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Der Wehrmachiberichi.

DNB. Aus dem Führerhauptquartier,

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Bomber griffen in der Nacht zum 20. September verschiedene Orte in Norddeutschland an. Einige Flugzeuge drangen bis zur Reichs- Hauptstadt vor. Ls gelang ihnen aber nicht, die Flaksperre der Reichshauptsladt zu durch­brechen. Lin Bomber wurde durch die Flak a b - geschossen.

DNB... 19. September. (PK.) Wir liegen hier an einem hohen Damm, südlich von Kiew. Unsere Infanterie war am Vortage in harten und erbitterten Kämpfen bis an diesen Wall vorgesto­ßen; zum Schutz gegen die Granaten der Artillerie haben sich die Landser tief in die rückwärtige Seite des Dammes eingegraben. Während wir vorsichtig über die Dammkrone zwischen feindlichen Linien hinüberschauen, sind unsere Körper fest an die schützende Böschung gepreßt, denn auch hier wehren sich die Sowjets zäh und verbissen und ihre Artille, rie sowie ihre schweren Granatwerfer senden fast ohne Unterbrechung Gtanaten jeden Kalibers zu den deutschen Stellungen herüber.

Don der höhe des Dammes bietet sich eine gute Uebersicht über das tief gestaffelle Ge­lände. Etwa 800 Meter vor uns zieht sich die stark ausgebaute Bunkerzone von Kiew, die nach dem Flußlauf genannte W e t a - L i n i e, quer durch unser Blickfeld. Sie soll niedergrkämpft und durch­stoßen werden. Im Schutze des Dammes haben sich die Pioniere zum Angriff bereitgestellt. Pünktlich auf die Minute bricht der Orkan unserer Artillerie über die feindlichen Linien herein und überschüttet die Stellungen des Gegners mit Granaten aller Ka­liber. Vom 10,5-Zentimeter-Geschütz bis zum schwer­sten Mörser beteiligen sich alle Typen der deutschen Artillerie an diesem Höllenkonzert. Inzwischen neh­men die schweren Waffen der Infanterie geeignete Ziele unter Feuer. Zwei in der Nacht vorgeschobene Flakgeschütze schießen auf die ihnen gegenüberlie- genden feindlichen Bunker. Lauter Jubel ertönt, als es einem dieser Geschütze schon nach wenigen Schüs­sen gelingt, die Scharte eines feindlichen Bunkers zu zerschlagen und den schweren Koloß außer Ge- fecht zu setzen.

Im Schutz der starken Feuerwalze sind o t e Sturmkompanien der Pioniere zum An-griff angetreten. Mit ihnen zugleich gehen Stoßtrupps der Infanterie vor, die die Aufgabe haben, die Feldbefestigungen der Sowjets aufzurollen und dem zurückweichenden Gegner nach-

Erfolgreiche Kämpfe im Südabschnitt der Ostfront

(Scherl-Bilderdienst-M.)

Britenbomber griffen norddeutsche Orte an.

Berlin. 20. Sept. (DNB. Funkspruch.)

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ächtet. .

I Mit besonderem Erfolg kämpften Panzer-

Die bisherigen Verluste der Sowjet-Wehrmacht an Gefangenen haben die Zahl von 1,8 Millionen über­schritten. Die Zahl ihrer Toten ist erfahrungsgemäß mindestens ebenso hoch, wahrscheinlich höher.

Demgegenüber versucht die feindliche Propaganda die Wirkung dieser deutschen Erfolge, die sie nicht mehr abstreiten kann, dadurch abzuschwächen, daß sie deutsche Verluste allein an Toten in der höhe von 1,5 bis 2 Millionen Mann erfinden. Tatsächlich be­tragen unsere Verluste nach genauer Feststellung für die Zeit vom 22. Juni bis 31. August 1941 beim Heer (einschließlich Waffen-^) 84-354 Tote. 292 690 Verwundete. 18 921 Vermißte. Bei der Luftwaffe: 1542 lote, 3980 Verwundete, 1378 Vermißte.

Die deutsche Luftwaffe verlor im Ostfeldzug bis zum 31. August nur einen Teil unserer Monalspro- duktion, nämlich 725 Flugzeuge.

Poltawa genommen.

DNB. Aus dem Führerhauplquqrtler, 19. Sept. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Deutsche Truppen, die nach dem Hebergang über den Dnjepr bei krementschug den Angriff auch nach Nordosten fortsehten, haben Pol­tawa, 120 km südwestlich Charkow, genommen.

Fn Kiew eingedrungen.

Die Reichskriegsflagge auf der Zitadelle.

DNB. AusdemFührerhauptquartier. 19. Sept. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: 3m Zuge der heute bekanntgegebenen Um- fassungsoperationen wurde auch der Angriff gegen d i e ukrainische Haupt st adtkiew eingeleitet. Nach kühnem Durchbruch durch die stark ausgebauten Befestigungen auf dem West- ufer des Dnjepr sind unsere Truppen in öie Stadt eingedrungen. Auf der Zitadelle weht seit heute vormittag die Reichskriegsflagge.

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Ionen der Heeresgruppen des Generalfeldmar- stalls von Rundftedt und des Generalfeld- Uirschalls von Bock haben nunmehr, wie durch Kindermeldung bekanntgegeben, zu einer neuen, Kwaltigen Hmfaffungsfchlacht geführt. 3m Anschluß Ai die Schlacht bei Gomel waren starke Kräfte igen den Ober- und Unterlauf der Desna vorge- P hen, um in hartnäckigen Kämpfen den Heber- |ng über den Fluh zu erzwingen, von hier aus »irde der Angriff nach Süden fortgesetzt, um einer ß-äftegruppe die Hand zu reichen, die den Dnjepr biderseits Krementschug unter schwierigsten lerhältnissen in 120 Kilometer Breite überwunden Stte und zum Angriff nach Norden angefeht wor- n war. Seil dem 13. September ist die Dereini- png dieser Kräfte 200 Kilometer ostwärts Kiew »Ilzogen. Hm vier sowjetische Armeen ist bmit der Ring geschlossen. 3hre Vernich- tng ist in vollem Zuge. An dem glänzenden Her­auf dieser Operation haben die Luftflotten des Ge- »raloberst Löhr und des Generalfeldmarschalls teff etting großen Anteil.

Kampfflugzeuge griffen in der Nacht zum 19. Sep­tember Moskau sowie Stadt und Hafen Odessa rt guter Wirkung an. Zahlreiche Brände entstan- bm.

An der britischen O st k ü st e bombardierten bmpfflugzeuge verschiedene kriegswichtige Anlagen.

Bei Versuchen des Feindes, am gestrigen Nach- Allag nach Holland und in die besetzten Gebiete erizufliegen, schossen 3äger, Flakartillerie und Minensuchboote 20 britische Flugzeuge, dtrunter vier Bomber, ab.

Der Feind flog weder bei Tage noch bei Nacht in ! brr Reichsgebiet ein.

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für die MittagSnummer biSSV.Ubr desVormittagS

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Wiederholung Malstallell Abschlüße Mengen,taffel 8 Plavvorschritt (vorherige Vereinbarung) 25°/« tnebr

Durch den Bunkergürtel von Kiew

Von Kriegsberichter Werner Müller.

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Stalin im Schlepptau der Ereignisse."

Spanische Stimmen zur militärischen Lage der Sowjets.

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zustoßen. Unter heftigster Gegenwehr der Sowjets wird die Weta überschritten. Jedes einzelne MG.-Nest muß im Sturm genommen, jeder Gra­natwerfer einzeln niedergekämpft werden. Selbst die feindlichen Schützen in ihren Löchern leisten bis zu- letzt Widerstand. Die Feuerleistung der deutschen Artillerie ist ausgezeichnet, aber dennoch lebt die feindliche Bunkerlinie wieder auf, als die Pioniere zum direkten Sturm ansetzen. Häuser, die bisher einen friedlichen Anblick boten, offenbaren sich plötz­lich als feuerspeiende Kampfwerke. Doch unsere Pioniere haben mit einer derartigen Ueberraschung schon gerechnet und gehen unbeirrt zum Nahkampf über. Grell bricht der Feuerstoß der Flammen­werfer gegen die Betonkolosse vor. Ueberall trifft der Flammenstrahl dieser gefürchteten Waffe hin und verbreitet trotz Stahl und Beton Tod und Verderben in den Reihen der Gegner.

Schwarzer Qualm steigt in dicken Schwaden zum Himmel, während an anderen Stellen die Hauskulis­sen über den Bunkern und Befestigungen in Hellen Flammen stehen. Im Schutze dieser Nebelwand haben sich inzwischen die Pioniere an die Ungetüme aus Stayl und Beton herangearbeitet, hier und da durchzuckt der grelle Blitz einer Sprengladung die schwarzen Rauchwolken. Die Maschinengewehre, die bisher ihre Feuerkraft auf die Bunkerscharten kon­zentrierten, wechseln ihr Ziel und bekämpfen jetzt die Feldbefestigungen zwischen und hinter den Betonkampfwerken. Auch unsere Artillerie hat ihr Feuer vorverlegt und hält die tief gestaffelten infanteristischen Kräfte des Gegners nieder. Mit großem Schneid und bewundernswerter Kaltblütig­keit knacken inzwischen die Pioniere Bunker auf Bunker, jeden mit anderen Mitteln und Waffen und jeden von einer anderen Seite, so wie es gerade die Lage ergibt und sich die günstigste Möglichkeit bie­tet. Mit unvergleichlichem Schneid brechen sie in den ehernen Ring der Festung Kiew eine Bresche, durch die in breiter Front der Angriff der Infanterie vorgetragen werden kann. Der gewaltige Befesti­gungsgürtel von Kiew ist durchbrochen.

Widerstand der Sowjets wurde überall einzelne sowjetische Abteilungen wurden vernichtet. Panzerkampfwagen stießen in zurückmarschierender sowjetischer Kolonnen. Unter schweren Verlusten wurden die bolschewistischen Ko­lonnen zerschlagen. 5500 Gefangene wurden gemacht und zahlreiche Panzerkampfwagen und Geschütze vernichtet. In den Morgenstunden des 18. 9. ließen die Bolschewisten im Kampfabschnitt zweier deut­scher Divisionen Kavallerieschwadronen gegen die deutschen Stellungen anreiten. Sie wur­den völlig aufgerieben.

Gutes Fortschreiten vor Leningrad.

B e 11 i n, 19. September. (DNB.) Im Kampf um die Befestigungslinien von Leningrad machten die deutschen Truppen im Laufe des 18. September weitere gute Fortschritte. In einem Divrsionsab- schnitt nahm Infanterie nach heftigen Kämpfen eine größere Ortschaft und stellte dadurch eine Verbin­dung zu den benachbarten Verbänden her. Im Ab­schnitt der Nachbardivision unternahmen die Bolsche­wisten heftige Jnfanterieangriffe, die von Panzer­kampfwagen schwerster Bauart unterstützt wurden. Die sowjetischen Angriffe brachen unter blutigen Verlusten zusammen, heeresflak schoß drei sowje­tische Panzerkampfwagen von 52 Tonnen zusam­men. In einem anderen Abschnitt wurden sowst- tische Truppenansammlungen durch Artillerie und Luftwaffe bekämpft. Die Bolschewisten hatten auch hier schwerste Verluste.

immer wieder im Schlepptau der Ereig­nisse geblieben. Selbst wenn man einmal die englische Meinung für richtig hinnimmt, daß die sowjetischen Operationen sich nach einem vorgezeich- neten Plan abwickeln können, dann muß man sich fragen, wie kommt es, daß die Sowjets bei diesem vollkommenen Rückzug" hunderttausende von Ge­fangenen, enorme Mengen von Waffen und Ma­terial sowie Gebiete unversehrt in den Händen der Feinde zurücklassen, die landwirtschaftlich und in­dustriell zu den wichtigsten des ganzen Landes ge-

Die Lage der Sowjets wird jetzt, wieABE" aus London berichtet, selbst in E n g l a n d als äu­ßerst kritisch angesehen. Die Zeitungen, die bisher nur von bolschewistischen Siegen gesprochen hatten, sähen sich nun gezwungen, vorsichtig ihre Leser auf eine Wendung zum Schlechten oorzu- bereitenMißtraut der napoleonischen Parallele , das sei das Schlagwort, das vomEvenmg Stan­dard" ausgegeben werde. Der napoleonische Feld­zug so stellt das Blatt fest, habe sehr wenig Paral­lelen zu dem, was jetzt in der Sowjetunion passiere, und zwar aus drei Gründen: 1. Napoleon ließ die russischen Heere intakt, während er stur auf Moskau

Die Llmsaffungsschlacht ostwärts Kiew.

Die Neichsknegsflagge auf der Zitadelle von Kiew. Poltawa in deutscher Hand

Madrid, 19. Sept. (Europapreß.) Die Stra- lezie der Sowjets, die von den englischen Zeltun- gm häufig als die eines planvollen Rückzuges oe- ;c chnet wird, wird vom militärischen Mitarbeiter bis MadriderABE" als völlig kopfloses ' D a n ö d e r charakterisiert. Zunächst seien die sow- jeischen Truppen in Angriffsformation längs der Rutschen Grenze aufgestellt gewesen, hatten sich üer nach den großen deutschen Siegen ersten Lochen auf die Stalin-Linie in die Verteidigung Mückgezogen. Diese Befestigungslinie sei dann durchbrochen und die sowjetischen Heere seienm ichlreichen Einkreisungsschlachten vernichtet worden.

-Der sowjetische Generalstab wollte also, so tireibt das Blatt,offensiv vorgehen, hat aber bi e Defensive in der Stalin-Linie annehmen Nissen. Danach aber hat kein strategischer Man n hr bestanden, denn die außerordentliche Angrisss- Irift der deutschen Truppen hat das sowietische fr erkommando gezwungen, seine Streittraste zu u rstreuen, nicht so sehr wegen der Große des Kriegsschauplatzes, als wegen der Unfähigkeit der feeren sowjetischen Kommandostellen. Stalin hat Mm ersten Augenblick des Feldzuges an die I - Hat ine aus der Hand gegeben und» ist

marschierte. 2. Als das Unglück Napoleons begann, mußte er sich aus Moskau zurückziehen, und zwar wegen des Krieges in Spanien. 3. Der russische Schnee war in jenen Zeiten ein unüberwindliches Hindernis, aber in unseren Tagen hat sich die Kriegskunst entwickelt. Die Zeitungen gäben offen zu, daß auch auf die ost zitierten Generälehun­ger" undWinter" nicht mehr zu rechnen sei.Die Lage in der Sowjetunion ist unheilvoll", schreibe derDaily Herold".Seit Beginn der Of­fensive sind die Deutschen keinen Schritt zurückge­wichen." Das Blatt fordere die sofortige und um­fangreiche Hilfe, denndie Niederlage der Sowjet­union würde ein noch größeres Unglück sein als der Zusammenbruch Frankreichs". Evening Standard klagt:Die Schlacht im Osten entwickelt sich ständig auf sowjettschem Gebiet und nicht auf deutschem Boden. Das bedeutet, daß die i n d u st r i e l l e Ka­pazität der Sowjets durch die deutschen Angriffe beschränkt oder durch sie selbst zerstört wird. Sie können also ihr verlorenes Kriegsmaterial nicht er­setzen, während die deutsche Kriegsindustrie intakt bleibt. Selbst der sonst so großsprecherischeFront­bericht" des Exchange Telegraph aus Moskau meine am 19.9. kleinlaut, im Abschnitt der Ukraine ent­wickele sich die deutsche Offensivemit bedrohlichen Fortschritten".

Tage des Sieges.

Wieder hatte die Heimat sich mit nur kargen Andeutungen der Wehrmachtberichte über den wei­teren Verlauf der Operationen im Osten begnügen müssen. Aber sie hatte aus ihnen die Gewißheit schöpfen dürfen, daß neue große Erfolge der deut- schen Waffen sich anbahnten. Der gestrige Wehr­machtbericht hat nun den Schleier gelüstet. Eine neue Umfassungsschlacht, die an Umfang und Aus- Wirkung die der beiden ersten Phasen des Feld­zuges im Osten noch 3U übertreffen verspricht, ist bereits so weit fortgeschritten, daß das Oberkom­mando der Wehrmacht. über Anlage und Verlauf chon nähere Angaben machen kann, ohne Gefahr zu laufen, die Operationen zu stören. Auf dem un­geheuren Raum von etwa 25 000 Quadratkilometer jenseits des Dnjepr-Flusses ostwärts der ukraini­schen Hauptstadt Kiew, was etwa der Fläche Kur- Hessens und Hessen-Nassaus zusammengenommen entsprechen mag, schloß sich der Ring um vier sowjetische Armeen der Heeresgruppe des Sowjet- marschalls Budjenny, die ihrer Vernichtung ent- gegensehen. Die Ausgangspunkte der glänzenden Operation, die im Zusammenwirken der Heeres­gruppen des Generalfeldmarschalls von Bock und des Generalfeldmarschalls von Rundftedt einen so herrlichen und folgenreichen Sieg an die deutschen Fahnen heftete, hatten im Norden die Schlacht von Gomel, im Süden das Erreichen des unteren Dniepr bei Dnjepropetrowfk geschaffen. Zwischen beiden Räumen war dadurch eine von den Sow­jets hartnäckig verteidigte Einbuchtung nach Westen entstanden, die Marsckall Budjenny auf die Gefahr hin, hier in eine deutsche Zange zu geraten, glaubte halten zu können, weil die sowjetischen Widerstands­linien am breiten Unterlauf des Dnjepr im Süden und an der Desna, einem Unken Nebenfluß des Dnjepr, im Norden, ihm stark genug schienen, die deutschen Angriffe aufzuhalten. Er hatte sich damit einer gefährlichen Täuschung hingegeben. Denn nach der Schlacht von Gomel waren starke Kräfte der Heeresgruppe von Bock an den Ober- und Unter­lauf der Desna vorgestoßen, hatten bei Tfchernigow, etwa 120 Kilometer nordöstlich von Kiew, wo die Desna in Öen Dnjepr mündet, den Uebergang über die Desna erzwungen und hatten den Angriff nach Süden, nun schon in den Rücken der hier im Raum um Kiew konzentrierten Sowjetarmeen fortgesetzt. Gleichzeitig gelang es Teilen der Heeresgruppe von Rundftedt, in harten Kämpfen den Uebergang über den unteren Dnjepr zu erzwingen und den damit beiderseits der Stadt Krementschug (etwa 300 Kilo­meter unterhalb Kiews) geschaffenen Brückenkopf auf 120 Kilometer Breite zu erweitern. Nach Nor­den vorstoßend, reichten sie am 13. September den Kräften der Heeresgruppe von Bock 200 Kilometer ostwärts von Kiew, also etwa bei dem Eisenbahn­knotenpunkt Romny, die Hand und schlossen damit den Ring um die vier Armeen des Marschalls Budjenny, denen nun die Wahl zwischen Uebergabe und Vernichtung bleibt.

Die ersten Auswirkungen dieser Zangenoperation kündeten die weiteren Sondermeldungen des gestri­gen Tages bereits an. Heber den Dnjepr nordost­wärts Krementschug wurde Poltawa erreicht, aus der Geschichte bekannt durch den Sieg, den Peter der Große hier am 8. Juli 1709 über den Schwedenkönig Karl XII. davontrug, der in die Türkei floh. Der Nordische Krieg war zu Rußlands Gunsten entschieden, Schweden mußte seine durch Gustav Molf begründete Großmachtstellung im Ost- seeraum an Rußland abtreten. Poltawa, heute eine Stadt von über 100 000 Einwohnern und wichtiger Eisenbahnknotenpunkt, liegt etwa 120 Kilometer südwestlich von Charkow, der bedeutendsten Stadt der östlichen Ukraine. Auch auf der Zitadelle von Kiew, der Hauptstadt der Ukraine, weht seit

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Berlin, 19. September. (DNB.) Die Kämpfe i, Südabfchnitt der Ostfront nehmen weiter- ii einen erfolgreichen Verlauf. So eroberten Teile ter deutschen Infanterie-Division nach voraufge- :ngenem schweren Häuserkampf eine größere Ort- ccift und sperrten eine in der Nähe vorbeiführende lr.chtige Eisenbahnlinie. Die Nachbardivision er- D-ang nach der Einnahme einer anderen Ortschaft In Uebergang über einen Flußlauf. In wiederhol­ten Angriffen versuchten die Sowjets, den Brücken- y fcpf wieder einzudrücken. Alle Angriffe wurden je- )cch mit schweren Verlusten zurückgewiesen, der Brücfenfopf wurde erweitert. Andere deutsche Trup- nn griffen in überraschendem Vorstoß sowjetische Verbände an, die auf Lastkraftwagen herangesührt surben. Sie wurden vernichtet. Auf dem Marsch i"findliche sowjetische Abteilungen wurden ebenfalls n:ch kurzen harten Kämpfen auf gerieben. Jns- gifamt wurden 2344 Gefangene eingebracht und jchlreiche Panzerkampfwagen und Geschütze ver-

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te ÄZS i : Ä g!' 1*. Sept. (DNB.) Das Oberkommando der Dehr- lmel »acht gibt bekannt:

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ßb n Samstag, 20. / Somtfog. 2b September 1941

Gietzener Anzeiger ~

rn 03110/ !: mpfwagen im Südabschnitt der Ostfront. In virzweifelten Angriffen versuchten die Bolschenfisten dcs Vordringen der deutschen Truppen aufzuhalten, tdiere icd Gegenstoß warfen jedoch die Panzerkampz- ,, löigen die Angreifenden zurück. Panzeraufklärung JßllßTSP stillte weitere bölfchewiftische Truppenansammlungen [eburtstag- nri Artillerie und Panzerkampfwagen fest, gegen ii> die deutschen Panzerkampfwagen tn den ersten Morgenstunden des 17.9. überraschend vorstießen, wohl die Sowjets besonders ein Waldstück zah verteidigten, nahmen die Pan^erkampfwagen meh- rre Ortschaften nach heftigen Straßenkämpfen. Der

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