material- mffen einen immer größeren Befehlsapparat er- Irberten. mußte ber Feldherr seine Befehlsstelle ; inmer weiter nach rückwärts an einen Punkt v?r- Ir-cn, wo er, von allen Seiten leicht erreichbar, ün° stiftört arbeiten konnte. Die neuzütlichen Nachrich- i(tmittel ber Draht unb ber Funk, bas Kraft- r:D und der Personenkraftwagen gaben ihm bie Möglichkeit bazu. Das Jbealbild des Feldherrn eiüftanb, ber, über Karten gebeugt, tief im Hinter­leib saß und seine Regimenter, Divisionen Armeen Die Schachftguren auf Schienensträngen unb Auto- höfjen hin- unb herschob.

Der Weltkrieg hat uns bald gelehrt, baß ber bgen überspannt war, baß der Feldherr nicht H leeren Raum arbeiten darf, daß der hud) der Front ihn und die Truppe gleicherweise