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Helden-Ehrungsfeier am9.Novemberl941im Theater der Universitätsstadt Gießen um 10^ Uhr. L Teil: Feierstunde der NSDAP, und ihrer Gliederungen.

Das Städtische Orchester unter Leitung von Otto Söllner wirkt mit. n. Teil: Uraussührung: Der Tod und das Reich.

Lhorisches Spiel von Hans Rehberg.

Die Bevölkerung Gießens, einschließlich Klein-Linden und Wieseck. ist herzlichst

nicht standgehalten.

Dieser als Höhepunkt wirkende Mittelteil der Wo­chenschau wird umrahmt von einer Fülle bewegter und instruktiver Bilder. Den Beginn bilden Auf­nahmen aus dem Führerhauptquartier und von der Winterausrüstung unserer Soldaten, den Ausklang Bilder von der Versorgung unserer Verwundeten: einen prägnanten Schluß ergibt ein Bericht von der Eroberung von Charkow. H. H. G.

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Gießener Konzeriring.

Erstes Orchester-Konzert: Dach, Beethoven, Brahms.

Lleberblick über einen Sturmangriff

Ein Höhepunkt der neuen Wochenschau.

Bach, Beethoven, Brahms gaben dem ersten Or- chesterkonzert des Gießener Konzertringes und da­mit auch für die folgende Reihe der Gießener Ver­anstaltungen ein gewichtiges, verheißendes, aber auch verpflichtendes Motto: Bach, der geniale Zusam- menfasser der Entwicklungsströme des Hochbarock und zugleich kühner Neuerer; Beethoven, der titanenhafte Kämpfer und Künder des Menschlichen im Werk; auf beiden fußend, das Errungene des einen wie des andern auswertend, Johannes Brahms.

Mit seinen sechsBrandenburgischen Konzerten" erfüllte Johann Sebastian Bach im Frühjahr 1721 von Köthen aus ein Versprechen, das er dem Markgrafen Christian Ludwig von Brandenburg, dem jüngsten Sohn des Großen Kur­fürsten aus zweiter Ehe, gegeben hatte, als dieser große Musikfreund ihn um einige Kompositionen für seine Hauskapelle bat. Unter den reinen In- strumentalkomposrtionen Dachs führen diese sechs Werke den Konzertgedanken zu letzter Konsequenz durch, indem sich der Träger der Solopartie dem Orchester gegenüberstellt oder auch das gesamte Or­chester sich in Gruppen aufteilt, die in ihrem Gegen- und Miteinander des Wetteiferns beim Verknüpfen der Thematik Träger des musikalischen Geschehens werden. Das vierte dieser Konzerte stellt die kon­zertierende Violine dem Streichorchester gegenüber, dem zwei Flöten mit wichtiger solistischer Haltung zugeteilt sind.

Mit innerer Straffheit und scharfer Ausgeprägt­heit des Thematischen führte Otto Söllner den Eingangssatz (Allegro) durch; mit Eingehen auf die mannigfachen Entwicklungen der inneren Kräfte der Großsequenzen wie aud^ in der Gegenüberstel­lung des ripieno mit dem Solisten. Der letzte Satz (Presto) ließ seine Grundgestalt als grandiose Fuge heraustreten, beleuchtet durch die Episoden der Zwi­schensätze in der Solovioline und auch in Verbin­dung mit den beiden Soloflöten. Franz Kerzis- n i k (Solovioline), Paul K i r ch m a n n, Arthur Nötzold (Flöte) und Gerhard Hergert (Cem­balo) trugen besonderen Anteil an dem klangvollen Musizieren im Kammerstil mit seiner intimen, de­zenten Wirkung.

*

Das Violinkonzertin v - dur op. 7 7 von Johannes Brahms entstammt den schaffensglück-

Heute in Form"von/ k Knoblauch-Beeren

Es muß ein beruhigendes Gefühl für die Män­ner-fein, die mit der Führung des deutschen Films beauftragt sind, zu wissen, daß die Wochenschau in Hunderten von Kopien ins Ausland geht. Mit dem Material, das sie diesmal bietet, muß sie Mil­lionen von Ausländern davon überzeugen, daß die deutsche Wehrmacht nicht zu schlagen ist.

Um dies klarzumachen, hat man eine neue Form gewählt. Ein Kriegsberichter fitzt mit seiner Ka­mera in einem angreifenden Panzerwagen und nimmt von dort ans nach allen Seiten den Angriff auf. Wir erleben ein Gefecht, das am Nachmittag beginnt und am Vormittag endet. Die Nacht deutet ich dadurch an, daß auf der schwarzen Leinwand mir noch die Leuchtfpurmumtion zu sehen ist.

Zu diesen Bildern spricht der Kriegsberichter, der ie ausgenommen hat. Es ist die Stimme des Front- oldaten, die hier einfach und klar ihre Erläuterun-

jjnmerjünger

Geschmack-und

gen gibt. Nach erfolgtem Durchbruch werden Naturaufnahmen durch graphische Darstellungen ergänzt und die Hindernisse geschildert, die die Sow­jets den anstürmenden Deutschen entgegengestellt haben. Vier, fünf scheinbar unüberwindliche Linien von völlig verschiedenem Charakter waren angelegt worden. Sie haben dem deutschen Angriff, der durch Panzer, Infanterie und Stukas vorgetragen wurde,

Aus -er (Stabt Gießen.

»iostage* im November.

Es ist Bauernart, das Geschehen in der Natur gründlich zu beobachten und aus den Erfahrungen Schlüffe zu ziehen. Dabei steht die jeweilige Wetter­lage, vor allem die wahrscheinliche Entwicklung des Wetters in der nahen Zukunft, im Mittelpunkt des Interesses. Weil aus den Beobachtungen des Land­volkes die Erfahrung spricht, ist ihnen eine gewisse Bedeutung nicht abzusprechen. 'Allerdings muß man berücksichtigen, daß die bäuerlichen Wetterregeln bestenfalls nur für den örtlichen Bereich aufgestellt sind, in dem sie allgemeine Verbreitung haben.

Unter den sogenanntenLostagen", die im Ab­lauf des bäuerlichen Jahres eine Rolle spielen, verdient der Martinstag (11. November) besondere Beachtung.Wenn auf Martini Nebel sind, so wird der Winter meist gelind; wenn die Gänse zu Mar­tini auf dem Eise stehn, so müssen sie Weihnachten im Miste gehn", heißt es da beispielsweise. Bäuer­liche Erfahrung meldet aber auch:Wenn das Laub von den Bäumen und den Reben nicht vor Mar­tini abfällt, ist Sin kalter Winter zu hoffen." Eine andere Beobachtung, die sich diesmal.leider etwas schwerer als sonst nachprüfen läßt, drückt dasselbe aus:Ist das Brustbein der gebratenen Martins- gans weiß, so wird der Winter streng."

Ein andererLostag" ist der Kathreinstag am , 25. November. Don ihm heißt es:Kathrein stellt . den Tanz ein", denn die Adventszeit beginnt. Für . die Wettervoraussage ist jedoch eine andere Beob­achtung wichtig: (

Wie's um Kathrein trüb oder rein :

So wird der nächste Februar sein!"

Auch der Andreastag, der 30. November, ist ein ; Lostag", der über das zukünftige Wetter etwas , auszusagen hat. So heißt es in der bäuerlichen Spruchweisheit:'Andreasschnee tut dem Korn weh!" Eine weitere Wetteregel erläutert die Beob­achtung:Der Andreasschnee bleibt hundert Tage liegen und erstickt das Getreide."

Ganz allgemein läßt die Erfahrung den Bauern in manchen Gebieten des Reiches sagen:Donnert es im November, so bedeutet das ein fruchtbares nächstes Jahr." Das braucht nicht unbedingt ein Widerspruch zu der Wetterregel zu sein, nach der der Winter Aprillaunen zeigt, wenn der November ein Gewitter bringt. In allen deutschen Gauen ist man aber von der Richtigkeit jener Wetterregel über­zeugt, die besagt, daß Baumblüten im November auf kein gutes Jahr deuten.

Dornofiten.

Tageskalender für Freitag.

Stadttheater: 18.30 bis 21.30 UhrLiebe in der Lerchengasse". Gloria-Palast, Seltersweg:Ka­meraden". Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Dorf im roten Sturm". Oberhessischer Kunstverein: Ausstellung im Foyer des Stadttheaters.

Keine Beflaggung am 9. November.

Der Reichsminister des Innern und der Reichs­minister für Volksausklärung und Propaganda geben bekannt:Die am 9. November übliche Beflaggung der Gebäude unterbleibt in diesem Jahre."

Oie neuen LebenSmiffelfarfen.

In der 30. Zuteilungsperiode, die vom 17. No­vember bis zum 14. Dezember reicht, bleiben die laufenden Rationen an Brot, Mehl, Fleisch, Fett usw. unverändert. .Alle Verbraucher, die nicht Selbstversorger sind, erhalten auf den Abschnitt N 26 ihrer rosa NährmitteUarte eine Sonderzuteilung von 125 Gramm Kunsthonig. Kinder bis zu 14 Jahren bekommen nach wie vor auf ihre Fett­karte weitere 125 Gramm Kunsthonig, so daß sie diesmal insgesamt 250 Gramm erhalten. Von der neuen Kartenperiode an wird die Ration an N ä h r- mitteln aus Kartoffelstärkegrundlage, wie Sago, Kartoffelstärkemehl, Puddingpulver wie schon im vorigen Winter von bisher 50 wieder auf 100 Gramm erhöht, die auf die Einzelabschnitte N 21, N 22, N 30 und N 31 der Nährmittelkarte abge­geben werden. Dementsprechend wird die Ration an Nährmitteln auf Getreidegrundlage wieder auf 500 Gramm festgesetzt.

In der 31. Zuteilungsperiode bekommen alle 93er- braucher, die nicht Selbstversorger sind, eine Son­derzuteilung von 250 Gramm Hülsenfrüchten. Diese Hülsenfrüchte müssen vom 10. bis 15. Novem­ber beim Einzelhändler auf den Doppelabschnitt N 28/29 der Nährmittelkarte 30 vorbestellt werden. Der Einzelhändler bestätigt die Abgabe, indem er den Stammabschnitt der Nährmittelkarte mit seinem Firmenstempel versieht.

Wie schon mitgeteilt, werden am Samstag, 8. No­vember, in ganz Deutschland die leeren Flaschen ge­sammelt. Sie sollen wohlgefüllt an die Front zu unseren Soldaten gehen, um ihnen zu helfen, mit demGeneral Winter" fertig zu werden, einem jener Generale, auf den die Engländer jetzt wieder so große Hoffnungen setzen, der sie aber genau so enttäuschen wird, wie alle ihre anderen Generale.

Der Zweck dieser Sammlung ist so einleuchtend, daß es keiner langen Ueberlegung bedarf, was man zu tun hat. Lange Zeit zum Ueberlegen ist sowieso nicht, denn unsere Wehrmacht braucht die Flaschen sofort im Osten. Vor Wochen schon haben wir PK- Aufnahmen gesehen, die unsere Soldaten in einer Schneelandfchaft zeigen. Also schnell ' eine Razzia im Haus organisiert, die Flaschen in den Winkeln von Speicher und Keller aufgespürt und gesammelt! Da stehen sie in ganzen Batterien zusammen, die grünen, roten, gelben und weißen, die schlanken Weinflaschen, die dickbäuchigen Champagnervullen und die runden, kantigen Likörflaschen von phanta­stischen Formen. Der Staub liegt dick darauf, als wollte er die Erinnerung an fröhliche Runden im Familien- und Freundeskreis und beschauliche Stun- den am stillen Winterabend zudecken. _

Der Sang ist verschollen, der Wein ist ver­rauscht", ja, warum stehen sie denn da eigentlich immer noch in den Ecken seit Jahr und Tag? Tappt man einmal auf den dunklen Dachboden oder im Keller herum, um etwas zu suchen, und stößt dabei auf das wacklige Regal, fällt die ganze Herrlichkeit lediglich herunter, und man hat den Aerger, die Scherben wegzuräumen. Warum denn nicht einmal gründlich Ordnung schaffen? .

Holt sie jetzt heraus aus den Winkeln, alle bis zur letzten, stellt sie am Samstag zum Abhölen be­reit. Diese neue Aktion muß, gerade weil sie so kurzfristig angesetzt wurde, zu einem schnellen Er­folg führen. Helft pnseren Soldaten durch die Fla­schensammlung!

Verdunkelungszell

7.11. von 17.41 bis 8.27 Uhr.

ÄDOX Foäm

das Werk dem Hörer naheführte, zwang stärkste Bewunderung ab, und dennoch war das Adagio mit seiner innerlichen Ausdruckskraft der seelische Ruhe­punkt des Ganzen. Mit der Solostimme vereinte ich das gesamte Orchester unter Otto S ö l l n e r zur einfühligen Wiedergabe des Werkes im gegen- eiligen Eingehen und Verweben des Klanglichen. Den Holzbläsern, voran die Oboe, und auch den Hörnern gebührt für das Adagio besondere An­erkennung. So wurde dieses Violinkonzert für den gestrigen Abend zweifellos der musikalische Sammel­punkt durch die Höhe der Einzelleistungen.

Beethovens große Schicksalssympho- n i e gab dem Konzert machtvollen Ausklang. Akzentstark führte Otto Söllner den Kopfsatz ein, mit innerem Drängen erfüllt, und entwickelte ihn in seinen Einzelphasen organisch: bannend in der Durchführung, hätte der Uebergang zur Reprise noch an innerer Breite gewinnen können. Das viel­fältige Bild der Variationenabfolge im Andante er­blühte im Lichte abgewandelter Figuration zu star­ker Gefühlserhebung und auch triumphaler Klang- lichkeit. Das Scherzo war in seinen Kontrasten ein­dringlich betont und wuchs mit seinem großen Orgelpunkte hinein in das klangprächtige Finale voll sieghaftem Bewußtsein, auswachsend zur gran­diosen Koda.

Reicher, äußerst lebhafter Beifall dankte allen Mitwirkenden am Werk mit herzlicher Anerkennung.

Dr. Hermann Hering.

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Jeden Freitag von 1617 Uhr in der Schillerschule Gießen. Unkostenbeitrag 30 Rpf. «viD

Zum kommenden Opfersonntag!

Der Sieg ist nur über den Weg des Opfers zu erringen. Hieran werden wir am kommenden Sonn­tag, 9. November, dem nächsten Opfersonntag und dem Gedenktag für die Gefallenen der Bewegung, denken. So haben es uns die für unsere Welt­anschauung Gefallenen vorgelebt, und so beweisen es unsere Soldaten täglich. Noch höher als bisher müssen am nächsten Sonntag die Wellen der Opfer­freudigkeit schlagen!

Bis auf die letzte Flasche!

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mit 'en allgemetnverstän licht" büche, n es Hugo *BermijhlerDer^es. Derttn. Lichterfelde. -Bitte verlangen Sie noch heute von ^remGtebener Luchhan 1 rbas susjuhrUche bcbiloerte MerkblattFreunde der Natur sind Sreunde guter Bucher

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lichen Sommeraufenthalten, die den Meister Ende der siebziger Jahre wiederholt nach Pörtschach am Wörther-See (Kärnten) führten. Fast möchte es als ein Nachklang der lebensbejahenden, kurz vorder entstandenen zweiten Symphonie erscheinen; in sei­ner ursprünglichen Frische hält sich dieses Konzert aber frei von den der Symphonie eigenen elegischen Zügen. Seiner inhaltlichen Größe nach kann man dieses Werk als eine Symphonie mit obligatem Soloinstrument ansprechen; war doch beispielsweise auch das ck-moll-Konzert für Klavier und Orchester zunächst als Symphonie geplant gewesen. Der leitende symphonische Grundgedanke mußte das Ver­hältnis zwischen dem Solisten und dem mitschaffen- den Instrumentalkörper grundlegend auf eine neue Basis stellen. Das konzertierende Instrument ist hier nicht mehr der souveräne Führer, der seine Virtuosi­tät ins hellste Licht stellt, sondern sein Part wächst bei Brahms ähnlich wie in Beethovens einzigem Violinkonzert,, von dem übrigens mancherlei Fäden auch zu diesem Werk hinüberleiten, aus dem musi­kalischen Gesamtgeschehen heraus. Dem Solisten wird nur das zugeteilt, was das Ringen um das musikalische Problem als entscheidende Instanz für die Anforderungen an das Instrument gebietet.

Die Anforderungen dieses Violinkonzertes an den Wiedergebenden erschienen den Zeitgenossen damals derart ungewohnt und, an Werken früherer Epochen gemessen, schwierig, so daß man das Wort von dem Konzert gegen die Violine" prägte. Daß unsere heutige Geigergeneration dieses Konzert bis zum letzten zu beherrschen und in seinem musikalischen Gehalt aufzuschließen vermag, das erhärtete aufs Eindringlichste Prof. Franz Bruckbauer. Ein Geiger von äußersten Qualitäten, der die höchsten Anforderungen der Griffbrettechnik mit Selbstver­ständlichkeit meistert, mit sauberstem Doppelgrisf- und Oktavenspiel, kurzum, der das Technische des Instrumentes an sich völlig überwunden hat und nun sein Können in reicher Fülle den Ausdrucks­werten im Werk zugute kommen läßt. In feinem Ton voll Wärme schwingt seelische Kraft mit, die der äußeren Gestalt der Tonreihen hintergründig nach­spürt und zu einem persönlichen Erlebnis gestaltet. So erschien jede einzelne Note für ihn als Aus­druckswert von individueller Geltung, die dem gro­ßen musikalischen Gesamterleben zur zeugenden Keimzelle wurde. Wie er in den einzelnen Sätzen!

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