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Harte Kämpfe an allen Frontabschnitten

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Daß mit der Einschließung Leningrads die foro- jetische Kriegswirtschaft eine schwere Einbuße er­leidet, müssen auch die plutokratischen Freunde der Sowjets augeben. Aus Neuyork wird z. B. gemel­det, nach Angaben der U8^.-Rüstungsbehörden seien sie flehentlich von den Sowjets gebeten wor­den, auch Aluminium zu liefern, diesen unent-

Fortgang der militärischen Aktionen im Osten ent­täuscht seien. In der letzten Woche aber hat das deutsche Oberkommando immerhin etwas den Schleier über den Fortgang der Kämpfe gelüftet. Zu Beginn der Woche berichtete es von der Kata­strophe von Reval, wo der Untergang von 60 bol­schewistischen Transport- und Kriegsschiffen irn Finnischen Meerbusen das Ende der Sowjets auf dem dortigen Meere bezeichnete. Angstvoll schrie­ben die englischen Blätter, das Schicksal der Sow,et- flotte sei jetzt sehr unsicher geworden, sie habe nur eine Basis, Kronstadt, das im Rayon des einge- schlossenen Petersburg liegt, und mit dem Falle von Petersburg wäre natürlich auch das Schicksal des Restes der Sowjetkriegsmarine besiegelt. Dann, gegen Ende der Woche, fielen die inhaltschweren Worte, Estland sei vom Feinde gesäubert, Peters­burg liege schon unter dem Feuer deutscher Ge-

Beim Angriff auf Berlin 20 Flugzeuge verloren.

Berlin, 9. Sept. (DBB-Funkspruch.) Bei dem am Montagmorgen von den Engländern noch groß herausgeslellten Luftangriff auf Berlin in der Rächt zum Montag, den sie nach ihren eigenen Worten zur Feier des ersten deutschen Angriffes auf London im September 1940 durchsührten, haben die Briten nach ihren eigenen Angaben zwanzig Flug­zeuge verloren. Deutscherseits konnten am 8.9. die Wracks von 19 abgeschossenen britischen Bombern festgestellt werden, unter denen sich auch die von viermotorigen Flugzeugen befanden. Es sind das mehr als 15 Prozent der über den Kanal an- geftogenen Bomber, die abgeschossen wurden. Damit erlitt die britische Luftwaffe gleichzeitig eine Ein­buße von etwa 95 Mann fliegenden Personals.

Aus dem Jührerhauptquartier, 8. September. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Schnelle Divisionen des deutschen Heeres, von Kampfverbänden der Luft­waffe hervorragend unterstützt, haben die Newa ostwärts Leningrad in breiter Front erreicht und die Stadt Schlüsselburg am Ladogasee im Sturm genommen.

Damit ist der deutsch-finnische Ring um Leningrad geschlossen und die Stadt nunmehr von allen Landverbindungen abgeschnitten.

abgeschlagen. Darüber hinaus wurden 732 Gefan­gene eingebracht. In unaufhaltsamem Angriffs­schwung durchbrach ein deutsches Armeekorps die sowjetischen Stellungen. Die tief zwischen die Bol­schewisten nachstoßenden deutschen Truppen stifteten bei den Sowjetsoldaten große Verwirrung und warfen sie weiter zurück. Unter Einbuße zahlreichen Kriegsgeräts und mehrerer Panzerkampfwagen wurden die Bolschewisten geworfen. Auf dem Kampffeld ließen sie zahlreiche Gefallene zurück. 1200 Gefangene wurden eingebracht. In einem Ab­schnitt wurde eine bolschewistische Reiterschwa­dron in scharfer Attacke gegen die deutschen Li­nien angesetzt. Unter blutigen Verlusten brach dieser Angriff im konzentrischen Feuer der deutschen Truppen zusammen. Ein Panzerzug wurde durch gutliegendes Feuer vernichtet.

Oer Wehrmachtbericht.

DRB. Aus dem Führerhauplquariier, 8. Sept Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Die ostwärts des Ladogasees angreifen­den finnischen Truppen haben den 5 ro i r erreicht.

3m Kampf gegen Großbritannien belegten stärkere Verbände der Luftwaffe in der vergange­nen Rächt Anlagen am Tyne und humber sowie Häfen an der britischen Ostküste und Flug­plätze der 3nsel mit Bomben schweren und schwer­sten Kalibers. Brände und Explosionen liehen den Erfolg dieser Angriffe erkennen.

Schnellboote griffen vor der britischen K ü st e einen stark gesicherten Geleitzug an und versenkten fünf bewaffnete Handelsschiffe mit zusammen 13 500 Bruttoregistertonnen.

Die Luftwaffe vernichtete am gestrigen Tage und in der letzten Rächt vor der britischen Ostküste und bei den Faröer-3nseln drei Handelsschiffe mit zu­sammen 12 000 BRT.

3m Kanalgebiet verlor die britische Luft­waffe bei Tage in Luftkämpfen 5 3agd- und 3 Bom­benflugzeuge. Seestreitkräfte schossen an der norwegi­schen und niederländischen Küste zwei britische Bomber ab.

Britische Flugzeuge flogen in der letzten Rächt über Rord- und Westdeutschland in den Raum um

vr»ck und Verlag: vrühlschevnioerfttüttdruckereiS.La»ge

Mii der Erstürmung Schlüsselburgs der deuisch-finnifche Ring um Leningrad geschloffen

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Das war der Auftakt für die Sondermeldung am s Montagabend, die berichtete, daß Schnelle deutsche Divisionen die Newa ostwärts Leningrad erreicht und die Stadt Schlüsselburg am Ladoga-See im Sturm genommen haben, womit der Ring um Petersburg geschlossen und die Stadt von allen Landverbindungen abgesperrt ist, denn die Finnen hatten bereits am Vortage den Swir, den Ab­fluß des Onega- in den Ladoga-See, erreicht und hatten damit letzteren in weitem Bogen umfaßt, sie sind auch auf der Karelischen Landbrücke von Norden aus nahe an Petersburg herangerückt, wäh­rend deutsche Truppen die Bahnlinie Moskau Petersburg überschritten und damit die Verbindung von Süden her zerschnitten hatten. Mit der Erstür­mung Schlüsselburgs ist der Ring geschlossen wor­den, auch die letzte noch offene Bahnlinie über Schlüsselburg nach Petrosawobsk zur Murmanbahn und nach Wologda ist in deutscher Hand. Petersburg ist eine belagerte Stadt, die von jedem Zufuhrweg von Land her abgesperrt ist. Schlüsselburg, em Städtchen von etwa 8000 Einwohnern, liegt am Ausfluß der Newa aus dem Ladoga-See. Gegen­über auf einer Insel im See liegt die berühmte Festung, die in den letzten Jahrzehnten der Zaren­ära als Gefängnis für Revolutionäre diente, 1917

Unter den neuen und völlig veränderten Um­ständen wird eine energische Umgest altu n g ber gesamten Wirtschaftslage des Landes eine nicht mehr zu umgehende Notwendigkeit werden. Ge­wiß werden in Zukunft die Häfen Griechenlands von größter Bedeutung bleiben, aber von noch größerer Wichtigkeit wird es sein, das f l a ch e Land feiner eigentlichen Bestimmung zuzusuh- ren. Die Programme aller vergangenen Regierun­gen, die lediglich auf dem Papiere standen, wer­ben nun praktisch durchgeführt werden müssen, denn Griechenland muß danach streben, sich wemg- itens auf dem Gebiet der Ernährung 3um großen Teil selbst zu versorgen. Die Möglichkett hierzu

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beglichen Rohstoff für di/Mg^gind^e, und Angriff der duschen Infanterie setzten deutsche zwar habe Moskau diese Bitte damit begründet, Kampfflugzeuge unb Schlachtflieger eine Batterie bie besten östlichen Bauxitlager seien von den Fin- außer Gefecht und beschädigten zahlreiche Motor- nen besetzt worden, die Petersburger Alu - sahrzeuge.

Griechenlands Rückkehr zur Scholle

Von unserem Cc.-Korrespondenten.

Athen, September 1941.

Eine der letzten Ministerratssitzungen in Athen hat sich mit der Frage der Uebervölkerung der Haupt st a d t und darüber hinaus der Städte Griechenlands überhaupt befaßt. Daraufhin wurde eine Verordnung herausgegeben, wonach mit Aus­nahme der Staatsangestellten und aller jener Be­amten und Arbeiter, die einen festen Posten haben, alle diejenigen, die nach dem 1. Januar 1940 nach ber griechischen Hauptstadt zugewandert sind, wie­der dorthin zurückkehren müssen, woher sie kamen.

Seit vielen Jahren ist in Griechenland eine deut­liche Abwanderung vom Lande in die Stadt fest­zustellen. Die griechischen Städte, die in den mei­sten Fällen Hafenstädte sind, haben die Landbe­völkerung an sich gesogen; denn hier gab es leich­teren Verdienst als bei der schweren Arbeit des Bauern. Diese Abwanderung vom Lande war aber auch bedingt durch die wirtschaftliche Struktur des Landes, wie sie vor dem Kriege bestanden hat Griechenland war das ausgesprochene Einfuhrlanh. Der Export beschränkte sich auf einige wenige Stan­dardartikel, wie Tabak, Olivenöl und Korinthen. Diese Waren gingen zum größten Teil nach Deutsch, land, zu einem nicht unerheblichen Teil nach Eng­land und Amerika. Während die Handels- und Elearingverträge mit dem Reich dem griechischen Staat für seine Exporte industrielle Ganz- und Halbfabrikate erbrachten, flössen aus England und Amerika Devisen ein. Außer den Deviseneingängen aus dem Geschäft mit den angelsächsischen Staaten kamen alljährlich große Dollarbeträge aus Amerika cm private Adresse in Griechenland an. Die vielen griechischen Auswanderer nach Ueberfee, die Dort Arbeit und Verdienst fanden, sandten an ihre Verwandten, an Stiftungen ober an Stadtgemein­den ihre Ersparnisse. Von diesen Geldern lebte der große Teil der griechischen Bevölkerung, von diesen Geldern wurde die Ausgestaltung der griechischen Städte durchgeführt. Mit den Deviseneingängen aus dem Güterverkauf nach den angelsächsischen Ländern hat Griechenland seit mehreren Jahr­zehnten bereits seine Getreide-Einkäufe in Ame­rika, in Australien ober sonst irgendwo bezahlt, je nachdem wo die Preise gerade entsprechend niedrig waren.

Berlin, 8. September. (DNB.) Im Kampfab­schnitt einer im Norden der Ostfront eingesetzten Division versuchten die Bolschewisten am 7.9 ver- geblich ein von den deutschen Truppen erobertes Gelände wieder zurückzugewinnen. Die wiederhol- ten Gegenangriffe der bolschewistischen Verbände führten zu erbitterten Kämpfen, in denen ste schwere Verluste erlitten. Es wurden 400 gefallene Sowjet­soldaten gezählt, während nur 100 Gefangene ge­macht wurden.! Die Sowjets verloren außerdem drei Panzerkampfwagen von 52 Tonnen Gewicht und einen weiteren Panzerkampfwagen. Im Schuß der Dunkelheit versuchte in der Nacht vom 6. zum 7. September eine sowjetische Gruppe, den eifernen Ring der deutschen Umklammerung zu durchbre­chen. Der Durchbruchsversuch scheiterte unter be« sonders blutigen Verlusten für die Sowjets. Es wurden 1100' Gefangene eingebracht.

Im mittleren Frontabschnitt versuchten die Bolschewisten am 5. September gegen die deutschen Truppen anzurennen. Die Sowjets warfen immer wieder neue Massen gegen die deutschen Stellungen und erlitten dabei hohe Verluste. An mehreren Stellen wurden die Vorbereitungen zum Angriff bereits von den deutschen Vorposten erkannt unb durch gut geleitetes Artilleriefeuer zerschlagen. Die schweren Verluste, die die Bolschewisten erlitten, vereitelten ihre Angriffsabsichten, noch ehe sie gegen die deutschen Linien vorgehen konnten. Deutsche Truppen arbeiteten sich im gleichen Abschnitt in tagelangem zähem Ringen und gegen harten Wi­derstand der Bolschewisten an einen Fluß vor. Ge­schütze, Munition und Nachschub wurden a u f v ö l - lig verschlammten Wegen durch nahezu unpassierbares und Grundwassergelände immer wieder nachgezogen. Durch das vorbildliche Zu­sammenwirken- aller Truppenteile und die uner- müdliche Energie jedes deutschen Soldaten wurden Waffen und Gerät, Munition unb Proviant so rechtzeitig herangeschafft, daß die Kampfhandlungen sich trotz größter Schwierigkeiten wie vorgesehen entwickeln und starke sowjetische Verbände unter Zurücklassung vieler Toter geworfen werben konn­ten. In mehreren Angriffen versuchten die Sowjets, einen deutschen Brückenkopf zurückzugewinnen. Ungeachtet des vernichtenden Feuers schickten die Bolschewisten eine Kompanie nach der anderen ms Verderben. Alle sowjetischen Angriffe wurden unter schweren blutigen Verlusten für die Bolschewisten

ist durchaus gegeben, wenn die Bebauung des Landes unb die (Einbringung ber (Ernte nach mo- bernen Methoben erfolgt. Hierzu gehören, baß bie Düngemethoben bem neuen Stcmb der Wissen­schaft angepaßt werden, daß ein energischer Forst- fchutz durchgeführt wird, der eine Voraussetzung für bie Wasserwirtschaft des Landes darstellt, dazu muß gehören, daß mit landwirtschaftlichen Ma­schinen gearbeitet und für genügende Unterbrin« gungsmöglichkeiten der (Ernte gesorgt wird. In den gleichen Komplex fällt die Notwendigkeit, durch die Ausgestaltung des Binnenverkehrs die Verteilung ber Güter sicherzustellen, so, daß auch jene Gegen- ben, in benen Spezialerzeugnisse wie etwa Tabak, Korinthen unb Oliven gepflanzt werden, bie Mög­lichkeit besitzen, mit Artikeln, bie der Ernährung des Tabak-, Korinthen- ober Olivenbauern bienen, ver­sorgt zu werden. Die Braunkohlevorkommen müs­sen abgebaut werden, um den Treibstoff für einen erhöhten Eisenbahnverkehr zu liefern, daneben muß das alte Projekt der Nutzbarmachung ber Wasser­kräfte energisch in Angriff genommen werden.

Alle diese Planungen können nicht von heute auf

morgen fertiggestellt werden. Es sind Projekte, bie sich auf Jahrzehnte erstrecken. Sir erfordern vor al­lem aber Menschen. Diese Menschen sind heute in ben Städten konzentriert unb suchen nach bem Zusammenbruch ber griechischen Wirtschaft krampfhaft nach einem Verdienst, ohne ihn hier finden zu können. Dies ergibt einen Ueberschuß an Proletariat, eine ungeheure Zahl von Arbeitslosen unb von solchen, die von ihren kleinen Verdiensten weder leben noch sterben können. Die Rückführung all dieser Unbeschäftigten auf das flache Land ist eine der wichtigsten Fragen, die in Griechenland heute zu lösen sind. (Eine solche Aktion wird sicher auf die größten Schwierigkeiten stoßen, denn 20 und mehr Jahre haben diese Menschen eine re­gelmäßige, schwere und verantwortungsvolle Arbeit nicht mehr geleistet. Die Jugend in den Städten ist gänzlich auf das Handelsgeschäft eingestellt. Für den Broterwerb sorgen die Väter, die Söhne warten auf Gelegenheiten. Man überläßt alles dem Zufall und sucht diesen in den Kaffeehäusern, in den Schän­ken oder im Laden irgendeines Bekannten. Diese Mentalität zu bekämpfen, die Jugend zu nutzbrin­gender Arbeit für bie ganze Nation heranzuziehen, dies wird an der Spitze aller Maßnahmen stehen müssen, die Griechenland ben Weg in eine auf so- liben Grundlagen beruhende Zukunft eröffnen sollen.

Berlin, 9. Sept. (DNB. Funkspruch.) Starke Kräfte der deutschen Luftwaffe richteten ihre An­griffe in ununterbrochenem Einsatz gegen die südlich des Laboga-Sees sich zusammen­drängenden Massen ber von Süden durch die Deut­schen unb von Norden durch die Finnen zurück­geworfenen S o w j e t v e r d ä n d e. Die Zahl ber zerstörten Fahrzeuge und anderen Krieasgerätes sowie die blutigen Verluste der Sowjets sind sehr erheblich. Die Bolschewisten versuchten, mit Schiffen unb Schleppkähnen Material unb Menschen auf bem Ladoga-See zu befördern unb die deutschen Truppen vom See aus zu bekämpfen. Die Luft­waffe beschädigte drei Kanonenboote unb acht Schleppkähne schwer. Bei ber Unterstützung von

miniumfabrik, die zwei Drittel der gesamten Aluminiumerzeugung der Sowjets hervorbrachte, fei ,^urch öie deutsche Belagerungimmu« visiert. Hier gibt man also die Einkesselung der riesigen Petersburger Industrie durch die Deut­schen unb Finnen zu, während die englische Lügen­propaganda den Anschein zu erwecken sucht, als fei ber Jndustriebezirk von Petersburg, der 18 v. H. der gesamten Rüstungswerke ber Sowjets umfaßt, noch vollkommen intakt. Kein Wunder, wenn angesichts solcher handgreiflicher Widersprüche die Londoner ZeitungJohn Bull" jetzt sagt, die englische Pro- paganda bestehe aus nichts als Lügennachrichten.

Lustangriffe am Ladogasee.

Das gesamte Handelsgeschäft des Landes, die Ausfuhren nach Deutschland und nach Uebersee und die Einfuhren aus den gleichen Gebieten, spielte sich in den Hafenstädten ab. wo die Vertre­ter, die Makler, die Vermittler in immer größerer Zahl zusammenkamen. Es wurden Geschäfte ge­macht mit Schiffsraum, mit Waggonladungen, mit Verladen unb (Entlaben, mit dem Anheuern von Matrosen unb bem Vermieten von Lastträgern, es wurden Wohnungen und Unterhaltungen aller Art vermittelt. Kurzum, ber Verbienstmöglichkeiten gab es unendlich viele unb ein Geschäft am Tage genügte wohl in ben meisten Fällen, um die erstaunlich ge­ringen Ansprüche an bas Leben, bestehend aus Früchten, Käse, Brot, Kaffeehausbesuch zu befriedi­gen. Alles das zusammen war um wenige Drach­men erhältlich. Das Leben war abwechslungsreich unb in keiner Weife anftrengenb, jedenfalls^ viel leichter als das Dasein, das der Bauer führte. Außerdem konnte der Bauer unter den gegebenen Verhältnissen überaus schwer sein Auskommen fin­den, denn die landwirtschaftlichen Einfuhrwaren stellten sich in den meisten Fällen billiger, als der einheimische Bauer sie zur Verfügung stellen konnte. Daneben war auch das F i s ch e r e i g e w e r b e kein sehr einträgliches, denn es bestanden in Grie­chenland nicht die entsprechenden Konservenfabriken und Fischverarbeitunasindustrien. Derartige Erzeug­nisse wurden aus Frankreich, Portugal ober ber Türkei nach Griechenland einaeführt. Der griechische Fischer arbeitete nur für ben Tagesbedarf der Stadt, in deren Nähe er sich befand. Dieser Bedarf war aber überaus beschränkt, denn ber Grieche zog das Fleisch hem Fisch immer vor.

Alle diese Umstände brachten es mit sich, daß die griechischen Städte in den letzten 20 Jahren einen starken Bevölkerungszuwachs erfuhren, das flache Land aber verödete. Wenn man beute durch die Gebiete Nordgriechenlands fährt, bann kann man feststellen, daß bas Lanb praktisch brach liegt. Selbst die Viehzucht wurde in sträfli­chem Maße vernachlässigt. Etwas anders steht es im Veloponnes, der auch jene etwa 40 vH. der Ernährung Griechenlands lieferte, bie nicht sin­ge führt werben mußten. Die Braunkohle- Vorkommen in ausreichenber Form auszubeu- ten, ftanb wohl auf bem Programm, würbe aber in der Praxis nicht burchgefübrt, denn Deutschlanb lie­ferte hochwertige Kohle. Mit dieser Kohle wurden nicht nur die privaten Ansprüche gebeckt, fonbern auch bie Elektrizitätswerke im ganzen Lande be­trieben. Eine Ausützung der Wasserkräfte besteht in keinem Falle. Daneben läßt auch der F o r st s ch u tz alles zu wünschen übrig. Griechen­land ist neben Portugal das waldarmste Gebiet ganz Europas, denn die jungen Waldbestände wur­den in rascher Aufeinanderfolge in Brand gesteckt, um Holzkohle zu gewinnen. So kommt es, daß bie Hügel Altgriechenlands völlig kahl sinb.

M. Jahrgang Nr. 2(4

Erscheint täglich, außer Sonntags und »Feiertags

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Ein englisches Bombenflugzeug ist, wie die schwe- dischen Blätter melden, am Montag früh über Sübschweden a b gestürzt. Das Flugzeug soll sich auf bem Rückflug von Berlin befunden haben. Die Besatzung, die aus fünf Mann bestand, rettete sich mit Fallschirm und wurde interniert.

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von den Bolschewisten zerstört und zu einem Revo­lutionsmuseum umgewandelt worden war. Zu mi­litärischen Zwecken war Schlüsselburg feit Beginn des 19 Jahrhunderts nicht mehr verwandt worden, aber in den Kämpfen zwischen Russen und Schwe­den hat die Festung eine große Rolle gespielt. 1323 war sie von dem Großfürsten von Nowgorod zum Schutz gegen die Schweden erbaut worden, aber von diesen bereits 1348 erobert. Erst Peter der Große konnte sie 1702 endgültig für Rußland sichern.

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Die Wortkargheit der deutschen Wehrmachtbe­richte läßt unsere Gegner über bie eingeleiteten Operationen vollständig im unklaren. Sie ersetzen dieses Nichtwissen um die Tragweite der eingelöte­ten militärischen Operationen durch Phantasie, die voraussagt, was unser Führer und die Generale beabsichtigen, unb wie sehr sie angeblich über ben r juEb 68°. I V ~

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Gießener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhefsen