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Giehener Anzeiger

M- Jahrgang Nr. 109

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Singapur - als wirischafiliches Aiachizenttum.

Von unserem Dr. Ev.-Berichterpatter.

Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!

Bangkok, im Mai 1041.

Singapur ist Flottenstützpunkt und Festung von ungewöhnlichem Ausmaß Während der legten Iayrc betrug das Mittel der ein- und ausgehenden Tonnage seines Handelshafens 16 Millionen NRT.. gegenüber London 21 und Hamburg 19 Diese Fak­toren allein erhellen schon die Bedeutung van «Sin­gapur. Dazu kommt die weitere Feststellung, hast in einem Umkreis von mehr als 200Ö km sich kein auch nur annähernd starkes Kraftzenlrum finde« Und endlich die Beobachtung, dah dieser Kreis er­füllt ist von den wichtigsten Rohstoffen, die nicht nur der wehrpolitischcn Bedeutung van Singapur den legten Inhalt geben, sondern auch tatsächlich in diesem Sinne ausgcwertet werden. Der Kreta um Singapur umgreift eine Fläche van der Gröhe Europas. Ihre einzelnen Teile stehen untereinander in ausgezeichneter Verbindung. Zudem geht in westöstlicher Richtung durch sie eine der wichtigsten Wasserstrahen der Welt. An ihrer engsten Stelle liegt Singapur, so dah es die Kontrolle über jeg­lichen Verkehr zwischen dem Indischen und Stillen Ozcan ausüben kann. Sein Lagepotential ist hier­nach auherordentlich günstig.

Gesteigert wird cs durch Rohstoffe in unmittel­barer Nachbarschaft. Singapur liegt auf Inseln vor der Halbinsel Malakka, dem lang varaestreckten Finger Hinterindiens. Festlandwärts schlichen sich ihm die unter britischer Oberhoheit stehenden ma­laiischen Staaten an, während sich seewärts Rieder ländisch-Indien, beginnend mit der großen Insel Sumatra, erstreckt Die malaiischen Staaten er­zeugen mehr als die Hälste des Naturkau­tschuks auf der Erde. Aus der Halbinsel sind etwa 1,5 Millionen ha mit Gummibäumen im Blantageanbau bepslanzt. Eine Erweiterung er­fahrt diese Erzeugung noch durch die Leistungen der umliegenden Inseln. Der gemeinsame Ausfuhr­hafen bei einzelnen Gebiete ist Singapur. Ein Teil der Erzeugung wird allerdings In den Gummi­werken der Stadt, vesonders für militärische Zweck?, an Ort und Stelle verarbeitet. Dieser Hinweis auf den Kraftwagen legt es nahe, anschliehend des Erdöls zu gedeirkcn. Dieses brachte es in Nieder- londisch-Inoien 1038 zu einer Leistung von 7,4 Milli­onen t, das sind etwa .3 v. H. der Welterzeugung. Ein wesentlicher Teil davon steht natürlich auch Singapur zur Verfügung.

Wirtschaftlich nicht weniger begehrt als diese Ra­nn, iten der Kriegsindustrie sind bir Erzeugnisse friedlicher Landwirtschaft. Unter ihnen stehen die Oelfrüchte an erster Stelle, und Amur dem äquatorialen Klima entsprechend hauptsächlich die Früchte der Kokos- und Oclpalmc. Von beiden drängt sich die Oclpalmc mit steinendem Er­folge weitaus an die Spitze. Das macht nirtjt der Bedarf an Del allein, mehr noch die Nachfrage nach Kraftfutter, das als Rückstand bei der Oelerzeugung gewonnen wird und unter der Be­zeichnungOelkuchen" in den Handel kommt. Be- greislichermeise! Steigert sich doch die Milcherzeu­gung bei einer zusätzlichen Dcrfütterung von 1 kg

Oelkuchen um 3 Liter pro Tag. Die Oelfrüchte werden aus dem Malakka-Gebiet hauptsächlich über Singapur nach Europa ausgelührt. Niederländisch Indien pflegt wegen des starken heimatlichen Be- darscs an Pflanzen sei len für die Herstellung von Margarine überwiegend den Anbau von Kokos­palmen. Dach' nehmen dlc hier gewonnenen Früchte auch fast ausschliehllch den Weg über Sin gapur.

Eine überragende Stellung nehmen die malai­ischen Staaten wieder hinsichtlich der Zinnge- wi n nu ng ein. Mehr als ein Drittel des Welt- bcdarss an diesem Weihmetall wird in ihnen, fast ausschliehllch im Tagebau, gewonnen. Zu einem er­heblichen Teil werden die Zinnerze an Ort und Stelle in den Zinnhütten von Singapur und Pl- nang, einer Insel an her Nordwestküste, verarbeitet und das Metall in alle Welt ausgesührt. Dach ge­langen auch stattliche Mengen van Erz zur Ber- ichissung. Steinkohle sür Verhüttungszwecke wie überhaupt für hie Industrie und In bedeuten­dem Umfange auch für die Versorgung der Dampfer ist ausreichend vorhanden. Die Erzeugung aus Malakka reicht schon nahe an 700 ()(X) t. Unter den metallischen Bodenschätzen kommt dem Zinn wert­mäßig das Gold am nächsten Die legten Jahre ergaben in Malakka eine durchschnittliche Erzeugung von 35 000 Unzen Feingold

Von den Singapur sernergelegenen Teilen der südostasiatischen Inselwelt sind anher den für Ma­lakka kennzeichnenden Erzeugnissen nach vor allem Zucker, Kaffee und Tabgk zu erwähnen. Die ersten beiden liefert hauptsächlich die Insel Java, den Tabak Sumatra. Als besonders wertvoll sind dabei die Inseln Bangka und B 11 i t o n zwischen Sumatra und Borneo zu un­terstreichen', die sehr erhebliche Mengen Zinn und ein beachtliches Quantum Erdöl liefern. Die Nordostgrenze des 2EM-km.Kreise» um Singapur bilden die den Vereinigten Staaten von Amerika unterstßhinden Philippinen Sn bin Ü6n 40 Jahren, die sie nun her Herrschaft doo Dollars unterworfen find, haben fie einen ungeheuren Auf­schwung genommen. Sie sind h<i« Haupterzcugiinga- land des M a n l l a - H a n s e s geworden Etwa 20 o. H. der gesamten Hartfasererzeugung der Welt entfallen auf sie. Daneben ist ihre Znckeraussuhr schon auf 1 Million t gestiegen. Führend Ist her , Anbau der Kokospalme. Die Aaupihifel Luzon | z. B. besitzt den auegedehntesten Kokospalmen- Baumgürtel der Erde. Doch kann sich die Del Palme daneben sehen ia||i > Infolgedessen stellt sch hie Ausfuhr an Kopra, Kokosnuhöl und Oelkuchen recht hoch. Sie geht, wie überhaupt die Ausfuhr der Philippinen, zum allergröhten Teil nach den Ver­einigten Staaten.

Schon diese knappe und nur andeutend gehaltene Darstellung des Wlrtschastsraumev um Singapur zeigt dessen Bedeutung im allg meinen und durch die Art seiner Güter die Wichtigkeit für die Wehr- : Hastigkeit des britischen Gebietes. Beachtlich erscheint demgegenüber der Freundschastvvertrag Japans mit Thailand, das den Norden der Halbinsel Ma- > lakka bildet.

Ll-Boote versenkten 29950 BRT. im Aordatlantik.

Berlin, 8. Mal. (DBB.) Dai Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

3m Nordatlantik operierende Unterseeboote versenkten 29 050 OKI. feindlichen Handelsschiffs, raumes.

Die Luftwaffe fehle In der letzten Nacht den Kampf gegen b r 111 f ch e Häfen mit gröhter Wirkung fort. Bel Angriffen starker Iliegcrverbunde gegen Liverpool und Hutt wurden Umschlag­einrichtungen zerstört und in den hasenanlageu aus­gedehnte Brände hervorgerusen. Weitere wirksame Lustangrisse richteten sich gegen Hartlepool, Middtesborough, Bristol und Ply­mouth.

Kampfflugzeuge verfenkten aus einem stark gesicherten feindlichen Geleitzug nordwestlich New- quay ein Handelsschiff von 12 000 BHI. und beschädigten zwei weitere Schisse schwer. Bei 3agdvorstötzen Im Laufe des 7. Mai schoben deut- fche 3äger neun britische Flugzeuge vom Muster Spitslre ohne eigene Berluste ab.

Fernkampfbatterlen des Heeres nahmen kriegs­

wichtige Fiete Im Hafen von Dover mit sicht­barem Erfolg unter Feuer.

3n Nordafrika wurden Anfammlnugen stär­kerer britischer Kräfte bei I ob r u f durch Artillerie des deutschen Afrika-Korpv zersprengt. 3m Baum von Sollum warfen weit nach Süden und Osten vorstoszende deutsche Spähtrupps die feindliche Auf­klärung zurück. Die deutsche Luftwaffe zerstörte wichtige Berforgungoeinrichtungen bei Tobruk und beschädigte im Hasen zwei Transporter schwer. BombenooUlreffer brachten eine britische Flakbal- terle zum Schweigen.

Aus der 3nsel Malta wurden in den gestrigen Abendstunden die Hafenanlagen von La Baletla erneut mit guter Wirkung angegriffen.

Der Feind warf hi der letzten Nacht mit wenigen Flugzeugen Bomben in Nordweftdeutschland. 3n Wohnvierteln der Stadt Bremen wurden Häuser beschädigt und einige Zivilpersonen getötet oder verletzt. Flakartillerie schofz drei feindliche Kampf- | flugzeuge ab.

Neuer Bombenhagel aus Liverpool.

Vmi Nriensberichter Herbert Zöllifl.

DNB. Jin SB f ft en, « Mal. CP«.) Bor oler Tagen erst war Liverpool das Hauptongrifssziel unserer deutschen Kampfmaschinen, die in wenigen Stunden schwere Verwüstungen anrichtcten in den Hafenanlagen, den Docks, den graften Speichern und Lagerhallen, den Gas- und Groftkraftwcrken, die sich längs des 0 ft u f c r » des M e r s e Y - Flusses hinziehen. Und nnd) In der folgenden Nacht, als wir auf unferem Flug nach Beifall wieder über Liverpool dahinbrausten, loderten ent­lang dem Mersey-River tiefdunkle Brände in die Nacht, die trotz der anstrengendsten Arbeit der r)uf»- Mannschaften nicht hatten eingedämmt werden kön- nen. Noch hat sich Liverpool von dieser furchtbaren Nacht nicht erholt, da brausten in der Nacht zum Donnerstag e r n e u t die deutschen Kampfgeschmader heran. Wieder loderten die rotglühenden Fackeln, und was in der Nacht zum Sonntag und den frühe­ren Angriffen an bedeutenden Anlagen im Hafen-

gebiet verschont geblieben war, brach zusammen unter dem neuen vernichtenden Schlag.

Eine Helle klare 9lad)t lieat um uns. Deutlich heben sich alle Einzelheiten der englischen Land­schaft ab. Wie silberne Adern ziehen sich die Müsse durch die Felder wieder geistern die unzähligen Scheinwerfer um uns herum, bekommen uns für Sekunden zu fassen, verlieren uns wieder, legen sich slach In unsere Flugrichtung, wenn sie uni nicht mehr halten können. Hin und wieder rasen dunkle Schatten unter uns ober neben uns dahin. Sind es Nachtjäger oder heimkehrende beuisck^ Maschinen? So genau können wir es nicht ans- machen. Aber aufmerksam wird jedes Flugzeug verfolgt. Nun beginnt auch die Flakartillerie sich bemerkbar zu machen. An unzähligen Stellen blitzt es unten auf. Sekunden später umtanzen uns die blitzenden Bälle, oft genug in unerfreulicher Nähe, o haft die Wanne in Helles Rot getaucht wird.

Wir finb über h r in englischen Indn ft r I e- revier der Midlands Immer toller wird das Abwehrkonzert her Flak Steuerbords stehen zwei grvsze rote Fackeln in der Nacht. Langsam werden sie grösZer und gröfzer. Und dann sind mir ü b er L i v e r p o o I. Wir kreuzen säst eine halbe Stunde über den brennenden Hafenanlagen, sehen uns das Vernichtungswerk in allen Einzelheiten an Südwärts her Hafen- und Dockonlogen liegen h I r 0 e 11 a n f ö und hier labern zwei gewaltige Fackeln In die Nacht. Dicke Rauchfchinaben ziehen kllo> meterlang darüber hin. Daneben noch ausgedehnte Branbbombenselber, die schon langsam in dunkles Rot übergehen. Noä) eine groszeBiege", ein ge­nauer Anflug, und nun fallen auch un(ere Bom­ben mitten in die Tanklager. Neben den bereit» bestehenden Brandherden sehen wir hu Abflug einen neuen auffleiaen, daneben nach einige klei­nere. Umtobt von dem wilden Abwehrfeuer der Flak setzen wir unseren Kur» Richtung Helmathorst fort.

Der deutsche Lustangriff auf Hüll.

N e u i) o r f, 0 Mal. (DR21 Funkspruch.) Asso­ciated Presz meldet au» einer ungenannten nord­östlichen englischen Klistenstadt (vermutlich Hüll) über die Wirkung he» deutschen Lnitangrlsse» In her Nacht zum Donnerstag, bei dem Angriff sei zuerst b a o ganze Industrie- u n d 5) a , e n u i e r t e l 1 u B r a n h gesetzt, bann leien 0 x vlosIv - b o in b e n geworfen worben. Jede einschlogende Bombe habe Gebäude im Umkreis vieler Meter zer­stört, ga n z e S t r a sz e n z ü g e seien in I r ü in - in e r gelegt. Truppen unterstützten hie Feuer­wehr bei den Löfchmbeiten. Stellenweise sei die 2stasserversoogung unkrbrod)ün, so bah lange Feuer- schlauchlinien zum Hasen gelegt werben mutzten.

Schwere 'Zerstörungen in den (kchde .Häfen.

Berlin, P.. (D'Jl'H.) Bri bein Vlnfirlff bi'r deutschen Luftwaffe aus die Elybe-Häfen In her Noch! zum Mittwoch, 7. Mal, wurden In diesen Ge­bieten schwere Zerstörungen angerichtet. In Glas- a o V blibiti bn ।ii।"'" -1 m

3 I 0 III q I O | e " B I ......h 1 1 b liuty(11 sli" ko

Explosionen - darunter eine la ngnn Hal lende Ex- vlosion beulen daraus hin, haft M u n i t 1 0 n " - I ii b i f c n gttrfljfin und ' prnigfioffl V't Ent­zündung gebracht wurden. In 01 r e e n o if mürben gletchsall» zwei gewaltige Oxploslonen und zusam­menhängende Brände in Dpcka und Hafenanlagen beobachtet.

Die Wirtschast

des östlichen Mittetzueers.

Unsere Feinde, die e» so meisterlich verstehen, noch uin Grabe die Hoffnung aufzupslngzen, rech­nen imd vor, bali mir durch die Eroberung her beiden von ben Briten In den Krieg gehetzten Län­der Iugosloivlen und (Brled)eiüanb .wirtschaftlich geschmögrt roorbin [tbii U w auch meliere Erfolge her deutschen und Italienischen Waffen al» ihre eigenen Erfolge In her Richtung ans ble Aushungerung bei Achsenmächte blnzustellen suchen. Es lohnt sich hoher, einmal eingehender ble ah ben Oft rillten be» Mitlelmeere» gebotenen Wirt schaftomöalichkellen zu untersuchen.

Die beiden jetzt zu 'Haben geworfenen Balkan- hlnber hatten zwar keinen Ueberschusz an Brotge­treide, da I u g o s I ii w I e n hn Jahre 1040 eine knappe Ernte hatte und G riech e n ianb über- Haupt fiel» ein Getrelbezuschuftland gewesen Ist. aber dafür chot ble benachbarte 1 ü r r e I eine gute 'Drotgetreihi ernte gehabt Uflh ist In bei Lage, den beiden Sildostlönvern au»znhelsen Die ilbrigen Länder an her östlichen Mitlelmeei küste, also S i) - kiiN t o lästl n a und A e a o v t n, becksn etwa Ihren eigenen Olehelhebebar| Günftiger liegen hie Dinge bei anderen landwirtschaftlichen Erzeug- nliflim (Bi।ich«ui...... und bli 1 in1 ei II fiin fltotzi

Mengen heivoragenden 1 abaf» Die Wiede» Her­stellung näherer Beziehungen zwischen hem Reich und her Türkei hat zum Aiüchlusi eine» umsang reichen Beitrag» ans Lieferung türkl'schen 1 aliar» nach Deutschland geführt. Welter sind alle Lit»der dieses Raumes Produzenten von Früchten aller Art, hie zumeist In getrocknetem Zustand al» Ro­sinen, Korinthen, getrocknete Felgen uin»., zumJ eil aber auch In frischem Zustande (Iaffa-Avfeisinen und Hafel'N-üfse) a>«»gesührt weiden Bon Bedeutung ist mich ble 0 111> e n ü I r u I I u r In diesen Ländern

Unter ben landwirtschaftlichen Rohstoffen nimmt ble üzmpllsche B a u tu w alle, ble übrigen» wah. reuh des Krieges In Gi osibrllannlen keinen »um- reichenden Absatz finden konnte, einen hervorragen­den Platz ein e »olltc flitz im Lause des Millelmeer- kriege» ble Möglichkeit her Ausfuhr ögtzpiischer Baumwolle nach Kantlnelltaleiirova sitzassen lassen, so wäre beiden 1 eilen, ben Lieferanten unfr den

h» ।ii. .an i1 nhri Dienst -nwlesili fluch "" Baumwollöl und Baumwollkuchen (einem hochwer­tigen KiaflsuUermittel) exportiert Aegnpten, dessen 'lEirtschast allzu einseitig aus Baumwolle eingestellt Ist, grosze Mengen. Lleserant von Pflanzenöl und Oelkuchen ist übrigen» auch die Türkei. Die» Land I hat einen recht beachtlichen und sich ständig <rmel. j ternden Itiauinmollanbnii Daneben ist hie TO 011 -

Maisuoka warnt Amerika.

Neuyork, 8. Mal. (DBB.) Der japanische Autzenminlster Maisuoka gewührle dem amerl- kanlschen Korrespondenten D u r o ii 1 n ein 3nter vlew für ble AeitnngNew Bort Times", I» dem er sich mit aller Deutlichkeit ü b erbte Stellung Jdpatlf für ben Fall < I u c I 0 w erisa nIfch - beutschen Konfliktes äutzerte. Es fei mit «In (Drtiiib für ben Beitritt 3apanv znw Dreier patt gewesen, ble Bereinigten Staaten v o in Kriege f e r n z u h a 11 e n. Wenn aber trotz dem Amerika an ben Felndsetigkelten teitnehmen sollte, so fühle sich Japan durch da» Gebot ber Irene und burch seine Ehre verpsllchtet, an ber Seite Deutschlands und 3 t a 11 c u In ben Krieg eInzu 1 reten.

Aus ble Frage des Heitungvmanne»:Aber. Lx- zellenz, wenn Sie glauben, dasz a m e r I k a u I s ch e 0 <1111 j fi fi I 0 b <r 1 "

Konflikt mit beutschen Flugzeugen ober U-Booten kommen sollten, würben Sie dies als einen (Drunb für ben KrIegveIn - tritt 3 a p u n e gegen Amerika ausfassen?" ant­wortete Aufzenmlnlster Tllatsuoka ganz entschieden: 3a, das Ift meine Meinung."

Auf ble weitere Frage, ob Matfuoka nach ben Bereinigten Staaten fahren werbe, wenn er von bort ble Einlabung bekäme, ble An­gelegenheit In freunbschafttlcher Atmosphäre In Wn shlngton zu besprechen, meinte er, ble» sei nicht der Falt, da er die JJ elf 0111) U K0ch nicht für reif hatte. Utber ble Tllögllchkelten eine» baldigen Frieden« befragt, äutzerte er: Blellelcht übermorgen", was wohl besagen sollte, batz für ben allgemeinen Wellfrleben ber,eit wenig Hoffnung vorhanben sei.

Abschtietzenb betonte der japanische Aufzenminlfter nochmal«, batz 3apan ft e t « g e t r e n 11 ch zu seinen au» be tn DrelerpaN sich erge- benben Berpftichtungen stehen werbe unb jederzeit auch bereit fei, an ber Seite Deiitfcb- lande zu kämpf en, falle Amerika In den Krieg eintrete.

Italienischer Militärattache auf den Bermudas feffflcMteit.

Rom, 8. Mai (Euronavreft.) Der Marine- Aiiachöe der iiallenischen Bolfck-aft In W'-shlngtan, Admiral Lnl«, halte ble Heimreise an Bord he« spanischen Dampfer«Dccomlllae* angcireten, bet

USA. non ben Engländern angehalten und zum Anlaufen ber Bermuda« ge­zwungen worben war, wo ber Dampfer sieden Tage sestgehalten mürbe. Ban den Engländern wurden mehrere Tonnen Postsachen unb 3h Rei­sende, unter ihnen auch Abmlrnl Vale, an Land ge- bracht, obwohl Abmirol Lai mäftlgen Dinlomatenpafz ausgestottet war.

Bon ber Vertretung der spanischen Schiffahrt«- g> seltschaft war do« ÜSA.-Honlulal auf ben Ber-

des Staatsdepartemeiita III der Admiral nun

flHa

an Bar!

laufen wird

mubae von dem Vorfall nersiänbigt worben. Da» Konsulat sorderte die Achiung de,. Dl|>lmnaienpa|- sev, wo» von den ü ngländern jedoch o e > in e | g e r I würbe unter bein Bonvanb. duft her Admiral ul»

Geisel zurück!,etzollen werde wegen he» nngewls- sen Schicksal» de» ehemaligen englischen Gesanbien In Beigiab, 0 am »bell Die italienische Botsckasi erhob scharfen Protest beim Siaaivbepariement, ha» sich zur Garantierung her sicheren Heimrel e be» Admiral» verpsllchtet hatte Dunk dem Eingreifen 1,1 der Admiral nun rei­ssen und ermächtigt worden, hie Heimreise .... ,..irh he» USA.-Dampfers(freier" forizusetzem her aus ber Fahrt nach Lissabon die Bermuda» au-

Portugals Neutralität.

tkkiniliiiö zu einem neuen Europa.

Lissabon, H. Wal. (DNB.) Gegen hie Ver­suche, Portugal durch Intrigen und Einsilisiri ung-en aller Art von seiner neutralen Holliing olizul,ringen, nimmt Diorio de Notiria, In einem of|>»- llchiltch ln'vlrierien Leitartikel i.älnng Do . Blatt ||(IU fest, dosz für Portugal'mit Vlu»iiul)ine feiner allgemeinen Interessen al» koloniale unb maritime Macht m eher I in Atlantischen Ozean noch im Mittelmeer, ben beiden augenblick­lichen Kriegsschauplätzen, nationale I n I er« elfen I m 6 p l e I stehen.Unsere neutrale t lei- Iwn-fl ist klar Umrissen. Keine direkte sh e drohung liegt vor, und wir verftehen auch ni.tzt angesichts unseres korrekten 'llorgehen» und unlerer festen Haltung, weiche 'Vorteile gewisse Aamtuieu und Propaganbastelien au» ihren Bemühungen, Portugal in bau Retz elfter äuge blich uiuunnlb* lichen Katastrophe zu verstricken haben tihnikn. Die völlige Neutralität der Ab|lchten wie der Taten, Die wir unter allen Umständen burih- führen, ist keine Episode, sondern da» bewutzte und entlchloslem- Resultat eine, von Anfang bl« zum Enoe überlegten Haltung. Portugal ist nicht ge­neigt, für men es auch sei, zum Sprung­brett zu dienen und hat aus Grund Jelner Ge- chichte auch genug Ersahruugen, um sich weder durch Versprechungen verführen, noch burch Vnrat dinreitzen zu lassen. Wir glauben mit »ollem Recht, Besürchtungen über sogennnnie .Möglichkeiten', hie von verschlebenen Selten, b e | n n h e « | v n | e 1 1 .* he» Atlantik, ost und eindringlich mieherbolt werden, zu widerlegen und damit einer Art .Vier- »inlntrlge* ein Ende zu setzen. Nach dem Eick,» her Zerstörung in Europa mutz früher ober fpal» r ber Augenblick kam,nen, wo ba Wledesairfrichtiing und her Neuausdau nötig werden. Illese werden auf sozialer EZrimdlage geschehen. Ein neue» Eropa mutz kommen, oder * wird kein Europa mehr geben Da» alte Europa ist mit seiner ganzen Unruhe, seinem Angriffsgeist von Inh-rnnllnnnb n tfliquen ncherrscht In seinem haltlosen Ideall»mn» und seinen' ungeordneten System kommt es nicht wieder, do e» nicht lebenasähia ist Für diese, neue Europa sind mir schon seit einiger Zelt ein Beispiel, unb mir müllen un» oorhereHen, morgen «in cick- jchcideude» Element seine, Ausbaues zu jein.