präzis Antwort, tnbem er sagte, baß mtr ehre ttä- llstische Verwertung des Gesetzes eine gesunde Ansicht darsielle. Die Frage sei, ob man warten solle bis die Grenzen „friedliebender Länder" überschritten seien, oder ob man den Standpunkt einnehmen solle, daß man einer „Weltbewegung der Eroberung" gegenüberstehe und somit Gesetze der Selbstverteidigung anwenden sollte, ehe es zu spät sei. Nur ein „praktischer Gesichtspunkt" könne ausschlaggebend sein. Die Haager Konvention von 1907 sei auf den gegenwärtigen europäischen Krieg nicht mehr anwendbar, da nicht mehr alle Krieg führenden ihr angehörten. Auf eine Frage des Demokraten Bürgin, ob das Englandhilfsgesetz eine größere Kriegsgefahr bedeute als die frühere Neutralitätspolitik, erwiderte Hüll schließlich: „Wir können nicht mit gefalteten Händen stillsitzen, dis der Angreifer unsere Grenze überschreitet."
Sachlich hat also Hüll überhaupt nichts Stichhaltiges vorgebracht, seine Art des Kampfes gegen Deutschland, Italien und Japan unterscheidet sich nicht im geringsten von den englischen Propagandisten, und selbstverständlich macht er sich die Art dieser Lautschreier zu eigen, wahrheitswidrig zu behaupten, Deutschland, Italien und Japan hätten ihren Entschluß, „die wirklichen Grundlagen der Oerten Weltordnung zu zerstören und den Weg Jneter Eroberung und Unterwerfung anderer Nationen und -tyrannischer Beherrschung ihrer Opfer" klargemacht. Stärker kann auch ein Söldling Englands nicht in die Plutokvatische Kriegsposaune stoßen, aber diese falschen Töne wurden sofort erkannt und an Hüll einige Fragen gerichtet, die ihn doch einigermaßen aus dem Konzept brachten. Er bat behauptet, daß, wenn der Atlantik unter deutsche Kontrolle fallen würde, der Atlantische O^ean keine oder nur eine geringe Sicherheit bieten würde, nämlich dem amerikanischen Festland, und da Hüll wirklich nicht behaupten konnte, wir würden die USA. angreifen, verschanzte er sich hinter der mehr als kühnen Behauptung, unser Angriff würde „sich wahrscheinlich direkt gegen Südamerika richten". Als darauf ein Kommissionsmitglied erwiderte, Deutschland habe ja noch nicht einmal den Kanal überquert, sagte Hüll unwirsch, das könne Deutschland innerhalb einer Stunde, aber dann würde auch der Atlantik schutzlos gegen die furchtbare deutsche Gefahr.
Nun fragt sich doch jeder vernünftige Mensch: was sollten sich die Deutschen in ein wahnwitziges Südamerika-Abenteuer stürzen, zumal sie doch genug zu tun haben werden, nach ihrem Siege über England die europäischen Derhältnisse neu zu ordnen. Aber Hüll ist anderer Meinung oder schützt sie wenigstens vor: Eine englische Herrschaft über oen Allantlk ist die sicherste Barriere der USA., fällt sie, dann ist die USA. gezwungen, zur „Selbstverteidigung" zu greifen, bevor es zu spät sei, aber vorläufig werde deshalb die USA. den Briten alle mögliclre Waffenhilfe angedeihen lassen. Ainerika will also bis zum letzten Engländer kämpfen, es will feine Monroe-Doktrin jetzt über die ganze Welt ausdehnen. Nun, das wußten wir seit Nooseoelts beriichtigter Ouarantänerede und haben uns längst darauf präparieren können. Aber es ist doch einigermaßen beschämend, daß die wirren Anschauungen des Präsidenten Roosevelt so weite Wellen schlagen.
ES.
England hat sich bereits verausgabt.
Dollarguthaben durch die PiSherigen Küstungsbestellungen in NSA. anfgebraucht
N e u y o r k, 16. Jan. (DNB.) Vor dem Außenpolitischen Ausschuß des Unterhauses erklärte Finanzminister Morgenthau, das britische Em - v i r e, ausschließlich Kanada, werde für das laufende Jahr 3,019 Milliarden Dollar für bereits vergebene Rüstungskäufe in den USA. benötigen. Davon seien zur Zahlung verfügbar 1,555 Milliarden Dollar aus geschätzten Dollareinnahmen während des Kalenderjahres 1941. Das Dollarguthaben am 1. Januar 1941 belaufe sich auf 1,775 Milliarden Dollar. England könne also in diesem Jahr für das, was gekauft worden fei, bezahlen. Aber wenn es darauf ankomme, notwendiges Kapllal für das zu finden, was England brauche, so verfüge England nicht darüber. Morgenthau wurde dann gefragt, warum das England- hilfsgefetz in diesem Augenblick notwendig sei. Er machte zur Erklärung einen Unterschied zwischen den bereits vergebenen Aufträgen, aus denen die Zahlen beruhten, und den Aufträgen, die noch vergeben werden müßten. England brauche von den USA. große Lieferungen, verfüge aber nicht über die notwendigen Dollarreserven, um sie zu bezahlen.
UGA.-Flottenmanöver im Karibischen Meer.
Washington, 16. Jan. (Europapreß.) Marinesekretär Oberst Knox gab bekannt, daß die Atlantikflotte der Vereinigten Staaten von Nordamerika zusammen mit Heeres- und Luftwaffeneinheiten ab nächsten Dienstag in der Karibischen See Ausbildungsmanöver abhalten werde. Diese Manöver bezeichnete Knox als nichts außer- gewöhnlicl-es, sie entsprächen vielmehr dem üblichen Ausbildungsprogramm. Auf die Frage, ob die neu von England erworbenen atlantischen Stütz- punkte in die Manöver mit einbczogen würden, antwortete Knox, dies sei unwahrscheinlich.
Japan
und der Kanada-Korridor.
T o k i o ,. 16. Jan. (Europapreß.) Das japanische Außenamt hat die amtliche Information erhalten, daß nach kanadischen Pressemeldungen mit der be- vorstehenden Bekanntgabe einer Entschließung des nordamerikanisch-kanadischen Verteidigungskomitees über die Anlage von Flugstützpunkten in dem an der kanadischen Westküste geplanten Korridor für die Vereinigten Staaten zu rechnen ist. Wie das japanische Blatt „Hochi Schim- bun" erklärt, soll die geplante Luftstützpunktreihe verschiedene Städte in British-Columbia und zahlreiche militärische Flugbafen umfassen. Die nord- amerikanischen Maßnahmen in dieser Richtung werden als eine Erweitening der von Washington betriebenen hufeisenförmigen Einkreisung Japans angesehen, so daß sich die Stützpunkte der Vereinigten Staaten nunmehr von Singapore über Australien, die Philippinen, Hawai, die Vereinigten Staaten dis nach Kanada und Alaska erstrecken. Sollte zwischen Japan und den Vereinigten Staaten ein Krieg ausbrechen, so würden sich die Seestreitkräfte beider Mächte in der Sudchina- See konzentrieren", ist die Ansicht des Vizeadmi- rols M a m a d a , die er in der Zeitung „Nishi Nishi" begründet. Ein Krieg im Pazifischen Ozean
Englands Vlockade gegen französische Kinder.
Die britische Aeutralitätsverlehung von Uruguay eindeutig festgestellt.
Montevideo, 16. Jan. (DNB.) Die schwere Neutralitätsverletzung, die der britische Hilfskreuzer „21 ft u r i a s" durch fein Vorgehen gegen den französischen Dampfer „M e n d o z a" in uruguayischen Hoheitsgewässern begangen hat, wurde nunmehr auch von der Regierung Uruguays offiziell f e st - gestellt. Der uruguayische Außenminister hat diese Tatsache zum Gegenstand eines Schrittes beim Gesandten Großbritanniens in Montevideo gemacht.
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Der französische Dampfer „Mendoza" hatte in der Nacht zum Montag den Hafen Montevideo mit dem Ziel Marseille verlassen. Der Dampfer hatte nicht ein einziges Kilo wehrwirtschaftlicher Güter an Bord, die etwa auf Umwegen der deutschen Versorgung irgendwie hätten zugute kommen können, vielmehr bestand die Ladung ausschließlich aus Lebensmitteln und Medikamenten für französische Kleinkinder, wie Kondensmilch, Vitaminpräparaten u. a. Obwohl diese Tatsache den britischen Agenten in Montevideo ebenso gut bekannt war wie die Abfahrtzeit des Dampfers, setzte sich noch innerhalb der uruguayischen Hoheitsge- wässer ein britisches Kriegsschiff — der Hilfskreuzer „Asturias" auf die Spur des französischen Dampfers, um ihn abzufangen. Es gelang dem Franzosen gerade noch rechtzeitig, in die Bucht von Maldonado zu entkommen. Auch dieser Fall bietet wieder ein klassisches Beispiel, mit welchem kalten Zynismus der Brite die Blockade gegen Frankreichs durchzuführen sucht. Geht die Hungerblockade gegen ein feindliches Volk schon gegen die elementarsten Grundsätze des Völkerrechts, so ist sie gegen einen ehemaligen Bundesgenossen und jetzigen Neutralen eine absolute Niedertracht.
Entrüstetes Echo in Südamerika
R i o de Janeiro, 16. Jan. (DNB.) „Gazeta de Noticias" kennzeichnet den Ueberfall auf die „Mendoza" als einen besonderen A kt der Feigheit der englischen Marine. „Ohnmächtig gegenüber den Aktionen deutscher Hilfskreuzer in Ueberfee, ohne Kraft, etwas gegen den immer stärkeren Seeverkehr von der Oft» und Nordsee bis zur Biskaya zu unternehmen, richten diese Helden ihre Kanonen gegen die „Mendoza", deren Ver- brechen es ist, etwas Nahrungsmittel für Frank
reich zu transportieren, das alles In der Verteidigung Englands verloren hat.
„La Tribuna" (Montevideo) stellt fest: „Das Anhalten des französischen Dampfers „Mendoza" innerhalb der Gerichtsbarkeit unserer Gewässer bedeutet eine flagrante Verletzung, die nicht geduldet werden kann und weitgehende Erklärungen der englischen Regierung erfordert. Die englische Haltung hat nicht nur unser Land verletzt, sondern widerspricht auch dem Willen der ibero- amerikanischen Böller, die sich in der Feststellung tiner kontinentalen Neutralitätszone in Panama kategorisch ausgedrückt hat." „Bien Publica" nennt das englische Vorgehen eine internationale Gewalttätigkeit und fügt hinzu, es handele sich um eine flagrante Einmischung ohne Milderungsgründe. Weiter weist „Bien Publica" darauf hin, daß für den La-Plata-Stram nicht einmal die Regeln für die offene See gültig feien.
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Oie innerpolitische Lage in Argentinien.
Buenos Aires, 17. Jan. (Europapreß.) Die Unzufriedenheit mit der bisherigen Arbeit des Kongreffes l>at die argentinische Regierung zu einer Botschaft veranlaßt, in der diese das Parlament zu einer aktiven Mitarbeit auffardert, damit das Land die Schwierigkeiten der gegenwärtigen Lage überstehe. Keines der wichtigen Gesetzesprojekte, welche der Anlaß zur außerordentlichen Sitzungsperiode bildeten, fei im Laufe von dreieinhalb Monaten erledigt worden, obwohl die Regierung chren guten Willen zur Zusammenarbeit mit dem Kongreß betont habe. Die Kammermehrheit, d. h. die Radikale Partei, habe offen die Mitarbeit verweigert und versucht, die normale Gesetz- gebungsarbeit van weniger wichtigen innerpolitischen Fragen, wie z. B. die' der Beseitigung der Autonomie einiger Provinzen, abhängig zu machen. Diese Fragen dürften aber die vordringlichen Probleme, am wenigsten die Angelegenheiten der Landesverteidigung, hemmen. Die Regierung appelliert an die vaterländischen Gefühle des Kongresses und fordert ihn auf, oer Nation die dringend notwendigen Gesetze zur Ueberwindung der schwierigen augenblick- lichen Lage zu geben.
Der Wehrmachtbericht vom Donnerstag.
Berlin, 16. Jan. (DNB.) Das Oberfommanbo der Wehrmacht gibt bekannt:
Die Luftwaffe belegte gestern am Tage bei be. roaffneter Aufklärung ein Truppenlager so. wie ein weiteres Ziel in Südostengland. 3n der Nacht zum 16. Januar griffen kampffliegerver- bände trotz ungünstiger Wetterlage in rollendem Einsatz kriegswichtige Ziele in einer Stadt Mittel-Englands, in geringem Umfang auch in London, an. Der Bahnhof von Dover erhielt mehrere Volltreffer. Englische Häsen wurden weiter vermint.
Der Feind warf in der letzten Nacht in Nord. > deutschland an mehreren Stellen Spreng, und Brandbomben. In Wilhelmshaven entstanden mehrere Häuserbrände. Das tatkräftige Eingreifen des Sicherhetts- und Hilfsdienstes und des Selbst, fchuhes konnte jedoch eine Ausdehnung dieser Brände verhindern. Auch im Hafengebiet zündeten einige Brandbomben, ohne jedoch nennenswerten Schaden anzurichten. Die Verluste in Wilhelmshaven be. tragen 20 Tote und 35 Verletzte.
Oer italienische Bericht.
Nom, 16. Jan. (DNB.) Der italienische Wehr- machtbericht vom Donnerstag hat folgenden Wort- laut:
An der gr i e ch i s ch<n Front wurden feindliche Angriffe durch sofortige Gegenangriffe zurückge- schlagen.
In der Lyrenaika die übliche Artillerietätig, (eit an der Front von Tobruk. 3m Gebiet von Giarabub Tätigkeit unserer motorisierten Kolonnen. Unsere Flugzeuge haben Fahrstraßen, versorgungs- punkte und feindliche Stellungen südöstlich von Tobruk mit Bomben belegt. Ein feindliches Born« benflugzeug wurde über Tobruk von der Marineflak abgeschossen.
In Ostasrika geringe Arlillerietaligkeit an der Sudan-Front. Der Stützpunkt von Port-Sudan wurde von unserer Luftwaffe erfolgreich angegriffen. Der Feind hat einen Angriff auf Assab unternommen, wobei leichter Schaden verursacht wurde.
Lines unserer U-Boote unter dem Befehl von Korvettenkapitän Mario Spano hat im Mittelmeer in der Nacht zum 11. Januar einen feindlichen leichten Kreuzer torpediert. Lin
wäre gekennzeichnet durch die ungeheure Länge der Anmarsch st raßen, Die jedoch abgemildert werden würde durch die zahlreichen Inseln, die im Gegensatz zum Atlantik den Pazi- fischen Ozean überbrücken und einer Flotte Stützpunkte bieten. Da die japanische Flotte defensiv, die nordamerikanische dagegen offensiv zu kämpfen hätte, würde der Entfernungsfaktor sich zum Nachteil der letzteren auswirken. Die Hawai-Jnsegruppe mit den jetzt schon stark befestigten Kriegshäfen Pearl Harbour sei für die nordamerikanische Flotte ein idealer Ausgangspunkt für Operationen gegen Japan. Der Seekrieg würde sich mithin auf der dreitausend Seemeilen langen Strecke zwischen Hawai und Japan ab- spielen.
Keine Mairosen für die Fahrt nach England.
Rom, 16. Jan. (Europapreß.) Korvettenkapitän Petro ni, der Kommandant des italienischen U- Bootes, das im Atlantik den griechischen Dampfer „A n a st a s i a" versenkte, hat mitgeteilt, daß unter den acht Ueberlebenden der Besatzung der ,Llna- stasia" sich nur ein Grieche befunden habe. Bei den übrigen Besatzungsmitgliedern habe es sich um Engländer gehandelt. Diese Engländer seien in einem kanadischen Hafen an geworben worden, weil die griechische Besatzung die Fahrt nach Eng. land verweigert hatte. Aber auch die Engländer hätten sich erst dann zur Dienstleistung bereitgefunden, nachdem ihnen eine auf das Dreifach e-erhöhte Heuer zugestanden worden fei. Selbst der einfache Matrose habe einen Monatslohn von 50 Pfund Sterling erhalten.
Der Kommandant des italienischen U-Bootes, der den griechischen Dämpfer nach einem ersten Fehlschuß schließlich mit einem zweiten Torpedo aus 500 Meter Entfernung torpedieren und zum Sinken bringen tonnte, weist im übrigen gegenüber einem Sonderberichterstatter der Stefans darauf hin, daß italienische U-Boote jetzt zum ersten Male a u ch i m Nordatlantik eingesetzt worden sind.
Oer britische Anschlag gegen König Faruk.
^Mailand, 16.Jan. (DNB.) Wie die Turiner „Stampa* meldet, ist der Sonderbotschafter des Königs Ibn Saud, Chiodd, vor zwei Tagen von König Faruk empfangen worden. Chiodd enthüllte dem König die Pläne der Attentäter. Darauf gab König Faruk dem Militärkommandanten der Stadt Kairo Befehl, zwei Majore und einen Hauptmann der in der Kriegszone konzentrierten anglo-australifchen Streitkräfte zu entfernen. Auch der Oberkommandierende der britischen Luftstreitkräfte in Griechenland, D a b b r i a c , soll in die Verschwörung verwickelt sein.
Die Welle der Entrüstung, die diese fast offiziell inspirierte Verschwörung ausgelöst hat, wurde noch durch eine Korruptionsaffäre verstärkt, die fast gleichzeitig aufgedeckt wurde. Man stellte fest, daß dabei britische Sergeanten sich unbe- rechtigterweise 400 000 Pfund Sterling angeeignet hatten, sie erklärten, die Summe sei von Arabern gestohlen worden. Die Unterschlagung wurde jedoch aufgedeckt. Die drei Sergeanten werden noch London gebracht und dort ab geurteilt werden. Das Tragische an dieser Affäre ist jedoch, daß einer der Araber, die fälschlich angeklagt worden waren, das Geld geraubt zu haben, in einem Schnellverfahren vom britischen Militärgericht verurteitt und s o - fort hingerichtet worden war.
Schauermärchen über englische Bombardement« in Norwegen.
Berlin, 16. Jan. (DNB.) Das britische Luftfahrtministerium gab am 15.1. bekannt, daß die RAF. mehrere militärische Ziele in Norwegen bombardiert habe. U. a. sei es einem Flugzeug gelungen, zwei Volltreffer auf einem Motorschiff in der Nähe von Stavanger zu landen, eine wichttge Eisenbahnbrücke zu zerstören und
deutsche Luftstützpunkte zu bombardieren. An dieser Meldung ist kein wahres Wort. Englische Flugzeuge haben' im Laufe des gestrigen Tages lediglich drei Sprengbomben auf norwegische Fluren abgeworfen. Ein stolzer „Erfolg" der „königlichen Luftwaffe". Es hat den Anschein, als ob das englische Luftfahrtministerium für die Welt wieder einmal einige — nicht vorhandene — Erfolge bezüglich Bombenabwürfe auf militärische Objekte in den von Deutschland besetzten Gebieten benötigte.
Britischer Propagandadienst in Jugoslawien verboten.
Belgrad, 17.Jan. (Europapreß.) Von der jugoslawischen Regierung wurde am Donnerstag der in Belgrad herausgegebene englische Pressedienst „Britanova" beschlagnahmt und die Verbreitung im ganzen Lande verboten. Es handelt sich um einen Pressedienst, der an Zeitungen und Private vertrieben wurde und meistens englisches Propagandamaterial enthielt. Grund für diese Maßnahme dürste ein Verstoß gegen die Neutralität Jugoslawiens fein.
Französische Fischer
unter dem Schatz deutscher Jagdflieger.
Paris, 17. Jan. (Europapreß.) Im Aermel- kanal konnten die französischen Fischer ihre Tätigkeit wieder aufnehmen. In vielen Fischereihäfen und besonders in Boulogne- s u r - M e.r war ihre Tätigkeit durch häufige Störungen englischer Schnellboote, welche die Fischerboote rücksichtslos unter Maschinengewehrfeuer genommen hatten, seit langem lahmgelegt. Jetzt gewähren deutsche Jagdflugzeuge den Fischerbooten ihren Schutz. Das Auslaufen der Fischerboote ist nur am Tage erlaubt, und die Boote müssen sich in einer Entfernung von höchstens drei Meilen von der Küste hatten. An dem ersten Auslaufen beteiligten sich zwölf Fischerboote aus Bou- logne-sur-Mer, die mit reichem Fang zurückkehren konnten. A
Eine neue transatlantische Lustlinie geplant.
N e u y o r k, 16. Jan. (Europapreß.) Die Pan- american Airways planen eine zweite transatlantische Luftverbindung. Sie soll von Lissabon über Portugiesisch-Guinea an der Westküste Afrikas und die britische Insel Trinidad (auf der die USA. einen Stützpunkt erworben haben) nach Neuyork fuhren. Diese Route ist fast doppelt so lang wie die vom Yankee-Clipper beflogene Bermuda- Route. Die Gesellschaft glaubt jedoch, daß die günstigeren atmosphärischen Bedingungen besonders während des Winters diesen Nachteil aufheben. Die Genehmigung der USA.. Regierung zur Eröffnung dieser neuen Luftlinie ist noch nicht erteilt
Was ist Nadio Mackay?
Wiederholt begegnen wir Nachrichten, in denen gesagt wird, daß Radio Mackay Hilferufe von be- drohten englischen oder englandhörigen Schiffen auf- gefangen habe. Radio Mackay ist im unmittelbaren Sinn „berufen", solche Nachrichten zu empfangen. Es ist nicht etwa eine Rundfunkstation zum Ver- anügen, sondern für den Sonderzweck des über- seeischen Nachrichtenoerkehrs errichtet. Die Radio Mackay-Gesellschaft hat Stationen an den Küsten des Atlantischen und Stillen Ozeans, welche einmal den üblichen drahtlosen Nachrichtendienst versehen. Dann aber auch in ständiger Verbindung mit Ueberfeebamp fern stehen. Diese sind vielfach bei der Radio Mackay- Gesellschaft auf Den Schiffs • Nachrichtenverkehr abonniert. Es sind also auch auf Grund dieses nor- malen Betriebs zahlreiche und hochwertige Empfangsanlagen vorhanden, und das erklärt, warum wir so oft in den Drahtungen Radio Mackay als Quelle für Schiffsbedrohungen und Schiffsverluste angegeben finden.
anderes unserer U-Boote unter dem Befehl von Korvettenkapitän Bittorio Raccanelli hat im Atlantischen Ozean den englischen 5000-Ionnen-Dampfer „Ardabham" versenkt.
In der Nacht zum 16. Januar haben feindliche Flugzeuge Catania bombardiert, wobei geringer Sachschaden angerichtet wurde. Einige Personen wurden getötet oder verletzt.
Italienische Nachtangriffe trotz schlechten Wetters.
Mailand, 16. Jan. (Europapreß.) Wie die „Gazetta del Popolo" meldet, hat das schlechte Wetter Die italienischen Bomber nicht an einem Nachtangriff gegen Den griechischen Kriegshafen Prevesa gehindert. Ungeachtet Des Sturmes haben Die italienischen Flugzeuge Den Hafen im Blindflug erreicht und sinD Dann von 3000 auf 1000 Meter heruntergegangen, um besser zielen zu können. Es wurden auf Hafen- und Depotsanlagen Treffer erzielt. Explosionen konnten weithin beobachtet werden. Die Flak trat erst in Tätigkeit, als Die italienischen Flieger schon abdrehten.
Glückwünsche zum Geburtstage des Reichsmarschalls
Berlin, 16. Jan. (DNB.) Der Duce hat Dem Reichsmarschall zu seinem Geburtstage das als Sterzinger Altar berühmte mittelalter- liche Deutsche Kunstwerk zum Geschenk gemacht. Das Meisterwerk befand sich bisher in S t e r z i n g und kommt''aus der Werkstatt Multschers. Es zählt zu den schönsten Hochaltären der frühen deut- schen Malerei des 15. Jahrhunderts. Der Altar be- steht aus einer Folge von acht großen Gemälden — Oel auf Holz — und einigen Holzskulpturen. Der Duce ließ Das Geschenk durch Botschafter Al- fieri übergeben. Der Reichsmarschall hat dem Duce für dieses großartige Geburtstagsgeschenk und tue hierbei zum Ausdruck gekommenen Gefühle herzlichster Verbundenheit feinen Dank übermittelt. x
Außerdem ließ feine Durchlaucht der Reichsoerweser des Königreichs Ungarn, v o n Horthy, durch den Militärattache, Oberst Sonilok, seine Glück- wünsche übermitteln. In herzlich gehaltenem Telegramm gratulierten: Der König und Kaiser Victor EmanuA; König Boris der Bulgaren; Der Präsi- Deut Der Slowakischen Republik, Dr. Tiso; Der rumänische Staatsführer General Antonescu. der ungarische Ministerpräsident; der italienische Außenminister; der ungarische Außenminister; der jugoslawische Außenminister, Der slowakische Ministerpräsident; der italienische Justizminister, Graf Granidi, der slowakische Minister für nationale Ver- teidigung und der Unterstaatssekretär im italienischen Luftfahrtministerium, Generaloberst Pricolo. Von Deutscher Seite gingen dem Reichsmarsck-all ferner so zahlreiche Grüße und Wünsche zu, daß der Reichsmarschall leider nicht allen persönlich danken kann. Der Reichsmarschall übermittelt daher auf diesem Wege seinen herzlichen und auftichtigen Dank.
Reichsarbeitsdienstpflicht und Wehrdienst der Studenten.
Angehörige des Geburtsjahrganges 1916 und alle jüngeren. Die die Absicht haben, ein Hochsch ulst u d i u m aufzunehmen, sind verpflichtet, vor Beginn ihres Studiums ihrer Arbeitsdienst- pflicht zu genügen. Diejenigen männlichen Personen, die im Jahre 1941 mit ihrem Studium beginnen wollen, melden sich, soweit noch nicht geschehen, bei ihrem Wehrbezirkskommando zur Musterung. Soweit sie vom Arbeits- bzw. Wehrdienst zurückgestellt werden, haben sie sich unter Beifügung eines beglaubigten Wehrpasses sofort an die Reichs st udentenführung, Sozialpolitisches Amt, Abteilung Arbeits-, Wehr- und Austauschdienst, Berlin W 35, Friedrich-Wilhelm-Straße 22, zu wenden. Daraufhin wird eine befristete Stu- diumsgenehmigung ausgestellt. Alle Arbeits« unD Wehrdienstuntauglichen haben sich bis 1. Februar 1941 an Die oben genannte Dienststelle zu wenden. Sie werden im studentischen AusgleichsDienst erfaßt.


