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Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen)

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Verdunfelungszeil

9. Mai von 21.01 bis 5.37 Uhr.

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das Jugendherbergswerk den Sammlern in die Büchse stecken, so helfen wir wieder einmal Bau­steine für das neue Deutschland Zusammentragen. Es ist dies die zweite Sammlung im Kriege für den genannten Zweck. Unser Volk hat die doppelte Be­deutung der Jugendherbergen längst erkannt; denn wie wäre es sonst zu erklären, daß das Ergebnis der ersten Kriegssammlung für die Jugendherbergen noch um 55,5 v. H. höher lag als 1939?

Natürlich sollen die Jugendherbergen nach Kriegs­ende ausnahmslos ihrem eigentlichen Zweck wieder

Beckens, an dessen Rand die vier Elemente Feuer, Wasser, Erde und Luit symbolisiert dargestellt wer- den. Der dritte Preis wurde dem Bildhauer Kart Wilhelm Bierbrauer, Wiesbaden zuerkannt, der ebenfalls den Entwurf eines kreisrunden Beckens mit peripherer Wasserkunst (Neptun und die Wellenrosse) in guter Blickwirkung eingereicht hatte.

Der erste Ankauf wurde dem Bildhauer Peter D i e n st d o r f (Wiesbaden) für seinen Entwurj einer kreisrunden Anlage mit Zweiergruppe (Flos­senpferde mit männlicher b^w. weiblicher Gestalt) und zentraler Wasserkunst zuerkannt. Der zweite Ankauf wurde dem Bildhauer Karl Hoffmann (Mainz) für seinen Entwurf einer kreisrunden Was-

Jhr ja, Herr? aber ganz richtig deutsch dürfen wir erst seit drei Jahren sein, seit sich der Führer über uns erbarmt hat. Er hat auch meinem ältesten Sohn, jetzt ist er in Nord rankreich, den Arbeits­platz von seinem Vater gegeben, und nun lebe ich wieder im Weiler wie vor fünfundzwanzig Jahren. Auch mein jüngster Bub hat bei mir gewohnt, bis er vor Jahren hat einrücken müssen. Jetzt ist er in Norwegen. Sie sind alle zwei noch gesund. Mein Zweiter freilich, er ist sonst Zimmermann, hat bei Kutno einen Steckschuß in die Brust gekriegt und war lange im Lazarett. Aber jetzt tut -er wieder seinen Dienst bei den Besatzungstruppen in Polen. Und den Dritten hat beim Vormarsch durch Belgien ein Splitter am Bein erwischt, aber jetzt ist er auch schon wieder bei seiner Kompanie."

Die hohen, schneeverkrusteten Tannen des Tat­randes wichen zurück, vor uns breitete sich die leicht gemuldete baumlose Hochfläche im blitzenden Schimmer.

Alle vier Söhne draußen im Kriege zu haben, meinte ich, sei wohl schwer für eine Mutter, noch dazu für eine Kriegerswitwe hier in der Einöd. Da aber schaute mich diese Frau mit einem hellen Blick an.

Ihr seid doch auch im Kriege gewesen, und zweimal sogar. Wir Weiber können halt nicht selber in den Krieg gehen, wir müssen unsere Männer und Buben hinausschicken. Der Herrgott wird sie schon behüten Und wenn wirklich einer nicht wieder heim­kommt:, sterben müssen wir alle einmal, und wir sind ja unserem Führer soviel schuldig?"

Sie ließ mich nicht weiter ich mußte erst zu ihr ins Haus kommen, die Schwiegertochter und die Enkelkinder begrüßen, die Bilder ihrer Soldaten an­schauen, eine Tasse warme Milch trinken und ein Stück Hausbrot essen. Dann trat sie wieder mit vor die Haustür, wünschte mir eine gute Reise und gab mir die Hand

Ich bin recht froh, daß es manchmal nicht ganz leicht ist Sonst müßten wir uns ja immerfort schä­men So kann man doch dem Führer ein kleines Stück Dank abarbeiten. Er hat uns. heimgeholt ins Re'ch und wird uns einen guten Frieden bringen "

Und ich fuhr 'über die ehemaligen (Brenberge. Das Gebirge und feine Wälder leuchteten in Schnee und Sonne Stärker aber und reiner noch leuchteten in mir die guten, treuen Worte der tapferen Mutter.

Oie Brunnenanlage am Geliersior.

Das Ergebnis eines Entwurfs-Wettbewerbs vom Preisgericht festgestellt.

rückgekehrt. Arbeiter, Angestellte, Direktoren und Angehörige der freien Berufe benutzen das Fahr­rad für den Weg zur Arbeitsstätte und tragen da- mit wesentlich zu einer Entlastung der öffentlichen Verkehrsmittel bei. Dabei ist das Fahrrad im Ge­brauch billiger als unser Schuhzeug, wie erfahrene Statistiker überzeugend bewiesen haben.

So zeigt sich uns tätlich der ungeheure Wert des Fahrrades, einer deutschen Erfindung, die anfangs obgelehnt und bekämpft wurde und die ihrem Schöpfer, dem badischen Oberforstmeister Karl von Drais, bis zu feinem Tode nichts als Hohn und Spott eingebracht hat. Allerdings muß man dabei berücksichtigen, dwß fein Modell, das er 1817 in Mannheim zum ersten Male öffentlich vorführte, noch sehr unvollkommen war. Es sah nicht viel anders aus als die alten zweirädrigen Loufma- schinen, die durch Abstößen mit den Füßen vom Boden in Gang gehalten wurden und die uns aus der Mitte des 18. Jahrhunderts von unbe­kannten Erfindern stammend im Germanischen Museum in Nürnberg bis auf den heutigen Tag überliefert sind. Trotz dieses ersten Mißerfolges wurde in aller Stille die Arbeit an der Weiterent­wicklung der sogenanntenTretmaschine" fortgesetzt. Und als es 1850 dem Schweinfurter Fischer ge­lungen war, das Laufrad mit Pedalen zu versehen, schien der Erfolg sicher zu sein Doch auch sein Werk fand nicht die Anerkennung, die es verdient hätte Daran änderte auch nichts die Tatsache, daß ein ähnliches, ebenfalls mit Pedalen versehenes Rad 1867 von einem Franzosen auf der Pariser Welt­ausstellung .gezeigt wurde. In der Oesfentlichkeit wurde diese neue Erfindung verächtlich nurKno- chenschüttler" genannt, da die Räder noch nicht über Lu^reifen verfügten und bei den damaligen Stra- ßpnverhältnissen eine Fahrt mit diesen Rädern tat­sächlich alles andere als ein Vergnügen gewesen sein muß.

Trotzdem wurde von einigen Unentwegten hart­näckig an der Weiterentwicklung des Fahrrades ge­arbeitet Auch die äußere Form wurde des öfteren umgeftaftet. und so führte der Weg über das kno- ch/nbrecherische Hochrad und das weniger gefährliche Dreirad zum jetzigen Niederrad. Ab»r erst im Jahre 1885, als dem schottischen Tierarzt Dunlop die Ent­deckung des Luftreifens gelang, der somit ein er­schütterungsfreies Fahren gestattete, war der Weg zum Erfolg endaiiltig frei, und der unvergleichliche Siegeslauf des Fahrrades in alle Welt konnte be­ginnen.-

Dornotizen.

Tageskalender für Freitag.

Stadttheater: 19 bis 22 UhrHans Helling". Gloria-Palast, Seltersweg:Die schwedische Nachti­gall". _ Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Hinter Haremsgittern".

Stadttheater Gießen.

Am heutigen Freitag wird die romantische Oper non Heinrich MarschnerHans Helling" wiederholt. Musikalische Leitung: Otto Söllner. Spielleitung: Hans A. Schewe Bühnenblid: Karl Löffler. Chöre: Erich Richter. 29 Freitag-Miete.__________________

Aus der Stadt Gießen.

Das Fahrrad.

Das schöne Frühlingswetter verlockt auch in die­sem Jahre wieder viele ba,3u, sich nach getaner Arbeit auf em Fahrrad zu schwingen, um bet frischer Luft und gesunder Bewegung Freude und Erholung zu finden. Doch das Fahrrad dient nur zu einem geringen Teil dem Sport und dem Ver­gnügen ; es ist vielmehr in immer stärkerem Maße ein unentbehrliches Verkehrsmittel geworden, ganz abgesehen von den großen Aufgaben die es bei unserer Wehrmacht zu erfüllen Hai Rund 20 M:l- lionen Radfahrer besitzt Großdeutschland, d h. also em Viertel unserer Bevölkerung fährt Rad. Seit Kriegsbeginn aber Hal sich diese Zahl noch bedeu­tend erhöht. Manch einer mußte mit einem weh­mütigen Blick von seinem schnittigen Auto tn Der Garage Abschied nehmen und ist reumütig zu fei­nem alten, aber ach so zuverlässigen Fahrrad zu-

aanzen zu wichtig, als daß sie liegen bleiben könnte Im neuen Großdeutschland werden gerade die Zu­kunstsausgaben für das deutsche Jugenbhcrbergs- werk noch ungleich viel größer fein als heute Das Geld aus der Sammlung des vergangenen Jahres diente >n erster Lime zum Aufbau in den neu ge­wonnenen Gebieten Nach dein Kriege soll dann io- fort der Bau weiterer Jugendherbergen fortgesetzt werden. Im Osten ist ein Wanderweg festgelegt worden, der von Wien durch das Protektorat, Oberschlesien, den Warthegau und den ®au Dan- zia-Westpreußen an die Ostsee führt In den öst­lichen Gebieten sind an neuen Jugendherbergen vorgesehen im Protektorat 8, im Gau Wartheland 16 und in Danzig-Westpreußen 10 Jugendherbergen. In den wiedergewonnenen Gebieten des Westens sollen nach Friedensschluß im Elsaß 7 in Loth­ringen 16 und in dem kleinen Luxemburg 10 In-

Deutsches Recht hat den ordenni

Dr jur. Karl Frölich an der Ludnnqs-llmvprsttät Gießen zum Mitglied der Arbeitsgemeinschaft für Wirtschaftsgeschichte bei der Akademie für Deutsches Recht berufen.

Oie neue Wochenschau.

Die neue Deutsche Wochenschau, die am Samstag, 10 Mai, erscheint, bringt u. a. einen Bildbericht von der historischen Reichstagssitzung, in der der Führer die einzigartigen Leistungen der deutschen Wehr­macht im Feldzug gegen Serbien und Griechenland feierte. Danach erlebt man die Kämpfe an den Ther- mopylen, den Einzug weiterer deutscher Truppen in Athen und schließlich den Uebergang zum Pelo-

Bausteine für 3

Am kommenden Samstag und Sonntag, dem l Reichswerbe- und Opfertag für das Jugend­herbergswerk, wird man uns in den Straßen | und Häusern außer Spendenmarken auch acht hübsche Abzeichen anbieten, die eine ganze Fahrten- ousrüstung darstellen, wie Feldflasche, Brotbeutel, Tornister, Kochgeschirr, Fanfare, Trommel, Fahrten­messer und Kleinkaliberbüchse. Die ganze Aus­rüstung, die man sich ins Knopfloch hängen kann, ist für 1,60 RM. oder 20 Pfennig pro Stück bei

Begegnung im Böhmer Wald

Von Johannes Linke.

Der Weiler P. im Böhmer Walde hat nur drei Häuser. In diesen Häusern wohnen keine Bauern, sondern Holzfäller, die Sommer und Winter in den endlosen Staatswäldern ihre harte Arbeit tun. Sie haben eine Kuh im Stall und zwei, drei Geißen, und wenn das Jahr gut ist, ernten sie auf ihrem Acker die Erdäpfel für den Hausbedarf, aber das Jahr ist nicht immer gut, und hier oben auf der Hochfläche, die nur von wenigen Berggipfeln über­ragt wird geht auch im Sommer ein rauher Wind, wenn im Mai der letzte Schnee weggefchmolzen ist, und oft sind sie zu Allerheiligen schon wieder em- geschneit. Zwei Stunden ist es bis zur ehemaligen Reichsgrenze zu gehen, und zwei Stunden nach der andern Seite bis zum nächsten Dorfe, wo ein Kra­mer, ein Metzger und ein Bäcker wohnt.

diesem Dorfe war ich über Nacht geblieben und fuhr auf meinen Brettern neben dem vereisten Bache den Weg entlang, in dessen Schnee schwere Schlitten und geschleifte Baumstämme tiefe, glatte

klare, hohe, kultivierte Äoloraturftimme; bei aller anfangs fast schüchternen Mädchenhaftigkeit bringt ie doch die echte Theater- und Kunstbesessenheit des zierlichen Geschöpfes überzeugend heraus, das fei­nen Weg wittert und feinen Willen durchsetzt. Joachim Gottschalck ist der rührend gute und gutmütige, ahnungslose und weltfern-schwärmerische Andersen, eine sehr liebenswürdig und mit Gemüt gespielte Figur. Karl Ludwig Diehl gibt vor­nehm gedämpft, zart und verhalten im Gefühl, den Grasen Rantzau. Wohltuend nüchtern und wirk­lich in soviel Romantik und überquellendem Sen­timent der von Aribert Wäscher vortrefflich gege­bene Verleger Upän und Hans L e i d e l t s leise humoriger Theaterdirektor. Vom umfänglichen En­semble seien noch Emil Heß als der Bildhauer Thorwaldsen und Jacob Tiedtke als Kaiser in der Märchen-Pantomime derchinesischen Nachti­gall" von Andersen genannt.

Im Beiprogramm: die schon besprochene Wochen- schau und, auf der Bühne, eine hübsche Parterre- Akrobatik von Vater und Sohn. Hans Thyriot.

Spuren gerissen hatten. Bei einer Windung des Weges sah ich vor mir einen leichten, mit ein paar Säcken beladenen Zugschlitten, den eine Frau langsam hinter sich herschleppte. Als ich sie erreicht hatte und sie grüßte, richtete sie sich zwischen den Schlitten- hörnern auf und erwiderte mir fröhlich den Gruß.

Ach, sagte sie und ordnete iyr übergeworfenes Wolltuch, sie freue sich, daß sie einmal einen Men­schen hier in der Einöde sehe. Das komme wunder- selten vor. Wo ich herkomme, und wo. ich hinwolle.

Ich gab ihr, langsamer gleitend, Bescheid und fragte nun auch sie nach ihrem Wege. Da stellte es sich denn heraus, daß sie in aller Frühe, als ich noch schlief, aufgebrochen und mit ihrem Schlitten nach dem Dorfe gezogen fei, um Nahrungsmittel für eine Woche einzukaufen, und daß sie schon wieder auf dem Heimwege nach dem Weiler sei, wo ihre Schwiegertochter im Wochenbett liege, die sie vor dem Mittag noch versorgen müsse.

Da habt Ihr es freilich hart, Frau", meinte ich bedauernd,wenn Ihr jede Woche bei diesem tiefen Schnee zum Einkäufen bis ins Dorf müßt!"

Sie aber lächelte mich glücklich an: ,F)art? Ach nein! Unsere Soldaten haben es vielleicht manchmal hart, und bis vor drei Jahren haben wir es hart gehabt, aber jetzt bin ich recht zufrieden."

Da wir ein gut Stück den gleichen Weg hatten, schnallte ich meine Bretter ab, schob sie auf den Schlitten und spannte mich, trotz dem heftigen Wider­spruch der Frau, für eine Weile vor die Kufen­hörner.

Ja freilich, erzählte sie, früher fei es schon manch­mal ein schweres Leben gewesen Als ihr Mann, der bis zum Weltkriege in P. wohnte und schaffte, im Siebzehnerjahre gefallen war, hatte sie der neue Staat mit ihren vier Buben und zwei Töchtern fort­gewiesen und dafür einen anderen Forstarbeiter eingesetzt, der kaum richtig Deutsch verstand. Sie hatte sich in dem alten Bergstädtchen kümmerlich als Waschfrau und Flickerin durchschlagen müsien, bis ihre Kinder aus der Schule kamen und auch ein meng verdienen konnten.Deutsch sind wir ja immer gewesen?" sagte sie, und ihre Augen erfüllten sich mit dem leuchtenden, ein wenig feuchten Glanz innerer Glückseligkeit, wie ich ihn im Herbst des Jahres achtunddreißig in diesen Gegenden tausend­fach sahAber erst haben wir zu Oesterreich ge­hört und bann zur Tscheche! was das heißt, wißt

Oie schwedische Nachtigall."

Cm Terra-Film im Gloria-Palast.

Nach dem BühnenstückGastspiel in Kopenhagen" von Friedrich F o r st e r schrieben Gert von Klaß und Per Schwenzen das Drehbuch für einen Film vom Ausstieg der einst weltberühmten schwe­dischen Sopranistin Jenny Lind: ein romantisch- musikalisches Idyll im Biedermeier-Kostüm. Der Konflikt ist sehr alt und hat immer wieder zur Gestaltung gereizt; er begründet sich in der un­überbrückbaren Spannung zwischen künstlerischem Ehrgeiz und persönlicher Neigung. Während die historische Jenny Lind 1851 in Boston den Piani­sten Otto Goldschmidt heiratete, opfert dieschwedi­sche Nachtigall" des Films ihrem Ruhm die schüch­terne Liebe des Märchendichters Hans Christian Andersen, der ihr den ersten, schwersten Weg aus die Bühne ebnet, und auch die nicht minder zart, aber bestimmter und anspruchsvoller sich äußernde Werbung des Staatsministers Grafen Rantzau, der fie protegiert und später die Geliebte zu seiner Frau machen möchte. Aber dann müßte sie Gesang und Theater aufgeben, und bas kann sie ober will sie nicht: sie gehört der ganzen Welt; und als An­oers en sie nach der auf einem Mißverständnis be­ruhenden ersten herben Enttäuschung wiederfmbet, muß sie ihm eine neue Absage erteilen: er wurde den Boden unter sich verlieren, roennJ;r, lhr fa.u^ ihren Gastspielreisen durch die ganze Welt folgte, denn diese Welt ist nicht die feine, kleine, enge, beschaulich-poetische in der Laube und am Brunnen, wo er den Kindern Märchen erzählt So ist der Ausstieg ter Lind zum Ruhm, die große ENullung ihres Lebens mit Resignation verbrämt und leiser Melancholie: alles blefai Gefühl und schwebende Stimmung, melodische Musik und dekoratives Bild. Was an ' merer Dramatik der Fabel wnewohnt, müßte mit anderen Mitteln erschloßen werden, als es die hier rein photographisch wirkende Kamera vermag. Ein Film-Stoss ist die Geschichte der schwe- dischen Nachtigall nicht. Der Spielleiter Peter Paul Brauer erzählt diese Geschichte in fhmmungs. voll abgetönten Bildern, welche die intime Dialog. Wirkung wie die repräsentativ und großzügig aus- gestattete Szenerie einschließen. Ilse W»e r n e r m Der Titelrolle: rin jehr anmutiges Bild und eine

Anfang Februar rief der Oberbürgermeister von Gießen alle Bildhauer im Gau Hessen-Nassau, die Mitglieder der Reichskammer der bildenden Künste sind, zu einem Wettbewerb zwecks Erlangung eines Dorentwurfs für eine Brunnenanlage am Selterstor in Gießen auf. In dem Preisausschreiben wurden drei Preise 600 RM. für den 1. Preis, 400 RM für den 2. Preis, 300 RM. für den 3. Preis und dtei Ankäufe zu ,e 200 RM ausgesetzt.

In dem Wettbewerbsausschreiben war ausdrücklich darauf hingewiesen worden, daß der Platz für die Brunnenanlage am Schnittpunkt wichtiger Ver­kehrsstraßen liegt, nicht die ganze Größe der am Selterstor bestehenden Insel für die Brunnenonlage mit Wasserkunst in Anspruch genommen werden soll, sondern ein mindestens 4 bis 5 Meter breiter Grünstreifen bleiben muß, ebenso die Masten der Obus-Leitung nicht entfernt werden können, infolge» dessen nach der Gießener Auffassung nur eine ge­ringe Höhenentwicklung der Vrunnenanlage in Be­tracht kommen kann. Dor allem wurde aber be- sonders betont, daß auf jeden Fall der Blick vom Seltersweg in die Frankfurter Straße und um­gekehrt frei bleiben soll, auch wenn nun die Brun, nenanlage in die Achse des Straßenzuges Selters- wegFrankfurter Straße einzufügen ist.

Als Ergebnis des Wettbewerbs liegen 28 Ent­würfe vor, mit denen sich das Preisgericht am gestrigen Donnerstag zu beschäftigen hatte. Das Preisgericht hatte folgende Zusammensetzung. 1. Professor Dr. Lieser, Frankfurt a. TO., Lan­desleiter Hessen-Nassau der Reichskammer der bll- denden Künste, als Vorsitzender, 2. Stadtbaudirek- tor Gravert, Gießen, Kreisbeauftragter der Reichskammer der bildenden Künste, 3. Bildhauer Karl Wagner, Frankfurt a. TO., 4. Oberbürger­meister Ritter, Gießen, 5. K. Christ, Gießen, Mitglied des städtischen Kulturbeirates. Don dem Preisgericht wurden in stundenlanger Arbeit alle 28 Entwürfe eingehend geprüft und dann die Ent­scheidung gefällt. Den ersten Preis erhielt der Bild­hauer Peter D i e n st d o r f, Wiesbaden, für seinen Entwurf einer kreisrunden Bassinanlage mit peri­pherer Anordnung des bildhauerischen Schmuckes, der in personifizierter Gestaltung das Handwerk, die Wissenschaft, den Ackerbau und die Jagd dar- stellt. Die vier liegenden Figuren stellen dar: als Wissenschaft einen Gelehrten mit dem Aeskulapstab, als Ackerbau eine Bäuerin mit Erntegarbe, als Handwerk einen werktätigen Steinhauer, als Jagd Diana mit dem Hund. Den zweiten Preis erhielt ebenfalls der Bildhauer Peter D i e n ft b o r f, Wiesbaden, für seinen Entwurf eines kreisrunden

den Sammlern zu haben.

Die diesjährige Sammlung für die deutschen Ju­gendherbergen steht unter dem Kennwort: r den Frieden geschaffen im Kriege bewährt!" Man braucht heute wohl keinem Deutschen mehr zu sagen, welchen Segen die Ju­gendherbergen für unsere wandernde Jugend be­deuten. Es gibt in Deutschland bisher 2000 solche Jugendherbergen mit rund 160 000 Betten. Aber sie reichen bei der enormen Beanspruchung und bei der ständigen Zunahme der Bevölkerung noch bei weitem nicht aus, geschweige denn für die Zukunft. In welchem Ausmaß die Jugendherbergen benutzt werden, zeigt die Tatsache, daß die Uebernachtungs- .. -iffern üo* 1934 bis 1940 von 5,9 Millionen auf l zugeführt werden. Denn ihre Aufgabe, Jungen und 12,5 Millionen angestiegen sind. ! Mädel zu Disziplin, Sauberkeit und Ordnung zu

Wie überall im 'nationalsozialistischen Deutschland, | erziehen und ihnen gleichzeitig den Stolz auf ihre so ist auch im Jugendherdergswerk der Blick vor I Heimat zu erwecken, ist im Ingresse des Volks-