hoffe, daß das Kriegsende der Anfang eines Jahrhunderts des Friedens und des Glückes fein roirb." Er hat damit den Leuten von Swansea in Wales, afio einer Bevölkerung, die unter der plutokrati- fchen Herrschaft in dos Elend der Arbeitslosigkeit und Verwahrlosung geraten ist, eine Phrase vorgesetzt, die ihr vielleicht munden wird wie die sagenhafte „Blitzsuppe".
Hatte aber die englische Regierung nicht im Weltkriege den Massen die gleichen allgemeinen Ideen eines goldenen Zeitalters serviert? Und was ist daraus geworden! Im englischen Rundfunk muß gerade jetzt eine typische Lady über das Elend der Kinderarbeit in der englischen Industrie eine sehr empfindsame Rede halten. Sie bringt es fertig, für dieses Schandmal der englischen Zivilisation „die bekannte Grausamkeit der Deutschen (!)" verantwortlich zu machen, da in Deutschland die Männer so arbeiten, daß die armen englischen Plutokraten gezwungen sind, englische Kinder auszubeuten, nur um konkurrenzfähig zu bleiben und ihren Profit nicht zu schmälern. Greenwood aber erzählt, wie schön alles werden würde. England kämpfe „für seine Welt, die von der oberen Herrschaftsklasse frei fein wird, für eine Nation, die auf ewig jene Fehler auslöschen wird, die ihre Vergangenheit beflecken".
Wenn Greenwood weiter sagt, nach dem Kriege müßten die Häuser erneuert, das Schulwesen aufgebaut, die Landwirtschaft organisiert und Maß- nahmen getroffen werden, um Die notwendigen Erfordernisse der jetzt besetzten Länder Europas zu befriedigen, dann kann man Brief und Siegel darauf nehmen, daß nach dem Kriege die Plutokraten, wirtschaft in England die Massen noch stärker aus- beuten würde, als es jetzt schon geschieht, und zwar, weil gerade auch die um Hilfe angegantzenen Plutokraten der USA. jede Neuordnung in England, jeden Durchbruch des Gedankens von Blut und Boden bekämpfen. Für einen völkisch und sozialistisch, für einen gerecht geordneten Sozialstaat Eng- land würde die Judao-Plutokratie dies- und jenseits des großen Teiches keinen Penny opfern. Die heuchlerische Selbstverdammung und der aufgedonnerte Scheinsozialismus der britischen Demagogen können England nicht mehr vor dem Bankerott retten. Es find Pläne, sagt Greenwood selbst, also keine Wirklichkeiten. Die „Erreichung eines höheren Lebensstandards", die „würdigen Grundzüge der Erziehung", diese Probleme sind nicht einmal als reif für parlamentarische Ausschüsse befunden worden! Wenn dieser Krieg zu Ende geht, dann ist auch das alte England erledigt, dann hat tatsächlich, wie Greenwoods Kollege Morrison sagte, Deutsch- land „das Rennen gemacht", und zwar haben bann Blut und Boden, Neuordnung und europäische Zusammenarbeit über die Plutokratie gesiegt. E. S.
Nachrichten aus England.
Stockholm, 18. Februar. (Europapreß.) Ein Charakteristikum für die Stadtflucht in England ist eine Aufforderung des Kriegsministeriums an alle Engländer, die Angehörige im Felde stehen haben, bei einer Verlegung des Wohnsitzes dem Ministerium Mitteilung zu geben. „Sehr viele Menschen wechseln in England ihre Anschriften", so erklärt eine Bekanntmachung des Kriegsministeriums, „so daß es unmöglich ist, die Angehörigen gefallener britischer Soldaten von dem Tode ihrer Verwandten schnell genug zu unterrichten. Es ist daher angebracht, sofort die Anschriftsänderung mitzuteilen".
Die „Times" gibt die wachsenden Schwierig, feiten des englischen Eisenbahnbe- t r i e b e s infolge der deutschen Luftangriffe und der zahllosen Bombentreffer auf wichtige'Stationen und Linien zu. Am meisten habe der Süden gelitten, wo man dazu übergegangen sei, in tief angelegten Unterständen unter der Erde besondere Abteilungen für die Beseitigung von Luftkriegsstörungen jeder Art einzurichten, ihr wichtigster Zweck sei die sofortige Abstoppung des Verkehrs auf den Limen, die von Bombentreffern unterbochen würden. Eine weitere ebenfalls unterirdisch arbeitende Abteilung habe dann sofort die Umlegung der aufgehaltenen Züge oder ihren Ausfall mitzuteilen und müsse schlimmstenfalls an- geben, wie der Verkehr durch Benutzung der Land- straße weiter durchgeführt werden könne. Die „Times" schließt ihre Betrachtungen mit der resignierten Feststellung: „Das ist nicht immer ein- f a ch. Die Aufstellung der Eisenbahnfahrpläne ist schon in normalen Zeiten sehr kompliziert. Heutzutage müssen neue Fahrpläne in einer Nacht entworfen werden. Einmal mußte sogar infolge wiederholter Schäden in einer Nacht eine dreimalige Neuaufstellung der Fahrpläne vorgenommen werden.
Die eisernen Gitter am Parliament Square, am Platz zwischen der Westminster« Abtei und den wichtigsten Ministerien, sind nun-
„Bluisbrüderschast."
Ein Terra-Film Philipp Lothar Mahrings.
In seiner Rede vor der Reichsfilmkammer hat Reichsminister Dr. Goebbels den Krieg den großen Erzieher des deutschen Filmschaffens genannt. Durch das Medium der Wochenschau hat auch der Spielfilm in seinen besten Leistungen jene männliche Haltung erhalten, die wir als zeitgemäß empfinden. Die eigene Sprache von Filmen wie „Unternehmen Michael", „Urlaub auf Ehrenwort", „Wunschkonzert" fand unser Ohr, weil es die Sprache unserer Zeit war, hart und knapp, wie sie Der Bericht eigenen Erlebens in den immer noch unfaßlichen Wandlungen dieser letzten zwanzig Jahre nur verträgt. Philipp Lothar M a y r i n g 9 „Blutsbrüderschaft" bekräftigt erneut diese Zeitnähe des Filmes. Er stellt ganz persönliches Schicksal in das Zeitgeschehen hinein, und wir nehmen an diesem Schicksal Anteil, weil es so ober ein wenig anbers unser eigenes Erleben ist, an bas wir hier burch ben in feiner schmucklosen Realistik partenben Tatsachenbericht vom Inferno unseres Volkes und feiner Selbstbesinnung erinnert werben.
Blutsbrüberschaft, bas ist die auf ewig unzerstörbare Kameradschaft der Front, die zwar die Verschiedenheit der Charaktere und Temperamente nicht auslöscht, deshalb auch nicht ohne Mißverständnisse bleibt, aber immer wieder zusammenführt, wenn es um Letztes und Höchstes geht. Hier sind es ein Infanterist und ein Flieger, die an einem der letzten furchtbaren Tage des Weltkriegsdramas sich aus schier verzweifelter Lage gegenseitig heraus- hauen und in dieser Stunde äußerster Bewährung Freundschaft fürs Leben schließen Gemeinsam beginnen sie nach dem bitteren Kriegsende in dem von der Inflation geschüttelten Deutschland den mühsamen Weg des Brotverdienens, trennen sich aber bald, weil der eine zu feinfühlig ist, um sich von dem anderen praktischeren und lebensklügeren Ka-
Irischer Geleitzug - von einem Flugzeug aus gesehen.
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Unser Bild zeigt einen britischen Geleitzug von 19 Schiffen, der hier in ziemlich geschlossener Formation seinem Ziel zustrebt. Der ganze Sammeltransport ist von einem Flugboot begleitet. (Associated-Preß-M.)
Rieseubrand in Santander.
Ganze Straßenzüge ein Flammenmeer. — 300 Häuser eingeäschert.
Madrid, 17. Februar. (Europapreß.) Der am Samstag und Sonntag über Nordspanien wütende Orkan verursachte in Santander ein Großfeuer. Seine Entstehung ist auf ein Hochspannungskabel zurückzuführen, das auf einen Petroleumtank der staatlichen Monopolgesellschaft Campsa fiel. Bald standen sämtliche Oellager in Flammen. Das Feuer griff von da auf die L a g e r s ch u p p e n des Hafens über und verbreitete sich dann in ben angrenzenben Stadtteilen. Die Feuerwehren aus Madrid, Bilbao, San Sebastian und anderen Städten sind gegen das Feuer eingesetzt, bas immer roieber von dem orkanartigen Sturm entfacht wirb. Durch bie Bilbung von Funkensprühregen werben "immer weitere Stabtteile in Branb gesetzt. Das Ge- bäube der Zollverwaltung, der Bischofspalast, die Kathredale, bie Filiale ber Bank von Spanien und das Hotel Royalty sind ein Opfer ber Flammen geworben. Mehrere Straßenzüge finb zum Teil gänzlich vernichtet, so bie Calle Atarasanas, Calle San Francisco, Calle ruo Mayor, Calle ruo Meno, Calle Cuesto bei Hospital unb Calle ana. Bis jetzt steht fest, baß 3 0 0 0 0 Personen obdachlos geworden finb. Etwa 300 Häuser sind eingeäschert worben.
Das Feuer konnte deswegen einen so gewaltigen Umfang annehmen, weil es in der Altstadt entstand, wo viele Häuser noch aus Holz gebaut sind, die unter den Auswirkungen des Orkans sich in ein rasendes Flammenmeer verwandelten. Bereits Montagmittag hatte sich das Feuer bis auf bie große Hauptstraße von Santander, bie Paseo de Pereda, vorgefressen, die am Strande in der Nähe des berühmten Bades Sardinero verläuft. Nachmittags haben die Flammen von der Altstadt, wo das Feuer ausbrach, auf die höher gelegene Neustadt übergegriffen. Auch der R a d i ö f e n d e r von Santander ist ein Opfer des Feuers geworden. Die beiden Zeitungen Santanders sind ebenfalls durch die Katastrophe lahmgelegt. Der Versuch, bie chemischen Werke bzw. bie bort lagernden brand
gefährlichen Chemikalien zu retten oder vor einem Zugriff der Flammen sicherzustellen, ist gescheitert. Am Nachmittag ist es infolgedessen zu verschiedenen schwerenExplosionen gekommen, über deren Auswirkung noch nichts gesagt werden kann. Ebenfalls fehlen noch völlig Zahlen über die Verluste an Toten und Verwundeten.
Das Feuer erfuhr in den Nachmittagsstunden des Montags außer durch den herrschenden Orkan da- durch eine katastrophale Ausdehnung, daß die Benzintanks der Campsa, der staatlichen Monopol-Verteilungsorganisation, von den Flammen erfaßt wurden und explodierten. Usbel zugerichtet wurden die beiden großen Hauptverkehrsund Prachtstraßen von Santander, Paseo de Pe- reba unb La Bianca, die bie meisten unb größten Büros und Geschäfts beherbergend
Nach 48ftünbigem Brand scheint es am späten Nachmittag gelungen zu sein, das Feuer zu Iota» lisleren, obwohl der vom Meer her kommende Orkan noch immer unvermindert anhält. Nach amtlichen Erklärungen ist ein Drittel der Stadt 3 e r ft ö r t. Augenzeugen glauben jedoch, daß die Verwüstungen ungefähr die halbe Stadt erfaßt haben. Die Feuerbekämpfung und die Rettungsaktionen mußten vom Zivilgouverneur und vom Generalsicherheitsbirektor Spaniens von Bord des im Hafen von Santanber liegenden spanischen Dampfers „Pulton" aus geleitet werden. Ueber 5 0 00 0 Menschen, hauptsächlich Frauen und Kinder, müssen evakuiert werden, da für eine solche Anzahl von Obdachlosen in Santander nicht genügend Unterkunftsräume zur Verfügung stehen. Bis jetzt wurden 111 Verletzte geborgen. Mit fieberhafter Eile geht man bereits an die ersten Aufräumungsarbeiten, an die Wiederherstellung der Telephon- und Verkehrsverbindungen sowie der lebenswichtigen Betriebe, wie Gas-, Wasser- und Elektrizitätswerke. Zur Linderung der ersten Not sind umfangreiche Eilsendungen an Lebensrnitteln, Kleider und Wäsche eingetroffen.
wehr auch der Schrottsammlung zum Opfer gefallen. Gegen ihre Entfernung waren zunächst Bedenken erhoben worden, nicht so sehr aus Schönheitsrücksichten, sondern von polizeilichen Gesichtspunkten aus. Da der Parliament Square häufig Schauplatz starker Menschenanfammlun- gen ist, waren diese Gitter ein wesentliches Mittel, um die polizeiliche Kontrolle des Verkehrs zu erleichtern. Der Bedarf an Eisen ist aber in England so groß, daß das Beschaffungsministerium auf der Verschrottung der rund fünfzehn Tonnen schweren Gitter bestanden hat. Die Presse nimmt bie Beseitigung ber Gitter zum Anlaß, um bie Bevölkerung erneut zur Hergabe aller nicht unbedingt notwendigen Metallgegenstänbe aufzufordern.
- Neue Informationsreisen von Hopkins und Willkie.
N e u y 0 r k, 17. Febr. (Europapreß.) Wie „New York Daily News" melden, soll ber soeben von einer Englanbreise zurückgekehrte persönliche Abgesandte des Präsidenten Roosevelt, Harry H 0 p - meraden mitschleppen zu lassen. Während dieser als Ingenieur es schnell zum Leiter einer großen Fabrik bringt und sich in seinem nüchternen Blick für bie ihm zunächstliegende Aufgabe, Arbeit unb Brot für Tausenbe von Volksgenossen zu schaffen, auch wenig barin stößt, daß die Fabrik in englischen Besitz übergeht, sieht ber Freund sehr viel schneller das Grundsätzliche in dieser Katastrophe, die nicht unverschuldet über unser Volk hereingebrochen ist, und er stellt sich früh mit aller Entschlossenheit unb aller Konsequenz in bie Reihen berer, Die ben Kampf um eine Erneuerung Deutschlands aufneh- men. Als ihr Weg sie beibe wieder zusammenführt, ist es die Liebe zu einer Frau, die sich wieder trennend zwischen sie schiebt. Nicht für lange, denn der Ingenieur lernt feine englischen Brotherren von einer Seite kennen, die ihm die Augen für den Sinn des nationalsozialistischen Kampfes öffnet und ihn zu dem verloren geglaubten Freunde treibt, mit dem Seite an Seite er in der SA. Adolf Hitlers und im Herbst 1939 in ber jungen deutschen Wehrmacht gen Polen marschiert. So schließt bas Front- erlebnis in seiner Begründung ewiger Treue ben Bogen vom Damals zum Heute.
Philipp Lothar M a y r i n g hat mit H. G P e - terffon das Drehbuch zu diesem Film geschrieben und mit E. Kyrath an ber Kamera eine Szenenfolge geschaffen, in ber bas unsagbare Wirr- fal dieser schon fast vergessenen Zeit mit ihrer inneren und äußeren Not durch die schärfste Verdichtung der Bilder ungeheuer eindringlich auf uns wirkt. Seine Spielleitung hat die Handlung im einzelnen sehr sorgsam im Ton auf das große Thema abgestimmt und damit eine Geschlossenheit hergestellt, die den Film über das bloße Zeitdoku- ment hinaushebt. Hans Sohn ker und Ernst von K1 i p st e i n sind die beiden recht verschieden veranlagten Freunde, der eine ein frischer Draufgänger, nüchtern und zäh, ber andere, eine besinnlichere Natur, die mit fanatischer Hingabe feiner Idee folgt. Beide haben hier ganz bie ihnen gemäße Aufgabe gefunden und sie mit jugendlicher Verve bewältigt.
k i n 5, abermals eine Reife im Auftrag des Präsidenten unternehmen. Das Blatt meint, diese Reise würbe Hopkins entweber nach Jbero-Ame- r i k a oder nach Japan, vielleicht aber auch nach beiden Gebieten führen. Auch Wendell Willkie kündigte an, daß er eine neue Inspektionsreise vorhabe, bie ihn nach China führen werde.
Der Rektor ber nordamerikanischen Harward- Universität, James B. C 0 j n a n t, ist mit zwei anderen nordamerikanischen Professoren nach England abgereist. James B. Cojnant war während des Weltkrieges in seiner Eigenschaft als Professor der Chemie nordamerikanischer Sachverständiger für die Kampfgaserzeugung.
Sowjetisch-japanische
Wirtschastsverhandlungen.
Moskau, 17. Febr. ^DNB.) Die sowjetischjapanischen Wirtschastsoerhandlungen haben am Mqntaa in Moskau begonnen. Der japanische Botschafter Tatekawa wurde am Nachmittag vom Volkskommissar für den Außenhandel
Anneliese Uhlig ist sehr herb und verhalten, sparsam in Wort und Geste bie Frau, bie zwischen ihnen steht und sie bann boch wieder zueinanderführt. Mit ihnen findet sich ein großes Ensemble zu einer Spielgemeinschaft zusammen, in ber viele sehr sorgfältig durchgearbeitete Rollen bem Ganzen zu jener aeschlossenen Wirkung verhelfen, von ber wir schon sprachen. (Lichtspielhaus.) Dr. Fr. W. Lange.
Gloria-Palast: „Sieben Jahre Pech".
Aus dem törichten Aberglauben, daß ein zerbrochener Spiegel sieben Jahre Pech bedeute, hat dieser Film (Buch unb Regie: Ernst Marischka) ein schlechterdings unbeschreibliches Tohuwabohu unglaublicher Situationen gemixt. Der Schwank „Der Mann, von bem man spricht", arbeitete seinerzeit mit ähnlichen Einfällen. Niemanb kann verlangen, in diesem kleinen Bericht eine Inhaltsangabe zu finden. Das kann man nicht erzählen, man muß es sehen. Wolf Albach-Retty ist ber Mann, der sich unschulbigerweise vom Pech verfolgt fühlt, unb er ist es auch; baß er ohne Hose träumerisch über ben menschenwimmelnben Salzburger Bahnsteig wanbelt, ist noch bas wenigste: bebenklicher scheint schon, wenn er, nicht mehr ganz nüchtern, im Spießes statt seines Spiegelbildes Theo Lingen erblickt und sich über ben blöben Kopf wundert, ben er aufhat. Gingen seinerseits ist roieber mal in großer Form, er läßt weiße Mäuse in ber Straßenbahn los, er chloroformiert eine ganze Hochzeitsge- feüfdjaft, tämpft einen verzweifelten Kampf im Loroentafig unb fällt vom britten Stock der Feuerwehr ins Sprungtuch. Unter diesen Umstanden kann sich Hans Moser natürlich nicht lumpen lassen: er ist ein Tierarzt und muß dem Negus im Löwen- fafig einen Zahn ziehen, glaubt im früheren Leben eine Reblaus gewesen zu fein, ramponiert sein Bett unb haut Spiegelscheiben kaputt. Ida Wüst sagt die passenden Worte dazu. Olly Holzmann, Clara T a b 0 d y und Oscar Sima sind auch dabei. Nach diesen bescheidenen Andeutungen wird
der UdSSR. Mikojan zu einer ersten länger* Besprechung empfangen. Mit den damit eröffnet* Wirtschaftsverhandlungen verfolgen beide Seiten die Absicht, einen Handelsvertrag und ein Aj, kommen über den gegenseitigen Warenaustausch aj, zuschliehen.
Englische Nervosität in Ostasien.
Trrippenzusammenziehungen auf Malair- und in Burma.
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Die drohende Haltung, die England unlängt gegenüber Thailand durch erhebliche Trup, penzusammenziehungen auf der Halbinff Malakka und in Burma an den Tag gelegt hat, \ ein weiterer Beweis für die Absichten England, den Raum von Singapore als militärischen 2lu<.'
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gangspunft zu benutzen, um von dort aus bt Durchführung der von Japan geplanten Neuordnung Ostasiens zu stören. Wie Domei aus SBanaftl meldet, werden die britischen Streitkräfte, die der malayisch-thailändischen und burmesisch-thailüt. bischen Grenze zusammengezogen sind, auf run) 2000 Mann und 150 Flugzeuge geschätzt, Gleichzeitig mit diesen Truppenzusarnmenziehungsi übten die Engländer einen verstärkten wirf, schastlichen Druck auf Thailand aus, indey sie vor allem die PreisefürReis, Zinnun Gummi erhöhten, die unter britischer Kontrolle stehen außerdem versuchten bie Engländer, .v, Einfuhr von Del und anderen wichtigen terialien nach Thailand zu verhindern. Englaw hat also, nachdem e s einsehen mußte, daß es tr»j aller Bemühungen Thailand nicht für seine Zweck gewinnen und gegen Japan ausspielen konnte, fein* bisherige Politik geändert unb versucht nun, Tha i, land unter Druck zu setzen. Nach einem Bericht nm Bangkok forderte der dortige britische Konsul M möglichst schnellen Evakuierung der britifdxn Frauen auf.
Die „Times" hält es sogar für angebracht, 3a pan zu warnen, daß Großbritannien Japan do d feinen Rohstoffquellen abschneidei werde, die Japan zu seiner Selbsterhaltung bs- nötige. Die englische Warnung ist recht angebrad^ j Die japanische Flotte wird dafür sorgen, baß bäi englischen Absichten im Femen Osten vereitel! werden.
Tokio, 18. Febr. (DNB. Funkspruch.) Welche Grad die Nervosität der angelsächsischen Mächte i* Fernen Osten erreicht hat, zeigt eine Associated- Preß-Meldung, durch die bekannt wird, daß En§. land bie Zugänge und Einfahrten nach Singapore durch Auslegen von Minen zu sicher,
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Botschafter Oshima in Berlin eingetroffen.
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Berlin, 17. Febr. (DNB.) Der neuernanntw kaiserlich japanische Botschafter General Oshimm ist am Montag in Begleitung seiner Gattin auf dem Bahnhof Friedrichstraße eingetroffen. Das Botschaf» terpaar wurde auf dem Bahnhof im Namen de» Reichsministers des Auswärtigen von JRibbentropo von Staatssekretär v. Weizsäcker begrüßt. Fer« ner waren erschienen Botschafter Stahmer, Unter«
man sich ein Bild davon machen, was einem hiell bevorsteht. Es wurden Tränen gelacht — (Styria" Film.)
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Im Beiprogramm läuft ein Vorspann ,aMi Schatten des Berges" und bie neue Wochenschau!i aus ihrem Inhalt: Trauerfeier für Gras CsaMi Botschafter Kurusu beim Führer; Reichsjugendfüh" rer Axmann in Oslo; Amtseinführung ber neuem (Bauleiter von Schlesien; Kapitänleutnant Schepkst im Sportpalast unb mit feiner Besatzung auf Ski« Urlaub; Räumboote auf Fahrt; beutsche Flieget! über Afrika. Hans Thyriot.
Vögel und Flugzeuge.
Die heutigen Flugzeuge, die eine so hohe tech» nifche Vollendung erfahren haben, laufen auch iw friedlichen Handelsverkehr manchmal eine Gefahr,, wenn sie mit Vögeln zusammenstoßen. Ein 3ufam*' mentreffen zwischen einem Flugzeug, das mit 3001 ober 400 Kilometer Geschwindigkeit in ber Stunde durch ben Raum saust, unb einem Vogel, der mit 100 bis 150 Kilometer Schnelligkeit in Der Stund« fliegt, bedeutet immer eine ernste Gefahr, da di« aus ben beiden sich ergebende Schnelligkeit uno die Gewalt des Stoßes selbst bann eine bedeutend« Wirkung haben, wenn ber Vogel kaum mehr als ein Kilogramm wiegt. Gewiß finb bie Vögel bei. diesem ungewöhnlichen Zusammentreffen meist die allein Betroffenen, wenn jedoch das Tier gegen ein empfindliches Organ ber Maschine wie du Schraube ober auf einen der schwächsten Teile töi« ein Fenster stößt, können die Folgen auch für das Flugzeug sehr unangenehm werben. Gerade der letzte Fall verdient besondere Beachtung, und man macht seit einiger Zeit Versuche, um ein durchscheinendes Material zu finden, das bie bisher^oer' wenbeten Glasarten ersetzen kann und bem Stop dagegen fliegender Vogel zu widerstehen imstande ist, deren Wirkung mit ber einer Gewehrkugel oe" glichen werben kann. ulv
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