M- Jahrgang Nr. 104
ttauabme von tlluteiaett für die Mittagsnummer bisk'/.Ubr des vormittags
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vrShlsche UHlverMStrdruckeret H. taugt General-Anzeiger für Oberhessen •itfittt.9 SchalKratze^EE
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■ JfflSF W & Al»! d Samstag, 3. - Sonntag, 4- Mai 14U
GiehenerAnzeiger
Wiedersehen mit Belgrad
Von unserem K. O. E.-Korrespondenten.
wenn sich Zivilpersonen auf der Straße zeigen.
Die Ruhe hält bis in die Morgenstunden an, wo
nlc ‘ 'mun sieben Sachen zu einem Bündel geschnürt, mit ab-
ÄßÄ TÄÄ gelaufenen Stiefeln und jerriffener Unifom, durch ffln. w ' Ä bll,™ ',8* die Straßen sieijt. ßangfam kommt die eingefchüch.
*fi.3 nnr ,9n„;n 3.mh h,n nnn ®h»r terte Bevölkerung wieder an das Tageslicht und
Reihen stehen sie vor Brunnen und den von der
in der Hauptstraße wird der erste Versuch zum
deutschen Militärverwaltung eingesetzten Wasser-
unb Südwestengland. Heber dem
Flotten-
überschwemmt
' f * sprachen. Ja eins der größten englischen Blätter
Reuyork, 3. Mai. (DRB. Funkspruch.) Die wurde schon vor etwa 10 Tagen derart deutlich, hier von der Insel Kreta vorliegenden neuesten Be- ^schrieb, die neuen Minister brauchten durchrichte geben ein erschütterndes Bild von den dor- ,aus nrcvt ^aus dem Kreise des bisherigen Kabinetts ftgen Verhältnissen, wie sie sich durch die Räumung : äu stammen. Churchill hat die Meirtungen des Lander Hauptorte von der griechischen Zvilbevölkerung < ■eyc^‘Uen^!L*§ "berhört.
und
vier
Fernkampfartillerie der Kriegsmarine nahm
Schutt und Asche auf den Trümmern des zer- kriegswichtigen Zielen des Hafen- und Stadtge-
Eine neue Regierung in Griechenland
Demobilisierung der griechischen Armee.
gefunden. Die Spuren der letzten Wochen stehen diesen Menschen noch auf dem Antlitz, doch ist der Haß, der ihnen von den inzwischen ins Ausland geflüchteten Aufwieglern eingeflößt worden war, fast vollständig verschwunden, und man sieht oft ein schadenfrohes Lächeln, wenn ein serbischer General, jetzt als Gefangener unter tausend anderen, seine
bieles. Weitere Luftangriffe richteten sich gegen Hafen, Industrieanlagen und Flugplätze in 5 üb -
bereits gelungen, Elektrizitäts- und Wasserleitungen in Betrieb zu nehmen. Doch der größte Teil der Stadt hat bisher kein Wasser.
Die Bevölkerung selbst hat sich — so merkwürdig es klingt — schnell in die neuen Verhältnisse hinein-
Regierung Zwetkowitsch seinem während des ersten deutschen Luftangriffs auf Belgrad geborenen Sohn den zutreffenden Namen Stuka.
Der Wolf Panzer
vier Jagdflugzeuge vom Wüster hurricane ab zerstörten ein weiteres Flugzeug am Loden.
Marineartillerie schoß im W i t l e t m e e r britische Torpedoflugzeuge ab.
Flugzeuge der bewaffneten Aufklärung bombardierten mit besonderem Erfolg ein Rüstungswerk an der englischen Südküste und versenkten südlich V t y m 0 u t b ein Handelsschiff.
stühpunkt Scapa Flow wurden zwei Sperrballone abgeschossen.
Kampfhandlungen des Feindes fanden weder bei Tage noch bei Rächt über dem Reichsgebiet statt.
Bei den Kämpfen in Mazedonien und Thrazien haben sich der Wajor E s ch, die Hauptleute Wayerhofer und Pfeifer eines Gebirgsjägerregiments. der Major von Viebahn und der Hauptmann Nietzsche eines Infanterieregiments iowie der Major G i r f ch e r eines Artillerieregiments durch besondere Tapferkeit ausgezeichnet.
Meldungen über die fortschreitende B e - setzung der Inseln des Aegäischen Meeres durch die Deutschen alarmierend, weil dadurch die Aktionsfähigkeit der britischen Kriegsflotte im östlichen Mittelmeerraum immer stärker eingeschränkt wird und die Gefahren für Alexandria u hb den Suez-Kanal zusehends wachsen. Diese Entwicklung wird in beiden Lagern der Kongreßmitglieder mit Spannung verfolgt.
heißt es darin, gelten als entlasten und haben sich auf eigene Kosten zu ihrem Wohnort zu begeben unabhängig vom Jahrgang, alle Angehörigen der griechischen Wehrmacht außer der Schlohwache, der Ausrustungsdepots von Athen, Piräus und Gudi und der Wache des Ehrendenkmals des Unbekannten Soldaten. Die Kadetten werden entlasten und sind verpflichtet, Zivilkleidung anzulegen. Desgleichen dürfen auch die aktiven Offiziere nur Zivil- kleidung tragen.
Jugoslawien und Griechenland trotz feierlicher Versprechungen Roosevelts im Stich ließ. Wenn di?se Macht Englands letzter Bundesgenosse und seine
Kein kämpfender Briie mehr auf dem griechischen Festlands
Gerade jetzt aber hat die neue Regierungsumbildung, zu der Churchill durch den Druck der öffentlichen Meinung Englands nach der neuen schweren Niederlage gezwungen wurde, deutlich gezeigt, daß die politische Atemnot Englands sich auch unmittelbar auf die internen Regierungsgeschäfte der Churchill-Clique erstreckt. Das Land hat teils durch Gruppen von Parlamentariern, teils durch die Presse eine grundlegende Regierungsumbildung verlangt, hat sich also gegen die läppischen Täu- schungsexperimente mit der gelegentlichen Auswechslung von ministeriellen Sündenböcken ausge-
Oer Wehrmachtbericht
Berlin, 2. Mai. (DNB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
3n Griechenland haben die Verbände des deutschen Heeres die Besetzung des Peloponnes beendet. Auf dem griechischen Festland befindet sich kein kämpfender Brite mehr. 3n den Südhäfen des Peloponnes wurden die Reste der fliehenden Briten gestellt, bevor sie auf die Schiffe gehen konnten und gefangen genommen. Die Zahl der britischen Gefangenen erhöhte sich hierbei auf 8200 Mann. Panzerkampfwagen versenkten am 30. April im Golf von Korinth ein feindliches Transportschiff und zwangen ein weiteres zur Ikbergabe.
3n Nordafrika bombardierten starke deutsche und italienische Kampffliegerkräfte wiederholt mit guter Wirkung Befestigungsanlagen des Feindes bei Tobruk. Bombenvolltreffer setzten Batterien außer Gefecht und rieten heftige Explosionen im Fort Pilaskrino m.d in Munitionslagern her- vor. Verbände von Zerstörerflugzeugen griffen erfolgreich in den Erdkcmpf ein, schossen im Luftkampf
Leutnant in einer Aufklärungsabteilung schoß in Afrika den siebenten feindlichen ab.
Kreta von Briten
störten Schloßflügels, die sich wie ein Laoastrom auf d-ie Straße ergießen, auf der die vom Süden kommenden deutschen Panzerverbände unaufhörlich vorbeirasseln. Der Kalemeadan, die alte Türkenfeste, bietet ein ähnliches Bild. Sie ist jetzt ein Trümmerhaufen; in den alten Ruinen waren geschickt getarnte militärische Anlagen. Zersprengte Flakgeschütze, Kisten mit Munition, Soldatenuni- formen, Gewehre, Revolver und die Reste einer zertrümmerten Scheinwerferbatterie liegen verstreut im Gelände. Die Bodenabwehr war kläglich und hörte bereits nach dem ersten Luftangriff auf, als Simowitsch mit G"neralstab und Regierung, mit Gendarmerie und Polizei — nicht zu oeraeffen die englische Gesandtschaft und da? Gold der Nationalbank — die Flucht ergriff. An anderen Punkten der Stadt nxir die Verteidigung nicht besser: im Gegenteil, es herrschte ein Durcheinander bei allen militärischen Stellen und zivilen Behörden, als sich die ersten deutschen Maschinen am Himmel zeigten. Die 9Banrfirenen Belgrads begannen erst zu ertönen, als Hunderte von Tonnen deutscher Sprengbomben bereits auf die Stadt gefallen waren und die Entwarnung kam wenige Minuten vor der zweiten deutschen Angriffswelle. Alle Luftangriffe tarnen also völlig überraschend für die Bevölkerung.
Jetzt verändert sich das Gesicht Belgrads mit jedem Tage. Hunderte von Pionieren sind am Werk und weisen serbische Kriegsgefangene bei den Auf- röumungsarbeiten an. Die Trümmer werden von den Straßen geschafft. Tote geborgen und ein Stab von Facharbeitern ist damit befdyäftigt, die Wasser-, Licht- und Telefonleitungen wieder betriebsfähig zu machen. Die Juden sind in Arbeitskolonnen zusammengefaßt und an Stelle von Mißwirtschaft und Desorganisation ist straffe Disziplin getreten. Es wurden strenge Anordnungen ertasten: Ausaeh- verbot für die gesamte Zivilbevölkerung ab 19 Uhr, Waffenbesitz verboten, Ausschank von Alkohol nur in beschränktem Maße, Passierscheine zum Verlosten und Betreten des Stadtgebietes und dergleichen mehr. Dolmetscher, die durch Armbinden gekennzeichnet sind, sorgen für die Verständigung, und (auch das neue Gemeindeblatt für das besetzte Gebiet Serbiens ist zweisprachig versaßt. In Kürze wird neben ber Deutschen Zeitung in Belgrad die erste serbische Zeitung wieder erscheinen: zur Mtt- t Arbeit hat sich bereits ein Schwarm gewesener Ministerpräsidenten, Außenminister, Pressechefs und Chefredakteure früherer jugoslawischer Zeitungen gemeldet. Ab 7 Uhr abends ist Belgrad tot. Dis Verdunkelung ist infolge der Zerstörung des Elektrizitätswerkes und der Lichtleitungen vollkommen. Militärstreifen durchziehen die Straßen. Nur ab und zu fällt ein Schuß oder blitzt eine Laterne auf,
Belgrad, Ende April 1941.
Der Bahnhof, von dem mir vor Ausbruch des Krieges abgefahren waren, ist nicht mehr. An feiner Stelle ein Trümmerhaufen, ein Wirrwarr von Schutt, Schienen, Betonklötzen und zu Staub verwandelten Backsteinen, alles überdeckt von Asche. Schwere, zielsichere Bomben haben hier tiefe Trichter gerissen, sodaß stellenweise das Grundwasser der Save sichtbar wird. Die Silhoutte der Stadt hat sich nicht verändert. Dort steht das Hochhaus, und in den obersten Stockwerken glitzern sogar die Scheiben in der Frühlingssonne: Dort sind die Kirchen unberührt, und auch das weiße Schloß, wo der letzte serbische König residierte, scheint unversehrt.
Die vor uns liegenden zerstörten Brücken über Save und Drau wurden erst nach den deutschen Angriffen auf Belgrad von den Serben gesprengt, zu einem Zeitpunkt, als das Schicksal des Landes bereits besiegelt war und die Zerstörung der Brük- fen den Peutschen nicht viel zum Schaden, noch den Serben zum Nutzen gereichen konnte. So wurden tne drei schön geschwungenen Brücken — deutsche Reparationsbauten — sinnlos vernichtet, und bei der langwierigen Ueberquerung der Save sehen mir nur wenige Brückenbogen erhalten. Der Rest ist mit Ausnahme der kahlen, plumpen Pfeiler in den Fluten verschwunden oder ragt noch gespenstisch an die Oberfläche. Doch wird durch eine Pontonbrücke bereits der Verkehr zwischen Belgrad und Semlin geregelt.
Im Innern der Stadt sieht es anders aus. Mit erstaunlicher Zielsicherheit haben deutsche Sturzkampfbomber ihre Spreng- und Brandbomben abgeworfen. Kriegsministerium, Ministerpräsidium, Außenministerium und der Offiziersklub, also die Gebäude, wo in den letzten Tagen vor Kriegsausbruch die „große Politik" Serbiens gemacht wurde und die e'rtglisch-nordamerikanifchen Hilfeversprechungen erörtert wurden, sind zerstört. Mit ihnen die Kriegs- und Außenpolitik des einstigen Jugoslawiens. Organisierte serbische Plünderer-Banden Haden die Wohnungen und Geschäfte systematisch ausgeraubt und zerstört. Die Nahrungsmittelknapp- heit in Belgrad ist dadurch enstanden, daß nicht ein einziges Geschäft dem Ansturm der Massen standgehalten hatte und die reichlichen Lager, die feit längerer Zeit aufgestapelt waren, restlos ausgeraubt und aus der Stadt geschafft wurden. Kolonnen von Last' und Personenkraftwagen, von Kraftdroschken und P ferdeg e spann en hatten die Stadt nad) dem ersten Angriff verlassen, allen voran die militärische Führung, die Regierung und die Bemittelten. Die ärmere Bevölkerung hatte man ihrem Schicksal überlassen.
Rings um das alte Schloß in Dedinja starrt Granattrichter auf Granattrichter, und vom Dach des alten Konaks, wo 1903 König Alerander von Serbien mit seiner Geliebten Draga Maschin er-
Athen, 2. Mai. (DNB.) Der Präsident der neuen griechischen Regieruna, General T s ola- ko g l u , hat an das griechische Volk einen Aufruf erlassen. Darin heißt es: „Nach der Besetzung Athens durch die Deutschen, nach der Flucht der Engländer und nachdem der König das Land verlassen hatte, kann keine Rede mehr von einer Fortsetzung des Krieges fein". Das griechische Volk müsse Tatsachen so nehmen, wie sie in Wirklichkeit seien. Griechenland brauche eine starke und autoritäre Regierung, weshalb er sich entschlossen habe, im Einvernehmen mit den Generalen der griechischen Armee d i e neue Regierung zu bilden, die sich auf den Willen des griechischen Volkes stütze. Ziel der Regierung sei, Volk und Land in seinem Unglück die Sicherheit zu gewährleisten. Jeder Grieche werde sich bemühen, durch seine Loyalität der Regierung zu helfen, die mit all ihren Kräften bemüht fein werde, die schweren Lasten, die der Krieg verursacht habe, zu beseitigen.
General Tsolakoglu erinnert sodann an die vergangenen Kämpfe, bei denen er als Truppenführer bekannt geworden sei, Kämpfe, in denen d i e griechische Waffenehre hochgehalten worden fei, denn die griechischen Soldaten hätten sich als würdige Nachkommen der Helden von Marathon, Thermopylae und Plataeae erwiesen. Die gleichen Gründe, die ihn gezwungen hätten, die Weisung zur W a f f e n ft r e rf u n g zu geben, als er die Aussichtslosigkeit des Kampfes gesehen habe, veranlaßten ihn heute zu der Aufforderung an alle, ihm zu folgen, um das geliebte griechische Vaterland wieder aufzubauen. Fern von fremden und privaten Interessen, nur imJnter- esse des Volkes, müsse danach getrachtet werden, daß Griechenland wieder lebe und daß dem Volk Arbeit und Friede gesichert werde. Niemand dürfe schwanken, alle müßten ihr Möglichstes tun. General Tsolakoglu schloß mit den Worten: „Ich verlasse mich auf den Patriotismus eines jeden einzelnen von Euch!"
Der Rundfunksender Athen gab einen Befehl des Kriegsministers Bakos über die Demobilisierung der gesamten griechischen Armee bekannt. Mit der Verlautbarung dieses Befehls, so
Die von England verratenen und von der geflüchteten Exregierung Tsuderos mit lügenhaftem Phrasendrusch bedachten Griechen haben eine neue Regierung erhalten. Im Einvernehmen mit den Generalen der griechischen Armee, die das griechische Volk nicht im Stich ließen und sich nicht auf englische Schiffe flüchteten, hat General T s ola- ko g l u, der frühere Oberbefehlshaber der griechischen Epirus-Armee, eine neue Regierung gebildet. Aus feinem Aufruf an das griechische Volk spricht das ehrliche Bemühen, Wirklichkeitspolitik zu treiben. Der ehemalige Oberbefehlshaber der tapferen Epirus-Armee hat genügend Widerhall im Volke, um feinen Versuch, zu retten, was zu retten ist, wagen zu können. Aehnlich wie Marschall Petain und General Weygand in Frankreich, hat Tsolakoglu gehandelt. Während die Renaud und Dala- dier ihr Volk in der höchsten Gefahr verließen und sinnlosen Widerstand zu entfachen versuchten erkannten diese Generale das Sinnlose des Verblutens für englische Ziele und suchten Verständigung mit den Siegern.
Wir haben nichts gegen die Volker, deren Regierungen sich als Büttel der englischen Dernichtungs- sucht erwiesen. General Tsolakoglu hat die gleiche Erfahrung mit der englischen Verräterei gemacht wie alle anderen Generale der geschlagenen Natto- nen. Beginnen wir bei Norwegen. Dort ließen die tapfer flüchtenden Engländer in Namsos den norwegischen Oberst Götz ihren Rückzug decken und sagten ihm nicht einmal, daß sie das Hasenpanier ergriffen hätten. Als König Leopold von Belgien kapitulierte, wurde er in öffentlicher Sitzung des Unterhauses von Churchill als Verräter geschmäht, währekckl doch nur das Aussichtslose der
mordet wurde - es ist sicher k^u Zufall, daß schiff^ oor Dover unter wirksames Aeuer. föl * der wen Aach, belegten «ampsfl.egerver grads Vabanquespiel, damals den Mördern Einlaß bande den Versorgungshafen Liverpool erneut in das Schloß qewäbrie — ist die königliche Krone mit Spreng- und Brandbomben. Es entstanden von der Kuppel gestürzt und liegt jetzt inmitten von ausgedehnte Brände und mehrere Explosionen in
zwecks Unterbringung der in immer neuen Scha-! RUe ein Schmarotzer atmete dieses überalterte ren teilweise auf Fischerbooten aus Griechenland . England bisher militärisch durch die Lungen seiner geflüchteten Engländern gestaltet haben. Es macht betrogenen Bundesgenossen. Diese Lungen sind zer- sich eine zunehmende Erbitterung der griechischen s stört, eine nach der anderen. Nun konzentriert sich Bevölkerung der Insel gegen die Unzahl Engländer i Ae letzte Hoffnung des unheilbar asthmatischen bemerkbar, deren Erscheinen die Lebensmitteloer- Englands auf eine Macht, die 6000 km weit ent» forgung der Insel in größte Schwierigkeiten ge- kernt jenseits des Ozeans sitzt und in den Ruf eines bracht hat. Neben der Lage auf Kreta find die ; Betrügers gekommen ist, seitdem sie Staaten wie
sprengwagen, um ihre Ration »uVÄ. SÄ® ±
Außenbezirken d°r,Si°Lt ist es deutschen Pionieren U^eam."^ -^maligen
Englands poliWeö Asthma.
In lapidarer Kürze meldet am Freitag das Oberkommando der Wehrmacht: „In Griechenland haben die Verbände des deutschen Heeres die Besetzung des Peloponnes beendet. Auf dem griechischen Festland befindet sich kein kämpfender Brite mehr." Die Art, wie England auf dem Balkan nun bis über die letzten Seehäfen hinaus ausge- schaltet wurde, ist charakteristisch für die zunehmende Verknappung feiner politischen Etc^, _n und ist zudem eins von vielen Anzeichen für die verschärfte politische Atemnot des Britenreiches. Wenn man sich die Geschichte dieses Krieges kurz vor Augen hält, dann ergibt sich, daß England sozusagen rund um Europa herum bis zu seiner letzten Etappe im Balkan gejagt wurde, ohne daß es irgendwo auch nur noch mit einem Finger ankrallen konnte. Wie Englands Schlachtfelder in Europa bitter knapp geworden find, obwohl sie immer in anderer Herren Länder gesucht wurden, so fehlt ihm jetzt nicht nur ein neifes Schlachtfeld auf europäischem Boden, sondern auch das vorbereitende Hinterland, die Etappe dazu.
Im gleichen Ausmaß wird ferner jener Sektor der englischen Kriegführung schmäler, den man als Etappe Rüstung bezeichnen könnte. Zum drittenmal hat die englische Wehrmacht jetzt schwere Einbußen an Rüstungsmaterial erlitten, das nicht mehr auf die Schiffe geflüchtet werden konnte. Diese Einbußen wiegen um so schwerer, als die heimische Rüftungsinduftrie infolge weitgehender Zerstörungen längst nicht mehr in der Lage ist, den Bedarf ber Wehrmacht zu decken. Dazu kommt, daß die Spekulationen auf die amerikanische Rüstungshilfe bisher ein sehr ungenügend gedeckter Wechsel auf eine vage Zukunft geblieben sind.
Fortsetzung des Kampfes den Belgierkänig zwang, zu kapitulieren. Und vergeblich haben Pötain und W e y g a n d für Frankreich von England Er. füllung feiner Versprechungen und Einsatz der RAF. gefordert. Nach dem Zusammenbruch des wahnwitzigen Abenteuers serbischer Generale, die von England bestochen waren und den Krieg statt den von der Regierung Zwetkowitsch gefchlossenen Frieden mit Deutschland wählten, haben die Eng» tauber in Griechenland eine Rolle gespielt, die die griechischen Militärs auf das Tiefste erbittern mußte. Während die Epirus-Armee unter General Tsolakoglu tapfer gegen Deutsche und Italiener kämpfte, kniffen die Engländer aus, sie flüchteten über drei Gebirgsriegel hinweg, sie entblößten dadurch die griechische Flanke und ermöglichten den deutschen Truppen den Durchbruch nach Jannina. Durch diesen feigen Verrat haben die Briten jeden Griechen empört Verräterische Feigheit britischer Militärs gegenüber den Nationen, die sie hochnäsig nur als Vorkämpfer gegen Deutschland be- nutzten, und schnöde Preisgaben, als diese Regierungen chren Lohn erhielten, hat die . Volker aufgeweckt. Der künstliche britische Nimbus ist zusammen mit der britischen Ehre in Schmutz zerronnen. Die Volker Europas bestimmen jetzt über sich selbst. Ihre ehemaligen Regierungen mögen in London oder anderswo unter englische Röcke gekrochen fein und tapfer die Volker, die sie ins Unglück geführt, vom sicheren Port aus, schmähen, ober zum sinnlosen Widerstanb aufforbem. Wer an ber Spitze einer Nation stand, hat die Verpflichtung, sie auch im Unglück nicht zu verlassen. Sie haben es boch getan, sie haben ihre Nationen verraten und sind deshalb unwürdig, im Namen dieser Nattonen zu sprechen. Das griechische Beispiel zeigt, daß den Völkern endlich die Augen über diese Regierungen aufgegangen sind. E. S.
Oie Wirklichkeit setzt sich durch
Madrid, 2. Mai. (Europapreß.) Zur Bildung der neuen autoritären Regierung in Griechenland schreibt die Zeitung „Pueblo", die Wirklichkeit fetze sich jetzt durch, und es fei nötig, alte gegensätzliche Ideen aufzugeben. Regierungen, die ihre Völker nach der Niederlage ihrer Verzweiflung überließen, ohne auch nur bas Geringste für sie zu tun, seien nicht einmal imftanbe, sich ein klares Bild über die wirklichen Ereignisse zu machen, denn ihr Wahn nach unmöglichen Siegen und chre Träume von katastrophaler Revanche machten sie blind für Gegebenheiten des Tages, die nur durch gemeinsame Leiden und Hoffnungen begriffen werden könnten. Die, die ihr Vaterland verließen, seien nicht imstande, neue Wege zu zeigen und würden nie die Neuordnung Europas verstehen, die später ihre Spuren im Herzen eine? jeden Europäers hinterlassen werden.


