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Samstag, 10.' Sonntag, U Mai 19-U
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Gießener Anzeiger
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vrühlschr Untnrrsttätsdnulerel 8. tangt General-Anzeiger für Gberheffen •tefteK Sd)i Iftra*« 7-1
fahrt ist für den Zubringerbienst der englischen Ein>
Roosevelt will Zeit gewinnen
Hüll schwer getroffen
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Waffen oder Lebensrnittel?
Das britische Tonnageproblem wird immer brennender.
ist der Union Jack vom Pazifik fast ganz verschwun- d-en. Der letzte Hafen, der von britischen Schiffen noch angelaufen wird, ist Hongkong. Die Fahrt nach Japan, die vor dem Kriege mehr als eine Million- BRT. verschiedener britischer Schiffahrtslinien anliefen, ist ganz eingestellt. Und da auch amerikanische Linien hier nur in sehr beschränktem Umfang einspringen konnten, treffen die Japaner bereits An-
Ll-Boot versenkte vier Handelsschiffe mit 20000 BRT
schossen im Mittelmeerraum drei britische Jagdflugzeuge vom Muster hurricane ab.
In Nordafrika beiderseitige Artillerie- und Spähkrupptätigkeit. Vor Tobruk verlor der Feind ein Kampfflugzeug vom Muster Bristol- Blenheim im Luftkampf.
Der Feind warf in der letzten Nacht mit stärkeren Kräften Spreng- und Brandbomben auf verschiedene Orte des nordwesldeutschen Küstengebiets, vor allem auf Hamburg und Bremen. Neben einigen industriellen Schäden entstanden Zerstörungen hauptsächlich in Wohnvierteln. Die Verluste der Zivilbevölke- rung an Toten und Verletzten sind beträchtlich. Einzelne feindliche Flugzeuge drangen an der Reichshauptstadt vorbei bis in die Gegend von Posen vor. Nachtjäger und Flakartillerie schossen elf der angreifenden Flugzeuge ab.
Die Gesamtverluste des Feindes vom 7. und 8. Mai betragen damit 39 Flugzeuge. Von diesen wurden 20 Flugzeuge im Luftkampf, 12 durch Nachtjäger, vier durch Flakartillerie, zwei durch Minensuchboote und eines durch Marineartillerie abgeschossen. Während der gleichen Zeit gingen 22 eigene Flugzeuge verloren.
Bei Aufklärungsflügen über England zeichneten sich zwei Besatzungen besonders aus: 1. Oberleutnant Mähet, Oberleutnant Wenzel, Oberfeldwebel Schmidt, Unteroffizier hoeff und 2.Oberleutnant Hofmann, Unteroffizier Hoffmann, Obergefreiter Netz, Obergefreiter Lkrowski.
Am 1. Mai führte ein Kampfflugzeug unter Ober- teutnant Heinrichs, mit Feldwebel Karfch, Feldwebel I gen er und Gefreiter Mandl unter schwierigen Bedingungen einen kühnen und erfolgreichen Angriff auf die Torpedofabrik in Portland Weymouth durch.
Der Wehrmachtberichi.
Vertin, 9. Mai. (DNB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Lin Unterseeboot unter Führung des Kapi- lanteutnants kuppisch versenkte im Nordat- I a n t i t aus einem stark gesicherten Geteitzug vier Handelsschiffe mit zusammen über 30 000 BRT.
Die Luftwaffe bombardierte in der letzten Nacht den Versorgungshafen hüll mit guter Wirkung. In Dockanlagen, Lagerhäusern und Getreidespeichern breiteten sich Grohfeuer zu einem weithin sichtbaren Flammenmeer aus. Bombentreffer aller Kaliber in Jndustriewerken in den Midlands, besonders in Nottingham, sowie in den Hafenanlagen in Südengland riefe« schwere Zerstörungen her- vor.
Kampfflugzeuge griffen in Südengland in kühnen Tiefangriffen ein großes Werk der Flug- rüskungsinduslrie und einen Flugplatz mit beson- Lerem Erfolg an.
3m Seegebiet vor der englischen und schotli- fchen Ostküste vernichteten Kampfflugzeuge ein Handelsschiff von 5000 BRT. und beschädig- len sechs andere große Schiffe so schwer, daß mit weiteren starken Verlusten gerechnet werden kann. Bei Vorstößen gegen die britische Südküste schossen Jäger am gestrigen Tage sieben britische Jagdflugzeuge ab und vernichteten ein feindliches Schnellboot durch Beschuß mit Bordwaffen. Die Besatzung wurde vom deutschen See- votdienst gerettet. In den beiden letzten Nächten gelang es, vier britische Flugzeuge über seindlichem Gebiet abzuschießen.
Deutsche Zerstörer und Sturzkampfflugzeuge
tar Land. Der Oelhafen verfügt über moderne Ent- leerunqs- und Aufnahmeeinrichtungen. Für Die Lebensmittelversorgung Englands von Bedeutung ist auch der Fischereihafen, der über zwei große Markthallen verfügt. In einem normalen Friedensjahr wurden hier rund 300 000 Tonnen Fische gelandet. *
In der Einfuhr über Hüll stehen L e b e n s m i t - t e l an erster Stelle. So wurden in einem normalen Friedensjahr über Hüll 1,4 Millionen Tonnen Getreide, 152 000 Tonnen Zucker und Schmalz, 131000 Tonnen Futtermittel, 120 000 Tonnen Früchte und Gemüse, 43 600 Tonnen Fleisch und Speck 43 000 Tonnen Milchprodukte, 22 000 Tonnen Kakao und 193 Millionen Stück Eier elnge- führt. Außerdem ist Hüll ein wichtiger Einfuhrhafen für H o lz mit einer Einfuhr von über einer Million Tonnen, für die im Hafen große Stapel- pläke zur Verfügung stehen sowie für Erdöl mit 838000 Tonnen, Tier- und P f l cin $ e n f e tt e mit 720 000 Tonnen, Wolle mit 172 000 Tonnen, Erz und Schrott mit 178 000 Tonnen u. a. m. Als Ausfuhrhafen ist Hüll wichtig für K oh le mit einer Million Tonnen und Koks mit rund 200 000 Tonnen, ferner für B a u m w o l l w a r e n, Ma- schinen und andere Fertigwaren.
Entsprechend der Bedeutung von Hüll als Haupthafen für die Einfuhr von Lebensmitteln und insbesondere von Fetten hat sich eine ausgedehnte Lebensmittelindustrie entwickelt. Bekannt sind die O e l m ü h l e n von Hüll, die die größten Englands find. Mit ihnen ist eine bedeutende M a r g a r i n ein d u st r i e verbunden. Hüll verfügt auch über die leistungsfähigsten G e t r e i d e - G r o ß m u h l e n Englands. Die Fett- und Mehlversorgung des mittleren Ostens der JnselchängUzu einem großen. Teck von der LeistungsMgkeit des Hafens von Hüll
Beförderung von Kriegsmaterial nach England nicht zulassen könne, ebensowenig wie Großbritannien Kriegsmaterial nach Deutschland würde passieren lassen.
USA-Senator Pepper fordert Bereinigung der angelsächsischen Flotten.
Rom, 9. Mai. (Europapreß.) Der Parteigänger Roosevelts, Senator Pepper, hat im Senat die sofortige Vereinigung der englischen und nordamerikanischen Flotte und die Einkreisung Japans gefordert. Von Weltherrschaftsgelüsten, so sagt die römische Presse, werden die Geister in USA. vernebelt. Der Herrschaftsrausch Roosevelts habe Tausende von leitenden Persönlichkeiten in USA. angesteckt, und durch eine lärmende Propaganda werde die Ansteckung auf die Massen übertrügen. Niedrige Instinkte würden durch sie in den Massen geweckt. Durch die Vorspiegelung einer Weltherrschaft der Vei^pigten Staaten von Nordamerika, einer1 Herrschaft über Europa, Asien, Afrika, das übrige amerikanische Festland und selbst über England würden die Gewissensregungen der Massen erstickt.
Kundgebungen gegen Halifax in Chikaco.
Rom, 9. Mai. (Europapreß.) Die erste Etappe einer Reise des englischen Botschafters in Washington durch den Mittelwesten um die Stimmung der Bevölkerung in den USA. zu studieren, bildete Chikago. Die I s o l a t i o n i st e n veranstalteten hier eine große Volkskundgebung, in deren Verlauf eine große Menschenmasse vor das Hotel des Botschafters zog, um dort zu demonstrieren. Die Kundgeber führten Schilder und Transparente mit Aufschriften wie etwa: „Schickt Halifax nach Halifax!", „Denkst du noch an Dünkirchen?" und „Sagt die Engländer aus Washington!" Halifax erklärte, England brauche von den Vereinigten Staaten Material in großen Mengen und vor allen Dingen sch n el l. Weiter wünsche Eng« land, daß dieses Material auch an Ort und Stells gelange. Es sei die Sache der Vereinigten Staaten, wie die Sendungen herübergebracht und wie dis Ablieferung sichergestellt werden könne.
USA.-Manöver am 24 Mai.
Neuyork, 9. Mai. (Eurovapreß.) Die bereits mehrfach angekündigten USA.-Heeresrnanö» v e r beginnen am 24. Mai. Als Operationsgebiet ist Louisiana ausgepoählt worden. Streitkräfte in Stärke von 500 000 Mann werden an den Ma- növern teilnehmen, einschließlich zweier mechani« sierter Divisionen, einem Korps der Heeresluftwaffs und Fallschirmfliegertruppen.
Berlin, 9. Mai. (DNB.) Die Angriffe der deutschen Luftwaffe in der Nacht zum 8. Mai haben außer Liverpool und anderen Hafenstädten Eng- lands vor allem auch den großen ostenglischen Hafen Hüll schwer getroffen. Es wurden allein im Mühlenviertel 20 bis 30 Brande gezählt. Das Hafengebiet wurde von einer gewaltigen Explosion erschüttert, die einen Großbrand von beträchtlicher Ausdehnung hervorrief. Nach dem Abflug war der Feuerschein dieses Brandes noch auf 80 bis 100 km sichtbar.
Hutts kriegswirischastttche Bedeutung.
Hüll ist der zweitgrößte Hafen der englischen Ostküste. Die Stadt gilt nach London und Liverpool als eine der wichtigsten Handelsstädte Englands, vor allem als Einfuhrhafen für Lebensmittel und besonders für Getreide. Der Hafen, der 37 Kuometer oberhalb der Mündung des H u m b e r in ine See liegt, ist als Kammerhafen angelegt und kann von den größten Handelsschiffen angelaufen werden. Die Hafenanlagen ziehen sich in einer Lange von etwa elf Kilometer hin. Der Hasen verfugt über rund 500 Kilometer Gleisanlagen, Kais von zusammen 20 Kilometer Länge, zahlreiche große Bekohlungsanlagen, sehr viele Kräne mit großer Huv- traft, große Kühlhäuser mit einem ^Fassungsvermögen für mehrere zehntausend Stück Großvieh, über Getreidesilos und Schuppen für ©etretöe. Die ausgedehnten Speicheranlagen und Lagerhäuser sind für die Ausnahme von frischen Früchten, Gemüsen uni) anderen Einfuhrgütern eingerichtet. Der am Ostende des Hafens liegende Oelhafen erstreckt sich Mit (einen Tmikanlagen über mehrere 100 Hek-
Die Warnung.
Nach dem für alle Wett überraschend schnellen Abschluß des Balkanfeldzuges richten sich die Blicke wieder auf den Hauptkriegsschauplatz um die britische Insel. Die „Schlacht im Atlantik" hat auch in diesen Wochen stärkster Kräftekonzentration im Südosten keine Ruhepause gekannt. Das bezeugte die vorn Oberkommando der Wehrmacht für ben Monat April bekanntgegebene Versenkungsziffer von mehr als einer Million BRT., das bezeugte aber auch Herr Churchill selbst in seiner letzten Unter» Hausrede, als er nach der außerordentlich kritischen Beurteilung, die seine Politik und Kriegführung aus den Reihen der Abgeordneten erfahren hatte, kleinlaut zugeben mußte, daß es ein Irrtum wäre zu behaupten, die Schlacht im Atlantik sei schon gewonnen, England erleide zur Zeit im Schiffsverkehr noch schwere Verluste. Churchill sagte, es werde versucht, diese durch Neubauten und Reparaturen auszugleichen, aber er hat anscheinend selber zu diesem Ausweg angesichts des ständigen Zerstörungswerks, das deutsche Bomber an den Wersten und Dockanlagen der britischen Häfen Anrichten, wenig Zutrauen und tröstet sich und fein Volk daher lieber mit der amerikanischen Hilfe, von der sich England Rettung aus höchster Not verspricht. Auch Lloyd George, der Churchill und seinen Leuten ziemlich zugesetzt hatte, hatte gemeint, Amerika müsse unendlich viel mehr tun, wenn es England die Möglichkeit geben wolle, Deutschland einzuholen und dann zu überholen. Churchill ist schon bescheidener, er will schon zufrieden sein, wenn es mit Roosevelts Hilfe gelänge, den Sclsiffsverkehr wenigstens auf dem lebenswichtigen Minimum zu hatten. So ist die Frage nach dem Schiffsraum eine Lebensfrage für England geworden. Wir wissen, daß Englands Versorgung mit wichtigen Rohstoffen und Lebensmitteln fast ausschließlich auf die Zufuhr aus Ueberfee angewiesen ist. 45 v. H. dieser Zufuhr besorgten vor dem Kriege ausländische Schiffe, die jetzt zum großen Teil für diesen Zubringerbienst aus fall en, die Handelsflotte der Vereinigten Staaten reicht aber nicht einmal für die Aufrechterhaltung und den Ausbau des Handels mit Südamerika, aus dem England feine Schiffe bereits weitgehend zurückgezogen hat, um sie restlos im Atlantik ein» fetzen zu können, denn diese reichen bei weitem nicht mehr aus, gleichzeitig die Transporte um Afrika herum zur Versorgung der dort kämpfenden britischen Armeen zu übernehmen und auf den übrigen Weltmeeren den Verkehr aufrecht zu erhalten. So
Washington, 9.Mai. (DNB.) „Washington Post" bestätigt, daß es Amerika nur auf den Zeitgewinn ankomme, selb st wenn England inzwi- ch e n fallen sollte. Wenn Amerika den Engländern helfe, so würde, sollte es zum Schlimmsten kommen, England sich nicht zu ergeben brauchen, onbem könne sich auf den nordamerika- Nischen Kontinent zurückziehen. Was wäre aus England, Kanada, Südamerika und dem Fernen Osten geworden, wenn die USA.-Regierung nicht im Juni 1940 sofort Kriegsgeräte geliefert hätte? Was immer Amerika tue, es könne zumindest dafür sorgen, daß England den Kampf nicht auf gebe, sondern sich notfalls hierher zurückziehe, und daß der Kampf dann von hier aus fortgesetzt werden könne.
Hutt sucht Mittläufer.
Berlin, 9. Mai. (DNB.) Staatssekretär Hüll empfing die auf Einladung des USA.-Admiral- ftabes in Washington weilenden elf Flottenchefs der idero-amerikanischen Länder. Er bezeichnete ihren Besuch als „hocherfreuliche Symbolik für die gemeinsame Bereitschaft zur Verteidigung der gemeinsamen Interessen". Diele Jahre lang sei der Gedanke einer Gefahr für Amerika von vielen Staatsmännern und Offizieren bagatellisiert worden. Jetzt aber, so bluffte Hüll, werde durch die „weltweiten Eroberungspläne" die tatsächliche Gefahr für einen ober alle Staaten der westlichen Hemisphäre deutlich. „Diese Bedrohung", versuchte er weiter seinen ibero-amerikanischen Zuhörern aufzuhetzen, „kennt keine geographischen Grenzen in ihren Endzielen". So hätten die Lander der wesllichen Hemisphäre ein gemeinsames Ziel für das sie gemeinsam kämpfen müßten. — Hüll' entblöbete sich also nicht nur, zur Tarnung feiner eigenen dunklen Pläne, andere Staaten utopischer „weltumfassender Eroberungsabsichten" zu verdächtigen, sondern er unternimmt nun auch noch den Versuch, Mitläufer in der westlichen Hemisphäre zu finden, die bereit sind, sich für die von ihm vertretenen Interessen des Weltjudentums zu opfern. Oie Kriegshetzer in den LIGA.
10000 BRT., ein Handelsschiff von 8000 BRT. und eines von 7000 BRT. Die fast fertigen Schiffe wurden völlig zerstört und können nur noch ab» gewrackt werden.
Tatsachen zur „Schlacht im Atlantik".
Gens, 10. Mai. (DNB. Funkspruch.) Ein düsteres Bild entrollt „Financial News": „Seitdem das Parlament das letzte Mal die Lage berSchiff ° fahrt einer Ueberficht unterzogen hat, ist die Schlacht im Atlantik in eine noch erbittertere Phase eingetreten. Der monatliche Gesamtverlust ist seit Januar bedrohlich gestiegen. Wir müssen uns darüber klar sein, daß die amerikanische Hilfe, so unschätzbar sie ist, u n s erst in einem Stadium erreicht, in dem die Lage unserer Schifffahrt schwierig wurde. Gegenüber unseren beträchtlichen Schiffsverlusten hat die Fähigkeit englischer und amerikanischer Werften, Ersatz ton - n a g e zu liefern, enge Grenzen. Die gegenwärtige amerikanische Unterstützung kann unter keinen Umständen das Problem lösen. Die Vereinigten Staaten sind zur Zeit durch Kriegs- rü st ungen fest gelegt, die eine wachsende Zufuhr von Kriegsmaterial aus Ueberfee erfordern, und ihre augenblickliche Tonnage itt •*M( in Anspruch genommen."
Neuyork, 10. Mai. (DNB. Funkspruch.) Wie Associated Preß aus London berichtet, muß man das englische Tonnageproblem als Ganzes betrachten. Während Flugzeuge und Tanks im Augenblick wichtiger sind als alles andere, hätte man doch nichts davon, wenn Lebensmittel- jieferungen fehlen. Wenn die Gesamtton- nage weiter sinkt, werden die Schiffe, die jetzt Munitionslieferungen schützen, unvermeidlich zum Schutze von Lebensmittellieferungen eingesetzt werden müssen. Die Gesamttonnage, die England zur Verfügung steht, hat im Monat April durch die Verluste in der Schlacht im Atlantik schwer g e - litten. Da keine Hoffnung besteht, daß die Versenkungsziffern in nächster Zeit abnehmen werden, muß sich England auf den Zeitpunkt gefaßt machen, wo es nicht mehr vermag, Waffen und Lebensmittel zugleich zu transportieren unb wo eß nur die Wahl hat, entroeber das eine oder das andere heranzuschaffen.
Schwerer Schlag für den britischen Schiffsbau.
Berlin, 9. Mai. (DNB.) Deutsche Aufklärungsflugzeuge stellten durch Luftbildaufnahmen fest, daß bei dem Angriff auf die Hafenanlagen von Belfast in der Nacht vom 4. zum 5. Mai drei noch Im Bau befindliche auf den Hellingen liegende große Schiffe vernichtend getroffen wurden. Es handelt sich um einen Tanker von
und seiner Lebensmittelindustrie und insbesondere vom ungestörten Jneinandergreifen der einzelnen Zweige dieser Industrien ab. Auch über Werke der Rüstungsindu trie verfügt Hüll, z. B. Handfeuerwaffenher tellung. Ferner gibt es in
Umgebung von Hüll Walzwerke.
Feindliche Lustangriffe gegen Südwestdeutschland. Berlin, 10. Mai. (DNB. Funkspruch.) Der Feind flog in der Nacht zum 10. 5. in Nord-, wesl- und Südwesl-Deutschland ein. Das Schwergewicht der Angriffe richtete sich offenbar gegen 5 üb - we st-Deutschland, wo mehrere Flugzeuge eine große Sladl mit Spreng- und Brandbomben bewarfen, liebet den verursachten Schaden liegen abschließende Meldungen noch nicht vor. Es muh jedoch mit Verlusten unter der Zivilbevölkerung gerechnet werden.
Von den nach Nord-Deutschland eingedrungenen Flugzeugen erreichten einige auch die Reichs- hauptstadt. hier wurden über einem dicht besiedelten Wohnviertel Bomben abgeworfen. Militärischer Schaden entstand nicht. Dagegen wurden Wohngebäude zerstört und mehrere Zivilper- sonen getötet und verletzt.
Oie Kämpfe in Abessinien.
Rom, 9. Mai. (DNB.) Heber ben Verlauf ber Kämpfe ber italienischen Truppen in Abessinien wirb in Rom folgenbe Darstellung ber Lage gegeben: Die Kämpfe vollziehen sich in brei gefonberten Gruppen. Die erste Gruppe kämpft unter ber Führung bes Vizekönigs, beh Herzogs von Aosta, im Gebiet von A m b a 211 a g i, etwa 400 km nörblich von Abbis Abeba. In biefem wichtigsten Sektor ber gegenwärtigen Kämpfe in Abessinien finb heftige Gefechte im Gange. Die zweite Gruppe kämpft im Gebiet des Tana-Sees bei (Bonbar. Die dritte Gruppe, unter Führung bes Generals Gaz- zera, operiert im Gebiet von Gimma unb Galla im Sübwesten Abessiniens. Hier befinbet sich bas weit ausgebehnte Gebiet ber großen Seen unb ber unerforschten Wälber. Bisher sind die englischen Truppen in bieses Gebiet tiefer noch nicht eingebrungen. Der Kampf ber italienischen Truppen wirb von verschiebenen zerstreuten Wiberstanbs- neftern geführt, die aus militärischen Gründen nicht bekanntgegeben werben können.
Madrid, 9. Mai. (DNB.) „ABC" schreibt, nach ben letzten Reben von Willtie, Stimson und Knox könne wohl niemand mehr Zweifel daran haben, daß biese Männer die verbissensten Kriegstreiber eines Präventivkrieges gegen Deutschland seien. Niemals aber würden sie sich damit entschuldigen können, daß sie bis Gefahr, ber ihr Lanb mit biefer Politik ausgesetzt ist, nicht gekannt hätten. Matsuoka habe erklärt, daß ein Konflikt zwischen ben USA. ,unb der Achse auch Japan in den Krieg bringen werde. Es sei klar» daß Deutschland die
Die römische Presse veröffentlicht Tagebuchblätter bes italienischen Oberkommanbos in Albanien über einen Besuch des Duce an b er alb a = nisch-griechischen Front, der im März erfolgt war. Mussolini besichtigte an mehreren Tagen die Front unb wirkte durch sein Erscheinen in den ,r....o— ........,
vordersten Linien anfeuernb auf die im schweren statten, diese Schiffsrouten mit ihren eigenen Schis- Kampf stehenden Truppen. Der Duce hat auch die fen durchzuführen. Die amerikanische Hanbelsschifs- Nachschublinien und bie Frontlazarette besichtigt. | fahrt ist für beit Zubringerbienst ber englischen Ein-


