Glasgow - das industrielle Zentrum Schottlands
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verstreut befinden sich zahlreiche wichtige Werke der ausreichen. Es wird also für Washingtons Gehirn- englischen Rüstungsindustrie. Zum Beispiel trust, so etwas wie eine Preisaufgade sein, Eng-
oustr^e, die in der letzten Zeit fast ausschließlich daß die von den Vereinigten Staaten jetzt geplan«; für den Wehrmachtbedarf arbeitete. ten Lieferungen an Kriegsmaterial bei wertem nicht
<jung von Gefrierfleisch standen zahlreiche Kühlbäu- hebliche [er zur Verfügung. Als Fischereihafen nimmt Hüll Englan! die zweite Stelle in Großbritannien ein. Fischer- Sorge f
Hafen ist auch Great Grimsby, das etwa achtzehn Kilometer unterhalb von Hüll an der breiten
die Obren gespitzt hielt, seit aus den Staaten im
Sezessionskrieg eine selbstbewußte Nation geworden kommen im Glasgower Revier, fie stellt das Ma-! gelassen, die ihre Feuertaufe einst über Scapa Flow war, erneut heftigen Auftrieb gegeben. Die An- tcnaI fur blc aus den Glasgower Werften gebauten I erhielten.
mittlung einen außerordenMcken politischen Erfolg rung erhoben, daß die Vereinigten Staaten eigene daoongetragen und wird seine aufrichtigen Be-! Kriegsschiffe für das Geleit der Transporte jur mühungen belohnt finden durch die Ausschaltung! Verfügung stellen, wenn Amerika wünsche, daß sein.
stonsstreben.
um für sich beizeiten
stehen. England konzentrierte Truppen an der 1hai>
ländischen Grenze, Australier mußten die Besatzung
Sinaapores verstärken und amerikanische Kriegs-
Wie man in Südamerika darauf aus ist, die sehr
ehr Sincppores verstärken und sich fduffe trafen in den Philipp für Franzosen in Jnbochma TI:
pinen ein, alles, um den
erheblichen englischen Kapitalinvestierungen an
Franzosen Dermittlur
iut zu machen, Japans
r Vermittlungsangebot abzulehnen in dem Glauben, i» daß eine Ausweitung des Krieges im ostasiatiscben . Raum unmittelbar beoorstehen und es keinen Sinn
Erst als es sich herausstellte, daß sich Japan durch
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habe, Positionen voreilig preiszugeben, die man vielleicht mit angelsächsischer Hilfe behaupten könne
Werke der Kampfwagen-, Munitionsjprengstofs- und Flugzeugindustrie. Die Flugzeugindustrie verfügt auch über mehrere Motorenwerke, die teilweise !u den größten Englands gehören. Don wehrwirt- chaftlicher Bedeutung ist auch die optische 3 n •
Die wichtige Hafenstadt Hüll gehört zu den englischen Häfen, die mit Nordeuropa, Deutschland,
Belgien und Holland einen sehr regen Verkehr unterhalten haben. Hüll, das ungefähr 300 000 Einwohner zählt, ist allen Deutschen, die als Kaufleute oder Seefahrer in die S'.adt tarnen, durch seins
land, das man als den vordersten Schützengraben im Kampf gegen die Diktatoren bezeichnet, mit ausreichenden Kriegsliefevungen zu versehen^ o.jn# die eigene Aufrüstung in Verzug geraten zu lassen. Ein Kopenhagener Blatt hat daraus hingewiejen,
Kriegsmaterial nicht den Meeresgrund betociere,. sondern gegen Deutschland verwendet werde. Dajnid wird also von England bereits gegen einen wesent«
läge von Stüs im A'lantik i1
nun einmal darstellen. Das wesentliche Hindernis ist ja der eigene Bedarf der Vereinigten Staaten, die selbst in gewaltiger Ausrüstung begriffen sind, wozu die vorhandenen Produktionsstatten keineswegs
britischen (Empire zu sichern, dessen Zerfall man auch in Washington trotz Englandhilfe kommen sieht.
Energie vertrat, aus dem angelsächsischen Bluff aber keine Tat erwuchs, lenkten die Franzosen ein
Trommelfeuer auf Glasgow und Hüll
Mil schweren und schwersten Bomben in der ersten Vollmondnacht des Monats März auf Großbritanniens zweitgrößte Stadt.
Von Kriegsberichter Peter Bohlscheid.
und machten die territorialen Zugeständnisse, die Jovan für notwendig hielt, um Thailands Ansprüche zu befriedigen und den Konflikt zu bereinigen. Die Uebernahme der Garantie für die Durchführung und Einhaltung des Friedensvertraqes durch Japan und die Verpflichtung der beiden Der- tvagskontrahenten, sich in keine irgendwie gegen Japan gerichteten Abreden einzulassen, sind sichere Bürgschaften für eine Stabilisierung des Friedens in einer Zone, die vor den Toren Sinoapores für -mtVo-arnerikanische Konspirationen geradezu prädestiniert schien. 3apan hat mit seiner Friedensoer-
sind die Vereinigten Staaten der schärfste Gegner einer Neuordnung Ostasiens unter japanischer Füh- rung. Sie unterstützen Tschicmg'aischek mit Waffen und Geld, wozu England schon lange nicht mehr imstande ist. Wenn die britische Diplomatie durch Lavieren eine Auseinandersetzung mit Japan hinausschieben möchte, so ist es Washingtons mauste und ungeduldige Begehrlichkeit, die den vorsichtigeren Engländer voranstößt. So mußte England, um in Washington gute Figur zu machen, die Burmastraße für Transporte nach Tschungking wieder offnen, und die letzte Verschärfung d"r Svannungen im pazifischen Raum durch die angelsächsischen In-
Kriegsschiffe, besonders schwere und schwerste Panzer platten, zur Verfügung. Nach der Schwerindustrie ist die Schiffsmaschinenbauin- d u st r i e charakteristisch für Glasgow, rund em Viertel der gesamten englischen Schiffsmaschinen- bau-Kapazität ist in Glasgow vertreten. Es werden Maschinen aller Art für Schiffe, vom U-Boot bis zum schweren Schlachtschiff, hergestellt.
Am Rande der Stadt und in allen Stadtgebieten
ifopunften auf den britischen Besitzungen ist ja nur der Auftakt zu einem Expan-
Eine prophetische Voraussage
Ein Bries der Königin Maria an Carol.
Bukarest, 15. März. (Europopreß.) Aus An- laß des 60. Jahrestages der Ausrufung Rumäniens zum Königreich wird die rumänische Regierung ben Abfchiebsbrief veröffentlichen, den Königin Mar a im Dezember 1925 an ihren Sohn, den fpäteren König Carol II. schrieb, als dieser damals al» Kronprinz auf den Thron verzichtete, um mit (einer jüdischen Geliebten, Madame L u p e s c u, ins Aus. land zu gehen. In diesem Schreiben hält die Königin ihrem Sohne vor, daß er alles gehabt habe, was Aum Glück notwendig fei: Reichtum, Ansehen, eine schöne und gute Gattin und einen kleine^ Sohn. Aber er verlasse jetzt seine Familie, seine Mutter und seinen schwerkranken Vater, weil er unter Liebe nur hemmungslose Sinnenlust verstehe. Er sei nicht würdig, über andere gelegt z u werden und der Führer eines Volke- zu fein. Er habe nicht nur seine Familie, sondern auch sein Land verraten. Der Brief schließt mit der prophetischen Voraussage, daß einst die Stunde kommen werde, wo er, Carol, allein und verlassen klagen werde.
Staatsminister Antonescu erklärte der Presse^ die» Dokument beweise, daß schon immer zwischen der Dynastie und dem rumcinstchen Volk Einigkeit darüber geherrscht habe, daß ein Mitglied des Königshauses sich nicht außerhalb der nationalen Interessen stellen dürfe. Tian veröffentliche dieses Dokument heute, um allen Behauptungen entgegenzu- Zutreten, daß zwischen den Schuldigen, die das Land verraten und verlassen hätten, und Rumänien noch die geringste Verbindung bestehe.
3n Sevilla hat die Polizei nunmehr die Wohnräume Exkönig Carols im Anda- lusia-Palast durchsucht. Dabei wurde nur Gepäck gefunden, und zwar mehrere Koffer. In einem davon entdeckte man 50 Steine, in einem anderen 80 Krawatten. Auch Zigarettenetuis und Feuerzeuge mit königlichem Wappen, die Carol zu verschenken pflegte, wurden gefunden.
Molotow auf einem Empfang des japanischen Botschafters.
Moskau, 14. März. (DNB.) Der japanische Botschafter in Moskau, Tatekawa, veranstaltete zu Ehren des jowjetrujsischen Regierungschefs und Außenkommissars Molotow einen Emp.ang, an dem auch die stellvertretenden Volkskommissare des Auswärtigen Wyschinski und L e s o w s k i sowie zahlreiche andere sowjetrussftche Persönlichkeiten teilnahmen. Es ist das zweite Mal, daß Molorow in der japanischen Botschaft zu Gast war. In Mos- kauer diplomatischen Kreisen betrachtet man diesen erneuten Besuch als einen Beweis für die fortschreitende Beruhigung der sowjet-japanischen Beziehungen.
zu bringen, gegebenenfalls als Bezahlung für Krieg lieferungen, und damit England, den bisher recht lästigen Konkurrenten, aus dem Südamerika- Handel auszuschalten, so wird aus dem anglo-ame- rikanifchen Zusammenwirken im ostasiatisch-pazi-
ber angelsächsischen Feinde einer Neuordnung Oft- afiens in einem Raum, der auch durch seine wirtschaftlichen Erzeugnisse, vor allem Kautschuk und Zmn, namentlich für die Vereinigten Staaten von großem materiellem Interesse war.
Im pazifischen Raum war das anglo-amerlka- nische Zusammenwirken also bislang wenig erfolgreich. Wie es sich im Atlantik abfplelen wird, muß die Zukunft lehren. Churchill hat zwar von der „riesigen finanziellen und industriellen Macht" der Vereinigten Staaten in den höchsten Tönen geschwelgt, aber er hat es wohlweislich vermieden, detaillierte Angaben über Art, Größe und vor allem Termin der Lieferungen zu machen, die er nun aus der Durchführung des Englandhilfe-Gefetzes erwartet Die Vereinigten Staaten haben ja schon bis heute geliefert, was sie nur immer entbehren konnten. Aber das war nicht grade imposant, jedenfalls nicht annährend ausreichend, um auch nur die Der- lüfte auszugleichen, die Englands Kriegswirtschaft und Versorgung selbst in den ruhigen Wintermona- ten hatte hinnehmen müssen. Daß dies nun plötzlich anders werden sollte, ist nicht anzunehmen, denn das Gesetz beseitigt zwar formale Schwierigkeiten, die einer tatkräftigen Englandhilfe entgegenstanden, keineswegs aber solche höchst realer Art, wie sie der Mangel an Schiffstonnage, an Schiffswerften, am geschulten Schiffsbaupersonal, ja selbst an Stahl
lichen Zusatz zum Englandhilfe-Gesetz Sturm gelaufen, der es verbietet, Geleitzüge durch Scbifft der amerikanischen Kriegsmarine begleiten zu lasten» und der amerikanischen Schiffen auch die Fahrt in die Kriegszonen untersagt. Deutschland hat keinen: Zweifel darüber gelassen, daß jedes Schiff mit Kriegsmaterial für England, das deutschen Schicen: vor den Bug kommt, torpediert wird. In Washington scheut man mit Rücksicht auf die Folgen, die ein Kriegseinhritt der USA, im Hinblick auf die Auswirkungen des Dreimächtepaktes haben müßte» eine solche Provokation, solange man sich in her eigenen Aufrüstung noch nicht am Ziel glaubt Daß Japan zu feinen Verpflichtungen stehen würde» darüber gibt man sich auch in Washington keln-rlec Zweifel hin. Des japanischen Außenministers M^t- suoka Reise nach Berlin und Rom zeigt ben Wunsch Japans, seine Treue zum Dreierpakt ostentativ flil unterstreichen unb mit ben Verbündeten alle Maßnahmen zu besprechen, bie dazu bienen können, eine Ausweitung bes Krieges zu verhindern, wie jedek Einmischung Dritter zu begegnen. Die Regierung ber Vereinigten Staaten weiß das unb wirb sich auch mit ihrer Englandhilfe danach einrirhten.
--1---•---- Dr. Fr. W. Lange.
DNB. .... 14 März. (P. K.) Die Dollmondnacht vom 13. zum 14. März 1941 wird für Englands zweitgrößte Stabt unvergessen bleiben: An diesem Tage lernte der Haupteinfuhr- und Derteilungs- Hafen Schottlands, Glasgow, zum ersten Male leit Kriegsbeginn bie ungeheure Schlagkraft massier- ter deutscher Luftangriffe kennen.
Zwischen Dämmerung und Sonnenaufgang legten zahlreiche Kampffliegeroerbände größere Teile der Hasen- unb Jnbustrieanlagen in Schutt und Asche. Die hellste Nacht dieses Monats — wie ein Hochofenfeuer strahlte der Vollmond die markantesten Ziele an — gab unseren Bombenfliegern alle Möglichkeiten zur Durchführung ihrer Vernichtungsaufgabe. Der verzweifelte Einsatz sämtlicher verfügbaren britischen Abwehrmittel, Nachtjäger in großer Zahl, sperreschießende Flakartillerie und lichtstarke Scheinwerferftraßen, vermochte nicht, ben (Erjolg ber deutschen Großkampsnacht in Frage zu stellen. Die Zerstörung wichtiger Objekte dieses überaus günstig zum Atlantik gerichteten Hafens ist nur ein Ansang. Wo unsere Bombenserien fallen, steht kein Stein mehr auf dem anderen. Hafen- unb Jnbustriedezirke, bie verschont blieben, sind das willkommene Angriffsziel kommender Großkampfnächte!
Der großartige Erfolg bes Dernichtungsfchlages gegen Liverpool-Birkenhead schwingt noch in unseren Besatzungen nach: in prächtigster Laune stiegen sie vor wenigen Stunden in ihre Kampfflugzeuge, bewußt jener tausendfältig drohenden Gefahren auf der weiten Anflugstrecke bis hoch hinauf zum Firth of Forth. Ausgedehnte Flugbesprechungen, gründliche Zielvorbereitungen gingen dem Start voraus. Noch vor Stunden hatten wir auf dem Uedungsplatz den gezielten Wurf aus ber Horizontale und im Sturzflug überprüft: Diese Doll- mondnacht mußte wieder hinhauen!
Wie oft sind wir fthon vor Monaten zum Einzel- angriff gegen bie Jndustrienester am Firth of Forth, an Clyde und Humber aurgeftiegen, wie oft sahen wir schon lobernde Brände im Herzen Schottlands! Dieje Stunden aber, ht denen bie lohenden Feuer stärker fein wollten, als die strahlende Helle
das überall hin feine Fühler ausstreckt, trigen gegen die Vermittlung Japans im Konflikt! .... beizeiten die fettesten Brocken aus dem zwischen Thailand und Jndochina verdankt Zweifels- (Erbe des britischen Empire zu sichern, dessen Zer-1 ohne ebenfalls amerikanischer Initiative ihr Ent-!
der östliche Versorgungshafen des großen mitteleng- lifchen Jndustriereoiers unb daher ein Gegenstück für den westlichen Versorgungshafen Liverpool. Die Einfuhr betrug nach dem heutigen Wechselkurs ungefähr 1,5 Milliarden, bie Ausfuhr 750 Millionen Reicysmark. Der Hafenverkehr ist also sehr beachtlich. Unter den englischen Hafenstädten rangiert Hüll unmittelbar hinter London unb Liverpool. Hüll besitzt elie umfangreiche Müh 1 enind- strie. Die Gewinnung von pflanzlichen Deien wirb im großen Maßstabe durchgeführt. Die Del- mühlen von Hüll haben sich aus der al'en Waloer- Wertungsindustrie entwickelt und sind die größten unb leistungsfähigsten in England Die Rohstoffe wurden aus Südamerika, Indien, Aegypten, Afrika unb der Mandschurei bezogen. Für bie Unterfahrt-
Es ist also so, baß trotz allen Reklamerummmel». den man aus ben schon angeführten begreiflichen Gründen in London um das Inkrafttreten des Eng- landhilfe-Gefetzes macht, sich praktisch vorerst nichts ändern dürfte. Es wird einer erheblichen Zeitspanne bedürfen, bis die amerikanische Kriegsindustrie in ber Lage fein wird, neben dem eigenen Bedarf erhebliche Lieferungen neuen Kriegsmaterials für England herzustellen. Dazu kommt als schwerste Sorge für England der Transport über den Atlantik, für Den ber britische Schiffsraum schon heute nicht annähernd hinreicht, da auch noch der Nachschub für die Wavell-Armee in Nordafrika sehr erhebliche Tonnage beansprucht unb die Verluste burch Einwirkung ber beutschen Kriegsmarine unb Luftwa fe nicht mehr einzuholen sinb. In der englischen Presse wird baher auch festgestellt, baß das Inkrafttreten des Englandhilse-Gefetzes keine unmittelbare tiefgreifende Aenderung der materiellen Lage herbei- führe, weil die Dinge, bie die Vereinigten Staaten entbehren konnten, bereits unterwegs feien. Deshalb wird auch schon bie weitergehende Forde-
der Dorfrühlingsnacht, wird niemand aus feinem Gedächtnis streichen tonnen. Die Spannung erreicht ihren Höhepunkt, als die ersten Sprengwolken der britifchm Flakartillerie vor dem Ziel in ber mond- klaren Nacht sichtbar werben. Für alle kommt kurz barauf ber Augenblick des genau abgezirkelten Wurfes. Merklich leichter wurden die Kampfflugzeuge, als sich die schweren Bomben lösten. Unten leuchten brandrote Kerne auf, im Entstehen begriffene Feuer, die sich schlangenförmig weiterfressen. Daneben verrichten zahllose fallende Bomben ein neues Zerstö- rungsroert. Im Feuerschein streben mehr als einmal schwarze dunkle Fontänen hoch: Explosionen gewaltigen Ausmaßes! Wo die schweren Brocken hinfallen — da ist jegliche Kunst eines Neuaufbaues vergeblich! Manch eine unserer Besatzungen hat sich auf dem An- unb Abflua mit b r i t i» schen Nachtjägern herumgeschlagen, manch einer wurde in eine wüste Kurbelei über See verwickelt, bis der Gegner nach heftigem Feueraefecht außer Sicht kam. Unzählige Einzelerlebnisse berichten nachher unsere Kameraden von diesem Turn an der schmälsten Stelle der Insel. Von mit Schein- werfern durch den Luftraum rafenben Jägern, von empfindlicher Kalte in großen Höhen, von dem seltsamen Blinken und Blitzen auf englischer Erde Ueberall unter dem blanken unb millionenfältig sprühenden Sternenhimmel lauert der Tod: In Gestalt von Ballonsperren, in überstark drohender Vereisung ... mit Scheinbränden versuchte ber Tommy bie butschen Bomber vom eigentlichen Ziel wegzulocken. Um so größer ist unsere Freude als wir erfahren, daß alle Kampfflugzeuge bereits ’bre Heimkehr angemeldet haben unb kurz vor ber Landung stehen. Der Angriff unserer Gruppe, in der „uralte Hasen" fliegen, ist ohne eigene Verluste durchgefuhrt worben. Kurz bevor wir den Gefechtsstand verlassen, erklärte ber Kommandant bes zuletzt gelandeten Kampfflugzeuges, solche Brände wie in Glasgow habe ich noch nie in meinem Le b e n gesehen .. .** Englands zweit- arößte Stadt hat die Wucht massierter deutscher Luftangriffe kennengelernt.
len Selbstbewußtseins bewahrt hat, das gerade dem Amerikaner gegenüber mit seiner jungenhaften Robustheit bisher zu allen Zeiten äußerst empfindlich war, so muß er sck sagen, daß es mit dem (Empire und seiner IBei.’eiöigungsfraft doch weit gekommen fein muß, wenn es seine Rettung genau wie vor einem Vierteljahrhunbert wiederum von ben Amerikanern erwarten muß, benfelben ^an* fees, bie man feit dem Abfall der 13 Kolonien in England mit Haß und Neid, Hohn und Spott verfolgt und denen man bei ihrem phänomenalen poli- tischen und wirtschaftlichen Aufstieg Steine in den Weg gerollt hat, wo man es immer nur konnte, f Der britische Dünkel hat schon manchesmal seine j wahre Meinung hinter unaufrichtigen Phralen ; verbergen müssen, um sich dann in ruhigen Zeiten j burch maßlose Ueberheblichkeit schadlos zu halten für bas, was man hatte hinunterfchlucken müssen.
Die Amerikaner freilich sind vergeßliche Leuste und mit im Weltkrieg so auch heute wieder empfänglich ' für eine Propaganda, die im Sinne der angel- ' sächsischen Solidarität und einer höchst vagen unb , irrealen demokratischen Staatsmoral mehr an ihr Gemüt als an ihren Dersianb appelliert. Sie sehen nicht ober wollen nicht sehen, daß dahinter nichts als jüdische Herrschsucht und britischer Eigennutz stehen, beide eng verbunden zum Rettungsversuch für ein System, das auf Not unb Knechtschaft ber Völker, auf Blut und Tränen bie Macht des Geldes . iirünbet. „Wenn ihr kleinen Leute Amerikas" — 1 o rief Senator Clark in ber hitzigen Debatte um 1 äe Englandhilf-Bill feinen Landsleuten zu — „unb ' eure Kmdeskinder für die nädyften hundert Jahre \ arbeiten müßt, um Zinsen für Milliarden und aber ' Milliarden zu zahlen, bie (Europas blutiger Krieg kostet, wenn ihr schuften müßt, nur um bie Habgier internationaler Finanzleute zu befriedigen, bann ■ werdet ihr wissen, was Kneg bedeutet." Es lebt 1 in ben Vereinigten Staaten noch bie gleiche Gene- ■ ration, die vor kaum mehr als zwanzig Jahren den ' Präsidenten Wilson fp entschieden desavouierte, als er, der als Prediger der demokratischen Freiheiten 1 unb bes Selbstbestimmungsrechts der Völker in ben * „Kreuzzug" gegen ben preußischen Militarismus ge- , zogen war, als geschlagener Mann nach Washing- 1 ton zurückkam, weil er nicht eines seiner Ideale ■ gegen den Siegerwahnsinn seiner Verbündeten hatte burchletzen können. (Es ist noch bie gleiche Generation in ben Vereinigten Staaten, bie zwei Jahr- 1 zehnte lang an ber bitteren Enttäuschung getragen hat, daß Amerikas Söhne nicht für eine bessere Welt, sondern für bie Stabilisierung bes Unfriedens und der Ungerechtigkeit in Europa gefallen waren. Es ist noch die gleiche Generation, bie noch heute unter den wirtschaftlichen Schwierigkeiten seufzt, die in der Beteiligung Amerikas am Mht- krieg ihren letzten Ursprung haben. Die Vereinigten Staaten sind zwar das größte Gläubigerland der Welt geworden, aber sie sahen sich nicht einmal in der Lage, die Zinsen für ihre Guthaben zu erhalten. Sie hatten zwar den weitaus größten Teil des Goldvorrates ber Welt gehortet, aber sie hatten ba- mit nur ihrem Außenhandel bas Grab gegraben und einer Millionenarbeitslosigkeit ben Weg bereist.
Aber die Erinnerung an all bas, was als ständige Warnung im Gedächtnis eines jeden Amerikaners stehen bitte, ist verblaßt vor den verlogenen Phrasen der jübisch-britifchen Propaganda, die alle Minen ber Vernebelung des Common sense springen ließ, um Rovsev"lt und seiner Clique ans Ziel zu verhelfen. „Dieselben gesellschafllichen Kreise wie 1917" — so kennzeichnete Senator Nye in ber schon ermähnten Debatte bieten Krieg-vropaanndarurnmel —, „dieselben Frauen, bilden Ausschüsse und veranstalten Dancings, um d?s Land zum Krieae aut» zunutschen. Längs der Atlantikküste herrscht bie gleiche Stimmung wie 1917. Diejenigen, die Roosevelt auf seinem Wege zum Krieg Widerstand feiftm, werden ebenso verleumdet wie damals. Gewisse Kreise ber Kirche schreien heute genau so nach dem Kriege wie 1917. In einem großen Teil der Preise findet man bie gleiche Kriegshetze, wie sie damals von Schriftstellern, Professoren und vom Kino betrieben wurde, wozu heute sich noch ber Rundfunk gesellt. Die Bankiers unb Finanzleute üben den gleichen probritifdrn Druck aus, unb man hört dieselben honigsüßen Warte für England." Soweit Senator Nye, der b»e Kriegshetze durchschaut hat, ber so viele seiner Landsleute zum Opfer gefallen sind. Roosevelts Kritiker wissen auch, baß ihm bie» |er Krieg nicht ungelegen kam, well er bie amerikanische Oeffentlichkeit von den allzu spürbaren Mißerfolgen seines New Deal nfalenft unb ihm Gelegenheit gibt, auf ber einen Seite burch eine riesige Ausrüstung ber amerikanischen Industrie Arbeit zu verschaffen unb zum anderen feinen Staatssozia- lismus voranzutreiben. So stehen sehr eigensüchtige innerpolitifche Interessen der Roosevelt-Clique hn Hintergrund der Englanb-Hilfe. Unb die außen- »olitischen Gedankengänge, die für so viele Politiker ber Vereinigten Staaten so bestrickend gewesen fein müssen, sind nicht weniger eigensüchtig, mögen sie sich auch in einem Schwall unaufrichtiger Phrasen tarnen. Denn Amerika gedenkt nicht noch einmal fein gutes Geld für die höchst zweifelhafte Ehre ferner Teilnahme an einem Kreuzzug für die b"mo- kratischen Ideale einzusetzen, um später zum Spott zahlungsunwilliger Schuldner zu werden. Der Krieg hat dem amerikanischen Imperialismus, der immer
Glasgow mit rund 1,1 Millionen Einwohnern bie zweitgrößte Stadt Großbritanniens, ift das wirtschaftliche unb besonders das industrielle Zentrum Schottlands. Diese Stadt ist sowohl als Ein- als auch als Ausfuhrhafen von großer Bedeutung, als auch als Standort der eifern schäftenden Industrie Englands.
lieber ben Hafen von Glasgow wirb ein. In- buftriegebiet von rund zwei Millwnen Einwohnern versorgt. So wurden im letzten normalen Friedensjahr über diesen Hasen rund 700 000 Tonnen Getreide und Mehl, rund 100 000 Tonnen Frischobst und Gemüse sowie rund 80 000 Tonnen Futtermittel eingeführt, ferner Schlachtvieh, Fleisch, Bacon. Butter und andere Lebensmittel. Für die Industrie wurden über Glasgow besonders Eisenerz unb Schrott — im Jahre 1937 rund 650 000 Tonnen — sowie Holz und Mineralöl importiert. Ausgeführt wurde über Glasgow besonders Kohle, Eisen, Stahl und Eisen- und Stahlerzeugnisse sowie Maschinen und Metalle. Die Größe und Bedeutung des Ha- fens von Glasgow kann man schon daran erkennen, daß er über rund 190 Kilometer Kai- länge verfügt. Daß Glasgow ein sehr wichtiger Stapelplatz für Lebensmittel, Verbrauchsgüter und industrielle Rohstoffe und Erzeugnisse aller Art ist, ersieht man aus dem großen Umfang ber Speicheranlagen, bie sich über 30 Hektar er» trecken. Neben diesen überbachten Speicheranlagen ind im Hafengebiet noch ausgedehnte Sager» lächen vorhanden, die nicht überdacht sind, wie z. B. für Holz mit zehn Hektar. Wehrwirtschaftlich besonders wichtig sind bie großen Tankanlagen für Erböl im Glasgower Hafengebiet.
Im Hafen gibt es groß« Verlabeanlagen, die an die zahlreichen Eisenbahnverbindungen zweier Eisenbahngesellschaften angeschlossen sind. Von besonderer weyrwirtschaftlicher unb rüstungswirtschaft- licher Bebeutung sind bie Werften unb Dock- an 1 agen von Glasgow. Die Werften sind so groß, daß auf ihnen neben Zerstörern, Minenlegern unb Kreuzern auch Flugzeugträger unb sogar Schlachtschiffe gebaut werden können. Die Dockanlagen von Glasgow sind modern aus- gerüstet und verfügen über Dampfkräne unb elektrische Kräne großer Leistungskraft. So gibt es im Hafen von Glasgow Kräne mit einem Hefaever- mögen von 175 Tonnen.
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an die Unterstützung heranreichten, die Nordamerika den Alliierten während des Weltkrieges geleistet hat. Die Zeitung sagt, damals habe die noruam-jri« j konische Flott« mit nicht weniger als 5 Schlacht' j schiften, 10 Kreuzern, 70 Torpedobooten zur Seite ... gestanden, auch bie riesige Minensperre, die die Nüchternheit, ja Häßlichkeit, ein fester Begriff. Aber, ^corbsee zwischen Norwegen unb ben Orkney-Jnseln die Hasenanlagen sind sehr gut ausgeböut. Hüll ist sperrte, sei mit einem Kostenaufwand von 400 Mil« lionen Dollar von Nordamerika geliefert worden. Heute dagegen beschränke man sich auf Lieferung entbehrlichen Kriegsmaterials, was vor allem bei den Schiffen ben Nachteil habe, baß fie überaltert unb baher In ihrer Verwendungsfähigkeit beschränkt feien. Zudem werde diesmal von Nordamerika kein« Bedienungsmannschaft gestellt, obwohl der Perso« nalmangel in England bereits kritisch zu werden beginnt.
Humber-Mündung liegt. Beide Hafenstädte haben
Im Glasgower Industriegebiet sind zahlreiche einen starken Anteil an ber englischen Küstenschiff. Hochofen unb Stahlwerke konzentriert.! fahrt, die von enormer wehrwirtschastlicher Beden- Rund ein Fünftel ber eisenschaffenden Industrie! tung ist, da die Eisenbahnen überlaftet sinb. In den Englands ist hier vertreten. Die Schlverindustne letzten Jahren haben sich an ber Humfaer-Mün- ber Stadt stützt sich auf die Kohle- und Eisenvor- < bung wichtige kriegswirtschaftliche Betriebe nieber»
fischen Raum immer mehr ein unbedingter Füh-
rungsanspruch ber Vereinigten Staaten, die ang?»«--i* |IU; yuuu»i«u«, v~D
sichts ber sich immer mehr offenbarenden Unfähig- die mllitärlfdjen unb propagandistischen Manifesta- feit Englands, seine Positionen in Ostasien unb in Honen der beiben angelsächsischen Mächte nicht einher Südsee selbst zu oerteibigen, bas Empire unb ’ schüchtern ließ unb feine Vermittlerrolle mit aller feine Dominions in ihr Schlepptau nehmen. " ‘ ““ K— «axnfx.- ’*


