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sehungen, auf denen die Gesundheitspolitik plan» mäßig weiterbauen kann. Sie stellt daher, wenn sie in aroßzügigem Maße der Bevölkerung nahege» bracht und von dieser anerkannt wird, einen ent- scheidenden Sektor der Gesundheitspolitik dar. auf dem sich alle weiteren Erfolge aufbauen Das Beispiel des Wirkens des Winterhilfswerkes des deutschen Volkes und der NS.-Dolkswohlfcchrt mag dieses Beispiel erhärten.
Hier begegnen sich sozialpolitische und gesundheitsführende Zielsetzungen zu einer in der Geschichte der Völker einmaligen Ausweitung. Es unterliegt zum Beispiel gar keinem Zweifel, daß die Tatsache einer Erholungsoerschickung von insgesamt vier Millionen Kindern einen ungeheuren Beitrag zur Gesundheits- führung des deutschen Volkes darstellt. Dabei ist es zunächst vollkommen gleichgültig, ob diese Verschickung in jedem einzelnen Fall die für das betreffende Kind allein richtige und ausreichende Maßnahme darstellt. Wichtig dagegen ist, daß durch die Aenderunq der Umwelt und die menschliche Güte jener Familien, die ein fremdes Kind für die Zeit her Erholung als eigen aufnahmen, eine Lebenswiderstandskraft und eine seelische Stärkung in einem Maße erreicht wurde, für das uns die Briefe der Eltern immer wieder einzigartige dokumentarische Beweise sind.
Die Besserung der Leistungen der Kinder in der Schule sind wiederum ein Ergebnis des inneren Auftriebs, der zunächst durch eine sozialpolitische Maßnahme erreicht wurde, die sich wiederum darüber hinaus noch als eine ungeheure sozialistische Tat auswirkte. Die Verlagerung des Schwergewichts der Kinderlandoerschickung auf die Heimoerschickung unter ärztlicher Betreuung stellte den nächsten Schritt einer immer weiter sich vertiefenden Arbeit dar, die nunmehr schon bewußte gradlinige Forderungen gesundheitspolitischer Namr verwirklichen.
Der neue Typ der NS.-Schwester als Ge- meindeschwester kennzeichnet diese Entwicklung vielleicht am deutlichsten. Ihr dient die Ausbildung im Krankenhaus gewissermaßen als Werkzeug, um ihren weltanschaulichen Auftrag erfüllen zu können. Nur wer die Einsamkeit ferner, abgelegener Gebiete und die Säuglingssterblichkeitsziffern in diesen Gebieten kennt und diese Tatsachen nicht nur als ein Ergebnis unzureichender ärztlicher Versorgung, sondern auch als Folge der Not betrachtet, kann ermessen, in wie starkem Maße die NS.-Schwester a l s T re uhänder der Volksgesundheit in Erscheinung getreten ist. Es soll keinesweg die Bedeutung anderer Berufe geschmälert werden, die auf diesem Gebiet immer erfolgreich tätig waren, aber erst der Ausbau der Hilfsstellen „Mutter und Kind" zu einem gewaltigen Bereich seelischer Kraft hat die Voraussetzungen geschaffen, die ins- gesamt den schönsten Ausdruck des lebendigen Lebens erzielten, zuversichtlich und im Bewußtsein eines neuen Lebensglückes neues Leben erzeugen zu wollen.
Was hier die behördliche Fürsorge erreichen konnte, steht in keinem Verhältnis zu den Möglichkeiten, die heute durch die immer weiter sich ent» weckelnde Vertiefung der NSV.-Arbeit und durch die Mithilfe aller deutschen Volksgenossen möglich geworden sind. Die Arbeitsverbindung mit den staatlichen Stellen und die ärztliche Führung sind die Kennzeichen einer Entwicklung, die in der Dynamik des Auftrags des Führers liegt. Die starke Einschaltung von Laienkräften, insbesondere in den Hilfsstellen „Mutter und Kind", muß nach den bisherigen Erfahrungen als die psychologisch beste Möglichkeit angesehen werden, dem ihnen entgegengebrachten Vertrauen durch Vertrauen wiederum zu begegnen. Den Laienkräften wird manches gesagt werden, was der nicht ortsansässigen Fachkraft durchaus nicht immer gesagt werden würde. Und so entsteht in der Arbeitsgemeinschaft der Frau mit dem gesunden Menschenverstand und der Fachkraft eine Volksnähe, die durch kein irgendwie anders geartetes Mittel erreicht werden könnte. So wird in der Zusammenarbeit der beteiligten Stellen von Partei und Staat eine Gesundheitspolitik in die Praxis umgesetzt, für die auf dem Sektor des Hilfswerkes „Mutter und Kind" die Hilfsstelle „Mutter und Kind" der Partei der überzeugendste Ausdruck fein dürste.
Die Kindergartenarbeit der NSV. stellte jenen Sektor des Hilfswerkes dar, der die wohl schönste Entwicklung genommen hat seit jener Zeit, als Fröbel die ersten Grundlagen zunächst einer Kinderbewahrung und pädagogischen Einflußsphäre schuf. Auch hier ergibt sich aus der ständigen Verbindung der Kindergärtnerin mit der ihr anvertrauten jüngsten Generation des deutschen Volkes eine gewaltige Aufgabe der biologischen und sozialpädagogischen Betreuung. Noch ist nicht abzusehen, welche Entwick- luna dem Kindergarten noch bevorsteht, wenn er t die Kräfte vorhanden sein werden, deren Entwicklung und Ausbildung etlicher Jahre bedarf. Eines ist sicher, heute schon bietet das nationalsozialistische Deutschland mit den vielfältigen Einrichtungen der Partei ein Bild überzeugender Einheitlichkeit in der Zielsetzung aller Kräfte auf die Ge- sundheitsführung der gesamten deutschen Jugend.
Wo wäre die erzieherische Kraft, die an dem Ge- danken der Gesundheitsfuhrung überhaupt vorbeigehen könnte? Mit den steigenden Mitteln des W i n- t e r h i l f s w e r k e s und den Sonderpenden, über die heute die NSV. verfügt, wird das Ziel einer nationalsozialistischen Volkspflege immer stärker sichtbar. Was hier in der ersten Zeit nach der Gründung der Nationalsozialistischen Dolkswohlfahrt von den damaligen Aerzten schon verkündet wurde, nimmt nunmehr die Form an, die das Werk der Erfüllung nahebringt. Wenn heute die NSV. den staatlichen Gesundheitsämtern Millionest für eine planmäßige Betreuung der Säuglinge und Kleinkinder, Vigantol, Cebion u. a. zur Verfügung stellt, wenn in der Schulzahnpflege Einrichtungen geschaffen wurden, für die aus der NSV. die Mittel flössen, so beweist diese Tatsache, in wie weitem Um» fang heute die Lücke geschlossen wird, die zwangsläufig in der staatlichen Gesundheitsführung noch vorhanden ist, deren Vorhandensein aber in großzügigster Weise von der Partei als Aufgabe einer Ueberwindung angesehen wird. In der Zusammenarbeit mit dem Amt Gesundheit der NSV. vollzieht sich so eine Arbeitsharmonie, die dem Außenstehenden nicht immer bewußt wird, deren Leistung aber in der biologischen Gesunderhaltung und Förderung der Gesundheit unserer ganzen deutschen Jugend und unserer Mütter zum Ausdruck kommt.
Werner Reher.
„Ungewöhnlich starker" Luftangriff.
Neu y ork, 9. März. (DNB.) Nach einem Bericht der amerikanischen Agentur Associated Preß hat die deutsche Lukiwaffe in der Nacht zum Sonntag einen, wie es heißt, „ungewöhnlich schweren" Luftangriff gegen London durchgeführt. Sechs oder sieben Angriffswellen seien über
, die Stadt hinweggegangen. Bald nach Eintritt des Fliegeralarms am Samstagabend habe schweres Flakfeuer eingefetzt, Hunderte von schweren Sprengbomben seien auf einem Bezirk der britischen Hauptstadt abgeworfen worden Der Angriff habe mit feiner Gewalt an die schweren Blitzangriffe :m letzten Herbst erinnert Auch United Preß spricht von einem äußerst heftigen Angriff und betont, daß das Flakfeuer das stärkste gewesen sei, das man seit Monaten gehört habe.
Neuer Sonderdetegierter Roosevelts nach London.
Washington, 9. März. (Europapreß.) Wie aus dem Weißen Haus mitgeteilt wird, wird sich am Montag der Neuyorker Bankier Avervill Harriman, Der Mitglied des Rüstungs-Ausschusses ist, nach London begeben. Er hat die Aufgabe, so heißt es in der Erklärung des Weißen Hauses, „sämtliche Fragen, die die Krieasmaterial- lieferungen an das Empire sowie die Möglichkeit zur Beschleunigung der Lieferungen aus
Washington, 9. März. (Europapreß.) Nach Titägiger Aussprache hat der nordamerikanische Senat am Samstagabend das Englandhilfe-Gesetz m i t 6 0 gegen 31 Stimmen angenommen. Bei der Abstimmung stimmten f ü r das Gesetz 49 Demokraten, 10 Republikaner und ein Unabhängiger. Gegen das Gesetz stimmten 13 Demokraten, 17 Republikaner und ein Fortschrittler. Ein Demokrat und ein Republikaner enthielten sich der Stimme.
Die Schlußaussprache stand im Zeichen starker Ner- vosität. Während der Abstimmung über die Zusatzanträge der Opposition wurde von der Tribüne plötzlich eine mehrere Meter lange Fahne in den Sitzungssaal hinabgelassen, deren weit sichtbare Aufschrift die Senatoren aufforderte, gegen die Vorlage zu stimmen. Eine Frau wurde auf der Stelle verhaftet und abgeführt. Im übrigen zeigte die letzte Senatssitzung durch Anwesenheit von zwölf Polizisten ein ungewohntes Bild. Anträge, die sämtlich auf eine Begrenzung des Einsatzes der USA=<5treitfräfte auf die westliche Halbkugel abzielten, wurden a b g e ° lehnt. Die auf Regierungswunsch eingeschränkte Vorlage des Senators Ellender, wonach das England- hilfegesetz die einschlägigen Verfassungsbeftimmungen bezüglich des Einsatzes der U8A.-Streitkräfte nicht berührt, fand mit 65:24 Stimmen Annahme. Dadurch wird der verfassungsmäßige Oberbefehl des Präsidenten über die Streitkräfte in keiner Weise eingeschränkt. Auch ein Zusatzantrag des Senators O'Mahoney, der Den Einsatz der LJSA.=$Iotte für Eskortierungszwecke außerhalb der westlichen Hemisphäre verbieten wollte, wurde abgelehnt. Mit 56:35 Stimmen sprach sich der Senat auch gegen die Vorlage aus, die die Unterhaltung von Streitkräften unmvglichlich machen wollte innerhalb der von Präsident Roosevelt als Kampfzone bezeichneten Gebiete.
Das Englandhilfegesetz war im nordamerikanischen Bundeskongreß als „Gesetzesvorlage Nr. 1776" eingebracht worden. Diele Nummer, die dem Jahre der Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten von Nordamerika entspricht, hat das Gesetz sicherlich nicht ganz zufällig erhalten. Das Gesetz zählt in feinem ersten Abschnitt die der Landesverteidigung dienenden Gegenstände im einzelnen auf, und zwar Waffen, Munition, Luftfahrzeuge, Schiffe ober Boote, Maschinen für die Erzeugung, Reparatur, Herstellung, Instandhaltung und Bedienung solcher Gegenstände, ferner Material, das Be-
Rorn, 9. März. (Europapreß.) England und die Vereinigten Staaten von Nordamerika, so äußert ich die römische Sonntagspresse, lassen nichts unver- ucht, um gegen die von den Achsenmächten geschas- ene und erhaltene Ruhe zu wühlen. Hinsichtlich eines Erfolges dieser Wühlereien gebe sich aber Washington eitlen Hoffnungen hin. Nicht nur bei den Achsenmächten, sondern auch in Bulgarien herrsche Gewißheit darüber, und auch in Ungarn seien sich die politischen Kreise einig, daß England die auf dem Balkan verlorenen Stellungen nicht zurückerobern könne. Gestern, so schreibt „Giornale d'Jtalia", habe ich nun auch der Handlanger der englischen Regierung, Bene sch, zu Wort gemeldet und das j u • ; oslawische Volk aufgeforbert, sich gegen die Achse zu stellen; es solle auf dem für das englische Imperium so schwierig aemorbcnen Weg mitmar» schieren. Sowohl in Washington als auch in London baue man die eigenen Schachzüge auf einer angenommenen jugoslawischen politischen Unfähigkeit in ber Beurteilung der Lage auf. In Wahrheit aber bewiesen die verzweifelten, angstvollen Bemühungen nach neuen Verbündeten das B e w u ß t s e i n d e r
den Vereinigten Staaten, betreffen, zu behandeln" Harriman wird von einem Stab von Sachverständigen begleitet, unter ihnen befinden sich Oberst Allen George Green als Vertreter des Kriegs- bepartements und Edwarb Warner als Vertreter ber Behörben für die Zivilluftfahrt.
Argentinien, Chile und die Antarktis.
Buenos Aires, 9. März. (Europapreß.) Der Präsident der argentinischen Antarktiskommission, Dr. Ruiz M o r e n o, hat sich am Sonntag zu einem Gedankenaustausch mit der chilenischen Ant- arktiskommission über die Teritorialansprüche Chiles und Argentiniens im Südpolargebiet nach Chile begeben. Die Notwendigkeit dieser Zusammenkunft hat sich durch ein Dekret der chilenischen Regierung ergeben, durch das Chile Südpolargebiete beansprucht, die teilweise sich mit dem von Argentinien geforderten Sektor überschneiden. Der von Argentinien daraufhin erfolgte Protest führte zu ber Vereinbarung, bie beiberfeitigen Ansprüche a u f dem Konferenzwege zu begrenzen.
stanbteile solcher Gegenstände bilbet, sowie alle Einzelteile solcher Gegenstänbe. Danach kann also f a st alles vom Präsidenten ber Vereinigten Staaten als ein der Landesverteidigung dienender Gegenstand gekennzeichnet werden.
Der weitere Inhalt des Gesetzes beauftragt den Präsidenten, b i e Außenpolitik ber USA. gemäß bem Grunbsatz zu gestalten, baß d i e Siche rheit der Vereinigten Staaten von ber erfolgreichen Verteibigung ber bemokra- tischen ßänber in ber übrigen Welt abhängig ist. Zu biesem Zweck ermächtigt bie Vorlage ben Präsidenten, alle ber Landesverteidigung bienenden Gegenstände denjenigen Säubern, deren Verteibigung als lebenswichtig für bie USA. anzusehen ist, aus den Beständen ber USA.-Wehrmacht, ber Pro- buftion ber U8A.-Rüstungsindustrie sowie auf sonstige Weise beschafftes Material bis zu einem Gesamtbeträge von 1,5 Millionen Dollar zu verleihen, zu verpachten ober gegen anbere Gegenstände aus» Mäuschen. Weitere Kriegsmittel, bie diese Summe wertmäßig überschreiten, können nur mit Zustimmung des Bundeskongresses abgegeben werden.
Dem Präsidenten bleibt es überlassen, zu bestimmen, welche Länder er als lebenswichtig für die Existenz der USA. ansehen will. Auf frühere gesetz- liche Bestimmungen braucht er keinerlei Rücksicht zu nehmen. Einen besonders wichtigen Punkt des verabschiedeten Gesetzes bildet bie Ermächtigung bes Präsibenten, Informationen, die sich auf die Landesverteidigung beziehen, jeder von ihm bestimmten Regierung mitzuteilen. Er kann auch jeden ber Landesverteidigung dienenden Gegenstand für die Ausfuhr nach einem von ihm zu bestimmenden Lande freigeben und bie Bedingungen festfetzen, zu benen bie Abgabe erfolgen soll. Umgekehrt wirb ber Präsident auch ermächtigt, jeden ber Landesver- teibigung bienenben Gegenstand, der für bie USA. nützlich erscheint, von einem anderen Land käuflich zu erwerben. Schließlich gibt das Gesetz dem Präsi- benten bas Recht, bie norbamerikanischen Häfen unb Werften fremben Kriegsschiffen zur Reparatur unb Ausrüstung zu öffnen. Weitgehende bem USA.-Präsidenten eilige» räumte Vollmachten können durch einfachen Be- schluß ber beiben Häuser bes Bundeskongresses jeberzeit widerrufen werden. Tritt dieser Fall nicht ein, erlischt bas Gesetz automatisch im Juni 1943.
eigenen Schwache. Nach Polen unb Griechen- lanb sichere man jetzt auch Jugoslawien Hilfe zu. Es sei unerforschbar, auf welchem Wege und in welcher Weise irgendein südosteuropäischer Staat eine angelsächsische Hilfe erhalten könnte, da doch der ganze Verkehr im Mittelmeer von ben Bereinigten deutschen und italienischen Luftstreitkräften sowie von ber italienischen Kriegsmarine kontrolliert werde. Die Kriegsluft der in den Vereinigten Staaten herrschenden politischen Gruppe müsse nun wohl allen neutralen Staaten gefährlich erscheinen. Auch „Popolo di Roma" bezeichnet bas offene (Eingreifen ber Diplomatie ber Vereinigten Staaten als ben Gipfelpunkt ber Feindseligkeit "gegenüber ber Achse bie nun bereits alle Dämme des Anstandes und der Vernunft durchbrochen habe.
Die ungarische presse gegen Roosevelts Sinmischungsveisuch. Budapest, 8. März. (Europapreß.) Das der
Regierung nahestehende Blatt ..Magyarorszag" besaßt sich erneut mit dem Versuch Roosevelts, sicht
durch ein Garantieverfprechen an Jugoslawien kn die südosteuropäische Politik einzumischen. Sollte einer der halbamtlichen Abgesandten Roosevelts, wie sie zur Zeit bie ganze Welt bereisten unb als „Vertraute bes Präsibenten Roosevelts" ober als „Mitglieber ber engeren Umgebung Roosevelts" bezeichnet mürben, bas fragliche Angebot gemacht haben, so würbe bas bas Gewicht einer amtlichen Mitteilung haben Diese Abgesandten täten so, als ob sie bevollmächtigte Minister wären.
Der „Pester Lloyd" bemerkt, bie prinzipiellen Stellungnahmen, bie von den beutschen unb italienischen Blättern an bieten Fall geknüpft werben, and Die sich mit ber Auffassung ber sübosteuropäischen ßänber vollinhaltlich decken, gehen von ber Tatsache aus. daß es im Interesse ber gedeihlichen Entwicklung der sübosteuropäischen Völker unzulässig ist, daß sich raumfrembe Einflüsse in ber Form von Blockbilbungen, Tenbenzen, Garantie- und Hilfeangeboten, in ihre Angelegenheiten einmischen. Diese Länder lehn en es ab, durch politische Tendenzen von außer her, von ihrem natürlichen Weg abgedrängt zu werden.
Angriffe auf Giarabub abgeschlagen.
Der italienische Bericht vom Samstag.
Rom, 6. Würz. (DRV.) Der italienische Wehr- machlberichl hat folgenden Wortlaut:
An der griechischen Front belegte unsere Luftwaffe feindliche Truppevlager. Truppenansamm- langen und Verteidigungsstellen mit Sprengbomben, Splitterbomben und Maschinengewehrfeuer.
3n Rordafrlka griff der Feind erneut Giarabub an. Der Angriff wurde aufgefangen und abgeschlagen. Unsere Flugzeuge haben den Hafen von Benghasi, einen Flugstützpunkt und eine feindliche Kraftwagenkolonne wirksam bombardiert.
3n Ostafrika feindliche (Einfluge auf einige Ortschaften in (Eritrea, die keinen Schaden verursachten.
3agdflugzeuge des deutschen Fliegerkorps haben beim Flug über Malta im Luftkampf eine Hurrikane sowie eine Blenheim abgeschossen und im Tiefflug ein Sunderland-Wasserflugzeug durch Maschinengewehrfeuer in Brand geschossen. (Ein Kriegsschiff von mittlerer Tonnage ist im Mitlelmeer aus nicht genau festgeftellten Ursachen untergegangen. Die Besatzung wurde größtenteils gerettet
Oer italienische Bericht vom Sonntag.
Rom, 9. März, (DRB.) Der italienische Wehrmachtbericht vom Sonntag hat folgenden Wortlauts
An der griechischen Front wurden feindliche Angriffe im Abschnitt der 11. Armee durch unsere Gegenangriffe glatt zurückgewiesen und dem Feind beträchtliche Verluste zugefügt Unsere Fliegereinheiten haben feindliche Stellungen, Batterien und Truppen intensiv mit Bomben und Maschinenge- wehrfeuer angegriffen und wichtige feindliche Stützpunkte getroffen.
3n Rordafrlka hat unsere Luftwaffe militärische Stellungen in Bengasi sowie einen feindlichen Flugzeugstühpunkt in der Lyrenaika bombardiert
3n 0 ff a f r i f a hat eine unserer Abteilungen eine detachierte feindliche Abteilung im Abschnitt von fieren angegriffen und zerstört 3m Somali- Abschnitt haben unsere Flugzeuge britische Kraftwagen und Panzerwagen bombardiert Feindliche Flugzeuge haben eine erstreische Ortschaft bombardiert; keine Opfer noch Materialschaden. Am 7. März hoben Flugzeuge des deutschen Fliegerkorps einen Bombenangriff gegen militärische Anlagen Maltas durchgeführt
Entrüstung in Syrien.
Gegen die britischen Okkupationspläne.
Ankara, 9. März. (Europapreß.) Unter dem Druck der lebhaften Entrüstung der syrischen Bevölkerung, die das Bekanntwerden der bei tischen Pläne auf eine Besetzung des französischen Mandatsgebietes heroorgerufen hat, sah sich der englische Konsul in Beirut jetzt "zu einem offiziellen Dementi gezwungen. Er übermittelte dem französischen Oberkommissar eine Erklärung, daß England eine Besetzung Syriens nicht beabsichtige. Gleichzeitig dementierte er den Artikel des Belgrader Blattes „Breme", das die britischen Syrienpläne enthüllt hatte. Arabische Kreise schenken jedoch diesen englischen Dementis keinerlei Glauben, um so weniger, als der englische Aufmarsch längs der syrischen Grenze in Palästina und Transjordanien weitergeht und dabei besonders die Zusammenziehung starker Kontingente Panzerwagen auffällt. Gegen die bri. tischen Syrienpläne und die britische Diplomatie richtet nun auch die arabische Presse scharfe Angriffe.
Oer irakische Außenminister bei Eden in Kairo.
Beirut, 9. März. (Europapreß.) Der in Kairo eingetroffene irakische Außenminister Nashi el Sueidi, ist am Freitagvormittag mit dem britischen Außenminister Eden zu einer mehrstündigen Unterredung zusammengekommen. Die Zusammenkunft fand im Hause der britischen Botschaft statt Ueber den Inhalt der Besprechungen wird von irakischer Seite erklärt, daß sie sich im Rahmen des irakisch-britischen Allianzvertrages bewegten. Am Samstag fand eine zweite Besprechung statt.
Zweiter Jahrestag der Gtaatsgründuna der Slowakei. P r e ß bürg, 10. März. (DNB. Funkspruch., Di- Slowakei begeht heute den zweiten Jahrestag ihrer Staatsarundung. Die Feierlichkeiten wurden mit einer slowakisch-deutschen Gedenkfeier für die Blut- opfcr des Kampfes um die Freiheit des Karpathen- raumes emgeleitet. Vor dem Pceßburger National- theater waren Hlinkagarde und Deutsche Partei auf. marschiert, während auf der Tribüne der Oberbe- ehlshaber der Hlinkagarde, Innenminister Mach, Verteidigungsminister Geckeral Catlos und der Generalsekretär der Volkspartei Dr. Medrecky owie Dolksgruppenführer Jng. Karmasin und als Ehrengast der deutsche Gesandte in Preßburg, Lud in, platzgenommen hatten. Innenminister Mach würdigte das Opfer der für die Freiheit ihrer Heimat m den letzten Jahrzehnten gefallenen Slo- waken. Seine Worte klangen in ein Bekenntnis zur deutsch-slowakischen Freundschaft aus.
Das Cnglandhilse-Geseh vom Senat der LlSA. angenommen.
®er Abgeordnete Dito Marcantonio (links oben mit dem Hut in der ausgestreckten
Hand) begrüßt hier eine riesige Zahl von sogenannten „Friedens-Demonstranten" vor dem Kapitol in Washington, m dem gerade der Senat über das Englandhilfe-Gesetz berät Der Abgeordnete wies in einer Ansprache an bie Demonstranten darauf hin, daß sie als Gegner des Englandhilfe-Gefetzes die „Mobilmachung für den Frieden Amerikas" darstellen. — (Associated-Preß-M.)
Vergebliche angelsächsische Bemühungen um den Balkan.


