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Schnellboote greifen an

Bon Kneqsbenchter Adolf Schwarz.

Aus aller Wett

Butterpakete, statt sie von einem Bahnsteig auf den

Das Boot macht eine Schwenkung und hält auf die im Wasser schwimmenden Seeleute zm Bald sind sie gefunden und an Bord genommen. Warme Wolldecken, ein kräftiger Schluck Rum, Zigaretten sowie die fürsorgliche Aufnahme durch die deutschen Matrosen sorgen dafür, daß sie sich bald wieder er­holen. Einem Rettungsboot wird, nachdem wir uns von der Seetüchtigkeit überzeugt haben, der ge­naue Kurs zur Küste gegeben.

Na, nun a u f den nächste n", meint der Kom­mandant. Der Kurs wird neu angesetzt, und dann stiert wieder jeder in die dunkle Nacht. Schatten voraus!" Ein neuer Anlauf wird gefahren. Wir haben es auf den zweiten Dampfer abgesehen. Vor­sichtig pirschen wir uns näher, um in gute Schuß­position zu kommen. Rrumms ... eine neue starke Detonation. Ein Dampfer ist von

DNB. , 9. März. (PK.) Wir liegen auf be­fohlener Position. Die Nacht ist hereingebrochen, nur ab und zu lugt für einen Augenblick der Mond durch die Wolken. Angestrengt suchen wir den Hori­zont nach verdächtigen Schatten ab, die uns das Nahen des feindlichen Geleitzuges ankündigen sollen.

Rrumms ... hinter unserem Boot eine Deto­nation. Leuchtbomben erhellen den Horizont. Eines unserer Boote muß mit dem Geleitzug zu­sammengetroffen sein und hat schon den ersten Dampfer geknackt. Nun wird es auch bei uns gleich losgehen. Die Jagd hat begonnen.Wir laufen dem Geleit entgegen!" befiehlt unser Kommandant. Eine unbeschreibliche Spannung herrscht an Bord. Rrumms ... wieder eine Detonation, jetzt vor uns und bedeutend stärker als die erste. Wohl ein Dutzend Leuchtbomben werden von den Zerstörern, die den Geleitzug sichern sollen, in den Himmel ge­schossen. Ein wildes Schießen der Zer- st ö r e r setzt ein. Aber es hilft alles nichts. Unsere Schnellboote knacken weiter. Es rummst und knallt an allen Ecken und Kanten.

Voraus zu sehen wir dann Schatten. Schon pirscht sich unser Boot an einen dicken Pott heran. Unheim­lich groß wächst der Schatten aus der Nacht. Die Aufbauten des Dampfers sind genau zu erkennen. Jetzt stehen wir in günstiger Schußposition. Mit unerschütterlicher Ruhe gibt der Kommandant seine Befehle:Torpedo los!" zischend verläßt der Aal das Rohr. Unendlich langsam vergehen jetzt die Sekunden. Dann eine st a r k e Detonation. Eine schwarze Rauchwolke steht am Himmel.G e - troffen!" Die Mannschaft brüllt vor Freude, denn mit diesem fetten Bissen hat ihr Kommandant mehr als 50 0 0 0 B R.T. feindlichen Han- delsfchiffraum versenkt. Der Dampfer sinkt langsam men das Achterschiff hängt schon tief im Wasser, Rettungsboote werden ausgesetzt.

Dann wollen wir mal sehen, wo der andere ge-

Günther Stolz fernmündlich zum Bahnhof Wann­fee bestellt hatte. Dieser brachte auch noch seinen Freund Richter mit. Sie stahlen die vier Pakete mit Butter von dem Gepäckkarren, den Wilhelm Stolz inzwischen zusammen mit anderen Bahnsendungen auf den Verladebahnsteig gebracht hatte. Dreißig Pfund Butter verkauften Günther Stolz und Rich­ter zum Preise von je 4 RM. an Arbeitskameraden, während sie 3 RM. je Pfund an Wilhelm Stolz abführen sollten. Dieser beabsichtigte, den Rest der Diebesbeute an den Angeklagten Jordan zu ver­kaufen, den er vor einigen Monaten in einem Cafe kennengelernt hatte und der dabei unter An­spielung auf die Stellung des Stolz bei der Reichs­bahn erklärt hatte, daß er für alles Verwendung habe. Jordan kaufte für 450 RM. einen Zentner Butter und verkaufte sie sofort mit 100 RM. Auf­schlag weiter an den Johann Kollrnorgen. Der Rest der gestohlenen Butter wurde in kleineren Mengen verschoben. Wilhelm Stolz erhielt nun fünf Jahre Zuchthaus, Günther Stolz und Richter je zwei

blieben ist", meinte der Kommandant. Da bringen ( Butterpakete, statt sie von einem Bahnsteig auf den aus der Nacht Hilferufe zu uns herüber.Klar anderen zu schaffen, auf einem Gepäckkarren im machen zum Uebernehmen", ruft der Kommandant. I Bahnhofstunnel abgestellt und dann seinem Bruder

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Schneesiurm in Neuyork.

Seit Freitag. abend wird Neuyork von einem Schneesturm heimgesucht. Es handelt sich um den heftigsten Schneesturm, den Neuyork seit vielen Jah­ren erlebte.

Butterschieber vor Gericht.

Am 9. September vorigen Jahres waren beim Umladen auf dem Bahnhof Berlin-Wannsee vier Packete mit zusammen zwei Zentner Butter ver­schwunden. Der Verdacht richtete sich bald gegen den Gepäckarbeiter Wilhelm Stolz, der die vier

einer gewaltigen Rauchsäule elngehüllk und ver­schwindet in den Fluten. Da hat unser Nachbarboot seinen Aal angebracht. Wieder schießen die Zerstörer ihre Leuchtbomben in den Himmel. Taghell ist ringsherum alles erleuchtet. Ein Zerstörer stößt hinter einem anderen Dampfer mit direktem Kurs auf unser Boot zu. Wir stehen zum Zerstörer in äußerst ungünstiger Schußposition und müssen, uns einnebelnd, zurückziehen.

Kaum sind die Leuchtbomben erloschen, wird wie­der beigedreht. Es muß uns doch gelingen, den Zerstörer oder den anderen Dampfer zu erwischen! Aber die Nacht hat sie verschlungen. Unser Suchen ist vergebens, wir finden sie nicht mehr. Im Mor­gengrauen kehren wir zum Einsatzhafen zurück. Stolz wehen auf den Booten die Abschußwimpel. Das war wieder einmal eine Nacht so recht nach den Herzen der Schnellbootmänner. Zwei Zerstörer und zehn F r a ch t e r mit rund 45 000 BRT. wurden durch den kühnen Vorstoß deutscher Schnellboote ver­senkt.

Jahre Zuchthaus, Jordan bret Jahre Zuchthaus und Kollrnorgen ein Jahr Gefängnis und 3000 RM. Geldstrafe.

Vollstreckung eines Todesurteils.

Am 21. Februar 1941 ist der 31jährige Karl D e h - n e l aus Schivelbein hingerichtet worden, den das Sondergericht in Stettin als Gewaltverbrecher zum Tode verurteilt hat. Dehne! hatte in der Umgebung von Schivelbein in fünf Fällen auf der Landstraße junge Mädchen überfallen und zu vergewaltigen versucht.

Lin niederträchtiger Gaunerstreich.

Wegen Unterschlagung und Rückfallbetruges mußte sich der mehrfach vorbestrafte 36jährige Willi Haase aus Stettin vor der 14. Berliner Strafkammer ver­antworten. Der Angeklagte war Zeuge eines Ver­kehrsunglücks gewesen. Er hatte beobachtet, wie eine Frau St. von einem Radfahrer angefahren und dabei verletzt wurde. Scheinbar hilfsbereit sprang er hinzu und erbot sich, die Verunglückte zur Klinik zu bringen. Unterwegs hatte Frau St. demfreund­lichen Helfer" ihre Handtasche anvertraut, die neben einem geringen Geldbetrag eine goldene Brosche und ein paar Ohrringe enthielt. Sie bat den Angeklag- ten, diese Sachen ihrem Ehemann zu überbringen und ihm zu bestellen, daß er die in der Kommode befindlichen 5 RM. für seinen Lebensunterhalt Der« wenden sollte. Der Angeklagte gab dem Ehemann aber nur die leere Tasche ab und behielt den Inhalt für sich. Weiter schwindelte er ihm vor, seine Ehe­frau lasse ifyi bitten, ihr durch H. die 5 RM. aus der Kommode sowie drei Hemden zu übersenden. Mit dem Gelde und den Hemden suchte der Angeklagte bann das Weite. Frau St., die an den Folgen des Unfalls verstarb, hatte kurz vor ihrem Hinfcheiden einer Krankenschwester den Vorfall erzählt, so daß es gelang, den gewissenlosen Gauner zu überführen. Er erhielt ein Jahr neun Monate Zuchthaus.

Sprechstunden der Redaktion.

11.30 bis 12.30 Uhr. 16 bis 17 Uhr. Samstagnach, mittags geschlossen.

jpauptKörtftititer: Dr. itrtebnd) Wildel» L'cmge. Stellvertteter M Haupnchri Metier«- Ernst Blumscheta. BeramworUtck) rfirPorttt untz Bilder Dr. ftt. W. Hange für das R-euMeton: Dr. HanS Thyriot; lür Stad' Gießen, Prvvm-, Wirl,cha<i u. Sport: Ecnn Bmm>che n.

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Wilhelm Wagner, Lehrer i.R.

9

kurz vor Vollendung seines 75. Lebensjahres.

Münzenberg, Dresden, Berlin, Friedberg, den 8. März 1941.

1224 D

Am 8. März entschlief unerwartet nach kurzem Kranksein mein lieber Mann, unser guter, treusorgender Vater, Schwiegervater, Großvater und Bruder

Die Beerdigung findet Dienstag, den 11. März, nachmittags 2 Uhr, In Münzenberg statt

Im Namen der Hinterbliebenen:

Katharina Wagner, geb. Reul

Oberstleutnant W Adam u. Frau Elisabeth, geb Wagner Major Dr. W. Wagner u Frau Martha, geb. Zimmermann Ingenieur H. Wagner u. Frau Paula, geb Kretzmüller Pol. Ass K. Wagner und Frau Friedel, geb. Weik und 7 Enkelkinder.

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wegen Verheiratung einer meiner jetzigen, sofort oder 1 April gesucht.

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&

Einäscherung in Gießen, Neuer Friedhof, Mittwoch, den 12. März, 15 Uhr.

Nach kurzer Erkrankung in seiner Dienststellung im besetzten Gebiet entschlief in einem Reserve-Lazarett am 7. März 1941 mein lieber Mann, unser treuer Vater und Großvater

Danksagung.

Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme, die vielen Kranz- und Blumenspenden sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfairer Metzler, der Krankenschwester für die liebevolle Pflege und allen denen, die unserer lieben Entschlafenen die letzte Ehre erwiesen haben, sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank.

Die trauernden Hinterbliebenen:

Heinrich Weimer III., Schuhmachermeister nebst Angehörigen.

Daubringen, den 10 März 1941.

______ 1225 D

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Gemeinsame Bekanntmachung

der Landräte der Landkreise Alsfeld, Büdingen, Friedberg, Gießen, Lauterbach sowie des Ober­bürgermeisters der Stadt Gießen.

Bekr.: Abgabe von Sauermilchkäse im Rahmen der Bewirtschaftung.

Der Herr Reichsstatthalter in Hessen Landes­regierung Landesernährungsamt hat im Einver­nehmen mit dem Milch- und Fettwirtschaftsverband Hessen-Nassau bestimmt, daß auf den Abschnitt 2 für Käse der Reichsfettkarten für die 21. Zuteilungs­periode, der an sich für die Zeit vom 17. März bis 30. März 1941 befristet ist, während der ganzen Dauer des 21. Versorgungsabschnittes ausschließlich Sauermilchkäse (Handkäse) abzugeben ist und be­zogen werden kann. 1223V

Gießen, den 5. März 1941.

Für die Landräte der Landkreise Alsfeld, Büdingen, Friedberg, Gießen, Lauterbach sowie den Ober­bürgermeister der Stadt Gießen:

Der Landrat des Landkreises Gießen: ___________________Dr. Lotz.___________________

Gemeinsame Bekamttmachnng der Landräte der Landkreise Alsfeld, Büdingen, Friedberg, Gießen und Lauterbach sowie des Ober­bürgermeisters der Stadt Gießen.

1. Futtermittelfcheine für Pferde.

Der Abschnitt 5 des Futtermittelscheines für Pferde für das Wirtschaftsjahr 1940/41 wird hiermit zum 8. März 1941 aufgerufen. Es kommen wiederum je Pferd bis zu 420 kg Pferdefutter für die Bedarfs­deckung in den Monaten März/April 1941 zur Ver­teilung.

2. Bezugscheine für Futtermittelverteiler.

Die Futtermittelverteiler werden hiermit aufge­fordert, innerhalb einer Woche nach Erlaß dieser Bekanntmachung die bei ihnen eingegangenen Ab­schnitte 4 des Futtermittelscheines für Pferde zunz Umtausch in Bezugscheine dem für sie zuständigen Ernährungsamt Abt. B vorzulegen. Gleichzeitig wer­den die Verteiler daraus hingewiesen, daß als Ver­falltag der Bezugscheine der 25. März 1941 fest­gesetzt ist. 1222V

Gießen, den 6. März 1941.

Für die Landräte der Landkreise Alsfeld, Büdingen, Friedberg, Gießen und Lauterbach sowie für den

Oberbürgermeister der Stadt Gießen: Der Landrat des Landkreises Gießen:

Dr. Lotz.

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