Samstag. 12. / Sonntag, 15. Juli 1941
Gietzener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen
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Gegen den LlGA.-Zmperialismus
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Ironteindrücke spanischer Journalisten
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Zchristleltung und Geschäftsstelle: Gießen, Schulstrahe 7-9
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Der Sonderberichterstatter der Agentur EFE, Garriga, schreibt aus Brest-Litowsk: „Europa wäre heute bolschewisiert, wenn Senin und Stalin fähig gewesen wären, ein erstklassiges Heer zu organi- ,ieren und damit unseren Kontinent zu erobern. Stalin hat sich als großer Machiaoelli erwiesen, aber bei der Generalprobe hat er versagt. Die Sowjetarmee war mit einem U eberschuß an Material versehen und hatte sich ständig die besten Erfindungen amerikanischer Ingenieure an Tanks, Geschützen, automatischen Waffen und Flug- zeugen zunutze gemacht. Aber das Material ist dem deutschen unterlegen, der Stahl ist schlecht. Die Sowjetsoldaten kämpfen wie fanatische Barbaren. Aber die Wildheit wurde zur Stumpf'
Der Wehrmachtbericht.
DHB. Musbern Führerhauptquartier, 11. Juli. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Wie bereits durch Sondermeldung bekanntgegeben, ist mit der D o p P e t f ch l a ch t um V i a l y st o k und Minsk nunmehr diegröhte Material- schlacht und Umfassungsschlacht der Weltgeschichte abgeschlossen.
323 898 Gefangene, darunter mehrere kommandierende Generale und Divisionskommandeure, fielen in unsere Hand.
3332 Panzerkraftwagen, 1809 Geschütze
sei leicht, eine nicht verteidigte Insel wie Island durch die USA.»marine besetzen zu lassen. In Afrika lägen die Dinge aber anders, da dort die französische Flotte bzw. das Heer gute Wacht hielten.
Frankreich wird Dakar verteidigen
Druck und Verlag: vrühlfche Universttatsdruckerei». Lange
Ll-Vooie und Lustwaffe versenkien 31600 ART.
Oie Ooppelschlacht von Bialystock und Minsk. — Bomben auf Hüll, Great Yarmouth und Berwick.-Wieder schwerste britische Verluste an der Kanalküste.
27 000 BHI. Ostworts peterhead wurde durch die Luftwaffe ein Frachter von 4000 BEI. versenkt.
In der letzten Nacht bombardierten starke verbände von Kampfflugzeugen den versorgungshafen hüll am humber mit durchschlagendem Erfolg, weitere Luftangriffe richteten sich gegen die Hafenanlagen von Great Jarmoulh und Berwick sowie Flugplätze und Scheinwerferstellungen in Ost- und Südengland.
Bei B e r s u ch e n des Feindes, am gestrigen Tage die K a n a l k ü st e anzugreifen, schossen Jäger 21, Flakartillerie 4, Marineartillerie 3 britische Flugzeuge ab. Zwei eigene Flugzeuge werden vermißt.
Der Feind warf in der letzten Nacht mit schwachen Kräften eine geringe Fahl von Spreng- und Brandbomben an einigen Orlen Westdeutschlands. Die Verluste der Zivilbevölkerung sind gering.
Erfolgreicher U-Boot-Angriff • gegen Seleiizug.
Berlin, 11. Juli. (DNB.» Ein deutsches Unter, feeboot griff am 9. Juli an der Westküste Afrikas einen britischen Geleitzug an. Zwei der Südkurs laufenden Handelsschiffe wurden heraus- geschossen. Bei den versenkten Frochtdampfem handelt es sich um den „Designe r" mit 5945 BRT. und die ^noerne ß" mit 4897 BRT.
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heit, als sie ihre Unterlegenheit begriffen hatten. Wir sahen auf einer Straße 6000 sowjetische Gefangene, die von nur 30 deutschen Soldaten auf Fahrrädern bewacht wurden. Diese 6000 waren das Abbild der 170 Millionen Menschen in der Sowjet« union, die 25 Jahre lang durch den schlimmsten Terror in Schach gehalten worden waren. Wenn diese Wesen mit dem zivilisierten Europa in Berührung kommen, dann werden sie zweifellos den Kommunismus verdammen, der ihnen 25 Jahre lang vom „Sowjetparadies" und dem „Elend des Westens" vorgefafelt hat. Die Kampfkraft der Sowjets wurde nicht durch das mangelhafte Material, sondern auch durch schlechte Organisation und Mangel an technisch geschultem Personal gelichm^-
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Rumäniens Krieg gegen die Sowjets
Von unserem Dr. H.-Korrespondenten.
diese deutschen Soldaten auf ihrem Eilmarsch aufhalten will. Wer den unwahrscheinlichen Kampf aus der Nähe betrachtet hat, wer den Menschen auf der einen und auf der anderen Seite in die Augen geschaut hat, für den gibt es nicht den geringsten Zweifel, wer hier als Sieger hervorgehen
deutsche Kriegsmaschine auch ohne ihre Mithilfe mit den Sowjets fertig werden kann. Aber dadurch, daß Adolf Hitler die militärische Unterstützung dieses von den Sowjets gedemütigten Landes annimmt, ja sogar dem rumänischen Stagtsführer General Antonescu — einem Manne, der allerdings das übliche Format weit übersteigt — das militärische Obekommando über die verbündeten Streitkräfte an der gesamten rumänischen Front anvertraut, würdigt er das nationale Selbstbewußtsein der Rumänen und gewinnt, nachdem zunächst die Vernunft sie auf seine Seite gebracht hat, auch ihre Herzen.
Waren die Sowjets wirklich so kurzsichtig, daß sie um des wirtschaftlich für sie nicht allzu bedeu denten Bessarabiens willen alle Welt auf ihren Ausdehnungsdrang aufmerksam machen und warnen mußten? Selbstverständlich geht es nicht um diesen, im gesamtrussischen Format gesehen, unbedeutenden für Rumänien allerdings wichtigen Landstreifen allein. Hier tritt die so wenig wichtig! erscheinende Streitfrage in den Rahmen großer europäischer und Weltpolitik: Bessarabien ist das Sprungbrett, von dem aus der russische Bär seit Jahrhunderten versucht, am Schwarzen Meer entlang zu den Dardanellen zu gelangen.! Aus demselben Grunde besetzte das zarische Rußland 1812 die bis dahin zum Herrschaftsbereich der Hohen Pforte gehörende Landschaft im Karpathen- Dorland, die bereits von den Türken, wie der Name der Stadt Bender (rumänisch: Tighwa) beweist, als das „Tor" zwischen zwei Welten angesehen wurde. Selbst die russischen Statistiken wiesen immer eine überwältigende Mehrheit der Bevölkerung mit moldowanischer (d. h. rumänischer) Sprache in diesem Gebiet aus.
Wie großen Wert die Russen immer auf dieses Land legten, geht daraus hervor, daß sie auf dem Berliner Kongreß von 1878 die Rückgabe der 1859 nach dem Krimkrieg an die rumänischen Fürsten-! tümer gegebenen bessarabischen Kreise Eahul, Bolgrad und Ismail erzwangen, obwohl ihnen das kleine, aber schlagkräftige rumänische Heer durch die siegreiche Schlacht bei Plewna den entscheidenden Sieg über die Türken davonzutragen geholfen hatte. Die Enthüllungen Adolf Hitlers über die Absichten der Russen in Bulgarien und die Versuche der russischen Diplomatie, die Engländer zur Anerkennung der russischen Ansprüche auf die Dardanellen, gegen den türkischen Bundesgenossen, zu bewegen, genügen durchaus, um das Bild vollständig zu machen. Der gegenwärtige Krieg aber wird endlich mit jener schlau durchdachten bolschewistischen Taktik, Bundesgenossen zu gewinnen, um sie hinterrücks zu verraten ein Ende machen.
und heroische Spanien In den Kampf für seine unwandelbaren Ideale."
Das Generalsekretariat der spanischen Falange teilt mit, daß sich alle führenden Männer der Lau- desführung und der (Bauleitungen der Falange als Freiwillige für die Blaue Division gemeldet haben. Da es aus organisatorischen Gründen nicht möglich ist, die Falange ihrer Führung zu entblößen, hat zunächst nur eine Gruppe von Falangesührem die Genehmigung zur Teilnahme an den Kämpfen gegen den Bolschewismus erhalten. Die Gruppe, welche später durch andere Falangesührer abgelöst werden soll, setzt sich aus folgenden bekannten Falangisten zusammen: der Chef des Generalstabes der Falangemilizen Mora Figueroa, der nationale Studentenführer Miguel G u i t a r t e, die (Bauleiter von Leon, Palenvia, Zamora, Cuenca, Granada, Toledo, Albacete sowie der Nationalrat Augustin Aznar, Dionisio Bidrejo, Mitglied des Nationalrates und früherer Propagandasekretär, Graf M o n t a r c o, Mitglied des Nationalrates, der während des Bürgerkrieges Sekretär von Serrono Suner war, sowie das Nationalratsmitglied Eguila.
Eine niederländische Legion gegen den Bolschewismus.
Den Haag, 11. Juli. (DNB.) Der Reichskommissar für die besetzten niederländischen Gebiete, S e y ß - I n q u a r t, wandte sich in einen Aufruf an die niederländische Bevölkerung, im Rahmen einer freiwilligen Legion an den Kämpfen gegen den Bolschewismus teilzunehmen, der ganz Europa bedrohe. Bereits Taufende von Niederländern kämpfen in den Reihen des deutschen Heeres für den Bestand und die Zukunft Europas. Generalleutnant a. D. Sepf färbt, früher Chef des niederländischen Generalstabes, hat die Bildung der I Freiwilligen-Legion übernommen. General oet)f- färbt verweist seine niederländischen Volksgenossen auf die Verantwortung der Stunde. Jetzt könne das niederländische Volk durch aktiven Kamps gegen den Bolschewismus beweisen, daß es feiner Zukunft wert fei.
Spaniens „Blaue Division".
Die ersten spanischen Freiwilligen verließen spanischen Boden.
Madrid, 11. Juli. (Europapreß.) In der Nacht | zum Freitag haben die ersten spanischen Freiwilligen spanischen Boden verlassen, um an der Ostfront eingesetzt zu werden. Hierzu schreibt „ABC", daß diese Jugend, die nun wieder gegen den Bolschewismus antritt, mit den Lorbeeren des spanischen Krieges bedeckt sei, jener blutigen Aus- einandersehung, die Prolog und Anfang des jetzigen Kreuzzuges gewesen sei. „Ihre jetzige Reise durch Europa wird überall mit wärmster Sympathie begrübt Die Gesamtheit der Parteiführung, alle Nationaldelegierten und Promnzial- chefs haben sich vom ersten Augenblick an zur Der- Ifüqunq gestellt, um an der Spitze aller Falangisten das Schwert gegen den Bolschewismus zu ziehen. Mit &£ LivijiM" llllMiert dos W
Klare Fronten.
Die Ereignisse dieser Woche waren dazu angetan, in der großen weltpolitischen Auseinandersetzung unserer Zeit die Fronten zu klären. Deutschlands Aufruf zum Kampf gegen den Bolschewismus hat bei allen Völkern Europas beispiellosen Widerhall gefunden und den Kontinent in dem Willen geeint, eine politische Erscheinung mit Stumpf und Stiel auszurotten, die aus kaltem jüdischem Intellekt geboren auf einem Trümmerfeld nationaler Kultur den proletarischen Klassenstaat als Machtinstrument für die blutige Gewaltherrschaft einer kleinen Gruppe gewissenloser Tyrannen zu errichten strebte. Das faschistische Italien, einst entstanden aus dem Abwehrwillen des italienischen Volkes gegen die zersetzende Wühlarbeit des Kommunismus in den Jahren tiefster Erschöpfung nach dem Weltkrieg, steht in diesem Kamps mit ehrlicher Ueberzeuaung Seite an Seite mit dem Partner der Achse. Der Duce hat bereits italienische Truppen besichtigt, die für den neuen Kriegsschauplatz im Osten bestimmt sind, ihr Erscheinen wird das Gemeinsame auch dieses Kampfes unterstreichen. Die unmittelbaren Nachbarn der Sowjetunion in Europa, Rumänen, Ungarn, Slowaken und Finnen stehen in einer Front mit der deutschen Wehrmacht und drängen in enger Verbindung mit ihr siegreich nach Osten vorwärts. Aber auch die anderen europäischen Nationen, die vom Krieg bisher nur mittelbar berührt oder durch eine falsche Orientierung ihrer Regierungen in ihn hineingezogen waren, haben den Kampf zur Vernichtung des Bolschewismus als ihre ureigenste Angelegenheit beariffen. Sie alle haben ja schon die zersetzende Wirkung des bolschewistischen Giftes am eigenen Leibe gespürt und während zweier Jahrzehnte in einem mehr ober weniger latenten Abwehrkampf gegen die Höllenbrut bolschewistischer Emissäre gestanden. Und wo liberalistisch demokratische Regierungen zu schwächlich waren, diesen Kampf mit den harten Waffen zu führen, der gegen die Todfeinde menschlicher Gesittung und staatlicher Ordnung allein Er- | folg versprechen, ober wo ber Bolschewismus in der
91- Jahrgang Nr. 16^ erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags
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Genf, 11. Juli. (DNB.) Die französische Presse und zahlreiche Mengen an sonstigen Waffen des unbesetzten Gebietes sagt zu der Landung nord- wurden erbeutet oder vernichtet.
amerikanischer Truppen in Island, daß die Der- Damit hat sich die Gesamtzahl der bisher an der einigten Staaten sich nun inmitten der Kriegszone ystfront eingebrachten Gefangenen auf über einrichteten. Der „Petit Dauphinois" bemerkt zu den ’ ’ »
^nFe^^uICblth„1anbSa^rOifl°''1V^e ,nI I Die Zahl U -rb-u,°.en ober „ermüden feinb- ranzösischen Imperiums, welches Frank- lichen Materials ist auf ? 6 15 P a n j e r f a m p f •
reich die Pflicht zu verteidigen hat. Eine solche wagen und 4423 Geschütze angewachjen.
Operation der Vereinigten Staaten wäre so uner- Die Sowjetluftwaffe verlor bisher ins- martet, daß wir uns weigern, sie für möglich zu gesamt 6233 Flugzeuge.
halten. Die Lorbeeren Churchills sind gegenwärtig ßatnpf gegen die britische Versor- nicht so, daß sie den Neid Präsident Roosevelts gungsschiffahrt versenkten Unterseeboote im wecken könnten." — Zum gleichen Thema J^f^Pnoröatlantlf 4 feindliche Handelsschiffe mit „Progres", die Besetzung von Island bedeute, daß u '
die Vereinigten Staaten entschlossen seien, bem USA.= Transport nach England ein Maximum von Sicherheit zu garantieren, und eine solche Hanblung sei in Wirklichkeit eine klare Intervention. Was bleibe in dieser Angelegenheit von der Nicht-
frieqführunq der Vereinigten Staaten noch ubng? Madrid, 11. Juli. (DNB.) Der „ABC -Kor-
Eine Fiktion! respondent befindet sich mit sieben ausländischen
<netit Tarifien" stellt test, baß bie Besetzung Js- Kameraden aus der Rückreise nach dem zivilisierten lands durch die USA. sich keine-weg- durch eine Westen und berichtet Uber feine letzten Eindruck- Bedrvbuna der USA. erklären lasse, sondern nur aus sowietrschem Boden:
durch den^absolutesten Imperialismus. Dieses Die Sowjetunion liegt mitihrer unendlichen
B u k a r e st, 5. Juli 1941.
Kurz vor dem Ausbruch des deutsch-rumänischen Jritgcs gegen die Sowjetunion hatte der Buka- r^rtr Sowjetgesandte, Lawrentiew, den Führer der höheren Nationalzaranistischen Partei, M a n i u , t----Zusammenkunft gebeten. Maniu, der als
Gegner Deutschlands bekannt ist und vor Lehren einer der eifrigsten Verfechter eines rmmnisch-sowjetrussischen Militärbündnisses gegen 2eittschland war, kam nicht selbst, sondern schickte ; wnen Mann seiner Umgebung, Dr. Illie Lazar, Wr mit dem Sekretär Lawrentjews, Schutow, eine längere Unterredung hatte. Dabei erklärte Dr. La- Mr, die Voraussetzungen ber außenpolitischen An- $1 auungen Manius hätten sich vo 11 ä n d i g g c - ändert, nachbem bie Sowjetunion durch ihr Ultimatum vom 26. Juni 1940 Bessarabien und die Sordbukowina von Rumänien erpreßt habe. So »ie er, denke die überwältigende Mehrheit aller Rumänen, unabhängig von ihrer früheren Ein- jfefliing. 99 v. H. des rumänischen Volkes feien f ü r gier Krieg gegen d i e Sowjets.
3er Fall Bessarabien zeigt, wie falsch und kurz- Nchjig jene opportunistische Politik Molotows war, Her glaubte, ohne eine grabe Linie, in blitzschneller Angnssung an jede politische Augenblickskonstel Ltiin ein Maximum herausholen zu müssen. Hinler- ipWene, betrogene und gar mit Gewalt zu Zuge- fstchnissen gepreßte Völker haben manchmal ein !gutes Gedächtnis, wie jetzt nicht nur der Fall inien, sondern auch die Fälle Finnland, eben, ja überhaupt die jetzt offen zu Tage tre- Feindschaft der meisten übrigen Staaten gegen etrußland beweisen.
t Bessarabien und der Nordbukowina fing die nale Tragödie Rumäniens des Jahres 1940 nd es ist kein Wunder, daß diese beiden Worte die von Millionen freudig aufgenommene Pa- zu feinem Wiederaufstieg sind. Andererseits i die Sowjets durch ihr Piratenstückchen vom Juni jene deutsche Garantie der rumänischen tstrmzen provoziert, die Adolf Hitler die Möglich- gab, auf rumänisches Ansuchen deutsche Trup- nen nach Rumänien zu schicken und so auf dem ßMichsten und freundschaftlichsten Wege eine wich- 1 ge Position für die weitere Gestaltung des Krie- jes zu gewinnen. Die Sowjetmachthaber haben ja-, unbestreitbare Verdienst, ungewollt die nach lem Zusammenbruch ber Westmächte für Rumänien uotrenbig gewordene Schwenkung zur Achse mit iitMm der wirksamsten psychologischen Mittel, nam= stich der Furcht vor dem unersättlichen großen Nachdom im Osten, gefördert zu haben.
K Es heißt nicht den Kampfwert der rumänischen stmee herabsetzen, wenn man feststem, daß die
»Lissabon, 11. Juli. (Europapreß.) An Bord lies Dampfers „Ioao Belo" ging am Donnerstag- •radimittag ein weiterer T r u p pe nt r a n s -- ••ort zur Verstärkung der Besatzung Iler Azoren ab. Die Truppen, ein Infanterie- •Sahillon, marschierten vor der Verladung aus Siem Kai vor dem Ministerpräsidenten und Kriegs- ■nin fter Salazar vorbei. In den nächsten Tagen oll auch ein Truppentransport nach Angola (West- ißika) abgehen. . . f
i Staatspräsident General Carmona wird auf k Reise nach den Azoren, die er am 23. Juli an- Irrten wird, von Innenminister de Souza und km Marineminister d e B e 11 a n c o u r t begleitet Berben. General Carmona wird sämtliche Inseln k Gruppe besuchen. .
B lie neuerlichen Anspielungen auf die Azoren unb Mf Kapverden, die im Zusammenhang mit per vrsetzunq Islands durch nvrdamenkan'sche truppen in politischen Kreisen und in der Presse lcr Vereinigten Staaten und Englands laut gewor- sind, haben in Portugal peinliches Aufsehen isrnegt, da man gehofft hatte, daß dieses Thema mit kr Protestnote der portugiesischen Regierung vom ssMai seinen Abschluß gefunden habe. Die Er- . tlarunqen, die Präsident Roosevelt und andere Mkrikanische Persönlichkeiten in den letzten Tagen ibyge'bert haben, geben dem Lissaboner Blatt U Voz" Veranlassung zu einigen bitteren Betrach- uugen über bie Unaufrichtigkeit der O2A.-Politik. ben Vereinigten Staaten treibe man mit Wor- ten und Handlungen ein verhängnisvolles Blinoe- |hil)«Spicl. Don der Einrichtung der 3 0 0-Me i len- z-ne über bie Definierung ber in ihrer Ausdeh- Kimg reichlich unbestimmten w e st 1 i ch e n He m l - Sphäre sei man dazu gelangt, von De s e tz u n - itn zu reben, die bie norbamerikanische wicyer- jeitszone fast bis zu den Küsten E u r o p a s unb Afrikas ausdehnen würden. Schlietzlicy hoben bie Vereinigten Staaten Islanb besetzt, bog noch vor kurzem als unabhängig erklärt •toi. wrben fei. Obwohl bie bemokratifche Robseligkeit iiit m oen Vereinigten Staaten schon ziemlich hem- ?qu5 »gslos sei, habe Roosevelt die Beantwortung der brik' W ihn gerichteten, auf bie a 11 a n 11 f rf) e n In- Isilgr uppen bezüglichen Fragen abgelehnt. Aber Mitunter könne auch Schweigen bazu dienen, Ge- Konken zu enthüllen, bie durch die Tatsachen — Be- , feng Islands — bestätigt würden. Jedenfalls t11., höicne man im zweiten Teil der Erklärungen de^ 2 ' Residenten bereits die Absicht erblicken, mit den ff Keren, ben Kapverden und Dakar genau so zu W' Dirinhren, wie mit Island. Das Blatt verweist au
bnahren, wie mit Island. Das Blatt verweist au eoun Artikel der „New York Times" sowie aus 81'i‘laffunqen verschiedener nordamenkanlscher toena» iflrin, die keinen Zweifel in dieser Hinsicht oder, wie 4 Voz" sich ausdrückt, über „bie richtig verstandene urb in die Praris umgesetzte Demokratie bestehen fen. Mit beißender Ironie stellt das Pprtugic- siche Blatt abschließend fest: „Es geht doch nichts I über diese für nordamerikanische Begriffe t^psiche
Katie, wenn es sich um 'bi? Achtung der Rechte
Panzerwagen, die nach Meinung des Gegners nur aus Pappe find, fliegt in ganz geringer Höhe ein Fiefeler-Storch. Immer wieder ging uns bei der Betrachtung des deutschen Soldaten und bei ber Fahrt burch bas eroberte Gebiet ein gern al tiger Unterschieb aus. Der beutschc Solbat hübet mit ben mannigfaltigen Kriegsgeräten ein g e - schlossenes Ganzes. Er steht über ber Maschine, lenkt und leitet sie unb gibt ihr ba- durch Seele. Bei ber Sowjetarmee aber hat man ben Menschen durch einen ungeheuren Aufwand von Stahl, Eisen und Zement ersetzt. Es gibt keine Frontkämpfer im edlen Sinne des Wortes, sondern nur eine amorphe Masse. Das Ergebnis dieser Entwicklung erblickt man überall: Ungeheure Sowjettanks, die Mammuts ber Sowjetunion, liegen auf Felbern, an Wegen unb in Straßengräben, sie sinb in Teiche gesunken, oft ragt nur noch bas Geschützrohr aus bem Wasser. Mitunter sinb die Tanks völlig ausgeschmort, und von der Besatzung sind nur noch die Skelette übrig geblieben. Bei solchem Anblick wird einem be- Jmuftt, daß der Krieg nicht ein Schema, sondern eine Kunst ist. Aus Moskau hört man, daß die deutsche Armee an der Stalin-Linie auf die Elite ber Sowjetsoldaten treffen werde. Es muß sich I »bst jchM um ßanj gcoßs EM öuuMty vtzM


