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ltt.? Zweites Blatt

Gießener Anzeiger (General-Anzetger für Oderhessen)

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Generalseldmarschall von Brauchitsch ftO Zahre

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hätte er sich ihnen an diesem Anblick mit einem unirdi- ist er ihnen ferner mit einem Sturm.

Überflutet sie ihnen seinen

nicht mehr jung, aber deu Großglockner zu er muß roieder hin-

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oder Tod.

ein tapferer Mann, im Vergland, der sich oornahm, aber

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Ml. amft ßen, 1486.

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izung umfangreicher Gebiete einen Ueberfluß an ^bensmitteln besitzen. Nur was wir selber erzeu- n, steht abgesehen von schwankenden und im inzen nicht so sehr ins Gewicht fallenden Ein­

andere, und der Fürst ist ein guter Hauptmann. Sie gehen den Berg noch einmal an. Und nun muß man den Bericht über den Anstieg lesen, über das wilde Gefecht der Tapferen mit dem Berg, nach­erzählen kann man so etwas nicht. Man hört zwi­schen den Zeilen das Keuchen der Leute, hört manch­mal ein leises, verzweifeltes Wort, dann wieder die Stimme des Fürsten, man sieht den Berg sich aufbäumen, und es erschreckt einen das Geheul des Windes. Der Berg ruft seine Dämonen, und sie kommen aus Luft und Schnee und Abgrund, es ist ein Kampf unter verhangenem Sommerhimmel, ein grausiges Hin und Her, der Fürst ist ein Held, der Berg ist ein Held, und es scheint zuletzt, als wären hinter jedem seine Helfer zurückgeblieben und nur mehr die beiden Gegner allein in dem großen Ge­braus.

Man entsinnt sich da der alten Schlacht, die im grauen Morgen ansing zu tosen und erst am Abend erlahmte, da wogten die Scharen hin über das Feld, es wechselten Glück und Sieg, es war ein groß- mächtiger Aufruhr, m dem zunächst der Einzelne verschwindet, Hunderte sind ein einziges Ungeheuer und fallen das andere Ungeheuer an; dann aber, auf den Abend zu, werden ihrer immer weniger, die noch den Schild zu halten vermögen und mit dem Schwerte zuschlagen können, Pferde sind ge­tötet, Männer sind verblutet, und wie die Scharen lichter werden und sich lockern, fallen ihrer immer mehr von ein paar Besessenen ab, die bann nicht ermüden, trunken von Blut. Aber auch von ihnen lösen sich noch manche, und zuletzt bleiben nur noch

unter nach Heiligenblut, mitten hinein unter neu­gierige. fragende Menschen, die in diesen Tagen ihre Augen viel an denFernröhren" hatten Es mögen schweigsame Heimkehrer gewesen sein, die da von dem Berge kamen. Aber wie ein geschlage­ner König auf dem Rückzug sich plötzlich im Sattel hochreckt, als sei ihm von den Göttern eine Bot­schaft eingegeben worden, um kehrt und noch einmal wider den Feind reitet, der sich schon ein Laubge- wind m das Haar flocht, so stürmt der Fürst mit

Der Kampf mit dem Berg

Von Josef Friedrich Perkonig.

aber auch von einem einzigartigen soldatischen Geist.

Die gewaltigen Erfolge des deutschen Heeres be­ruhen darauf, daß es für eine überwältigend große Idee kämpft. Und Walter von Brauchitsch hat ge­legentlich seines Abschiedes vom I. Armeekorps, dessen Kommandierender General er war, die Bedeutung dieser Idee gerade für das Heer heroorgehoben, als er sagte:Es genügt nicht allein, daß wir dem deutschen Soldaten eine gute militärische Ausbil­dung zuteil werden lassen, ihm eine starke Rüstung geben und ihm die Technik dienstbar machen, um Schlachten zu gewinnen, sondern um etwas leisten und um siegen zu können, muß er wissen, daß er sich für eine Idee einsetzt und schlägt. Die Idee unserer Zeit aber ist die deutsche Volksgemeinschaft im nationalsozialistischen Deutschen Reich."

Diese Gemeinschaftsidee trägt und erhebt den Wehrwillen des deutschen Soldaten. Generalfeld­marschall von Brauchitsch hat immer wieder diesen Wehrwillen betont, da er selbst nach seiner ganzen Persönlichkeit eine offensive Natur ist, die ruhig und kühn die Eigenschaften des Gegners überlegt,

Wem soll man ein höheres Lob fingen, dieser ersten Streife auf den Berg, den Zimmerleuten, die Halbenwegs eine Hütte bauten, vier Klafter lang, zwei Klafter breit, ein Klafter hoch, den Leuten, die jedes Holz und jeden Nagel von Heiligend lut her­auftragen mußten, den zehn Reitern oder den zwanzig Dauern, die vor den Pferden gingen oder die Lasten trugen? Oder den braven Pferden, auf denen ein Fürst, besessen von dem Berg, mit feinem Gefolge an Abgründen und Wässern vorbei, bedroht von Steinschlag, auf unbekanntem Pfad bergan rei­tet? Soll man Sie Tiere nicht preisen, die eine kleine

und er ist ihnen nahe, als wäre nen Gang weit hin zu ihm. Als nur enthüllt, damit sie später

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siegt man sogar einen ungnädigen Berg.

Ein harter Boden wird ihr Lager sein, wie es den Leuten auf einem Kriegszug kaum anders be° schieden ist, nur der Greis Baron von Wulfen, bald wird er achtzig Jahre alt fein, soll auf einer

Unsere Aufnahme zeigt Generalseldmarschall von Brauchitsch während einer Besprechung mit dem Führer und dem Chef des Generalstabes Halder (rechts) im Hauptquartier des Oberkommandos des Heeres im Osten. (PK.-Reichelt-Scherl-M.)

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leiden müßten, strahlt er sie an schen Licht Aber am Tage bann ah jemals, und er bläst sie an oor dem auch bie Heiligenbluter Bauern flüchten

Aber Soldaten gehen aus einer Schlacht m die

Mitten im Kriege begeht der Oberbefehlshaber bes deutschen Heeres, Generalfeldmarschall von Brauchitsch, am heutigen 4. Oktober 1941 seinen 60. Geburtstag. Als ber Führer als Oberster Be­fehlshaber ber Wehrmacht am 19. Juli v. I. feinen granbiofen Rückblick auf bie Leistungen feiner Wehr­macht im Kriege gegen Frankreich gab unb babei Generaloberst von Brauchitsch zum Generalfelb­marschall beförderte, sagte er, bie deutsche Führung sei gerabe in biesem Feldzuge den höchsten Anforbe- rungen gerecht geworben.Wenn schon", so erklärte ber Führer,ber Führungsapparat bes deutschen Heeres von einst als ber beste der Welt gegolten hat, bann oerbient er heute zuminbest bie gleiche Bewunderung. Ja, nachdem ber Erfolg für bie letzte Bewertung entfdjeibenb ist, muß bie Führung bes neuen beutschen Heeres als noch besser ange­sprochen werden." Dieses verdiente Lob für Walter von Brauchitsch ist seitdem durch seine weiteren Taten erhärtet worben. Der Kampf gegen ben Bolschewismus zeugt von einem einzigartigen Aus- bilbungsstanb aller Waffengattungen bes Heeres,

Der Berg schlägt sie mit Hagel unb mit einem grausigen Regen, er schickt , Eiswinb entgegen unb wirft einen Blitz an eine Felswand, wie sie noch keinen aufglühen sahen. Aber die Flammenpeitschen vertreiben die Männer nicht, und der erzürnte Berg ängstet nicht ihr Herz. Triefend von Regen, naß das Gesicht, reicht Herr von Hohenwart auf der Hüttenschwelle dem Fürsten einen Strauß von Primeln. Ja, mit Blumen be-

Schar zur Höhe brachten? Die Herren glaubten rei­ten zu müssen, das war so die Sitte jener Zeit; wir staunen heute noch über die sicheren Hufe auf schmalem Steig und schwankenden Bäumen, in Hohl­wegen und auf blankem Fels Wir wollen euer gedenken, ihr kleinen Säumerpferde, mehr gibt, denn wir steigen auf den ders als der Fürst Salm.

Handvoll Hobelspänen ruhen... Da bie Männer, naß bis auf bie Haut, tränenden Auges wachen, denn das Feuer hat mehr Rauch als Flamme, unb singend die Finsternis zu kürzen. suchen, sehen sie um Mitternacht im reinen Mondlicht ben Glöckner, ' " " es nur einen Hei«

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wörtliche Kreise durchsickern. So hat der britische Landwirtschaftsminister Hudson zugegeben: »Wir können Deutschland nicht aushungern! Jede Hoff­nung auf eine Ernährungskatastrophe bleibt rine unbegründete Spekulation!"

Wenn am Erntedanktag Volk und Führung für den Ernteseaen dieses Jahres danken und dabei der Leistungen des Landvolkes, insbesondere auch ber unserer Landfrauen, gedenken, muß auch die in den vergangenen Monaten wieder so sehr bewährte Mit­arbeit der Gliederungen ber NSDAP, unb hier insbesondere der Jugend heroorgehoben werden. Die Kameradschaft zwischen Stadt und Land findet in diesem umfassenden Ernteeinsatz vieler hilfs­bereiter Hände ihren schönsten Ausdruck. Manche schwierige Lage wäre nicht so vollendet zu meistern gewesen, wenn nicht jeder Wunsch nach Hilfskräf­ten von der Partei bereitwillig erfüllt worden wäre.

Nun geht ber Kampf weiter. Der neue Abschnitt der Kriegserzeugungsschlacht wird wieder schwere Aufgaben stellen, und wir werden sie wieder zu meistern haben. Gott wird unserem Landvolk iene seelische Stärke schenken, die es braucht, um dem Volke das tägliche Brot zu geben. Unsere Enkel sollen einst mit Stolz von uns sagen können: Eine große Zeit hat ein großes und hartes Geschlecht ge­funden !

gramm zur Sicherung des ländlichen Lebens ent- vickeln müssen, wie wir es noch nicht erlebt haben.

Wenn die Erzeugung nicht nur gehalten, sondern in verschiedenen Betriebszweigen sogar wesentlich gesteigert werden konnte, so darf dieser Tatsache am Ernteoanktage mit besonderer Anerkennung gedacht werden. Der Reichsbauernführer R. Walther Darrä hat erst in diesen Tagen bei einem ehrenden Emp­fang der Reichssieger im Milchleistungskampf Worte stolzer Anerkennung gefunden, als er in seiner An­sprache darauf hinwies, daß die Ueberwindung ber Fettblockade einmal zu den Ruhmesblättern in ber Geschichte unserer Landwirtschaft gehören wirb.

Aber auch ber Schwierigkeiten, bie.. ein oftmals ungünstiger Witterungsverlauf mit sich bradjte, muß hier gebucht werden.' Gerade weil unsere Gegner die Ernte durch Wetterkatastrophen sehr gefährdet glaubten, darf darauf hingewiesen werden, daß das Wetter zwar häufig als sehr störende Beigabe empfunden wurde und auch manche besonders hohe Ernteerwartungen beeinträchtigte, aber doch keiner­lei Einfluß auf die Ernährungslage im dritten Kriegswirtschaftsjahr ausüben konnte. Engländer, die abseits der Feindpropaganda ein verantwort­liches Amt führen und daher versuchen, ein ob­jektives Bild über die tatsächlichen Verhältnisse in Deutschland zu gewinnen, lassen gelegentlich eine Bemerkung ihrer Erkenntnisse für andere oerant-

Oer Sieg der Ernte.

Von Diplomlandwirt Hanns Deetjen, Hauptabteilungsleiter im Reichsnährstand. Auch auf ber Scholle ist roieber eine Schlacht erschlagen worben. Wenn am morgigen Tage bes trntebanfes bas beutsche Volk ber Leistung unserer Landwirtschaft gebend, bereu aufopfernder Einsatz tnter schwersten Bedingungen wieder eine gute trnte sicherte, so wissen mir, wie sehr eine geord­nete Ernährungswirtschaft dem Führer siegen hilft. Diese Ernte ist zuzeiten eine Quelle ernster Sor-

Man muß aus gutem Holz geschnitzt sein, will nm einen Berg erobern, dem ber Hauch der Un- ^ühriheit noch nicht abgestreift worben ist; ein nfach mutiges Herz aber mag bamals vonnöten ieeefen sein, da bie unberührte Natur sich noch Achter verschloß, da es noch feine kundigen Berg- r gab; der Gang auf ben jungfräulichen Berg if* 1Q noch ein wahres Abenteuer. Tibetanische La- 11* ti-s können nicht abergläubischer sein, als es bie ßipßgll S:nern von Heiligenblut waren, sie fürchteten sich Geliecht vor bem Glöckner. Wie ber Berg einen Rig von Eis um sich legte, so hüllten sie ihn ein obeT ki die Saga von einem Zauber; sie sind, als sie von

kn. bevorstehenden Ansturm hören, nicht leicht zu Rinnen, und es mag ihr verstocktes Herz wohl unter dem Blick bes Fürsten Salm aufgetaut fji. von bem bie Rede ging, baß er mit einem fönen Auge die Menschen anzusehen verstünde, tüe Gabe, bie nur wenigen verliehen ist. Zögernd >U7 stimmen bie Auserwählten zu, aber sie sind in kn Unwetter immerfort auf Umkehr bedacht, sie k* fen an ben Roggenschnitt unten im Dorf, bem k nun schon zu lange fernbüeben, sie sind Bauern '-ni« keine Bergläufer, und man kann es ihnen kaum grübeln, wenn ihnen bie Ernte baheim teurer ist ber Kriegszug auf ben Berg.

3lan muß in bem Tagebuch der ersten Besteigung pj Großglockners Nachlesen, wie die Männer, bie k an ihn heranwagten, bie Gewohnheit ber Ge- pri.ler annahmen, wie ber Berg m lebe rum sie rn pife nahm, ehe sie noch zu ihm hinritten, wie sie pie erhabenen Listen zu überbieten suchten und ben Launen widerstanden durch Gedulb. Don bem ^-sten ist selten bie Rebe, aber man spürt doch ^ner wieder seine Gegenwart, wie er ihnen, ein fJer Geist, oorangegangen ist, wie alles, mas aut m Berge geschah für seinen tätigen Beistand Auf bem Berge sind sie zäh unb verbissen wie j^uern auf einem widerspenstigen Feld. Am An- :Tfl schickten sie zwei Späher aus. bie mußten Zugang erkunden; ba waren sie Soldaten. f Zwei Helligenbluter Bauern hießen von nun trl "die Glöckner".

ihren zur Verteilung zur Verfügung. Das, was jropa erzeugt muß ber gesamten europäischen ssinährung bienen.

Was bas beutsche Landvolk in diesen Jahren des ihs aufgezwungenen Ringens um Sein oder Nicht- sin unseres Reiches hat leisten müssen und noch listen wirb, kann nur eine spätere geschichtliche lüfbigung voll ermessen. Wir selber stehen zu sehr lr. Fluß der Geschehnisse, um den richtigen Maß- |t'b für Opferbereitschaft unb Pflichterfüllung bes Lmbvolkes zu besitzen. Wie sieht es heute auf bem Isife aus? Betriebsführer, Söhne und leitende Mit- tbeiter stehen vielfach an der Front. Der in ben b'ten Jahren befindliche Teil der Stammarbeiten fcaft bient gleichfalls unter ber Waffe. Oft ist es I? Bäuerin, die allein mit Gefangenen aus aller kett unter der ganzen Last der von ihr zu fordern- m Arbeit steht. Das eine Mal wird die zurückge- flingene Pferdezahl als besonders brückend empfun« n, im anderen Falle find es bie Verzögerungen in Vk Belieferung mit notwendigen Betriebsmitteln, II Sorgen über Sorgen bringen. Die beutsche klndwirtschaft hat biese Lasten als unumgängliche köhwierigkeiten in Kauf genommen. Wie sie mit Men fertig geworden ist, bleibt einmalig, und wer Ilegenheit hat, in allen Gauen unseres Dater- ilndes das Landvolk an der Arbeit zu sehen, be- bie Ueberzeugung, baß solcher aufopferungs- ! uHen Leistungen nur ber deutsche Bauer unb Land- iirb fähig sinb. Nach Beendigung des uns aufge- ungenen weltweiten Ringens wird diese be- winbernswerte Leistung auch ihre materielle An- tr ennung finden müssen. Darüber besteht kein ^□eHel! Zu den großen Kriegsleistungen ber Land- irtschaft gehört nicht zuletzt die normalerweise un- , tilgbare aeringe Höbe der Erzeugervreise. Unter Üm Begriff derAufrüstung des beutschen Dorfes" prb sich nach bem Kriege ein umfassenbes Pro-

len gewesen. Die harten Gesetze bes Krieges haben pr ber Landwirtschaft nicht Haltmachen können. Die t'triebswirtschaftlichen Bedingungen haben oft ichwieribkeiten über Schwierigkeiten mit sich ge­macht, die aber wir sind stolz, das rückblickend siststellen zu können immer wieder vorbildlich ^meistert werben konnten. Wenn man bedenkt, wie sihr ber Feind auf ein Versagen der landwirtschaft- lchen Produktionskraft spekulierte, bann weiß man euch, baß alles barauf ankam unb weiter darauf p.kommt, baß berGeneral Hunger" so ober so lom beutschen Lanbvolk geschlagen wirb. Unb wie I rurbe er bislang geschlagen! Das von den inter- iiitionalen ßügenbienften in aller Welt verbreitete | Gerücht, baß Deutschlanb in biesem Jahre einer j knährungskatastrophe entgegengehe, bie seinen

Gegnern ben Sieg in naher Zukunft sehr leicht Iachen würbe, ist in sich zusammengebrochen. Wenn h auch bas endgültige Ernteergebnis zach nicht llständig überblicken läßt, so kann doch heute «on mit Gewißheit gesagt werben, baß bie bies- hrige Ernte bei Brotgetreide und Hackfrüchten für sorgen wird, daß Deutschland so wenig wie | fr den verflossenen Jahren im dritten Kriegswirt- shaftsjahr zu hungern braucht. Dank ber über- rgenben Leistungen bes beutschen Lanbvolks bleibt j'ükche Blockabehoffnung der plutokratischen Welt- ; urberber und ihrer bolschewistischen Unterweits« stunde zerstört. Es llt allerdings ein immer noch ; flegentlid) anzutreffender Irrtum, wenn man r aubt, wir müßten boch durch bie militärische Be-

4./5. Oktober 1941

um ihn bann zu vernichten. Für ben Generalfelb­marschall ist bas Blut seiner Ahnen bestimmend. Walter von Brauchitsch stammt aus einem alten Solbatengeschlecht, bas bem preußischen unb beut­schen Heer manchen Offizien geschenkt hat unb bem Vaterlanbe viele Blutopfer brachte. Er trägt also in sich bie Selbstbisziplinierung ber alten preußischen Offiziersgeschlechter, bie Bescheidenheit, die sich mit Ernst und Würde unb Selbstachtung paart, bas prunklose Wesen eines Mannes, ber nach bem alten römischen Satz bes esse non haberi, besSeins, nicht scheinen", sein ganzes Wesen formte

Im Weltkrieg stanb Walter von Brauchitsch als Generalstabsoffizier in vorberster Front. Er stürmte in einer kritischen Stunbe ber Septemberkämpfe 1914 mit einer schnell zusammengerafften Gruppe von Musketieren eine wichtige Straße in ben Argonnen, unb währenb ber schweren Stellungskämpfe vor Verbun befanb er sich fast immer in ben vordersten Stellungen. Das Vertrauen unserer Verbunkämpfer war mit ihm. Nach bem Weltkrieg unterzog er sich ber Ausbildung ber Schlagkraft unserer Reichswehr, unb als Abolf Hitler bie Macht übernahm, als bie allgemeine beutsche Wehrpflicht wieder eingeführt wurde, konnte Walte.r von Brauchitsch in größerem Rahmen für sein Ziel wirken, in einem Dolksheer jeden einzelnen Soldaten zu einem Vorkämpfer deutscher Freiheit zu machen. Die Ausbildung des Heeres, die Einführung rteuer Waffen, alles bas, was sich jetzt so glorreich bewährt, ist mit seiner Ini­tiative zu verbanken, unb in vollem Bewußtsein dessen, was geschaffen wurde, konnte Walter von Brauchitsch im Sommer 1939 in Tannenberg sagen: Wir suchen ben Kampf nicht, aber fürchten ihn noch viel weniger "

Der Kampf unb bannt die Bewährung bes Wer­kes, an bem er gearbeitet, wurde uns von ben west­lichen Plntokratien aufgezwungen, bie Polen vor­schickten. Die Blitzoffensiven vernichteten nicht nur die Polen, sondern auch die Franzosen. Briten und sonstiae Hilfsvölker ber Jubäo-Plutokratie auf bem Kontinent.

Am 4. Oktober werben bie beutsche Wehrmacht unb bas beutsche Volk bem Generalfelbmarschall noch weitere Siege wünschen. Denn bei ihm ist Deutsch­lanb.

Kleine politische Nachrichten.

Den Beginn ihres neuen Tätigkeitsjahres beging die Deutsch-Italienische Gesellschaft in Rom mit einer Feier, zu der der Duce erschienen war. Der Einladung des Präsidenten der Gesellschaft, Mini­ster für Volksbildung Pavolini, waren sämtliche führenden Persönlichkeiten von Staat, Partei unb Wehrmacht gefolgt. An ber Spitze ber Mitglieber ber deutschen Botschaft sah man Botschafter pon Mackensen. Ferner waren u. a. bie diplomatischen Vertreter ber Staaten bes Dreimächtepaktes sowie ber in Rom weilende Parteisekretär ber kroatischen Ustascha-Bewegung, Lorkowitsch, anwesend.

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Der Generalstabschef ber italienischen Luftwaffe, Generaloberst Pricolo, traf am Mittwoch in Berlin ein, von wo er sich an bie Ostfront begeben wirb, um Besprechungen mit bem Reichsmarschall abzu­halten und die an ber Ostfront eingesetzten Ver- bände ber italienischen Luftwaffe zu besuchen.

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den Seinen, da sie schon chre Niederlage betrauern, noch einmal auf ben Berg, ber sich mit einem blauen Glanz bekränzt hat, unb jetzt kommen sie wahrhaftig bahin, wo sie Halleluja rufen dürfen.

Als sie auf bem Gipfel bas Kreuz aufrichten es geschieht auf ber einen Kuppe, während auf ber anbem, höheren, das Kreuz erst im nächsten Som­mer hochragt, so baß ber Großglockner im Jahre 1800 zwei Kreuze trägt, was man auf ber Gedenk­münze des Fürsten Salm wohl sehen kann, ba schießen bie Heiligenbluter mit ihren Böllern, und bie Sieger hören den Hall bis hinauf auf den Berg.

< A > BAYER < E > V RV

Bon einem Mann, her das Brot über alles liebte.

Na, setzen wir uns erst! Also, ber Mann, von bem ich erzählen will, war ein Pastor. Ich bin bamals ein Junge gewesen. Er sah aus, als stamme er aus ben Zeiten ber Bibel, so roürbig, so mächtig, unb auch seine Sprache hatte etwas Feierliches, was mir zunächst recht komisch vorkam. Allmählich ge­wähnte ich mich daran und mußte nicht mehr über ihn lachen. Ich fürchte sogar, ich habe mir ein bißchen seine Feierlichkeit angewöhnt, wie? Ist ja nicht schlimm, wenn einmal jemand anders redet, als wie es in ber Zeitung steht.

Bei biesem Pastor ich also manchmal zum Abenb. Ich muß ein recht saures Gesicht gezogen haben, als es zum erstenmal nur trocken Brot unb Milch gab. Er fragte mich bös, ob ich etwa nicht zufrieben wäre, unb haute mir, ohne meine Ant­wort abzuwarten, eine gewaltige Schelle herunter, daß ich nicht wußte, wo mir ber Kopf stanb. Dann steckte er mir bas Brot in ben Munb unb fragte, was ich schmecke. Brot, sagte ich, aber er schien es nicht zufrieben. Drohenb ragte er vor mir, einem Erzengel gar nicht unähnlich, unb fragte: Schmeckst bu nicht auch Erbe, Regen, Winb unb bie Mühsal berer, bie bas Korn säten unb schnitten, bie es mahlten unb buten? Unb ich sagte immer: Ja, ja unb kaute unb würgte, nur um ben zornigen Mann zu besänftigen, ber mir auf seine Weise unvergeßlich beibrachte, daß unser Brot bie ganze Erbe enthält.

Martin Raschke.