zu können. Die Ausbildunl
3688 D
NEUESTE DEUTSCHE WOCHENSCHAU
Wiederaufführung
Heute Donnerstag
02935
Ihre Geschäfts-Drucksachen
3574 D
Wohnung sucht Ehevaar (Akademiker), 8.
1. Okt. od.s väter in Gießen oder verkehrsgünstiger Umgebung.
Schriftl. Angeb. unter 02917 an den Gieß. Anz.
Dienst an der Gemeinschaft des Volkes sieht. Mit der Erziehung und Ausbildung des Berufsnach- wuchses dürfen daher nur betriebliche Kräfte betraut werden, die weltanschaulich und charakterlich in Ordnung und darüber hinaus tatsächlich Könner in ihrem Berufe sind. Die Betriebsführer müssen sich darüber klar sein, daß ihnen mit dem Berufsnach
vermieden werden. Eine ständige Ueberwachung des Entwicklungsgangs des Jugendlichen ist notwendig, schon deswegen, um der verantwortlichen Er- ziehungs- und Ausbildungsaufgabe gerecht werden zu können. Die Ausbildung hat daher nach den hierfür geschaffenen Berufsbildern zu erfolgen, und die Erziehung nach den Grundsätzen der nationalsozialistischen Weltanschauung muß zu einem Arbeitsmenschen oorgenommen werden, der die Gewehr dafür bietet, daß er jederzeit in seiner Arbeit
wuchs wertvolles Gut des deutschen Volkes anvertraut wird, und daß sie mit dafür verantwortlich sind, daß die von ihnen ausgebildeten und erzogenen Menschen später als tragende Säulen der deutschen Volks- und Leistungsgemeinschaft leistungs- und haltungsmäßig in Erscheinung treten müssen. Die dem deutschen Volke in Zukunst erwachsenden großen Aufgaben können aber nur dann befriedigend gelöst werden, wenn auch in späteren Jahren tüchtige, sowohl in ihrer Leistung als auch in ihrer Haltung Hervoragende Menschen mit der Lösung beauftragt werden können. Es gilt also nicht für zukünftige größere Aufgaben bessere Fachkräfte heranzubilden, sondern Menschen zu -erziehen, die jederzeit bereit sind, aus Erkenntnis der Notwendigkeit des Einsatzes für die Gemeinschaft sich für diese in ihrer Arbeit restlos einzusetzen. (Schluß folgt.)
THEATER
der Universitätsstadt Gießen
Freitag, 5. September
1. Freitag-Miete Gleichzeitig Halbnriete A 19.30-22.30 Uhr
Erstaufführung I
Zigeunerliebe
Romantische Operette in 3 Akten von Franz Lehär.
Preise von RM. 0.90 bis 3.60 3644D
Am 28. und 29. 8. fand in der Iustus-von-Liebia- Schule in Gießen eine Arbeitstagung der Fachlehrer für Mathematik, Physik und Chemie statt, an der etwa 50 Erzieher von fast allen höheren Schulen Oberhessens teilnahmen. Ziel war, neue Unterrichtsverfahren und neue Unterrichtsmittel, wie sie für die Verwirklichung der neuen Lehrpläne erforderlich sind, kennenzulernen und die praktischen Erfahrungen, die bereits damit gemacht werden konnten, im gegenseitigen Gedankenaustausch für die Schule nutzbar zu machen.
Der Gausachbearbeiter und stellvertretende Reichssachbearbeiter für Mathematik und Physik, Ober- studiendirektor Dr. Pfersdorfs, Darmstadt, nahm an der Tagung teil und überbrachte zu Beginn die besten Wünsche der Landesregierung.
Auf dem Gebiete der Mathematik wurde die zeichnerische Lösung von Aufgaben aus der Kugelgeometrie, die für die Schiffahrt und Fliegerei von Bedeutung sind, von Oberstudiendirektor S ch e l - Horn behandelt. Studienrat Dr. Duseberg sprach über Erfahrungen, die an. den Gießener Schulen mit der frühzeitigen Einführung und zielbewußten Anwendung des in der Technik und im kaufmännischen Leben so wichtigen Rechenstabes gemacht werden konnten. Bei schönem Wetter konnten am ersten Nachmittag eine Reihe neuzeitlicher schulgerechter Geräte für einfache Aufgaben aus der Landoermessung im Gelände praktisch erprobt werden, nachdem ein einleitender Vortrag von Studienrat Axt die Zielsetzung dieses lebensnahen Gebietes des Mathematikunterrichts aufgezeigt hätte.
Für die Physik war als Thema die Frage gewählt, in welcher Weise einfache mathematische Funktionen für die Ausdeutung experimenteller Versuchsergebnisie nutzbar gemacht werden können. Die mit' sehr einfachen Hilfsmitteln von Studienrat Axt vorgeführten Versuche und ihre .rechnerische Auswertung gaben ein eindrucksames Beispiel für die Gemeinschaftsarbeit der beiden Nachbarfächer. Auch die von Studienrat D r. Flörke behandelten elektrolytischen Erscheinungen betrafen ein Gebiet, das in gemeinsamer Arbeit von 2 Nachbarfächern, hier Physik und Chemie, zu erledigen, ist. Studienrat D r. Heusel erläuterte an eleganten Versuchen die Einführung in die physikalischen Grundlagen dieses Gegenstandes.
Studientag D r. B e cj e r , Bad-Nauheim, führte neue instruktive Modelle zur Veranschaulichung von Atomen, Molekülen und chemischer Bindung vor. In den chemischen Sammlusigs- und Unterrichtsräumen war während der Tagung von Studienrat D r. Flör k e eine größere Zahl von Dersuchsan- ordnungen und Anschauungsmitteln ausgestellt, die durchweg aus einfachen, z. T. selbst angefertiqten Geräten ausgebaut waren. Man konnte hier sehen, wie die heute so wichtigen Treib- und Schmierstoffe eine schulgerechte Behandlung erfahren, wie Papier und künstliche Spinnstoffe (Kunstseide und Zellwolle) im Unterrichtsversuch hergestellt werden können, wie die volkswirtschaftlich so bedeutsame Frage der Wasserhärtung und -enthärtung im Haushalt einer experimentellen Darstellung zugänglich zu machen sind und anderes mehr. Die ausgestellten Bei
Praxis wieder aufgenommen
Keine Ursprungszeugnisse, sondern nur Zeugnir- ablchristen dem 83& werbungsichre tben beilegen! — Lichtbilder undBewerbungsunreo lagen müssen zur Vermeidung von Verlusten auf der Rückseite Romen und Anschrift deS Bewerbers trogen!
spiele zeigten die starken Bindungen, die zwischen chemischer Wissenschaft und dem praktischen Leben heute bestehen.
Der Kreissachbearbeiter für Mathematik und Physik, Studienrat Axt, dankte in einem kurzen Schlußwort der Reichswaltung des NS.-Lehrerbun- des für die Unterstützung bei dem Zustandekommen der Tagung. Er betonte die besondere Eignung der Stadt Gießen für derartige Fortbildungskurse, wie sie sich aus der engen Zusammenarbeit von Schule und Universität und aus der hier schon lange bestehenden Tradition ergibt.
mööl.3lmaiet mit 2 Betten und Kochgelegenheit zu mieten gesucht. Schriftl. Angeb. unter 02927 an den Gieß. Anz.
Kopf hoch Schorsch, alles geht vorüber. Ein Glas Glühwein oder ein iteifer Groß 11t auf T rockenbrennstoff Esblt lehn eil luberel-
Am 29. August 1941 ist unser lieber Vater, Großvater, Schwiegervater, Bruder, Schwager und Onkel
Joh. Jos. Krauskopf
im 70. Lebensjahr plötzlich und unerwartet von uns gegangen.
Die trauernden Hinterbliebenen:
Anna Krauskopf
Emil Noll und Frau, geb. Krauskopf Albert Krauskopf und Frau, geb. Datz und 2 Enkelkinder.
Gießen (Bruchstraße 11), Frankfurt a. Main
Die Beisetzung fand auf Wunsch des Verstorbenen in der Stille statt.
Von Beileidsbesuchen bitten wir abzusehen.
4 ___________ 02924
Briefbogen, Briefumschläge, Poetkarten, Rechnungen, ©e- •chäftskarten Ihres Hauses beurteilt. — Legen Sie deshalb Wert auf gepflegte Druokarbelten. Wir bieten sie Ihnen I ßrühl'sche Druckerei. SchulstraOe 7. Anruf 2251
Dr. Hahn
Nervenärztin Johannesstrafie 15
Neue Unterrichtsverfahren.
Arbeitsgemeinschaft für Mathematik und Naturwissenschaften des VGLN.
Freibankverkauf
am 5. September 1941: 3683A
von 8- 9 Ubr Nr. 1481-1530 von 9-10 Ubr Nr. 1531-1580 von 10-11 NbrNr. 1581-1630
von 11-11.30 Ubr Nr 1631-1660
am 6. Sevtember 1941:
von 8- 9 Ubr Nr. 1661-1720 von 9-10 Ubr Nr. 1721-1780 von 10-11 Ubr Nr. 1- 60
Fleischbrühe!
Stadt. Schlachthos, Gießen.
[Stellenangebote)
Für Dreiradlieferwagen jünger. Chauffeur
(Kl. IID per sof. oder alsbald ges. Ehr. Jnderthal, Gießen, Seltersweg 55. 8S61D
Am 1. September 1941 ist unser lieber Sohn und Bruder
Heinrich
in einem Lazarett gestorben.
Familie Karl Valentin.
Gießen, Gleiberger Weg 88.
Die Beerdigung findet Freitag, den 5. September, nachmittags um 2% Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt.
Gebucht zum 1. Oktober ältere Frau oder
Fräulein als
Haushälterin zu einem alleinstehenden alten Herrn in gut gelegener 4-Zim.- WohNUNg. 102914 Borzustellen bei Studienrat
Dr. Menger
Keplerstrabe 131
Danksagung.
Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Heimgang unsres lieben Entschlafenen sagen wir allen unseren herzlichsten Dank.
Im Namen
aller trauernden Hinterbliebenen:
Frau Margarete Rodenhausen Ww. und Kinder.
Gießen, den 8. September 1941.
Aus der Göadt Gießen.
Professor Or. Heinrich Jakov -f.
In seinem 68. Lebensjahre verschied am 26. August 1941 in Nördlingen der 1940 emeritierte ort). Professor Dr. Heinrich Jakob, ehemaliger Direktor der Medizinischen und Forensischen Veterinärklinik der Universität Gießen.
H. I a k o b , am 15. Juli 1874 in Wörnitzostheim in Bayern geboren, begann nach seinem Studium an der damaligen Tierärztlichen Hochschule in München seine wissenschaftliche Laufbahn ebendort 1910 als Assistent an der Medizinischen Tierklinik. Seit 1904 war er in München als praktischer Tierarzt besonders in der Kleintierpraxis tätig, aus welcher Zeit zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten stammen, auf Grund deren er 1911 als ordentlicher Professor an die Tierärzlliche Lehranstalt, später Veterinär- Medizinische Fakultät der Universität Utrecht (Holland) berufen wurde, wo ihm außer der Leitung der Klinik für kleine Haustiere auch das Veterinär- Pharmakologische Institut und später noch das Lehrgebiet der Augenheilkunde übertragen wurde. Nach seinen Angaben wurde in Utrecht eine mustergültig eingerichtete Kleintierklinik gebaut. 1923 lehnte Jakob einen Ruf an die Universität Leipzig ab, folgte aber 1930 einer Berufung in das Ordinariat für spezielle Pathologie und Therapie der Haustiere einschließlich gerichtlicher Tierheilkunde, Arzneiverordnungslehre und Pharmakognosie in der Veterinär-Medizinischen Fakultät der Universität Gießen.
In Utrecht und Gießen entfaltete Jakob eine sehr fruchtbare literarische Tätigkeit. Außer zahlreichen Zeitschriftenveröffentlichungen aus feinen Arbeitsgebieten sind feine Bücher „Innere Krankheiten des Hundes", „Tierärztliche Augenheilkunde", „Tierärztliche Pharmakotherapie" und seine „Allgemeine Therapie für Tierärzte" viel benutzte Lehrbücher und grundlegende wissenschaftliche Werke, zu denen viele wissenschaftliche Beiträge in van Helsbergens Handbuch der Geflügelkrankheiten", in Kitts .Lehrbuch der Pathologischen Anatomie" und Stang-Wirths „Enzyklopädie der Tierheilkunde und Tierzucht" kommen.
Seine humorvolle, schlichte und gerade, gerechte Wesensart trug ihm allgemeine Hochschätzung seiner Kollegen und Studenten^ in Holland wie im Reiche ein. Jakobs Bestreben war es, seinen Schülern ein väterlicher Freund zu sein und die Jugend zu einer pflichtbewußten, hohen ethischen Auffassung des tierärztlichen Berufes zu erziehen. Seine Freunde, Kollegen und Studenten werden ihm mit dem Danke für feine wissenschaftlichen Leistungen in Lehre und Forschung und mit der Trauer um den hochgeschätzten Lehrer ein ehrendes Gedenken bewahren.
tet q. die flaue . Stimmung ver- | flüchtig! sich x
von selbst. 1 üeberall ertönt J Preis 20Tahlet1en 1 mit kleinem Koch- I testen 60 Pit. k Beinisqneüen ff weist nacb der i Hersteller: Erleb 1 SclKunm, Esblt- 1 Breon-; olt Fabrik 5 Stoiltart V 109 •
Orts-Turn- und Sporttag in Leihgestern.
Der diesjährige Orts-Turn- und Sporttag in Leih- gestern fand am Sonntag statt. Zu den Wettkämpfen am Vormittag waren 150Teilnehmer angetreten. Nach einer kurzen Ansprache von Pg. Will, Führer des NSRL. der Gemeinde Leihgestern, über Bedeutung des Orts-Turn- und Sporttages erfolgte die Flaa- aenhlffung. Es wurden im großen und ganzen gute Leistungen erzielt. Auszug aus der Siegerliste:
SA.-Mannschaft, Dierkampf: 1. Rudi Rohrbach 116 Punkte; 2. Karl Daniel 91 P. — HI., Klasse A, Dreikampf: 1. Willy Heßler 49 P.; 2. Ewald Mar. tim 46 P; 2. Reinhold Keßler 46 P. — HI., Klasse B, Dreikampf: 1. Reinhold Seipp 58 P.; 2. Wilhelm Laux 39 P. — BDM., Klasse A, Dreikampf: 1. Else Weller 41 P.; 2. Luise Winter 30 P. — BDM., Klasse B, Dreikampf: 1. Elfriede Schneider 53 P.; 2. Hertha Schmidt 38 P. — DJ., Klasse I, Dreikampf: 1. Heinz Maid 58 P.; 2. Reinhold Maid 50 P. — DJ., Klasse II, Dreikampf: 1. Hans Staubach 52 P.; 2. Heinz Haßler 44 P. — I.-Mädel, Klasse I, Dreikampf: 1. Emmi Zöller 52 P.; 2. Ilse Martini 50 P. — J>Mädel, Kl. II, Dretkampf: 1. Waltraud Clös 39 P.; 2. Elli Velten 38 P.
Der Nachmittag stand im Zeichen des Fußballs. Zuerst trat die Schülermannschaft gegen die Schüler von Rödgen an. Nach schönem Spiel blieben die kleinen Leihgesterner mit 4:0 (1:0) Sieger. Anschließend hatte die zweite Jugend die erste Jugend von Annerod zum Gegner. Nach überlegen geführtem Kampf blieben auch hier die Einheimischen mit 6:0 (3:0) Sieger. Die erste Jugend der Spielv. 1926 Leihgestern erlebte dann eine Enttäuschung, denn ihr Gegner, die erste Jugend von Nieder-Florstadt, ließ ohne Grund auf sich warten.
Den Abschluß bildete die Siegerehrung. Nachdem der Vereinsführer des Turnvereins 1893 Leihgestern, Pg. W. Will, allen Wettkämpfern und Helfern im Namen des NSRL. für das gute Gelingen des Orts-Turn-und Sporttages gedankt hatte, nahm Ortsgruppenleiter Pg. Groß die Siegerehrung vor. Die 1. Sieger der einzelnen Gruppen schielten neben der Urkunde noch ein Geschenk der Gemeinde Leihgestern, die Sieger im Fußball erhielten Diplome und je einen Pokal. Die Namen der an dem Ortssporttag beteiligten Kämpfer und Kämpferinnen sollen im Dorfbuch eingetragen werden.
Verloren Wartesaal I.u.II.
Klasse [ 369oD Dam.-Scbinn, Knirps abhand.gekomm. Abzugeben geg. Belohnung
BahnhofsfiaslstältBn.
21 eiteret Mann vom Lande möchte mit einer Witwe bekannt werden zwecks
Heirat.
Zuschr.u. 3687D an d. Gieß. Anz.
Vermählungsanzeigen bei Brühl. Schulstr. 7
| Kaufgesuche"]
Gut erhaltener gelW.Mzug (Größe 50) zu kaufen gesucht Schr.Angeb.unt. 02930 and.G.A.
Verschiedenes |
SA.-Stiefel, M. 41,Spcmnroeite4 (fast neu) gegen gleichwert. Nr.42 Lvannro.5-6, o. Schube zu tausch, gesucht. Schriftl. Angeb. u. 02931 ajt o. Gieß. Anz.
| Vermietungen
2 leere Zimmer
mit Küche
an jung. Ehepaar sofort [ 02933 zu vermieten.
Klinikstrasie 241 | Mietgesuche""| Wohnung 2-3-3irn.-Wohn. mit Küche und Bad, ob. 2 leere Zimmer von beruf tstätig.,ruhig. Dame für l.Okt. oder später zu mieten gesucht. Nähe d. Kliniken oder mit Fahrgelegenheit durch Obus bzw. Straßenbahn erwünscht. Schriftl. Angebote unter 3684D a.d.Gieß. Anzeiger erbet.
Landkreis Gießen.
ch L i ch, 3. Sept. Der weit über seine Heimatstadt hinaus bekannte Bauunternehmer C h r i st i a n Fey wurde am Dienstagnachmittag unter starker Beteiligung aus nah und fern zu Grabe getragen. Noch der Jahrhundertwende gründete er, der auch in Gießen viele Jahre im Baugeschäft Winn gearbeitet hatte, mit seinem verstorbenen Bruder Karl Fey das hiesige Baugeschäft, das unter seiner Leitung einen großen Aufstieg erlebte. Fast alle ■ städtischen Bauunternehmen der letzten 30 Jahre, ferner ungezählte private Bauvorhaben wurden von seiner Firma erledigt. Darüber hinaus war der Verstorbene nahezu 20 Jahre in unserer Stadtverwaltung beratend tätig, seinen Weitblick und seine große Erfahrung stellte er gern in den Dienst seiner Heimatstadt. Auch beim hiesigen Ortsgericht war er viele Jahre lang tätig. Der Sängervereim- gung „Cacilia" war er 40 Jahre ein treues aktives Mitglied, so daß er zum Ehrenmitglied ernannt wurde, außerdem gehörte er jahrzehntelang dem Vorstand an. Bürgermeister Geil würdigte unter Niederlegung eines Kranzes die Verdienste des Entschlafenen um das Wohl unserer Stadt, wäh-. rend Beigeordneter Wahl für ' die Ratsherren sprach. Die „Cacilia" sang ihrem treuen Mitglied letzte Grüße am Grab, Vereinsführer Lotz nahm mit herzlichen Worten des Dankes Abschied von dem Sangesbruder. Ferner widmeten noch Nachrufe die einstigen Schulkameraden, Lehrer Därmer für die Kameradschaft Lich des NS.-Reichskrieger- bundes und Maurermeister Fritz S t e n g l e r für die Baugewerbeinnung.________________________
Eine Berufsausbildung, d. h. eine Lehrzeit, gab es früher nur im Handwerk und später auch im Kaufmannsberuf. Eine Lehrabschlußprüfung, ein Befähigungsnachweis, einen bestimmten Beruf tatsächlich erlernt zu haben, kannte bis vor einigen Jahren nur das Handwerk. So hat die Industrie während langer Jahre ihren Facharbeiterbedarf aus den Kreisen des Handwerks geholt. Nachdem man erkannt hatte, wie wertvoll und wichtig auch für die Industrie ein ordnungsgemäß ausgebildeter Nachwuchs ist, ging man dazu über, die Facharbei- terlehre in der Industrie zu schaffen unb den Facharbeiterlehrling nach Abschluß der Lehrzeit einer Prüfung zu unterziehen. Diese Maßnahmen sind dazu angetan, der Industrie den so dringend benötigten Nachwuchs zu sichern, allerdings mit der Einschränkung, daß gerade jetzt und in Den kommenden Jahren bis gegen Ende dieses Jahrzehnts die erforderlichen Nachwuchszahlen nicht erreicht werden können, weil sich hier wieder die Auswirkungen der geburtenschwachen Jahrgänge des Weltkriegs, der Nachkriegsjahre und der Krisenjahre zeigen.
Wenn gerade jetzt unter allen Umständen darauf gesehen werden muß, daß der Berufsnachwuchs während des Krieges genau so gründlich und umfassend ausgebildet werden muß, wie zu normalen Zeiten, dann ist dies damit begründet, daß man auch hier aus den Erfahrungen des Wellkrieges gelernt hat. Während der Weltkriegsfahre waren zum großen Teil die Meister, Ausbilder, Facharbeiter und Gesellen eingezogen, und die Lehrlinge, die in dieser Zeit in die Lehre kamen, erhielten keine Ausbildung, sondern wurden als Arbeitskräfte an irgendeinen Arbeitsplatz gestellt und hatten hier nun in den meisten Fällen während der Lehrjahre einseitige Tätigkeiten ausgeübt. Mit gutem Willen hätten auch die Lehrlinge der Weltkriegszeit eine gute Ausbildung bekommen können, ja man hätte sich sagen müssen, daß dies um so dringender war, als durch den Krieg mit Ausfällen von Facharbeitern gerechnet und gut ausgebildeter Nachwuchs dringender denn je herangebildet werden mußte. Die Auswirkungen zeigten sich in den Nachkriegsjahren auch, denn der Krieg hatte Lücken gerissen, die durch die schlecht ober gar nicht ausgebildeten Lehrlinge nicht ausgefüllt werden konnten. Ein schlecht ausgebildeter Lehrling wird aber ein schlechter Facharbeiter und dieser wiederum ein schlechter Ausbilder, wenn ihm einmal Lehrlinge zur Ausbildung über» antwortet werden.
Während der Krisenjahre und der ständig wachsenden Arbeitslosigkeit hatte man auch keine Ursache, den Berufsnachwuchs gut auszubilden, ja man betrachtete diesen nicht einmal als Berufsnachwuchs, sondern als billige Arbeitskraft, die nach Ablauf der sogenannten Lehre auf die Straße gesetzt wurde, weil der jetzt zu zahlende Facharbei- terlöhn dank der schlechten Ausbildung in keinem Verhältnis zur Leistung stand und überdies sowieso Entlassungen vorgenommen werden mußten, auf der anderen Seite jedoch wieder Lehrlinge als billige Arbeitskräfte eingestellt werden konnten. Der junge Mensch aber, der nach seiner Ausbil- bung arbeitslos wurde, nahm irgendeine andere Arbeit an, sofern er solche bekam, oder er war überhaupt arbeitslos, bis er dank der Aufbauarbeit des Nationalsozialismus nach der Machtübernahme wieder in Arbeit und Brot kam. Er war aber seinem ursprünglichen Beruf entfremdet, mußte wieder umgeschult oder neueingeschult werben und hatte trotzdem Lücken in seinen Kenntnissen und Fertigkeiten, die bei einem Facharbeiter nicht vorhanden sein dürfen.
Alle die Unterlassungen unb Sünden vergangener Jahre dürfen niemals mehr wiederholt werden. Es ergeben sich hieraus und aus dem bestehenden Menschenmangel für die Betriebe und für die Gefolgschaftsmitglieder Pflichten und Notwendigkeiten, die erfüllt werden müssen, wenn ein wenigstens einigermaßen erträglicher Ausgleich zu dem 'Kräftebedarf der Betriebe geschaffen werden soll. Diese sind für die Betriebe:
1. Der Bprufsnachwuchs ist planmäßig und sinnvoll in die beruflichen Funktionen eiyzuführen. Die Ausbildung muß auf breitester Grundlage erfolgen. Eine Ausbildung zum reinen Spezialisten schon während der Lehrzeit muß unter allen Umständen
Eflöfinüfle für nachmittags 2 Stunden ges. KreverlöSohn Plockstr. 7. 2«89v Unabhängige
Frauen täglich von 8 bis 16 Ubr f.Küchen- hilfsarbeit ges. Bahnbols-Gaststätten
Gießen. 3686D
Lichtspielhaus
Täglich 3.00, 5.15, 8.00, Sonnt. 3.00, 5.15, 8.00
Jugend hat keinen Zutritt!
3677 A
FürFlaschensvü- len und leichte Kellerarbeiten fleißiges u. saub. Mädchen od. Frau gesucht.
Ehr. Jnderthal, Gießen, Selters- weg 55. 356aP
Nettes ehrliches
Mädel
für Haushalt u. Mithilfe im Geschäft für ganz oder halbtags gesucht. Näheres Reformhaus am Kreuzplatz 5.
Mündlich können SieesnurM»uig«i sagen, sckrifüich mehreren, durch eine Kleinanzeige sagen Sie es »Hs»
Verufserziehung, Verpflichtung für die Gegenwart vnd Zukunft
Vom Kreisberusswalter der DAF. Müller, Gießen.
| Verkäufe | Hochträcht., gute
MlM
zu verkaufen od. geg. gute Fahr- fub zu vertausch. Allendorf. Lahn Untergasse 37.
Schöner emaill. mittelgroßer ölen zu verkauf. [ ome
Thron-Zörb
Mäusburg 9 __vormittags.
MkSWlll
schwer Eiche
215 em. breit, zu verkauf. Anzu- seh. 8ro.3u.4U6r Hindenburgwall Nr. 8. [ 02932
Das große Film-Lustspiel mit
Gustav Fröhlich/Marielulse Claudius/Theo Linden
Spielleitung: Geza von Bolvary
Entführt werden wir alle! Entführt in eine unendliche Heiterkeit, in ein Paradies, wo selbst die Konflikte ihre Schwere verlieren und wo ein ewiger Frühling die Herzen bezwingt.


