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Freitag, 7. Zebruar 1941

Ur. 5 2 Zweiter Blatt

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen)

Letzter Termin für die Ablieferung von Brotgetreide.

Im Ablauf des gegenwärtigen Getreidewirtschafts- i'! jahres kannten infolge der Beanspruchung durch die

(Schluß folgt.)

heranreicht, genießen.

jedoch

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kommenden Sonntag, 9. Februar, von den Orts-

24. Januar, Nr. 27 vom 1./2. Februar 1941.

«Nachdruck verboten )

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bestellte

,5b Itit"gibt den & uh fohlen 3fache Haltbarkeit und macht sie was;erdicht!

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eingehe, ich mich und ich,

auflaus. Wir bemerken an einem langen Marmor­tische vier mit weißen Schürzen bekleidete Bäcker, die kleine Stückchen Teig zu flachen Kuchen formen und die Masse mit Tomatenmark bestreichen. Diese

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nicht mehr von unseren Wünschen ab."

Das sagst du. Aber bevor ich darauf möchte ich dir erst einmal versichern, daß für meine Tochter schäme. Wenn wir, du

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Sorgfältig schloß Hannes die Tür hinter sich, bot seiner Schwiegermutter einen bequemen Sessel an und rollte den Wagen des Schwagers dicht daneben. Dann nahm er selbst Platz.

Was wünschst du, Mutter?"

Ich habe dir schon am Telephon gesagt, daß Gitta heute vormittag bei uns in Werder war. Sie hat uns von allem unterrichtet."

Von allem?"

Ich glaube ja. Sie erzählte von chrem unver» zeihlichen Fehltritt, von tzen Unterredungen mit dir, daß du diesen Menschen erschossen hast und setzt offenbar beabsichtigst, dich für den verhafteten Wil» derer einzusetzen, selbst wenn dabei deine eigene Position auf dem Spiele steht."

Und was kannst du mir nach alledem noch zu sagen haben?"

Bitte, sei nicht so schrecklich reserviert, Hannes. Ich begreife ja, daß es dir entsetzlich sein muß, mit uns darüber zu sprechen, aber ich kann einfach nicht anders, als zu dir kommen, um noch Schlimmeres zu verhüten."

Ich wüßte nicht, was du verhüten könntest. Die Dinge, die passiert sind, können nicht ungeschehen gemacht werden. Und die weitere Entwicklung hängt

der Verkäufer, selbst noch mit nackten Füßen in dem großen Bottich mit Aalen steht. DerBom­bardierte" erlaßt sofort die Situation und ver­schwindet blitzschnell mit demWurf" Stale; bis der Werfer aus dem Bottich herausge^lettert ist, ist von dem Gegner weit und breit nichts mehr zu sehen. Vor einem Bäckerladen in der Altstadt sehen

warten auf dich."

Ein neuer Schlag. Ursprünglich hatten drei Men­schen von seiner Schande gewußt. Einen davon hatte er beseitigt. Gitta konnte es nicht verborgen bleiben, wer Kühlitz erschossen hatte, aber sie war ebensosehr darin verstrickt wie er selbst. Und jetzt ging sie hin und erzählte Mutter und Bruder da­von. Es war entsetzlich. Koßmann hatte das Ge­fühl, als wenn er mit niemand, auch nicht mit den nächsten Familienmitgliedern darüber sprechen 1 sänne. Nun zwang man ihn förmlich dazu. In

Verdunkelungszeit

7. Februar von 18.19 bis 8.55 Uhr.

scheu Eierkuchen frisch gebacken heraus. Es handelt sich hier um eineSpezialität", die von den Käu­fern mit wahrer Begeisterung verzehrt wird.

In »unserm Hotel lernen wir beim Mittagessen den Genuß der echten Spaghetti kennen, deren stil­gerechtes Essen uns allerdings mancherlei Schwie­rigkeiten bereitet. Am Nachmittag machen wir einen Ausflug nach dem nahegelegenen Pompeji, wo wir' unter sachkundiger Führung der Ruinenstadt einen eingehenden Besuch abstatten. Es ist eine Fülle von interessanten Altertümern, die aus der Zeit des Untergangs dieser Stadt durch den Aus­bruch des Vesuv im Jahre 79 bei späteren Aus­grabungen sichergestellt wurde und bis in unsere Zeit an Dort und Stelle zur Besichtigung ausbe­wahrt ist. Es würde zu weit führen, an dieser Stelle auf die Einzelheiten der unendlich reichen Sehenswürdigkeiten einzugehen; nur soviel sei ge­sagt, daß der Besucher in den ausgegrabenen Stra­ßen und Plätzen der Ruinenstadt ein mannigfal­tiges Bild von dem kulturellen Stand und der Wohlhabenheit der damaligen Bewohner gewinnen kann.

Anschließend an den Besuch in her Ruinenstadt gehen

in verstärktem Maße einsetzen muß. Der Reichsnähr­stand hat al- letzten Termin für die Ab­lieferung von Brotgetreide den 2 8. Februar d. I. fe st gesetzt. Daher gilt es jetzt, alle anderen Arbeiten zurückzustellen und unter Ein­satz aller vorhandenen Arbeitskräfte und Arbeits­mittel den Getreidedrusch vorzunehmen.

Durch Italiens Gaue im Kriege.

Erinnerungen an die Heimfahrt mit italienischen Landarbeitern von Overhessen nach Italien.

Bon C. Didoni, Gießen. *

helfen.

Gerade das tatenlose Warten lastete auf dem Mann, der in seinem Leben keine Minute untätig gewesen war. Es riß an seinen Nerven und ver­setzte ihn in eine schwankende Stimmung, die er bisher als Phantasieausgeburt übernervöser Men­schen angesehen hatte.

Nachmittags gegen 5 Uhr wurde er angerufen und hörte erstaunt die Stimme seiner Schwieger­mutter am Telephon.

Hier ist Mutter. Ich bin in deiner Wohnung und möchte dich noch heute unbedingt sprechen."

Er überlegte kurz.Ist es denn sehr wichtig? Ich habe im Werk noch eine Menge zu tun."

Ja, es ist außerordentlich wichtig. Brigitte war bei mir."

Koßmann zuckte zusammen. Nicht einen Augen­blick hatte er daran gedacht, daß seine Frau jemand in Dinge einwcihen würde, die sie selbst zrz scheuen hatte, noch weniger in die Um'tände der Erschie­ßung Kühlitz'. Er empfand zunächst eine kaum be­zähmbare Wut über diese, wie ihm schien Nieder­trächtigkeit. Dann kam ihm zum Bewußtsein, daß nach Gittas Besuch in Werder keine Möglichkeit be­stand, die Sache ungeschehen zu machen. Er mußte nun mit seiner Schwiegermutter darüber sprechen, so sehr es ihm widerstrebte.

Gut, Mutter, ich werde sofort kommen. Um sechs bin ich bei euch."

Danke, Hannes. Richard ist ebenfalls hier. Wir

Ortszeit für den S. Februar.

Sonnenaufgang 8.58 Uhr, Sonnenuntergang 18.23 chr. Monduntergang 5.59 Uhr, Mondaufgang 4.44 Uhr. Mond in Nordwend^__

uns auch nie nahegestanden haben, wie es eigent­lich zwischen Schwiegermutter und Schwiegersohn besonders dann der Fall zu fein pflegt, wenn die Eltern des Schwiegersohnes nicht mehr am Leben sind, und wenn ich auch oft deine Art und deine Interessen nicht verstehen konnte, ich habe dich stets für einen Ehrenmann gehalten." Die Stimme der alten Frau war etwas verschleiert.

Etwas wie Rührung ergriff den Mann. Was mußte es füj die Greisin bedeuten, für eine so stolze Frau, dem Schwiegersohn ein derartiges Geständ­nis zu m-achen. Er empfand Dankbarkeit und stand auf, um sie auf die Wange zu küsien.

Deine Worte sind die erste Freude, die ich m der letzten Woche hatte, Mutter. Ich danke dir für deine gute Meinung und hoffe, sie nie zunichte zu machen."

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Neapel fahren wir mit der Drahtseilbahn hinauf zumVomero", dcm erst vor wenigen Jahr­zehnten erbauten Stadtteil oberhalb der Stadt. Wir gehen dort an der alten Festung S. Elmo und dem ehemaligen Karthäuser-Ktoster San Martino vor­über, das heute als Museum Verwendung findet. Von der Höhe aus haben wir einen unbeschreib­lich schönen Ausblick auf den Golf von Neapel mit dem Bergkegel des Vesuv im Hintergrund. Nach längerem Verweilen an diesem schönen Punkte fah­ren wir wieder abwärts und wenden uns nun

Bekanntlich gilt pach den kriegswirtschaftlichen Be­stimmungen die gesamte Getreideernte als beschlag­nahmt. Sie steht damit nach dem Gesetz in vollem Umfange für die Brotgetreideversorgung zur Ver­fügung. Der landwirtschaftliche Betriebssichrer kann die Mengen verbrauchen, die für den Saat-

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Umwege -es Herzens

Roman von H.G. Hansen

Copyright by Prometheus.Vertag Dr. Eichacker Gröbentell

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Opfer bringen, wenn man ihnen nicht die Zusiche­rung gibt, daß der Krieg nicht geführt wird, um die groben Ungerechtigkeiten der Geldherrschaft am Leben zu erhalten." Das deutsche Volk aber hat Zusicherungen, die ihm die Gewißheit geben daß seine Opfer nicht umsonst gebracht wurden. Wie wir Deutsche denken, beweisen wir wieder am kom­menden Opfersonntag!

Mütter-Ehrung in Gr ß^n-M tte und -Off.

In der Großen Aula der Universität werden am

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mir um die Mittagszeit einen großen Menschen- wir hinüber nach dem neuen Pompeji. Die Frern- kommenden Sonntag, 9. Februar, von den Orts-

_________ ' | den kommen zur Zeit nicht sehr reichlich hierher, gruppen Gießen-Mitte und -Ost die den kinder-

* Dgl. Gieß. Anz. vom 22. Januar, Nr. 20 vom daher widmet sich jedermann dem Fremdenbesuch reichen Müttern verliehenen Mütter-Ehrenkreuze im

24. Januar, Nr. 27 vom 1./2. Februar 1941. 1 mit besonderer Sorgfalt. Das neue Pompeji hat > Rahmen einer Feierstunde überreicht Zu der 23er-

Im Februar fangen die Tage an tulangen", nie es in einem alten bäuerlichen Kalenderwort leiht. Das Licht wächst und nimmt sichtbar zu an ^hellender Kraft und Sieghaftigkeit. Die starre Schneedecke, die die Erde wie ein schimmernder Lanzer umschloß, ist überall geborsten, und möchttgc Stücke lösten sich von Kuppen und Hügeln der Landschaft, rutschten tiefer und zerbrachen im Sturz. Die Dächer stießen die lästigen Lasten ab, die manch­mal gefährlich über die Rinnen schnellten und in Zossen und Vorgärten niederschmetterten.

Oft beginnt um die Mittagszeit ein klingendes ' tropfen und Rieseln, dem Ohre leise liebliche Vor- rühlingsmusik, und wenn gar die Sonne das weiß- che Gewölk, wie aus Rauch und Nebel gesponnen, mit der breiten Goldflut ihrer Strahlen ausein- :nberbrängt, zerrinnt viel schmutzig gewordener

schöne breite Straßen, es ist sauber angelegt und besitzt ein großes Waisenhaus, dessen ©locfenturm mit einem herrlich klingenden Glockenspiel über­rascht. Gemeinsam mit unserem Fremdenführer gehen wir essen, wobei uns jetzt von dem Fremden­führer gezeigt wird, wie man richtig und leicht Spaghetti ißt. Mittlerweile ist es dunkel geworden. Unser Fremdenführer empfiehlt, den Vesuv hei Nacht zu beobachten. Von einem freien Platze aus haben wir einen wunderbaren Ausblick auf den , Vulkan. Feurig rot sehen mir seine Spitze m Dunkel der Nacht glühen Mit dem Feldstecher be­merken wir, daß das Feuer in dem Vulkan an­schwillt und zurückebbt und dieses Hin und Her sich ständig wiederholt. Gewaltig ist der Ldvaausbruch, den wir mit dem vortrefflichen Fernglas beobachten können. Es ist ein schaurig-schöner Anblick, den uns diese gewaltige Naturkraft hier bietet.

Vor der Rückfahrt haben wir vom Bahnhof aus in der mondscheinklaren Nacht noch einmal Gelegen­heit, den feurigen Bergkegel des Vesuvs zu sehen. Dann bringt uns der Zug nach Neapel zurück Un­terwegs können wir auf einer kleinen Station noch den herrlichen Anblick des im Mondschein glitzern­den Meeres, das hier dicht bis an den Bahndamm

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Mit dem Versprechen, daß spätestens in einer | Woche der gewünschte Bericht mit allen nur erreich- j taten Einzelheiten oorliegen würde, entließ Huf- ttnd seinen Auftraggeber.

Als Koßmann im Werk eintraf, fand er zunächst II feine Zeit, weiteren Grübeleien nachzugehen. Die Arbeit war in den letzten Tagen so vernachlässigt vcrrden, daß er stundenlang stark in Anspruch ge- rommen war, Post durchzusehen, Antworten zu dik- teren, seinen Direktor, zwei Ingenieure, einen Werkmeister, den Vertrauensmann des Betriebes inb einige Vertreter zu empfangen, die von der Anwesenheit des Fabrikbesitzers telephonisch benach- rchtigt worden waren. Allen Personen, mit denen ,e~ zu verhandeln und Besprechungen zu «Uhren falte, machte sich die erstaunliche Abgespanntheit 8ioßmanns bemerkbar. Man schüttelie den Kopf, so- tald man sein Zimmer verlassen hatte und unter» h elt sich draußen auf dem Gang darüber, ob der Gl)ef krank sei. .

In den Nachmittagsstunden ebbte der Andrang emvas ab, und Koßmann fand Muße, sich mit neben» scchlicheren Dingen zu beschäftigen. Diese waren (i5cr nicht geeignet, ihn von seinen Ueberlegungen um das Schicksal Korns und seine eigene Zukunft (Djulenfen, und er saß schließlich zwei Stunden 0)ne Tätigkeit vor seinem Schreibtisch, durchdachle in voraus ein Dutzend Möglichkeiten für 1 öden em- hetenben Fall und kam doch nur zu dem wcyiutz, diß er nichts unternehmen könne, bevor nicht eine gerichtliche Klärung der Situation geschaffen fei.

Nur über eines tarn er nicht hinweg. Die Frau inb Kinder des Verhafteten mußten entsetzlich un- I tir den augenblicklichen Verhältnissen leiden.

dm vielfach vorbestraften Mann, der 'M Unter - I sichungsgefängnis faß, die Angst über sein' Z ' I kirnst nur heilsam sein konnte, die miweL ' I xgnne. Nun zwang man ihn förmlich dazu. I Emilie litt ohne Verschulden unter den | $Qrt erledigte er noch das Notwendigste,

n ssen, ganz abgesehen davon, daß ihr der Ernay»!^ -

SRutter, Sohn und Tochter saßen wartend zusam­men in einem kleinen Empfangssalon. Die Unter­haltung schleppte sich mühsam hin. Niemand hatte Lust zum Reden, und niemand wußte auch, worüber man noch reden könne. Dabei gab sich Richard d'Oleron nicht die geringste Mühe, der Schwester seine Verachtung zu verbergen. Gitta saß zusam- rnengekauerl und leichenblaß auf einem Stuhl. Ihre Mutter hielt sich straff aufrecht und sah entlchlossen vor sich hin. Der stühere Offizier saß in seinem Selbstfahrer und rauchte ununterbrochen.

Kurz nach sechs Uhr ging die Tür auf, und Han­nes Koßmann trat ein. Er trat auf feine Schwieger­mutter zu, beugte sich über ihre Hand und küßte sie mit betonter Höflichkeit. Dem Schwager schüttelte er stumm die Hand. Von seiner Frau nahm er nur durch kurzes Kopfnicken Nottz.

Wenn ihr mich sprechen wollt, bitte ich in mein Arbeitszimmer zu kommen. Wir sind dort auch vor jedem Zuhörer sicher."

Ja, Hannes, wie du meinst." Frau d'Oleron er­hob sich und ging durch die Tür hinaus, die ihr von dem Schwiegersohn aufgehalten wurde. Hinter ihr fuhr Richard.

Als Gitta folgen wollte, sagte Koßmann:Ich glaube kaum, daß deine Anwesenheit bei dieser Un­terhaltung notwendig ist. Es ist höchst bedauerlich, daß du noch weitere Menschen hineingezogen hast, aber ich wünsche wenigstens mit deiner Mutter und deinem Bruder allein zu verhandeln."

Sie blieb wie angewurzelt stehen und wartete vergeblich auf einen Blick oder ein Wort der Mut­ter. Diese drehte sich nicht einmal um, obwohl sie Koßrnanns Worte zweifellos verstanden hatte.____

gutbebarf und für die eigene Ernährung der Familie und der Gefolgschaft notwendig sind. Dabei ist es wohl unnötig, zu betonen, daß jeder Selbstversor­ger sich streng an den Rahmen der festgesetzten Rationssätze hält. Besondere Verantwortung trifft den landwirtschaftlichen Betriebsführer vor allem für eine ordnungsgemäße Dreschtätigkeit. Bei jedem Drusch fällt ein gewisser Anteil von Körnern an, bie für die menschliche Ernährung weber geeignet sind, noch von den Mühlen vermahlen werden können. Es handelt sich hier um das sogenannte Hinter- korn, ein, Abfallkorn, das nur noch auf dem Um­wege über den Tiermagen der menschlichen Er­nährung nutzbar gemacht werden kann.

Der Betriebsführer trägt aber die Verantwortung dafür, daß der Sortierzylinder im Dreschkasten so funktioniert, daß tatsächlich nur nicht mehr verwen­dungsfähige Körner ausfallen. Wer hier seine Pflicht verletzt und durch irgendwelche Manipula­tionen den Anfall an Hinterkorn zu vergrößern sucht, der sabotiert den Kampf um die Sicherung der Volksernährung und muß gewärtig sein, als Außenseiter der Volksgemeinschaft schwer bestraft zu werden. Jedes verwendunsfähige Korn muß für den Brotgetreidebedarf zur Verfügung gestellt wer­den! Wenn auch die großen Ernten an (Betreibe für ben Brotbebars bes Volkes mehr als ausreichen, so ist boch bamit allein nicht alles getan. Je größer über bie lausende Versorgung hinaus unsere Vor­räte sind, desto stabiler und fester sind die Grund- (agen unseres Abwehrkampfes gegen England.

Hack,ruchternte die Brotgetreide-Äblie.erungen nicht in so großem Um.ange durchgeführt werden wie im vergangenen Jahr. Die geringeren Ablieferungen der Landwirtschaft das haben zahlreichere Beob­achtungen aus der Praxis ergeben find nicht auf, einen stärkeren eigenen Wirtfchaftsverbrauch des Landvolkes zurückzuführech sondern ausschließlich auf den Mangel an Zeit und auf die geringeren, in der Lohn- und Umtauschmüllerei verarbeiteten Mengen. Es steht also fest, daß die Differenzen zwischen der Erntemenge und den bisher abgelieferten Brotge­treidemengen noch in vollem Umfange für die all­gemeine Getreide- und Brotversorgung zur Ver­fügung steht.

In diesen Wochen haben die landwirtschaftlichen Betriebsführer ausreichend Gelegenheit zum Aus­drusch, so daß nunmehr die Brotgetreide-Ablieferung

rer fehlte. Die Frau hing sicher an ihrem Mann, sonst wäre sie ihm längst davongelaufen. Die an­deren Leute im Dorfe würden ihr und ben Kin­dern jeden Tag von neuem mit Klatsch und plum­pen Andeutungen unleidlich machen. Aber es war vorläufig keine Möglichkeit sichtbar, dem abzu-

Xwrnotuen

lagesfalenber für Freitag.

Stadttheatev: 19 bis 21 UhrDasFerienkind". Gloria-Palastt Seltersweg:Operette". Lichtspiel­haus, Bahnhofstraße:Die Finanzen des Groß- Herzogs".

Stadtlheater Gießen.

Am heutigen Freitag wird zum erstenmal das LustspielDas Ferienkinb" von Emmerich Nuß wiederholt. Dieses Volkslustspiel hat mit seiner Erst­aufführung im Stadttheater Gießen bei Presse und Publikumeinen ehrlichen, starken Erfolg" zu ver­zeichnen gehabt. Spielleitung: Hans Geißler, Büh­nenbild: Karl Löffler. Es wirken mit: Hannelore Hinkel, Hilde Kneip; Gert Geiger. 19. Freitag-Miete.

Oie Opferhcreiffd-aft ist entscheidend.

In Deutschland kennt jeder die Bedeutung des Opfers. Alles, was an großen Werken des Füh­rers in den letzten beiden Jahrzehnten gelungen ist. ist auf die Opferbereitschaft des Führers selbst, bann seiner Mitarbeiter in ber Kampfzeit und zuletzt des ganzen deutschen Volkes zurückzuführen. Diese Opferbereitschaft ist bas Fundament des gewaltigen

feinen Wagen und fuhr nach Hause. Unterwegs suchte er vergeblich nach einem Ausweg, um die bevorstehende Unterredung abzubrechen, bevor sie auf den Kern der Dinge kam. Aber er kannte feine Schwiegermutter genug, um zu wissen, daß sie sich durch nichts würde abhalten lassen. Welche Haltung sie überhaupt einnehmen würde, war ihm unklar. Von Richard erwartete er wenigstens das Verständ­nis eines Ehrenmannes. Nun schien es Hannes sogar eine gute Fügung, daß nicht nur die Schwie­germutter, sondern auch der Schwager eingeweiht war. An diesem würde er eine Stütze haben.

vchneerest, wo immer er noch liegt. Es gibt spie­gelnde Pfützen in den Straßen und au'qeweichte Zartenwege. Die Austreibung des hartnäckigen Sinters hat mit Regenschauern eingesetzt, und die >tzte Zertrümmerung seiner stolzen Herrlichkeit, die Tilgung seiner Frvstspuren, ist wie ein Großreine­nachen von riesenhaftem Ausmaß. Es sickert und jiiefelt, gießt und Fließt viel Wasser, und die Bäche mb Flüsse schwellen an.

Aber die Bämne tragen schon ihr schneefreies ilstwerk anbers als im November, wo es auch schon völlig kahl war. Man sieht es den Zweigen an, die )re Knospen wie ein kostbares Geschmeide, allem 'Sinterwüten zum Trotz, gehalten haben, daß sie ieretts von steigenden Sätten belebt, biegsamer und ;eschmeidiger geworben sind. Ihr Auttvärtssttecken t l'chtfreubig und voll verhaltener Kraft, ein un« rüqliches Zeichen, daß wir fyoffen dürfen.

Sogar kleine Grasbüschel, bie vereinzelt an ge­luderten Wealäumen sitzen, haben noch ihr leben» ;iges Grün. Wohl sehen sie etwas blaß und Der« □rfelt aus wie Krankengesichter, die lange der rischen Lutt entbehrten, boch sind sie trohbem bem Tuge ein l'-her Gruß, eine Frohe Verheißung.

Und ber Wind, der sich zuweilen erhebt, l)nf nicht lehr die schneidende Schärfe des eisigen Atems, ondern er reinigt nur umh h*gt Fortz was Schw^ch- ches dem Winter erlag. Er kämmt das dürre Ge- neig aus Bäumen und Hecken und Ftbaff* Raum ir neue Triebe und junges Leben. Wie Weckrufo i urcf> ba« weite Land braufen feine Afomüöße, daß ' ich die Erde ben Schlummer aus ben Augen reihe.

Denn bas L'cht wächst mtt 'ebem Taa" und wirb ch allen noch möglichen Metterrückfchlägen zum Trotz behaupten und ben Endsieg nicht mehr Ürutig nachen lassen. P- B.

Oper und Operette ganzjährig in ehen.

. ... . . - , . . ... . deutschen Aufstieges gewesen und wird es auch

Kuchen werden für etnigt Sekunden m den heißen 1 di- Zukunft bleiben. Liefe Opferfreudiqkeit mar Ofen gesteckt und kommen dann wie unfere beut-1 aud) ^Grundlage für die urwergteichli'chen Er- folge unserer Wehrmacht.Es ist ein wunderbarer Gemeinschaftsgedanke, der unser Volk beherrscht!" rief der Führer während seiner großen Rede am 30. Januar, als er von ben Opfern gesprochen hatte, die bas ganze deutsche Volk im Jahre 1940 zu bringen bereit war, bewegt aus.

Ob ber Engländer mit ber gleichen Bereitwillig­keit und Zuversicht zu jedem Opfer bereit ist? Man muß es bezweifeln, wenn bie englische Zeitung Daily Herald" selber schreibt:Man kann nicht verlangen, daß bie englischen Atbeiter Opfer über

ber Altstadt von Neapel zu. Hier passieren wir viele schmale Gassen, in denen von Haus zu Haus, quer über die Gasse, in dichter Reihenfolge bie mit Wäsche zum Trocknen behängten Wäscheleinen ge­spannt sind. In einer etwas breiteren Straße sehen wir dem Fischmarkt zu, aus bem in langen, schma­len Bottichen eine Unmenge Aale zum Verkauf . .. _ . .. stehen. Es geht hier ziemlich lärmend zu. Plötzlich

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Spielzeit nun auch für bie Oper und Operette !ss Stadttheaters Gießen bie Ganzsährigkeit rin geführt, bie bis setzt nur b' Schauspiel umfaßte, diese Neuerung stellt in der von Intendant Hans Äalter^lein planmäßig durchgeführten Aufbau- :rbeit Das bisher entscheidendste Ergebnis dar.

Aus »er e(aM «Ziehen. Der 28. Februar uni> die Getreidewirtschaft

Zwischen Winter und Frühling.