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Aettag, 8. August 194X

Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhesten)

Ur. 18? Zweiter Blatt

Aus dem Reiche der Frau

Zwischen Schule und Beruf

RAKTISCHE VORSCHLÄGE UNSERES MODEZEICHNERS

Schnittlauch zu jedem Men

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Rezepte.

Buttermilch küchle. 375 g Mehl, 20 g Hefe, 1 Teelöffel Zucker, etwa % Liter Buttermilch, 20 g Fett, Salz. Man stellt wie üblich einen Hefeteig her, formt Plätzchen, die man auf ein gefettetes Blech setzt und noch einmal gehen läht, mit Buttermilch bestreicht und bei guter Hitze bäckt.

P i l z g r a u p e n. 750 g Pilze, 250 g Graupen, Gemüsebrühe, Salz, 15 g Fett, gehackte Petersilie. Die Graupen werden in der Gemüsebruhe garg,e^ kocht, dann mischt man die sorgfältig verlesenen und gründlich gewaschenen Pilze, die in Fett gar ge­dünstet sind, darunter, schmeckt mit Salz ab und streut beim Anrichten reichlich Petersilie darüber.

Pilzragout. 3A bis 1 kg Pilze, 1 Eßlöffel Fett Salz, 1 rohe Kartoffel oder 1 Teelöffel Mehl, 1 Eßlöffel gehackte Petersilie. Die gewaschenen und geputzten Pilze werden in Fett gargedünstet. Zum Binden der entstandenen Brühe gibt man etwa

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©rieft-Quarg = Speife % Liter Milch, die mit 50 g Zucker gesüßt wurde, Vanillezucker 25 bis 30 g Grieß werden aufgekocht und nut einem Schneebesen kühlgeschlagen. Allmählich werden 250 g durchgerührter Quarg dazugegeben alles we'terge- schlagen, bis die Masse luftig und locker ijt Die Creme wird über rohes oder gekochtes Obst ge­geben und mit Obst verziert. Statt Grieß kann man auch 25 g Stärkemehl nehmen.

Kohlrabi mit Klößchen. Die Kohlrabi wer­den gewaschen, geschält, in Scheiben geschnitten und weichgedünstet. Dann stellt man eine weiße Tunke her, schmeckt sie mit Petersilie ab und gibt die fem- qewieqten Kohlrabiblätter dazu. Dann stellt man aus einer steifen Grießmasse oder Semmelmasse nut reichlicher Kräutereinlage Klößchen her, die man Salzwasser garziehen läßt und legt sie im Kranz

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Zur schmalen Schulterpasse hat das rechts einen breiten M-i e d e r g ü r t e 1 kurze Puffärmel. Es wird ebenfalls im Rücken geschlossen; alle Säume und Quernähte sind rot paspeliert. Der Gürtel wird vorne mit kleinen roten Schleifen gebunden. H.

Die zwei heute skizzierten jugendlichen Sommerkleider sind aus weißem Wasch- st o f f mit r o t e n P a s p e l n.

Das Kleid links h°t °ng°l-tMttenekurze Flügelärmel und wird im Rucken getnopft. Ser /in rNkiinpIbreltel wird hinten zur

Einheitliches Marmeladen«Rezept: 4 Pfund Sauerkirschen, Pfirsiche, Aprikosen, reife Stachel­beeren, Himbeeren, Brombeeren, Mirabellen, Reineclauden, Pflaumen, Zwetschgen einzeln X beliebiger Mischung - seh, gut .............. mit 4 Mund unier leleh.em

Rühren zum Kochen bringen. Hierauf 10 Minuten stark durchkochen dann eine Normalfiasche Opekta zu 70 Pfg. (bei süßen Früchten nach Belieben den Saft einer Zitrone) hinzuruh < mals 4 bis 5 Sekunden aufwallen lassen und sofort in Gläser füllen, die heiß verschlösse__________

gegessen, und zwar nicht süß was der Hausfrau schon wegen des Einmachezuckers eine angenehme Abwechslung bedeutet: Unter den Eierkuchenteig mischt man gehackten Schnittlauch in großen Men­gen, schmeckt ihn nur mit etwas Salz ab und reicht zu den frischgebackenen Eierkuchen irgendeinen grünen Salat. Wie gesagt, es gibt tausend Möglich­keiten für die Verwendung des Schnittlauchs, denn sein kräftiger Geschmack ist eigentlich für alle Ge­richte passend und erhöht sogar noch deren Wohlge­schmack. In der augenblicklichen Jahreszeit kann man Schnittlauch als Gewürz zu warmen wie zu kalten Speisen verwenden und er sollte aus keinem Tisch fehlen. Bleibt etwas nach der Mahlzeit übrig, so wird er feingeschnitten mit Salz vermischt und m einem kleinen Gefäß zugedeckt aufgehoben. H. v. L.

Reue Kartoffeln - sorgfältig behandelt.

Mit Freude begrüßen wir in jedem Jahr die Zeit der neuen Kartoffeln. Haben erst einmal neue Kartoffeln auf dem Tisch aestanden, dann mag plötzlich die ganze Familie kerne alten Kartoffeln mehr, diese Erfahrung haben bestimmt schon un zählige Hausfrauen gemacht. Wir wissen aber, daß wir trotzdem den vielleicht noch vorhandenen Rest Kartoffeln doch aufbrauchen müssen und nicht etwa im Keller liegen lassen, bis er reif für den Mull eimer ist. Das könnte niemand verantworten und wir wissen, daß uns unser gutes Hausfrauenge­wissen auch bestimmt bei solcher Handlungsweise keine Ruhe ließe. Sind die alten Kartoffeln aber endgültig alle, danngenießen mir m des Wor­tes wahrster Bedeutung die Erzeugniste der neuen Ernte. Hierbei heißt's nun aber auch, den Wert der Kartoffel voll erkennen und ihm Rechnung tragen. So müssen wir ganz besonders daraus be­dacht sein, daß die neuen Kartoffeln nun nicht etwa in gleicher Art wie die alten geschalt-werden. Wir kochen die neuen Kartoffeln stets m der Schale, es wäre Vergeudung besten Nahrungsgutes, woll­ten wir die hauchdünne Schale durch vorheriges Schälen entfernen, wir würden uns des wertvollen Eiweißes berauben, dessen Trager die Kartoffel ist, und das dicht unter der Schale sitzt. Zur Ab wechslung können wir die Kartoffeln auch mi Der Schale im Bratofen Überbacken dafür reinigen und halbieren wir nicht 311 grofee Kar» to fein, tauchen die Schnittflächen in Salz und Küm­mel, setzen die Kartoffeln dann aus ein gefettetes Blech und lassen sie im Ofen in ca. 1It >Stunbe gar werden. Wir vermeiden auch das Abkochen der Kar- c toffeln im Wasser direkt, sondern dampfen un» sere Kartoffeln im Kartoffeldämpfer oder in einem Sieb, das wir in unseren Kartoffeltopf hineinstellen. , So erhalten wir auch die wertvolleni Salze die in der Kartoffel vorhanden sind und die im Wasser ausgelaugt würden. Es ist doch heute mehr denn je untere9 Pflicht, unserer Familie die Nährwerte aller Nahrungsmittel ungekürzt sukonnnen zu las­sen, deshalb neue Kartoffeln nicht schalen.

Gemüsemark als Zusatzmark für die Marmeladenberettung.

Die Frage, ob Gemüsemark bestimmter Gemüse- arten, wie Kürbis, Tomaten, Rhabarber und Mohr­rüben als Streckungsmark zum Obstmark bei der Marmeladenbereitung verwendet werden kann, sei auf Grund früherer Versuche dahingehend beant­wortet: Sehr zufriedenstellend war der Zusatz von Kürbismark bei einer Apfel-Kurbis-Marmelade, die wirklich als wohlschmeckend 3U bezeichnen ist- Das Mischungsverhältnis von XA Apfel- und A Kürbis mark ist besonders günstig. ~

Tomatenmark aus reifen Tomaten kann ebenfalls als Zufatzmark Verwendung fmdem vor allen Dingen zu einem Mark von ®en, OT men im Verhältnis von A zu *A Obftrnark ^ir besseren Gelierung ist in diesem Falle em Frucht­geliermittel am Platze.

Rhabarbermark paßt ausgezeichnet als Zu- satzmark zum Obstmark fäurearmer Fruchte wie z. B. Erdbeeren, Süßkirschen, Pfauchen, Pfirsiche und Birnen. Verhältnis X' zu /^. Der Zusatz eines Fruchtgeliermittels ist am Platze, um die Gelierung zu fördern. .

Mohrrübenmark ist auch als Streckungs­mark im Bedarfsfälle zu betrachten. Durch einen mehr süßlichen Geschmack paßt es besser zu saure- reicheren Früchten, wie Sauerkirschen, Aepfeln, Rhabarber, in einem Mischungsverhältnis von zu A oder besser noch % Fruchtmark und .Mohren­mark. Auch hier ist ein die Gelierung forderndes Mittel zu verwenden. .

Nicht zu vergessen sind unsere W11 b» und Halbfrüchte, wie Hagebutten, Holunderbeeren, Mahonien, aus benen man ebenfalls prächtiges Zu­satzmark zum Obstmark bereiten kann Man miM stets säurereiches Fruchtmark mit süßerem Frucht­mark. Ein Zuckerzusatz ist natürlich bei jeber Der- kochung von Marmelabe notwendig.

Man kann ferner jedes Frucht- und Zufatzmark in Gläsern sterilisieren, um es dann spater bei Sc­harf zu verwenden. Leichtgezuckerte Marmeladen können durch Sterilisieren in Glasern haltbar ge- macht werden. Ebenso verfährt man auch mit den für Diabetiker (Zuckerkranke) bestimmten Marme­laden. Da Süßstoff nur als Gewürz anzusehen ist und im Gegensatz zum Zucker nicht .konserviert müssen Diabetiker-Marmeladen, die nut ^uMvss (Kristall-Süßstoff) gesüßt werden, m den Glasern sterilisiert werden. Dieses Sterilisierverfahren bei Marmeladen kann sich in jetziger Zeit manche Haus­frau um Zucker zu sparen, zunutze machen. a. K.

AUeMtfimeladen

ÄMifuitenfnttOpeKTQ

Die Schule ist beendet, ein paar fröhliche Som- nerwochen bringen Erholung. Aber bann erhebt sich ! >ie Frage: Wie beschäftigt man bas fchulentlasfene ] Rädel, bas noch zu jung ist, um mit ber Lehrzeit :u beginnen? Da gibt es eine gute Möglichkeit für 1 ille diejenigen, die sich einem sozialen Berufe 1 ni-bmen wollen, die Kindergärtnerin, Jugendleiterin, * llS.-Gemeindeschwester, Säuglinigsschwester, Volks- Siegerin ober Haushaltspflegerin werben wollen. Zis zur Erreichung bes 18. Lebens­ah r e s , bas notwendig zum Eintritt in bas Se­minar ober die Krankenpflegefchule ist, wirb bie Zeit dazu genutzt, um die Vorschulung in der Hauswirtschaft burchzumachen. Kenntnisse ber Hauswirtschaft sind für jeben sozialen Beruf brin­gend erforderlich. Jedes Mädel in einem solchen Be- rirf will eine tatkräftige Helferin der Volksgenossen ein, muß also zufassen können, wo es nötig ist nn6 muß Verständnis haben für alle Nöte und Schwierigkeiten der Hausfrauen und Mütter.

Die Ausbildungszeit einer Vorschülerin für |o= Üale Berufe dauert zwei Jahre. Davon soll das Mädel ein Jahr in einer kinderreichen Familie und ein Jahr in einem haus- wirtschaftlichen Betrieb einer größeren RSV. - A nsta11 arbeiten. Der hauswirtschaftliche Betrieb muß jedoch von einer staatlich geprüften Haushaltpflegerin geleitet fein, bie die Mäbel als ihre Kamerabfchaftsführerin betreut und eine gründliche Ausbildung gewährleistet. $n einem laichen Heim gehört bas Mädel nicht zum Haus- perfonal, sondern zur Erziehergemeinschaft. Die Borschüierinnen arbeiten nicht kostenlos. Sie haben Anspruch auf freie Wohnung, Verpflegung unb ein monatliches Taschengeld von ungefähr 15 RM. Haben sie auch nach ber Vorausbilbung noch nicht das vorschristsmäßige Alter erreicht, so werden sie als Helferinnen in den betrcffeil'b^n Berufsgruppen eingesetzt 'unb nach dem NSV.-Tarif bezahlt. Sind sie dann 18 Jahre alt geworben, beginnt bie richtige Berufsschulung. In der Vo-raüsbilbung aber er­weisen sich seelische und körperliche Eignung schon recht klar, und wenn nach einem Mißerfolg, doch noch ein anderer Beruf gewählt werdsy sollte, bann Haden das Mädel und die Eltern doch-dos'. .Bewußt­sein, die freie Zeit nach ber Schule so genutzt zu wissen, daß notwendige Kenntnisse erworben wor­den sind, die dem Mädel auf jeden Fall im künf­tigen Leden nötig sind. esch.

um die Schüssel herum.

Karamelfpeife: -/- ßittr ®a(fer 1 $rife Salz, etaas Vanillezucker, 120 Gramm Zucker 60 Gramm Stärkemehl, 1 Ei oder Eiaustau,chnnttell Der Zucker wird in einer Pfanne gebräunt. Man loscht ihn mit wenig kochendem Wasser ab und gießt ihn in bie kochende Milch, der man Salz und Panill-zucker zugesügt hatte. Dann rührt man das ungerührte Stärkemehl barunter unb kocht alles aut burch. Der steifgeschlagene Schnee wud unter- gezogen unb die Speise in eine Schussel gefüüt. y Khabarbertartoffetn: 1 Kilogramm Kar- toffeln 500 bis 750 Gramm Rhabarber, 50 Gramm Speck, Zucker, Salz. Die geschälten und m kleine Stücke geschnittenen Kartoffeln werden in wenig Wasser fast gargekocht, etwas zerbruckt, ber klem- geschnittene Rhabarber dazugegeben und gargekocht. Mit Zucker, Salz unb evtl, etwas Zitronensaft schmeckt man ab und gibt den in Würfel geschnitte­nen, ausgelassenen Speck barüber.

Nach der vitamin- und kräuterarmen Zeit bietet sich uns jetzt Schnittlauch -in Hülle und Fülle und wir sollten nicht versäume«, ihn so viel wie möglich . . ...........ur nt- löhr nofnnh ift

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Kleine« tig! Im Nu angelegt, sitzt dieser praktische 1 Schnellverband unverrückbar fest. Er wirkt UfWtClBK blutstillend,keimtötend,heilungsförderndl

zj verwenden. Nicht nur, daß er sehr gefunb Ht Lurch seinen großen Vitamingehalt, auch sein Ge­schmack ist uns willkommen unb hilft, daß uns manches einfache Gericht bebeutenb besser munbet Besonders wichtig erscheint er uns jetzt als Ersatz für die zu entbehrende Zwiebel, nur mit dem Unter» chied, daß er nicht mitgekocht wird, sondern dem Essen in rohem Zustande zum Schluß bei gefugt werden soll. So macht er z. B. Tunken von Braten, Gulasch usw. besonders herzhaft. Nicht zu vergessen sei bie gute Schnittlauchtunke, die aus einer Mehl­schwitze besteht unter Zusatz von großen Mengen femgehackten Schnittlauchs. Diese Tunken sind zu Fleischresten, Fischen, Kartoffeln, Klößen unb Knö­deln aller Art wegen ihrer Schmackhaftigkeit über­aus willkommen. Suppen gewinnen ebenfalls an Wohlgeschmack und Bekömmlichkeit , wenn ihnen Schnittlauch beigegeben.wurde

Wenn die Hausfrau sich nicht über den Brotbe­lag klarwerden kann, so nimmt sie ebenfalls feinge­hackten Schnittlauch, um ihn, leicht mit ^alz be­streut, auf Butter- oder Margarinebrote zu legem Auch für Salate ist Schnittlauch unentbehrlich. Quark ohne Schnittlauch ist wie eine Suppe ohne Salz, nicht nur, baß die zarten grünen Stengel ihm em besonders appetitliches Ansehen geben, sonbern ber Geschmack des Quarks wirb gehoben Wunbervoll schmeckt eine Frühlingssuppe, deren Hauptbestand­teil Schnittlauch ist. Ein wenig angerostete- Mehl evtl, ein Lorbeerblatt, einige Tropfen Suppenwürze und viel, sehr viel frischer Schnittlauch, den, man m etwas Fett leicht anlaufen laßt, wird kur^z aufge kocht. Zum Schluß gibt man erneut ro^en femg - hackten Schnittlauch dazu, um bie Vitamine, bie durch das Kochen vernichtet wurden, zu! ersetzen

Haben wir einen Bismarck- ober anberen sauren H^ing erwischen können, so chachen wir uns daraus ein ganzes Gericht, inbem wir ihn strecken. In klei nere' Würfel wird ber Fisch geschnitten, m eine Schüssel gelegt urtb mit etwas Essig ubergossem Als- bann fügt man sauer geworbene entrahmte Frich- milch hinzu bie geguirlt,würbe. Emen ^vwisei E gehackten Schnittlauch mischt man unter bie Tunke so baß bas Ganze appetitlich hellgrün aus- fleht. Alsdann wird alles ^ut °°"uhrt und zuge­deckt. Bereits nach einigen Stunden hat sich eine be sonders pikante Tunke ergeben die nnt den Herings- ftütfdien köstlich zu Pellkartoffeln schmeckt. Jedow sinb frischgekochte Kartoffeln nicht Bedingung. Auch ____

Reste gekochter Sartoffeln *** StTsürtd sin" Paspelbreite, wird hinten j

w-nd-ch Ebenfalls in Wursel geschnitten menlst m _ [eife gebunden. Den Hals schlleftt eben» sie unter die pikante Tunke und s-w'nnt w - men -y Bündchen in Paspelbr-it- ab.

sehr wohlschmeckenden löeringssalat. der dura, feinen-------

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