entschlossen sind, ihr Anteilsrecht auf Gottes Erde anzumelden und zu vertreten.
Auch die Heimat muh In diesem Krieg schwerere Opfer bringen als früher. Auch ihr Heldentum trägt dazu bei, den entscheidendsten Kampf der deutschen Geschichte zu einem erfolgreichen zu gestalten. Und hier ist es nicht nur der Mann, der sich in seiner Widerstandskraft bewährt, sondern vor allem auch die Frau. Die Nation ist heute eine kämpfende Lin- heil geworden. Nicht weil fie diesen Kampf suchte, sondern weil erihraufgezwungen wurde. So wie England und Frankreich den Krieg erklärten, so begann England auch den Krieg gegen das zivile Leben. Der Blockade des Weltkrieges, dem Krieg des Hungers gegen Frauen und Kinder, fügte es diesmal den Luft -und Brandkrieg gegen friedliche Dörfer und Städte hinzu. Allein in beidem wird England unterliegen. Churchill wird mit dem von ihm verbrochenen Luftkrieg nicht Deutschland vernichten, sondern Britannien selbst. Und ebenso wird die Blockade nicht Deutschland treffen, sondern ihre Urheber.
Wenn nun der Einbruch des Winters die Kampfhandlungen zu Lande beschränkte, dann haben dafür die Kämpfe in der Luft und zur See ihren Fortgang genommen. Dem Heldentum unserer U-Boots- und Schiffsbesatzungen fügt sich hinzu das Heldentum unserer Flieger
Wir können den Heldengedenktag nicht würdiger beschliehen als durch die Erneuerung unse- r e s Gelöbnisses, den von unseren internationalen Gegnern angezettelten Kampf zu unserer Vernichtung zum endgültigen deutschen Sieg zu verwandeln. Hinter uns liegt ein arbeits- . reicher Winter. Was an unserer Ausbildung noch zu verbessern war, wurde getan. Die deutsche Wehrmacht ist nunmehr zum militärisch stärksten Jnstrum- ment unserer Geschichte emporgestiegen. Wenn in den Monaten dieses Winters in erster Linie unser Verbündeter die ganze Kraft der britischen Angriffe zu ertragen hatte, bann wird von jetzt ab d i e deutsche Wehrmacht ihren Teil an diesen Lasten wieder übernehmen.
keine Macht und keine Unterstützung der Welt werden am Ausgang dieses Kampfes etwas andern: Englandwirdfallen! Die ewige Vorsehung läht nicht jene siegreich fein, die nur für die Herrschaft ihres Goldes das Blut von Menschen zu vergießen gewillt sind. Deutschland hat von England und Frankreich nichts gefordert. Alle seine Verzichte, seine Abrüstungsund Friedensvorschläge waren vergeblich. Die internationale Finanzplutokratie will diesen Krieg bis zum Ende führen. Es mutz und wird daher das Ende dieses Krieges ihre Der- u i ch k u n g fein. Möge uns dann die Vorfehung den rechten Weg finden lassen, um die ihrer Fe feln ledig gewordenen Völker einer besseren Ordnung entgegenzuführen.
Kalt und entschlossen werden wir deshalb Im Fahre 1941 antreten um zu vollenden, was In dem vergangenen begonnen wurde. Ganz gleich, auf welcher Erde und in welchem Meer und Luftraum deutsche Soldaten kämpfen, sie werden wissen, datz dieser Kampf das Schicksal, die Freiheit und die Zukunft unseres Volkes entscheidet für immer! Indern wir aber diesen Kampf siegreich beenden, danken wir allen Helden der Vergangenheit am würdigsten: Denn wir retten das, für was auch fie einst gefallen find: Deutschland! Unser Volk und sein Grotzdeutsches Reich!
Nack dem N"rklingen der Nationalhymnen begeben sich der Führer und seine Begleitung mit dem Leiter des Zeughauses, Konteradmiral Lörey, in die Sonderausstellung des Zeughauses, die eine große Anzahl interessanter Beutestücke von den oer- schiedensten Fronten aus diesem Kriege zeigt.
Am Ehrenmal.
Mit Front zum Ehrenmal hat inzwischen das Ehrenbataillon der Wehrmacht, bestehend aus einer Kompanie des Wachbataillons Berlin, einer Kompanie vom Luftwasfenbataillon Berlin und einer Kompanie Marine der Schiffsstammabteilung Weser- münde und Wilhelmshaven mit ihren Fahnen Aufstellung genommen. Bor den Stufen des Ehrenmals bilden Offiziersanwärter der drei Wehrmachtsteile ein Ehrenspalier. Ein besonderer Platz ist auch hier wieder den Beschädigten des Weltkrieges und den Verwundeten des jetzigen Krieges vorbehalten.
Kurz nachdem die Teilnehmer an der Gedenkfeier sich zum Ehrenmal begeben haben, kündet das Locken der Spielleute das Nahen des Führers, der unter den Klängen der Nationalhymnen dieFront des Ehrenbataillons abschreitet, das dem Obersten Befehlshaber der Wehrmacht von Oberstleutnant F r o t s ch e r gemeldet wird. Das Lied vom guten Kameraden erklingt und der Führer begibt sich in das Ehrenmal. Ihm voran schreiten Offiziere mit einem Kranz, den der Führer im Jnnen- raum niederlegt.
Inzwischen hat sich das Ehrenbataillon formiert und marschiert nun unter Vorantritt des Blocks der ruhmreichen Fahnen der alten und jungen Wehrmacht im Paradeschritt an dem Obersten Befehlshaber vorüber. Während noch aus der Ferne die Klänge des Musikkorps herüberhallen, besteigt der Führer seinen Wagen und fährt zur Reichskanzlei zurück.
Das Wunschkonzert am Heldenaedenktag.
Berlin, 16. März. (DNB.) Der Geburten- kalender des Wunschkonzerts am Heldenge- denktag verkündete neben den allsonntäglichen Einzel- und Zwillingsgeburten diesmal auch den lehr seltenen Fall von Vierlingen für den Gefreiren Wilhelm Doms aus Mechau (Kreis Sauer in Schlesiens Heinz Goedecke konnte mitteilen, daß der Führer selbst die Patenschaft über diese Vierlinge übernommen hat. Die Spendenliste w'es unter den vielen großen und kleinen Spenden eine in Höhe von 50 000 RM für deutsche Sol- d a t e n h e i m e aus. Die Gesamthöhe der Spenden für diesen Zweck beläuft sich damit auf 7,5 Mill. Reichsmark. Eine besondere Ueberraschung bot die Spende einer Division der Waffen-^ in Höhe von 251 000 RM, die der Ritterkreuzträger ^-Obersturmführer Vogt überreichte unter dem Motto: „Die Waffen-^ bezahlt ihr Reisegeld". Die Division habe ihre sämtlichen Fahrgelder in Polen, Belgien, Holland, Frankreich trg zur spanischen Grenze zusammengezählt und sei auf diese Summe gekommen,
Oer preis der Englandhilfe.
Schanghai, 16. März. (Europapreß.) Die in Schanghai erscheinende nordamerikanische Zeitung „Shanghai Evenina Post", die offenbar noch nicht von der Roosevelt-Zensur erfaßt worden ist, öffnet den Amerikanern die Augen darüber, welchen Preis sie für das Englandhilfegesetz zu zahlen haben werden. Das Blatt, das die Propaganda für die Annahme des Englandhilfegesetzes mitgemacht hatte, sagt wörtlich: „Die starken Steuern werden anschtvellen, um ein riesiges Rüstungsprogramm zu bezahlen. Jeder Bürger wird weniger ausgeben können für eigene Vergnügungen. Der Kauf von Luxusartikeln wird beschnitten werden. Die Preise werden [teigen. Die Regierung wird weniger Ausgaben für Sportplätze, Kanalisationen, neue Gebäude, Erziehung und Gesundheitsdienst, dagegen mehr für Bombenflugzeuae, schwere Geschütze und Kriegsschiffe machen. Der Lebens- standard des nordamerikanischen Volkes wird h e r u n t e r g e h e n. Die Regierung wird beizeiten Streiks in den Rüstungsindustrien verhindern. Die Konservativen werden mehr und mehr eine Ausdehnung des Begriffes Rüstungsindustrie fordern, und die Arbeiter werden finden, daß ihre stärkste Waffe ihnen allmählich aus der Hand ge- rungen wird. Die Arbeitsstunden werden ansteigen und die Arbeitswoche wird verlängert werden. Die Intoleranz, die bereits jetzt zunimmt, wird noch ausgeprochener werden. Diejenigen, die nicht mit der Regierung oder den herrschenden Gruppen in irgendeiner Gemeinde übereinstimmen, werden als Fünfte Kolonne, Saboteure und Verräter gebrand- markt werden. Die freie Rede und freie Presse werden beschränkt werden. USA., so wie es die Nordamerikaner gekannt haben, wird in den kommenden Monaten nicht mehr dasselbe "ein.
Roosevelts Ratgeber unterwegs.
Besprechungen in Lissabon.
Lissabon, 16. März. (Europapreß.) Oberst D o n o v a n , der seit einiger Zeit als „persönlicher Sonderbeauftragter" des Präsidenten Roosevelt Europa bereist, ist am Freitagabend im Flugzeug in Lissabon eingetroffen. 2Iuf dem Flugplatz Sintra wurde Donovan von Harriman erwartet, der ebenfalls als Sonderbeauftragter Roosevelts auf der Reife noch London begriffen ist, wo er mit den britischen Behörden die mit den nordamerikani- schen Kriegsmateriallieferungen zusammenhängenden Fragen regeln soll. In Begleitung Donovans befand sich ein höherer Beamter des nordamerika- nischen Landwirtschaftsminlsteriums, der sich nach England begeben hatte, um den Engländern Ratschläge zur Steigerung ihrer land- w i r-t s ch a f t l i ch e n Produktion mit Hilfe amerikanischer Methoden zu erteilen. Donovan und Harriman hatten bereits auf dem Flugplatz eine längere Besprechung miteinander. Später hatte Do- novan eine Unterredung mit dem vor wenigen Tagen eingetroffenen Gesandten der Vereinigten Staaten in Portugal, Bert Fish. Es ist anzunehmen, daß dieser Besprechung der britische Botschafter in Madrid, Sir Samuel Hoare, beigewohnt hat, der am Freitagabend im Kraftwagen in Lissabon eingetroffen ist.
Am Samstag reifte Harriman, der von zwei Sachverständigen, einem Obersten im Kriegsmini
sterium und einem Flugzeugfachmann, begleitet wird, auf dem Luftwege nach London weiter. Gleichzeitig trat Donovan an Bord des Clippers die Heimreise nach Neuyork an. Mit dem gleichen Clipper flog auch der Landesverteidigungs- Minister 0 des irischen Freistaates, A i k e n , nach Neuyork, der in den Vereinigten Staaten Kriegsmaterial anzukaufen beabsichtigt. Harriman ist inzwischen in B r i st o l eingetroffen. Seine Aufgabe ist es, noch eigenem Augenschein die Angaben der englischen Regierung über die Hilfe, die sie aus den Vereinigten Staaten benötigt, zu ergänzen.
Oie Rüstungsausgaben sollen durch Steuern gedeckt werden'
Washington, 16. März. (Europapreß.) Der Unterausschuß des Ausgabenausschusses des Reprä- fentantenhauses genehmigte die von Roosevelt ein- gebrachte Sieben-Milliarde-Vorlage für die Enalandhilfe. Budgetdirektor Harold Smith reichte die Vorlage an das Plenum des Repräsentantenhauses weiter, das am Dienstag ihre Verabschiedung erzielen will. Der oppositionelle Senator Nye (Norddakota) will gleichzeitig mit der Behandlung der Sieben-Milliardenvorlage im Senat einen Steuervorschlag auf minöeftens drei Milliarden Dollar einbringen. Schatz- amtssekretär Marge n th a u unterstreicht in einer Erklärung, daß nicht ein, sondern zwei Drittel der Rüstungsaufwendungen durch laufende Steuern gedeckt werden sollen. Bisher wurde in der Presse nur von der Deckung eines Drittels gesprochen. Damit scheint Morgenlhau die Bahn für nicht unwesentliche Steuererhöhungen freigegeben zu haben.
3,5 Milliarden Dollars für Neubauten der USA.-Flotte.
Washington, 16. März. (Europapreß.) Das Repräsentantenhaus nahm die Rekordvorlage des Marinedepartements in Höhe von 3,5 Milliarden Dollar an, wovon 1,5 Milliarden Dollar f ü r Neubauten, darunter als neuer Typ sechs Schlachtkreuzer, bestimmt find. Die sechs Schlachtkreuzer sollen je 53 Millionen Dollar kosten, wobei nicht ersichtlich ist. ob die Bestückung in diesem Betrag eingeschlofsen ist. Außerdem wird die Flotte vier schwere und 23 leichte Kreu- z e r bauen. Die neuen Schlachtkreuzer sotten schneller als gewöhnliche Schlachtschiffe und imstande sein, lange Küstenpatrouitten im Pazifik und im Süd- atlantit durchzuführen.
Sir Percy Noble als Atlantik-Schützer
Stockholm, 15. März. (Europapreß.) Die bri- ttsche Admiralität hat Sir Percy Noble zum „Oberkommandierenden der westlichen Schiffahrtswege" ernannt mit der Aufgabe, mit den englischen Seestreitkräften die Schiffahrt im Atlantischen Ozean zu schützen. Sir Percy Noble wird also künftig der Verantwortliche für die sichere Ankunft der Transporte aus den Vereinigten Staaten von Amerika in England fein. Diese Ernennung, so schreibt „News Chronicle", lasse darauf schließen, daß auch andere Personalveränderungen de- Vorständen. England sei auf die Entschlossenheit und Erfindungsgabe derjenigen angewiesen, die die Strategie leiteten.
Trotz schlechten Welters neue Luftangriffe.
Vertin, 16. mär}. (DVV> Das 0Sw. gibt bekannt:
Der Einmarsch der deutschen Truppen in Bulgarien verläuft weiterhin planmäßig.
Ein starker Kampffliegerverband griff in der letzten Rächt trotz schwieriger Wetterlage wichtige Ziele in London und Südengland an. 3m Londoner Hafen entstanden mehrere mittlere Brände und ein Großfeuer. An anderen Stellen Südenglands wurden Flugplätze und Hafeneinrichtungen wirksam mit Spreng- und Brandbomben belegt.
3n Nordafrika bekämpften deutsche Aufklärungsflugzeuge mit guter Wirkung britische Fahrzeugkolonnen und Truppenansammlungen bei Age- dabia. Auf der Insel 2U a 11 a bombardierte die deutsche Luftwaffe die Flugplätze halfar und Cuc'a. Ein deutsches Jagdflugzeug schoß hierbei im Luftkampf ein britisches Flugzeug vom Muster Vickers- Wellington ab.
Der Feind warf in der letzten Rächt mit fchwa- chen Kräften im westdeutfchenGrenzgebiet , einige Bomben. Militärifcher Schaden entstand nicht. I Der sonstige Sachschaden ist gering. 3n einem Kriegsgefangenenlager wurden zwei Franzosen ; durch eine britische Sprengbombe verletzt. 3n der 1 Zeit vom 12. bis 15. März verlor der Feind 31 Flugzeuge, davon elf in Luftkämpfen, elf weitere durch Nachtjäger, sechs durch Flakartillerie und drei durch Marineartillerie. Während der gleichen, Zeit betragen die eigenen Verluste 21 Flugzeuge.
Oer Wehrmachibericht vom Samstag.
Berlin, 15. März. (DNB.) Das OKW. gibt bekannt:
Die Luftwaffe fetzte in der letzten Nacht ihre Operationen gegen Großbritannien mit unverminderter Kraft fort Starke Kampffliegeroerbände griffen erneut Glasgow bei gutem Wetter und klarer Sicht mit durchschlagender Wirkung an. 3n Hafen-, Werft- und Speicheranlagen entstanden zahlreiche Grohseuer. Die letzten Staffeln stellten eine außerordentliche Rauchentwicklung über den Angriffszielen fest. Ein anderer starker Kampffliegerverband griff gleichzeitig das Stahlzentrum Sheffield an. Bomben schweren und schwersten Kalibers trafen mehrere Stahlwerke sowie eine Ge- schühfabrik und riefen starke Brände hervor. Weitere erfolgreiche Angriffe richteten sich g e g e n b i e Tilbury-Docks bei London sowie Hafeneinrichtungen von Plymouth und Southampton. Auch in verschiedenen kriegswichtigen Werken von Leeds entstanden nach Abwurf von Spreng- und Brandbomben Großfeuer.
Bei einem Angriff gegen einen Geleitzug an der britischen vstküste versenkte die Luftwaffe zwei Han- dclsschiffe mit zusammen etwa 11 000 BRT. und beschädigte ein drittes Schiff schwer.
Der Feind warf in der letzten Nacht mit schwächeren Kräften an verschiedenen Stellen Westdeutschlands Spreng- und Brandbomben. Die Schäden an Industrieanlagen find geringfügig. Einige Zivilpersonen wurden getötet oder verletzt. Bei Nachtfagd schoß Hauptmann S treib feinen 10.Gegner ab.
Angriffe gegen frie Keren-Front
Der italienische Bericht.
Rom, 16. März. (DNB.) Der italienische wehr- Machtbericht vom Sonntag hat folgenden Wortlaut:
An der griechischen Front haben wir im Abschnitt der 11. Armee in Kampfhandlungen von örtlicher Bedeutung Gefangene gemacht und Waffen erbeutet. Abteilungen unserer Luftwaffe haben einen wichtigen griechischen Flugstützpunkt bombardiert. Des weiteren wurden feindliche Truppen mit Splitterbomben angegriffen. Am Nachmittag des 15. März haben feindliche Flugzeuge v a (o n a bombardiert. Es entstand leichter Schaden. Lin feindliches Flugzeug wurde von der Marineflak ab- gefchoffen. Flugzeuge des deutschen Fliegerkorps haben die Anlagen des Flugplatzes Hal F a r angegriffen. Lin feindliches Flugzeug wurde abgefchof- Jen.
In Nordafrika wurden britische Krastwagen- anfammlungen in der Umgebung von Agedabia von deutschen Verbänden bombardiert.
In O st a f r i k a hat der Feind am 15. März mit starken Kräften feinen Angriff gegen die gesamte Keren - Front wieder aufgenommen. Er wurde überall unter großen Verlusten für den Angreifer zurückgeschlagen. Der Feind unternahm des weiteren Luftangriffe gegen Abrafeico (Eritrea), die einigen Schaden anrichteten, auf Diredaua, wo kein Schaden entstand, fowie im Abschnitt von Keren, wo ein feindliches Flugzeug durch Gewehrfeuer ab- geschossen wurde.
Neuer Angriff auf Giarabub abgewiesen.
Der italienische Bericht vom Samstag.
Rom, 15. März. (DNB.) Der ttalienifche Dehr- mochtbericht vorn Samstag hat folgenden Wortlaut:
An der griechischen Front Kampfhandlungen von örtlicher Bedeutung im Abschnitt der 11. Armee. In der Nacht zum 14. und am 14. selbst haben Verbände unserer Luftwaffe zu wiederholten Malen Fahrstraßen, feindliche Stellungen, Batterien und Truppen angegriffen. In Luftkämpfen wurden vier feindliche Flugzeuge abgefchossen. Zwei unserer Jagdflugzeuge find zu ihrem Stützpunkt nicht zurückgekehrt.
In N o r d a f r i k a ist ein feindlicher Angriff auf Giarabub abgeroiefen worden. In der E y renal k a habcnFlugzeuge des deutschen Fliegerkorps am 13. feindlicke motorisierte Abteilungen mit Bomben und MG.-Feuer belegt
Fast 70 Prozent mehr als im Vorjahr.
Das Ergebnis der Stratzensammlung am 1. und 2. März 1841
Berlin, 15. März. (DNB.) Kurz vor der Durchführung der 6. Reichsstraßenjammlung des Kriegs-Winterhilfswerkes am 1. uno 2. xiar.s 1941, bei der die Formationen der Partei (SA., ff, NSKK., NSFK.) die G l a s p l a k e t t e n mit den Köpfen berühmter deutscher Männer anboten, behauptete der englische Rundfunk, daß Adolf Hitler zu Unrecht in dieser Reihe großer Deutscher vertreten sei. Das deutsche Volk müsse diese Plakette ablehnen, um auf diese Weise zu zeigen, daß es mit seiner Führung nicht einverstanden sei. Da der englische Rundfunk in Deutschland kein Hörervublikum besitzt, übernahm es der deutsche Rundfunk, seine Hörer von dem englischen Standpunkt in Kenntnis zu setzen. Nun liegt das vorläufige Ergebnis dieser Reichsstraßensamm» lung, die von den Engländern gewissermaßen als Volksabstimmung angesehen wurde, vor: Während bei der Reichsstraßensammlung Anfang März 1940 ein Gesamtergebnis von 11 106 483,02 Reichsmark erzielt wurde, stellt sich das Ergebnis bei der ersten Märzsammlung in diesem Jahre auf 18 804 329,12 RM. Die Steigerung beträgt somit 7 697 846,10 RM., das sind rund 6 9 o. H. mehr. Der Durchschnittsbetrag hat sich je Kopf der Bevölkerung von 14 auf 24 R p f. erhöht. Jeder Deutsche, Kinder und Greise eingeschlossen, gab bei dieser Sammlung 10 Rpf. mehr als im vergangenen Jahr. Die begehrenswerteste unter allen zwanzig Plaketten aber war die Führerplakette, für die in vielen Fällen bis zu 200 RM und mehr gegeben wurden. Diese Antwort, die jenseits des Kanals keine Freude oder Hoffn-mg auslösen wird, ist uns ein selbstverständlicher Beweis, daß das deutsche Volk bedingungslos zu seinem Führer steht.
In 0 ff a f r i f a an der Nordfront Aktionen der feindlichen Luftwaffe auf Keren und andere Ortschaften Eritreas. An der Westfront wurde ein feindlicher Angriff abgeroiefen. An der Südfront haben unsere Flugzeuge auf Lastwagen herangebrachte englische Truppen auf der Straße Gorrahei—Da- qabur mit Sprengbomben und Maschinengewehr- feuer belegt i
Italienisches Lazarettschiff wider alles Völkerrecht versenkt.
Rom, 16. März. (DNB.) 3n der Nacht zum 15. März griffen zwei Torpedoflugzeuge, die sich im Gleitflug genähert hatten, das hell erleuchtete und mit allen völkerrechtlich vorgeschriebenen Abzeichen versehene italienische Lazarettschiff „Po" auf dec Reede von valona an. Das von zwei Torpedos getroffene Schiff sank schnell. Die als Krankenschwester an Bord des Lazarettschiffes weilende Tochter des Duce, Gräfin Edda Eiano, verließ als eine der letzten das finkende Schiff. Es ist eine Anzahl von Toten zu beflogen.
Das britische ll-Loot „©nopper' verloren.
Stockholm, 17. März. (DHB.) Dle brllische Admiralität teilt mit, daß das U-Boot „Snapper* überfällig fei und als verloren betrachtet werden müsse. Das U-Boot war 1935 vom Stapel gelaufen. Es hatte 670 Tonnen Wasserverdrängung In aufgetauchtem Zustand und 40 Mann Besatzung. Seine Geschwindigkeit betrug 15 Seemeilen über und 10 Seemeilen unter Wasser. Die Bewaffnung bestand aus sechs Torpedoausstoßrohren, einem 7,S-cm-Gefchüh und einem Maschinengewehr.
Kleine politische Nachrichten.
Im Zuge der Inspektion der neuen Gebiete besuchte Reichsjugendsührer 21 x m a n n in Lothringen den Dienst der neu erstellten Einheiten der Jugend in acht Bannen sowie deren Heimen und Dienststellen. Bei seiner Fahrt durch die Maginotlinie legte der Reichsjugendsührer an den Gräbern gefallener Soldaten einen Kranz der deutschen Jugend nieder. In Metz sprachen der Reichsjugendsührer und Gauleiter Bürckel zu 2000 Jungen und Mädeln.
Nach Mitteilung Neuyorker Marinekreise wurde das zweitgrößte Motorschiff mit Kühleinrichtung „A s r i c S t a r" (11 900 BRT.) kürzlich durch feind- liche Aktion versenkt. Das Schiff gehörte der Blue Star Line in London.
Der Dampfer „Benjamin Franklin" (7034 BRT), der im Dienste Großbritanniens fuhr, wurde auf der Fahrt von Los Angeles noch England unweit der englischen Küste versenkt. An Bord befanden sich vier Douglas-Bomber sowie größere Mengen Lebensmittel. Von der 37-köpfigen Besatzung haben sich nur sechs Mann retten können.
Aus aller Wett.
Schweres Larolnenunglück an der Innsbrucker Nordkette.
Am Sonntagnachmittag ereignete sich auf dem Südhang der Innsbrucker Nordkette ein schweres Lawinenunglück. Durch die Sck)neemassen wurde ein Hang verschüttet, auf dem sich zahlreiche Wintersportler sonnten. Bis Sonntag abend wurden ein junger Mann und ein Mädchen, deren Identität noch nicht festgestellt werden konnten, so- wie ein Schwerverletzter und zwei Leichtverletzte geborgen. Der Alpine Rettungsdienst des Deutschen Alpenvereins nahm sofort die Bergungsarbeiten auf.
Bisher 31 Todesopfer eines Wirbelsturms in USA.
In Grand-Forks in Dord-Dakota forderte ein Wirbelsturm, der mit einem plötzlichen Kälteeinbruch verbunden war, mindestens 31 Todesopfer. Der Telephonoerkehr ist unterbrochen und der Straßenverkehr unmöglich. Die meisten Todesfälle find darauf zurückzuführen, daß die Kraftfahrer, die unterwegs von dem Sturm überrascht wurden, ihre Wagen verließen, um irgendwo Unterkunft zu finden. Sie starben dann an Erschöpfung, teilweise erfroren sie auch. Der Sturm erreichte bei nur geringen Schneefällen eine Geschwindigkeit bis zu 136 Stundenkilometer. Hunderte von Kraftwagen sind auf den Straßen von den Insassen verlassen. In St. Hilaire brach ein Feuer aus, das infolge des Sturmes schnell um sich griff. Er vernichtete mehrere Geschäfte. In Noorhead im Staate Minnesota mußten 2000 Personen in einer Schule üdernach« len, da ihnen der Rückweg unmöglich war.


