Der Gleibergverein und der Gleiberg
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Amtsgericht Gießen
oweit er nicht in die Zuständigkeit des Veterinär-
war sehr rege.
Strafkammer Gießen
Son der Börse.
Ausübung des Gewerbes geahndet.
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Neues für den Büchertisch
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Lieferungen 55/56
rlZehr eingeführt, der INS festgesetzt, so daß n Aufträge unüerücks
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15 bis 20, Radieschen, Bd. 10 Rpf.
Schnellverfahren.
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'bsen 35, Meerrettich 60, Rhabarber 10 bis iud) 24, Sellerie 21, Salat, das Stück 10 bis rlataurken 30 bis 50, Ober-Kohlrabi 14 bis
10 Jahre Zuchthaus wegen Totschlags
Lpü. Frankfurt a. M., 6. Juni. Das Sonder» gericht Frankfurt verurteilte am Freitag den 1901 in München geborenen Karl Geiger wegen Totschlags zu lOJahrenZuchthaus und 10Jahren Ehrverlust. Geiger hatte vor kurzer Zeit die 34jährige Frau Maria Diehl, mit der er zusammen wohnte, erwürgt.
Freiburg l Br. F. Maurer.
— DendeutschenBarockmenschen behan-
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Die Illustrierte des Gietzener Anzeigers
kann vorläustg über die Ausgabe vom 31. Mai hinaus nicht zugestellt werden.
Die Kriegswirtschaft fordert stärkste Zusam« menfassung aller Kräfte und macht es notwen- big, daß die Bildbeilagen ihr Erscheinen bis auf weiteres einstellen, um Menschen und Material für andere kriegswichtige Zwecke frei zu machen.
Der fdg des Gießener Anzeigers.
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hiesigen Gemeindewaldungen Buchenreiser zu festgelegten Preisen abgegeben. Die Preise lagen, je nach der Güte des Holzes, zwischen 1,— und
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Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a. M, 7. Juni. Es notierten je 50 Kilogramm Lebendgewicht in RM.: Ochsen 44 bis 50,5, Bullen 39 bis 48,5, Kühe 20 bis 48,5, Färsen 36L bis 49,5, Kälber 33 bis 70, Schafe 20 bis 44, Schweine 53 bis 61. — Marktverlauf: Alles zugeteilt.
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3m Dienste der Volksgesundheit.
Don der Arbeit des Hessischen Chemischen UntersuchungSamteS in Sießdn.
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cye irrzayi-, ausgezeichneten Schilderung vor dem Leser Da wird das Theater der Zeit lebendig, wirt
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jichnung des Urlaubs nicht mitgezählt. Da der Maub aber grundsätzlich zusammenhängend zu '«währen ist, sind auch im Haushalt die innerhalb ßss Urlaubszeit liegenden Sonntage arbeitsfrei, ist bei 12 Werktagen ein Sonntag, bei 15 bis j Werktagen zwei Sonntage.
Für die an diesen Sonntagen von der Hausge- hfin nicht in Anspruch genommene Verpflegung gkd ihr, wie für die übriaen Urlaubstage, der gm Reichstreuhänder der Arbeit festgesetzte Satz fc Kost und Wohnung gezahlt. Ist vom Reichs, f-llhänder ein solcher Dergütungssatz nicht fest.
Ilm 3. November v. I. zechten in einer Gastwirt« ft in Muschenheim mehrere junge Leute. Zwi- n zweien von ihnen kam es dabei zu Reibereien, sich zu einem lebhaften Wortwechsel auswuchsen später auf dem Heimweg in der dunklen Dorsche Tätlichkeiten zur Folge hatten. Dabei attak- cke der 20 Jahre alte W. G. aus Muschenheim ren Gegner, einen ebenfalls noch jungen Mann, ii einem Messer, mit dem er chm Stiche in den f beibrachte, an denen der Gestochene später 'tarb. Der Messerstecher hatte sich nunmehr vor Strafkammer in Gießen unter der Anklage Totschlags zu verantworten. Der Anklagever- er bezeichnete den Angeklagten des Totschlags rführt und beantragte vier Jahre Gefängnis. Bts Gericht sah jedoch von einer Verurteilung Ilgen Totschlags ab und betrachtete den Vorfall
Ucherungsamt festgelegten Satz zu berechnen, itlaubsjahr ist das Kalenderjahr. Stichtag für die k-rechnung des Alters der Jugendlichen ist der 1 Januar. Die Urlaubsregelung gilt auch für Jodchen, die ihr Pflichtjahr im Haushalt ableistrn. zöhrend ihres Pflichtjahres soll die Jugendliche xundsätzlich nur für ein Kalenderjahr den Urlaub l-n Haushalt gegenüber geltend machen. Das gilt -ch dann, wenn der Ablauf des Pflichtjahres zeit- in zwei v^schiedene Kalenderjahre fällt und tz jedem der neiden Jahre ein Urlaubsanspruch
Naturgemäß beschränkten sich im abgelaufenen Geschäftsjahr infolge der Zeitverhältnisse die Ar- beiten auf das Allernotwendigfte. Einige Mauer- und Dachausbesserungen wurden oorgenommen, der Pfad von der Linde zum Burgtor und der Fahrweg etwas geebnet. Der erstrebte Ausbau des Feldweges über die Hardt nach dem Gleiberg, insonderheit die Anpflanzung schattenspendendsr Bäume, läßt sich der hohen Unkosten wegen bis auf weiteres nicht durchführen. Die geplanten gro- ßen Umbauten im Erdgeschoß des Naffauerbauss zur Verbesserung des Wirtschaftsbetriebes sollen baldigst nach Kriegsende verwirklicht werden. Ihre neuüberarbeitete Fassung, die bereits die Zustimmung des Vorstandes fand, wird Burgbaumeister Mohr der Generalversammlung unterbreiten. Sollten die Vorschläge von der Versammlung gebilligt werden, so wurde deren Verwirklichung eine begrüßenswerte Verbesserung im Gastwirtschasts- betrieb der Burg zur Folge haben. Es soll nichts unversucht bleiben, den Gleiberg als Ausflugsort nach wie vor in den Mittelpunkt zu rücken.. Erwünscht wäre, wenn sich mehr Heimatfreunde entschließen würden, durch Beitritt zum Gleibergverein (mit dem geringen Jahresbeitrag von 3 RM) ihre Verbundenheit mit der Burg und die Bereitschaft zu deren Erhaltung zu bekunden.
Die ständige Ueberwachung des Lebensmittelverkehrs im Interesse der Volksernährung und der Volksgesundheit ist heute eine besonders vordring- liche Aufgabe der hierfür zuständigen staatlichen Kontrollbehörden. Sie gehört auch, wie der Leiter des Hessischen Chemischen Untersuchungsamtes Gießen, Direktor Wrede, uns in einer Unterredung darlegte, zu den Hauptaufgaben des ihm unterstehenden wissenschaftlichen Institutes. Diese laufende Ueberwachung des Le- bensmitteloerkehrs verfolgt den Zweck, die Ver- braucher vor gesundheitlichen Schädigungen zu bewahren und die Gewerbetreibenden vor unlauterer Konkurrenz zu schützen. (Die Schädigung des Der- brauchers kann sich übrigens hier nicht nur auf gesundheitlichem Gebiet, sondern auch in der Preis- Gestaltung auswirken.) Das Hessische Chemische Intersuchunasamt überwacht in dem ihm zugewie- enen Bereich den gesamten Lebensmittelverkehr,
Spezlattlälen im Vordergrund.
I Frankfurt a. M., 6. Juni. Die Aktien- r^rkte verkehrten in sehr engen Grenzem Mate- Ko' kam wenig heraus, und da weiterhin Anlage- karf besteht, war- die Kursgestaltung durchweg kt freundlich. Für einige Spezialwerte, vor allem Itien, bei Denen KapUalaufstokkungen erwartet Miden, ergaben sich jedoch starke Kurssteigerungen, gerade hier kaum Angebot herauskommt. So Ernten u. o. Conti Gummi, Zellstoff Waldhof, Me- ffigesellschaft über 15 v. H. anziehen. Erstere er» Echten 373 — im weiteren Verlaufe der Woche $t<n sie allerdings hiervon wieder etwas nach —
224. Metallgesellschaft bis 209 gesteigert, ginnens überschritten mit einem Kursgewinn von H. die 300er°Grenze, auch Südd. Zucker waren Beter fest-und bis 318 erhöht. Um über 10 v. H- hier notierten weiter Salzdetfurth, Goldschmidt, sichtlich erhöht waren, außerdem u.a. Rutgers, TO., Klöckner, Mannesmann. Die JG.-Farben- »t« konnte ebenfalls rd. 5 v. H. anziehen. Von Douwerttn stiegen Heidelberger Zement auf 220, logmann bis 265, dagegen Berger weniger ver- |n!.<rt. Am Bankenmarkt konnten 2)eut|dw Bank w Commerzbank etwa 3 v. H. gewinnen. Don Ein- ^iswerton waren Heinrich Lanz ständig gesucht M unter Repartierungen bis 20 v. H. feffer. Bei . Wiftg. Stempel bewirkte die 2proz. Dividenden: fn^erung eine gegen Ende April 1941 um rb. <-■'>
höhere Taxierung. Don heimischen Wertens do-en ferner u. a. Kupferberq Sekt fester, tn An- 'eie-Noris Zahn kam kein Angebot heraus (letzter Urs etwa 230 v. H.), obwohl starke Nachfrage zu üeren Taxen besteht. Auch in Freiverkehrsaktten ■rnten die Taxen sich leicht bessern, allerdings sind
. G. A.-Gpori.
Oer morqige Fußballsonntag.
Reichsbahn Bad Homburg auf dem Daldsportplah.
Die BfBer setzen mit biefem Spiele ihre Gesell- schaftsfpielverpflichtungen fort, die sie schon seit Jahren mit den Gästen ausgenommen haben. Bis jetzt ist den Homburgern noch kein Sieg über die Gießener beschieden gewesen. Wenn man sich auch über die augenblickliche Spielstärke kein genaues Bild machen kann, so glaubt man doch bei den VfBern an einen eindeutigen Sieg. Diese Annahme ist auch berechtigt, da die VfBer in Harnisch, Fett und Mack, die als Gastspieler bei den Reichsbahnern Mitwirken, ihre Spielstarke gehoben haben.
Wahenborn-Sleinberg I — Burgsolms <.
Nach langer Pause treten die Watzenborn-Stein- berget „Teutonen" am kommenden Sonntag wieder einmal aus eigenen Platze auf den Plan. Im Gesellschaftsspiel empfangen sie die 1. Mannschaft der Sportgemeinde 06 Burgsolms. Die Gäste, die bei den letzten Meisterschaftsspielen in Watzenborn- Steinberg nicht antraten, haben inzwischen an Spielstärke gewonnen und dies bei den in letzter" Zeit ausgetragenen Spielen gegen starke Gegner unter Beweis gestellt. Wenn auey die Einheimischen nicht mehr über die Mannschaft wie während der letzten Serie verfügen, sollte doch der noch vorhandene Stamm der vorjährigen 1. Kriegsmeistermannschaft, zusammen mit jungen Nachwuchsspielern, in der Lage sein, eine 'gleichwertige Partie zu liefern.
Spielocrtinigung 1926 Leihgestern.
Nachdem sämtliche Bannmeister im Gebiet Hessen- Nassau bestehen, beginnen am kommenden Sonntag die Ausscheidungskämpfe um die Gebietsmeister- schäft. Die 1. Jugend, Bannmeister des Bannes 116, trifft am komemnden Sonntag in Weilburg (Lahn) auf den Bannmeister des Bannes 88. lieber die Stärke dieses Gegners ist wenig bekannt, sodaß eine Voraussage über den Ausgang des Spieles schwer ist, zumal Leihgestern für zwei seiner besten Spieler Ersatz stellen muß. Trotz allem sollte Leihgestern nach den bisher aezeiaten Leistungen nicht ohne Aussichten in den Kampf gehen. Der Bann- meister Leihgestern wird voraussichtlich in folgen- der Aufstellung antreten: Drück, Otto: Leun. Richard, Martini, Ewald: Seel. Ewald. Dern, Richard, Jung, Richard: Schäfer, Reinhold, Luh, Willi, Haßler, Willi, Krick, Helmut, Dietz, Otto.
Handball in Lützell-nden.
TV. Lützellinden — VfB. Reichsb. Wiesbaden 19:12. TD. Lützellinden
gegen TD. Vorwärts Dockenheim-Frankfurt 20:16.
Im Kampf um die Gebietsmeisterschaft der Der- cinsmannschaften konnte Lützellinden die Gäfte aus Wiesbaden, obwohl diese eine gut eingespielte Elf zur Stelle hatten, überzeugend schlagen. — Auch gegen die Gäste aus Dockeicheim lieferten die Lützel- lindener ein schönes Spiel und gewannen dank ihrem schußfreudigen Sturm verdientermaßen.
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Gießener Wochenmarktpreife.
thstehende Preise find Händlerpreise und verstehen für A«5ßare. Für v-Ware ober abfallende Warr le für Selbsterzeuger liegen die Preise niedriger
»Gießen,?. Juni. Auf dem heutigen Wochen- rkt kosteten: Molkereibutter, V» kg 1,80 RM,
Intersuchungsamtes gehört.
Die gesetzliche Grundlage für die Tätigkeit des Instituts bilden bas Lebensmittelgosetz vom 17. Januar 1936 und sonstige Spezialgesetze, wie bas Fleisch!;eschaugesetz, Milch-, Weingesetze usw. Es ist eine bekannte Erscheinung, daß in Zeiten vorübergehender Verknappung der Lebensrnittel (Rationierung), beispielsweise im Kriege, eine Zunahme von Lebensmittelfälschungen und, im Zusammenhang damit, der Anwendung irreführender Bezeichnungen zu beobachten ist. Aus diesem Grunde ist eine ständige, scharfe Ueberwachung des gesamten Le- bensmittelverkehrs zum Schutze der Bevölkerung dringend geboten. Außerdem werden in solchen Zeiten auch vielfach minderwertige oder völlig werllose Ersatzmittel angeboten, wie beispielsweise Salatsoßen, Gewürzmittel und dergleichen, die großenteils von äußerst fragwürdiger Qualität sind: ferner Gebrauchsgegenstände wie Fußbodenpflegemittel, kosmetische Erzeugnisse, Reinigungsmittel, Seifenersatzmittel usw. Während im Weltkriege eine Ueberichwemmung Deutschlands mit derartigen wertlosen und unverhältnismäßig teueren Erzeugnissen nicht zu verhindern war, ist im gegenwärtigen Kriege sofort eine klare gesetzliche Regelung des Verkehrs mit Ersatzerzeugnissen solcher Art ge- schaffen worden. Ein Runderlaß des Reichsrnini- sters des Innern über den Verkehr mit sogenannten Ersatzlebensmitteln vom 11. Juli 1940 befaßt sich beispielsweise mit Gewürzersatzmitteln, Salatölsurrogaten, Kunstlimonade upd bergt und zielt vor allem auf eine ausreichende Kenntlichmachung der angebbtenen Waren und auf die Vermeidung von Phantasiebezeichnungen. Der Sinn des Erlasses ist unzweideutig in folgendem Satz zusammengefaßt: „In allen Fällen sind die anerkannten Gebräuche des ehrlichen ^Handels sowie die vernünftige Auffassung upd die berechtigten Erwartungen des Verbrauchers der Beurteilung zugrunde zu legen." ,
Was die Herstellung von sogenannten Ersatzmitteln für Lebensmittel, kosmetische Erzeugnisse, Reinigungs- und Putzmittel angeht, so sind deren Hersteller verpflichtet, ihre Produkte, bevor sie auf den Markt gelangen, dem Reichckgesundheitsamt und dem Reichskommifsar für Preisbildung unter Angabe der Zusammensetzung und der Preiskalku' lation zur Begutachtung und Genehmigung anzumelden und vorzulegen. Ungeeignete Produkte werden nicht zugelassen und dadurch eine Ueberoor- teilung des Verbrauchers permieoen. Die Zusammensetzung der von den genannten Behörden genehmigten Erzeugnisse wird außerdem fortlaufend Überwacht. ,
Weitere Untersuchungsarbeiten des Gießener Amtes dienen der Sicherung der Dolksernährung.
Kreis Wehlar.
# Wißmar, 6. Juni. Der hiesige Turnverein hielt an den Pfingsttagen auf dem Sportplatz leichtathletische Hebungen ab. Die Beteiligung — Dieser Tage wurden aus den dewaldungen Buchenreiser zu
werden mit dem barocken Absolutismus vertraut und erkennen die außenpolitischen Folgen des 30jäh' riaen Krieges Im Zeitalter des Dolksheeres ist es besonders aufschlußreich, kennenzulernen,wie sich nach der Epoche des kapitalistischen Krieasunternehmers das stehende Söldnerheer herausbildet. Erst mit dessen Organisation versteht man auch die politische Geschichte dieses Jahrhundert. Wirtschaft, Handel, Verkehr: Die gerftörung des deutschen Na- tionalreichtums, durch den Krieg, auf der anderen Seite neue Errungenschaften und endlich den von Arbeit und Mühe, aber auch von einem hohen Ethos erfüllten Alltag des deutschen Barockmenschen. Don dem ganzen Zeitalter erhält man in diesem Ab- chnitt des wertvollen Handbuches einen sicheren Begriff.
—Otto Santes: Deutsches Sagenbuch. 323 Seiten mit Dildbeigaoen. 3,80 RM. C. C. Buchners Verlag, Bamberg. — (271) — Das Buch wendet sich in erster Linie an die deutsche Jugend: es bietet ihr in faßbarer Form aus der deutschen Heldensage von der stühgermanischen bis in die Ritterzeit den Beowulf und die Wieland- Sage, Walter und Hildegund, Hildebrand und Hadubrand, König Rother, Kudrun und aus den Nibelungen Kriemhildens Liebe und Leid und Kriemhiwens Rache. Jeder Erzählung ist ein Nachwort bei gefügt, das über Ursprung und Entwicklung der Sage Auskunft gibt. Eine willkommene Bereicherung sind die Bildbeigaben, Beispiele großer mittelalterlicher Kunst, die den Text anschaulicher machen und das Stilgefühl bilden. Hans Thyriot.
Am heutigen Samsts^'achmittag tagt der Gleibergverein zu seiner Jahreshauptversammlung unter Leitung von Landrat Dr. Lotz auf der ihm im Jahre 1879 zum Eigentum übergebenen Burg Gleiberg. Wenn auch in dieser Zeit zewaltiger militärischer und politischer Vorgänge >as Heimatgeschehen klein erscheint, so dürfte das tets erhebliche Interesse der Oeftentlichkeit an der Burg Gleiberg, die nun einmal aus dem Stadtbild Gießens nicht wegzudenken ist, kaum nachgelassen haben. Ja, es scheint vielmehr, als habe sich mancher, der gewöhnt war, in die „Ferne zu chweifen", auf das naheliegende Gute besonnen, und er pilgert nun In Ermangelung eines Fahr- tu Fuß auf den Berg. Es ist eine Freude . len, wie die alte Burg immer wieder von neuem Menschen begeistert. Ob aber die Masse der Besucher recht erfaßt, daß es der Gleibergverein ist, der schon über hundert Jahre in stetem Bemühen und unter Aufwendung erheblicher Geldmittel die ganze Burganlage in baulich einwandfreiem Zustand erhält, und das lediglich im Interesse der Heimat für alle Volksgenossen! Von Seiten des Bezirkskonservators zur Denkmalpflege ist schon vor Jahren die Tätigkeit des Glei- !>ergvereins als vorbildhaftes Beispiel bezeichnet worden. Die Akten der Dereinsgeschichte und der Augenschein weisen nach, wie und was an der Burg jnstar^gesetzt und verbessert wurde.
So stellen beispielsweise die Mehl-Untersuchungen fest, ob die Ausmahlung des Getreides in dem vor- aeschriebenen Ausmaß erfolgt ist, was durch eine Bestimmung des Mineralftoffgehaltes des Mehles erfolgt; ferner, ob die vorgeschriebene Beimischung von Kartoffel- und Roggenmehl zum Weizenmehl überhaupt und in der amtlich festgesetzten Menge erfolgt ist.
Einem uns vorliegenden Tätigkeitsbericht des Hessischen Chemischen Untersuchungsomtes sind interessante Einzelheiten über Art und Umfang des Institutsbetrisbes zu entnehmen. Die Tätigkeit erstreckte sich im Jahre 1939 auf die amtliche Lebensmittelkontrolle in den Städten Gießen, Friedberg und Bad-Nauheim und in den Landkreisen Alsfeld, Büdingen, Friedberg, Gießen und Lauterbach, ferner auf Untersuchungen für Behörden und Private. Auf das Berichtsjahr entfielen 3715 Untersuchungen; außerdem wurden zahlreiche Besichtigungen von Geschäften, Märkten und Betrieben vorgenommen. Die Untersuchungen bez^hen sich in der überwiegenden Mehrzahl der Fälle auf Lebens» und Genußmittel und Gebrauchsgegenstände, wobei sich für 3178 Proben 313 Beanstandungen ergaben; ferner auf hygienische, physiologisch-chemische, ge- ricktliche und technische Untersuchungen. Die Er- geonisse der Untersuchungen wurden vielfach in Gutachten niedergelegt: Strafanzeigen mußten erstattet und Verwarnungen ausgesprochen werden.
Im Einzelnen: bei Mehlen erfolgten beispielsweise Beanstandungen, weil sie nicht den Bestimmungen der Verordnung über die Getreidewirtschaft hinsichtlich des Aschengehalts und des Kar- toffelmehlzufatzes entsprachen. In einer Marmelade, die angeblich Erdbeeren enthalten sollte, wurden keine Früchte festgestellt. Die auf dem Wochenmarkt feilgehaltenen Pilze wurden fortlaufend kontrolliert. In verschiedenen Orten wurde der Verkauf von Kunsthonig als Bienenhonig festgestellt: die Verkäufer wurden zu Freiheitsstrafen verurteilt. Ein großsr Teil der Beanstandungen entfiel auf Fleischwurst mit unzulässig hohem Wasserzu- satz. Von 1617 Milchproben mußten 116 beanstandet werden, und zwar wegen Wasserzusatzes, wegen Fettentzuges, wegen Sch'mutzgehaltes oder wegen sonstiger anormaler Beschaffenheit. Diese Beispiele mögen genügen.
Außerhalb des großen Gebiets der Lebensmittelkontrolle verdienen aus dem vorliegenden Bericht etwa noch die regelmäßige Untersuchung des Dade- wassers im Gießener Volksbad, von Blutproben auf Alkoholgehalt und von Organen verendeter Tiere zur Feststelluna der Todesursache Erwähnung.
Dem Tätigkeitsbericht wie der Unterredung mit dem Leiter des Amtes, Direktor Wrede, war zu entnehmen, eine wie vielseitige und verantwortungsvolle Aufgabe im Dienste der Volksgesundheit und der.Dölksernährung, zumal in den gegenwärtigen Kriegs'zeiten, dem Institut zufällt. Der Bevölkerung wird es ein Gefühl der Beruhigung geben, aus dem vorliegenden Bericht'zu erfahren, daß der Staat sich die Fürsorge für alle Volks- genoffen auch auf diesem Geibiete unermüdlich angelegen fein läßt. Wir hören mit Genugtuung, daß gegen unlautere, die Ernährung und Dersor- cung unseres Volkes beeinträchtigende und die Dolksgefundheit schädigende Elemente mit aller gebotenen Strenge und Schärfe durchoegriffen wird. Jede ernstliche 'Verfehlung »egen die Bestimmungen des Lebensmittelgesetzes wird heute nicht nur, dem Volksempfinden entsprechend, mit einer Geldbuße, sondern mit empfindlichen Freiheitsstrafen iGe- fängnis oder Zuchthaus) und außerdem vielfach auch mit einer Entziehung der Genehmigung zur
Monaten Gefängnis, auf bin 7 Monate i ersuchungshaft angerechnet werden. Dem Singe- . Ikqten wurden mit Rücksicht auf em bisheriges ® L j. Arwandfreies Vorleben in weitgehendem Maße Ädernde Umstände zugebilligt.
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bbensjahres jährlich 12 Werktage Urlaub. Bei ^Mnayme an einem FreiAeitlager oder einer Fahrt BDM. erhöht sich dieser Mindesturlaub auf Die Sonntage werden bei der Be-
s Umsätze hier minimal. - ,
tm Rentenmarkt zeigte sich . ^ad>s ;aje, der allerdings unvermindert Matenalenge ^snübersteht, so daß auf die 3‘/»proyntigen schsschätze Folge 3, die inzwischen aufgelegt wurde, tätige griffen wird. Jndustrieohligattonen lagen est etwas freundlicher. Die Folge 7 der 4 p. j). echsschätze wurde in dieser Woche in den amtlichen r:Zehr ein geführt, der Einführungskurs ®ar.Jn,f ’■;u ^5 di- umf-nar-i-h-n l.mw-r- Aufträge unberücksichtigt blieben. Steuergut- büne I mit 103,50 gegen Vorwoche niedriger, da- |!(»n Stegu. II etwa 0,13 bis 0,25 v. H. fester ge- tmt Tagesgeld blieb unverändert 1,75 v. H.
— Hessen-Nassau isches D o l k s w ö r -! hat. Wortg^ographische Karten des Gesamtgebiets terbuch. Ausgewählt und bearbeitet von Luise gibt es diesmal nicht. Die Herausgeberin teilt mit, Berthold. Lieferung 11 bis 13, Marburg, El- daß einige aus zwingenden Gründen für später zu- m2rt 1938__40. — (8/9 — 135) — Seitdem zuletzt' rückgestcllt werden muhten. Dafür sind aber mehrere
an dieser Stelle über den Fortgang des großen Karten für Teilgebiete beigegeben, die offenbar nach Wörterbuches berichtet worden ist, in dem auch unser den Spezialarbeiten von »ooft, Wagner, Wenzel Oberbeff en feinen Raum einnimmt sind drei wei- u. a. für die Kreise Marburg, Wetzlar, das südliche tere Lieferungen erschienen, die von „pitteln" (an Nassau und andere Gebiete zur Verfügung standen, etwas herumspielen) bis „reite" (fertig, abgearbeitet) So erfahren mir die Abgrenzung von „Range^ führen und die Spalten 641 bis 832 umfassen. So gegen „Dickwurz" im Südwesten, von „Pnemchen wichtige Gruppen wie Platte, Plätzchen, plotzen, gegen „Schorchen" (Kautabak) im Wetzlarer Bezirk, mos» Pott, Pupve. Rabe, Rad, Rahm, Ranzen, von „Rechen" gegen „Harke" im Norden und von Ratte und Ratz, Rechen, Recht, Rea-n, Reihe u. a. I „Rauchfang" gegen „2Ifc* und „Dem?" im Gebiet und besonders zahlreiche Fremdwörter, für die ja von Marburg.
ber Buchstabe P die Rolle spielt,, wie bei deutschen — 1
Wörtern der Buchstabe S als Anlaut. Plaisier, — w----~ — - » '
vlaulibel Podex, Punktdewiechen, Putschenell, Po- beit M. Flemming in seiner „Deutschen Kultur im lizei Dolgaank und Poposcheitel, Polonäse, Pomade Zeitalter des Barock", "" Amkh» * b,r uni/ Domeranzen, Portechaise und Portemonnaie Kulturgeschichte" (Akademische Derlagsgestll- (Dortiuchhe), Portton, Positur, Pot de Chambre schäft Athenaion, Potsdam) - und Potentat (hier-schlechter Kerl) sind nur eine — loben erscheint. Flemming breitet die Fülle der kleine Auswahl der vorkommenden Fremdwprter, barocken Lebensäußerungen m einer durch ebenso- an denen die Mundart also keineswegs arm ist. viel systematische Klarheit wie eindringliche Erzay.- Dielfach hält sie sogar langer als die Schriftsprache kunst ausgezeichneten Schilderung vor an ihnen fest, wenn fte sie einmal ausgenommen aus. Da wird das Theater der Zett -----
Die M. Sp. in Gießen war beschuldigt, pflicht- sine Au- , iMß der Arbeit ferngeblieben zu fein. Sie war 'x.e, jhrex Arbeitsstelle fortgesetzt überhaupt nicht >r verspätet angetreten. An 7 Tagen hatte sie i Arbeit überhaupt nicht aufgenommen und an lagen war sie verspätet zur Arbeit gekommen. ‘onsDotifr’#'11 Antrag des Anklagevertreters entsprechend Mr irde die Angeklagte zu einer Gefängnis- afe von zwei Monaten verurteilt. Der ,utz des § 51 II StrGB. tpurbe ihr zugebilllgt.
1 iur d." Der K. Sch. in B. war beschuldigt, gemeinsam M anderen, die bereits verurteilt sind, einem Metz- »W meister 3 Seiten Dörrfleisch und 2 große Preß- ’ „V! :fe entwendet zu haben. Der Angeklagte wurde ;r aIle qen Diebstahls und Begünstigung zu einer G e - jemtgefängnisftrafe von vier Mo-na- verurteilt. Strafmildernd wirkten das eiten und die seitherige Unbestrastheit des
oefonbere legten.


