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zu können. Die Ausbildunl

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NEUESTE DEUTSCHE WOCHENSCHAU

Wiederaufführung

Heute Donnerstag

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Dienst an der Gemeinschaft des Volkes sieht. Mit der Erziehung und Ausbildung des Berufsnach- wuchses dürfen daher nur betriebliche Kräfte be­traut werden, die weltanschaulich und charakterlich in Ordnung und darüber hinaus tatsächlich Könner in ihrem Berufe sind. Die Betriebsführer müssen sich darüber klar sein, daß ihnen mit dem Berufsnach­

vermieden werden. Eine ständige Ueberwachung des Entwicklungsgangs des Jugendlichen ist notwendig, schon deswegen, um der verantwortlichen Er- ziehungs- und Ausbildungsaufgabe gerecht werden zu können. Die Ausbildung hat daher nach den hierfür geschaffenen Berufsbildern zu erfolgen, und die Erziehung nach den Grundsätzen der national­sozialistischen Weltanschauung muß zu einem Ar­beitsmenschen oorgenommen werden, der die Ge­wehr dafür bietet, daß er jederzeit in seiner Arbeit

wuchs wertvolles Gut des deutschen Volkes anver­traut wird, und daß sie mit dafür verantwortlich sind, daß die von ihnen ausgebildeten und erzogenen Menschen später als tragende Säulen der deutschen Volks- und Leistungsgemeinschaft leistungs- und haltungsmäßig in Erscheinung treten müssen. Die dem deutschen Volke in Zukunst erwachsenden großen Aufgaben können aber nur dann befriedigend gelöst werden, wenn auch in späteren Jahren tüchtige, so­wohl in ihrer Leistung als auch in ihrer Haltung Hervoragende Menschen mit der Lösung beauftragt werden können. Es gilt also nicht für zukünftige größere Aufgaben bessere Fachkräfte heranzubilden, sondern Menschen zu -erziehen, die jederzeit bereit sind, aus Erkenntnis der Notwendigkeit des Einsatzes für die Gemeinschaft sich für diese in ihrer Arbeit restlos einzusetzen. (Schluß folgt.)

THEATER

der Universitätsstadt Gießen

Freitag, 5. September

1. Freitag-Miete Gleichzeitig Halbnriete A 19.30-22.30 Uhr

Erstaufführung I

Zigeunerliebe

Romantische Operette in 3 Akten von Franz Lehär.

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Am 28. und 29. 8. fand in der Iustus-von-Liebia- Schule in Gießen eine Arbeitstagung der Fachleh­rer für Mathematik, Physik und Chemie statt, an der etwa 50 Erzieher von fast allen höheren Schu­len Oberhessens teilnahmen. Ziel war, neue Unter­richtsverfahren und neue Unterrichtsmittel, wie sie für die Verwirklichung der neuen Lehrpläne erfor­derlich sind, kennenzulernen und die praktischen Er­fahrungen, die bereits damit gemacht werden konn­ten, im gegenseitigen Gedankenaustausch für die Schule nutzbar zu machen.

Der Gausachbearbeiter und stellvertretende Reichs­sachbearbeiter für Mathematik und Physik, Ober- studiendirektor Dr. Pfersdorfs, Darmstadt, nahm an der Tagung teil und überbrachte zu Be­ginn die besten Wünsche der Landesregierung.

Auf dem Gebiete der Mathematik wurde die zeichnerische Lösung von Aufgaben aus der Kugel­geometrie, die für die Schiffahrt und Fliegerei von Bedeutung sind, von Oberstudiendirektor S ch e l - Horn behandelt. Studienrat Dr. Duseberg sprach über Erfahrungen, die an. den Gießener Schulen mit der frühzeitigen Einführung und ziel­bewußten Anwendung des in der Technik und im kaufmännischen Leben so wichtigen Rechenstabes ge­macht werden konnten. Bei schönem Wetter konn­ten am ersten Nachmittag eine Reihe neuzeitlicher schulgerechter Geräte für einfache Aufgaben aus der Landoermessung im Gelände praktisch erprobt wer­den, nachdem ein einleitender Vortrag von Studien­rat Axt die Zielsetzung dieses lebensnahen Gebie­tes des Mathematikunterrichts aufgezeigt hätte.

Für die Physik war als Thema die Frage ge­wählt, in welcher Weise einfache mathematische Funktionen für die Ausdeutung experimenteller Versuchsergebnisie nutzbar gemacht werden können. Die mit' sehr einfachen Hilfsmitteln von Studienrat Axt vorgeführten Versuche und ihre .rechnerische Auswertung gaben ein eindrucksames Beispiel für die Gemeinschaftsarbeit der beiden Nachbarfächer. Auch die von Studienrat D r. Flörke behandelten elektrolytischen Erscheinungen betrafen ein Gebiet, das in gemeinsamer Arbeit von 2 Nachbarfächern, hier Physik und Chemie, zu erledigen, ist. Studien­rat D r. Heusel erläuterte an eleganten Versu­chen die Einführung in die physikalischen Grund­lagen dieses Gegenstandes.

Studientag D r. B e cj e r , Bad-Nauheim, führte neue instruktive Modelle zur Veranschaulichung von Atomen, Molekülen und chemischer Bindung vor. In den chemischen Sammlusigs- und Unterrichts­räumen war während der Tagung von Studienrat D r. Flör k e eine größere Zahl von Dersuchsan- ordnungen und Anschauungsmitteln ausgestellt, die durchweg aus einfachen, z. T. selbst angefertiqten Geräten ausgebaut waren. Man konnte hier sehen, wie die heute so wichtigen Treib- und Schmierstoffe eine schulgerechte Behandlung erfahren, wie Papier und künstliche Spinnstoffe (Kunstseide und Zell­wolle) im Unterrichtsversuch hergestellt werden kön­nen, wie die volkswirtschaftlich so bedeutsame Frage der Wasserhärtung und -enthärtung im Haushalt einer experimentellen Darstellung zugänglich zu ma­chen sind und anderes mehr. Die ausgestellten Bei­

Praxis wieder aufgenommen

Keine Ursprungs­zeugnisse, sondern nur Zeugnir- ablchristen dem 83& werbungsichre tben bei­legen! Lichtbilder undBewerbungsunreo lagen müssen zur Ver­meidung von Verlusten auf der Rückseite Ro­men und Anschrift deS Bewerbers trogen!

spiele zeigten die starken Bindungen, die zwischen chemischer Wissenschaft und dem praktischen Leben heute bestehen.

Der Kreissachbearbeiter für Mathematik und Physik, Studienrat Axt, dankte in einem kurzen Schlußwort der Reichswaltung des NS.-Lehrerbun- des für die Unterstützung bei dem Zustandekommen der Tagung. Er betonte die besondere Eignung der Stadt Gießen für derartige Fortbildungskurse, wie sie sich aus der engen Zusammenarbeit von Schule und Universität und aus der hier schon lange be­stehenden Tradition ergibt.

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Kopf hoch Schorsch, alles geht vorüber. Ein Glas Glühwein oder ein iteifer Groß 11t auf T rockenbrennstoff Esblt lehn eil luberel-

Am 29. August 1941 ist unser lieber Vater, Großvater, Schwiegervater, Bruder, Schwa­ger und Onkel

Joh. Jos. Krauskopf

im 70. Lebensjahr plötzlich und unerwartet von uns gegangen.

Die trauernden Hinterbliebenen:

Anna Krauskopf

Emil Noll und Frau, geb. Krauskopf Albert Krauskopf und Frau, geb. Datz und 2 Enkelkinder.

Gießen (Bruchstraße 11), Frankfurt a. Main

Die Beisetzung fand auf Wunsch des Ver­storbenen in der Stille statt.

Von Beileidsbesuchen bitten wir abzusehen.

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Am 1. September 1941 ist unser lieber Sohn und Bruder

Heinrich

in einem Lazarett gestorben.

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Die Beerdigung findet Freitag, den 5. Sep­tember, nachmittags um 2% Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt.

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Danksagung.

Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Heimgang unsres lieben Entschlafenen sagen wir allen unseren herzlichsten Dank.

Im Namen

aller trauernden Hinterbliebenen:

Frau Margarete Rodenhausen Ww. und Kinder.

Gießen, den 8. September 1941.

Aus der Göadt Gießen.

Professor Or. Heinrich Jakov -f.

In seinem 68. Lebensjahre verschied am 26. August 1941 in Nördlingen der 1940 emeritierte ort). Pro­fessor Dr. Heinrich Jakob, ehemaliger Direktor der Medizinischen und Forensischen Veterinärklinik der Universität Gießen.

H. I a k o b , am 15. Juli 1874 in Wörnitzostheim in Bayern geboren, begann nach seinem Studium an der damaligen Tierärztlichen Hochschule in Mün­chen seine wissenschaftliche Laufbahn ebendort 1910 als Assistent an der Medizinischen Tierklinik. Seit 1904 war er in München als praktischer Tierarzt besonders in der Kleintierpraxis tätig, aus welcher Zeit zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten stammen, auf Grund deren er 1911 als ordentlicher Professor an die Tierärzlliche Lehranstalt, später Veterinär- Medizinische Fakultät der Universität Utrecht (Hol­land) berufen wurde, wo ihm außer der Leitung der Klinik für kleine Haustiere auch das Veterinär- Pharmakologische Institut und später noch das Lehrgebiet der Augenheilkunde übertragen wurde. Nach seinen Angaben wurde in Utrecht eine muster­gültig eingerichtete Kleintierklinik gebaut. 1923 lehnte Jakob einen Ruf an die Universität Leipzig ab, folgte aber 1930 einer Berufung in das Ordi­nariat für spezielle Pathologie und Therapie der Haustiere einschließlich gerichtlicher Tierheilkunde, Arzneiverordnungslehre und Pharmakognosie in der Veterinär-Medizinischen Fakultät der Universi­tät Gießen.

In Utrecht und Gießen entfaltete Jakob eine sehr fruchtbare literarische Tätigkeit. Außer zahlreichen Zeitschriftenveröffentlichungen aus feinen Arbeits­gebieten sind feine BücherInnere Krankheiten des Hundes",Tierärztliche Augenheilkunde", Tierärztliche Pharmakotherapie" und seineAll­gemeine Therapie für Tierärzte" viel benutzte Lehr­bücher und grundlegende wissenschaftliche Werke, zu denen viele wissenschaftliche Beiträge in van Hels­bergens Handbuch der Geflügelkrankheiten", in Kitts .Lehrbuch der Pathologischen Anatomie" und Stang-WirthsEnzyklopädie der Tierheilkunde und Tierzucht" kommen.

Seine humorvolle, schlichte und gerade, gerechte Wesensart trug ihm allgemeine Hochschätzung seiner Kollegen und Studenten^ in Holland wie im Reiche ein. Jakobs Bestreben war es, seinen Schülern ein väterlicher Freund zu sein und die Jugend zu einer pflichtbewußten, hohen ethischen Auffassung des tierärztlichen Berufes zu erziehen. Seine Freunde, Kollegen und Studenten werden ihm mit dem Danke für feine wissenschaftlichen Leistungen in Lehre und Forschung und mit der Trauer um den hochgeschätzten Lehrer ein ehrendes Gedenken be­wahren.

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Orts-Turn- und Sporttag in Leihgestern.

Der diesjährige Orts-Turn- und Sporttag in Leih- gestern fand am Sonntag statt. Zu den Wettkämpfen am Vormittag waren 150Teilnehmer angetreten. Nach einer kurzen Ansprache von Pg. Will, Führer des NSRL. der Gemeinde Leihgestern, über Bedeutung des Orts-Turn- und Sporttages erfolgte die Flaa- aenhlffung. Es wurden im großen und ganzen gute Leistungen erzielt. Auszug aus der Siegerliste:

SA.-Mannschaft, Dierkampf: 1. Rudi Rohrbach 116 Punkte; 2. Karl Daniel 91 P. HI., Klasse A, Dreikampf: 1. Willy Heßler 49 P.; 2. Ewald Mar. tim 46 P; 2. Reinhold Keßler 46 P. HI., Klasse B, Dreikampf: 1. Reinhold Seipp 58 P.; 2. Wilhelm Laux 39 P. BDM., Klasse A, Drei­kampf: 1. Else Weller 41 P.; 2. Luise Winter 30 P. BDM., Klasse B, Dreikampf: 1. Elfriede Schneider 53 P.; 2. Hertha Schmidt 38 P. DJ., Klasse I, Dreikampf: 1. Heinz Maid 58 P.; 2. Rein­hold Maid 50 P. DJ., Klasse II, Dreikampf: 1. Hans Staubach 52 P.; 2. Heinz Haßler 44 P. I.-Mädel, Klasse I, Dreikampf: 1. Emmi Zöller 52 P.; 2. Ilse Martini 50 P. J>Mädel, Kl. II, Dretkampf: 1. Waltraud Clös 39 P.; 2. Elli Vel­ten 38 P.

Der Nachmittag stand im Zeichen des Fußballs. Zuerst trat die Schülermannschaft gegen die Schüler von Rödgen an. Nach schönem Spiel blieben die kleinen Leihgesterner mit 4:0 (1:0) Sieger. An­schließend hatte die zweite Jugend die erste Jugend von Annerod zum Gegner. Nach überlegen geführ­tem Kampf blieben auch hier die Einheimischen mit 6:0 (3:0) Sieger. Die erste Jugend der Spielv. 1926 Leihgestern erlebte dann eine Enttäuschung, denn ihr Gegner, die erste Jugend von Nieder-Florstadt, ließ ohne Grund auf sich warten.

Den Abschluß bildete die Siegerehrung. Nachdem der Vereinsführer des Turnvereins 1893 Leihge­stern, Pg. W. Will, allen Wettkämpfern und Hel­fern im Namen des NSRL. für das gute Gelingen des Orts-Turn-und Sporttages gedankt hatte, nahm Ortsgruppenleiter Pg. Groß die Siegerehrung vor. Die 1. Sieger der einzelnen Gruppen schielten ne­ben der Urkunde noch ein Geschenk der Gemeinde Leihgestern, die Sieger im Fußball erhielten Di­plome und je einen Pokal. Die Namen der an dem Ortssporttag beteiligten Kämpfer und Kämpferin­nen sollen im Dorfbuch eingetragen werden.

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Landkreis Gießen.

ch L i ch, 3. Sept. Der weit über seine Heimat­stadt hinaus bekannte Bauunternehmer C h r i st i a n Fey wurde am Dienstagnachmittag unter starker Beteiligung aus nah und fern zu Grabe getragen. Noch der Jahrhundertwende gründete er, der auch in Gießen viele Jahre im Baugeschäft Winn ge­arbeitet hatte, mit seinem verstorbenen Bruder Karl Fey das hiesige Baugeschäft, das unter seiner Leitung einen großen Aufstieg erlebte. Fast alle städtischen Bauunternehmen der letzten 30 Jahre, ferner ungezählte private Bauvorhaben wurden von seiner Firma erledigt. Darüber hinaus war der Verstorbene nahezu 20 Jahre in unserer Stadt­verwaltung beratend tätig, seinen Weitblick und seine große Erfahrung stellte er gern in den Dienst seiner Heimatstadt. Auch beim hiesigen Ortsgericht war er viele Jahre lang tätig. Der Sängervereim- gungCacilia" war er 40 Jahre ein treues aktives Mitglied, so daß er zum Ehrenmitglied ernannt wurde, außerdem gehörte er jahrzehntelang dem Vorstand an. Bürgermeister Geil würdigte unter Niederlegung eines Kranzes die Verdienste des Entschlafenen um das Wohl unserer Stadt, wäh-. rend Beigeordneter Wahl für ' die Ratsherren sprach. DieCacilia" sang ihrem treuen Mitglied letzte Grüße am Grab, Vereinsführer Lotz nahm mit herzlichen Worten des Dankes Abschied von dem Sangesbruder. Ferner widmeten noch Nach­rufe die einstigen Schulkameraden, Lehrer Därmer für die Kameradschaft Lich des NS.-Reichskrieger- bundes und Maurermeister Fritz S t e n g l e r für die Baugewerbeinnung.________________________

Eine Berufsausbildung, d. h. eine Lehrzeit, gab es früher nur im Handwerk und später auch im Kaufmannsberuf. Eine Lehrabschlußprüfung, ein Befähigungsnachweis, einen bestimmten Beruf tat­sächlich erlernt zu haben, kannte bis vor einigen Jahren nur das Handwerk. So hat die Industrie während langer Jahre ihren Facharbeiterbedarf aus den Kreisen des Handwerks geholt. Nachdem man erkannt hatte, wie wertvoll und wichtig auch für die Industrie ein ordnungsgemäß ausgebildeter Nachwuchs ist, ging man dazu über, die Facharbei- terlehre in der Industrie zu schaffen unb den Fach­arbeiterlehrling nach Abschluß der Lehrzeit einer Prüfung zu unterziehen. Diese Maßnahmen sind dazu angetan, der Industrie den so dringend benö­tigten Nachwuchs zu sichern, allerdings mit der Ein­schränkung, daß gerade jetzt und in Den kommenden Jahren bis gegen Ende dieses Jahrzehnts die er­forderlichen Nachwuchszahlen nicht erreicht werden können, weil sich hier wieder die Auswirkungen der geburtenschwachen Jahrgänge des Weltkriegs, der Nachkriegsjahre und der Krisenjahre zeigen.

Wenn gerade jetzt unter allen Umständen darauf gesehen werden muß, daß der Berufsnachwuchs während des Krieges genau so gründlich und um­fassend ausgebildet werden muß, wie zu normalen Zeiten, dann ist dies damit begründet, daß man auch hier aus den Erfahrungen des Wellkrieges ge­lernt hat. Während der Weltkriegsfahre waren zum großen Teil die Meister, Ausbilder, Facharbeiter und Gesellen eingezogen, und die Lehrlinge, die in dieser Zeit in die Lehre kamen, erhielten keine Aus­bildung, sondern wurden als Arbeitskräfte an ir­gendeinen Arbeitsplatz gestellt und hatten hier nun in den meisten Fällen während der Lehrjahre ein­seitige Tätigkeiten ausgeübt. Mit gutem Willen hät­ten auch die Lehrlinge der Weltkriegszeit eine gute Ausbildung bekommen können, ja man hätte sich sagen müssen, daß dies um so dringender war, als durch den Krieg mit Ausfällen von Facharbeitern gerechnet und gut ausgebildeter Nachwuchs drin­gender denn je herangebildet werden mußte. Die Auswirkungen zeigten sich in den Nachkriegsjahren auch, denn der Krieg hatte Lücken gerissen, die durch die schlecht ober gar nicht ausgebildeten Lehrlinge nicht ausgefüllt werden konnten. Ein schlecht aus­gebildeter Lehrling wird aber ein schlechter Fachar­beiter und dieser wiederum ein schlechter Ausbilder, wenn ihm einmal Lehrlinge zur Ausbildung über» antwortet werden.

Während der Krisenjahre und der ständig wach­senden Arbeitslosigkeit hatte man auch keine Ur­sache, den Berufsnachwuchs gut auszubilden, ja man betrachtete diesen nicht einmal als Berufs­nachwuchs, sondern als billige Arbeitskraft, die nach Ablauf der sogenannten Lehre auf die Straße gesetzt wurde, weil der jetzt zu zahlende Facharbei- terlöhn dank der schlechten Ausbildung in keinem Verhältnis zur Leistung stand und überdies sowie­so Entlassungen vorgenommen werden mußten, auf der anderen Seite jedoch wieder Lehrlinge als billige Arbeitskräfte eingestellt werden konnten. Der junge Mensch aber, der nach seiner Ausbil- bung arbeitslos wurde, nahm irgendeine andere Arbeit an, sofern er solche bekam, oder er war überhaupt arbeitslos, bis er dank der Aufbauarbeit des Nationalsozialismus nach der Machtübernahme wieder in Arbeit und Brot kam. Er war aber sei­nem ursprünglichen Beruf entfremdet, mußte wie­der umgeschult oder neueingeschult werben und hatte trotzdem Lücken in seinen Kenntnissen und Fertigkeiten, die bei einem Facharbeiter nicht vor­handen sein dürfen.

Alle die Unterlassungen unb Sünden vergange­ner Jahre dürfen niemals mehr wiederholt wer­den. Es ergeben sich hieraus und aus dem be­stehenden Menschenmangel für die Betriebe und für die Gefolgschaftsmitglieder Pflichten und Not­wendigkeiten, die erfüllt werden müssen, wenn ein wenigstens einigermaßen erträglicher Ausgleich zu dem 'Kräftebedarf der Betriebe geschaffen werden soll. Diese sind für die Betriebe:

1. Der Bprufsnachwuchs ist planmäßig und sinn­voll in die beruflichen Funktionen eiyzuführen. Die Ausbildung muß auf breitester Grundlage erfolgen. Eine Ausbildung zum reinen Spezialisten schon während der Lehrzeit muß unter allen Umständen

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