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Kleine politische Nachrichten

Aus aller Welt

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Aus dem Dunkel ins Osram-Licht!

OSRAM

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Preß ehörde Sonn- r von (Streb len ist. unter n for* )ldaten intern.

Man braucht, um diese Tatsache in ihrer vollen Bedeutung zu erkennen, nur den Weltkrieg und den gegenwärtigen Krieg in Hinsicht auf unsere Frage

Wie die ägyptische Regierung bekanntgibt, haben alle ägyptischen Studenten in den letzten beiden Wochen Großbritannien auf amtliche Anordnung verlassen. Sie befinden sich im unbesetzten Frank­reich und sollen binnen kurzem über Lissabon nach Aegypten zurückkehren.

Afrikas liegt eine deutsche Farm. Der junge Pflan« zungsassistent fährt mit dem Sohn des Hauses auf Gnüjagd. Als die sengende Sonne untergegangen ist, bricht urplötzlich die tropische Nacht herein. Der junge Deutsche sieht in der Ferne das Lagerfeuer seines Freundes und begibt sich allein auf den Rück»

weg. Um ihn herum rumoren die drohenden Stim­men der Grohkatzen, als er unerwartet im H^lb- dunkel einem Löwen geqenübersteht. Entschlossen reißt er die Büchse hoch: Fehlschuß! Eine Ladehem­mung verhindert den zweiten Schuß. Mit der letz­ten Patrone in der Büchse wird er von der gereiz­ten Bestie angenommen. Das Bändchen Here­ros zu den Waffen schildert die Unruhen un­ter den Hottentotten und Hereros in Südwesr.

Die Mission soll den Transport des für die Sow­jetunion bestimmten 08^.-Kriegsmaterials über­wachen, das in Basra ausgeladen und von dort durch den Irak und Iran nach der Sowjetunion be­fördert werden soll.

In Ostafrika sind an den Fronten einiger Ab- schnitte von G o n d a r erbitterte Kample im Gange.

JJtjjtru Liebt und rparsamet dasp

durch die richtige O rram-D-Lampe I Dunkelheit draußen da soll es daheim schön hell seinl Osram zeigt den Weg, die zur Verfügung stehende Elek­trizitätsmenge richtig auszunutzen. (Der Arbeitspreis beträgt ohnehin meist nur noch 8 Rpf. und weniger für die Kilowattstunde!) Osram-D-Lampen bieten große

Skiverbandes für Deutschland, des mitteleuropä­ischen und schließlich des internationalen Skiverban­des angeführt.

Rettung einer Ricotal-Oper.

Der Nürnberger Intendant Willi Hanke, früher als Schauspieler in Gießen, der mit seinen Bearbei­tungen desHans Sachs" von L o r tz i n g und der Z i r k u s k o m ö d i e" von Bernhard Solms be­sonderen Erfolg hatte, wird' gemeinsam mit dem Kapellmeister Dr. L o y die Oper ,Ll Templario" von Otto Nicolai durch eine Neufassung der Praxis wiederzugewinnen versuchen. Während sei­nes Aufenthaltes in Italien schrieb Nicolai das Werk. Es wurde 1840 in Turin und anderen Orten aufaeführt, deutsch alsDer Templer" später zwei- mal in Wien und einmal in Berlin.

Ein zweites Märchentheater in Deutschland.

Das alte Kolosseum in München ist von der NDG.Kraft durch Freude" in ein modernes The- ater mit 900 Plätzen umgewandelt worden, das jetzt in örster Linie der kulturellen Truppenbetreuung dient. Dem Theater i-st eine Märchenbühne ange- schlossen, die unter der besonderen Obhut des Gau­leiters Adolf Wagner steht. Damit hat Deutschland ein zweites ganzjähriges Märchentheater erhalten. Das erste wurde vor Jahren in Berlin gegründet.

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Lichtleistung bei geringem Stromverbrauch, vor allem bei höheren Wattstärken. Die Osram - D - Lampe 6o Watt/zzo Volt gibt z. B. gegenüber einer Osram-Lampe >5 Watt/220 Volt mehr als dreimal soviel Licht Dafür sorgt ihr Hera, die Osram-DoppelwendeL Glühlampen, die nicht den Namen Osram tragen, sind auch nicht von Osram hergesteUt.

die Totalität des Krieges im objektiven und subjek­tiven Sinn geschwächt blieb, konnte sich noch kein grundsätzlicher Wandel 'vollziehen, so daß auch im Zweiten Reich und im Weimarer Unstaat das Pro­blem auf den Nenner Krieg und Gesellschaft ge­stellt blieb. Erst die Wiedergeburt der vollkommenen Trinität in den nunmehr ausgeweiteten Formen des Großdeutschen Reiches und Volkes durch Adolf Hitler hat mit der zugleich von technischer Raum­und Zeitbeherrschung genährten und schicksalhaft hervorbrechenden vollen Totalität des Krieges in unserer Gegenwart das Problem Krieg und Gesell­schaft wieder beseitigt und durch das natürliche 23er- hältnis Krieg und Volk ersetzt.

König Michael I. hat Generalfeldmarschall K e i - t e l das Grotzkreuz des OrdensStern Rumänien" verliehen.

Trotz schlechter Witterung setzten finnische Luft- streitkräste die Bombardierung der bereits an vielen Stellen unterbrochenen Murman-Bahn fort und erzielten zahlreiche Volltreffer in Bahnge­bäuden und zwischen Gleisanlagen, so daß weitere Teile der für die Sowjets wichtigen Strecke unbe­nutzbar geworden sind.

Das Flugzeug, das Litwinow-Finkel- stein, Sir Walter M 0 n ck t 0 n und den USA- Botschafter Steinhardt an Bord hatte und zwei Tage überfällig war, mußte eine Notlandung in dem kaspischen Hafen Pahlevi, nordwestlich von Teheran, vornehmen.

Das sowjetische Kriegskommissariat hat die Ein­stellung des Schiffsbaues auf den Werften in Wla­diwostok, Chabarowsk und Komsomolsk angeordnet und verboten, neue Schiffe auf Kiel, zu legen. Die Einstellung wird auf den großen Mangel an Bau­material zurückgeführt.

Bei der Betrachtung des Problems steht das Volk im Mittelpunkt. Sein jeweiliges Verhältnis zum Kriege bestimmt sich allgemein und nach dem je­weiligen Zustand zweier grundlegender Lebenstat­fachen: Die eine besteht in der wechselnden Form der politischen Trinität von Volk, Staat und Wehr, die andere in dem gleichfalls wechselnden Grad der kriegerischen Totalität. Beide, die politische Trinität und die kriegerische Totalität, sind in der Geschichte keine festen, sondern schwan­kende Größen. So x traten einst die germanischen Stämme in der festgefügten Einheit von Volk, Staat und Wehr in die Geschichte, d. h. in einer vollkom­menen politischen Trinität. Später löste sich diese auf, indem zunächst bei gleichzeitiger Heranbildung des ritterlichen Klassenheeres das Volk aus der Wehr ausschied und später mit dem aufkommenden Un­vermögen des feudalen Staates zu eigener Heeres- dildung und mit dem Entstehen eines kapitalisti­schen, söldnerischen Kriegsunternehmertums auch Staat und Wehr auseinandertraten. Im 18. Iahr- , hundert vermochte dann der absolute Staat das Wehrwesen wieder zu verstaatlichen, und seit dem Jahrhundertausgang kehrte auch das Volk wieder in die organische Einheit zurück. Heute ist die poli­tische Trinität von Volk, Staat und Wehr im na­tionalsozialistischen Reiche wieder vollkommen ge- worden. Es ist ohne weiteres einleuchtend, daß in Diesem jeweils veränderten Zustand sich das Ver­hältnis von Krieg und Volk verschieden gestaltete. Je vollkommener die politische Trinität war, um so Problemloser entfaltete sich das Verhältnis.von Krieg -und Volk: je mehr sie sich von der Vollkommenheit entfernte, um so mehr verschob sich die Frage zu dem Problem von Krieg und Gesellschaft. Heeres- werfassunq und Heeresform, Volks-, Standes-, Klas- sen-, Kasten- oder Söldnerheer, die allgemeine Wehr- Pflicht in ihren verschiedenen Abstufungen, der Mi­litär- und der Arbeitsdienst usw., kurz alle Erschei- mungen und Fragen, die das subjektive Verhältnis Des Volkes zum Kriege bestimmten, hängen damit

auf Coventry: Deutsche Flugzeuge starten zum Bombenangriff auf Coventry. Als das Flug­zeugBruno" zum Rückflug wendet, setzt die Stromversorgung aus, so daß jede Orientierung unmöglich geworden ist. Trotz heftiger Verfolgung durch englische Nachtjäger wird der Kanal sicher überflogen. Als aber das ,Benzin ausgeht, müssen zwei Mann im Fallschirm abspringen, während der Beobachter weitab vom Heimathafen dos Flugzeug durch geschickte Bauchlandung vor der Zertrümme­rung rettet. Ein weiteres Bändchen ist: Prien versenkt acht Schiffe aus einem G e - l e i t z u g. Der Hcld von Scapa Flow durchkreuzt den Atlantik auf der Suche nach feindlichen Geleit- zügen, rettet einen deutschen Aufklärer aus Seenot, versenkt einzelne Dampfer und trifft mit einem anderen deutschen U-Boot zusammen. Da erscheint am Horizont ein englischer Geleitzug Pvn Über 25 Schiffen. Er wird restlos zersprengt. Prien oer- senkt allein acht Schiffe und hat damit als erster U-Boot-Kommandant die 200 000-Tonnen-Grenze überschritten. Das Geheimnis der Rui­ne n st a d t schildert den Kampf um die Nahtstelle der Maainotlinie, nahe dem Städtchen Sedan. In der Kolonialbücherei erschien: Die letzte Pa­trone- Mitten in den verschwiegenen Weiten

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LAMPEN

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Krieg und Volk.

Von Staatsminister Professor Dr. Paul Schmitthenner, Heidelberg.

Erdbeben in tos Angeles.

Das schwerste Erdbeben seit acht Jahren suchte Los Angeles an der Westküste der USA. heim Zahl­reiche Häuseroorbauten stürzten zusammen, Stark­stromleitungen zerrissen und ein Oeltank von rund einer Diertelmillion Liter Inhalt platzte. Auch meh­rere kleine Fabriken, die Rüstungsaufträge haben, müssen für einige Tage schließen. Menschenoerluste sind nicht eingetreten.

Postwertzeichen für die Ostgebiete.

Zum Freimachen der in den Gebieten der Gene­ralpostkommissare Ost land und Ukraine auf- gelie'ferten Postsendungen werden künftig mit dem UeberdruckOstland" undUkraine" versehene Frei­marken der deutschen Dauerreihe mit dem Bilde des Führers verwendet werden. Die Dersandstelle für Sammelmarken in Berlin-SW. 68 gibt die Marken unter den üblichen Bedingungen ab.

Der frühere rote Zivilgouverneur von Madrid, Miguel Villalta, wurde in Barcelona verhaftet. Er hatte sich hier zwei Jahre lang bei Verwandten verborgen. Der rote Bürgermeister von Elche und spätere Zivilgouoerneur von Castellon und Alicante zur Zeit des Bürgerkrieges, Manuel Rodriguez, wurde in Algier festgenommen. Die französischen Behörden werden Rodriguez an Spanien ausliefern. Unter seinem Gouvernement ereigneten sich die Schreckenstage von Peniscola, die in der Fischer-

hiermit zusammen. t .

Diese beiden- Lebenstatsachen ber~ politischen In« nität und der kriegerischen Totalität sind Ursachen und Wirkungen zugleich, jedenfalls aber in ihrer jeweiligen Formung entscheidend und bezeichnens für das Problem Krieg und Volk. Wenn stm An­fang der germanisch-deutschen Geschichte Volk, Staat und Wehr in vollkommener Trinität eine organische Einheit bildeten und zugleich die volle Totalität des Krieges verwalteten, so war damals das Verhältnis Volk und Krieg ahne eigentliches Problem Als ab-r im weiteren Mittelalter sich iene Einheit auflofte und zugleich mit der Heranbildung von Grob-S.aa- ten bei gleichzeitigem engem technischem und ver­waltungspolitischem Vermögen sich die Totalität des Krieges in subjektivem Sinne lockerte, mußte sich die Frage Volk und Kriea 3um Problem Gesellschaft und Krieg verschieben. Als dann der absolute -^taat zwar eine wahr" Regierunqsqewalt begrund-te, aber die politische Gliederung der Stände beließ, zw gleich in Merkantilismus und Ausflarertum nach der höchstmöglichen Form mechanischer Dollkom- menheit strebte und dazu eines milden, die Totan- töt im obiektiven Sinn vermeidenden Krieges ve- durste, mußte das Problem Krieg und Gesellschaft auch weiterhin von entscheidender Bedeutung ble'- den. Erst die feit 150 Jahren langsam beranreifende neue Vollkommenheit der politischen Trimtat be­gann wieder das Vrobl"M in die R'chstmgches or- aanischen Verhältnisses Volk und Krieg zu drangen. Solange freilich der Liberalismus vorherrschte uno

zu betrachten. Im Weltkrieg Handelte es sich noch ungebrochen um das Problem Krieg und Gesell­schaft. Zwar Hatte die allgemeine Wehrpflicht auf dem militärischen Sektor die Allgewalt des Gesell­schaftlichen gebrochen, ohne freilich infolge mancher liberaler Bemühungen eindeutige Verhältnisse ge- schaffen zu haben. Im politischen Sektor aber war durch die politische und soziale Zerrissenheit des Reiches und Volkes die Frage noch ganz auf dem Grundstock des Problems Krieg und Gesellschaft ver­blieben. Nur in den ersten Kriegsmonaten schien es anders zu sein. Doch bald zeigte die Zeit ihr wahres Gesicht. Kapitalistische Gewinnsucht und politischer Haß, Klassenkampf von oben und unten rissen das Volk gerade in der Kriegsfrage auseinander und bildeten politisch-gesellschaftliche Schichten, die über die Einheit des Volkes hinweg die Niederlage oer- schuldeten. ,

Im gegenwärtgen Krieg ist in der nahonaWa- listischen Einheit von Volk, Reich und Wehr und in der sozialistischen Geschlossenheit des Volkes das Gesellschaftliche untergegangen und das Mittel ge- wonnen, den totalen Krieg zu meistern.

Bon -er Börse.

Teilweise wieder Befestigungen an den Aktienmärkten.

Frankfurt am Main, 14. November. In der Berichtszeit waren die Umsätze an sich weiter geringfügig, doch zeigte sich für einige Werte An- lageintereffe, sodaß Die Kursentwicklung teilweise für Aktien freundlicher war. Besondere Beach­tung fanden Südd. Zucker, die bis 337, Zell Wald­Hpf, die bis 254 anziehen konnten. Die Standard­werte lagen weitgehend gehalten und wenig ver­ändert. Accumulatoren auf die nachträgliche erneute Kapitalberichtigung ca. 10 v. H. höher, auch Conti Gummi konnten etwa 6 v. H. an?üehen, Siemens lagen etwa 5 0. H. fester. Don den Werten der Me- tallgesellschaftgruppe lagen Scheideanstalt bis 386 weiter fest, ebenso Metallgesellschast selbst unter kleineren Schwankungen um 225, dagegen gaben VDM. um 4 v. H. auf 328 nach. Nach Pause wur­den Mainkraft mit uno. 139 wiedernotiert, Lech- werke dagegen ebenfalls nach Pause 4 v. H. nied­riger, 155. Holzmann konnten ihren langsamen Aus­stieg bis 152 fortsetzen, Berger dagegen unsicher, Heidelberg Cement kaum verändert. Am Einheits­markt lagen Gruen & Bilfinger weiterhin sehr fest und zuletzt 432. Nach längerer Pause wurden Ett- linger Spinnerei stärker angeboten und mit 128 nach zuletzt 138 Ende September taxiert, Gebr. Fahr kamen nach Pause mit 185 nach 192 zur Wiederno­tierung. Heinrich Lanz konnten etwa 10 v. H. an- ziehen, dagegen lagen 23er. Glanzstoff in etwa glei­chem Ausmaß gedrückt. Freiverkehrsaktien lagen fast ohne Geschäft bei kaum veränderten Kurstaxen, Rastatter Waggon gaben auf etwa 139 nach 141 ab.

Am Rentenmarkt lag die Reichsaltbesiß fortdauernd recht fest und bis 162,63 erhöht, auch Steuergutscheine I wurden bis 104,63 unter leich­ten Schwankungen genannt, während Kommunal­umschuldung die leicht rückläufige Tendenz weiter aufwiesen und auf 102,63 nachgaben. Don Industrie- Obligationen waren Farbenbonds etwa 1 v. H. fester, 6 0. H. Basalt Gold dagegen über 2 v. H. schwächer, sonst waren hier bei kleinen Umsätzen die Beran- berungen sehr gering. Für Stadtanleihen zeigte sich wenig Interesse, da man mit roeitereren Kündigun­gen rechnet. Pfandbriefe und Kommunalobligatio- nen sind bei anhaltender Nachfrage weiter fast ohne Angebot. Das Anlageinteresse wandte sich da­her in der Hauptsache der neuen 5. Folge der 3L 0. H. Reichsschatzanweisungen zu, die, wie wir hö­ren, laufend in größeren Posten abgenommen werden.

zusammen.

Äehnlich verhält es sich mit der kriegerischen To­talität. Auch d e r t 0 t a l e K r i e g trat häufig nur Sn abgeschwächter Form in Erscheinung. Manchmal fehlte eine subjektive, manchmal eine objektive Seite. Denn oft ermangelten die Staaten und Völker der Fähigkeit, den Krieg im Sinn einer Zusammenfas­sung aller Staats, und Volkskräfte subjektiv total zu führen, so daß er sich etwa auf den rein mili­tärischen Krieg der Heere beschränkte. Oft hatten sie nicht die Krall oder den Willen, den Krieg mit un- beschränkter Gewalt objektiv total zu führen, so daß <r sich nur zwischen der bewaffneten Macht entlud, ldie übrigen Teile des Volkes aber keinen Antti! Daran nahmen. Auch hier liegt der Einfluß dieses wechselnden Zustandes auf das Verhältnis von Krieg -und Volk auf der Hand. Je totaler der Krieg war, um so umfassender und eindeutiger gestaltete sich Das Verhältnis des Krieges zum Volk. Je mehr er von der Totalität abwich, um so mehr verschob es »sich in das Problem Krieg und Gesellschaft. Die schrankenlose Gewalt des Krieges über das Gesamt­volk, deren Eindämmung und Gesittung durch poli- tsiche, moralische oder rechtliche Kräfte, kurz alle Er­scheinungen und Fragen, die das obiektive V"rhalt- nis zwischen Volk und Krieg bestimmen, hangen

Oie Niederlande.

Köln, 14. Nov. (DNB. Funkspruch.) Der Reichs- kommissar für die besetzten niederländischen Gebiete, Reichsminister Dr. Seiß-Inquart, wies in Köln darauf hin, daß in den Niederlanden Ruhe und Ordnung gewahrt feien. Es müsse anerkannt werden, daß das niederländische Volk in seiner überwiegenden Mehrheit politisch und wirtschaftlich hinter dem Reiche stehe. England sei im Laufe vieler Jahrhunderte bestrebt gewesen, das wichtige ozeanische Tor der Rhein-Schelde-Mün­dung unter seinen Einfluß zu bringen. Wenn es gelinge, die niederländischen Menschen für den Ge­danken eines neuen Europas zu gewinnen, dann würden wir eine der entscheidenden geopolitischen Stellungen des Kontinents in den europäischen Grohraum mit einbeziehen. Bei den heute in den Niederlanden verantwortlichen Männern mache sich immer mehr das Bestreben bemerkbar, den Weg in die Zukunft zusammen mit dem deutschen Volke zu gehen, eine gemeinsame Vertretung aller Inter­essen nach außen zu bilden, darüber hinaus aber auch, wenn notwendig, durch ein gemeinsames Blutopfer die gemeinsame Existenz zu sichern.

Eine nationale argentinische Partei.

Vigo, 14. Nov. (DNB.) Der ehemalige Gouver­neur der Provinz Buenos Aires, Dr. Manuel Fresco, hat eine neue politische Partei unter der Bezeichnung UNA (Union Nationale Argentina) ge­gründet. Dr. Fresco erklärte, die Partei stelle eine Reaktion gegen die korrupte Bürokratie, die un- vaterländische Oligarchie und den Imperialismus des ausländischen Kapitals dar. Sie kämpfe für Wiederherstellung der arteigenen argentinischen und hispano-amerikanischen Tradition. Sie wolle die hispanischen Wurzeln des argentinischen Lebens stärken.

Eine Mozart-Sondermarke.

Die Reichspoft gibt zu der Mozart-Woche eine Stahlstich-Sondermarke heraus, deren Entwurf und Stich von dem Wiener Graphiker Hans Ranzoni jun. stammen.

Kasseler Zeughaus wird Relchskriegermuseum.

Ein langjähriger Wunsch des NS.-Reichskrieger- bunbes wird durch die Ausgestaltung des Rechs- kriegermufeums in Kassel verwirklicht werden. Gro­ßen Soldaten, Truppenteilen und Kriegerkamerad­schaften wird das Reichskriegermuseum ein Denk­mal sein. Den Grundstock bilden die Museumsstucke des Kurhessischen Museums in Kassel, die vom NS.-Reichskriegerbund erworben wurden. Dazu kommen bann die von den Kameraden des NS- Reichskriegerbundes zur Verfügung gestellten Er­innerungsstücke sowie Gegenstände, die gegebenen­falls von anderen Museen und Sammelstätten an- gekauft werden. Für das Reichskriegermuseum ist bas Kasseler Zeughaus in Aussicht genommen worben.

Gabriele Realer geslorben.

Die Schriftstellerin.Gabriele Reuter ist in Wei­mar gestorben. Sie war 1859 in Alexandrien gebo­ren Ihre Jugend hatte sie bereits in Weimar ver­lebt Sie kehrte auch 1929 wieder dorthin zurück, nachdem sie längere Zeit in München uni) Berlin gelebt hatte. Als Schriftstellerin machte sie sich be­reits in den 90er Jahren einen Namen (Aus gu­ter Familie" undDas Tränenhaus"). Um die Jahrhundertwende trat sie durch ihre Stellungnahme für die sozialen und ethischen Nöte der Frauen her­vor. Gabriele Reuter hat sich bis zum Ausbruch des Krieges durch Besprechungen deutschen Schrifttums in amerikanischen Zeitungen verdient gemacht.

Sfibaten in Marmor.

Der Skiklub Todtnau (Schwarzwald) war vor 50 Jahren als erster deutscher Skiklub Ausgangspunkt der deutschen Skibewegung. Die ge­schichtlichen Daten jener Zeit werden jetzt auf einer Platte aus deutschem Marmor der Nachwelt über- liefert. Unter der HauptzeileTodtnau die Wiege des deutschen Skisports" wird die Einfuhr des ersten Paares Schneeschuhe aus Norwegen im Jahre 1887 durch den Arzt Dr. Tolus, die Gründung des Skiklubs Todtnau, des Skiklubs Schwarzwald, des

In der Kriegsbücherei der deutschen Jugend des Steiniger Verlages Berlin SW. 68, die sich bereits großer Beliebtheit erfreut, ist eine Reihe neuer Bändchen erschienen. Das erste heißt Bomben

' Deutsche Flugzeuge starten

uf Coventry. Als das Flug-

Das neue Gesicht Odessas.

Bukarest, 14. Nov. (Europapreß.) Die großen Lautsvrecheranlagen von Odessa sind von der rumänischen Propagandadirektion in Zusammen­arbeit mit den Propagandaabteilungen des Großen Hauptquartiers wieder in Betrieb genommen wor­den. Durch die Anlagen werden täglich Anordnun­gen der Behörden, Nachrichten in russischer Sprache und rumänische Musik verbreitet. Am 9. November wurden die Paradefeierlichkeiten durch die Laut­sprecheranlagen auf zwei großen Plätzen von Odessa und in deren» Hauptstraßen verbreitet. Die Oper von Odessa soll bereits am 1. Dezember wieder er­öffnet werden. Die Proben wurden schon ausge­nommen im Rahmen einer Feier, bei der ein aus 150 Personen bestehender Chor und das Orchester die deutschen und rumänischen Nationalhymnen zum Vortrag brachten. Auch zwei rumänische Restau­rants sind bereits in Odessa eröffnet worden, die den Namen Romania bzw. Bukuresti tragen.

Eine nordamerikanische Militärmission unter Fuh- L-,---------

rung von General Miller ist im Irak eingetroffen, und Bauernbevölkerung einen Aufruhr entfesselten.

Der Nationalsozialismus hat dieGesellschaft" mrd) dieVolksgemeinschaft" überwunden. Somit Jt für die Gegenwart und Zukunft der blutlose Be­griffKrieg und Gesellschaft" ersetzt worden durch )ds natürliche Verhältnis Krieg und Volksgemein- jchaft. Wohl aber ist in jenen Epochen der Vergan­genheit, in denen die politische Organisation der Staaten und Völker nicht zur organischen Volks­gemeinschaft vorgedrungen war, sondern in der Auf­haltung der Gesellschaft verharrte, das Problem notwendig in der Form von Krieg und Gesellschaft hervorgetreten. Vergangenheit und Gegenwart ha­ben also für die gleiche Lebensfrage verschiedene unb oerschiebenwertige Formungen gefunben.

In der Vergangenheit ging die Frage darum, in welcher Weise die einzelnen berullichen und so­zialen Schichten sich dem Krieg objektiv und subjek­tiv an- und einzupassen hatten. Das Problem wurde von den aufgespalteten Teilen her gesehen und ent­sprechend gelöst. Heute handelt es sich darum, mit der Gemeinschaft des Volkes und durch feine Ge­meinschaftsleistung den Krieg objektiv und subjektiv zu meistern. Das Problem wirb vom organi­schen Ganzen her gesehen und von ihm gelost,