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3Q[fD irutf. Die fpater erfolgte endgültige Besetzung von ige » ' I Agheila wurde ebenfalls von ihm und seiner bQr ri ührung blind vertrauenden Kradschützen durchge-

unQen > L'fjrt. Auch im Gefecht um das Fort Regina am

ürfL';. 4.1941 zeichnete sich Oberleutnant Behr durch -sondere Kühnheit und Umsicht aus.

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Japanisch-amerikanische Studenten-Konferenz abgesagt.

Tokio, 9. Juni. (Europapreß.) Die für

mgenen und Panzerspähwagen beibrachte. An der 5pitze des Spähtrupps brach Oberleutnant Behr in 3 Agherla em und hielt sich trotz der feindlichen Besatzung einige Zeit aus dem Beobachtungsturm !»s Forts auf. Erst nach Erledigung seines Auf- rages Einbringung von Gefangenen kehrte r über 150 Kilometer Entfernung zur Abteilung irück. Die später erfolgte endgültige Besetzung von

5as Auslandsamt der Dozentenschaft der deut- Universitäten und Hochschulen veranstaltet vom bis 14. Juni in Leipzig ein Treffen deutscher _ bulgarischer Akademiker, zu dem 60 bis 80 bul- ische- Wissenschaftler erwartet werden. Die Ta- V sieht drei Arbeitskreise, einen geistes- und 'ikwisienschaftlichen, einen Wirtschaftswissenschaft' sn und einen medizinisch-naturwissenschaftlichen

200 Meter breiten Nestos die feindlichen Bunker. Stellungen an. Mit derselben Tapferkeit und Ein- ^atzfähigkeit wie am 7.4. setzte er auch bei diesem Angriff feindliche Bunker außer Gefecht und machte

Nit rumänisch-bulgarischen Feiern wurde am intag die Eisenbahn-Fährverbindung zwischen urgiu und Russe, die eine direkte und kurze Ber­gung zwischen Bukarest und Sofia herstellt, ffnet. Die beiden Länder waren durch ihre ikehrsminister vertreten. Außerdem waren u. a. Lesend der deutsche Gesandte und der italienische anbte in Sofia, der slowakische Gesandte in Jureft und ein Vertreter der deutschen Wehr- ^htmission in Rumänien.

Berlin, 8. Juni. (DRB.) Die aus Kreta ein- ? c'setzten britischen Truppen sind mit einem ? ferluft von 25 Prozent ihrer Kampfkraft davon- y «-kommen, während die a u st r'a li s che n und neu- eländischen Regimenter nach amtlichen Fest- llungen 6 4 Prozent ihres Bestandes einge- llßt haben. Diese Zahlen sprechen Bände.

Leygand nach Nordafrika zurückgekehrt

Eenf, 8. Juni. (DRB.) Aus Vichy wird ge» elbet. Der Generaldelegierte der französischen Re- 2tung in Nordafrika, General W e y g a n d , der -ehrere Tage zu wichtigen Besprechungen in Vichy teilte, ist mit dem Flugzeug wieder nach Nord- rrifa zurückgekehrt.

Son den Engländern beschlagnahmt.

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Juni geplante japanisch, amerikanische tudenten-Konferenz in der Universität ashington ist, wie Domei meldet, von japanischer ite abgesagt worden.

Kleine politische Nachrichten.

Der ungarische Ministerpräsident und Außen- mfter Bardossy ist am Sonntagvormittag mit Begleitung aus Rom wieder in Budapest ein- fen. Bei seiner Ankunft gab Bardossy eine Er- cung ab, in der er seststellte, daß er von seiner ienreise mit den besten Eindrücken heimkchre. e Unterredungen mit dem Duce seien ganz im truktiven Geist des Dreimächtepaktes geführt rden und hätten in allen Punkten die völlige Mreinftinrmung der Absichten erwiesen. Aus dem ch das Dreimächte^bundnis vorgezeichneten Weg uschreiten, bleibe nach wie vor die Aufgabe i ungarischen Außenpolitik. Der ungarische sverteidigungsminister Karl Bartha ist am mstag nach Italien abgereift, um mit den Chefs italienischen Wehrmachtgattungen Fühlung zu

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Erweiterte Zeugengebübren.

-^ach der Gebührenordnung für Zeugen und rHverständige ist die Entschädigung eines Zeugen rZeitoersäumnis auf nicht mchr als 10 Stunden Tag zu gewähren. Diese Beschränkung hat sich 't r den jetzigen außerordentlichen Verhältnissen - unbillig erwiesen. Der Reichsjustizminister hat ;-aIb angeordnet, daß bis auf weiteres die Ent- cnigung auch für eine längere Zeit als 10 Stun- 1 bezahlt werden kann. Sie darf jedoch nicht ür als 20 RM. pro Tag betragen.

Die Eisenbahnstrecke ZaribrodNisch wurde bis apcrlanka und ferner ein entsprechender Teil der ie NischSkoplje auf Grund eines Uebereinkom- zwischen den deutschen und bulgarischen Be- an das bulgarische Eisenbahnnetz angeschlos-

15ßonj Ionnarsch des Korps ausfchlaggend, da alle ande- nfete sn in Betracht kommenden Brücken gesprengt i *n<n*

rgenltur Oberleutnant Behrhat sich bereits in Polen und : srankreich als Kompanie- und Stoßtruppführer

n XH i wiederholt ausgezeichnet. In Afrika führte er den rten l" cften Spähtrupp auf El Agheila, der dem Gegner -otz zahlenmäßiger Ueberlegenheit Verluste an Ge-

Stockholm, 8. Jzmi. (DNB.) Nach einer von cDaily Mail" gebrachten United-Preß-Meldung iS Port de France teilte der französische Ober- k.'uimissar mit, daß die Engländer den franzö- 1'14 en Dampfer21 r t c a" aufgebracht und b schlagnahmt haben, und zwar 500 Seemei- Itt von Martinique entfernt. Ferner sei auf k'Mches Ersuchen hin der französische Westindien, bmpferDuc d'Aumale" im Neuyorker Hafen zu.

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____ chirmacher hatte am 7.4.1941 xen Auftrag erhalten, mit Teilen seiner Panzer- Oionier-Kompanie die besonders wichtige Straßen- rücke bei Bares im Handstreich zu nehmen. Es ge­ling ihm, den Auftrag mit vollem Erfolg zu er- üffen. Mit großer Kühnheit und Entschlossenheit etzte er in der Nacht trotz ungünstiger Witterung nit seinen Leuten auf Floßsäcken über die ange- ,e chwollene Drau, überwand mehrere Hindernisse und

«reichte mit seinem Stoßtrupp die jenseittge Brücken- Jlsll rite. Schnell veranlaßte er das Durchschneiden der Zündkabel. Zur selben Zeit drangen andere Teile einer Kompanie auf der Brücke vor, machten die Zesatzuna unschädlich und durchschnitten ebenfalls weitere Zündungen. Die Inbesitznahme der unzer- örten Brücke von Bares war für den schnellen

Sturm auf die Maginot-Q'nie.

Zur Erinnerung an einen ruhmreichen Zunitag 1940. Von Rittmeister Alfons Freiherr von Czibulka.

Am 8. Juni 1940: Französische Abwehr- front im Somme- und Oise-Gebiet in vier­tägiger Schlacht durch Infanterie- und Pan- zerdivisionen zerschlagen. Rückwärttge Vertei­digungslinien in Richtung auf untere Seine durchbrochen. Beiderseits Soissons die Aisne überschritten.

Am 9. Juni 1940: Die Südfront zwischen Oise-Aisne-Kanal und der Maas tritt an. Letzter entscheidender Vorstoß in den Rücken der Maginot-Linie. Sieg der Gruppe Narvik. Flucht der Engländer, Kapitulation der Nor- weger.

Eingerahmt von goldgrün leuchtenden Hügel« höhen und dunklen Forsten breitet sich, durchzogen von kleinen Waldstücken und hohen Pappelreihen, von gelbstaubenden Feldwegen und blinkenden Was­serläufen, geschmückt von dem Dächerrot freund­licher Dörfer und Fermen, weithin das Weide- und Ackerland des Talgrunds, darüber wie eine natür­liche Festung die mächtigen Höhenrücken der Magi- nollinie vor einem wolkenlosen, sonneglühenden Himmel stehen.

Eine Sperrstellung der Maginotlinie, ein mit allen Mitteln heutiger Befestiaungskunst ausgestat- tetes Panzerwerk, dessen nach allen Seiten aus- schauenden und wirkenden Kuppeln die Talebene beherrschen, ist das große Ziel.

Wohl wird es schließlich nur ein kleiner Trupp todesmutiger Männer sein, der das Werk selbst im Sturme zu nehmen hat. Damit es aber überhaupt zu diesem Sturme kommen kann, damit diesen Männern der Ansprung bereitet wird, muß vor­erst das in Wiesen und Auenwald gebettete Dorf Villy in unserer Hand sein, bas selbst von klei­nen, zum Teil als Häuser getarnten Buntem ge­sichert zu Füßen des Panzerwerks liegt. Dieses Dorf Villy wird von einem langgestreckten, baum­losen Höhenrücken zu seiner Rechten gedeckt, dessen Wiesenhang glacisartig und sturmfrei aus dem Tal- grunde aussteigt. Ehe diese Höhe 311 nicht ge­nommen ist, ist an die Erstürmung des Dorfes und des Panzerwerks nicht zu denken.

Eine Weile noch. Dann richten sich die Scheren­fernrohre der Artilleriebeobachter, der Stäbe, die auf einer weitausblickenden Waldkuppe stehen der Kommandierende des hier kämpfenden Armeekorps und der Armeeführer selbst sind auf diesem Hügel erschienen neugierig auf die schon von Sommerdunst verschleierten Waldmauern, die den freien Hang der heute zu erstürmenden Höhe säumen. Die Feldtelephone klingeln. Bewegung ist am Waldrand zu sehen. Einzelne dunkle Punkte tasten sich aus dem Gehölz, dichtere Gruppen fol­gen. Plötzlich wimmelt- der Hang der Höhe 311 vom Feind. In dichten Massen stürmt er quek über den Hang herunter gegen Villy. Kurze, knappe Be­fehle. Wenige Augenblicke später flammen ringsum die Mündungsfeuer, donnern die Batterien. Erst noch suchend, dann immer schneller und schneller. Die einzelnen Einschläge verschwinden in einer wir­belnden Wolke von feurigem Qualm und schwarz- grauem Rauch, aus der nur, bald am Hang, bald oben am Waldpfad, bald in Wipfelhöhe grell die Feuerkugeln berstender Granaten blitzen. Um Hang und Waldrand tobt die Hölle. Was vom Feinde noch lebt, flüchtet in den Wald zurück, aus dem das Verfolgungsfeuer unserer Batterien dämpft. Der Angriff ist abgeschlagen.

Für eine Weile ist Ruhe auf der Höhe. Das schwere Feuer liegt jetzt über der Mitte des Scklach- tenbildes, über dem dem Panzerwerk vorgelager­ten Dorf Villy, in das unsere Spähtrupps ein­zudringen versuchen und die Marokkaner sich ver­bissen und hartnäckig wehren. Weiße Leuchtkugeln steigen bald da und dort am Dorfrand oder hin­ter den ersten Häusern, geben unseren Batterien das Zeichen:Hier sind wir!"

In der Nacht gelingt die Wegnahme der Höhe 311. Vergebens trommelt das zornige Feuer des

Feindes gegen den verlorenen Höhenrücken. Als der Morgen graut, ist die Höhe in unserer Hand. Nur ihre höchste Erhebung, die Stelle, wo die oberste Waldspitze an sie heranzüngelt, bleibt noch vom Feinde besetzt. Eine der Borausfefrungen für die Erstürmung des Panzerwerks ist geschaffen. Nun gilt es das Dorf.

Während dort, uMerstützt von den beiberfeihgen Artillerien, von Haus zu Haus, von Keller zu Keller der Sttaßenkampf tobt, während ein dramatisches Zwischenspiel der Feind abermals aus dem Walde hervorzubrechen versucht, um da­durch die ihm oertorengegangene Höhe im Rücken zu fassen, und ihn wiederum der vernichtende Schlag unserer Batterien trifft, hämmern schon schwere Geschütze gegen die Panzerkuppeln des Werks. Mörsergranate auf Mörsergranate heulte heran, Rauchpilz um Rauchpilz wächst aus der Plattform. Doch ehe die sich wütend wehrenden Marokkaner nicht aus Villy geworfen sind, kann, der Sturm auf das Werk nicht gelingen. Die immer wiederholten, immer wilderen Feuerstöße haben einstweilen nur den Zweck, die Nerven der Werkbesatzung zu zer­mürben.

Stunden hindurch wälzt sich das Feuer vor und zurück, liegt bald über der Ortschaft, springt bald den Waldrand oder das gepanzerte Werk an oder wütet weit jenseits der Höhen gegen französische Batterien. Dörfer brennen wie riesenhafte Fackeln. Grauweißer Rauch weht träge über den Wiesen­grund.

Bald nach Mittag ist V i 1 l y genommen. Arn Nachmittag fällt durch einen kleinen Stoßtrupp ein dem Hauptwerk vorgeschobener Bunker. Der letzte Akt des Dramas beginnt.

Genau wie ein Uhrwerk läuft der Schlußakt ab. Während des Einsckießens legen schnellfeuernde Bat­terien eine undurchdringliche Wand vor die Maginot­linie. Dann stürzen sich die Mörser auf das Werk. Erst 'sind noch die einzelnen Einschläge zu erkennen, dann umbrandet nur mehr, immer wieder da und dort aufzüngelnd, wie eine Springflut eine unge­heure Woge von qualmendem, feuerdurchschimmer- tem Rauch das Werk, indes andere Geschütze gegen die Batterien des Feindes hämmern. Selten nur faucht von drüben her eine Granate heran, schlägt weit links berstend in einen Wald, darin der Feind Beobachter vermutet. Himmel und Erde sind ein ein­ziges Donnern und Dröhnen.

Schlag 19 Uhr schweigen die Ddörser. Nur noch eine Batterie feuert. In ihrem Schutz steigt der Stoßtrupp den deckungslosen 800 Meter langen Hana hinauf, erreicht die Hindernisse, durchschneidet sie, kommt an die Werkmauer. Eine Welle ist von den Tapferen nichts mehr zu scheu. Plötzlich fährt es wie eine Stichflamme aus einer der Kuppeln. Trotz de? rasenden nervenverreißenden Feuers der schwe­ren Mörser wehrt sich der Feind noch immer. Schlag auf Schlag blitzt es links aus einem kleinen Wäldchen auf. Eine Sekunde später brandet an der Panzerkuppel der Einschlag hoch. Weiße Leucht­kugeln fünften:Wir sind hier!" Drei unserer Män­ner sind jetzt auf der Plattform des Werkes zu sehen, aus dessen linker Kuppel immer noch in kurzen Abständen gelb rot der Feuerstrahl fährt. Kurz darauf fliegt, vom Stoßtrupp gesprengt, die Panzerkuppel in die Luft. Das Werk ist ge­nommen.

Noch in der gleichen Minute tritt der Komman­dierende ans Feldtelevhon, meldet dem Oberbefehls­haber der hier angesetzten Armee die Erstürmung des Werks und bittet um Verleihung des Ritter­kreuzes für den Oberleutnant Germer. Der frische, jugendliche Wagemut des Stoßtruppführers, der Heldenmut seiner Männer, sorgfältige Vorbereitung, beispielhafte Mitwirkung der Artillerie, mitreißende und alle Bedenken überwindenÄe Führung haben zu einem einzigartigen Erfolge, zur ersten Erstür­mung eines Hauptwerkes der für unbezwinglich ge­haltenen Maginaklinie geführt.

Oie strategischen Fronten im Pazifik

Von unserem St.-Berichterstatter.

Weg aber geht mitten durch das japanische V e rte i ft i gu n g s sy st e m . das sich in einer Länge von 3000 Seemeilen von den Kurilen über das japanische Jnselreich nach Formosa und Hainan hinzieht und im Südosten durch die Mandatsinseln aeschützt wird. Die amerikanische Flotte würde, sollte sie diesen Weg wählen, so vielen Gefahren und Zwischenfällen ausgesetzt sein, daß sie nur dezi­miert und mit erschöpften Brennstoff- und Muni­tionsvorräten dem Kern der japanischen Schlacht- flotte gegenübertrefen könnte. Der andere und nähere Weg führt durch die Subarktis: von Dutch-Harbour in Alaska nach den Kurilen. Wer nun jene Gewässer und die dortigen klimatischen Verhältnisse kennt, der weiß, daß in jenen Brei­tengraden von 16 Tagen 13 Aage schwerste Polarnebel herrschen, die jeoe Bewegung von größeren Kampfverbänden ganz unmöglich machen. Im übrigen aber braucht Aapan auch eine offene Seeschlacht mit der gesamten amerikanischen Pazi­fikflotte nicht zu fürchten. Die japanischen Schlacht, schiffe sind neuer, wendiger, schneller und zum Teil auch schwerer beftückt.

Diese Meinungen des japanischen Admirals stehen nicht im Widerspruch zu den Aeußerungen des nordamerikanischen Marineministers Knox, der vor dem Ausschuß des Repräsentantenhauses sagte, die Bereinigten Staaten hätten sich entfalten kön­nen, ohne dadurch behindert .zu sein, daß Groß­britannien einen großen Teil der Meere beherrsche, aber die Dinge würden anders stehen, sollten die Deutschen oder eine andere Großmacht die Herr­schaft über diese Meere erringen. Nordamerika habe sich in den letzten Jahrzehnten gezwungen ge­sehen, eine starke Flotte wegen des Expansions- dranges Japans aufzubauen. Wenn bisher eine einzige mächtige Flotte im PaMk genügte, so nur deshalb, weil die englische Flotte den Bereinigten Staaten im Atlantischen Ozean die Sicherheit ver- bürgte. ,^)etzt, wo die britische Seemacht in Ge­fahr geraten ist, müssen wir eine Zwei-Ozean- flotte bauen, sie kann öfter nicht vor sechs Jahren fertig fein", so schloß Knox seine Er­klärungen.

Amerikanische Sachverständige, deren Blick nicht durch politische Leidenschaften getrübt ist, meinen.

(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Tokio, Ende Mai 1941.

Der Begründer der japanischen Unterseeboots- maffe, Admiral Nvbumasa' Suetsuga, der als eine der ersten Autoritäten in Marinekreisen gilt, hat Erklärungen über die strategischen Fronten im Pazifik abgegeben, die große Beachtung in der Oefsenllichkeit gefunden haben. Suetsuga wies darauf hin, daß die nordamerikamsche Politik seit Monaten darauf ausgehe, Japan durch unfteund- üche Handlungen und durch wirtschaftlichen Druck dazu zu zwingen, seine Ziele in Ostasien aufzu­geben. Mit der Kündigung des Handelsvertrages habe Nordamerika über Japan eine kalte Wirt­schaftsblockade verhängen wollen, und diese sei im Laufe der letzten Monaten ständig ver­schärft worden. Die Reden des Präsidenten Roosevelt enthielten aufreizende Drohungen. Jedoch irre s ich Amerika, wenn es glaube, Japan durch Abschließung von den Ueberseemärktengeräusch- los" erledigen zu können. Noch weniger aber könne Roosevelt durch Anwendung von Gewalt erreichen.

Der Admiral behandelte sodann die strategischen Fronten, die sich im Pazifik gebildet haben. Die amerikanischen Schlachtschiffe seien im Pazifik um H a w a i konzentriert, jedoch müsse sich das Haupt- interesse Wasyingtons bei der europäischen Kriegs- läge auf Öen Atlantik richten. Im Grunde genommen, meint Admiral Suetsuga, könne es Nordamerika gleichMttg sein, ob England im End­ergebnis durch das Beistandsgesetz siege oder nicht, denn in j e d e m Falle habe England den Sieg schon lange an die Bereinigten Staaten verloren. An die­ser Tatsache ließe sich nichts mehr ändern. Was nun den Pazifik anbetreffe, so bemühe sich Amerika, dort seine strategischen Positionen aus^ub-auen und versuche unter anderem, Japan an seiner Süd flanke zu umklammern. Auf fast allen amerikanischen Pazifikinseln würden Flugzeugstütz­punkte und Häfen für Unterseeboote errichtet, aber alle diese militärischen Vorbereitungen könnten Ja- pan keineswegs beunruhigen. Japan habe keinen Anlaß, einen bewaffneten Konflikt mit dem Nack- barn auf der anderen Seite des Ozeans zu fürch­ten, da ein Angriff der USA.-ftlottc deren Unter­

gang bedeuten würde. .

Amerika hat zwei Anmarschwege. Einmal daß die Durchführung des Englandhilfegesetzes in

den von San Franzisko und von San Diego aus, der geplanten Weife früher oder später den Ver- der über Hawai, über die Wake- und Midway-Jn- zicht auf die angelsächsischen Machtpositionen in {ein und Guam nach den Philippinen führe. Dieser Asien bedeuten wurde. Davon aber wollen weder

England noch Amerika etwas wissen: sie stehen deshalb einer weiteren, unvorherges^hsjien Zer­splitterung chrer Kräfte gegenüber. Die Japaner haben im Herbst 1939 unter dem Kabinett AbL-No« mura ein letztes Mal versucht, einen gütlichen Aus« gleich mit den Bereinigten Staaten zu finden. No­mura wurde zum Botschafter in Washington er­nannt und bemühte sich, die Anerkennung des japa­nischen Führungsanspruches in Ostasien zu er­reichen. Er fand bei Roosevelt fein Verständnis: im Gegenteil, der Präsident ernannte Stimpson 3um Kriegsminister, also einen Vertreter jener Rich­tung, die in Amerika für eine unversöhnliche Hal­tung gegenüber Japan eintritt.

Der japanifd)e Admiral Suetsuga ist nun der An­sicht, daß der Zeitpunkt gekommen sei, wo Japan aegen Nordamerika energisch hervortre­ten müsse. Ein bekanntes Sprichwort lehre, daß selbst die Geduld Buddhas einmal ein Ende nehme. Japan müsse den Vereinigten Staaten zeigen und sie unmißverständlich wissen lassen, daß die japa­nische Flotte jeden Augenblick bereit fei zuZu­schlag e n , wenn Washington feine provokato­rische Haltung nicht aufgebe. In Europa hat Roose­velt mit feiner Hetze gegen die Achsenmächte keine Lorbeeren ernten können. Ganz im Gegenteil! Die Drachensaat, die Roosevelts Sonderbevollmächtigter, Oberst Donovan, im Balkan und im Nahen Orient ausstreute, ist zu seinem eigenen Schaden aufge­gangen. Dasselbe Schicksal kann sich für ft en Kriegs­treiber Roosevelt im Fernen Osten nur um so emp­findlicher für die USA. wiederholen, zumal der ja« panisch-'sowjetrussische Pakt ein deutliches Menetekel für Washington ist.

Außenhandelshilfe.

In den ersten Meldungen über die Verhand­lungen einer deutschen Abordnung in Tokio heißt es, daß nicht nur über den deutsch-japanischen, son­dern über den gesamten deutsch-fernöstlichen Waren­austausch gesprochen worden sei. Aehnlich dürste seiner Zeit bei dem Besuch des japanischen Außen- Ministers Matsuoka in Berlin auch über den japa- nischen Wirtschaftsverkehr mit ' ganz Kontinental­europa gesprochen worden sein. Es gehört 3um Wesen der Führerschaft in einem wirtschaftlichen Raum, daß das führende Land bzw. die führenden Länder sich für die Interessen auch der kleineren Partner ihres Bereiches einsetzen. Im Kriege ist das mehr ober weniger selbstverständlich. Die Achsenmächte führen, auch wenn das noch nicht überall in ihrem Führungsbereich erkannt wirb, einen Krieg um tvachähige staatliche und wirtschaft- liche Grundlagen der in ihrem Raum lebenden Staaten und Völker, und zwar Deutschland und Italien gegen Großbritannien, und Japan gegen China. Sie haben die Verfügungsgewalt über die Verkehrsmittel, mit denen die beschaffbaren Waren innerhalb des Raumes verteilt bzw. von außen herangeholt werden. Sie können es nicht dulden, daß ein nicht unmittelbar am Kriege beteiligtes Land sich Vorteile und Annehmlichkeiten verschafft, die auf Kosten einer wirksamen Fortführung des Krieges gehen. Dies gilt in besonderem Maße, seit- dem ein besonders reiches ehemals neutrales Roh- ftofflanb, die Vereinigten Staaten von Amerika, einseitig für die eine Kriegspartei in Europa für Großbritannien, und in Asien für China Partei genommen hat. In welchem Grade sich die autoritären Länder gegenüber den angelsächsischen Mächten solidarisch suhlen, hat die kürzliche Erklä, rung Matsuokas gegenüber einem amerikanischen Pressevertreter gezeigt.

Aber die Verantwortlichkeit der führenden Mächte in einem Wirtschaftsraum hört keineswegs mit dem Kriege auf. Das rechtfertigt sich zunächst aus den bekannten Bemühungen der nordamerika­nischen Politiker, den Krieg auch nach formellem Abschluß des Friedens mit wirtschaftlichen Waffen fortzusetzen und insbesondere den wirtschaftlichen Einfluß der Achsenmächte auf die Länder der Neuen Welt auszurotten. Wenn bann etwa zwei Dutzenb kontinentaleuropäische Staaten versuchen sollten, getrennt voneinander in die von der ame­rikanischen Union geschaffenen Phalanx Bresche zu schlagen, so werden sie das bestimmt nicht zuwege bringen. Vielleicht würde die Regierung des Herrn Roosevelt oder seines Nachfolgers versuchen, einige europäische Länder mit ihrem Wohlwollen auszu- zeichnen, ihnen Vorteile einzuräumen und damit oen Block der europäischen Länder endgültig zu sprengen und die besonders unbeliebten Länder knapp zu halten. Dann würden große Länder, die auf nordamerikanische Wirtschastsschikanen wirksam zu antworten vermöchten, sich zwei-fellos besser durchsetzen als kleine Länder, die zur Sicherstellung von Rohstoff- und Lebensmittelbezügen aus Ame­rika ihre eigenen Erzeugnisse koste es, was es wolle absetzen müssen. Treten aber die zu einem großen Wirtschaftsraum, etwa dem kontinental- europäischen Raum, gehörenden Länder gemein­sam auf, so können sie ausreichende Gewichte in die Waagschale werfen.

Wenn man die Frage auswirft, ob die führenden Länder eines Wirtschaftsraumes den kleineren Partnern Derhandlungshilfe leisten könnten, so er­folgt fast prompt die Gegenfrage:Und die Han­delsvertragsfreiheit?" Es ist richtig, daß jemand, der einen andern mit der Wahrnehmung seiner Interessen beauftragt, sich in bestimmtem Umfang der eigenen Ausübung feiner Rechte begibt. Aber aus welchem Grunde werden denn überhaupt Der- handlungsvollmachten erteilt? Doch fraglos aus feinem anderen Grunde als aus dem, einem bes­seren Unterhändler die Entscheidung zu überlassen. Wir stehen noch in den Ausläufern einer Zeit, in der die Völker jedes Stück ihrer Souveränität ängstlich und argwöhnisch hüteten, weil sie fürch­teten, ein freiwilliger Verzicht oder auch nur eine zeitlich begrenzte und jederzeit widerrufliche Preis­gabe von staatlichen Rechten sei die Vorstufe zum Verlust der staatlichen Selbständigkeit und zur Rück­kehr in frühere nationale Knechtschaft. Es wäre töricht, ein Vertrauen erzwingen zu wollen, bas nicht aus dem Inneren fließt. Das ändert aber nichts an der Tatsache, baß ein Verhandeln kleiner Staaten mit überseeischen großen Staaten nicht nur eine oermeibbare Zeit- und Kraftvergeudung, son­dern gleichzeitig eine ernste Gefahr bedeutet, eine Gefahr nämlich für die wirtschaftliche Wohlfahrt des kleinen Landes.

Wenn als angeblicher Beweis dafür, baß es auch in Zukunft keiner Außenhandelshilfe zugunsten der kleinen Länder bedürfe, die Zeit vor dem jetzigen Kriege angeführt wird, so ist das nur sehr bedingt richtig. Man nahm es als selbstverständlich hin, daß die großen Länder den kleinen alle erdenklichen Wirtschaftsvorteile einräumten. So schien es natur­gegeben, daß Deutschland den beiden im Nordwesten vorgelagerten Ländern, den Niederlanden und Bel­gien, einen wesentlichen Teil des Durchgangshandels aus überseeischen Ländern (über Amsterdam, Rot­terdam und Antwerpen) gestattete und auf einen entsprechenden Ausbau und eine Bevorzugung der