Einzelbild herunterladen

Die deutsche Ostfront in der neuen Wochenschau

Licht-

Wandervorschläge für den Sonntag

bildliche Ordnung.

Das Gesamtbild der Wochenschau beherrscht bies-

Gießen Atter Steinbacher Weg Aernewald Ganseburg Gießen.

Diese besonders für heiße Tage empfehlenswerte Waldwanderung beginnen wir hinter dem Alten Friedhof und benutzen hierzu die blaue Punktmar­kierung. Wir gehen den Alten Steinbacher Weg entlang, überschreiten später'in der Nähe des Forst­hauses Hochwart die Licher Straße und gelangen alsbald in den Fernewald, ein durch seine Stille und Waldeinsamkeit beliebter Distrikt. Auf lauschi­gen Pfaden, die nach Laubach führenden gelben Striche kreuzend, kommen wir nach geraumer Zeit bei der Ganseburg auf die Grünberger Straße, wo wir die Zeichen, die nach Großen-Buseck führen, verlassen, um uns auf der Ganseburg eine Erholung zu gönnen. In der Nähe des Anwesens sehen wir in der Ferne die Höhen des Vogelsbergs. Wir wan­dern nun die hübsche Waldstraße nach Gießen zurück, kommen an zwei Wasserbehältern vorbei und ge­nießen bei dem letzten einen überraschend schönen Blick über das Lahntal nach unseren Nachbarburg^n und dem Dünsberg. Wanderzeit 47i Stunden.

Angestelltenversicherung und Handwerkerversorgung

Zur Tlachentrichtung von Beiträgen.

Gesunde Lugend seht sich durch

Oer llsa-Zilm »Jungens"' im Gloria-palast.

Tageskalender für Freitag.

Gloriä-Palast, Seltersweg:Jungens", spielhaus, Bahnhofstraße:Maria Ilona".

Die Vorschrift des § 10 des Handwerkerverfor- gungsgefetzes gibt den Handwerkern die Möglich- feit, für Die Zeit, in der sie selbständig gewesen sind, frühestens aber für die Zeit feit dem 1.1.1924, Beiträge zur Angestelltenversicherung nachzuent­richten. Besonders wichtig ist das für die Hand­werker, die am 1. 1.1939, dem Tag des Inkraft­tretens des Handwerkerversopffungsgefetzes, zwischen 50 und 60 Jahre alt waren und die entgegen den Vorschriften des Angestelltenversicherungsgcsetzcs an- mrftelltenverficherungspflichtig sind. Sofern sich diese Handwerker nicht durch einen Lebensverficherungs- vertrag von der Angeftelltenversicherung befreiten, müssen sie Angestelltenversicherungsbeiträge ent­sprechend der Höhe des Einkommens entrichten. Die Wartezeit für die Zahlung der Rente wegen Be- rufsnnfähigkeit beträgt 60 Beitragsmonate, die Wartezeit für das Altersruhegeld ISO. Beitrags- monate Der angestelltenverficderungs-pslichtige Handwerker zwischen 50 und 60 Jay re n muß daher erst 15 Jahre lang regelmäßig jeden Monat seine Beitragsmarken kleben, um in den Genuß des Al­tersruhegeldes zu kommen bzw. 5 Jahre, um eine Rente megeii Berufsunfähigkeit zu erhalten. Wenn er am 1. 1. 1939 kurz vor der Vollendung feines 60. Lebensjahres stand, so müßte er danach bis über fein 70. Lebensjahr hinaus Beiträge leisten, um die Wartezeit für das Altersruhegeld zu er­füllen.

Aber auch für die jüngeren Handwerker, die ihre Altersversorgungspflicht durch Kleben von Ange- ftelltenverficherungsmarken erfüllen, ist dieses Recht der Nachentrichtung von Beiträgen von wesentlicher Bedeutung. Durch die Nachentrichtung verlegt der Handwerker die Wirkung des Gesetzes für sich um Jahre zurück. Er kann, sofern er die Beiträge für 15 Jahre nachentrichtet, mit einem Schlag die Wartezeit für das Altersruhegeld und für die Be­

mal der Panzer. Wir erleben mehrere Male etwas von der Wucht des deutschen Angriffs, der von den Panzern vorgetragen und von der In­fanterie vollständig gemacht wird. Erschütternd ist auch in diesen Landstrichen der begeisterte Emp­fang, den die Bevölkerung der von den Sowjets unterdrückten Länder den deutschen Soldaten berei­tet. Finnen und Litauer jubeln ihnen zu, helfen ihm auf den grundlosen Wegen, werfen ihm Ge- chenke zu. Alles atmet aus.

Wenn im Finale Großangriffe der deutschen Luftwaffe auf Rückzugsstraßen und Truppen- ansammlungen des Gegners uns von der Totalität des deutschen Angriffs gegen die bolfchewistifche Gefahr überzeugen, dann wird die Ansicht, daß die Sowjets im Großdeutschen Reich ihren Gegner und Meister gefunden haben, zur Gewißheit,

H. H. G.

russunsähigkeit erfüllen. Ihm ist es ferner möglich, durch die Nachentrichtung die Anwartschaft aus einer früheren Zugehörigkeit zur Angestellten- oder Invalidenversicherung wieder hdrzustellen und da­durch über den Weg der Halbdeckung die früher geleisteten Beiträge in der Lehrlings- und Gesellen­zeit für die spätere Rente nutzbar zu machen. Die Höhe der Mindestbeiträge für die Nachentrichtung richtet sich danach, ob der Handwerker voll oder halb seine Beiträge zur Angeftelltenversicherung leistet. Hat er sich voll bei der Angeftelltenversicherung ver­sichert, so hat er für die Nachentrichtung Mindest­beiträge der Klasse C (monatlich 8 RM.) zu zahlen, hat er sich halbversichert, so muß er den Beitrag der Klasse B (monatlich 4 RM.) für die Nachent­richtung zahlen. Die Zeit für die Nachentrichtung kann er selbst bestimmen, sie darf nur 15 Jahre vor Beginn des Inkrafttretens des Handwerkerver- sorgungsgesetzes nicht überschreiten, und es muß eine Zeit sein, in der der Handwerker selbständig gewesen ist. Er kann die Nachentrichtung auch in mehreren Raten vornehmen.

Das Recht, Beiträge für die Zeit bis zum 1. 1. 1924, in der der Handwerker selbständig gewesen ist. nachzuentrichten, chat jeder Handwerker und jede Handwerkerin. Es erlischt, wenn der Handwerker berufsunfähig wird, das 60. Lebensjahr vollendet oder stirbt. Das Recht der Nachentrichtung erlischt ferner in jedem Falle bei Ablauf dieses Jahres am 31. 12. 1941.

Wer cs finanziell ermöglichen kann, sollte von diesem Recht der Nachentrichtung bis zum 31. 12. 1941 Gebrauch machen, um dadurch schnell die Wartezeit zu erfüllen und um erloschene frühere Anwartschaften mieber' aufleben zu lassen, sowie um die Rente aus der Angestelltenoersicherung zu erhöhen, denn für jeden geleisteten Monatsbeitrag erhält der Handwerker außer dem Grundbeitrug

werden. Dagegen steht die eiserne Disziplin des deutschen Soldaten. Kein Fluß, kein Graben, fein Bunker und keine feindliche Panzerphalanr können ihn aufhalten. Ob auf dem Vormarsch auf K o w n o und Dünaburg, im Raum um Bialystok, in Grodno oder B r e st-L i t o w s k, überall herrscht der gleiche Angriffsgeist und dieselbe vor-

Sr. Ley im Gau Hessen-Nassau.

NSG. Am Donnerstag stattete Reichsorganisa­tionsleiter Dr. Ley anläßlich feines Aufenthaltes im Gau Hessen-Nassau in Begleitung von Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger der Firma Al- frei) Teves, Maschinen- und Armaturensabrik G. m. b. H. in Frankfurt a. M. einen Besuch ab. Dr. Ley wurde von der Gefolgschaft der Firma herzlich begrüßt. Sein besonderes Interesse galt vor allem dem neuen Dolkskühlschrank, mit dessen Ent­wicklung das Unternehmen beschäftigt ist

Aus der engeren Heimat.

Landkreis Gießen

+ Grünberg, 3. Juli. Am Donnerstag fand mit einer kleinen Feier die Uebernahme der K l e i n- kinderfchule durch die NS.-Volkswohl­fahrt statt. Bürgermeister König gab einen Ueberblick über die Entwicklung der seitherigen An­stalt und dankte der letzten Diakonissenschwester Berta F i e b i g für ihre treue Arbeit. Ein Ver­treter der Kreisleitung der NSV. Gießen dankte dem Bürgermeister für die Uebergabe der Schule an die NSV. und die dadurch ermöglichte Einrich­tung eines NSV. - Kindergartens, deren der Kreis Wetterau bis jetzt etwa 50 aufweist. Er bat die Mütter, chre Kinder nun in derselben Weise in den Kindergarten zu seiner neuen Leiterin ,Zante Ursula" zu schicken wie seither zur Kleinkinderschule, damit schon die Kleinen im Sinne des Führers er­zogen würden. Weitere Ansprachen hielten noch Ortsgruppenleiter Schütz und NSV.-Amtsleitev Mantel. Erste Kindergärtnerin ist Fräulein Ur­sula Hennig (Gießen), der als Helferin Fräulein Brunhilds Engel (Grünberg) zur Seite steht. Don Interesse ist bei dieser Gelegenheit ein kurzer ge­schichtlicher Ueberblick über die seitherige Kleinkm- derschule. Gegründet wurde sie im Jahre 1877. Die ersten zehn Jahre war sie meist im Hospital unter­gebracht, und erst im Oktober 1887 konnte sie ein eigenes Heim in der Frankfurter Straße beziehen. Die Kosten für das Gebäude 8000 RM. wur­den djtrch Sammlungen, Stiftungen, eine Ver­losung und Darlehen aufgebracht. Im Jahre 1894 übernahm der Armenfonds das Haus mit der noch darauf ruhenden Schuldsumme von 1700 RM., 1899 übernahm er auch die ganze Unterhaltung. Das 30jährige Jubiläum wurde 1907 durch eine größere Veranstaltung in der Turnhalle gefeiert, 1912 er­hielt die Schule den NamenHenriettenstift" zum Andenken an die Frau des Dekans Pullmann, die sich um die Entwicklung der Schule große Ver­dienste erworben hatte und aus deren Nachlaß ein größerer Betrag zum Bau des Hauses gestiftet worden war. Zuletzt wurde das 60jährige Bestehen im Jahre 1937 begangen. Die Schwestern, die an der Schule wirkten, kamen vom Diakonissenhaus Nonnenweier (Baden). Von 1877 bis 1901 wirkte Schwester Charlotte Kuhn, ihr folgte bis 1933 Schwester Babette Kisienberth, dann kam bis Ostern 1937 Schwester Marie Knobloch unb- von da bis jetzt war Schwester Berta Fiebig an der Schule tätig.

# Garbenteich, 2. Juli. Der Kaninchen­zuchtverein hielt am Sonntag in der Wirt­schaft Lang eine Jungtierschau her diesjäh­rigen Zucht ab. Dem als Preisrichter bekannten Züchter H. D i e t r i ch aus Klein-Karben wurde hervorragendes Tiermaterial vorgestellt. Der Ver­ein, der nur noch die vom Reichsnährstand aner­kannten Wirtschaftsrassen züchtet, hatte die Schon sehr gut beschickt und konnte einen sehr guten Be­stich verzeichnen. Die Ausstellungsleitung, die in den Händen von Karl Stumpf lag, hatte gute Werbearbeit geleistet.

* Inheiden, 2. Juli. Der Kaninchen- zuchtverein Hungen veranstaltete in In­heiden eine Werbeschau von Jungtieren der an­erkannten Wirtschaftsrassen mit einer Prämiierung. Das dem Preisrichter Josef W i ß n e r (Neu-Isen­burg) vorgestellte Zuchtmaterial hat alle Erwartun­gen übertroffen. Der Verein züchtet hauptsächlich nur die Rassen Angora, Weiße Wiener und Klein- Chinchilla. Viele Tiere konnten mit hohen Auszeich­nungen bewertet werden, ein Beweis für die vor­bildliche Arbeit im Verein. Die Leitung der Aus­stellung hatte Fritz Ledermann (Hungen).

Auch Kaufgeschäfte

mit Knegsaefangenen sind strafbar.

LPD. Marburg, 3. Juli. Wec^n Uebertre- hmg bzw Nichtbeachtung der gesetzlichen Verord­nung betreffend den Verkehr mit Krisgsaefange- nen hatten sich vor dem Amtsgericht zwei Frauen, ein jugendlicher Bursche unb ein hinges Mädchen, letzteres auch noch wegen Unterschlagung, zu per« antworten. Qie Angeklagten, die in der Schwalm- gcqenb wohnen, wurden beschuldigt, von Kriegs« gefangenen Wollsachen, die diese sich aus ihrer Hei- wat hatten schicken lassen, gekauft zu haben. Als Vermittlerin kam das junge Mädchen in Frage, dem auch zur Last gelegt wurde, den Erlös der verkauften Sachen, etwa 33 RM., dem Eigentü­mer nicht abgeliefert zu haben. Nach eingehender Beweisaufnahme erkannte das Gericht gegen die beiden Frauen auf je drei Wochen Gefänanis. ge- gen das junae Mädchen auf einen Monat Gefäng- ni5, während der Bursche wegen Minderjährig, keit mit einem Wochenendkarzer davonkam. Die Angeklagten hatten sich damit herauszureden ver­sucht, daß ihnen die in Fraae kommenden Verbots nicht bekannt gewesen seien, denn Zeitungen kämen ihnen nicht zu Gesicht. Im Strafantrag sowohl wie auch bei der Urteilsbegründung mürbe in ausführ­licher Weile auf das in hohem Grad-e mürb-Me *unb das Vaterland schädigende Verhalten der An- geklagten hingewiesen.

Grobe Holzdiebstahle auf dem Westerwald

ßpi>. Rennerod (öcfterroalb), 2. Juli. Seit emtger Zeit wurden im Walde bei Seck Diebstähle ausgeführt die zuletzt recht große Ausmaße ange- nommen haben. Einer der Diebs machte diese dunklen Geschäfte" gleich im großen. Er brachte Holz, das für die. Papierindustrie zubereitet war, in die Limburger Gegend unb vertauschte es dort gegen Stroh. Zum Transport mürbe ein ßaftfrafb tragen benutzt. Damit aber nicht genug. Auch dicke etamme wurden verladen und in ein Sägewerk gebracht, um sie zu Brettern derarbeiten zu lasten. Wenbarmerie und Forstbehörde kamen den Dingen a uf öie ©pur und es gelang ihnen, einen Teil des Stebesflutcs Me^uMen. Die Täter sehen jetzt ihrer Aburteilung entgegen.

Goldatenvezüge, die steuerfrei sind.

Zur Beseitigung von Unklarheiten über die steuer­liche Behandlung von Bezügen unserer Soldaten weist das Oberkommando der Wehrmacht darauf hin, daß die nach dem Einsatz-Wehrmachtgebühr- nisgesetz zuständigen Gebührnisse steuerfrei sind. Hierzu gehören: der Wehrsold, die freie Verpflegung einschließlich Geldabfindung für Verpflegung, freie Unterkunft, freie Bekleidung, Bekleidungsentschädi- gung, Einkleidungsbeihilfe, Ausrüstungsbeihilfe, freie Heilfürsorge und alle Zulagen, soweit sie bisher steuerfrei waren, einschließlich der Frontzulage und dex Fliegerzulage. Die Gebührnisse von Angehörigen des Friebensstanbes, die Gehaltsempfänger find, und des Beurlaubtenstandes, die als Festbesoldete des öffentlichen Dienstes Friedensgebüyrniffs nach § 3 Abf. 1 des genannten Gesetzes oder Kriegsbesol­dung erholten, unterliegen nur in der nach Abzug des Ausgleichsbetrages oerbleibenben Höhe der Be­steuerung. Nach dem für die Abgabe der Einkom­mensteuererklärung vorgeschriebenen Muster hat der Steuerpflichtige bei den Einkünften aus nicht selb­ständiger Arbeit die Roheinnahmen ohne jeden Ab­zug anzugeben. Im Einvernehmen mit dem Reichs- sinanzminister weist das Oberkommando der Wehr­macht darauf hin, daß zu den Roheinnahmen in die­sem Sinne nicht die erwähnten steuerfreien Gebühr­nisse unb der erwähnte Ausgleichsbetrag gehören. Bezieher von Aufwandsentschädigungen, z. B. Mi­nisterialzulage, müssen die Hohe der Aufwandsent­schädigung an der dafür vorgesehenen Stelle des Musters der Einkommensteuererklärung besonders angeben.

Welchen 3ufl kann ich benutzen?

Die Reichsbahn ist mit Rücksicht auf die großen Aufgaben des Güterverkehrs insbesondere der Kriegswirtschaft, nicht in der Lage, der Oeffentlich- keit wie im Frieden besondere Züge zur Erleichte­rung des Ferienverkehrs anzudieten. Die Reisenden müssen sich also mit dem eingeschränkten Reisezug­fahrplan abfinden. Während des Spitzenverkehrs zum Ferienbeginn werden wiederum nach näherer Bekanntgabe der Reichsbahndirektion Zulassungs­karten fiir bestimmte Tage, Bahnhöfe und Züge an­gegeben. Die Erfahrung hat gezeigt, daß die Be­setzung der Züge verschieden stark ist. Im Interesse der Reisenden liegt es, die Uebersüllung einzelner Züge zu vermeiden, solange in anderen Zügen viel­leicht noch Platz vorhanden ist. Deshalb werden die Reisenden dringend gebeten, vor Antritt der Reise, spätestens beim Lösen einer Zulassungskarte, sich bei den Fahrkartenausgaben oder Reisebüros zu. erkundigen, welcher von den Zügen nach dem ge­wünschten Ziele am besten für sie geeignet ist.

Hollandfahrt der HI.-Gpielschar.

In der Zeit vom 7. bis 19.7. führt die Spiel- schar des HJ.'Gebietes unb des DDM.-Obergaues Hessen-Nassau unter Leitung des Leiters der Haupt­abteilung III, Bannführer Dr. Bösken, eine Fahrt nach Holland durch, um durch chre Darbie­tungen den Soldaten einen Gruß der Heimt zu bringen. Laienspiel, Chöre, Lieder und Orchester werden eine schöne und abwechslungsreiche Dor- tragsfolge sichern.

3nnuna

für baü Londmaschinen-Handwerk.

Die Handwerkskammer in Darmstadt hat mit Wirkung vorn 1. Juli für das Landmaschinen-Hand- werk in Hosten zwei Innungen gebildet. Die In­nung mit dorn Sitz in Gießen umfaßt das in den oberhessischen Kreisen ansässige Landmaschinen- Handwerk. Zum kommissarischen Obermeister der oberhessischen Innung wurde Schlossermeister Al­bert Braun in Windhausen (Kreis Alsfeld) bestellt.

Die Idee zu diesem Film entstammt einem Ro­man von Horst K e r u 11, Oberbannsührer im Stade der Reichsjugendführung; Kerutt hat auch gemein­sam mit Otto Bernhard Wendler und dem Spiel­leiter R. A. (Stemmte das Drehbuch geschrieben. Der Stoff ist zeitnah, unmittelbar aus dem Lrben der Gegenwart genommen, wenn auch der Schau­platz reckt abseits liegt und nur den wenigsten aus eigener Anschauung bekannt sein dürfte: ein kleines Fischerdorf an der Kurischen Nehrung. Es ist ein armes Dorf, und es steht dort nicht alles zum Besten, bei den Erwachsenen nicht und bei der junaen Generation auch nicht. Aber eines Tages meldet sich ein junger Volksschullehrer und HI.- Führer freiwillig in die Einsamkeit da oben am Meer; er übernimmt die Schule, und alsbald weht ein neuer frischer Wind: er bekommt nicht nur die Jungens der Fischer in die Hand und macht aus ihnen, die schon ein wenig verwahrlost sind, eine ordentliche, brauchbare und fröhliche HJ.-Kamerad- schäft; er sieht auch, über seinen Schulbezirk hin­aus, wo es in diesem Dorfe fehlt. Es ist da ein Wirt und Fischhändler in dem kleinen Nest, der sich durch äußerst fragwürdige Methoden eine gefähr­liche Machtstellung im Dorfe' geschaffen hat; er beutet die Fischer unter dem Schein des Rechtes skrupellos aus und betreibt außerdem das einträg­licheGeschäft" des Spritschmuggels. Ihm ist jedes Mittel recht, um im Trüben zu fischen, und einer der Jungens wird durch feine üblen Machenschaften in einen schweren Gewissenskonflikt gebracht. Aber die Jungens sind in der Hand iyres nichtigen Füh-

Die unerschöpflichen Reserven, die Deutschland an Menschen und Kri^smaterial in diesem Kampf um die Neuordnung Europas zur Verfügung hat, kommen einem so recht erst zum Bewußtsein, wenn man den dokumentarischen Beweis für diese Tat­sache durch die neue Deutsche Wochenschau (565) vor Augen geführt bekommt. Don Finn­land bis Galizien in einer riesigen Ausbrei­tung marschieren unsere Truppen in endlosen Reihen vorwärts. Die Bilder belegen aufs eindringlichste auch die Flüssigkeit des deutschen Angriffs, der Seite an Seite mit den Dölkern vorgetragen wird, die die bolschewistisch« Gefahr für Europa erkannt haben.

Besonders die Finnen nehmen begeisterten Anteil an diesem Kampfe; und wenn durch das Filmbild die Leiden in die Erinnerung gerufen werden, die dieses kleine, tapfere Volk durch den Angriff der an Zahl fast fünfzigfach überlegenen Sowjets in den Jahren 1939/40 zu erdulden hatte, dann hat der Europäer einen Vorgeschmack von der Gefahr, die das blitzschnelle Eingreifen des Führers gebannt hat.

Unheimlich find die Gesichter, di« uns d« Bild- streifen von den gefangenen Sowjets ro leb ergeben. Selbst Zuchthäusler wurden befreit, um gegen die europäische Kultur losgelassen zu

rers zu einer verschworenen Gemeinschaft her an- gewachsen; sie haben die Augen offen und packen zu, sie legen dem. schändlichen Burschen, der ihre Eltern tyrannisiert, das Handwerk und schaffen end­lich klare und auch sozial geordnete Verhältnisse im Dorf.

Der (Spielleiter R. A. Stemmte war offenbar gerade für eine solche Ausgabe der rechte Mann; er erkannte, wie dieser Film, der von den Dingen der jungen Generation handelt, angepackt und ge» dreht werden mußte: indem er nämlich die Jugend ihre eigene Sache vertreten und selberspielen" ließ; der große Vorzug dabei war, daß die Jungens gar nicht zu spielen brauchten, sondern nur ganz natürlich das zu sein und zu tun, was siesonst" auch sind und tun. Sie wurden ausgewählt aus Schülern der Adolf-Hitler-Schillen in Sonthofen und waren mit Feuereifer bei der Sache, eine kleine, prächtige, namenlose Spiel gemein schäft. Sie bestim­men auch darstellerisch fast ausschließlich den Ein­druck. Ihr jugendlicher Lehrer ist Albert Hehn, klar, offen, bestimmt, mit einem Wort ein pfun­diger Kameradschaftsführer. Don der älteren Gene­ration geben Eduard Wandray, der wurm­stichige Gastwirt, Eduard W e n ck und Hilde Ses -- s a k markante Charakterstudien, Dom Regiestab sind ferner der Kameramann Robert B ab e rste und der bekannte Opernkomponist Werner Eg.k zu nennen, der die Musik schrieb. Im Beiprogramm läuft mit vielen aktuellen Bildern di« aroße neue Wochenschau, die schon gesondert besprochen wurde.

Hans Thyriot.

Jteienfeen Scenbadjfal Petershainer Hof Götzen Schotten.

Wir benutzen zu dieser genußreichen Vogelsberg» Wanderung die Bahn über Mücke oder Hungen nach Freiensten und folgen von dort der blauen Dreiecks­markierung, die uns durch das anmutige Seenbach­tal an der reizvoll liegenden Schreinersmühle (Gast­stätte) bis zum' Petershainer Hof bringt. In dem höher gelegenen Gebäude ist einfache Unterkunft. Hier verlassen wir das seitherige Wegezeichen und gehen weißen Dreiecken nach, die uns teilweise durch Wald zur Betzenroder Straße bringen, wo sich uns prächtige Blicke auf den Hohen Voaelsberg und in die Wetterau bis zum Taunus erschließen. Nachdem wir eine kurze Strecke auf der hochliegenden aus­sichtsreichen Straße gewandert sind, verlassen wir diese, steigen auf einem Wiesenpfad abwärts, er­reichen, nachdem wir das Dörfchen Götzen durch­schritten haben, die Staatsstraße, die eine hübsche Aussicht in das Niddatal bietet, und gelangen bald daraus nach unserem Endziel Schotten. Dauer der Wanderung 4Vi Stunden.

Aus der Stadt Gießen.

Oie ersten Pilze.

Vielfach ist die irrige Ansicht verbreitet, daß die Pilzzeit erst im Hochsommer beginne. Das ist wohl hauptsächlich der Tatsache zuzuschreiben, daß die bekanntesten Sorten, wie Pfifferlinge, Cham­pignons, Perlpilze und andere, die wegen ihres nicht selten massenhaften Vorkommens auch von nicht erfahrenen Sammlern leicht gefunden werden, sollen vor August oder September auftreten. Aber zahlreichen Axien begegnen wir, obschon ihre eigent­liche Zeit meist etwas später beginnt, vereinzelt be­reits von Juni ab. Zu ihnen zählt u. a. auch einer unserer besten Speisepilze: der Steinpilz. Zwar finbet man auch ihn in größeren Mengen und ohne .viel Zeitaufwand erst vom späten Sommer ad, aber wer seine Standorte kennt und regelmäßig obsucht, wird, wenn er Glück hat, möglicherweise selbst schon in den nächsten Wochen einige der statt­lichen Pilze mit nach Hause nehmen können.

Zu den frühen Arten gehören auch einige Boviste, die wenigstens jung gut schmecken. Man muß aber diese genießbaren Sorten, wie Flaschen-, Perl- und Eierboviste von dem giftigen dickschaligen und dem unbrauchbaren dünnschaligen Kartoffelbovist unter­scheiden können. Bereits vom Frühjahr ab er- scheint, wie schon sein Name besagt, in Wiesen und Gebüschen der Maipilz, ein großer gelblicher Pilz, der trotz seines Wohlgeschmacks verl)ältnismäßig selten qefammelt zu werden scheint. Kaum aber widerfährt diese Nichtbeachtung verschieldenen all­gemein bekannten Arten, die bereits im Frühsom­mer, wenn auch vorerst meist nur spärlich, zur Stell« sind: dem Butterpilz, dem Kuhpilz und der Ziegenlippe, um nur drei Vertreter der Röhrlings­familie zu nennen, deren vornehmstes Mitglied der Steinpilz ist.

Es braucht eigentlid) nicht ausdrücklich gefordert zu werden, daß jeder angehende Pilzsucher, bevor er ans Sammeln geht, sich gründlich schulen läßt und sich vor allem eine genaue Kenntnis der gifti­gen Pilzsortisn aneignet. Es genügt nicht, nur die verschiedenen Knollenblätterpilze, den Satanspilz, den Fliegenpilz und etwa noch den Hexenpilz zu fermen, um nur einige der gefährlichsten zu nen­nen, denn es gibt ja außerdem noch zahlreiche an­dere, die nicht mit sich spaßen lassen. Aber ein er­fahrener und zuverlässiger Pilzsucher und die fast in allen Städten eingerichteten Beratungsstellen für Pilzsammler (in Gießen der Universitäts-Garten- infpcEtor. i. R. Rehnelt, Heyerweg 18, am soa. Professoreneck) sind gern bereit, Interessenten auf- zuklären und in Zweifelsfällen gründlich zu be­lehren.

Auch das vorn Reichsausschuß für Volkswirt­schaftliche Aufkläruna in Verbindung mit der Reichsfrauenführung perau»gegebene Pilzheft leistet gute Dienste, denn es bringt außer der Pflanzen- veschreibung und guten Abbildungen gleichzeitig Diele Rezepte, die schmackhafte Pilzspeisen' entstehen lassen.

einen Steigerungsbeitrag. Ein Kleben von Marken ist bei der Nachentrichtung nicht notwendig. Die Nachentrichtung erfolgt vielmehr durch die Ueber- weisung des Geldes an die Reichsversicherungsan. statt für Angestellte in Berlin.