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Dienstag, 2. Dezember Ml

91. Jahrgang Rn 286

Oer Block der 400 Millionen

Nach der Rückkehr in die Hauptstädte ihrer Län-

n-Konaretz in Berlin zusammen- ihrer Genugtuung darüber Aus-

iner gemeinsamen Politik schlüssig geworden sind

hat diesen Kongreh den zweiten Berti- Kongreß in Erinnerung an die Glanzzeiten

Dr. Goebbels über die Einheit von Politik und Kriegführung

Die große Stunde fordert von uns das Letzte, bietet der Ration aber auch das Höchste."

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er haben die verschiedenen Staatsmänner, die auf em Antikomintern ----!-----

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Der Wehrmachtbericht.

DRV. Aus dem F ü h r er h a u P t q ua r l l er 1. Dezember. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: v . s

JmRaumeoonSoftoro sehleder $einb auch gestern leine Gegenangriffe unter ruckfichisiofcm Lm fad non Menschen und material fort. Lr erlitt dabei wieder schwerste blutige Verluste.

Im Raume von Moskau angreifende In- fanferie- und Panzerverbände smd in weitere Vordringen gegen die sowjetische hauplsta .

Vor Leningrad setzte der Gegner feine w - geblichen Ausbruchsversuche auch gestern ort öc der Abwehr eines mit stärkeren Kräften iu Eis der Newa geführten Angriffs verlor der Feind bei hohen blutigen Verlusten zahlreiche Gefangen sowie 30 Panzer, darunter sechs schwerste.

Die Luftwaffe bekämpfte 'm Mittel- und Nordabschnitt der Front mit guter Wirkung Nach­schubwege der Sowjets. Ostwärts des w o d) wurden Truppenunterkünfte und Materlallage bardiert. In den Gewässern nm K r o n st a lenkten Kampfflugzeuge einen Cisb recy .

ein größerer Frachter wurde durch Bombenwurf schwer beschädigt, weitere Luftangriffe richteten sich gegen Moskau und Leningrad.

An der schottischen O st k ü st e griff die Luftwaffe bei Tage einen Flugplatz mit Bomben und Bordwaffen an. In hallen und Unterkünften wurden Volltreffer erzielt und mehrere am Boden abgestellte Flugzeuge beschädigt. Bei Nacht griffen Kampfflug­zeuge Hafenanlagen in S ü d w e st e n g l a n d an.

In Nordafrika dauern die Kämpfe südost­wärts Tobruk noch an. Von Süden her geführte britische Gegenangriffe wurden erfolgreich abge- roiefen. Deutsche und italienische Kampf- und Iagd- flieqeroerbänhe unterstützten die Operationen.

Britische Bomber griffen in der letzten Nacht das norddeutfche Küstengebiet an. In Ham­burg und Emden hatte die Zivilbevölkerung Verluste an Toten und verletzten. Die britische Luft­waffe erlitt bei diesen Angriffen wieder schwere Ver- luste. Sie verlor 15 Flugzeuge, von denen zehn durch Einheiten der Kriegsmarine abgeschossen wurden.

(schwere Verluste der britischen Lustwaffe.

zwischen (^örinq und V^tarn.

Paris. 1. Dez. lDNV.) Am 1. Dezember fand in St. Florentin-Vergigny zwischen Reichsmarschall Göring und Marschall p L t a i n eine längere Unterredung über die Deutschland und Frankreich interessierenden Fragen statt.

Bulgariens Gebietsgewinn ieitAeuiily

Sofia, 1. Dez. (Europapreß.) Heber das jetzige Flächenausmah des bulgarischen Staatsgebietes ver­öffentlichtPrasnitfchni Westi" die neuesten An- gaben. Danach umfaßte Bulgarien nach dem Ver- trag von Keuilly 103 146 qkm. Nach dem Vertrag von Craiova kam das Gebiet der D o b r u d sch a mit 7726 qkm und im Frühjahr dieses Jahres Mazedonien mit 36672 sowie Thrazien mit 18 308 qkm hinzu, so daß das Gesamtausmaß des bulgarischen Staatsgebietes nunmehr 165 852 qkm gegenüber früher 103 146 beträgt 73 v. h der Be­völkerung Bulgariens betreiben Landwirtschaft.

Berlin, 1. Dezember. (DNB.) Reichsminister Dr Goebbels sprach in der Berliner Universität im'Rahmen der Deutschen Akademie vor gelatenen Gästen aus Dipomatie, Regierung, tei, Wirtschaft, Kultur und Prefse. Dr. Goebbels pries zu Beginn seiner Rede den Geist der Statte, ain ter er sprach, und von der F, ch t e ernst bie Kation aufrief, ein Geist, in dem sich sentimentalltatsloser Realismus und wohltuende Bewegtheit des Herzens paaren, und der sich in unseren geschichtlichenSUm- den immer durch eine besondere Art von beharr- lichem Gleichmut und innerer Kraft auszeichnete.

Wenn der Krieg, so führte Dr. Goebbe saus b e Fortführung der Politik mit anderen Mitteln ist so Ht andererseits auch die Politik die Forfuhrung des Krieges mit anderen Mitteln. Kur wenn Politik und Kriegführung in einer Hand liegen, wie heute m Deustchland.'ist zu verhindern, daß wieder die Feder verdirbt, was das Schwert erobert hat Wenn wir einmal den deutschen Sieg in Händen haben, so wird er das Ergebnis eines höchsten Zusammenspiels all-r Kräfte unseres Volkes darstellen. .

Dr. Goebbels traf dabei vor feinen Zuhörern die Feststellung, daß eine überlegenes a d) r i ch - ten Politik im Kriege nicht nur -'N-Informa, tionsmittel, sondern auch unter Umstanden schlach­tenbeeinflussendes Kriegsmittel ist. Er sprach von den Perioden des Schweigens der deut­schen Führung, die noch meist die stunden vor großen Entscheidungen waren, und stellte fest daß es uns manchmal vorteilhafter erschiene, den Eng­ländern für den Augenblick den psychologischen Er­folg zu lassen, den materiellen Erwlg aber für uns zu behalten. Ein zeitweiliges Verstummen kann sich die deutsche Nachrichtenpolitik jeboef) nur leisten, weil sie dank ber imer wieder bewiesenen Rich- t; a k e i t ihrer Mitteilungen einen so großen Hrc- bit im In- und Ausland genießt, schweigt der, der die Verantwortung trägt, dann soll die Nation in scheuer Ehrfurcht davor stillstehen: denn nicht selten wird in seiner Schweigsamkeit geboren, was über Tag und Jahr Geschichte fein wirb. Und Ge­schichte wird heute gemacht.

Der Minister erinnerte an die schlüssigen Beweise für die Angriffsabsichten der Sowjetunion und schilderte, wie die notwendigen Waffen hierfür un- ter dem bolschewistischen Zwang von den 180 Mil­lionen Menschen geschmiedet wurden, tue aiif örunb des niedrigsten Lebensstandards m lenem riesigen Raum ein Küftungserperiment ermöglichten, dem mir auf die Dauer nichts gleichwertiges hatten ent-

ietroh'cn waren, , v

ruck gegeben, daß nunmehr 400 Millionen, also die Ingehörigen der aufwärts und nach Gerechtigkeit -redenden Rationen, sich über Wege und Ziele

geschäfte mit Uebersee und um ihre Einnahmen von englischen Pfunden bangten. Die breite Volks- mässe in den Städten lebte von diesem Uebersee- handel. Daß inzwischen der handel mit dem Reich zunahm, wurde zunächst nicht beachtet, die Ver­sicherungen liefen weiter über Lloyds! Die Tat­sache, daß alle beteiligten Stände ihre Gelder in England hatten und daß die großen Getreideein- fäufc in englischen Uebersee-Besitzungen getätigt wurden, war ausschlaggebend.

Daneben gab es aber natürlich auch genug Men­schen, die die ungeheure Wandlung, die in Europa im Gange war, klar erkannten. Diese beiden Rich­tungen führten einen unterirdischen Kampf. Jene, denen das Geld, die Presse und der Rundfunk ge­hörten, führten ihn mit weitaus größerem Erfolge als die anderen, die nichts hatten als bie lieber- zeugung, daß sich auch Griechenland der neuen Ord­nung anpassen sollte. Die antideutsche und anti italienische Propaganda wurde eifrigst betrieben und Englands Ansprüche wurden stets unterstützt. In diesem Sinne führte man dann auch den Krieg, ber für Griechenlanb in kurzer Zeit vorüber war und über bas Canb hinweggegangen ist wie ein kalter Schauer.

Fast über Rächt stanb Griechenlanb vor neuen Problemen. England und seine Exponenten waren vertrieben. Uebriggeblieben waren jene bei­den Mächte, gegen die in ganz Griechenland Jahr und Tag Sturm gelaufen worden, war. Und jetzt wirkte sich wiederum jene Mentalität der Langsam­keit aus. Das Volk verstand kaum, wie alles ge­schehen war, da die reichen Leute doch immer noch ihr Geld In England haben und ihre Sch ffe immer noch für englische Rechnung fahren. Kein Wunder, daß eine vollkommene Hilflosigkeit entstand. Die Männer, die schon seit Jahren die Entwicklung tonv men sahen und einen lange vergeblichen Kampf um die neue Richtung geführt hatten, sind heute die Mahner und einzig Berufenen, die das Volk auf den neuen Wegen führen wollen und müssen. Diese Wege heute zu finden, ist schwerer als es früher gewesen wäre, denn heute ist Griechenland voll von Problemen, die die englische Blockade, der britische Goldraub und der Verlust der gesamten Flotte ge­stellt haben.

Richt nur in wirtschaftlicher, sondern auch in poli­tischer Hinsicht muh Griechenland umzulernen be­ginnen. Griechenland muß dazu geführt werden, sich nicht zwischen Europa und Mittelmeer, sondern ausschließlich in Europa zu fühlen. Das ist die poli­tische Ausgabe, die ihm gestellt ist. Don ber Zeit, d t die Lösung dieser Ausgabe benötigt, wird zu einem , guten Teil die Zeitspanne abhängen, die Griechen- i land zu einem neuen Ausstieg benötigt

davon, bie England noch verbleibewbe Widerstands­kraft etwa zu unterschätzen, machte Dr. Goebbels den Versuch, bas voneinander zu unterscheiden, was an Churchills Angaben Bluff und was Wirklichkeit ist. Dabei erklärte Dr. Goebbels, daß bei den von Churchill in letzter Zeit mehrfach behaupteten an, geblichen deutschen Friedensfühlern nur ber Wunsch ber Vater des Gedankens sei.

Im Hinblick auf Roosevelts Rolle untersuchte Dr. Goebbels die wirtschaftlichen, politischen und militärischen Möglichkeiten und Unmöglichkeiten ber Vereinigten Staaten. Er entfleitete bie Thesen bes USA.-Präsitenten ihrer bürftigen bemokratischen und Humanitären Phrasen, ließ seine Machtgelüste und bie Herrschaftsansprüche ber hinter ihm stehen- ben Kräfte klar werben, um glenbzeitig bie Gren­zen ihrer Möglichkeit anzubeuten. Die Weltgeschichte mürbe ihren Sinn verlieren, wenn ber älteste Kul­turkontinent, Europa, ausgerechnet vom Präsiden'en Roosevelt über ben Fortgang seiner weiteren Geschichte belehrt werben mühte. Dr. Goebbels stellte der Drohung aus USA. bie Tatsache gegenüber, bah wir fest, sicher und vollkommen unangreif­bar auf unserem Kontinent sitzen. Die gegnerischen Stellungen dagegen werden von Woche zu Woche

in Uebersee. Auch sonst hatten alle reichen ßeuir ihre Vermögen in England.

Die Politiker waren englisch eingestellt, auch bei- König als er aus dem Eril zuruckkam bachte rein englisch Die Presse gehörte den Juden oder englandfrcundlichen Elementen, die Propaganda wurde von Leuten betrieben, die um ihre handels-

Athen.^m November 1941.

Wenn in Deutschland der Herbstwind die letzten Blätter von den Bäumen reiht, ber Himmel sich eintrübt und aus ber leuchtenden Farbensymphonie des Spätsommers schlichtes Grau wird da be­ginnt in Griechenland die gesamte Natur einen zweiten Frühling vorzubereiten. Der Hirn- mel erstrahlt in wolkenloser Klarheit,' bie Mandel­bäume beginnen zu blühen, in wenigen Wochen gibt es wieder Flieder. Der Ablauf ber Jahreszei­ten, wie er etwa in Mitteleuropa vor sich geht, ist hier völlig verändert, hier bedeutet Sommer Dürre, brachliegende Felder, von der Sonne versengte Grünhänge. Dafür sind aber Herbst und Frühling so lang und gleichmäßig, bah mehr gedeihen und wachsen könnte als jemals in der deutschen Heimat.

Diese Freigebigkeit der Natur, so schön sie ist, bringt für bie Menschen, die von ihr verwöhnt wer­den, gewisse Gefahren, sobald das Volk diesen na­türlichen Gegebenheiten allzu sehr nachgibt. Mit wenig Arbeit wird auch bas Notwendige erreicht. Wozu sich also besonders anstrengen, um der Natur noch mehr abzuringkn? Diese Mentalität wirkt sich nicht nur im Wirtschaftlichen, sie wirkt sich auch im Politischen aus. Man braucht unendlich lange, um von altem Denken und alten Wünschen frei zu werden und sich den neuen Notwendigkeiten und Forderungen anzupossen. Nur so ist cs ver­ständlich, daß heute trotz größeren Bedarfes die gel­ber immer noch genau so bebaut werben wie zu Zeiten, ba bie alten Griechen ihre Epen und Oden schrieben.

Berlin, 1. Dez. (DNB.) Rach den neuesten Feststellungen sind die Verluste, die die britische Luftwaffe bei ihren Einflügen in das Gebiet der Deutschen Bucht inderNachtzuml. Dezem- b e r erlitt, noch höher, als bisher betanntge- geben wurde. Selbst der britische Rundfunk mußte den Abschuß non 19 Bom b e r n melden. Da- ipit wird von britischer Seite bestätigt, daß 20 v h. der an diesen Einflüaen beteiligten Maschinen der deutschen Flak- und Marineartillerie sowie Nacht- jägern und Dorpostenbooten zum Opfer gefallen sind und dabei über 100 Mann ausgebildeter Flug­zeugbesatzungen dabei verloren gegangen sind. Diese Einbuße steht in keinem Verhältnis zu den ange- richteten Schäden, da bie britischen Flieger weder militärische Ziele noch kriegswichtige Anlagen ge­troffen haben.

Mnferrebunq

Griechenlands politische Aufgabe

Von unserem F. v. C.-Korrespondenten.

gefährdeter.

Der Minister gab dann einen Ueberblick über die Judenfrage, an die man nicht mit Sentimen­talität Herangehen darf, sondern in klarer Erkennt­nis der geschichtlichen Schuld, die das Judentum auf sich lud. Der Führer sprach am 30. Januar 1939 im Deutschen Reichstag die Prophezeiung aus, daß, wenn es dem internationalen Finanzjudentum ge­lingen sollte, die Völker noch einmal in einen Welt­krieg zu stürzen, das Ergebnis nicht die Dolfchewi- fierung der Erde und damit der Sieg des Juden­tums sein würde, sondern die Vernichtung der jüdischen Rasse in Europa. Wir er­leben eben den Vollzug dieser Prophezeiung. Dr. Goebbels sprach klar aus, daß wir in diesem Kampf, den wir bis zur letzten Konsequenz durchfechten werden, nicht mehr zurück wollen und nicht mehr zurück können. Den rührseligen Argumenten einiger zurückgebliebener Judenfreunde antwortete er:Sie würden wahrscheinlich Auge, Rase und Mund auf­sperren, wenn sie chre lieben Juden sich einmal im Besitze der Macht betätigen sähen. Aber bann wäre es zu spät, unb teshald ist es bie Pflicht einer nationalen Führung, mit ben Ihr geeignet erschü- nenben Mitteln dafür zu sorgen, daß dieser Zu­stand nie eintritt. So wie bie Vorherrschaft bes

gegenstellen können. Wir sind nur 90 Millionen, - wir können angesichts des Lebensstandards unseres Volkes nicht über ein Vierteljahrhundert den Woh­nungsbau einstellen, das Volk nur mit Ruben er- nähren und jede Kultur abdrosseln, um einer sol- chen stets wachsenden Bedrohung standzuhalten. Darüber hinaus wären wir, wenn wir den Stoß abgewartet hätten, nicht in der Lage gewesen, Re- eroen in Hülle und Fülle heranzuführen, um )ie vom bolschewistischen Wahnsinn aufgeriebenen Lücken zu füllen. Wir würden, wenn die Sowjets mit roher Händ in den komplizierten Wirtsckafts- unb Agrarmechanismus unseres hochzivilisierten Landes hätten eingreifen können, in kürzester Frist zugrunde gegangen fein.

Dr. Goebbels schilderte die Lage Deutsch­lands zwischen der von Osten drohenden, ful- turoernichtenden bolschewistischen Gefahr und dem herrschaftsanfpruch der westlichen Demo- krakie und ließ dann aus der Gefahr dlefer Konstellation die uns gebotene einzigar­tige historifche Gelegenheit erstehen. Niemals in unserer Geschichte, so sagte er. wa­ren die nationalen Chancen so günstig und da­mit der Einsatz so erfolgversprechend, wie heute. Die große Stunde fordert von uns allen das Letzte, bietet der Ration aber auch das höchste. Rie waren wir so gerüstet wie jetzt, nie hatten wir ein so umfassendes wirtschaftliches Poten­tial. nie waren wir im Besitz so ausschlagge­bender militärischer Machtpositionen wie gegen­wärtig. und nie hatten wir eine so glänzende Führung wie in diesem schicksalhaften Ringen. Seit einem Dierteljahrhundert stehen wir im Kamps, hat bas deutsche Volk sich kaum noch fei­nes Lebensrechtes erfreuen können. Das muß an­ders werden. Keiner von uns will wieder von vorne anfangen. Das gigantische Ringen um die führende Großmachtstellunq des Reiches ist im Gange. Koch einmal werfen sich die Kräfte ber Unterwelt in einem Kiefenanfturm auf uns, um uns niederzubre- eben Sie werden scheitern. Wie will England über- Haupt siegen oder besser gesagt, wie will es nicht besiegt werden? Dr. Goebbels charakterisierte Chur- ch j l l s Kriegspolitik unb traf babei die Feststellur^: Wer sich mit bem Bolschewismus oerbünbet, um ihn als Verwüster gegen Europa anzusetzen, kann nur als ein im tiefsten Sinne chaotischer und europa- feindlicher Mensch angesehen werben. Weit entfernt

Griechenlanb war burch mehr als zwei Jahr­zehnte barauf eingestellt, ein 11 e b e r g a n g s l a n b zwischen Europa unb dem Mittelmecr zu fein. In biesem Mittelmeer, bas ehedem ganz eindeutig ein englisches Meer war, hat sich nun seit 1936 Stallen seine Stellung erobert. In Europa, vor allem aber im Korben Griechenlands, gab es gleich­zeitig eine Staatengruppe B a l f a n (E n - tente genannt, die sich viele Jahre hindurch, unterstützt durch die Westmächte unb ben Völker­bund, eine große Rolle heimaß, bis dann eine neu- erstarkte Macht das Großdeutsche Reich die Verhältnisse in diesem Raume auf ihre ur­sprüngliche unb seit vielen Generationen bewährte Formel zurückbrachte.

Damit war die Linie, die Gr'ecdenland viele Jahre hindurch vertrat und die deutlich auf Eng­land und die von England Politisch abhängige Bal- kan-Entente abgestimmt war, mehr und mehr ver- wischt. Während sich früher in Griechenland Poli- tifer um die Macht im eigenen Staate stritten, während Generale und Staatsmänner Bürger- kriege inszenierten, kam plötzlich etwas neues ins Blickfeld: die Achsenmächte, die verlangten, daß die Staaten Europas vor allem europäisch zu beu­ten hätten. Damit waren neue Reibungsflächen in Griechenland geschaffen: die Reeder, die reichsten Männer im Lande, hatten ihr Geld in England, ihre Schiffe waren bet Lloyds versichert, sie fuhren

Metzener Anzeiger

wKwiSa», General-Anzeiger für Oberheffen -ässst

ts Bismarckreiches genannt, da 1878 Bismarck als hrlicher Makler sich mühte, aus den russisch-türki ächen Kriegsdifferenzen unb dem verhängnisvollen Linschalten ter Seemacht England in diese die hne- )enserhaltende Resultante aus diesem Parallelo- zramm widerstreitender Kräfte zu ziehen.

Aber während Bismarck sich mühte, wirklich ehr- Icher Makler zu sein, ist heute, wie die verschiedenen lluslandsstimmen sagen, insofern die Sache geklär- itr, als es heute keine Differenzen auszugleichen ijibt, sondern alle Kräfte a u f ein Ziel g e - - ichtet sind, nämlich den Bolschewismus enbgüb ig niederzuwerfen unb damit gleichzeitig auch ber Ztalin unterstützenden anglo-amerikanischen Pluto- Iratie eine schwere Niederlage beizubringen. Fast libereinstimmend wirb betont, heute gruppiere sich 1 bie Welt ber Keuorbnungsbeftrebungen um einen ijlapn, den primus inter pares, Adolf Hitler, »ährend bie nihilistischen Kräfte bes Bolschewis- j mus, bes Mammonismus unb bamit bes Juden­tums ihren sehr negativen Ausdruck in Roose- seit gefunden hätten, der vergebens strebe, über- ' iill Unheil anzurichten und direkt ein Förderer des

Der Block von 400 Millionen erstreckt sich nicht | nur auf das europäische Festland, sondern er um- ; faßt die jungen, selbstbewußten unb für bie Keu= , orbnung in Oftafien (ämpfenben Völker asiati­scher Kultur, wie bas China Wangtschingweis, Manbschukuo und Japan. Gerade sie haben die glei­chen Aufgaben gegenüber den Künsten eines Roose­velt unb sie werben diese Künste scheitern laßen. Darüber herrscht kein Zweifel. Die Aggressionspoli­tik Roosevelts gegenüber Fernost ist fett langem durchaus aggressiv gegen Japan gewesen^ Mit allen Mitteln versuchte Nosoevelt, Japan emzukesseln. Der japanische Ministerpräsident Tojo hat soeben erklärt die USA. und England erstrebten bie Vorherrschaft in Asienindem sie die ostasiatischen Völker gegen­einander ausspielten", Tschiangkaischek tanze nach der Pfeife ber USA. unb bes Kommunismus. In Nanking hat Präsibent Wangtschingwei erklärt bie Ausrottung bes Kommunismus in ber ganzen Wett fei zum Heile ber Völker notroenbig. Der Versuch der japanifchen Regierung, Roosevelt von feinen aggressiven Schritten zurückzuhalten, ihn durch Ver- nunftgrünbe zu überzeugen, baß seine rem perfon- . liche Politik bie USA., mit der jeder in Frieden zu- lammenleben möchte, in ein namenloses..Unglück stürzt, diese Fricdensversuche scheinen gegenüber Der wahnwitzigen Starrköpfigkeit Poosevelts vergeblich gemefen au fein. Er f-tzt leine Versuche, den Bo,, schewi-chus unb I|d)ian6taifd)et zu unterstützen, also bie Feinte Japans unb einer neuen asiatischen Orbnung fort. Wie aus Tokio gemeldet wirb, sind die USA. entschlossen, nach dem Vorb'lb der atlan- tischen Schissspatrouille gegen Deutschland letzt auch eine asiatische Luftpatrouille gegen Japan, die Uhi- riefen unb Manbschukuo einzurichten. Die amtliche japanische Nachrichtenagentur Dome, spricht von der Möglichkeit amerikamsch-iapanischer Zusam­menstöße "im Luftmeer, Japans Interesse liege m der Freihaltung des Luftraumes über der Burma- ftraße von einer amerikanischen Luftpatrouille, bie beispiellos wäre in ber Geschichte, genau so, ro e Roosevelts Verhalten gegenüber Deut chlanb. Wir erinnern an bie Worte bes Re.chsaußenministers, der in feiner großen Rebe sagte, in Ostasien stehe bie Großmacht Japan,die dort L)err der melieren Entwicklung i|l und der auf die Dauer kerne Macht der Wett d e ihr zukommende deherrfchcnde «tet lung streitig machen kann". Denn der Block^der^ Millionen ist einig in der Wahrung feines gefamten Lebensraumes, wo immer bieser auch burch Rriegs- lüfteme ober Irrsinnige angetastet wirb. ->

Chaos fei.

Bei bieser Betrachtungsweise spielt En gl an b eigentlich eine nur noch untergeordnete Rolle, und .(hurchill gilt nur als Werkzeug feines Herrn und Meisters i'm Weißen Hause zu Washington. Nichts st vielleicht bezeichnender für die Entwicklung als Sie Tatsache, daß England in biesem Streit zweier I Weltanschauungen als belanglos abgetan wirb. So I hat sich Englanbs Stellung seit seiner verhäng- i nisoollen Kriegserklärung gewandelt. Es ist unter Churchill so tief gesunken, baß es in ber Außen- Politik und Wirtschaft praktisch lebiglich als An­hängsel Roosevelts betrachtet unb danach gewertet