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uns gewußt, was seine Bemühungen

denn immer hat ein Mann bei uns

uns drohte. Die Antwort waren

Granatwerfer in vorderster Linie

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-äurnt waren. Auf der Straße war starker Gegen­verkehr zur Front. Der Wagen mußte halten. Ich -ragte den Posten, warum denn hier so viele Leute Sen schmalen Weg zur Höhe hinangingen, und er agte mir, daß dort oben die toten Ukrainer lägen. ,3(5 bat meinen Kameraden, den Wagen halten zu lassen und mit mir dort hinzugehen.

Druck und Verlag: vrühlscheUnioersttätsbruckereiR. Lauge

Oer Wehrmachtbericht.

DNB. AusdemFührerhauptquartier, 14. Juli. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Die Durchbruchsoperationen an der O st f r o n t verlaufen planmäßig.

Die finnische Wehrmacht unter dem Oberbefehl des Feldmarschalls Wannerheim ist beiderseits des Oadoga-Sees zum Angriff angetreten.

Zerstörer versenkten zwei Vorpostenboote der Sowjetmarine.

3 m Seegebiet um England warfen Kampfflugzeuge aus einem Geleilzug heraus zwei Frachter in Brand und erzielten Vombenvolltreffer auf zwei weiteren Handelsschiffen.

Kampffliegerverbände bombardierten in der letz­ten Nacht mit gutem Erfolg Hafenanlagen an der Süd- und Südostküste Englands.

Der Feind warf in der letzten Nacht mit schwachen Kräften einige Bomben in Nordwestdeutschland, ohne Wirkung zu erzielen. Nachtjäger schossen ein briti­sches Kampfflugzeug ab. v

Beiderseits des Ladoga-Gees.

Der Wehrmachtbericht vom 14. Juli stellt das planmäßige Verlaufen der Durchbruchsoperatwnen im Osten fest und fährt dann fort: ,Lle finnische Wehrmacht unter dem Oberbefehl des ^eldmar- schalls Mannerheim ist beiderseits des La-

Europäische Zukunft.

Der viel gebrauchte BegriffEuropa" bedeutet sinngemäß, daß nach diesem Krieg kein Krieg zwi­schen europäischen Mächten mehr möglich ist. Soll das WortEuropa" Frieden in Europa bedeuten, jo muß ein Krieg in unserem Erdteil technisch und eelisch unmöglich sein.

Vor wenigen Tagen waren 75 Jahre vergangen, eitdem die beidendeutschen Vormächte" Preußen und Oesterreich ihren Konflikt auf dem Schlacht- felb austrugen; auf österreichischer Seite standen Sachsen, Hannoveraner, Hessen und Bayern; sogar die Freie Reichsstadt Frankfurt machte mit. Seither ist ein ^-Jahrhundert vergangen und die Erinne­rung an das Jahr 1866 ist im Volksbewußtsein völlig verblaßt. Man frage nur einen Gebirgsjäger von Narvik oder Kreta, ob er Königgrätz noch für eine Sache" hält!

Vier Jahre nach 1866, im Jahre 1870, halfen Sachsen und Bayern, Hessen und Hannoveraner ein» chließlich der Frankfurter das zweite Deutsche Reich auf die Beine stellen. So rasch wird Geschichte ge­macht, wenn ein großartig klarer Wille mit festem Sinn ein Ziel anfteuert, das die Menschen aus der Kleinheit übernommener Vorstellungen herausreißt und zu wundewollen neuen Aufgaben beruft.

Es ist heute technisch unmöglich geworden, daß Preußen und Oesterreicher, Bayern und Sachsen, Hessen und Hannoveraner miteinander Privatkrieg ühren. Es ist auch seelisch unmöglich. Nur ein Irrer tonn heute versuchen wollen, einen deutschen Stamm gegen den anderen aushetzen zu wollen. Was muß geschehen, daß öin Krieg in Europa auch seelisch unmöglich wird?

Jeder Mensch braucht Erinnerungen. Wir leben nicht nur in der Gegenwart; mit uns lebt auch die eigene Vergangenheit. Wir könnten gar nicht leben ohne ein Gedenken an Eltern und Geschwister, an*, eine große Liebe, an irgendeine andere leidenschaft­liche Regung, an eine wohlgelungene Arbeit, an eine sportliche Leistung, an einen schönen Ausflug ober einen vergnügten Abend. Wir brauchen an diese Erinnerung nicht jeden Augenblick zu denken. Aber jeder von uns weiß, daß die Erinnerung an das eigene Leben ein Bestandteil seines augenblicklichen Lebens ist. Es ist, als ob die Natur es so gewollt hätte: denn je älter wir werden, desto klarer und leuchtender heben sich die Bilder einprägsamer Tage bei einer Rückerinnerung aus dem Wust des Gleich­gültigen und Vergänglichen ab.

Ein sinnvoller Krieg vernichtet nicht nur. Er be­gründet auch eine Erinnerung für die Mitlebenden, für ihre Kinder und für ihre Enkel und erhellt noch ferne Zeiten. Gibt es einen unter uns, der die deut­schen Einigungskriege verwünschte und ungeschehen machen wollte? Ist jemand so verwegen, ihre Er­innerung in unserem Geschichtsbewußtsein tilgen zu wollen? Und nun geschieht in einem viel größeren Rahmen dasselbe, was 1870/71 geschehen ist. Auch damals sahen die Menschen nicht durch die Schleier der augenblicklichen Umstände hindurch. Auch bamals waren die Ungewißheit und das Bangen groß. Un­sere Geschlechterfolge wäre wohl baß erstaunt, wenn wir einige Pröbchen dieser Ungewißheit, dieses Ban­gens, dieses Zauderns von 1870/71 Herumreichen wollten. Es'sei uns jetzt und in diesem Zusammen­hand erspart. Vielleicht gäbe es Meckerer von heute, die an den Meckerer von 1870/71 Anstoß nehmen würden. Und dieses Aergernis wollen wir nicht geben.

Der Aufruf des Führes an das deutsche Volk vom 22. Juni hat weit über das deutsche Volk hinaus Widerhall gefunden. Andere Staaten sind auf die

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Dienstag, 15. Juli |94l Annahme von Anzeige« für die Mittagsnummer bis 8'/, Uhr des Vormittags

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nach Ungarn, sie wären nach Polen und nach Böh­men vorgestoßen und sie hätten alle Dämme nie ber­gen ff en, die gegen sie errichtet worden sind. Mich schüttelte das Grauen, als ich dies auf der Heim­fahrt überdachte. Oh, nun verstand ich auch, warum sich die Spanier zu diesem Kriege melden, denn sie haben in ihrem Lande die Keller gesehen.

*

Wir verteidigen heute nicht nur Europa, wir verteidigen die Welt vor der Pest und vor den Folter- und Leichenkellern. Wir verteidigen die törichten Schweizer Spießer, den blindgemachten Nordamerikaner, wir verteidigen die Menschheit vor den Ratten, die wir nun in ihren wahren und letz­ten Schlupfwinkeln aufgestöbert und bei ihrem furchtbaren Werk gesehen haben. Daß wir das erst in so später, ja in allerletzter Stunde tun konn­ten, das ist die Schuld Englands.

Welch ein Kampf uns beoorstand, hat der Füh­rer von allem Anfang an gewußt. Ehren wir sein Schweigen, überlegen wir, wie hart es ihm ange­kommen sein mag. Gehe jeder von uns einmal mit sich selbst zu Gericht, welche Einwände er gegen dies und jenes gehabt hat. Er konnte sie haben, weil er nicht das Ganze sah, weil er nicht das Ganze wußte. Wenn ihm aber jetzt der Feuerschein dieses großen Endkampfes alles beleuchtet, bann muß er einsehen, wie winzig, belanglos, töricht unb zeit- Dorbei seine Einwände waren, und wie alles, was geschehen ist und noch geschehen muß, nur von die­sem einen Gesichtspunkt Kus betrachtet werden kann. Wie töricht wird da alles Gestreite über Kirchen, Kronen, Schulen, Freiheit, Bindung und alle die angeblich so großen Fragen. In den Kellern des Todes, in den Folterkammern unter der Erde gel­ten alle diese Fragen nicht, dort herrscht, von unter­drückten Schreien durchgellt, ein schauerliches Schweigen, das die ganze Welt bedroht hat.

Was wäre aus dir geworden, wollen wir fragen, wenn deine Meinen Wünsche, die dir so groß und wichtig erschienen sind, erfüllt worden wären und du dann hättest in den Keller steigen und hoffen müssen, daß ein gnädiger Henker dir bald den Schuß in das Genick gibt? Gebt ruhig zu, daß ihr alle blind wäret und nicht wußtet, wie nahe das furcht­bare Verhängnis schon drohte. Und hoffen wir, daß auch die andere Welt versteht, warum wir so hart unb so schnell zuschlagen mußten, wollten wir nicht um ein paar Minuten zu spät kommen.

Weinende Frauen und Männer mit erstarrten Gesichtern kamen uns entgegen. Wir stiegen den Pfad hinan. Um die Zitadelle läuft ein Festungs­graben. Am Rande des Grabens standen Menschen. Aus dem Graben quoll der Gestank der Verwesung. Der Graben selbst lag voll von Leichen. Keine von ihnen, die nicht furchtbar verstümmelt war und dort verstümmelt war, wohin das Denken der Beschnitte­nen immer drängt, gleichviel, ob das nun die Nychoanalyse Freuds ist oder die Martern der Henker in diesen Gefängnissen es sind. Vor den Ge­sichtern hatte man nicht haltgemacht, kein Mensch hätte hier seinen Bruder, seinen Mann oder seinen Vater wiederfinden können. Was abzuschneiden war, war abgeschnitten worden, was herauszu­stechen oder herauszureißen war, war herausge­stochen ober herausgerissen worben. An ber Wand des Grabens war ein halboffenes Grab. Dort lag ber Jammer gehäuft. Unmöglich zu zählen, aber auch unmöglich zu schauen.

Wir traten- in den Hof der Zitadelle. Dort lag das Unglück in langen Reihen. Zwischen den Toten, vom Knaben bis zum Greis, gingen die Lebenden- herum und suchten. Ein Mann nahm mich bei ber Hanb unb beutete auf einen fünfzehnjährigen Jun­gen unb zeigte mir bas Bild auf dem Paß. Das war fein Sohn gewesen. Eine Frau sagte neben mir:Mein Mann war Stabsarzt, dort liegt er." Ich konnte nicht mehr Hinsehen, ich mußte fort. Ich konnte auch nicht rnchr sehen, ob man die Menschen im Hofe in aller Eile erschossen oder ob man sie im spitalzirnrner des Gefängnisses vorher verstümmelt hatte. Es war zuviel. Die Fliegen, die Hitze, der Gestank, die schluchzenden Männer, die zwischen den Leichen hin unb her gingen, um ihre Angehörigen zu suchen. Mich würgte und schüttelte es. Unmög­lich zu zählen. Waren es vierhundert, waren es mehr? Es war nur eine der Folterstätten. Weiter, nur weiter. So sieht die tödliche Schule wirklich aus. Man soll kein Wort gebrauchen, wenn man es nicht selbst erlebt hat.

In diesen Tagen nun, wo endlich, endlich der blutbespritzte Vorhang zerrissen wird, der dieses Land verhüllte, da endlich, endlich für das furcht­bare Grauen Rache genommen wirb, versucht Eng- ionb im Westen den blutbefleckten Bundesgenossen >u entlasten, unb ber Moskauer Heeresbericht mel­det dies mit Wohlgefallen. Wie, werden uns die unverbesserlichen Idioten fragen, nehmt ihr das den Engländern übel, da ihr doch selbst einen Vertrag mit den Bolschewisten gehabt habt? Ist das wahr ober ist bas nicht wahr? .

Nach einer solchen Stunbe wie nach jener m ber Zitabelle von Zloszow arbeitet das Hirn fieber» haft, da wird einem mehr klar, als man sonst zu begreifen vermag.

Keine Stadt wäre ohne Leichen^eller und Folter­kammer'geblieben, die Bestien hätten die Bestien gerufen, der Ruf wäre überall gehört worden, die Henker hätten sich gefunden. Dschingis-Chan wäre diesmal motorisiert gekommen. So wäre dann diese große Schlacht geschlagen worden!

Lenin und Trotzki hatten versucht, die Revolution mit Hilfe des Judentums in Europa und in der Wett zu verbreiten. Mussolini unb Hitler geboten Einhalt, der Versuch war fehlgeschlagen; aber wir sollen Eisner, Toller, Mühsam und Tibor Samu- ely doch nicht vergessen.

Stalin hatte sich umgestellt. Sv gmtz es nicht. Die Juden waren als Henker, aber nicht als Organisato­ren zu brauchen. Seine Parole hieß: Revolution in einem Lande! Der Plan der Weltrevolution war deshalb nicht aufgegeben. Es wurde nur der Plan der Welteroberung daraus. Es tarnen die Fünf­jahrespläne, es tarnen die Traktoren in der Land­wirtschaft, um später für die Panzerwagen genü- genb Führer zu haben, es tarn die Hoffnung auf die Selbstzerfleischung des Westens und auf das Er­scheinen des fürchterlichsten Fortirnbras, wenn alles im Blute liegt. Wie gerüstet wurde, das sehen wir nun auf den Straßen unseres Vormarsches liegen. Wie ernst es mit diesem Einmarsch gewesen ist und was er für Folgen gehabt hätte, können wir nur mit einem Schauer denken, der aus den Leichen­haufen steigt.

Die Antwort darauf waren unsere Rüstungen,

(91. Jahrgang Ur. 166

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Dervölkische Beobachter" veröffentlicht folgenden erschütternden Erlebnisbericht des Dichters V r u n o B r e h m, der für die WeltkriegstrilogieApis und Este" 1939 den Nationalpreis erhielt.

Vor einigen Wochen habe ich an dieser Stelle von der furchtbaren Schule gesprochen, durch die Finnen unb Ukrainer gehen mußten, unb ich habe diese Schule eine tödliche genannt. Dies war ein voreiliges Wort, und es tut mir leid, daß ich es, weitab von dieser Schule, in Wien geschrie­ben. Ich habe mittlerweile eines dieser Schulzim­mer, unb bei Gott nicht bas fürchterlichste, betreten, die Zitadelle von Zloszow, und ich habe dort das Fürchterlichste gesehen, was meine Augen «eschaut haben. Mich hatte das Leben nicht ver­wöhnt: Ich habe das große Flecktyphussterben im Lager von Tozkoe im Jahre 1915 mitgemacht, ich habe die gefrorenen Toten in Krasnojarsk wie Holz- ftücfe auf Schlitten laden gesehen. Das war nichts. Lch war diesmal auch nicht in den Leichenkellern ber Tscheka in Lemberg. Ich mar nur in Zloszow. Aber das genügt mir für mein ganzes Leben.

Wir wissen, was in dem Buch des Führers steht. Wir erinnern uns der Versuche des Führers, mit England zu einem Uebereinkommen zu gelangen, mir wissen, welches Opfer mir im Flottenbau für diesen Willen gebracht haben. Es mar vergeblich. Der Führer hat gemußt, mas uns vom Osten her drohte. Es mar kein Uebereinkommen mit Polen »der mit ber Tschecho-Slomakei möglich, weil Eng lanb es nicht mollte, rneil bas blinde Frankreich nicht sah, um mas es ging. , . -

Nun sehen mir es. Denken mir einmal den Ge­danken ruhig zu Ende. Polen bestünde noch, die Tschecho-Slomakei märe noch immer als Pfahl in das Fleisch des Reiches getrieben. Und nun kommt mit mir auf die Rückzugsstraßen ber Sowjets unb Ichaut euch bas an, mas sie bort an liegen gelassen haben. Welche Ungetüme. Welche Anzahl. Auf einem Rückzug bleiben diese Panzer liegen, rneil sie keinen Brennstoff mehr bekommen. Auf einem Vormarsch hätten sie in wenigen lagen Polen niedergewalzt unb die Tschecho-Slomakei zer­malmt, falls überhaupt an Widerstand gedacht mor­den wäre.

doga-Sees zum Angriff angetreten." Damit ist der finnische Freiheitskampf genau wie 1918 unter dem Oberbefehl von Feldmarschall Manner­heim in sein akutes Stadium gekommen. Der Ladoga-See liegt nur 5 Meter über dem Meer, ist der größte Binnensee Europas und mit seinen 18130 qkm fast so groß wie ganz Württemberg. Er ist 200 km lang, 100 km breit, im Süden seicht, im Norden 223 m tief. Im Norden umgeben ihn auch steile, oft imposante Ufer mit vielen fjord- artigen Buchten und Inseln. Wichtig sind die beiden Ladoga-Kanäle. Der ältere ist von dem aus Oldenburg stammenden russischen Feldmarschall Grafen Münnich erbaut worden, der von Peter dem Großen nach Petersburg berufen morden war. Ein moderner Kanal wurde dann 1861/66 ge­baut. Beide Kanäle beginnen an der 67 Kilometer langen Newa, dem Abfluß des Ladvga-Sees zum finnischen Meerbusen. Der Beginn der Kanäle liegt gegenüber einer Insel, auf ber sich bie vielgenannte Festung Schlüsselburg befinbet. Sie würben gebaut, weil ber Weg burch ben Ladoga-See an die Wolchow-Mündung durch Untiefen und Sandbänke gefährlich ist. Auf der Wolchow, die in den Ladoga-See mündet, vollzog sich aber seit jeher der rege Verkehr mit der stolzen Handelsrepublik Nowgorod, nahe beim Jlmen-See, jetzt ist das Wolchow-Gebiet östlich von Leningrad ein recht be­deutsames Industriegebiet geworben, wo sich auch die größten Aluminium-Kombinate" der Sowjet­union befinden. Vor dem Weltkrieg war eine Schiff­fahrt auf ber Newa von Petersburg dis zum La- doga-See interessant unb angenehm.

Oie tödliche Schule

Von Bruno Brehm.

Die Zitabelle liegt am Südostende ber Stabt. (vßir kamen von Tarnopol. Als wir auf der Rück­fahrt an der Zitadelle vorbeikamen, fiel mir auf, daß der große Barockbau oben auf der Höhe über der Festungsmauer Verschalungen vor den Fenstern hatte, die das Licht nur von oben einlassen. Ein Gefängnis, dachte ich im Vorbeifahren. Am Fuße des Burgberges standen zerschossene sowjetische Panzer und Fahrzeuge, die noch nicht beiseite ge-

Jn diesem Dors versuchten die Sowjets in hartnäckigem Kamps den Vormarsch unserer Truppen aufzuhalten, aber ber Einsatz von Granatwerfern machte dem Widerstand bald ein Ende.

(PK.-Gregor°Scherl-M.)

planmäßiger Verlauf der Durchbruchs Operationen im Osten.

Oie finnische Wehrmacht am Ladoga-See zum Angriff angetreten.

Der Eindruck in Kopenhagen.

Kopenhagen, 14. Juli. (Europapreß.) Die Ueberzeuaung, daß mit dem Durchbruch durch die Stalin-Lmie bie eigentliche Entscheidung im Krieg gegen die Sowjetunion bereits gefallen ist/ kommt in sämtlichen Kopenhagener Blättern übereinftim- menb zum Ausdruck.D er Weg nach Lenin­grad, Moskau unb Kiew liegt offen", erklärtNationaltibende". Die Einnahme dieser drei Hauptstädte und wichtigsten Rüstungszentren im europäischen Teil ber UdSSR, werde vermutlich das Schicksal der Sowjetunion unb des Sowjet­heeres besiegeln.Socialbemokraten" erklärt, baß bie Ueberwinbung ber starken sowjetischen Befesti­gungsanlagen der Stalin-Linie ben Ausgang des Feldzuges gegen ben Bolschewismus bereits ankün- bige. Die beutschen Truppen hätten nun freie Bahn auf ihrem Vormarsch gegen Moskau. Ernsthafte sowjetische Gegenaktionen zur Verhinberung bes weiteren Vorbringens bes beutschen Heeres seien nicht mehr zu erwarten.Politiken" gibt bie Mög­lichkeit zu, baß bie UbSSR. auch nach ber Nieder- fämpfung ber letzten Verteibigungslinien noch Mil­lionenheere aufzustellen imftanbe sei. Dagegen sei es weder ersichtlich, woher die Ausrüstung mit modernen Waffen unb Flugzeugen beschafft wer­ben solle, noch, welche Chance sich einem mangel­haft ausgerüsteten Heer im Kamps gegen die deut- scheu Truppen bieten könnte.

Das Eichenlaub

für Korvettenkapitän Schütze.

DNB. Aus dem Führerhauptquartier, 15. Juli. (Fuukspruch.) Der Führer unb Oberste Be­fehlshaber ber Wehrmacht hat bem Korvettenkapi­tän Schütze, Kommanbant eines Unterseebootes, bas Eichenlaub zum Ritterkreuz bes Eisernen Kreu­zes verliehen unb an ihn folgenbes Telegramm ge­richtet:

In bankbarer Würdigung Ihres helbenhaften Einsatzes im Kamps für bie Zukunft unseres Volkes verleihe ich Ihnen anläßlich ber Versenkung von 200 000 Tonnen feinblichen hanbelsschifssraumes als 23. Offizier ber beutschen Wehrmacht bas Eichen­laub zum Ritterkreuz bes Eisernen Kreuzes.

(gez.) Aböls Hitler."

um England. Die Antwort war unsere atemlos chnelle Kriegführung, um nur ja nicht zu spät für diese große Abwehr zu kommen.

Alles ging den Bolschewisten nach Wunsch. Der Krieg im Westen begann, sie konnten sich in Finn­land und in den baltischen Staaten, in Polen unb in Rumänien weiter vorschieben. Sie standen am Sprung. Ihre Rüstung für den Angriff war voll­endet. Jugoslawien war von ihnen mit in den Krieg getrieben worben. Hätten wir uns dort festgerannt, wäre es dort nicht so schnell gegangen, sie wären

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