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Bekanntmachung.

Reichszuschüsse für

a) die Teilung von Wohnungen, den Um­bau sonstiger Räume zu Wohnungen, so­wie An- und Ausbauten zu Wohnzwecken, b) Jnstandsetzungs- und Ergänzungsarbeiten an Wohngebäuden und Wohnräumen.

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Gießen, den 4. Oktober 1941.

Der Oberbürgermeister. Stadtbauamt.

3.21.: Gravert.

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Für die Gewinnung neuer Wohnungen und Woh­nungsteile und für die Durchführung von Jnstand- setzungs- und Ergänzungsarbeiten an Wohngebäu­den und an Wohnräumen können auf Antrag Reichszuschüsse gewährt werden. 4120C

Anträge auf Gewährung von Reichszuschüssen sind für das Gebiet des Stadtkreises Gießen bei dem Stadtbauamt Gießen, Asterweg 9, schriftlich zu stellen.

Dem Antrag ist ein genauer Kostenvoranschlag beizufügen.

Bevor der Vorbescheid erteilt ist, dürfen die Ar­beiten nicht in Angriff genommen werden.

Auskunft erteilt das Stadtbauamt Gießen, Aster­weg 9.

Gießen, den 3. Oktober 1941.

Der Oberbürgermeister. I. A.: Gra vert.

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Bekanntmachung.

Durch die notwendig gewordene Einschränkung kann die Müllabfuhr jetzt nur noch einmal wöchent­lich erfolgen. Es wird nochmals gebeten, nur das Notwendigste in die Eimer zu tun, da eine Sicher­heit für die Abholung des herausgestellten Mülls nicht übernommen werden kann. Die Abfuhr er­folgt nach folgendem Plan:

Montag:

Seltersweg, Kaplansgasse, Löwengasse, Werner- wall, Steinstraße mit Nebenstraßen, Stadtseite, Kirchenplatz, Marktstraße, Marktplatz, Neustadt, Rodheimer Straße, Krosdorfer Straße, Leimen­kauterweg, Läusertsröderweg, Neuenweg, Johannes- straße, Hindenburgwall, Bleichstraße, Stephan- straße, Löberstraße, Goethestraße, Bismarckstraße, Nahrungsberg und Nebenstraßen, Ludwigstraße, Leihgesterner Weg, Ebelstraße, Liebigstraße, Wil- Helmstraße und Nebenstraßen.

Mittwoch:

Hitlerwall, Moltkestraße, Roonstraße, Kaiserallee, Am Kugelberg, Licher Straße und Nebenstraßen, Ludwigsplatz, Neuen Bäue, Weidengasse, Sonnen­straße, Schulstraße, Walltorstraße, Landgraf-Phi- lipp-Platz, Senckenbergstraße, Klinikstraße, Frank­furter Straße, Friedrichstraße, Wilhelmstraße, Lie­bigstraße, Am Riegelpfad (zwischen Liebigstraße und Ludwigstraße), Alicenstraße, Bahnhofstraße, Horst- Wessel-Wall, Mühlstraße, Hammstraße, Hinter der Westanlage, Schanzenstraße, Wolkengasse.

Freitag:

Alle Nebenstraßen nördlich der Steinstraße Schwarzlachweg, Werrastraße, Sandfeld, Marbur­ger Straße, Wiesecker Weg, Feuerbachstraße, Fröbel- straße, Tannenweg, Jahnstraße, Friedensstraße, Anneröder Weg, Döringstraße und Ostoiertel, Wetz­larer Weg, Crednerstraße mit Nebenstraßen, Budde­straße, Schubertstraße, Wartweg, Zollstock, Am Rie­gelpfad (zwischen Ludwigstraße und Aulweg), Gnauthstraße, Schiffenberger Weg und Am Großen

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Dank des Gauleiters.

Der Ernledanklag erscheint heute unter einem zanz weiten Blickfeld. Er läßt uns an alle die Lei­tungen und Erfolge denken, die das deutsche Volk m letzten Jahr wieder errungen hat, als Ernte des 5insahes seiner äußeren und inneren Front.

Auch die Ernte der Felder hat dazu beigetragen, baß der vernichlungswille des Feindes vereitelt und der Sieg an unsere Fahnen geheftet wurde. Wenn vir dabei der Arbeit des deutschen Bauerntums ^denken, so ist es mir Bedürfnis, dem hesfen-nas- auischen Landvolk meine Anerkennung für seine orbildliche und unermüdliche Leistung auszuspre- ihen. Meinen Dank erweitere ich gleichzeitig aus den trete aller derjenigen Volksgenossen, die sich bei er Bergung d^r Ernte helfend bereitstellten.

Ich bin der festen Aeberzeugung und weih, daß os Landvolk unseres Gaues auch weiterhin mit efter Hand den Pflug führen und dem Volke das kof geben wird, im Glauben an den Führer, die Volksgemeinschaft und unser ewiges Reich!

Sprenger.

Mein Büro und das Büro des von mir ver­tretenen Rechtsanwalts Hans Kümmel befindet sich jetzt

Sonnenstraße 19II

(im Hause des Gesellschaftsvereins) Telefon 3198

Rechtsanwalt Wilhelm Koehler

___________________________________________4146 D

stellung an der Spitze des ITT. Bataillons 1. Garde- Regiments zu Fuß.

Nach dem Kriege 1914/18 diente er dem Vater­land in der damaligen Reichswehr. Ab 1. August 1919 war er Dataillonsführer im Reichswehr-Inf.- Regt. 68 in Prenzlau, ab 20. Oktober 1920 wurde er zum Reserve-Jäger-Bataillon 9 in Ratzeburg- Lauenburg versetzt. Dann kam er in das Reichswehr- Jnf.-Regt. 6, mit Standort in Ratzeburg, später in Lübeck, wo er bis 1927 in Garnison lag. Dann wurde er nach Potsdam versetzt, wo er zuerst beim Reichswehr-Jnf.-Regt. 9, später als Adjutant beim damaligen Jnfanterieführer III, dem heutigen Ge­neralfeldmarschall Keitel, Dienst tat. In dieser Zeit organisierte er den bekanntenTag von Potsdam" am 21. März 1933. Während seiner Potsdamer Dienstzeit erhielt er vom Führer als besondere Aus­zeichnung sein Bild mit eigenhändiger persönlicher Widmung als sichtbaren Ausdruck der Anerkennung überreicht. Im Jahre 1934 kam er als Major und Bataillonskommandeur zum Jnf.-Regt. 16 in Bre­men, später in gleicher Eigenschaft in das Jnf.- Regt. 65 in Delmenhorst. Dann war er wieder als Bataillonskommandeur in Bremen, wo er zum Oberstleutnant befördert wurde. Am 1. Oktober 1936 wurde er Kommandeur des Jnf.-Regts. 116, wo er am 18. Januar 1937 zum Oberst befördert wurde.

Seine Tapferkeit und sein vielfacher persönlicher Einsatz mit mehreren Verwundungen im Kriege 1914/18 wurden durch zahlreiche Kriegsauszeichnun­gen anerkannt. Er erhielt das Eiserne Kreuz II. und I. Klasse, den Hausorden von Hohenzollern mit Schwertern, das Hamburgische Hanseatenkreuz, das Oesterreichische und das Ungarische Militärverdienst­kreuz sowie für seinen Einsatz bei den Kämpfen nach dem Kriege in Lettland das Baltenkreuz. Im jetzigen Kriege erwarb er sich die Spangen zum Eisernen Kreuz II. und I. Klasse, mit denen sein Einsatz in den schweren Kämpfen bei Amiens, beim Vorstoß auf Paris und bis nach Südfrankreich hinein vom Führer und Obersten Befehlshaber anerkannt wurde.

Mit Wirkung vom 1. Januar 1941 wurde Oberst Herrlein zum Generalmajor befördert.

Generalarzt Dr.Wolkew h.

Der Fühxer und Oberste Befehlshaber der Wehr­macht hat mit Wirkung vom 1. Oktober 1941 den Oberstarzt Dr. W o l k e w i tz zum Generalarzt be­fördert. Generalarzt Dr. Wolkewitz, der in Gießen seinen Wohnsitz hat, ist geborener Oberhesse. Er stammt aus Oberbreidenbach (Kreis Alsfeld), wo er am 25. November 1887 geboren wurde. Er besuchte das Gymnasium zu Büdingen und trat nach 21ble«'

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tping der ReifesMufmrg Mm Studfirm der Medizin an der Universität Berlin in die Kaiser-Wilhelm- Akademie für das militärärztliche Bildungswesen ein. Den Dienst mit der Waffe legte er im 2. Garde- Regiment zu Fuß ab, und wurde 1913 zum Unter­arzt befördert. Den Weltkrieg machte er von 1914 bis 1918 als Truppenarzt bei den aktiven Infante- rie-Regimentern 88 und 87 mit. Nach dem Kriege in verschiedenen Garnisonen, wie Friedberg, Lan­gensalza, Hofgeismar, Minden i. W. und Halber­stadt bei der Truppe und in Lazaretten tätig, wurde er 1934 Wehrgauarzt in Magdeburg, dann später Chefarzt des Standortlazaretts und Standortarzt von Potsdam, und kam im März 1935 als Divi­sionsarzt der 9. Division nach Gießen. Seit Aus­bruch dieses Krieges befindet er sich als Korpsarzt eines Armeekorps im Felde.

Die Goechemedaiue für Geheimrat Ott.

Der Führer hat dem ordentlichen Professor Geh. Medizinalrat Dr. phil. Dr. med. vet. h. c. Adam O l t in Wiesbaden aus Anlaß seines 40jährigen Dienstjubiläums als Hochschullehrer in Würdigung seiner hervorragenden Leistungen auf dem Gebiete der tierärztlichen Wissenschaft und im Hinblick auf seine erfolgreiche akademische Wirksamkeit die Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft verliehen.

Geh. Rat Olt, der im Februar dieses Jahres seinen 75. Geburtstau beging, wirkte vom 1. Oktober 1901 bis zum 1. April 1934 als Ordinarius für Pathologische Anatomie, Tierhygiene und Fleisch­beschau an der Universität Gießen. Nach seiner Emeritierung übernahm er indessen noch die neu- geschasfene Professur für animalische Nahrungs­mittelkunde und die Leitung des dafür geschaffenen Institutes, bis er im Sommer 1935 in den Ruhe­stand trat und nach Wiesbaden übersiedelte.

Gießener Dochenmarklpreise.

* Gießen, 4. Okt. Auf dem heutigen Wochen­markt kosteten: Markenbutter, % kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 8 bis 9, Kartoffeln, 5 kg 40, Wirsing, % kg 6 bis 13, Weißkraut 5 bis 10, Rotkraut 8 bis 10, gelbe Rüben 8 bis 10, rote Rüben 8 bis 10, Spinat 12 bis 20, Römischkohl 10, Bohnen, grün 25, Unterkohlrabi 7, Mischgemüse 8 bis 10, Tomaten 20 bis 30, Zwiebeln 12 bis 15, Schwarzwurzeln 40, Kürbis 10, Lauch 20, Sellerie 20, Blumenkohl, das Stück 20 bis 50, Salat 12, Salatgurken 15 bis 30, Endivien 10 bis 15, Rettich 10 bis 15, Radieschen, das Bund 10 bis 12 Rpf.

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ende Gerichtsverhandlung, die aus unseligem Zu- itt vorbedachten Mord machen will, das ursprüng- che Thema zu überwuchern, aber das Schlußbild uldigt doch dem allein Widerständen zum Trotz Rollendeten Werke, der überragenden Könnerschaft es großen Bildschnitzers.

Die Inszenierung leitete Oberspielleiter Mundi Pir haben kürzlich in einem Bericht von der Probe ingehend darzulegen versucht, wieviel ernstliches bemühen und liebevolle Sorgfalt an die Auf- ihrung gewendet wurde. Herr Mund war be­redt, die Vielfalt der die Handlung tragenden Mo- ve unter einem Leitgedanken zu sammeln und ein üld der besonderen Situation wie der bewegten eit zu schaffen, das überzeugend wirkte, ohne im 6inne des Meininger Stiles überdeutlich oder allzu reng zu sein. Solcher Absicht entsprachen die von errn Löffler geschaffene Raumgestaltung, dem esonders in den Kirchenszenen, im Konvent und im kericht schöne Bildwirkungen gelangen, wie die sühnen-Musik (Herr E n t e r l e i n), die stilgerech- -n Kostümentwürfe (Ruth Lipfert) und eine >rgsältig abgestimmte Lichtgebung (Herr Konen).

Herr Fischer spielte den Stoß: breit, bürger- kch, aus der Sphäre Hans Sachsens etwa; aber er

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und Ämbdc auföec 16. Milchvieh - Versteigerung in Borken i. W., Landw.Viehversteig.-Halle Freitag, den 10. Oktober 1941, 12 Uhr. Die Tiere stammen aus seuchenfreien Gebieten und sind gegen Seuchen schutzgeimpft.

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ließ das mit büraerlichem Maße eben nicht meß­bare Wesen des Künstlers darin spüren, das, ge­reizt und in die Enge getrieben, endlich rebellisch ausbegehrt und ausbricht. Herr Zeppenfeld gab dem älteren Tücher die patriarchalische Würde und weltliche Machtfülle eines Repräsentanten der alten Reichsstadt, Herr Schmidt dem jüngeren den un­gestümen Trotz des Bilderstürmers und die knaben­hafte Unausgegorenheit des heftigen Liebhabers. Luise Prasser war bemüht, in der sanft und schmerzlich hingegebenen Veronika das Bild der unglücklichen Geliebten aller irdischen Mißdeutung zu entziehen. Mit scharfen Konturen umriß Herr V o s n y die Figur des kriecherisch intrigierenden Betrügers und Nichtskönners Otto Schuh. Herr Funke als der ohnmächtig geschlagene und ver­strickte Geyerschatz, Frau H e n z k y als Stoßens bürgerlich ergebene Hausfrau und Herr Mund als eifernder Karmeliter seien vom zahlreichen En­semble hervorgehoben.

Darsteller und Spielleiter konnten zuletzt reichen Beifall entgegennehmen. Hans Thyriot.

Ritterkreuzträger Generalmajor Herrlein.

Am Dienstag, 14. Okt. 1041, beginnt in Gießen in der Schillerschule, Schillerstr., 20 Uhr, ein Grundausbildungs-Lehrgang des Deutschen Roten Kreuzes

in erster Hilfeleistung bei Unglücksfällen. Männliche und weibliche Personen vom 18. Lebensjahr ab, die sich zur Dienstleistung im DRK. verpflichten, werden gebeten, sich in der Rettungsstelle der DRK.-Bereitschaft (m) Gießen 1 in Gießen, Sonnenstraße 2, bis zum 11. Oktober 1941 anzumelden, soweit bisher eine Anmeldung in der DRK. - Kreisstelle Gießen nicht erfolgt ist.

Deutsches Rotes Kreuz, Kreisstelle Gießen

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2Bie Wisent und Elch, jo gehört auch der Biber zu jenen Tierarten die einst in Deutschlands Gauen weit verbreitet waren, aber durch das unnachsichtige Eingreifen des Menschen mehr und mehr der Vernichtung anheimfielen. Es gehört heute zu den wichtigsten Aufgaben oller Freunde unserer heimischen Tierwelt, dieses seltsame Nagetier vor em Aussterben zu schuhen und die wenigen in Deutsch­land noch vorhandenen Biber zu erhallen und zu hegen. (Ein hervor­ragender Kenner gibt hier in trefflichen Schilderungen und herrlichen Natururkunden ein anschauliches Lebensbilds vom deutschen Biber Hugo Bermühler Verlag, Berlin-Lichterfelde

Der vom Führer und Obersten Befehlshaber der Wehrmacht mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnete Generalmajor Herrlein ist in weiten Bevölkerungskreisen von Gießen und Oberhessen bekannt und genießt in unserer engeren Heimat, besonders aber in den Kreisen der alten und jungen 116er, große Wertschätzung. Dem ver­dienten General gelten denn auch die Glückwünsche aller Volksgenossen zu Kriegsauszeichnung, die ihm jetzt für dienste vom Führer verliehen wurde.

Generalmajor Friedrich Herrlein _______

27. April 1889 zu Ehrenbreitstein bei Koblenz als Sohn des Oberstleutnants Herrlein geboren, der später dem Stab des Jnf.-Regts. 116 in Gießen an­gehörte und hier im März 1902 verstarb. Nach dem Besuch der Gymnasien in Gießen und Fulda kam Friedrich Herrlein in die Kadettenhäuser Bensberg und Groß-Lichterfelde, im Jahre 1910 trat er nach der Reifeprüfung als Fähnrich in das 3. Garde- Regiment zu Fuß ein. Am 20. März 1911 wurde er Leutnant. Im Jahre 1914 war er Regiments­adjutant. Am 18. Juni 1915 erfolgte seine Beförde­rung zum Oberleutnant. 1916 wurde er Adjutant der 1. Garde-Reserve-Jnfanterie-Brigade. 1917 war er Kompanieführer im 1. Garde-Reserve-Regiment. Am 20. Juni 1918 wurde er Hauptmann im 3 Garde-Regiment zu Fuß, im gleichen Jahre war er Bataillonsführer, 1919 stand er in gleicher Dienst-

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