WM
i
i
■ ä >
UL
I
AU
iili
- ;
ii rt eintreffen unfr in seinen Stab eingereiht wer- b l Mit Namen erwähnte er hierbei besonders
Der endlose Zug
Oie britische Agitation in den LtSA.
Berlin, 8. Aug. (DNB.) Der neue Leiter der
k'tgegenzusetzen. Ja, sie werden durch diesen Ter- rrc sogar veranlaßt, selbst Hand anzulegen an die Krstörung ihrer Freiheit, politischen Unabhänaia- ffi und wirtschaftlichen Zukunft.
'aiiet x.
bestem »ii trögen die Staaten Südamerikas kaum mehr etwas »en« d)t Sht,
I HeniC lhik 6*!
ÄS |n er öle leit em M hm den 2 Sio»en t> .IWrerj i bie
r ®u6t|eiii l feiner eer den L°n w.n,
Vernon Bartlett als zukünftigen Leiter des britischen Pressedienstes und Professor W e b st e r afs Leiter der britischen Jnformationsbibliothek in den USA. Campbell gab zu, daß die britische Regierung den Eintritt der USA. in den Krieg wünsche. Aus seinen weiteren Ausführungen war im übrigen klar ersichtlich, daß die britische Agitation nach wie vor sich in den Vereinigten Staaten von Greuelmärchen den größten Erfolg verspricht.
Straßenbau
Tlicagarua — Costarica — Panama.
Ne u y o r f, 8. Aug. (DNB.) Nach einer Meldung der „New Port Times" aus San Jos6 (Costa- rica) hat die nordamerikanische Export- und Jmportbank eine neue An leihe für Costarica bewilligt, die für den Bau einer interamerikanischen Land st raße verwendet werden soll. Die Straße führt von der Nicaragua-Grenze durch Costarica bis Panama. Die Höhe der Anleihe beläuft sich auf 4,6 Millionen Dollar.
Mischen Agitation in den USA., Sir Gerald Campbell, ist von seiner Anfang Juli nach lerun» ikh lErgland angetretenen Reise wieder nach Neuyork b h‘? M zu'iickgekehrt. Er erklärte, daß es Aufgabe seines luÄ mfangreichen Stabes sei, der amerikanischen Oef- en m •‘»ii fe'ilichkeit und dem Nachrichtenwesen die oerschie- bei en Entwicklungen in England zu interpretieren. 8| Mitte August würden weitere Sachver- stcndige für verschiedene politische Fragen, u. a. al ch für Indien und andere Gebiete, in Neu-
Le aus den Sondermeldungen des OKW. hervorgeht, ist die Zahl der sowjetischen Gefangenen im Df en bis jetzt auf 895 000 gestiegen. Täglich wandern aber noch viele Hunderte und Tausende in die Sammellager. — (PK.-G. Schmidt-Scherl-M.)
Erbitterte Kämpfe in Estland.
Von Kriegsberichter Hans-Joachim Salchow.
■
■ *i< ■ ■£., öS ■
,x "V- : '- ME
oUc. Die
die ersten
Granatwerfer am Gttaßenrand
e den USM n von den V ist-M.)
in-
ten 6 . >
'".>4
des a|n ■.
!,'Ä
HMife 1 |M6i Sausen der Granaten, und noch Horen wir ab j uni zu vor uns das Geknatter von MG.s und Ka- rchinern, aber wir stehen bereits mit den ersten NS" Stippen in der» Straßen der Stadt und was wir U noch vornehmen, ist nur der letzte Teil eines
PK.) .... 9. Aug. (DNB. Funkspruch.) T ü r i ifi n deutscher Hayd. Noch zwar ist die Luft erfüllt Sausen der Granaten, und noch hören wir ab M zu vor uns das Geknatter von MG.s und Ka-
und überfällt einzelne Kolonnen, um sich bei der Annäherung größerer Trupps gleich wieder zurückzuziehen. Das Weitermarschieren der deutschen Soldaten ist bei dieser Taktik stets nur ein Dorfühlen, ist immer ein Sprung ins Ungewisse. Nur wenige Meter liegen sich oft die feindlichen Trupven und unsere gegenüber, ohne voneinander zu wissen. Das geht so weit, daß sich so manches Mal die Begriffe überhaupt dafür verschieben, wo vorn und hinten ist.
Langsam rückt daher nur das Regiment vor, und je näher es Türi kommt, um so heißer werden die Kämpfe. Auf dem Kirchturm der Stadt hat der Gegner seine Beobachtungsstelle eingerichtet. Von dort aus hat er einen ausgezeichneten Ueberblick über das ganze Gelände, das durch Hügel und Bäche außerordentliche Möglichkeiten für die Verteidigung bietet. Ueberall, wo sich auf der Straße eine Staubwolke zeigt, haut wenig später die feindliche Artillerie hin. Trotzdem geht es vorwärts. Und als erst mal Särevere, wenige Kilometer vor Türi, von uns genommen ist, ist eine wertvolle Stellung in deutscher Hand. Dennoch merkt die Führung bald, daß von hier aus, also von Süden, die Stadt nur unter schwersten Verlusten erobert werden kann. Es wird daher beschlossen, Türi ostwärts zu umgehen und von Norden her in die Stadt einzudringen. Auch hier bietet zwar das Gelände große Schwierigkeiten, und der Artilleriebeschuß ist nicht minder heftig, aber es muß versucht werden. Und es wird geschafft! Nachdem die Höhe 66 im Nord- westen der Stadt genommen ist, kann zum Angriff gegen Türi selbst vorgegangen werden. Denn nun ist auch von dorther kein neuer feindlicher Einbruch mehr zu befürchten. Das Gros der Sowjettruppen ist geflüchtet, und nur versprengte Reste finden wir noch vor, die nach kurzem Gefecht vernichtet werden. Der Sender Türi liegt in Trümmern. Die Sowjets haben ihn zuguterletzt zerstört.
llen- «‘JV
es fA
-rilfl
^ua6°r ,
Mzwierigen und schweren Ringens.
Laß die Sowjets sich gerade hier so verzweifelt äh Wehr setzten, hatte seinen guten Grund. Um Die Stadt selbst, die kaum 3000 Einwohner zählt, hÄe es sich wohl kaum gelohnt. Aber Türi besitzt ei en Rundfunksender, den die Sowjets noc» in den letzten Tagen dazu benutzten, die Gische Bevölkerung aufzuhetzen und Lügennach- rtyien zu verbreiten. Dazu ist die Stadt ein wich- ligiü Straßen- und Eisenbahnknoten- purift Hier laufen die Eisenbahnlinien von Moi- Mila—Reval und Türi—Taps zusammen.
!ls das Regiment, das als erstes auf der rtraße Pernau — Türi vorrückt, von neuem Hi Marsch gesetzt wird, hat es schon Tage und lachen schwerster Kämpfe hinter sich. Vom Beginn tte Feldzuges im Osten an war es fast täglich ein- ßtsktzt. Sogar der eine Tag in Riga und die drei Masten ß ,T Bernau, die eigentlich der Ruhe zugedacht waren, Lre spis . Gien mit Säuberungsaktionen und anderen aiie D'.e rcherheitsmaßnahmen ausgefüllt.
onio wie 51un ziehen die Männer von neuem los in unterfjj: büfenber Hitze und im ewigen Staub der estnischen S ersten $ Üttldstraßen. Täglich wird es schwieriger, vorwärts ö Jt ’ommen, denn der Sowjetrusse, der ahnt, daß
। « Falle immer enger wird, in die er jetzt in Est-
ktl geraten ist, wehrt sich voller Derzweiflung.
... Öb-s Mittel ist ihm Dabei recht. In den Wäldern StiitzpunW ifrttärts der Straße hält er sich verborgen und Men j ti(>t von dort aus ständig Ueberfälle aus dem ,6 die sWerhalt, durch die er versucht, den deutschen Vor- t werdens Wr'ch zu hemmen. Täglich aufs neue stößt er vor
en- II. , versuchten die Flanke der deutschen Truppen aus den Waldern
* »mengte Telle einer Ä L Einsatz aller schweren Waffen der Infanterie wurde der femd- DeEkii'U &(“5 °".Mreifen Durchs fy hart am Straßenrand in Stellung gegangen. Die drei
4 r
Lin Oberhesse mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet
Für vorbildliches Draufgängertum als Staffelkapitän eines Jagdgeschwaders
Berlin, 8. August. (DNB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Major Trautloft, Hauptmann L epp la, Oberleutnant Kolbow Oberleutnant Schnell und Oberleutnant Nordmann.
Major Trautloft hat als Kommodore eines Jagdgeschwaders in mehr als 300 Feindflügen 20 feindliche Flugzeuge in harten Luftkämpfen zum Absturz'gebracht. Bei Tiefangriffen und Bombenflügen im Westen und Osten hat sein Geschwader in drei Tagen allein 187 Abschüsse und insgesamt über 1000 Abschüsse erzielt, davon über 600 an der Ostfront. Hauptmann Richard L e p p l a hat als Kommandeur einer Jagdgruppe gegen England 13, im Osteinsatz 7 feindliche Flugzeuge abgeschossen und in der Bekämpfung von Erdzielen 6 schwere feindliche Panzer vernichtet. Oberleutnant Kolbow hat bisher 27 Feindflugzeuge, davon 13 im Kampf gegen England, abgeschössen. Zahlreiche kühn durch- geftihrte Tiefangriffe auf sowjetische Kolonnen und
Panzer bewiesen seine heldenmüttge Einsatzfreudig- feit. Oberleutnant Schnell hat in zahlreichen Lufftkämpfen 29 Feindflugzeuge, davon 9 im Kampf gegen England abgeschossen und in erfolgreichen Tiefangriffen in der Bekämpfung feindlicher Pan« zer, Marschkolonnen und Bodenorganisationen der feindlichen Luftwafte seinen zähen Kampfwillen und seine rücksichtslose Einsatzbereitschaft bewiesen.
Oberleutnant Karl-Gottfried Nordmann, am 22. November 1915 in Gießen als Sohn des 1925 verstorbenen Lollarer Arztes Dr. Nordmann geboren und nach Besuch des Gießener Gymna^ siums 1935 als Fahnenjunker in die Luftwaffe ein* getreten, gehört zu den bewährtesten Staf* felkapitänen feines Geschwaders und hat in vorbildlichem Draufgängertum feine Staffel gegen England und gegen Sowjetruhland von Lr* folg zu Erfolg geführt. Bei fchweren Beglettfchuh* flögen der Kampfoerbände tjat feine Staffel bisher 72 Abschüsse erzielt, von denen Oberleutnant Nord* mann allein 2 5 L u f t f i e g e errungen hat.
Oer Ilmensee.
Der Ilmensee liegt 170 Kilometer östlich von dem jetzt so viel genannten Peipus-See. Und wie am Peipus-See Pleskau (Pskow) eine uralte Handelsstadt ist, so an der Nordspitze des Ilmensees Nowgorod. Beide Städte gehören sowohl verkehrsmäßig als auch strategisch zusammen. Sie sind „korrespondierende Punkte". Der Ilmensee ist erheblich kleiner wie der Peipus-See und recht flach. Deshalb wechselt er auch seine Größe. In der trockenen Jahreszeit ist er 700, bei starken Niederschlägen bis 1800 qkm groß. Sein Abfluß in den Ladoga-See ist die Wolchow, ein 220 Kilometer langer Fluß. Er ist jetzt in seinem ganzen Lauf schiffbar, nachdem die Stromschnellen durch einen Kanal umgangen wurden. Diese Stromschnellen werden jetzt auch zur Gewinnung von Elektrizität ausgenutzt. Die recht bedeutenden Elektrizitäts- werke versorgen einmal St. Petersburg mit Strom und dienen ferner zur Gewinung von Aluminium aus dem Tichwiner Bauxit. Tichwin liegt etwa 90 Kilometer östlich der Wolchow an der Bahn St. Petersburg—Wologda. Das schon vor dem Weltkrieg erhebliche Industriezentrum von St. Petersburg ist in den letzten zwanzia Jahren mächtig ausgeweitet wovden und reicht bis über die Ufer der Wolchow.
Oie Front dankt der Heimat.
Die Silberne Ehrennadel eines Kampfgeschwaders für Professor Heinkel.
Berlin, 8. Aug. (DNB.) Als Zeichen engster Verbundenheit der kämpfenden Truppe mit der Heimat ließ der Kommodore eines Kampfgeschwaders Prof. Dr. Heinkel, dem Schöpfer der He. 111, die Silberne Ehrennadel des Geschwaders überreichen. Diese Auszeichnung ist bisher nur verdienten fliegenden Besatzungen des Geschwaders zuteil geworden. Der Kommodore ließ in folgenden Worten bei der Uebergabe seinen Dank zum Ausdruck bringen: „Es soll dies ein sichtbares Zeichen sein, daß ich und meine Besatzungen dessen eingedenk sind, daß an diesen bisherigen Leistungen der Gruppe im Polenkrieg, im Nor- wegenfeldzug, im Kamps um Narvik, im Einsatz bei Tage und bei Nacht gegen London und sämtliche englischen und schottischen Städte von den Syetlands bis Southampton und im Kampf gegen die englische Versorgungsschiffahrt Sie und die Männer und Frauen Ihrer Gefolgschaft einen ausschlaggebenden Anteil haben. Zwei Millionen siedenhunderttausend Kilogramm Bomben haben wir mit Ihrer He. 111 auf fast allen Kriegsschauplätzen gegen England, teils auf 1000 und mehr Kilometer Entfernung und in weiten Flügen über freie See geschleppt und geworfen. Möge Ihnen, Herr Professor, weiterhin die Kraft zu neuem, genialen Schaffen erhalten bleiben, und möge Ihre Gefolgschaft als Soldaten der Arbeit in enger Kameradschaft mit den Soldaten der Front weiterhin restlos und unermüdlich, jeder an seiner Stelle, mitarbeiten und kämpfen für den baldigen Endsieg unseres Führers und Großdeutschlands."
Robert Kell, der Leiter
der Gauschulungsburg, gefallen.
NSG. Der Leiter der Gauschulungs- b u r g Hessen-Nassau der NSDAP., Gauhauptstellenleiter Robert Fell, fiel als Leutnant und Zugführer in einem Infanterie-Regiment bei den Kämpfen im Osten. Robert Fell ist allen Parteigenossen des Gaues Hessen-Nassau durch seine erzieherische Tätigkeit an der Gauschulungsburg und darüber hinaus durch seine zahlreichen Vorträge bekannt. Wie er in Friedenszeiten im Geiste des Nationalsozialismus unermüdlich schulte und wirkte, so hat er auch bis in die letzte Zeit hinein in den Zeiten der Ruhe seine feldgrauen Kameraden durch seine Schulungsvorträge imfnqr tiefer in den Geist der Bewegung hineingesührt. Sein Leben, das er bereits vor der Machtübernahme in den Kampf gegen den Bolschewismus gestellt hatte, hat er nun bis zur letzten Konsequenz zu Ende geführt, indem er es für Großdeutschland hingab.
Oie wallonische Kreiwilligen-Legion.
...., 9. Aug. (DNB. Funkspruch.) Nachdem bereits in den letzten beiden Tagen die flämische Freiwilligen-Legion zum Kampf gegen den Bolschewismus nach dem Osten abgefahren war, nahmen am Freitagnachmittag 800 wallonische Freiwillige Abschied vvn Brüssel. Im Palast der Schönen Künste übergab der Führer der belgischen Rex- Bewegung, Leon D e g r e 11 e , der selbst als einfacher Soldat mit in den Kamps hinauszieht, in Gegenwart des Vertreters des Militärbefehlshabers Belgien dem Kommandanten der fünf wallonischen Freiwilligen-Kompanien, Rouleau, die Fahne der nationalsozialistischen Rex-Beweaung Belgiens. „Wir fühlen uns als Germanen", so sagte der Führer der Rexisten, „und schicken unsere Jugend an der Seite derer in den Kampf, die gewillt sind, ein neues Europa zu bauen. Gestern waren wir noch die Besiegten, heute stehen wir Hand in Hand mit der nationalsozialistischen Jugend Großdeutschlands in einem Kampf, in dem auch wir unser Haus, unsere Familie und unser Vaterland verteidigen. Wir werden in diesem Kampf für ein neues Europa, in das wir uns einordnen wollen, unfc MH unjei Oxjer unjerem Vaterlande einen
großen Dienst erweisen." Hinter einem Musikkorps und einer Kompanie deutscher Infanterie man schierte dann die Legion unter jubelnden Zurufeü der Bevölkerung zum Zug, der in den Abendstunden die Hauptstadt Belgiens verließ.
Oer italienische Bericht.
Rom, 8. August. (DNB.) Der italienische Wehn machtbericht vom Freitag hat folgenden Wortlaut:
In den Nächten vom 6. bis 8. August hat unsere Luftwaffe Flotten- und Flugstützpunkte auf Malta bombardiert.
Bei Famagosta (Cypern) haben unsere Flug« zeuge Depots und Hafenanlagen bombardiert, wo. durch Brände entstanden.
In Nordafrika an der Tobruk-Front beschränkte Artillerietätigkeit. In Lustkämpfen wurden ^wei brittsche Flugzeuge von deutschen Jägern abgeschossen.
Feindliche Flugzeuge haben Bomben auf Ortschaften der Cyrenaika und auf Tripolis abgeworfen: zwei Tote und einige Verwundete.
In O st a f r i t a unveränderte Lage.
Kleine politische Nachrichten.
Das Kommando des italienischen Expeditionskorps in der Ukraine ist General Messe übertragen worden. Er hatte sich schon im Weltkrieg bei der Eroberung des Monte Grappa ausgezeichnet, nahm als Vizekommandant der Division Cosserin am Abessinienfeldzug teil und leitete 1938 die Besetzung von Tirana. Im Mai 1940 übernahm er das Komamndo des Schnellen Armeekorps und wurde im November nach Albanien entsandt mit dem Auftrag, das Gebiet von Valona zu halten.
*
Die sterblichen Ueberreste Bruno Mussolinis sind am Freitag zur letzten Ruhe nach Forli übergeführt worden. Als der Trauerzug sich durch die Straßen Pisas bewegte, bildete die Bevölkerung Spalier, um dem Duce, der mit den übrigen Anverwandten dem Sarge folgte, seine Anteilnahme zu erweisen.
*
Wie die Agentur OFJ. meldet, haben die Briten den ehemaligen Oberkommandierenden in Syrien, General D e n tz, und 35 Offiziere der Levante-Armee in Syrien interniert. Dieses willkürliche Vorgehen versuchten die Briten damit xu begründen, daß stanzösischerseits noch nicht alle Gefangenen freigelassen worden seien.
Das neue ungarische Eheaesetz ist in Kraft getreten. Künftig sind Eheschließungen zwischen Ariern und Juden verboten. Alle Eheschließenden sind verpflichtet, sich einer ärztlichen Untersuchung zu unterziehen.
*
Unter der Leitung von Professor Dr. Rüdin- München veranstaltet vom 5. bis 7. Oktober die Gesellschaft deutscher Neurologen und Psychiater in Würzburg ihre 6. Jahresversammlung. Verbunden wird damit voraussichtlich auch eine Tagung der Deutschen Gesellschaft für Kinderpsychiatrie und Heilpädagogik.
Aus aller Wett.
Eigenartige Todesursache.
In Wertingen bückte sich ein 12jähriger Junge beim Himbeerpflücken über einen Garten- <3 a u n und verlor das Gleichgewicht. Er fiel kopfüber über den Zaun und blieb mit dem Kops nach unten hängen. Da niemand den Vorfall bemerkte, blieb der Junge in dieser qualvollen Lage und verlor das Bewußtsein. Straßenpassanten wurden dann schließlich auf den wie leblos am Zaun hängenden Jungen aufmerksam. Wiederbelebungsversuche blieben jedoch ohne Erfolg.
Britischer de Gaulle-Agent überfällt französische Kriminalbeamte.
Nachdem vor einigen Tagen der stellvertretende Chef der Sicherheitspolizei in Caen ermordet wurde, ist nun auch der Chef der Kriminalpolizei von Caen beim Versuch der Festnahme des Verbrechers schwer verletzt worden. Dem Täter gelang es, mit einem Fahrrad zu entfliehen. In feinem Schlupfwinkel, einer Garagö, fand man u. a. Munitionskästen mit Maschinengewehrmunition. Dis Polizei hat als Täter den Engländer Jean Hopper ermittelt, einer der aktivsten Agenten des früheren französischen Generals de Gaulle. Hopper hatte sich einen französischen Namen zugelegt, was zunächst seine Festnahme erschwerte.
Das Eiserne kreuz in vier Generationen.
In der Familie Ballerstätt, Revierförsterei Schieß* wald bei Osterrade in Ostpreußen sind Söhne aus vier Geschlechtern Träger des Eisernen Kreuzes gewesen. 1815 erwarb der Hegemeister Ferdinand Ballerstätt das Eiserne Kreuz. Seinem Sohn Otto wurde 1870 die gleiche Auszeichnung zuteil. Dessen Sohn Konrad errang sich das Eiserne Kreuz 1914 im Weltkriege. In diesem Kriege wiederum wurde dem Urenkel des ersten Kreuzträgers das Eiserns Kreuz verliehen, als er sich auf Kreta als Fallschirmjäger besonders hervorgetan hatte.
Haupttlttriflleiter: Dr. Friedrich Wilkielm Lange. Siettvertreter de» Hauptichriftleiters: Dr. Hans Thnriot. Verantwortlich für Poltttk und Bilder: Dr. Fr.W. Lange; für das Feuilleton: Dr.HanS Thnriot; für Stadt Gießen, Provinz, Wirttchaft u. Sport: Ernst Blumichein (beurl.), i.V.: Dr. Hans Thyriot.
Druck und Verlag: Brühlfche UntverfitStsdruckeret R. Lange ft. <3. Berlagsleiter: Dr.-Jng. Erich Hamann; Ameigenleiter: HanS Beck. VercmtworMch für denJnhalt der Anzeigen;Theodor Kümmel, Pl,NrF«


