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Samstag, y. / Somtag, 10. August 1941

Mitnahme von Anzeige« für die MittagSnummer

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Uruguay als Vorspann für Roosevelts AgressionspolM

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zur Verfügung stellen, 'falls die den europäischen Krieg eingreifen würden.

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Am Bombenabwurf auf Berlin gehindert.

Berlin, 9. August. (DBB. Auukspnich.» 3 n der Nacht zum 9. August flog der Feind nach Nordwest- und Norddeulschland ein. Nachtjäger und Flakartillerie zwangen die mei­sten Flugzeuge des Gegners, abzudrehen. Einige wenige feindliche Flugzeuge erreichten zwar Berlin, wurden aber am Bombenwurf gehindert. Bisher wurden zwei Abschüsse durch Nachtjäger gemeldet.

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icf England fahrenden besonders stark gesicher- !ei Geleitzug an, versenkten 46 500 BRT. und lor- inbeden vier weitere Schiffe mit zusammen 29 OOO jl., mit deren Totalverlust zu rechnen ist. Kampf- |lji senge vernichteten an der englischen Ost- k pe d r e l Frachter mit zusammen 13 000 BRT. ui beschädigten fünf große Handelsschiffe, dar- Mlrr einen Tanker schwer.

> Kampfflugzeuge griffen Flugplätze in England not einen Hafen an der schottischen Ostküste an.

lager und Flakartillerie schossen am gestrigen Itje an der Kanalküste 24 britische Flugzeuge ab. Elp ne Verluste traten bei diesen Luftkämpfen nicht

Auzeiaen-Preile:

Anzeigenteil 7 Rpf. ie mm bei 22 mm Zeilenbrette, Terttetl 50 Rps. te mm bei 70 mm Zeilenbrette

Nachlässe:

Wioderbolnng Malstaffell Abschlüsse Miengenstafsel 8 Plabvorschrift (vorberiae Bereinbarnng) 25°/o mehr

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bezieht sich die Erklärung im vorliegenden Falle in erster Linie) ihre Häfen und Flugplätze ". die USA. in

Bei den Ohren genommen.

U-Boote haben nach dem Wehrmachtbericht vom 8. August trotz besonders starker Sicherung aus einem nach England fahrenden Geleitzug 46 500 BRT. versenkt und weitere 4 Schiffe mit 29 OOO BRT. torpediert. Mit ihrem Verlust ist ebenfalls bestimmt zu rechnen, nur erlaubte die Angriffslage nicht, den Untergang zu beobachten. Der August hat mit einem sehr erfolgreichen Auftakt des Atlanti» scben Kampfes begonnen. Fast kein Tag verging ohne Versenkungsmeldungen. Am 2. August wurde

3m südlichen Kampfabschnitt führten Kampfflug- einen wirkungsvollen Angriff auf einen klenbahnknotenpunkt im großen Dn epr°Bogen in der Nähe Dnipropetrowsk hrq). Der Bahnhof und die Gleisanlagen, aus hu i lange Güterzüge standen, wurden durch die bal chen Bomben vollständig eingedeckt und waren ist lurzer Zeit eine Hölle von Feuer, Rauch und kam. Alle Züge sind vollständig ausge- btnnt. Am 7. August griffen Kampfflugzeuge bn Sowjethafen Otschakow an der Schwarz' ®re: füfte erfolgreich an. Mehrere Handelsschiff, hinter auch Transporter verschiedener Große etii lten Bombentreffer und wurden schwer ve- Migt.

Nordabschnitt brachten Stukaverbände 7. August zurückgehenden Sowiet- »tbänden schwere blutige Verluste bei. E tuen Straßen und Eisenbahnlinien durch öoxxv Keffer unwegsam gemacht und Teile der zuru - fit'oben Bolschewisten durch Zerstörung von «ijffen abgeschnitten.

6in stärkerer Verband deutscher Kampfflugzeuge bonbardierte In der letzten Nacht mit guter Wir- huj Schiffe und Hafenanlagen im britischen Flot- lafkützpunkt Alexandria.

lei dem Luftangriff auf die Reede von Suez le rVer Nacht zum 7. August wurden die Tank- «11 gen in Port Ibrahim in Brand gewor-

ler Feind griff in der Nacht zum 8. August ktii-e Orte Westdeutschlands, u.a. Dortmund, an. Aizelne Flugzeuge warfen Bomben auf die Relchs- huolsiadl. Die Zivilbevölkerung hatte geringe Ver- li!l an Toten und Verletzten. Nachtjäger und Impfflugzeuge schossen 6 feindliche Flugzeuge ab.

Buenos Aires, im Juli 1941.

Das kleine Uruguay, ein Staat, der etwa etwas größer als Bayern und etwas kleiner als Preußen ist und zwischen den beiden ibero-amerikanischen Rie- fenreichen Brasilien und Argentinien liegt, hat sich in den letzten Monaten als dasjenige ibero-ameri- kcmifche Land erwiesen, das im Bereich des La-Plata-Beckens besonders großen Wert auf enge politische Zusammenarbeit mit Nordamerika legt. Man weih, daß der poli­tische Einfluß der USA. in Jbero-Amerika mit zu­nehmender geographischer Entfernung. ab nimmt, und daß er beispielsweise in Argentinien, dessen Regierung bei mehr als einer Gelegenheit ihren Willen dokumentiert hat,innerhalb der amerikanischen Solidarität" ihre e i a e n e Politik zu treiben, das heißt, ihre außenpolitische Selbständig» feit unter allen Umständen zu erhalten, besonders gering ist. Uruguay stellt bisher die einzige Aus­nahme von dieser Regel des Abnehmens des außen­politischen Einflusses der USA. mit zunehmender geographischer Entfernung dar, denn unter seiner gegenwärtigen Regierung, deren führende Männer der Präsident General Bald o mir und der Außenminister Dr. Quant find, wurden die Be­ziehungen zu den Vereinigten Staaten besonders

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Nie Lustwaffe flti allen Abschnitten erfolgreich l Berlin, 8. Aug. (DNB.) Im mittleren Ram p f r a um der Ostfront hat ein größerer Ver- I bmi der Luftwaffe am 6. August dreizehn

Liienbahnzüge und 128 Straßenfahrstrecken in-ftört, sowie sechs Eisenbahnstrecken mehrfach un rbrochen. Eine Batterie Artillerie, mer Flak- büttrien und drei MG.-Nester wurden vernichtet M zwei Kessel eines Benzinlagers in Brand ge- Boren. Durch ständige Angriffe auf marschierende Rinnen wurden außerdem den Bolschewtsten läisre blutige Verluste beigebracht.

25 Sowjet-Divisionen in der Llkraine vernichtet.

Die Heeresgruppe Rundstedt meldet den ersten großen Erfolg der neuen Operationen.

AusdemFührerhauptquartier,8.Aug. (DJtB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

3n Auswirkung der durch die letzten Sondermeldungen angekündigten neuen Operationen ist in der Ukraine bereits der erste g.rotze Erfolg eingetreten. Die sowjetische 6. und 12. Armee sowie Teile der sowjetischen 18. Armee, lm ganzen etwa 25 Schützen-, Gebirgs- und Panzerdivisionen, wurden, wie soeben von der Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls von Rundstedt gemeldet wird, lm Zusammenwirken mit der Luftflotte des Generalobersten Löhr vernichtet. 103 000 Gefangene, dabei die Oberbefehlshaber der 6. und 12. Armee, fielen in unsere Hand. 317 Panzerkampswagen, 858 Geschütze und unzähliges sonstiges Kriegsmate­rial, darunter über *5250 Lastkraftwagen sowie beladene Eisenbahnzüge, wurden erbeutet. Der Gegner hat schwere b l u t lge Verluste erlitten, die bis jetzt aus über 200 000 Wann festgestellt wurden.

il-Voote und Flugzeuge versenkien 59500255$

Schon im vergangenen Jahre begannen Verhanb- hingen über den Ausbau mehrerer Hafen und Flugplätze in Uruguay zu Flotten- und militärischen Stützpunkten, die verhältnismäßig rasch zu einer Einigung führten. Grundsätzlich versprach die uru­guayische Regierung der nordamerikanischen, den Hafen Punta del Este sowie den Flugplatz von C a r a s e o , unweit der Landeshauptstadt Monte­video, zu stark befestigten Stützpunkten auszubauen. Um nicht das Mißtrauen anderer Regierungen, namentlich der argentinischen, zu erregen, wurde verabredet, daß Uruguay diese Stützpunkte sozu- sagenin eigener Regie" ausbauen und ver­walten solle allerdings mit nordamerikanischem Geld, solange sich kein amerikanischer Staat im Krieg befindet. Werde dagegen ein amerikanischer Staat von einer nichtamerikanischen Macht ange- griffen, so werde Uruguay diese Stützpunkte allen denjenigen amerikanischen Staaten $ur Verfügung stellen, diein Abwehr dieses Angriffes" dem an­gegriffenen amerikanischen Land Beistand leisteten. Aus der Sprache der diplomatischen Dokumente in die Alltagssprache übersetzt, bedeutet das, daß Uru­guay sich verpflichtet hat, seine Stützpunkte den Vereinigten Staaten zur Verfügung zu stellen, sobald diese in den europäischen Krieg e i n gr ei f e n. Denn es versteht sich von selbst, daß, wenn überhaupt ein amerikanischer Staat in den europäischen Krieg eingreifen wird, dieses die Vereinigten Staaten sein werden, und ebenso ver­steht es sich, daß eine Intervention der Nord­amerikaner nicht als ein Angriff, sondern als eine Aktion zur Verteidigung des amerikanischen Kon- tinents" frisiert werden würde, ebenso wie kürzlich auch die Besetzung Islands durch nordamerikanische Truppen alsDerteidigungs-Akttlm" bargeftellt worden ist.

Die uruguayisch-nordamerikanischen Abmachungen wurden jedoch durch eine vielleicht zur Erkun­dung der Reaktion bei den überigen ibero-amerika- Nischen Ländern absichllich erfolgte ,LMskretton"

Ner Wehrmachtbericht.

NB. Aus dem Führerhauptquartler, (uguff. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt nnl.

n der Ukraine wurde eine südostwärts Uman eschlossene feindliche Kräftegruppe vernichtet. Her 30 000 Gefangene, darunter der Oberbefehls- >ezug auf bei der 6. sowjetischen Armee und andere hohe s gefährlich, ppenführer sielen bisher in die Hand der ver- cherungi-s^Gdeten Truppen. Die Beute ist groß. Die in Die Strifi Efunb kämpfenden deutschen Truppen nahmen Handlung ta I hi, - ....... .....

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DerSieg von Smolensk

Fast vier Wochen lag über den Operationen ijil Osten ein wohlbegründetes Schweigen. Ddß man irt Moskau und London dies lange Schweigen des deut­schen Oberkommandos dazu ausnntzte, um der Welt empfindliche Rückschläge der deutschen Waffen vor­zugaukeln, hat das deutsche Volk in keinem Augen­blick wankend machen können in feinem Vertrauen auf die Ueberlegenheit der deutschen Führung und die Tapferkeit des deutschen Soldaten. Und dies Vertrauen ist nicht enttäuscht worden. Nun, wo her Schleier gefallen ist, den wohlerwogene militärische Hcberlegungen über den Verlauf der Operationen im Osten hatten breiten müssen, um her Infolge anhaltender Störung des feindlichen Nachrichten­wesens über die Lage an der Front und den Stand der eigenen Truppen nur noch unzulänglich unter­richteten Führung der feindlichen Armeen keine wichtigen Anhaltspunkte zu geben, erstrahlt der Sieg der deutschen Waffen an allen Abschnitten her weit gespannten Front um so Heller über den zerrissenen Hirngespinsten und geplatzten Illusionen der feind­lichen Lügenpropaganda, und das deutsche Volk sieht sich für die Geduld, mit der es sich in diesen Wochen! des Schweigens und zuversichtlichen harrens ge­wappnet hatte, nun tausendfach belohnt. Wenn auch die Wehrmachtberichte sich aus Andeutungen nmt lakonischer Kürze beschränkten wenn auch der un­glaubliche Zustand des Straßennetzes im Opera­tionsgebiet, die Riesenentfernungen und die Art der Kämpfe es der Feldpost außerordentlich er­schwerten, so schnell, wie manche es wohl gehofft haben mögen, Nachrichten von den Lieben an hei? Front in die Heimat zu bringen, so waren doch niemals Heimat und Front enger verbunden als irt diesen Wochen des Wartens. Alle unsere Gedanken waren zu jeder Stunde bei unseren Soldaten int Osten, unsere heißen Gebete fanden sie auf beirt Marsch, in der Schlacht und in den kurzen Augen­blicken der Ruhe vor neuem Einsatz. Und nun find unsere Wünsche und Hoffnungen, die so lange aller konkreten Anknüpfungspunkte entbehren mußten, von der Wirklichkeit des deutschen Sieges in einem Ausmaß übertroffen, das alle Vorstellungen und hochgespannten Erwartungen hinter sich läßt. Ein Gefühl des Dankes gegen Gott, dessen Segen auch in diesem harten Kampf gegen die Heere des Bol­schewismus sichtbar auf den deutschen Waffen lag, ein Gefühl inniger Verbundenheit mit dem Führer,

tralc besteht, so erkennt man, welche eminent poli­tischen Absichten hinter diesem Voraehen stehen. Ein neutraler Staat kann die Kriegsschiffe unö Flug­zeuge eines anderen neutralen unb nichtkriegführen­den Landes in seinen Häfen und auf seinen Flug­plätzen aufnehmen und ihnen dort Aufenthalt gewähren so lange er will, ohne in Konflikt mit dem Völkerrecht zu kommen, während der neutrale Staat die Kriegsschiffe und Flugzeuge eines krieg­führenden Landes internieren muß, wenn sie sich, abgesehen von den völkerrechtlich genau fest« gelegten Ausnahmefällen, länger als 24 Stunden in feinem Hoheitsgebiet aufhalten. 'JJlit anderen Worten: Uruguay und alle diejenigen ibero- amerikanifchen Staaten, die gemeinsam mit Uru­guay eine solche Erklärung unterschreiben würden, könnten den Vereinigten Staaten (denn auf diese

In der Rigaer Bucht wurde ein Sowjet - Zer­st ö r e r durch ein Kampfflugzeug schwer beschädigt. Schon beim ersten Anflug erzielten die Flieger einen Bomdenvolltrefser auf das Achterdeck. Der Zerstörer zeigte sofort außerordentlich starke Rauch­entwicklung.

Von unserem S.A.-Korrespondenten. einer großen nordamerikanischen Zeitung frühzeitig bekannt und vielen in den Nachbarstaaten Uruguays, namentlich in Argentinien, starke Opposition Ijeroor; Argentinien erblickt mit Recht in einer Be- eung wichtiger Punkte an der La-Plata-Mün- eine Bedrohung, da der La-Plata- Strom, zwischen Buenos Aires und Montevideo, die wichtigste Zufahrtsstraße für den argentinischen Außenhandel (und gleichzeitig auch für denjenigen Paraguays) ist. Freilich kann die argentinische Re­gierung ihrer Ablehnung der uruguayischen Stütz- punktpläne nicht so offen Ausdruck gelben, wie sie das vielleicht tun würde, wenn sie nicht gezwungen wäre, ihre Stellung zu den U$A. die hinter den uruguayischen Plänen stehen zu berücksichtigen. Denn die Vereinigten Stacken sind infolge des Krieges und der englischen Blockade der wich­tigste Handelspartner Argentiniens ge- worden und außerdem für absehbare Zeit der ein­zige potentielle Kreditgeber.

Immerhin aber erreichte es der argentinische Außenminister R o c a , der Vorgänger des gegen­wärtigen Außenministers Guinazu, daß Dr. Guam bei der Konferenz beider Mlnister in dem uruguayischen Grenzort Eolonia zugestand, daß beide Länder ein gleich großes Interesse an allen die La-Plata-Mündung betreffenden Fragen haben, und daß Probleme der Sicherheit der La- Plata-Mündung, bevor in diesen Fragen einer der beiden Staaten endgültige Entscheidungen treffe, mit den Generalstäben der beiden Länder und mög­lichst auch mit denjenigen der Nachbarstaaten, Bra- filien, Paraguay und Bolivien, besprochen werden müßten. Bei diesem Zugeständnis ist es bisher ge­blieben, und zu Generalstabsbesprechungen ist es wohl weil man in Buenos Aires mit ihnen nicht gerade Eile hat bisher noch mit keinem der ge­nannten Länder gekommen. Auch als kürzlich, zum 9. Juli, die Kriegsminister und Generalstabschefs zahlreicher ibero amerikanischer Nachbarstaaten Buenos Aires besuchten, legten die argentinischen Militärstellen Wert auf die Feststellung, daß dieser Besuch nicht der Einleitung von militärpolitischen Verhandlungen diene.

Nunmehr hat aber' Uruguay auf andere Weise versucht, die seit einigen Monaten einge» schlafene Debatte über die Errichtung von Stütz- punkten in der La-Plata-Mündung wieder In Gang zu bringen. Die uruguayische Regieruna hat allen amerikanischen Ländern mitgeteilt, daß sie ähn­lich wie auch während des Weltkrieges 1917, un­mittelbar nach dem Kriegseintritt der USA. keinen amerikanischen Staat, der sichin der Ber­te ibigung seiner Rechte" (eine, wie man sieht, recht dehnbare Formulierung) mit einem nichtamerikani­schen Land im Kriegszustand befinde (d. h. also praktisch wieder: die Bereinigten Staaten, falls sie in den europäischen Krieg eingreifen sollten) als kriegführend" betrachten werde. Die amerikanischen Staaten werden aufgefordert, Uruguay mttzuteilen, ob sie bereit seien, gemeinsam mit Uruguay eine entsprechende Deklaration dieses Inhalts zu unter- schreiben.

Der Schritt Uruguays und die darin norgezo­gene Erklärung muten zunächst recht theoretisch an. Bedenkt man aber, welcher Unterschied zwischen der Behandlung eines kriegführenden und eines nichtkriegführenden Landes durch andere Neu-

Wenn also auch die Errichtung von neuen Stützpunkten bzw. der 2lusban her vorhandenen Häfen und Flugplätze nach der Entschließung von Colonia von der Zustimmung der Generalstäbe Ar­gentiniens, Brasiliens, Paraguays und Boliviens abhüngt, so könnte Uruguay doch allein auf Grund dieser Erklärung den Bereinigten Staaten tm Kriegsfälle feine vorhandenen Häfen und sonstigen militärischen Einrichtungen zur Verfügung stellen^ Ja, mehr noch: Es würde, falls die übrigen ameri­kanischen Staaten diesem Borschlag zustimmen soll­ten, erreichen, daß die Bereinigten Staaten gewis­sermaßen automatisch alle amerikanischen Häfen und Flugplätze in einem solchen Falle benutzen könnten.

Dieses Ziel scheint jedoch nicht erreicht zu wer­den, denn auf die uruguayische Anfrage sind zwar mehrere zustimmende Antworten eingegangen, wie von Brasilien, Bolivien, Benezuelo und natürlich aus den USA., die ja der eigentliche Nutznießer dieser Initiative sind, aber bisher staben mindestens ebenso viele Staaten auch in ablehnendem Sinne geantwortet oder jedenfalls keinerlei Zu­stimmung ausgesprochen, sondern den uruguayischert Borschlag für inopportun erklärt. Diese Staaten aber sind, und das ist gewiß kein Zufall, mit Aus­nahme Brasiliens, die wichtigsten südamerika­nischen Länder, nämlich Argentinien, Chile, Perm und Columbien. Schon wegen der Bedeutung dieser Länder und des Gewichtes ihrer ablehnenden 2lnt- roorten ist deshalb kaum noch damit zu rechnen, daß der Borschlag Uruguays zu einer gesamt- amerikanischen Erklärung gemacht werden mirlt Dagegen ist es sehr wohl möglich, daß einmal Uru­guay die angekündigte Erklärung für sich selbst ab­gibt, und daß vielleicht auch einige der Staaten, die auf die Uruguay-Initiative zustimmend geantwortet haben, sich dieser Deklaration anschließen, obschon auch das letztere kaum noch mit Bestimmtheit an­genommen werden kann. Dagegen ist durch die Hal­tung von Ländern, wie Argentinien, Chile ufro, verhindert worden, daß auf dem Umweg über eine solche Erklärung die bisherige Stützpunktdebatte gleichsam umgangen wird und die USA. allgemeines Berfügungsrecht über alle amerikanischen häfert und Flugplätze erhalten.

die Versenkung von 16 000 BRT. an der Schotti­schen Ostküste, am 3. August die Versenkung von 6 Handelsschiffen mit 40 000 BRT. durch die Luft- waffe gemeldet. An diesen zwei Tagen ginnen auch insgesamt 3 Tanker auf den Grund. Neben den Versenkungen durch U-Boote wird im Wehrmacht- bericht vom 8. August auch gemeldet, daß wiederum die Luftwaffe 3 Frachter mit 13 000 BRT. versenkt, 5 weitere große Handelsschiffe einschließlich eines Tankers schwer beschädigt hat.

Die Engländer, die schon wieder aufatmeten, sind also kräftig an den Ohren genommen und gebeutelt worden. Dabei bleibt zu erinnern, daß in den Wehrmachtberichten vom 30. und 31. Juli die Ver­senkung von insgesamt 24 Handelsschiffen mit 140 500 BRT. auf einen Schlag berichtet wurde. Diese Versenkungen kommen gerade impsycholo­gischen Augenblick", wo der Durchschnittsengländer wieder aufs hohe Roß gefHegen ist, weil er in den Sowjetleuten Dumme gefunden zu haben glaubt, die für ihn die Kastanien aus dem Feuer holen. Wie diese trostreiche Spekulation die britische Phan­tasie in Wallung gebracht hat, geht aus einer Ka- beldepesche desDaily Telearaph" aus Alexandria hervor, der meldet, etwa 1000 englische Soldaten hielten sich noch auf Kreta in unzugänglichen Ge- birgshöhlen versteckt, nährten sich von Weintrauben und Ziegenmilch und führten einen unerbittlichen Kleinkrieg gegen die deutschen Besatzungstruppen, die ausrasch zu Soldaten avanciertes Hitler- jungen" beständen. Man sieht: die Londoner Zei- ttmgsstrategen wollen auch einen Partisanenkrieg haben! Dr. Ho.

©kalter ÄNMM

SS mmJExs«, General-Anzeiger für Gberheffen