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der betrieblichen Lehre festgehalten. Da in diesem Beruf die Ausbildung jedoch in der Schule erfolgte, soll unter Ausschaltung der kurzfristigen Kurse zu­nächst der erfolgreiche Besuch einer anerkannten Handelsschule von wenigstens zwei Jahren mit IVz Jahren, von wenigstens einem Jahr mit einem hal­ben Jahr angerechnet werden. Zu den Fertigkeiten und Kenntnissen, die der Bürogehilfin in der Aus­bildung vermittelt werden sollen, gehören einfache Arbeiten im Schriftverkehr nach Diktat oder Schema, Abfassung und Anfertigung kurzer einfacher Schrei­ben, Kenntnisse in Kurzschrift und Maschinenschrei­ben, Kartei- und Registraturarbeiten, Behandlung der Post, Verwaltung laufender Vorgänge, Füh­rung einer kleinen Kasse, Ausfiihren von Hilfsar- beiten, auch rechnerischer Art, usw. Erwünscht ist ferner die Pflege und Handhabung von gebräuch­lichen Büromaschinen. Die schriftliche Prüfung er­streckt sich auf Rechnen, Kurzschrift und Maschine­schreiben, wobei die Anforderungen der Stenotypi- sten-Anfängervrüfung (120 Silben Stenographie und 150 Reinanschläge Maschine) zu erfüllen sind. Die mündliche Prüfung hat die Büroorganisation sowie den Verkehr mit Post, Bant und Eisenbahn zum Gegenstand.

Heinrich Hagenbeck gestorben.

Fern der geliebten deutschen Heimat ist Heinrich Hagenbeck in einem englischen Konzen­trationslager auf Ceylon soeben verstor­ben. Heinrich Hagenbeck gehörte zur zweiten Ge­schlechterfolge der berühmten Dynastie Hagenbeck, die von dem Tierhändler Karl Hagenbeck 1866 gegründet wurde. Auch Karl Hagenbeck hatte schon von seinem Vater ein Tierhandelsgeschäft geerbt. Aber er gilt als der Begründer derHagenbeck- Dynastie", weil er durch seine ausgezeichnet ausge­rüsteten Tierfangexpeditionen, durch seine völker­kundlichen Schaustellungen und durch diezahme Dressur" im Zirkusbetrieb ganz neue Methoden zur Geltung brachte. Der jetzt verstorbene Heinrich Ha­genbeck war sein Sohn. Er war so vielseitig wie der alte Karl Hagenbeck selbst. Er begann alsEle­fantendoktor" und etablierte sich außerdem auch schon auf Ceylon als Plantagenbesiher und Schiftshändler. 1Q14 rückte er zur rechten Zeit nach dem holländischen Sumatra aus und tat dort fein Bestes, um der Besatzung derEmden" die Flucht

über Arabien nach Deutschland zu ermöglichen. Er selbst schlüpfte alsbelgischer Soldat" durch die englischen Blockadelinien hindurch. Seither war er bei dem englischen Geheimdienst ganz schwarz an­geschrieben, setzte es aber 1929 durch, daß er in Ceylon wieder ein Tiergeschäft gründen und auch seinen alten Schiffshandel wieder aufnehmen konnte. Durch sein Interesse an der Elefantenzucht und Ele­fantendressur entwickelte sich Hagenbeck zu einem umfassenden Kenner des modernen Indiens und fei­ner reich bemusterten Dölkerkarte.

Kleine politische Nachrichten.

Der Stellvertreter des Führers empfing in Gegen­wart des Reichskommissars für die Niederlande, Reichsminister Seyß-Jnquart, sowie des General­kommissars z. b. V. Fritz Schmidt im Senatorensaal des Braunen Hauses in München den Leiter der Nationalsozialistischen Bewegung von Holland (NSB.) M u s s e r t, der begleitet war von seinen beiden Stellvertretern von Gelkerken und Rost van Tönning en sowie weiteren Mitar­beitern. Tags zuvor batte er dem Reichsschatzmeister Schwarz einen Besuch abgestattet.

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Reichsminister Dr. Goebbels empfing nieder­ländische Künstler, die auf einer Studienreise durch Deutschland Gelegenheit haben, die führenden Stät­ten deutscher Kultur kennenmlernen. An dem Emp­fang nahmen die Herren Dr. F. A. I. Vermeulen, Eduard Gerdes und Pijke F. C. Koch teil.

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Reichsleiter Dr. Ley besuchte eine vom Reichsheim st ättenamt öer D A F. oeran= ; staltete Leistungsschau in Berlin-Zehlendorf. Amts­leiter Dr. Steinhäuser erstattete über die durchgrei­fenden Vorbereitungen für den sozialen Wohnungs­bau Bericht.

Der neuernannte japanische Botschafter für Ber­lin, Generalleutnant Oshima, wurde in Ab­schiedsaudienz vom Kaiser empfangen.

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Durch ein Dekret des rumänischen Staatsführers General Antonescu wurde an Stelle von Ge­neral Constantin Petrovicescu General Du- mitrow P 0 p e s c u zum Innenminister ernannt.

1 Gleichzeitig wurde Aurelian P a n e v zum Unter­staatssekretär im Landwirtschaftsministerium er­nannt.

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I Die britische Admiralität bedauert Mitteilen zu müssen, daß die VorpostenschisseManx P r i n c e" undRefund 0" versenkt worden sind.

Die englische Regierung hat das Agrement für den neuen ^^.-Botschafter in London, John Winants, erteilt

Der ehemalige Außenminister Lettlands, M un­ter s , ist in das sowjetrussische Außenkommissariat übernommen worden und ist dort in der westeuro­päischen Abteilung an hervorragender Stelle tätig.

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In der Internationalen Zone Schanghais wurde der chinesische Baumwollmillionär Tschow i Tse-tsching durch zwei Schüsse schwer verwundet, als er versuchte, sich einer Kindesentführung in den Weg zu stellen.

Aus aller Welt.

Volksschädlinge hingerichtet.

Der vielfach vorbestrafte Ein- und Ausbrecher Franz Z l 0 t n i k und seine Helfershelfer Felix K a r 0 l c z a k und Anton I a g l a, sämtlich aus Posen, wurden hin-gerichtet. Sie waren durch Urteil des Sondergerichts in Pofen vom 9. Januar als Volksschädlinge, Zlotnik und Karolczak wegen schwe­ren Diebstahls in mehreren Fällen, Jagla wegen gewerbsmäßiger Hehlerei, Zlotnik auch wegen tät­lichen Angrifts auf einen deutschen Polizeweamten und versuchten Mordes an diesem zum Tode verurteilt worden. Ferner ist der in Unter« Jirtschan (Bezirk Eule) geborene Ernst Belica hinge richtet worden, den das Sondergericht bei dem Deutschen Landgericht in Prag als Gewaltver­brecher zum Tode verurteilt hat. Delica hat mo­natelang schwerbewaffnet Einbruchdieb st ähle verübt und hierbei mehrfach wenn er überrascht wurde, auf Verfolger geschossen. Der 1891 in Ta­ganrog (Rußland) geborene Anton V 0 l 0 0 ik ist ebenfalls hingerichtet worden, den das Sondergericht beim Deutschen Landgericht in Prag als Gewaltver­brecher zum Tode verurteilt hat. Der Verurteilte ist ein vielfach vorbestrafter Verbrecher, der aus der

Strafanstalt ausgebrocfjen ist. Anschließend hat er eine Kette schwerer Räubereien und anderer Ge­walttaten begangen. Ferner ist der 1915 in Jinot- schan (Bezirk Kladno) geborene Franz Sy kora hingerichtet worden, den das Sondergericht in Prag als Volksschädling zum Tode verurteilt hat. Sykora, ein arbeitsscheuer Mensch, hat als Dolks'chädling während des Krieges zwei gefüllte Schober und einen landwirtschaftlichen Schuppen niedergebrannt. Schließlich ist der 1903 in Alt-Kloster geborene Gustav Bergmann hingerichtet worden, den das Sondergericht in Hamburg als Volksschädling 3um Tode verurteilt hat. Bergmann war bereits viel­fach wegen Betruges vorbestraft. Er hat während des Krieges wieder zahlreiche Personen um erheb- liche Beträge betrügerisch geschädigt. Dabei hat er Soldatenehefrauen als angeblicher Grußbesteller ihrer Männer betrogen.

49 Grad Kälte an der Nördlichen Eismeerküste.

In Murmansk ist nach verhältnismäßig war­mer Witterung plötzlich strenger Frost einge­treten. In Murmansk wurden 33 Grad Celsius ge­messen. Von der asiatischen Küste des Nördlichen Eismeeres wurden sogar49 Grad Celsius ge­meldet.

Erdbeben auf Zypern.

Die Insel Zypern wurde von einem starken, etwa 30 Sekunden währenden Erdbeben heimgesucht, das erhebliche Sachschäden verursachte. In Nicosiia stürzte ein größere Zahl von Wohnhäusern ein; v r- schiedene Kirchen trugen Beschädigungen davon. In Famagusta stürzten 40 Häuser ein. Zahlreiche Be­wohner erlitten Verletzungen.

Erdrutsch in den Bergamasker Alpen.

In einem Bergdorf der Bergamasker Alpen ist infolge eines Erdrutsches ein Stall einge- ft ü r 3 t. Ein Bauer mit drei Kindern und der Schwägerin wurden so unglücklich ver­schüttet, daß sie nur noch als Leichen geborgen werden konnten.

vaup;id)Prü«ter: Dr .Friedrich Wildem Vange Stellvertreter De* HaupNchriaieuers' Ernst Blumschein. Keiantroortiid) ßt tFoitfi und Äilver Dr. >Zr. W. Hange für bas Feil'.leton: Dr. Hans Thvriot; ür Stabi Gießen. Provnu, ülttiitfiai. u. Sport: Ecn» Ä>um,che 1.

Drukt uno üierlaa Ärüt)l,cbe Unircfitau-oru.lerei W. tlanqe m G. Seriaaeteiter Dr.-dng. Erich Hamann Slnzeiaenie ter Hanr Leck. Wm-rnMnn«- frr h<*n 'tnhflt' hpr)Tn r»nen- Theoonr Mmm» P. N'.ß.

Erna Sarnes

Watzenborn-Steinberg, Dorf-Gill, den 22. Januar 1941.

347 D

im 73. Lebensjahre in die ewige Ruhe ein.

Gießen (Braugasse 2), 21. Januar 1941.

349 D

341 D

Der Herr hats gegeben, der Herr hats genommen.

In der Nacht zum 21. Januar starb nach kurzer, schwerer Krankheit unsere heißgeliebte, herzensgute, hoffnungsvolle Tochter, Schwester, Nichte und Enkelin

Die Einäscherung findet am Samstag, dem 25. Januar, vormittags um 10/4 Uhr auf dem Neuen Friedhof statt.

im blühenden Alter von 18 Jahren.

In tiefem Schmerz:

Karl Heinr. Sames und Frau Marie, geb. Haas Karl Sames

Mariechen Sames nebst allen Angehörigen.

Die Beerdigung findet am Donnerstag, dem 23. Januar, nachmittags um 3 Uhr statt

In der Frühe des 21. Januar ging unerwartet unser lieber, treubesorgter Vater, Schwiegervater und Großvater, Bruder Schwager und Onkel

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Verlages, Berlin Lichterfelde. Bitte verlangen Sie noch heute von Ihrem (B ebener Buch­händler das ausführliche bebilderte WerbeblatiFreunde der Natur sind Freunde guter Bücher".

Der Deutsche Automobil-Club DDAC.

Ortsgruppe Gießen.

Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:

Else Sonntag.

Heinrich Sonntag

Buchhalter i. R.

Wir erfüllen die traurige Pflicht, unseren Mitgliedern von dem Ableben unseres Ehrenmitglieds

Gustav Müller

Bankdirektor a. D.

Kenntnis zu geben. Herr Müller, der als einer der ersten Automobilisten Gießens bekannt ist, war Mitgründer des Oberhessischen Automobil- Clubs, für den er allein 25 Jahre die Kassengeschäfte in vorbildlicher Weise geführt hat.

Herr Müller ist im Jahre 1934 nach Übergang des Oberhessischen Automobil-Clubs in den DDAC., mit Rücksicht auf seine Verdienste als Ehrenmitglied in den DDAC., Ortsgruppe Gießen, aufgenommen worden. Er war dort ein gern gesehenes und geschätztes Mitglied.

Sein Andenken werden wir hoch halten.

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Bekanntmachung.

Die nächste Verleihung von Mutter-Ehrenkreuzen wird am diesjährigen Muttertag (18. Mai 1941) er­folgen. 2840

Weitere Anträge von Müttern, die mindestens 4 Kinder lebend geboren haben, werden bis 31. Ja­nuar 1941 an das Standesamt, Marktplatz 14 (im Alten Rathaus) erbeten. Antragsoordrucke sind da­selbst abzuholen oder durch Postkarte an3ufordern.

In den Ortsteilen Klein-Linden und Wieseck wer­den die Anträge bei den dortigen Verwaltungs­stellen entgegengenommen.

Gießen, den 11. Januar 1941.

Der Oberbürgermeister. 3. 23.: Nicolaus.

Oessentliche Mahnung.

Folgende Rückstände werden hierdurch zur um­gehenden Zahlung gemahnt, andernfalls ein Säum­niszuschlag berechnet und die Beitreibung eingeleitet werden muh:

10. Rate Grundsteuer 1940. 339C

4. Ziel Kanal-, Müllabfuhr- und Straßenreini- gungsgebühren 1940.

Gießen, den 20. Januar 1941.

Der Oberbürgermeister. (Stadtkasse.)

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