Montag, 2l.ZM<M
Siebener Anzeiger «General-Anzeiger silr Sderhciien)
r.171 Zweiter Blatt
Aus der Stadt Gießen. Llnterkunst für viele Erholungsreisende
©er einzelne (hast darf nicht nur an sich selbst denken.
Ürntebeginn.
C. K.
s:
Edelleute Schild." Oder:
als ein armer Edelmann.
möglichst gute und ausreichende Kleidungsstücke in Alfe^zugetettt^
der
Dcrbunkelnngvzeit
21. Juli von 21.30 bi» 6.21 Uhr.
Vas Mädchen und der Gchmetterling
Von K. H. Bühner.
Km>n'" „Wenn die Bauern reich sind, können die
SSÄ» WSÄas» lese
älterer Knabe spöttelte über sie, sie wolle wohl einen kleinen lieben (Bott spielen, sonst sahen die Kinder voll Ernst den, Schauspiel zu und liehen olle-t midersvruchvloo mit dem Schmetterling geschehen. Sie öffnete den Mund ein wenig und l)ond)le da- Pfauenauge von Zett zu Zeit an, wobei ihr (fle- d)l merkwürdig ernst, fast traurig wurde.
Aber nicht» wollte geschehen. Bor lauter Enttäuschung wurden sehr verächtliche Worte unter den Kindern laut, und die llngednld lockerte schon die Aufmerksamkeit. Da schrie plötzlich einer der Knaben: „Er lebt sal", und alle suhren empor und umringten Eornelia, hielten den Atem an und machten die Bugen groß.
Eornelia lächelte setzt beinahe, al' das Pfauen- äuge kaum sichtbar die Flügel bewegte, sie Iiauchte noch einmal zärtlich eine leichte Welle über das Tier hin — da, aus einmal schlug der Schmetterling die Flügel abwärts gegen ihre Handflächen und erhob sich, taumelnd vorerst, über den Band her lebendigen Schale und flägelte dann sicher in die Luft empor. Die Kinder sudelten ihm nach.
Alis einem Sonnenstrahl tanzte das Pfauenauge in die blaue Unendlichkeit des .Himmels hinein. Das Mädchen kniete noch eine Weile im Gras, die .Hände im Schatz gefaltet, das Haupt zurlickgebeugt und lächelte mit geschloffenen Augen ins ftrahlende Licht ...
nach Auslösung seine» Truppenteil», mit dem er all» den, Weltkriege zu»lickgekehrt war, in da» 100 000-Mann-heer übernommen und tat dann in der damaligen Reichswehr Dienst. Er gehörte z>n nächst dem in (fließen in Garnison siedenden .Hem* mentsstab de» Reichswehr^Fusanterie Regiments l > an mit den, er 1920 nach Kassel übersiedelte. Dort war er später ab 1928 als Hauptmann Regiment» Adjutant de» Infanterie-Regiment» 16. Jin Jahre 1934 wurde er Kompaniechef der 1 Kompanie FR 15 in (fließen, der damaligen Ti aditionskom- panie des alten 3nf.-Regl». 116. Bon (fließen wurde er nach Breolau versetzt, dann war er noch einmal ganz kurze Zeit in (fließen beim Stab der 9. Division tätig. 1939 wurde er zum Major befördert. Seine melieren militärischen Dienstleistungen führten ihn nach Wien, Hannover und Berlin. Am 80. September 1939 wurde er zum Oberst befördert. Al» Kommandeur eine» SchlitzenMegilnent» mürbe er zu>n Deutschen Afrikakorpv versetzt, wo er sich in den doi ei wähnti n Kämpfen die Hobe fi i iegoaus jdd.........
durch den Führer und Obersten Befehlshaber der Wehrmacht erwarb.
Kleidung in den Lustschuhfeller.
'Oer Schlüssel.
Bei der ärztlichen Prüfung an einer italienischen Universität befragte der Professor einen Kandidaten über wirksame Kräftigungsmittel, die einem Kranken nach schwerem Leiden wieder aufh'Isen können. Aber der Student, der augenscheinlich sehr aufgeregt war, blieb stlunm Der Professor wallte ihm etwas helfen und fügte hinzu. --Menn Sie zum Beispiel eine junge Dame zu behandeln haben, die sehr blutarm ist, was würden Sie ihr raten f Ein anderer Prüfling, der noch im Hintergründe stand hatte Mitleid mit seinem Leidensgefährten, und um ihm etwas von Eisen zu zeigen und dadurch die Antwort in den Mund zu legen, zog er heimlich seinen Hausschlüssel aus der Tasche und hielt ihn hoch. Der Kandidat sah das, er dachte an das Haus, an die Familie, ein Leuchten ging über (ein Gesicht, und er antwortete triumphierend: „3d) würde ihr raten, zu heiraten!"
sönliche Wünsche und Bedürfnisfe abgeftellten — Erholungsreisen» nicht gut zu vereinbaren wäre, das deutsche Beherbergungsgewerbe sich vielmehr bemüht, amt) im Kriege feinen Gästen nach befiel Möglichkeit eine zufriedenstellende Unter hm |t zu bieten, so hat man sich mit Rücksicht auf die (le (amtbeit der austretenden Reisenm nfche entschlossen, eine Beschränkung der Aufenthaltsdauer der Gaste einzuführen. Die» geschieht nunmehr durch Den Abschluß von Beherbergungsvertragen für eine Dauer von nicht mehr als 3—1 Wochen, fernei durch eine Erklärung an anwesende Gaste, nut denen ein Beherbergungsvertrag an einem bestimm ten Tag (nach 3—4 Wochen) ablaust, schließlich durch eine Aufforderung zur Abkürzung des Au, enthalt» an die Gäste, mit denen ein Behelfer gungsvertrag von längerer Dauer bereits abgeschlossen mar.
Bon der Wirtschaftsgrupve Gaststätten- und Be herbergungsgewerbc find die Einzelheiten, im-besondere mich die Ausnahmen von dieser .Regelung, den zliständigen Stellen der Fachgruvpe Beherber- gungsgewerbe bereit» mitgeteilt worden Wahrend e» an den einzelnen Bstriebslnhabern im Beher- be-rgungsgewerbe liegen wird, die ihnen überna* neuen, sicher nicht immer leichten Ausgaben trotz ihrer gastlichen (flrundeinstellung möglichst reibungslos durchzuführen, muß von den im Einzelfalle be- trossenen Gästen unbedingt da» nötige Verständnis für die obige Regelung erwartet warben, da fte hem Wohle tunlichst großer Bolkskreise dienen soll. V. A
* Alten- B u seck, 21. Full, liniere Ein wohne- rin Frau Marie B o l z Wwe., Großen-Biisecker Straße 11 wohnhaft, kann am heutigen Montag ihren 8 0. Geburtstag begehen. Der Jubilarin gilt nud) unser herzlicher Glückwunsch.
Vorsicht Schwindler!
LPD. Mainz, 20.Juli. 3n letzter Zeit find in der hiesigen Gegend zwei Schwindler ausgetreten, die mehrere Personen um Geldbeträge ge- chädigt haben. Der eine schwindelt den Leuten vor, ■i könne Kaffee, - toffe ujro bi schasse....... i"b
im voran» da" Geld aushändigen und nahm auch Interessenten mit an ein Schiss, wobei aber Immer da» „Geschäst" durch eine angebliche Echu post reise nereltelt wurde. Da» Geld aber war verloren. Der andere Schwindler lief, fkb von Geschäftsleuten Geldbeträge geben, um damit eine Bahnsenduna ein- lösen ober eine Reparatur an seinem Auto beheben zu können. Auch von ihm sahen die Leute niemal» ihr Geld wieder. 'Bor den Gaunern wird gewarnt.
Kinder im Walde verirrt
LPD. Frohnhausen (Dill), 20. Juli Fünf kleine Kinder, von denen die ältesten etwa neun Jahre alt waren, verirrten s I ch int W alb« Sie hatten Heidelbeeren ae|ud)l und fan- den abend» d-». Heimweg 111.i»i mi pt Bi1 '•111,1 uch her Dunkelheit machten sich die Angehörigen und Rachbarn auf, um die Kinder zu fnchen, die man schließlich alle aus einem Feld fand Erst nach Mitternacht langten sie wieder zu Hanse an.
Hrcmlfurlcr Schlachtviehmarkl.
Frankfurt a. M., 19. Juli. Es notierten fr 50 Kd Lebendgewicht in R M : Ochsen n) 40,5 bi» 48,5, b) 42 bl-' 44,5, c) .'19,5, Bullen n) 45,5 bl-' 40,5, |>) 42,5, c) 35 bis 37,5, Kishe «) 45 bi» 40.5, b) in ß bl» 12,8 -I 11 bl W - d) !2 bi ti) 40,5 bl» 47,5, b) 42,5 bi» 43,5, c) 30,5 bi» 38,5, Kälber (Sonderklasse) nicht notiert, andere Kälber „) 59, b) 50 bl» 59, c) 40 bi» 50, d) 34 bi» 40, - hämmel 52) 48 bl» 51, c) 38 bl» 44, Schase n) 40 bl» 44 b) —, c) 18 bl» 32, Schweine n) 04, bl) 04, I 1,2) 03, c) 01, d) 58, e) 50, ßl) 04. — Marktverlaus:
Hl II lliupiili. wx . |......... - ’ ...
> mär' ein Bellel|a<t her laefd^ten Sprung, durch -Inen P"|on ir»en ttm- Besser ein reicher Bauer fluß, durch seinen Angriffsgeist und sc ne Kalt r iroeimann." .Ein Bauer auf den bIM gleit den Erchlg er/ucl, dost der Raum nrxtj.ir ein Edelmann aus den Soll um IN deutscher Hand blieb-.
großer ~als eh Löe m bic Oberst von Herff hat aus seiner früheren lang-
»n Bauern Heu.ern » in .«Jen ?.r «nfn «oMn
Da» Schicksal fügte es. dost auch Anna van Sach. |en, deren Ehe mit Wilhelm van Oran en wn B ginn an unglücklich war, sich z- tweMg in Ka n auf hielt Sie kam mit der Familie Rubens in Be ruhrung und verstand es Jan Rubens ,an ch -u felleln dab er sie auf ihren Reifen jeltmeiiiB begleitete. Dieses Verhältnis wurde immer enge uA iüDrte Ichliestlich, wohl in ‘" «“Ä 8, anlaßt durch Anna von Sachsen, zum Ehebruch, büeb nicht aus. daß diese Tai ach. am -leg ner flofe bekannt wurde, woraus Ruben-, al« er 'm Marz 1571 nach Siegen kam, um h'" Derhanoiungen weaen des Verkaufs von Schmuckstücken feiner liebten, die fehr verschwenderisch mar,ju fu^rim, o den Toren der Stadt festgenommen wurde wem Verließ war zunächst der, Krautturm-des' «'M Schloi es auf dem auch Anna von Sachsen weine, ohne aber von dem Schicksal Ian ^^"Äyrn^mter- später wurde er im (flesangn.s zu Dillenburg unter^ gebracht. Ebenso wie er tarn %nna oon ©aWj1 Ächt und Bann. Sie wurde nach Etappen schließlich in Dresden buchstäblich emg
ratloser hohe Wertschätzung genießt. Am 17. April WS in
s
sagt man voller Gemuttichkeil.^ ,^co roi . ^rat dann im März 1914 als Fahnen, imker m das
fierre, d'Baure sind au Leut I Fnfanter^Regiment 115 in Darmstadt ein, in dem
zum Bauernstand klingt °us den Spnichem „Glück- ! sankene ^me^r Leutnant, befördert
lefifl ist der Minn, der mit Stand!" wurde. Rach Beendigung des Weltkrieges, in dem
rami." Ober: ar”bMni-- 5 " ef n r kr an verschißenen Fronten Verwendung fand,
:Ä!'Ä7nn^ kann.'' 'Bau°r7lebe7 ist am srvh.Inahm rr al, d-n »uulpstl, in Llial.cn Eli. El uu.rb.
Vielleicht Ist er bloß scheintot, sagte eins Kinder, die in der Wiese lagen und den Schmetterling betrachteten. Ein Pfauenauge breitete sich Da au einem großen Blatt aus, mit waagrecht ge- haltenen Flügeln und regte sich nicht. Der Schmelz mar von den Rändern fchon etwa» abgefchlirft, aber innerhalb ihres flaumigen Saums war Die Farbe noch ganz frifch und glänzend. Niemand wagte ihn anzurühren. Ja, vielleicht ijt er bloß scheintot wiederholten alle voll Ehrfurcht, und einige überlegten schon, auf welche Weise der Schmetterling zu neuem Leben zu erwecken fei.
Ein Teil der Kinder wollte ihn ganz unberührt liegen laßen, bi» die Zelt seine» scheinbaren Erstarrens um sei und meinte, man könne die .Hu<f- fehr des Lebens vielleicht dadurch beschleunigen, roenn' man Den Falter vor Den DbrrcriDen Strahlen Der Sonne schütze. Und eines von den Kindern kniete wirklich ins Gras und ließ den bläulichen Schatten feiner zarten Gestalt über den Schmetter- lMg fallen. Der verlor gleich etwas vom sommerlichen Schimmer seiner Farben.
Alle schauten auf Ihn, ob er sich nicht rühre Aber der Schmetterling bewegte nicht im geringsten Die Flügel. Schon wurden einige Kinder ärgerlich und
Schulz und Grimm brachte. Die schönen Gesangs« darbietungen sanden bei den Verwundeten dankbare Ausnahme und mürben mit lebhaftem 'Belfall belohnt. Die Sänger erfreuten die Soldaten au|izrbem noch mit Blumen und ZI narren spenden. Den wanF ber Verwundeten brachte ein Unterarzt den wangern mm Ausdruck. - - Die Ortsfrauenschastei, von Daub« ringen und Londorf stifteten eine große Zahl guter Kuchen, die von der Kr<i»frauenschafi»leilerlu Frau W r e d e auf die verschiedenen Lazarette verteilt wurden.
*
** (Eine Sieb z la | a h r I g e. Am Samstag, 19. Juli, beging Frau Berta M o tz, geb. Dietrich, Rodheimer Straße 42 wohnhaft, ihren 70. (fleburt-'- tag Der Jubilarin nachträglich unseren herzlichen (fllückwunsch.
Cfliibfrcle Gießen.
einem Koffer mit In den Keller. Dle|er Kossei muß ebenso wie die Wertpapiere jeden Abend miffdelett zur Verfügung stehen. Wenn die Alarmsire ne ei- tont, ist e» gewöhnlich zu spät, seine Kleidung eist noch mühsam au» den Schranken zu holen und ein- zupacken.
Sür unsere Verwundeten.
Clin Ans trage de» Oberkommando» der Wehrmacht vermittelte Die RSG. „Kraft durch Freude" den Verwundeten In den Gießener Lazaretten am vorigen Donnerstag die Vorführung de» Tonfilm» „Serenade", der durch Lehrer Appelmann im Auftrag der Landesbildstelle gezeigt wurde und larken Anklang fand. Am gestrigen Sonntag er- reute der Gesangverein „Sängervereinigung mleert unter Leitung des Ehormeilter» Groß die hei« mundeten mit einem Konzert, do» Liedkompositionen von Heinrichs, Eornelius, Böhm, Sticher, Groß,
ungeduldig. ,,, „ .
Ehe sie sich aber dazu entschlossen, das Tier un- widerruflich für tot zu erklären, und al» der Streit begann, wem das Pfauenauge nun gehören solle — Dem Finder ober dem Sammler — da mollte tt> bas einzige Mädchen mit seiner Kunst der Wieder- Verlebendigung versuchen.
Eornelia nämlich genoß einen ganz bestimmten und eigenen Ruf unter den Kindern, seitdem sie einmal auf höchst merkwürdige Weise den Wortlaut von vier versiegelten Briesen erraten und ein andermal einen Hasen bi» zur Starre fixiert hatte. Sie stand im Verdacht einer kleinen Zauberin
Cornelia legte den Falter sehr vorsichtig in die zur Schale geformten Händchen und hob sie in Die höhe ihres Gesichtes, dabei lisvelte sie kleine Worte des Zuspruch» und der Beschwörung. Rur ein
Wenn bic Alarmsirenen ertönen, marschiert man in gelassener Selbstverständlichkeit in Den Lnstschutz- Fcller Da» Ist ein klares, unmißverständliches Gebot gesunder Vorsicht, beim die Erfahrung hat trotz mancher gegenteiliger Gerüchte und Ansichten gelehrt, daß ber Luftschutzkeller die sicherfte Gewahr gegen feindliche Bombenangriffe bietet. Mancher .Bruder Leichtfuß" hat diese Lehre allerdings zu spät mit in» Krankenhaus nehmen müßen.
Und noch ein» ist wichtig: Das Luftschutzgepäik in Ordnung halten! Viele nehmen zwar ihre Wertpapiere und sonstigen Kostbarkeiten mit In den Keller, vergessen aber, sich selbst mit gleicher Umsicht zu betreuen^ hierzu gehört die Mitnahme genügender Kleidung, die nicht nur gegen den „Reh lerschnupsen" wappnet, sondern auch dann dringend benötigt wird, wenn wirklich einmal eine Spreng- bombe ober Brandbombe das Haus trifft. Dann wird mau froh fein, baß man feine Kleibungsitucke nicht im Schrank hängen hat, fonbern auf dem Leibe frQ.if. Sollte eines Nacht» etwas vaffiert ein, ifi e» wenig angenehm, in Pylama, Bademantel oder fonstigen nad)tfd)lafenen Kleidungsstücken herum- lau cn 3U mü||en. Am besten Ist e«, man nimmt
nie auf »en Feldern fchneüer reifen Insten, ab über dem Erh°Iun«»r<ste°erkehr bcoorjuat mirb. Ift an im Mni und noch im Juni erwarten konnte, für jeden Volk-genosten ohne weitere» -"i dichtend. ie Seit des Erntebeginn» ift in den einzelnen Wahrend der eine gegenüber normaten A>"en »stl- inbidiaften verfchieden und umfnstt, wenn wir fach noch an Wichtigkeit zun mmt, kann der a"de .Ipr nnntPA Vaterland berüdlld)tiacn einen Zeit- oftmals ohne Sd;aden eingeschränkt nnibui, |oftrn m "oa'k me r'ercn Wochen"İ? siZ und e° stck> nicht um nrstttch »b*eb,ne OtW- b-rten Gpha., hi<* Sdmitter meistens schon Mitte rei en zum Zwecke der Genesung von Krankhe ten ' au den Febern, in Rordroeftdeustchland ist und dergleichen handelt. E» war etbstnerstnndl ch. r Roggen selten vor Ende Juli reif, und in be- daß zu Beginn be» Krieges hieraus ganz befonbe»» be » Päten Geg^ höheren Gedirgs- Rücksicht genommen werben mußte, indem eine
aen ober auf den Rordsriesischen Faseln und der Zeitlang der Erholungsreiseverrehr völlig unter- .itnnhrriipapnben Küste üeht sich der Beginn der brochen wurde. Einige Monate banad) wurden aber.
b » An ana od^r Mitte August hinaus Be- - wie erinnerlich - die einschränkenben Maßnah.
i einem Montag an gefangen werden, dagegen <m Sommer 1940 5cn llnti i fun|t. t ibm |i ||i )
afl fur bcn Cr^ en<L. s - zeit ^Verknappungen aufweift, so ift bic» kaum zu
Seine Abhängigkeit von Wind und Wetter unD l)crtüunbern Da mm aber ein Rationlerungosystem on dem, der sie sd>ickt, komm-t ,a dem Bauern bei . b n Grundgedanken des — möglichst auf per er Ernte besonders stark zum Bewußtsem. Dwse |
m.dig gefühlte Abhängigkeit Hai ~ ----'
on altersher zu tiefer. Gläubigkeit gesiihrt und zu „ tmb voller Hoffnung." Alle blefe Worte emütigem Vertrauen aus den Segen, den er auch nul l j^^^^hlt ber bauernstolze Spruch: „Dao Hem Fleiß nicht herbeizwingen kann. In unserer Wannen in der Welt ist der Pslug im Acker» st jahrhuildertealten bäuerlid)cn 'sprldpvortweis- , „ C. K.
ciit kommt dieses demütige Gotivertrauen zum Höntöfixcn.
...-druck- „Der Bauer pflügt umsonst Die Erde / , w ,
bricht ber Aerr nicht Werde!" heißt es, oder: „Der Tageskalenber für Montag,
i^ben trägt gut / Wenn der Herr selber das Beste Gloria-Palast, Selteroweg: ,,Bcnus vor Gericht . ut" Des Herrn Ritt über die Saat läßt goldenen —. Lichtspielhaus, Bahnhosstraße: „Der Mann, von wfV'unb „Des Herrn Fuß düngt den Acker am dem man spricht".
esten." Der Spruch: „Das Korn gesaetundGott Oberst V0N Herff.
vertraut", fordert aber den Bauer nicht auf, die .nilicrrrcujiraflcr vv*
i)änbe müßig in den Schoß zu lc-gen. Im Gegen- Der Führer und Oberste Besehlshaber der Wehr-
eil immer wieder hören wir aus dem Spruch des 1)nt __ wie wir bereits berichteten — «n dauern die alte Weisheit, daß (flott nur dem HW, Oberst von her ff, Führer einer Kampfgruppe, 'er sich selber redlid) plagt: „Wer den Boden nut blirri) Verleihung des Ritterkreuzes des Eisernen ilgenem Sd)weiß düngt, dem wächst Gottes Segen Kreuzes ausgezeid)net. Dazu wurde vom Deutschen darauf" Oder: „Man muß Gott helfen Korn Nachrichtenbüro folgendes mitgeteilt : „^ad) Dein nadicn" Nock; deutlicher wird es hier auoflclpro- Xo,be bc0 Generalmajors von Prittwitz und Gaffron Heu: „Faulem Wichte / Bringt auch guter Acker Erhielt Oberst von herff den Befehl über D e bei Beine Früchte." Einer unserer schönsten deutschen Vardia und Sollnm ciugesetzien Teile de» Asiika- vauernsprüche sagt: „Schmutzige Hand / Segnet korps. Seiner Führung ist es zu 'oerdanken, baß bic khas Land." Der Bauer Ist ein Feind jeder falbunßö. '2lnnriffc der überlegenen englischen Kräfte ^ururt
nollen Frömmelei, hinter der sich nur Schwache und geschlagen und durch wiederholte Vorstöße in die ouemlichkeit des Menschen verbergen. So heißt I Wgffe unwirksam gemacht wurden. Am > uno Besser ackern und düngen / Als beten unb lß ft 1941 mar es stark überlegenen en glichen
'n" Oder: „Arbeiten im Lande ist besser als in Kräften gelungen, überrajd)enb die bei S0Uum stehenden deutschen Truppen anzugreifem ^n siel» 1 .. .. . . . (K. [ f .".Lw.... iU * Dhiir lin M
Sinacn." Oder: „Arbeiten im Lande i|t vesser am m Kräften gelungen, uverraimeno uu- » ••
»er Wüste beten." stehenden deutschen Truppen anzugreifem Fn s ei»
Gesunder Bauernstolz ist sich bewußt, daß von offensiv gehaltener Kampssührung hat Obeist von -einer SIrbcit b“ . Sohl unb »e^e be. oanxen fterff den fiein-b zunächst «i.ffl^atien bnron mie-
Oie Familie Rubens.
Bon Bcnno Branscheid.
Zn diesen Tagen, da Siegen in Westfalen, - zwar, durch den Krieg bedingt, um ein Jahr versvatet — zum Gedächtnis der 300. Wiederkehr des Todestage» seines großen Sohnes Peter Paul Rübe n s rliftet, ist es verdienstvoll, sich seiner Geburt zu erinnern uhb vor allem seiner Eltern )u gedenken, die ein hartes Schicksal aus ihrer flämischen Heimat an den
Das Schicksal des Jan Rubens ui^d seiner Ehefrau Maria Pypelinx ist verbunden Mit dem des Hauses von Dramen. Es war 'M Jahre 1557, als Prinz Wilhelm von Oranten, ber Führer des nie derländischen Adels, von Breda aus mit semer Frau Anna von Sachsen, unb seiner gesamten Hof- Haltung in das Land seiner Bäter, das j
zog, um hier Kraft zu gewinnen sur den Kamps «oeoen Bhilivv II. von Spanien, der »n Den Jticoer ?anben immer gröbere ^nfprstche erhob , „
Zeit kam es in Flandern zu dem berühmten Bilde türm, worauf die niederländischen Protestanten nach deutschen Städten flüchten mußten. Unter ihnen b and fid) audt der Antwerpener Stadtschofse Fan Ruben» mit seiner Frau, bic sich in Köln med
mauert, wo sie im März 1577 nach immer stärker werdenden geistigem undkörverlid)e,nVerfallstarb.
Dieser Frau steht voll seelischer Große die Gattin des Jan Rubens, Maria Pypelinx, gegenüber Sie erhielt Anfang April 1571 von Rubens felbst Nach- richt von feinem schweren Vergehen, durch das er sein Leben verwirkt hatte. Obwohl sie selbst pon ber nroßen Schulb ihre» Mannes auf» tiefste er|d>uttcr ( war, begann sie sofort einen helbenha ten Kamps [ um die Befreiung ihres Ehegemahls. Voll verzeihen, der Liebe suchte sie zunächst einmal Fan elbst auf- zurichten, um ihm Mut zuzusprechen Sie richte e Bittaeludie an Graf Johann non Ra au, den Sie- ?en«»errn unb «"»ber be» Pr'^en Wilhelm. - unb leitete Berhanblungen ein, um bas Schicksal des Jan Rubens zu wenden. Aber erst als Anna.von Sachsen 1572 von Siegen nach Beil lein gebracht war, hatte ihr Bemühen Aussicht auf Erfolg. Sie bot da sie von Hause aus vermögend war, 5000 Taler als Kaution an, ein Anerbieten, bas von dem in gelblichen Nöten besindlichen Hause Draiiie» angenommen wurde. Ruben» aber mußU sich ver- Pflichten, zu Lebzeiten des Prinzen sich meßt in bcßai Landen sehen zu lassen, unb im Gebiet be» Grafen wohnen zu bleiben.
Am Pfingstfest des Wahres 1573 mürbe Rubens nach zweijähriger haft mieber mit seiner Frau ver- eint: sie zogen nach Siegen, hier lebten sie in sehr bescheidenen Verhältnissen, zumal es Rubens be hoher Strafe verboten war, außer zu gelegentlichen Spaziergängen in die Nachbarschaft das Haus zu verlassen In dieser Zeit aber die die beiden Ehegatten in herzlichem Einvernehmen und Liebe ver- eint sah, wurden Ihnen »wei Kinder geboren 1575 Philipp und am 27. Juni 1577 Peter Baut. 3an Rubens und seine Frau haben nie aufgehört, den Grafen im Hinblick auf ihr schweres Los ZU btttri, sie ganz aus der Gefangenschaft zu entlassen. Aber erst im Mai 1578 führten biefe Verhandlungen, nachbem Maria Pypelinx auf einen Teil ihrer Forderung verzichtet hatte, zu einem Erfolg worauf sie die Genehmigung erhielten, In die Niederlande zurückzukehren. Der Weg führte fie aber rokber nach Köln, wo 3an Rubens eine rege Anwa »tat g- feit entfaltete. Daneben aber trieb er, ha biese Ein fünfte zum Unterhalt nicht reichten, mfammen mit einer Hrau «anbei 3«n Huben, «at jeme mal nicht Wiedersehen unb ist am l. März 1587 m,ch kurzer Krankheit in Köln gestorben, wo er In der Peter.kirche betgesestt ist.


