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tim Sein oder Nichtsein des deutschen Volkes"

Gauleiter Sprenger vor der Gefolgschaft -er Ounlop-Werke in Hanau.

Gewissen". Ein schlechtes Gewissen ist immer ein Nährboden schlechter Gedanken. Und umgekehrt schreibt sich nach dem Umbruch daher unsere geistig­sittliche Ueberlegenheit, daß wir ein Ziel vor uns sahen und sehen, eine Aufgabe, an der wir Werk­leute sein müssen: die Befriedung unseres Erdteils, der die Wiege der menschlichen Kultur ist.

Aber die Engländer haben an dem Versailler Diktat auch in dem Sinn zu tragen, daß sie es sehr viel gekostet hat, ohne ihnen etwas einzubrin­gen. Sie haben auf den Schlachtfeldern in Flandern viele tüchtige und energische Menschen verloren. Sie konnten diesen Verlust nicht aufholen, weil auf der einen Seite kein ideales Ziel, auf der anderen Seite keine bittere Notwendigkeit neue Kräfte frei machte. Sie drehten sich im Kreise. Auch für sie war das Leben tn der Nachkriegszeit nicht so hoff­nungsfreudig und nicht so leicht wie vor Dem Welt­krieg. Der- alte gute Reichtum, der sich trotz aller auch da vorkommenden snobistischen Auswüchse noch boden- und volksverbunden fühlte, hatte einen sehr starken Knax bekommen.

Unzählige englische Landschlösser gingen in den Be­sitz von Amerikanern Konjunkturgewinnlern, Juden und Schiebern über. Aber die überkommenen Vorstel­lungen von dengesellschaftlichen Pflichten" blieben. Mochte auch eine Engländerin dieToilettenfrage" mit mehr Geschick als Geld lösen; die alte Hebung blieb doch, daß Söhne und Töchter schon bei ihrer Geburt für die kostspieligen Schulen antzemeldet mürben, deren Besuch für jedes Kind jährlich etwa 7500 RM. kostete. Hier entwickelte sich jene krasse Gegensätzlichkeit zwischenSein" undSchein", die so leicht das Denken der Eltern und der Kinder zerrüttet. In den mittleren Klassen mußte die Frau sehr häufig Mitarbeiten, um das äußere Ansehen stützen zu helfen. Die englische Frau war niemals eine gute Hausfrau. Das kam dazu. Aber sie war an sich nicht untüchtig. Häufig sogar reger und energischer als der Mann. Im Gegensatz zur Ame­rikanerin kennt auch die Engländerin kein so krasses Klub-Leben. Der Mann ist aber seinem Klub mit Leib und Seele verfallen. Aus diesen Gegensätz­lichkeiten erwuchsen Irrungen und Wirrungen, die sich leicht erraten lassen. Die unteren Schichten des englischen Volkes schließlich waren niemals an Liebe und Gemeinschaftsgefühl gewöhnt. Ihnen fehlte selbst das Gemeinschaftsgefühl des Exerzier­platzes und des Geistes der allgemeinen Wehrpflicht. Stattdessen gab es Predigten, Almosen und quen­gelnde Politikaster.

Weil England selbst in seiner Innenpolitik kein Ziel mehr aufrichten konnte, das das Leben lebens­wert machte, wurde nach ausländischen Vorbildern Ausschau gehalten. Der jüdische Einfluß in Presse, Rundfunk und Film war groß genug, die Lebens­kräfte des Nazi-Deutschlands abzublenden. Das Kriegs-Deutschland von 1939/41 war für Regierung und Volk in England eine maßlose Ueberraschung. Und so wurden sie reif, von Moskau her das Heil zu erwarten. Sie erwarten es auch von den USA. Nur von sich selbst erwarten sie es nicht mehr. Das ist die echte Bolschewisierung. Sie beginnt im­mer von oben! Dr. Ho.

Oer Wehrmachtbericht.

DNB. Aus dem Aührerhauptquartier, 13. August. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

3n der Südukraine verfolgen Infanterie­divisionen und schnelle Truppen des deutschen Heeres und der Verbündeten den auf die Häfen des Schwar­zen Meeres weichenden Feind. In scharfem Nach- drängen fügten sie den zum Kampf gestellten sow­jetischen Nachhuten große Verluste zu.

An den übrigen Teilen der Ostfront brachten Angriffe deutscher Truppen neue Erfolge.

Stärkere Kampfftiege'r verbände beleg­ten in der letzten Nacht wichtige Eisenbahnknoten­punkte im Raum westlich Moskau wirksam mit Spreng- und Brandbomben.

3m Kampf gegen die britische Versorgungsschiff­fahrt vernichteten Kampfflugzeuge am Tage bei den Faröer-3nseln zwei Frachter mit zusammen 14 000 VRT. und versenkten in der vergangenen Nacht vor der schottischen O st k ü st e ein Han­delsschiff von 5000 VRT. Erfolgreiche Nachtangriffe der Luftwaffe richteten sich ferner gegen Rüstungs­werke in Birmingham sowie gegen Hafen­anlagen von Great Jarmouth und Rams­gate. Andere Kampfflugzeuge bombardierten mehrere Flugplätze auf der 3nsel.

Bei dem im Wehrmachtbericht vom 12. August ge­meldeten Schnellbootvorstoß im Kanal wurde ein weiterer Dampfer von 4000 VRT. torpediert.

3n Nordafrika versprengten deutsche Zer- storerflugzeuge Kraftsahrzeugansammlungen des Feindes südostwärts S o l l u m. Bei einem Luft­angriff auf den britischen Flugplatz Abu Sueir in der Nacht zum 12. August wurden durch Vomben- lreffer große Brände und heftige Explosionen in hallen und Munitionslagern hervorgerufen.

Versuche der britischen Luftwaffe, am gestrigen Tage Westdeutschland und die Küste des besetzten Ge­bietes am Kanal anzugreifen, brachen in der deut­schen Abwehr zusammen. 3äger, Flakartillerie und Marineartillerie schossen hierbei 42 britische Flugzeuge ab. Eigene Verluste traten nicht ein.

Britische Bomber warfen in der letzten Nacht an verschiedenen Orten West- und Norddeutschlonds Bomben. Die Zivilbevölkerung hatte einige Verluste. Wehrwirtschaftlicher oder militärischer Schaden ent­stand nicht. Nachtjäger, Flakartillerie und Marine­artillerie schossen 16 der angreifenden britischen Bomber ab.

Gegenangriffe im nördlichen Frontabschnitt gescheitert.

Berlin, 13. Aug. (DNB.) Deutsche Truppen schlugen am 12.8. die von den Bolschewisten unter­nommenen Gegen a'n griffe im nördlichen Frontabschnitt unter sehr hohen Verlusten für die Sowjets zurück. 18 Panzer, darunter ein schwerer Panzerkampfwagen von 52 Tonnen, wur­den vernichtet. Im Gegenangriff nahm die deutsche Infanterie feuernde sowjetische Batterien im Sturm und erbeutete 14 Geschütze. Bei weiteren Kämpfen im gleichen Frontabschnitt mür­ben von den angreifenden deutschen Truppen zehn sowjetische Panzer und 32 Geschütze vernicht e t. Auch ein Angriff mit zwei Panzerzügen brach im zusammen ge­faßten Feuer der deutschen Einheiten zusammen. Die Panzerzüge konnten der Wir­kung der deutschen Waffen nicht standhalten, beide Züge blieben vernichtet auf der Strecke liegen.

NSG. Gauleiter und Reichsstatthalter Spren­ger sprach im Rahmen eines Betriebsappells zu der Gefolgschaft der D u n l o p ° W e r k e in Hanau. In packenden Ausführungen verdeutlichte der Gauleiter, wie in Deutschland der National­sozialismus ein für alle mal den Geist des Bolsche­wismus, den Geist der Zersetzung, kurz den Geist des Judentums ausgemerzt, und Mos­kau sein doppeltes Spiel auch dann noch weiter getrieben hat, als das Abkommen mit Deutschland getroffen war. Alles geschah in der Hoffnung, einst­mals nach dem Vernichtungskampf der europäischen Völker untereinander auf dem Chaos die erträumte Weltrevolution aufbauen zu können. Der Gauleiter zeigte dann, wie Deutschland stets das Ord­nungszentrum Europas war, solange das Reich bestand, solange das arisch-germanische Ele­ment führend war. Als -'wesensfremde Elemente aber den Religionskrieg heraufbeschworen und Deutschland im Westfälischen Frieden zerschlagen hatten, glaubte Frankreich auf dem niedergehalte­nen Deutschland seine Größe aufbauen zu können, allerdings ohne mit dem perfiden Albion zu rech­nen, das feinen Kampf stets gegen die jeweils stärkste Macht Europas richtete und im Laufe der Zeit Frankreich zu feinem Vasallen machte. Gleichzeitig aber baute England mit Raub und Mord sein Empire auf, um dessen Er­haltung es heute die Völker der Welt in

den Krieg zu Hetzen versucht. Wenn wir heute Moskau, London und Washington in treuerBrüderschaft" sehen, dann ist es der internationale jüdische ©eift, der diese Kriegsverbrecher eint. Wir wissen heute, was uns erwartet hätte, wenn die bolschewistischen Hor­den in unser Vaterland eingedrungen wären, und wir chissen auch, daß dieser Krieg der Krieg jedes einzelnen von uns ist, ein Krieg der deutschen Volksgemeinschaft um den Bestand Deutschlands und Europas. In der Erkenntnis, daß das deutsche Volk unter Führung Adolf Hitlers be­rufen fein wird, Europa vor dem Chaos zu retten, kämpfen heute die Völker Europas Seite an Seite mit uns um ihre Freiheit.

Dankbar erkannte der Gauleiter den Einsatz und den Opferwillen der deutschen Frau an. Und doch gibt es noch so manche Frau, die stundenweise einer Volksgenossin, die schon lange an der Werkbank steht, eine Freizeit verschaffen könnte. Auch einen solchen Austauscheinsatz gilt es zu schaffen. Wenn dann der Sieg errungen ist, stehen wir am Anfang einer neuen Zeit, da es gilt, im Neuaufbau die Kräfte zu messen, die Leistungen zu beweisen. Dann wird jene Neuordnung Europas kommen", so führte der Gauleiter unter dem stürmischen Bei­fall der Versammlung aus,deren Kern das Reich sein wird; jenes Europa, das nach deutschem Vor­bild ein neues Gesicht erhält!"

Smolensk.

Von unserer Berliner Schriftleitung.

Smolensk ist ein peinliches Kapitel. Aber dis Engländer können sich rühmen, ihre moralische Nie- derlage von Smolensk, die beinahe so grofc ist wie die militärische Niederlage der Armee des Sowjetmarschalls Timoschenko, durch eine fabel­hafte Entdeckung ausgeglichen zu haben. Die eng­lische Presse stellt nämlich im Ton des gut infor­mierten Mannes fest, daß Generalfeldmarschall do» Rundstedt, der den deutschen Südflügel komman­diert, im Geruch steht,auf das Ganze zu gehens Also: London ist glänzend informiert.

Diese gute Information kommt nicht von unge­fähr. Dieser Tage sagte Duff Cooper, der ehemalige: Jnformationsminister, der sich auf einer Reife nach, dem Fernen Osten befindet, auf eine Frage der Reporter nach der Stimmung in England:Die Stimmung ist z u g u t." Tatsächlich h»»t der Aus» bruch des Ostfeldzugs auf die Engländer gewirkt: wie die Oase auf den Wüstenwanderer: nach all den Fehlschlägen endlich ein großer Bundesgenosse, mit dem sich der Krieg ohne allzu großen eigenen eng­lischen Einsatz gewinnen ließe! Und nun droht die: große Enttäuschung.

Darum wollten die Engländer den Fall vosi. Smolensk nicht wahr haben. Sie fürchteten den Rückschlag auf die englische Stimmung. Odessa unbi Nikolajew sind aber noch vielmehr Blickfang für das echt englische Denken als Smolensk. Als großd Hafenstädte sind sie für viele Engländer ein Be­griff. Außerdem sind sie dem englischen Empfinden: durch den Krim-Krieg näher gebracht, in dessen. Verlauf die englische Flotte beide Städte bombar­dierte. Das ist zwar schon fast 90 Jahre her, aber solche Erinnerungen halten sich immer im Volks« bewußtsein. Bei dem Kampf um Smolensk konnten, die Engländer noch hoffen, daß es sich um ein ort- lich begrenztes Unternehmen handele, wo es auf eine Lüge mehr oder weniger, nicht ankomme. Bei Odessa und Nikolajew ist jede Vertuschung van vornherein sinnlos. Da muß Laut gegeben werden. Und darum wird in so scharfem Gegensatz zu Smolensk das englische Publikum sanft vorbereitet,, damit der Sturz aus allen Himmeln der Freude über den neuen Bundesgenossen, der sich für Eng­land opfere, nicht allzu unsanft werde.

Es gibt noch einen anderen triftigen Grund füj die offen ausgesprochenen Besorgnisse um Odessa. Die Engländer beschwören die Kreml-Leute, einen geordneten" Rückzug über den Dnjepr anzutreten, um wenigstens das wichtige Kohlengebiet am Donez zu schützen. Sie geben sich gleichzeitig Rechenschaft, daß die Sowjetunion nach dem Verlust ihrer befb ausgerüsteten Armeen stärker denn je auf amerti konische Zufuhren angewiesen sind. Außerdem ver­lang Stalin sehr energisch, daß die so oft verheißene Materialhilfe Englands und der USA. nun allmäh­lich gegenständlich werde. Offen sagt der englische Sprecher, es müsseeine faire Aufteilung" des« stungsbedarfs oorgenommen werden. Und fährt fort: Das bedeutet, daß wir sehr viel, weniger bekommen werden, und daß wir dementsprechend selbst mehr erzeugen müssen". Hier also liegt der Hase im Pfeffer. Jener rosarote Optimismus, der England am 22. Juni befallen hat, kann leicht die Anspannung für die Kriegserzeugung vermindern. Dieser Gefahr soll vorgebeut werden. Darum das Abdrehen vom Hosiannageschrei über Smolensk zur bänglichen Frage nach dem Schicksal von Odessa und Nikolajew.

gegen Japan operieren durch Annahme des eng­lischen Schutzes.

Knappe Mehrheit für Oienstverlängerungsvorlage in USA.

Washington, 13. August. (Europapreß.) Am Dienstagabenb wurde vom Repräsentanten­haus der Vereinigte^ Staaten in endgültiger Form die Vorlage über dlePerlängerungder Militärdienstzeit um 18 Monate ange­nommen. Die Annahme erfolgte mit 203 zu 202 Stimmen. Ferner ist die Klausel aufgehoben, daß nie mehr als 900 000 Mann gleichzeitig zum Heeres­dienst in den Vereinigten Staaten aufgerufen wer­den dürfen.

Britische Spähtrupps vor Tobruk zurückgewiesen.

Berlin, 13. Aug. (DNB.) Die vorgeschobenen deutsch-italienischen Truppen wiesen in der Nacht zum 11. 8. einige britische Spähtrupps, die sich im Schutze von Panzerkampfwagen dem festen Ring zu nähern versuchten, zurück. Die Briten erlitten Verluste an Toten und Verwundeten.

Kleine politische Nachrichten.

Die von der motorisierten Kolonne des italien» scheu Expeditionskorps eingeleitete Aktion an bet ukrainischen Front verläuft, wie Stefani meldet weiterhin planmäßig.

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In Ostafrika Artillerie- und Spähttupptätia» feit in den Abschnitten von Uolchefit und Cul« q u a b ert. Britische Flugzeuge griffen Gondat und Azozo mit Bomben und Maschinengewehr« euer an.

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Ein unter dem Befehl von Korvettenkapitän Francesco Murzy im Atlantik operierendes U-Boot versenkte den englischen DampferMacon" und den TankerHornshell" mit zusammen 17 272 Tonnen.

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Professor Karl Burckhardt und Eduard von Haller vom Internationalen Roten Kreuz in Genf haben mit dem Präsidenten des Deutschen Roten Kreuzes in Berlin die Betreuung von Kriegs­gefangenen im Osten besprochen und auch ein Läget mit mehreren tausend sowjetischen Kriegsgefangenen besichtigt.

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Der Führer hat dem o. Professor Dr. Friedrich K u t s ch e r in Bad Tölz aus Anlaß der Vollenduna eines 75. Lebensjahres in Anerkennung seiner wist entschaftlichen Verdienste um die physiologische Chemie die Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft verliehen.

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Aus Anlaß der vor Jahresfrist vollzogenen Grün- düng des Arbeitsbereiches der NSDAP, im Gene­ralgouvernement findet vom 15. bis 17. August ein Tag der NSDAP, des Generalgouvernements in Krakau statt. Reichsleiter Dr. Frank, Reichsorgoni« ationsleiter Dr. Ley, Reichsfrauenführerin Scholtz- Klink, der Stabsleiter des Reichspressechefs, Reichs« Hauptamtsleiter Sündernzann u.a. werden spreche^

Tokio, 13. Aug. (Europapreß.) In der bri­tischen Kronkolonie Hongkong macht sich, wieNichi Nichi" aus dem benachbarten portugiesischen Macao berichtet, eine immer mehr zunehmende england- feindliche Stimmung bemerkbar. Nicht nur unter der chinesischen Bevölkerung, sondern auch in der indischen Kolonie. Aus diesem Grunde seien auch die auf die Dauer von einer Woche vorgesehenen großen Luftschutzübungen schon nach zwei Tagen abgebrochen worden. Die Verdunkelungs- Übungen seien von den englandfeindlichen Bevölke­rungsteilen dazu benützt worden, antienglische Plakate in chinesischer und indischer Sprache an- zuschlagen. Hongkong biete ein Bild mit ausgeprägt kriegerischem Charakter. In ununterbrochener Tag­ung Nachtarbeit würden jetzt, nachdem die Befesti­gungsanlagen Hongkongs ausgebaut und mit Ge­schützen aller Art bestückt feien, die Luftschutz­bunker fertiggesiellt. Flugzeuge und Kriegsschiffe seien im Bereich der Festung ständig auf Patrouille und trügen so zur Erhöhung der Kriegsstimmung bei. Durch die Minensperren seien in den letz­ten beiden Monaten etwa 1 00 Fischerboote gesunken, etwa 500 Menschen hätten ihr Leben lassen müssen. Die Behörden forderten von den Einwohnern zwangsweise die Einlagerung von Nah- rungsmittetn und Brennmaterial. Die Japaner hät­ten sämtliche Frauen und Kinder der Kolonie Hong­kong nach Kanton evakuiert. Die Männer und einige Formosaner würden vorläufig in Hongkong bleiben.

Die in englischem Besitz befindliche Hongkong- Schanghai-Banking-Corporation hat den Beschluß gefaßt, sich gänzlich aus Fernost zu­rückzuziehen. Die Bankfilialen in Hanoi und Haiphong haben bereits Mitte Juli ihre Finanz­transaktionen eingestellt. Mit größter Beschleuni- gung wird die Einziehung von weiteren 27 Filialen der Bankfirma in Fernost betrieben. Die Bank hofft, die Kapitalguthaben retten zu können. Das gesamte Personal und die Guthaben sollen nach Au­stralien und Singapore übergeführt werden.

Mordanschlag

auf den japanischen Minister Hiranuma

Tokio, 14. Aug. (DNB. Funkspruch.) Der Mi­nister ohne Portefeuille Baron h i r a n u m a , der im zweiten Kabinett Konoye Innenminister war,

Marschall Main an das sranzösischeVolk

Mitarbeit auf einem in sich ausgesöhnten Kontinent.

Vichy, 13. Aug. (DNB.) Der französische Staats­chef Marschall P 6 t a i n hielt eine Rede, in der er eingangs das französische Volk zur Ruhe und Di- sziAin aufforderte. Er wandte sich hierbei besonders gegen den britischen Rundfunk und einige Zeitun­gen, welche Verwirrung in die Gemüter zu tragen versuchten, gegen diejenigen, die ihre persönlichen Interessen den ewigen Interessen eines Freimaurer­staates untergeordnet hätten oder die Interessen des Vaterlandes den Interessen des Auslandes unter» ordneten, und gegen die politischen Parteien, die vom Revanchedurft beseelt seien. Die B e z i e h u n gen Frankreichs zum Reich seien durch den Waffenftillstandsvertrag umrissen. Pötain betonte, daß er die Bedingungen der Zusammenarbeit, die der Führer im Oktober 1940 Frankreich angeboten habe, als großes Entgegenkommen empfunden habe. Die Zusammenarbeit sei eine Arbeit auf lange Si cy t und habe noch nicht alle Früchte zeitigen können. Frankreich wolle versuchen, die schwierige Erbschaft des Mißtrauens, die Jahrhunderte hin­durch zu Meinungsverschiedenheiten und Streitfäl­len geführt habe, zu überwinden, um sich nach der wetteren Perspektive zu orientieren, die Frankreich eine neue Tätigkeit auf einem in sich ausgesöhnten Kontinent eröffnen könnte. Das sei das Ziel, auf welches Frankreich zusteuere. Die deutsche Regie­rung sei von anderen Aufgaben beansprucht, gigan­tischen Ausgaben, die sich im Osten mit der Ver­teidigung der Zivilisation befassen und die das Ge­sicht der Welt ändern könnten. In bezug auf Ita­lien würden Frankreichs Beziehungen ebenfatts von den Bedingungen des Waffenstillstandsvertra­ges gelenkt. Auch hier fei es der Wunsch, halt­bare Bindungen einzugehen, ohne welche die europäische Ordnung sich nicht aufrichten lasse. Zum Schluß wandte sich Marschall Petain gegen den Teil der amerikanischen Presse, der Frankreichs Lage kein Verständnis entgegenbringe. Man könne erwarten, daß die Vereinigten Staaten das Schick­sal einer Nation begreifen, deren Wohlstand durch die Zerbrechlichkeit eines Europa gestört wurde, an dessen Wiederaufbau Frankreich sich heute zu be­teiligen gedenke.

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Die Pariser Zeitungen stellen fest, daß ganz Frankreich hinter dem Marschall stehe. ' Gestern Morgen sei jeder Franzose mit mehr Mut, Ver­trauen und gutem Willen zur Arbeit gegangen,

Spannungen in Hongkong.

schreibtPetit Parisien", dies sei die beste Antwort, die der Marschall auf feine Botschaft vom franzö­sischen Volk erwarten könne.Aujourd'hui" sagt, nach der Initiative des Marschalls werde den Machenschaften der Hauptschuldigen am Kriege end­lich ein Ende gesetzt. Mehr denn je stehe das Land einmütig hinter seinem Chef.Cri du Peuple" be­tont, daß die öffentliche Meinung ungeduldig di^ von Marschall Pötain angekündigten Maßnahmen erwarte.

Llmbildung des französischen Kabinetts.

Vichy, 13. Aug. (DNB.) Auf Grund der Be­ratungen der Regierung sind drei neue Mini­sterien geschaffen worden, und zwar ein Mini­sterium für die nationale Verteidigung, das vom stellvertretenden Ministerpräsidenten Dar» l a n übernommen wird, sowie zwei Staatsministe­rien, die dem bisherigen Staatssekretär in der Vize­präsidentschaft, Mo isfet, und dem engeren Mit­arbeiter des Marschalls P6tain in dessen Kabinett, Ro mi er, übertragen worden sind. Ferner mürbe' der Ministerrat auf acht Mitglieder erweitert. Ihm werden in Zukunft angehören: Der stellver­tretende Ministerpräsident und Minister für die nationale Verteidigung, Außen- und Marinemini- fter, Flottenadmiral D a r I a n , Kriegsminister Ar­meegeneral Huntziger, Justizminister Barths- l e m y, Innenminister P u ch e u, Finanz- und Wirt­schaftsminister Bouthillier, Landwirtschafts- minifter Caziot, sowie die beiden neuernannten ©taatsminifter Moisset und Romier.

Neugeschaffen wurde ferner an Stelle des bis­herigen Generalsekretärs für Informationen ein Generalfekretariat für Informationen und Propa­ganda, das dem bisherigen Generalsekretär in der Vizepräsidentschaft, Marion, übertragen wurde. Das 23erforgungsminifterium, das vor einigen Wochen vom Landwirtschaftsminister C a z i o t über­nommen worden war, ist dem Präsidenten der Handelskammer von Lyon, Charbin, über­tragen wotden. An die Stelle des bisherigen Staats­sekretärs für Gesundheit und Familie, Cheva­lier, tritt der bisherige Generalsekretär für Ge­sundheit und Familie, Dr. Huard.

wurde heule bei einem Allenlal verletzt Der Allenläker war gewaltsam in die Wohnung des Ministers eingedrungen und hat hiranuma durch einen Revolverschuß im Genick getroffen. Der Täter ist 33 3ahre alt. Lr heißt Nachiki Nischiyama und stammt aus dem Dorfe Nakawa bei Lchimonoseki. Die Polizei nahm ihn kurz nach dem Attentat fest, lieber die Motive des Anschlags ist bisher noch nichts bekanntgegeben worden.

Thaitan-

lehnt LlGA.-Hilfe ab.

Tokio, 13. Aug. (DNB.) Dom ei berichtet aus Bangkok, der thailändische Ministerpräsident Luang Pibul Songgram habe den Vorschlag militärischer Hilfe, den ihm der USA.-Gesandte Hugh Gladney Grant unterbreitete; abaelehnt. Grant habe ge­fordert, daß Thailand seine japanfreund­liche Haltung au f g eb e n solle. Als Gegen­leistung habe er ein Angebot militärischer Hilfe der Bereinigten Staaten an Thailand unterbreitet. Mi» nifterpräfibent Songgram habe daraufhin wieder­holt, daß Thalland a n f e i n e r ft r i f t e n Neu­tralität auch weiterhin f e st h a l t e n werde und die Angebote militärischer Hilfe dankend ablehne.

Zu einer Anfrage im thailändischen Parlament, ob die Regierung den Abschluß eines Pak- tes mit England erwarte, und der ver­neinenden Antwort des Ministerpräsiden­ten, erklärte eine politische Persönlichkeit Thailands: Durch Angebot bewaffneten Schutzes für Thailand machte England den Versuch, die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Japan und Thailand zu stören. Wenn Thailand sich der Wirtschaftsblockade gegen Japan anschließen wurde, könnte Japan dem nicht zusehen. Das ist der Grund, weshalb Thailand seine Neutrali- t ö t aufrechterhält. Trotz der Angebote, Thailand zu beschützen, muß gesagt werden, daß Thailand sich nicht wie die Philippinen, Malaya ober Burma be» honbeln lassen wird, denn wir sind nicht bie Sklaven Englands ober der USA. Thai- fanb wirb mit keiner Nation einen Vertrag schlie­ßen, um diesem Land besonbere Vorteile' zu ge­währen Wir müssen aber wissen, wer unser wirk­licher Freund ist. Deshalb sollte Thailand nicht