Dreiste britische Einmischung in Iran
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Mit hartem Gesicht, nur manchmal eine Träne fortwischend, tut sie ihre Pflicht bis zum Abend.
Dann erst überläßt sie sich ihrem Schmerz und der Trauer, in die sich der Stolz einer Mutter mischt, die ihre Pflicht getan.
Plötzlich legt sie den Hörer hin. Schluchzend l. sie sich auf einen Stuhl nieder. Sie weint. Der Meister fragt: Mas ist denn?" Aber sie antwortet nicht. Sie deutet nur stumm auf den Höret, als wäre etwas Schreckliches aus der schwarzen Muschel heroorgekrochen.
Der Meister nimmt den Hörer auf, hält ihn ans Ohr und beendet einen Augenblick spater mit einem kurzen: „So, so!" das Gespräch.
Immer noch schluchzend erhebt sich die Frau. „Ich muß sofort nach Hause!" stammelt sie.
„Ja, ja!" sagt der Meister, den die letzten Worte, die er von dem Gespräch gehört hat, ins Bild gesetzt haben. Der Schreiber blickt fragend auf. „Ihr Sohn ist gefallen!" flüstert der Meister ihm zu. „Eben ruft man von Hause an. Das Telegramm ist heute morgen gekommen." Dann folgt er der Weinenden, die nur langsam zu schreiten vermag. Er nimmt ihren Arm, sie zu stützen.
Wieder ruft es laut und dröhnend über den Lärm der Maschinen hinweg: „Kran!" Und noch einmal aus einer anderen Ecke des Baues: „Kran!"
„Zu dumm", sagt der Meister, „jetzt weiß ich nicht, wen ich auf den Kran schicken soll. Morgen kommt einer aus dem Urlaub zurück, der mit dem Ding Bescheid weiß. Aber ny", fährt er fort, „gehen Sie ruhig nach Hause und weinen Sie sich erst mal aus. Morgen sieht dann alles schon anders aus."
Sie sind am Tor. Da hallt es noch einmal laut und eindringlich durch die Halle: „Kran!" Wie ein Befehl klingt das. Und, als hätte es nur dieses Befehles bedurft, fällt plötzlich alle Trauer von dieser Mutter, die eben erfuhr, daß sie ihr Liebstes verloren hat. Sie denkt an die Opfer, die tausend Mütter gleich ihr haben geben müssen. Sie denkt daran, daß der Tod ihres Sohnes seinen Sinn verlöre, wenn die Heimat über die Trauer vergäße ihre Pflicht zu tun. Mit einem Ruck wendet sie sich. „Ich bleibe", sagt sie einfach und klettert schon wieder die Leiter hinauf zu ihrer Kabine.
kühnen Vorstoß, bei dem es gelang, tief in die Stellungen des Feindes einzudringen und ihm schwere Verluste zuzufügen. Im Mittelmeer erzielte eines unserer Flugzeuge einen Torpedotreffer auf eine größere feindliche Einheit.
Oer italienische Bericht vom Samstag.
Rom, 2. Aug. (DNB.) Der italienische Wehrmachtbericht vom Samstag berichtete: Deutsche Flugzeuge haben den Hafen von Tobruk und Kraftwagenansammlungen südlich von Sidi el Barani bombardiert. In der vergangenen Nacht haben englische Flugzeuge einen Angriff auf Bengasi unternommen, der keine Opfer zur Folge
hatte. In O st a f r i k a wurden im Gebiet von G o n d a r feindliche Truppen versprengt und unter Verlusten in die Flucht geschlagen. Unsere Bodenabwehr hat ein feindliches Flugzeug, das versuchte, Gondar anzugreifen, zum Abdrehen gezwungen. Feindliche Flugzeuge warfen in der Nacht zum 1. August an einigen Stellen der W e st k ü st e Sardiniens und am Nachmittag des 1. August auf die Insel Lampedua einige Bomben ab. Es gab weder Opfer nach Schäden. Eines der Flugzeuge wurde abgeschossen. Das U-Boot, dessen Versenkung im gestrigen Wehrmachtbericht gemeldet wurde, ist zuerst von Oberleutnant de Nunzie angegriffen und getroffen worden.
1000 Luftsiege des Jagdgeschwaders Trautloff.
Berlin, 2. Aug. (DHB.) Das unter Führung des Majors Trautloff stehende Jagdgeschwader, das bereits am 18. Juli feinen 500. Abschuß an der Ostfront melden konnte, hat am 1. August 1941 seinen -100 0. Luftsieg errungen und damit seine Abschußzahl an der Ostfront auf 621 erhöht. Allein die ostmärkische Jagdgruppe des Geschwaders erzielte bis zum 30. Juli 1941 das stolze Kampfergebnis von 405 Abschüssen. Diese 1000 Luflsiege eines einzigen Geschwaders, errungen an allen Fronten des großdeutschen Freiheitskampfes, sind beispielhaft für den heldenmütigen Einsatz deutscher Jäger und für den unwiderstehlichen Angriffsgeist der deutschen Luftwaffe.
Italienischer Vorstoß in Ostafrifa
Rom, 3. Aug. (DNB.) Der italienische Wehrmachtbericht vom Sonntag meldet: Verbände der Luftwaffe haben den Flottenstützpunkt von Malta bombardiert. In Nordafrika Artillerietätigkeit an der Tobruk-Front. Unsere Flugzeugverbände haben den Bahnhof von Marsa Matruk mit Spreng- und Brandbomben belegt und Brände hervorgerufen. In Ostafrika haben die tapferen Truppen der Garnison von U o l ch e f i t erneut ihre Einsatzbereitschaft und ihren Elan bewiesen. Eine starke, hauptsächlich aus nationalen Verbänden bestehende Kolonne dieser Truppen unternahm un- ter dem Befehl von Oberstleutnant Gonnella einen
„Ja, bitte!"
„Die Leitung, ist besetzt — wollen Sie warten?" „Ja gut. Ich warte."
Darauf klickt es in der Leitung.
Der Mann wartet.
Nachdem der Mann lange, lange gewartet hat, meldet sich aus heiter ahnungslosem Himmel eine Stimme:
„Bitte, wen möchten Sie sprechen?"
Der Mann erhebt seine Stimme und sagt: „Ich möchte Herrn Direktor Seelhoff sprechen." „Herrn Direktor Seelhoff? — Moment!" So, denkt der Mann, jetzt wird es ernst.
Es knackst und rumort in der Leitung.
Eine ganz neue Stimme meldet sich: „Jo, bitte?"
Das scheint das Sekretariat des Direktors zu fein und endlich nicht mehr die Zentrale. Der Mann tut also, statt ins Telephon zu brüllen, daß es birst, schnell einen Seufzer und wiederholt seinen bescheidenen Wunsch:
„Ich möchte Herrn Direktor Seelhoff sprechen." „Einen Moment, bitte!"
Darauf klickt es in der Leitung.
Der Mann wartet.
Der Hörer schmilzt ihm in der Hand.
„Hallo, sind Sie noch da?" fragt das Fräulein. „Ja, bitte!"
„Einen Augenblick, ich verbinde gleich." Darauf sagt es in der Leitung: klick! Aber dann meldet sich das Fräulein wieder! „Hallo, hören Sie noch?" „3a, bitte!"
"Herr Direktor Seelhoff ist eben aus dem Hause gegangen."
„Ach so! — Danke schön!"
Der Mann hängt den halb zerschmolzenen Hörer em. Darauf stützt er den Kopf in beide Hände und beginnt über den Nützen des Telephons nachzu- denken, —---- —------
Eine Weils hört er nichts.
Plötzlich schaltet sich in der Zentrale wieder jemand ein. Aber jetzt ist es ein neues und ganz anderes Fräulein.
Das neue und ganz andere Fräulein fragt nett und höflich:
„Bitte, wen wünschen Sie?"
Der Mann wiederholt:
„Ich möchte Herrn Direktor Seelhoff sprechen."
„Einen Augenblick, bitte!"
Es klickt wieder in der Leitung.
Der Mann wartet.
Dann schaltet sich das Fräulein wieder ein: „Sie wollten Herrn Direktor Seelhoff sprechen?"
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Hopkins in Moskau
Von unserer Berliner Schriftleitung.
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in der Leitung.
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Ankara, 3. August. (DNB.) Wie aus Kabul gemeldet wird, hat die britische Regierung durch ihren Gesandten ebenso wie in Teheran auch in Afghanistan wegen der angeblichen Anwesenheit zahlreicher deutscher Spezialisten, die „eine B e = drohung Indiens darstellten", Vorstellungen erhoben. Die afghanische'Regierung hat diese dreiste und durch nichts begründete Einmischung zurück- g e w i e s und festgestellt, daß^sich in Afghanistan
T e h e r a n, 2. August. (DNB.) Der britische Gesandte in Teheran hat dem iranischen Außenministerium eine Note überreicht, in der von der britischen Regierung unter Hinweis auf die an* Übliche Anwesenheit einer großen Anzahl Deut- ch e r in Iran die freche Forderung gestellt wird, rlle Deutschen aus Iran auszuweisen, da ihre Anwesenheit die britischen Oel-Interessen in Iran gefährde. Diese Note bildet den Teil einer eit einiger Zeit von britischer Seite in der Welt verbreiteten lügnerischen Gerüchtemacherei, die mit böswilligen Unterstellungen im Verhältnis Deutschlands zum Iran arbeitet. Die völlige Haltlosigkeit dieser Propaganda ist von der irani- chen Agentur „Pars" festgestellt worden, die erklärt, die Regierung Irans richte ihre besondere Aufmerksamkeit auf die Beachtung striktester Neutralität. Man kenne die Tätigkeit, den Beruf und die Lebensweise aller Ausländer, niemand könne die gezogenen Grenzen überschreiten. Der britische Gesandte hat jedoch die Erklärung der iranischen Regierung, daß während der letzten Monate mehr deutsche Ausreisen als Einreisen registriert wurden, als unbefriedigend und das Kernproblem nicht berührend abgelehnt und hat die Ausweisung aller Deutschen in Iran gefordert, deren Zahl sich auf etwa 2000 Personen beläuft, einschließlich Frauen und Kinder.
Das zweite Ich Roosevelts, Herr Harry Hopkins, ist in Moskau eingetroffen. Die Vernichtung der zum Angriff gegen Europa massierten bolschewistischen Panzerwagen, der ungeheure Verlust an sonstigem moskowitischen Rüstungsmaterial haben Stalin flehentlich um Hilfe bitten lassen, diese Munition zur Tötung Europas wollte Churchill gerne liefern; aber dabei würde er handeln wie der Blinde, der einem Lahmen helfen würde, denn England ist selbst auf amerikanische Rüstungslieferungen angewiesen. Es war also nichts mit der versprochenen England-Hilfe. Dafür sprang Roosevelt ein. Hopkins verhandelt in Moskau mit Stalin über den Rooseveltschen Segen, aber wenn der Port Herald Tribüne" meint, die Verhandlungen Hilfsversprechen sei unerfüllbar, und die „New Port Herald Tribüne" meint, die Verhanidlungen Hopkins wirkten bombastischer als sie wert wären, dann ist diese Skepsis nur allzu berechtigt. Denn wie will er die erst noch herzustellenden Waffen nach Moskau bringen, und wie sollen sie bezahlt werden? Die geographische Lage der UdSSR, scheidet eine direkte Hilfsaktion aus. Es gibt keinen Weg in dieses weite Gebiet von Washington aus, da wir die Hand auf ganz Europa gelegt haben und die fernöstliche Zufahrtsstraße praktisch ebenfalls gesperrt ist, denn Roosevelts schwerer Konflikt mit Japan bedeutet tatsächlich eine solche Sperrung. Der Umweg über China oder Alaska kommt wohl selbst für amerikanische Phantasten nicht in Betracht. Also wird Hopkins im wesentlichen wohl nur Stalin die „moralisch e" Unterstützung Roosevelts präsentieren können.
Die antibolschewistische Einstellung der amerikanischen Bevölkerung zwingt nun Roosevelt, Haken zu schlagen. In einer Pressekonferenz erklärte er, Sowjetrußland erhielte keine Gelder aus dem Ermächtigungsgesetz. Die Sowjets könnten bezahlen. Es läge durchaus kein Grund vor, ihnen die Hilfeleistung zu geben, die das England-Hilfegesetz für England und China vorsieht. Diese Staaten sind tatsächlich bankrott und können sich nur durch Roosevelts Hilfe aufrechterhalten. Die Sowjetunion
ist also für Roosevelts Begriffe eigentlich kreditunwürdig. Was nun die Hilfeleistung anbetrifft, so sagte Roosevelt, seine Regierung überprüfe einen Plan. Er läuft darauf hinaus, der Sowjetunion gewisse Munitionsmengen vielleicht zu überlassen, wenn England, das sie bestellt hätte, darauf verzichte. Da England aber nicht darauf verzichten kann und täglich um größere Anstrengungen Roosevelts in der Englandhilfe bettelt, wird aus den Worten Roosevelts deutlich, daß den Sowjets eben nicht geholfen werden kann. Seine Phrase, der bolschewistische Widerstand gegen Europa sei „großartig", soll nur verdecken, datz die USA. Mos- hau nicht helfen können.
Wie sehr im übrigen Roosevelts Politik gegenüber den Sowjets von imperialistischen Wünschen bestimmt wird, erhellt aus Meldungen japanischer Blätter, die der vom Washingtoner Staatsdepartement erteilten Genehmigung der Benzinausfuhr aus den Vereinigten Staaten für die Sowjetunion über Wladiwostok, größte Aufmerksamkeit schenken. „Welche Gegenleistung erstrebt Nordamerika für diese Materiallieferungen?" schreibt „Pomiuri Shimbun" z. B. Seit geraumer Zeit schon spreche man von der Forderung der Vereinigten Staaten nach Luftbasen in Kamtschatka. „Die Führung der Vereinigten Staaten mißt der nördlichen Route über d i e Aleuten höchste Bedeutung als wichtigem Punkt ihrer Transpazifik-Strategie bei", schreibt „Pomiuri Shimbun", indem sie erläuternd ausführt, daß die mit Kanada vereinbarte Militärstraße Van- couver—Alaska über kanadisches Gebiet und der Ausbau der Aleuten ein Teil eines strategischen Planes sind, der durch die Luftbasen in Kamtschatka vollendet werden solle. „Pomiuri Shimbun" spricht es deutlich aus, worin das Endziel dieser Strategie zu sehen ist. „Es ist leicht zu erkennen", schreibt das Blatt, daß Roosevelt begehrlich nach den See- provinzen Sowjet Sibiriens schielt". Daß Japan in solchen Plänen Roosevelts weitere Schritte der nordamerikanischen Einkreisunaspolittk sieht, liegt auf der Hand.
kSttsSnd Kilometer vom Reich entfernten Orten stattfinden, auf den Schlachtfeldern des Jahres 1914 in Ostpreußen oder vor den Toren Wiens, in Ungarn oder Rumänien geschlagen werden müßte, wenn der sowjetische Angriff plangemäß stattgefunden hätte — diese Gedanken nur auszusprechen heißt, d i e britisch-amerikanischen Pläne gegen Europa in ihrer ganzen skrupellosen Verworfenheit enthüllen. Sie wollten den Bolschewismus in das Herz Europas hineintragen! Erst spätere Generationen werden die ganze Bedeutung des Führerentschlusses ermessen, durch eine kühne Tat den Schauplatz des unausweichbar gewordenen Kampfes von den Kulturstätten Europas fernzuhalten und ihn in Gebiete zu verlegen, in denen nichts anderes zerstört werden kann als der Bolschewismus selbst.
Der soldatische Einsatz freilich ist dadurch größer und heldischer geworden. Fern von der Heimat kämpfen unsere Truppen. Die Marschleistungen allein müßten ihnen ein Halt gebieten, würde sie nicht das Bewußtsein erfüllen, daß dieses Ringen, mehr als in allen den Feldzügen bisher, ein Kampf um Sein oder Nichtsein unseres Volkes und der menschlichen Kultur ist. Sie durchkämpfen die Urwälder des Ostens und sind glücklich in dem Gedanken, daß es nicht die deutschen Wälder sind, in denen die Sowjethorden streifen; unter Aufbietung aller Kräfte marschieren sie zäh auf den grundlosen Straßen des bolschewistischen „Paradieses", und sie denken daran, daß der ganze motorisierte Aufbau des Sowjetheeres darauf berechnet war, auf unseren Straßen zu operieren; sie kampieren in den Trümmern der von den Sowjets niedergebrannten Städte und erinnern sich des Jahres 1914, als die Städte des deutschen Ostens von den brennenden und sengenden Horden der damaligen russischen Armee durchzogen wurden. Sie führen die Verbrechertypen der Sowjetarmee in die Gefangenenlager und schaudern bei dem Gedanken, daß diese verhetzten Untermenschen auf dem Sprunge waren, in das Herz unseres Reiches einzubrechen.
Diese Gedanken, die unsere Soldaten an der kämpfenden Fronb das schwere Ringen erleichtern und ihre Siegesentschlossenheit immer neu entfachen, sind die gleichen, die auch die Heimat erfüllen und stärken. Im Osten — das ist die Ueberzeugung, die uns heute alle verbindet — hat eine Entscheidung begonnen, wie sie feit dem Jahr- hundert der Hunnenkriege für die Zukunft Europas nicht mehr zu schlagen war. Daß die jüdisch-demokratische Welt diesen Kampf heraufbeschwor, wird sie nicht retten, aber allen Völkern der Erde die Augen öffnen über das wahre Gesicht einer Macht, die sich anmaßt, über die Kontinente zu herrschen, und die sich nicht scheut, die Flut der , bolschewistischen Vernichtung auf die Länder zu 1 lenken, in denen die Menschheit eine Wiege ihrer Kultur verehrt.
e Das alte Europa aber ist mit dem nationalsozia- ; listischen Deutschland wiederjung geworden. Es wirft sich den Horden der Zerstörung entgegen i und hat den Kampf der Menschheit ausgenommen. ' Tief im Osten steht der deutsche Soldat, und wo er steht, da hält er, und wo er hält, da schöpft er Kraft zu neuem Ansturm. In diesem Ansturm aber wird die Welt der Vernichtung zerbrechen und die Welt des Lebens erstehen.
Oer Führer
zum Geburtstag Mussolinis.
V e r I i n, 2. Aug. (DNB.) Der Führer hat dem Duce zum Geburtstage folgendes Telegramm übermittelt: „In treuer Kameradschaft spreche ich Ihnen, Duce, meine und des deutschen Volkes herzlichste Glückwünsche zu Ihrem Geburtstage aus; sie schließen in sich die aufrichtigsten Wünsche für Ihr persönliches Wohlergehen wie für die Zukunft des italienischen Volkes, das unter Ihrer Führung in enger Waffenbrüderschaft mit dem deutschen Volke für ein neues Europa kämpft und dem gemeinsamen Sieg entgegenmarschiert." — Der Duce hat mit nachstehendem Telegramm gedankt: „Ich bitte Sie, Führer, meinen herzlichsten Dank entgegenzunehmen für das Telegramm, das Sie mir gelegentlich meines Geburtstages übersandt haben; vor allem aber banke ich Ihnen für die Worte, die Sie für das italienische Volk fanden, das gewillt ist, mit Ihnen Seite an Seite zu marschieren bis zum gemeinsamen Sieg."
l i g unwahr und entstammten der Gewissenlosigkeit, den Frieden Irans zu stören, der während des ganzen Krieges eine streng neutrale Haltung eingenommen und dadurch zur Erhaltung des Friedens in dieser Weltecke beigetragen habe. Es sei bekannt, daß das Jran-Oel schon vor und erst recht in der jetzigen Krise unter starkem Schutz der Jran- Regierung stehe und daß in allen diesen Gebieten völlige Ordnung herrsche. Ebenso lächerlich sei die Behauptung über die Zusammenarbeit ausländischer Gruppen mit Jranern."Diese unterstützten vielmehr einig die Regierungspolitik für die Aufrechterhaltung der Ordnung. Alle Iraner wünschten Ruhe und weiteren Fortschritt ihres Landes und gäben sich niemals zu dieser Politik störender Intrigen her.
Es fei ferner bekannt, daß die de Gaullistische Agentur schon lange durch Lügen und Intrigen die Ausbreitung des Brandherdes propagiere, wogegen Iran, welcher dieses Täuschungsmanöver und Lügengewebe längst entschleiert habe, energi ch protestiere.
Auch in Afghanistan.
Die Pflicht.
Von Erich Grisar.
Der Lärm der Maschinen schluckt jedes Wort. Hämmer fallen hart auf das Eisen. Es zischen die Feuer. Räder poltern. Ganz hinten in der langen Halle brüllt jemand „Kran!". Schon beginnt es über den Köpfen der Arbeiter, über die Werkstücke hinweg, die fertigen und die begonnenen, zu poltern. Der Kran fährt dem Rufe nach. Im Anfahren bereits rollt die Katze vor, senkt sich der Haken. Eine Kette rasselt. Ein Kommando ertönt: Auf! Und nun rollt schon der Kran mit seiner schweren Last einer Maschine zu.
Die stille Frau, die, seit der Krieg begann, den Platz in der Gondel des Krons eingenommen hat, blickt nur selten auf. Immer muß sie bereit fein, den Männern dort unten die Arbeit zu erleichtern, den Gang der Arbeit zu beschleunigen. Sie weiß: Jede Minute unnötigen Wartens bedeutet unwiederbringlichen Zeitverlust; denn draußen wartet die Front. Auf U-Boot-Teile warten die Werften, auf Lafetten und Schutzschilde die Geschützfabriken. Viele Dinge benötigt der Krieg! Viele Dinge schafft der deutsche Arbeiter, die in der Hand des deutschen Soldaten zum Werkzeug des Sieges werden. Da sind Pausen selten.
Und doch gibt es Pausen, die unvermeidbar sind. Eben kommt der Werkstattschreiber und ruft die Frau von ihrer Arbeit fort. „Sie werden am Tele- phon verlangt", ruft er ihr zu und geht schon wieder zurück.
„Ich am Telephon?" sagt die Frau und klettert aus ihrer Gondel, von wo sie die ganze Werkstatt übersehen kann, nach Unten. Eilig folgt sie dem Schreiber zur Meisterstube, wo der Hörer des Telephons bereits auf dem Tische liegt. „Ja, hier Frau Bramkamp", spricht sie hastig und voll Erwartung, wer sie jetzt mitten in der Arbeitszeit sprechen will.
Schicksal im Zeitgesetz.
Unsere Bombenflugzeuge starten immer aus, 1 neue zum Angriff auf Häfen und kriegswichtige 1 Ziele in England. Auf allen Meeren kämpft unsere : Marine und versenkte Tausende und aber Tausend« von Tonnen feindlichen Schiffsraumes. Unser Afrikakorps trotzt allen Strapazen in der Hitze der libyschen Wüste und znKngt den Briten aus seinen Stellungen. Von Finnland bis zum Schwarzen Meer zieht sich die deutsche Ostfront hin, in stetem Vorgehen den Widerstand der Roten Armee bre. chend. Und vom höchsten Norden Norwegens bis Griechenland und Kreta, von der spanischen bis zur türkischen Grenze hält der deutsche Aar über Europa Wacht.
Wie faßt unsere Vorstellungskraft dieses ganz« gewaltige Geschehen, das unmittelbarste Gegenwart und zugleich in einem tiefen Sinn schon Geschichte ist? Es tft die Frage des einzelnen, der sich dem ganzen überwältigenden Vorgang gegenüber» sieht. Eine Gewohnheit von früher in uns sucht nach Vergleichen. Wir denken an „große Zeiten", „heroische Zeiten", „Zeiten des Aufstieges" früher Geschichte machender Volker. Das uns von den Schub jähren her bekannteste Bild einer glanzvollen, in Kriegen erstarkten Nation bietet die klassische Antike. Wir sehen Epaminondas vor uns oder den Symbol gewordenen Siegeskünder von Marathon, Wir sehen Alexander den Großen und um ihn, mit ihm die Massen, die sich zum Kampfe stellen. Das alles ist schon bildhaft, und große Meister der Malerei haben immer wieder versucht, uns den Ein, druck des heroischen, kriegerischen Lebens im Rich, men einer gleich elementar wirkenden Landschaft xu vergegenwärtigen, uns als Nacherlebende mögiiqfft heranzuführen an das vergangene Völkerschicksal in seinem damaligen Zeitgesetz.
Doch das Gefühl des Miterlebens tft ein wesentlich anderes als das des Nacherlebens, Denn auch bei einer gewissen Verschiedenheit in der Vorstellung des einzelnen ift das bildlich oder dich, terifch oder auch nur in der Sprache der Geschichts« Wissenschaft nachgeformte Geschehen einer Dergani genen „großen Zeit" in feinem bestimmten Grundriß festgelegt. Trotz Wandlungen in den Dorstel« - hingen, wie sie beispielsweise unser Nacherlebnis der klassffchen Antike im 19. Jahrhundert erfuhr (erst durch Winkelmann, später dann durch Friä- - rief) Nietzsche) hat sich sowohl als Schönhe-itsethos der antiken Kultur, ihrer Säulenordnungen ufro., wie auch das Bildnis des heroischen Kämpfers der - Antike in bestimmten charakteristischen Linien uns | eingeprägt. Und die Summe von alledem ift ein | der Wahrheit oder der Dichtung mehr oder minder i nahestehendes Totalbild, das unser Racherlebnis für I Jahrhunderte beherrscht.
Als Miterlebende stehen wir nicht vor i einem geschlossenen Gemälde, sondern gleichsam in - einem werdenden mitten b rin. Wir : ehen die Vorgänge von einem bestimmten Front- ’ abschnitt oder von einem bestimmten Ort in der Heimat, von unserer persönlichen Verbindung mit Man. nern, die draußen stehen oder von unserem notwendigen Verknüpftsein mit wirtschaftlichen Dingen der Zeit. Trotz Zeitung und Rundfunk — die ja
unbedingten Neutralitätswillen erklärt und betont, daß sie keinem Fremden irgendwelche politisch« Aktivität im Lande gestatte.
Die türkische Presse schreibt, Iran und Afghani- tan hätten ohne Zweifel nicht das geringste mit dem Krieg zu tun. Der iranische Herrscher führe eine korrekte Außenpolitik und es sei undenkbar, daß er irgend etwas billigen würde, was feine Nachbarländer beunruhigen könnte. Afghanistan fei lumajot noch viel weniger an den Problemen der heute sich larkrii bekämpfenden Mächte interessiert als der Iran. Es 1 lasse sich ebensowenig wie der Iran von feiner Neutralität abbringen.
Das Telephonat.
Von Christian Bock.
„Diese Erfindungen, allen voran das Telephon, haben uns geholfen, Zeit und Raum zu überwinden."
(Aus einem Elementarbuch der Physik.) Ein Mann ruft die Nummer eines großen Büro- Hauses an. Er möchte Herrn Direktor Seelhoff sprechen.
Die Zentrale des Bürohauses meldet sich.
Der Mann nennt seinen Wunsch:
„Ich möchte gern Herrn Direktor Seelhoff sprechen."
„Bitte schön", sagte die Zentrale, „einen Augenblick, bitte!"
Das offiziöse „Journal de Teheran" setzt sich im schärfsten Ton mit Meldungen der de Gaullistischen Agentur auseinander, die von Vorbereitungen der „fünften Kolonne" in Iran, Afghanistan, im Kaukasus und Turkestan berichten, was eine besondere Gefahr für die südiranischen Oel- ____________,UUn |lu. m «luymunun
selber bedeute. Diese Unterstellungen seien völ- nur wenige Deutsche befinden. Sie hat dabei ihren
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