perialismus der Vereinigten Staaten! Ratzel legt feine Wurzeln bloß in der altväterlichen Mahnung: „Öo west, young man, and gros up with the country!“ Doch kann er sich nicht enthalten, sogleich die Frage aufzuwerfen: „Nun, dieses 'Aufwachsen mit dem Land, was ist es als ein innigeres Zusammenwachsen mit dem Land? Das kann aber nur stattfinden, wenn die Seele sich ausweitet, um fähig zu sein, die weiten Räume zu umfassen." Für diese Forderung beruft er sich auf den Philosophen Ralph Waldo Emerson, der offenbar von ähnlichen Sorgen erfüllt war, wenn er verlangte: „Sorget, daß die Größe dieser Natur in euren Werken sei!" Das bedeutet, daß die Seelen nicht mit Territorien, Gold oder Weizen abzuspei- sen sind. Klagt nicht heute die verantwortungsbewußte Presse Amerikas ein ähnliches Leid?!
Ratzel hat schon damals den tieferen Grund für diese Entwicklung erkannt: „Vor die Aufgabe der Erfüllung und Ausbeutung eines weiten Raumes gestellt, droht ein Volk ein großer wirtschaftlicher
Ausbeutungsorganismus zu werden, dessen Lebensäußerungen das wirtschaftliche Bestreben ganz durchdringen. Von den Nordamerikanern hat man gesagt, nur die Religion teile sich mit der Erwerbsarbeit in die Interessen des Volkes." Kann man heute anders oder zutreffender urteilen? Die letzte Deutung des Wesens der Amerikaner gibt Ratzel in Ziner Aeußerung, die beinahe jeden Tag jetzt ihre Bestätigung erfährt: „Es ist die alte Völker- krankheit der «elbstbelügung, an der sie leiden. Den Keim dazu in einer Stärke, die sonst selten vorkommt, haben die Engländer auf sie übertragen. Sie täuschen sich mit einer solchen Hartnäckigkeit und mit soviel Scharfsinn über ihre Fehler weg, daß diese auf Selbstbelügen beruhende Selbstgerechtigkeit ihnen längst in Fleisch und Blut übergegangen ist. Und da sie in demselben Maße andere Völker tiefer stellen, wie sie sich selbst erheben, laden sie den Haß aller nahen und fernen Nachbarn auf sich-'
Mer britische Schiffe mit 27700 MT. versenkt.
Oer Wehrmachiberichi.
DRB. Aus dem Führerhauptquartier, 12. Dezember. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
An der Ostfront fanden auch gestern nur örtliche Kampfhandlungen statt.
3m Atlantik versenkten deutsche Unterseeboote vier britische Schiffe mit zusam- men 27 700 BRT.» darunter einen großen Tanker. Außerdem wurden zwei Dewachungsfahrzeuge und ein Tanker durch Torpedotreffer schwer beschädigt.
wirkungslose Störangriffe der britischen Luftwaffe richteten sich am gestrigen Tage gegen den Raum der Deutschen Bucht, in der vergangenen Rächt gegen Rord- und Westdeutschland, hierbei
wurden zwei feindliche Bombenflugzeuge abgeschossen.
3n Rordafrlka gehen die Kämpfe weiter. Verbände der deutschen und italienischen Luftwaffe zersprengten Panzer- und Kraftfahrzeugkolonnen der Briten. Bei den sich entwickelnden Luftkämpfen schossen deutsche Jäger sechs feindliche Flugzeuge ab. Deutsche Kampfflugzeuge bombardierten in der letzten Rächt den Hafen von Tobruk und Lisenbahn- ziele bei S i d i B a r a n i.
3n der Zeit vom 3. bis 9.12. verlor die britische Luftwaffe 69 Flugzeuge, davon 34 im Mitte l m e e r und Rordafrika. 3n der gleichen Zelt gingen im Kampf gegen Großbritannien achtzehn eigene Flugzeuge verloren.
Diese Arbeit und dieses Waschpulver Hilst die Nacht Ihnen sparen. Das kurze Einweichen genügt nämlich nicht, um den Schmutz gründlich zu lockern. Deshalb ist es wichtig, daß die Wäsche die ganze Nacht über in der Einweichlösung liegt. Fe gründlicher und je länger eingeweicht wird, um so bester quillt die Sewebefaser auf. Dadurch zerspringt die Schmutzkruste, und der größte Teil des Schmutzes löst sich aus der Wäsche. Da- Hevcde wird dabei weit- gehend geschont»
Nian soll auch die Wäsche niemals gleich au» dem Einweichwasser in den Waschkessel tun* Spülen Sie sie erst in klarem Wasser aus, damit der noch lose daran hängende Schmus sich entfernt 1 Fe besser gespült wird, um ffr weniger Waschpulver brauchen Sie zunv Kkurwaschen.
Nach so gründlichem Einweichen genügt eö übrigens, die Wäsche langsam zum Kochen zu bringen und sie dann etwa 15 Minuten ziehen zu lassen.
Geheime Kräfte in der Nacht?
Warum wollen Sie nicht die Nacht zu Ihrer Helferin machen? Während Sie schlafen, kann die Nacht für Sie arbeiten, heimliche Kräfte können beim Waschen für Sie wirken. Schon nachts kann sich viel Schmutz in der Wäsche lockern. Diele Frauen wissen bas nicht. Sie weichen erst am frühen Morgen ein, rubbeln und bürsten die Wäsche vnd lvasKevsuch noH yüt
velt seine angeblich „freie jüdische Presse jahrelang in Freiheit dressiert, hemmungslos auf die Volker losgelassen hat, um sie durch eine maßlose Lügenslut zu täuschen und in den Krieg zu Hetzen, fängt dieser wilde Freiheitsapostel jetzt, wo ihm selbst das Wasser am Halse steht, damit an, seiner Presse den Maulkorb umzuhängen.
reien. Die Chinesen behaupten aber, daß es unter den Miaotzu noch Stämme gibt, die sich von Rohkost nähren und in Höhlen wohnen.
Die Kultur des Fernen Ostens ist also aus einer Mischung verschiedener Kulturrichtungen entstanden, wobei der Norden in Philosophie und Schrifttum der gebende Teil wurde, die Mitte in Dichtkunst und Malerei und der Süden im Kunsthandwerk. Ueber- dies tritt die höhere Kultur dort am stärksten hervor, wo die Menschen am dichtesten siedeln und die Verkehrsmöglichkeiten am leichtesten sind.
Mit dem Europäer sind westliche Strömungen eingedrungen. Daß diese in ihrer Auswirkung ganz bedeutende Ausmaße angenommen haben, sieht schon jeder Durchreisende an dem eigenartigen Gegensatz des modernen, europäisierten Baustils in den Großstädten Ostasiens zu dem alten einheimischen, der viel schroffer ist als der in Europa sichtbare zwischen Mittelalter und Neuzeit. Diesen sichtbaren Zeugen fremder Kultureinslüsse entspricht auch eine Umbildung der geistigen Schulung, wobei man sich bemüht, das alte geistige Erbgut beizubehalten und möglichst nur dem zivilisatorischen Teil der westlichen Gesamtkultur Eingang zu gewähren; also Sitten, Gebräuche, überkommene Religionsformen und Anschauungen gegen Zersetzungsversuche zu ver- leidigen und fremde Einflüsse abzuweisen, die praktische Anpassung an eine neue Umwelt aber vorwärtszutreiben.
stehen! Denn mir 1 Presse frei von all den
„Lieber der Freiheit -ie Verantwortung."
Reichspreffechef Or. Dietrich hielt eineRede bei Eröffnung des neuen Instituts zur Erforschung des internationalen Pressewesens in Wien.
Kulturgestaltung Ostasiens.
' Von Dr. Friedrich Otte, ehem. Professor an der Reichsuniversität Peking.
Hmiptsckrtftletter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Etellvertreter M PmwtschriftleiierS: Ernst Blumichetn. Berantwortlich für PoltM und Bilver: Dr. ftt. W. Lange: für da« Feuilleton: Dr. Han« Thyriot, für Stabt Glesien, Provin», Wirtschaft u. Sport: Ernst Blumsüietn^
Druck und Verlag: Brühlsche Universttütsdruckerei R. Lange K.G. Ber aaSletter- Dr.-Fng. Erich Hamann: An,eigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel Pl.Nr.6.
Wirklichkeitssinn man ehemals rühmte, heute In einem Wahn und einer Wolke von Illusionen lebe. In England wird die Nachrichtenpolitik nicht nach dem Maßstab der Wahrheit gemessen, sondern in England gilt das Wort: Die Nachrichtenpolitik ist eine Funktion der britischen Kriegführung. Eine Untersuchung der Nachrichtengebuna der englischen Pu- blikationsorgane in den letzten Jahren hat die ungeheuerliche Tatsache ergeben, daß 7 2 v. H. aller in Englandausgegebenen Nachrichten auf politischem und militärischem Gebiet Falsch- melbun ge n'firtb. Die 28 v. H. damit vermischten Nachrichten dienen nur dazu, die 72 o. H. Lügen dem Publikum glaubwürdig erscheinen #u lassen. Die wenigen wahren Nachrichten, soweit sie günstig für die Gegner Englands sind, werden nur einmal verbreitet. Der Lügen dagegen bemächtigt sich ein Heer von sogenannten „militärischen Sachverständigen", ..politischen Kommentatoren" und „diploma- tischen Mitarbeitern", die eine einmal durch irgendeinen Kanal in die Welt gesetzte Lüge nach allen Regeln der jüdischen Regie auswalzen und br.eit- treten.
Das Volk der Vereinigten Staaten ist das jüngste Opfer auf der Schlachtbank der jüdischen hehpresse. Roosevelt hätte sein blutbeflecktes Werk der Völkerverhehung nicht vollbringen können, wenn ihm nicht die sogenannte „freieste presse" der well ein allzu williges Werkzeug für seine Lügen, feine Fälschungen und Täuschungen gewesen wäre. Mit den unsaubersten Methoden und verderblichsten poll- tischen Mitteln haben die pressejuden Roosevelts die öffentliche Meinung in den USA. fast bis zur Hysterie emporgcpeitfchk, politische Unwissenheit und Wahnvorstellungen erzeugt und die Vernunft des amerikanischen Volkes in einem Meer von Phrasen ertränkt, bis es gegen feinen willen nun endlich auch im Kriege steht. 3n dieser Tragik des Volkes der Vereinigten Siaaten findet das völkerverderbende wirken der „sogenannten Pressefreiheit" seinen beispielhaftesten Ausdruck.
Und nun erleben wir ein Schauspiel, das verdient, lestgehalten zu werden. Roosevelt, der zu einer Zeit,' als er selbst noch außerhalb des Krieges stand und die anderen mit seiner „freien Presse bineinhekte und uns unaufhörlich der Unterdrückung der Pressefreiheit beschuldigte, tritt jetzt, nachdem er selbst im Kriege steht, als Verkünder der schärfsten ^ff£<^£nfur jOntiifw niif Norhdem Roose-
Rach mehr als einer dieser Richtungen hin bildet das ganze Ostasien seit 1200 Jahren etwa ein immer einheitlicher gewordenes Kulturgebiet. Es steht fest, daß der Wesenskern dieser Kultur die chinesische Schrift- und Benehmenskultur war und ist. Soweit nachweisbar, hatte sie ihren Ursprung im Weitale in Scheust in Nordchina. Der Wei-Ho fließt in den Hoang-Ho, den Gelben Fluß. Diese Kultur war Bauernkultur mit tiefernstem Untergrund an Sitten und Gebräuchen. Sie übertrug sich auf die nordchinesische Loeßebene, die bereits um 200 v. Ehr. kultiviert wurde, und verlagerte ihren Schwerpunkt mehr nach dem Osten, nach Schantung. Demnach ist das Becken des Hoang-Ho der Ursitz der ostasiatischen Geisteskultur. Dann wurde das Tal des Pangt- jeliang einbezogen. Seit der Sungzeit, ab 1000 v. Ehr., wird es der Hauptsitz der ostasiatischen Kulturwelt mit dem Schwerpunkt an der Pangtsemün- bung. Dom Hoang- und Pangtsegebiet wandert diese Kultur um 800 n. Ehr. nach Japan hinüber, nachdem schon ab 400 die Bilderschrift der Chinesen dort übernommen war. Auch Korea und die Südmandschurei gerieten früh schon in ihren Bann. Nach Süden hin weitet sie ihren Geltungsbereich ab 200 v. Chr., langsam bis Tongking hin aus. In die übrigen Teile Hinterindiens, nach Tibet und der nördlichen Mongolei hin, ist sie jedoch nicht gedrungen. Im Süden und Westen stieß sie auf die völlig anders geartete indische Kultur, die sich vermutlich bereits ab 100 v. Chr. in Ausstrahlungen bis nach China hin bemerkbar gemacht hatte, und zwar in der Form der religiös gebundenen buddhistischen Lehre; das sichtbarste Zeichen dieser Lehre ist der mit ihr langsam eindringende steinerne Baustil der Tempel und die Bildhauerei. Hierdurch entstehen ^Schichtungen und Verschmelzungen, wobei das Fremde, wie auch anderswo in der Welt, das Einheimische vorübergehend, zum mindesten in den Oberschichten der Bevölkerung, gefangen nahm. Das war auch in Japan der Fall. Auch der Buddhismus, in der Abart des Mahayana wirkt verbindend in Ostasien. Die Nordmongolen verfielen völlig dem Lamakult. Die Blütezeit dieser übernommenen Kulturrichtung fallt in das 7. und 8. Jahrhundert. In diese Zeit fallt aber auch die Blüte der einheimischen chinesischen Lyrik, Malerei und Musik. Ihre Heimat ist das Banqtsetal, der Norden hatte 1200 Jahre früher die ittenlehre hervorgebracht. Die Kultur dieser Zeit hat richtunggebend nach Japan hinübergewirkt.
Kurssturz indischer Papiere in London.
Stockholm, 12. Dez. (DNB.) Unauffällig ver- breitete der Londoner Nachrichtendienst ausschließlich in hindostanischer Sprache die Meldung, daß in London die Preise der ostindischen Aktien gefallen und an der Londoner Börse weder Käufe noch Verkäufe in solchen Papieren stattgefunden hätten, so daß viele Besitzer solcher Papiere um eine Kursstabilisierung besorgt seien.
Meine politische Nachrichten.
In der Notiz: „D i e. j a p a n i s ch e Zeit" im Gießener Anzeiger vom Donnerstag hat sich em Fehler eingeschlichen. Es muß heißen: die japa- nische Zeit geht acht Stunden hinter unserer mitteleuropäischen Zeit zurück.
Dem Leiter der Fachgruppe Beherbergungsgewerbe, Fritz Gabler, wurde anläßlich des Arbeitsbeginns des unter seiner Mitwirkung errichteten Instituts für Betriebswirtschaftslehre des Fremdenverkehrs die Würde eines .Ehrenbürgers der Universität Heidelberg verliehen.
Arthur Charles Wellesley, ter vierte Herzog von Wellington, Ururenkel des bekannten britischen Feld- Herrn der Napoleon-Zeit, starb. Der Herzog besah neben einer Reihe von Titeln, die seinem Vorfahren von Spanien und Portugal als Dank für Sieg über Napoleons Truppen auf der Iberischen Halbinsel verliehen worben waren, zwei große Güter in der Nähe von Granada.
Aus alter Wett
wegen Beleidigung eines Luftfchuhwarkes bestraft.
Eine als Blockwart des Reichsluftschutzbundes ehrenamtlich tätige Frau mußte feststellen, daß m
einem Grundstück ihres Dienstbereichs die Der- dunkelungseinrichtungen mangelhaft waren. Dies, teilte sie dem Hausbesitzer mit. Anstatt die Fehler abzustellen, schrieb dieser an die Frau einen Bries, in dem er behauptete, die Beanstandungen seien nur „aus persönlicher Schikane" erfolgt, und an den Lerdunkelungsoorrichtungen seien von ihr selbst Aenderungen vorgenommen worden, um dadurch Grund zu neuen Vorwürfen gegen ihn zu erhalten. Derartige durch nichts begründete Anschuldigungen stellen eine Beleidigung dar, der Reichsluftschutzbund beantragte Strafverfolgung. Im Hinblick auf die Schwere der Vorwürfe, die gegen eine Frau gerichtet waren, die im Dienste der Allgemeinheit nur ihre Pflicht getan hatte, verurteilte der Amtsrichter den Angeklagten zu 600 RM. Geldstrafe.
Reue Stücke für das Solinger Schwerlermufeum.
Durch den Sieg in Frankreich konnten Watten und Ausrüstungsgegenstände den deutschen TIufeen zurückgewannen werden, die in den Kriegen mit Frankreich geraubt wurden. Der Ches des Heeres- museums in Berlin übermies dem Solinger Waffenmuseum, in dem eine Serie kostbarer Schwerter aufbewahrt wird, drei Klingen von besonderem Wert: einen Degen von Clemens Pöter-Solingen mit der Jahreszahl 1635, ein Richtschwert von Hann Hoppe aus dem Anfang des 17. Jahrhunderts, einen Degen von Johannes Wundes aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts, mit Wolfszeichen und Königskopf, den Werkstattmarken des berühmten Klingenschmieds. Jedes Schwert, das nach jahrhundertelanger Irrfahrt den Weg in feine Heimat zurückgefunden hat, ist ein Ergebnis edler deutscher Schwertschmiedekunst, das den Bestand der Solinger Sammlung bereichert.
Wien, 12. Dez. (DNB.) Im Schönborn-Palais auf der Wieden wurde das Institut zur Er - forschung des internationalen Presse« wesens durch den Reichspressechef Dr. Dietrich eröffnet. Der Reichspressechef beglückwünschte die Delegationen ter Presse zahlreicher Lander zu der soeben erfolgten Gründung der „Union nationaler Journaliftenoerbänd e". In dieser Vereinigung habe der Entschluß, durch gemem- same Arbeit an der inneren (Erneuerung der Presse zum Wohle der Menschheit zu wirken, vor aller Welt seinen Ausdruck gefunden. Dr. Dietrich mm- riß sodann die Entwicklung der Presse, ihre Arbeit und ihre Zukunftsaufgaben im neuen Europa. Sie fei im Zeitalter des sozialen Aufstieges die unsichtbare Herrscherin im Reiche der Gedanken, die Herrin über Erkenntnis und Willensbildung der Mas- sen und damit über das Schicksal der Volker. Es stehe fest, daß unter der Herrschaft der liberalen Demokratie aus einer ter wichtigsten öffentlichen Einrichtungen, die ein Hort der allgemeinen Jnter- ef en ein sollte, ein Tummelplatz verbrecherischer politischer (Elemente geworden fei. Durch ihre Ehe mit dem Seite wurde die sogenannte öffentliche Meinung käuflich gemacht. Durch den jüdischen Mißbrauch des Nachrichtenwesens sei die Presse l u g e in das Leben der Völker eingeführt worden, durch ein System organisierter Nachrichtenfälschung wur- den die internationalen Beziehunyen vergiftet, unter dem Deckmantel der Freiheit ließ sich die demo- kratische Presse zu gewissenlosester Kriegshetze mißbrauchen. , ~ . ... ..
Dr. Dietrich zitterte zahlreiche Dokumente für die ungeheure Schuld, die die französische Presse unter der Fahne der „Freiheit" im Dienste der Kriegshetzer auf sich geladen habe. Wo eine Zeitung es gewagt habe, für den Frieden einzutreten fei sie gezwungen worden, die Wahrheit zu verschweigen
Vielleicht", so erklärte Dr. Dietrich, „ist es ein Akt ausgleichender Gerechtigkeit, daß Frankreich zuerst dem Wirken dieser verlogenen Pressefreiheit zum Opfer gefallen ist, die es selbst hervorgebracht urtd mit der es die Welt beglückt hall" Seitdem seien zahlreiche andere europäische Lander auf dem „Altar der Pressefreiheit" geopfert worden. Es seien jene „Neutralen", die sich durch die angelsächsische Hetz- und Lügenpresse auf falsche Wege bringen ließen. Die Presselüge sei das Schlachfte d auf^dem der Jude kämpfe. Auf diesem Schlachtfeld sei England sein bester Bundesgenosse. Die überaus stark verjudete englische Presse habe es m ihrem seit Jahrhunderten entwickelten System der organisierten Lüge und der Völkerverdummung so weit gebracht^daß das englische Volk, dessen nüchternen
Zieht man eine gerade Linie von Tokio nach Schanghai, so gruppieren sich um diese Achse herum die Stätten, wo heute das Schwergewicht der ostasiatischen Kultur lagert, mit einer in Baustil, Großschiffahrt und modernen Anlagen bereits stark sichtbaren Beimischung westlicher Kultur und Zivilisation. Das war nicht immer so.
Kultivieren heißt pflegen. Man spricht von Boden- fultur und meint damit, daß man den Boden, und was er trägt, pflegt. Im übertragenen Sinne versieht man unter Kultur gemeinhin die Pflege der edleren geistigen Eigenschaften des Menschen. Die Ausstrahlungen solcher Geisteszucht werden sichtbar in schöpferischen Taten: — in einer Benehmenskultur der Menschen durch die Art, wie sie sich begegnen, das Gemeine in den Hintergrund drängen und dem Edleren den Vorzug gewähren; dann in Literatur, Bildwerk und Tonkunst, also in Kunst und Können. In weiterem Sinne bedeutet Kultur aljo: — höhere Zielsetzungen für das menschliche Wollen.
Das reine Kunsthandwerk ist zwar auch im Nangtsetale zu Hause, jedoch heute mehr noch an der Küste bis Kanton hinab, vor allem aber auch tn Japan, und zwar in stärkerem Maße als tm chinesischen Norden. (Es scheint also als ob bie Form des höheren künstlerischen Schaffens nicht in Nordchina zu Hause war, daß also der Nordchinese in dieser Hinsicht der empfangende Teil war. Man muh auch annehmen, daß die Japaner, als sie tn der sagenhaften Zeit vielleicht um 1000 v. Ehr. m die üdjapanische Inselwelt eindrangen, bereits Trager einer hochentwickelten Handwerkerkultur waren, da sie sonst die Ainu und sonstige plaeo-asiattsche Volker nicht hätten zurückdrängen können. Man grabt heute auch in China nach Altertümern, die mehr Klarheit auf diesem Gebiete fchaf en sollen. Vermut lich war aber die japanische Urkultur malansch-in disches Gut. Mit der chinesischen Kunst "sid Hand werkerkultur verbindet sie die außerordentliche u und Kleinarbeit im Schaffen, wenn auch der' Stt ein anderer ist. Sowohl in Japan, wie °»ch belon dcrs im Süden und Westen Chinas, kann man die Kulturwanderunq auch noch an dem Gegensatz der Japaner, bzw. Chinesen zu den noch vorhandenen Urftämmen nachweisen, an deren durchaus verschi denen Sitten und Gebräuchen. Sie Chmesen sind zwar bis an die Grenze non Burma lSchanstaaten, vorgedrungen, überall in den Bergen s ch .. Vangtsekiapg findet man Splittergruppen der Ur
einwohner, die z. T. ihre eigene Schriftkultur haben in Verbindung mit eigenen Sprachen. Der Unterbau der chinesischen Kultur ist Täler- und (Ebencntultur, die Chinesen meiden die Berge, wo sie können, auch die Japaner möglichst. Die sichtbarsten Zeugen der Kultur der Ureinwohner sind hochwerttge Sticke-
Deutschland und Italien haben als die Pioniere einer neuen geistigen Haltung Europas auch der Presse die Grundelemente einer moralischen (Erneuerung aufgezeigt. Das Wesen dieser Erneuerung besteht nicht darin, die Pressefreiheit zu beseitigen, sondern die wahre Freiheit der Presse wieder herzu st eilen und sie aus den verderblichen Fesseln zu lösen, in die sie geschlagen worden ist. Freiheit ohne innere Bindung fuhrt zur Anarchie, Pressefreiheit ohne moralische Hemmungen führt zum Verbrechen an der Menschheit! lieber der Freiheit muß die Verantwortung als kategorischer Imperativ der Presse
• * durch Verantwortung wird die
wnv _______den Fesseln unlauterer Einflüsse.
Nur durch sie gewinnt die Presse die Freiheit zu schöpferischer Arbeit am großen Werk der Wohlfahrt der Völker. Dazu bedarf es keiner Eingriffe von außen tn ihre Freiheit, sondern das Ziel kann erreicht werden durch Selbsterziehu n g und Selbstkontrolle des journalistischen Berufsstandes. Die Presse selbst muß ihrer Freiheit die Bedingungen auferlegen, die sich aus den schmerzlichen Erfahrungen der Vergangenheit als notwendig erwiesen haben. Ein internationaler Zusammenschluß derjenigen nationalen Berufsver- bände, die diese Grundsätze anerkennen, wird auf berufsständischer Basis der geistige Sammelpunkt für die Journalisten aller Länder fein, die den Willen haben, die Presse mit einem neuen Glauben einem neuen Idealismus und einem neuen Ethos zu erfüllen. Durch die hier in Wien gegründete berufsständische internationale Vereinigung nationaler Jouristenverbände wird die Presse zu fruchtbarer Entfaltung für das neue Europa kom- men Das Gesetz des neuen Europa ist Ordnung. Wenn sich die Presse, mitfühlend und mitaeftaltenb, dieser Aufgabe verpflichtet, dann wird sie die Fahne der neuen Zeit tragen und Pionierarbeit leisten am geistigen Neubau Europas!


