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die in das Reich einbezogenen neuen Ostgebiete

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Treuhänder im erkämpften Raum

Von den Aufgaben und Leistungen der Haupiireuhandstette Ost.

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fangener Feinde des Weltkrieges enigegenflammke. Auch nicht das verständnislose, dumpfe Leiden, das wir im Sommer 1940 in den Gesichtern der Hun­derttausende gefangener Franzosen glimmen sahen, die den Zusammenbruch ihrer nationalen Ehre nicht begriffen. Im Sowjet-Soldaten lebt nichts mehr, was trotzen ober leiden könnte.

Der Bolschewismus hat ihm seine Individualseele geraubt er h a t sie w e g g e z ü ch t e t.

Dafür wurde seine Gesamtseele mit dämonischer Folgerichtigkeit zum allein beherrschenden Antriebe seines Innenwesens gemacht. Aber Massenseele ohne Individualseele das ist nicht mehr Menschentum das ist Rückentwicklung in die Tierwelt. Und dies ist nun der Tatbestand: Im bolschewistischen Soldaten kämpft nicht mehr eine Menschenseele, aus Individual- und Gesamtseele harmonisch gemischt, sondern nur noch die Seele eines Tieres jener Gat­tungen, die schon ein staatliches Leben kennen.

Ein Wissenschaftler hat vor kurzem dargetan, wie die einzelne Biene oder Ameise überhaupt keine erkennbaren Regungen individueller Instinkte auf» weist wie sogar ihr Selbsterhaltungstrieb voll­kommen aussetzt, wenn es sich um ihre Aufgaben im Dienste der Gesamtheit handelt.

Jawohl, der Bolschewismus kann gar keine Sol­daten, keine Bürger gebrauchen, die noch Indi­viduen sind. Er raubt seinen Werdenden alle Voraussetzungen, die ein Wachstum der Individual- seele begünstigen könnten: Elternhaus, Familie, Heimatscholle. Selbst seinen Akademikern ich habe das vor 15 Jahren auf der Swerdlow-Univer- sität in Moskau mit Erschütterung festgestellt entzieht er mit Härte jedes Recht auf Selbst­studium und auf die Einsamkeit, die seine unent­behrliche Voraussetzung ist. Auch die Geistesentmick- lung macht er zu einer Gruppensache, zu einer An­gelegenheit der Kollektivseele.

Das Ergebnis ist dieser entsetzliche, niemals zu­vor erlebte Soldat, der kämvft, wie jene Herden­tiere, wenn ihr Bau angegriffen wird, ohne Be­sinnen, ohne Frage, ob es noch Zweck hat, ohne Gedanken an seine versönliche Eriftenz, nur von einem animalischen Stachel des Müssens getrieben.

Er kämpft nur mit feiner Gesamt- seele. Denn feine (Eigenfeete ist verkümmert bis an die Grenze des Nichtmehrseins.

Cui bono? Wem zum Nutzen? Holt euch Ant­wort im Kreml, im Foreign Office, in der Wall­street. Da sitzen diejenigen, die wissen oder zu wissen glaubten, wie man es machen müßte, um den Völkern ihr Vaterlandsgefühl wegzuzüchten und sie damit reif zu machen für die Herrschaft des einzigen Vol­kes auf dieser Erde, das nicht weiß, was das ist: Vaterland.

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den Massen sich an uqs vorüberwälzt, da spricht aus seinem Bl'ck nicht der männliche Trotz der Bewäh- wie er uns aus unzähligen Augen ge-

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nähernd 300 gewerbliche Groß-, 9000 Mittel- und 76 000 Kleinbetriebe ergeben, dazu etwas mehr als 9000 Groß- und 112 000 Kleinbetriebe des Handels. Alle diese Objekte wurden, soweit sie Polen gehör­ten, vorerst beschlagnahmt und genau überprüft. Dabei zeigte sich bald, daß unzählige Betriebe, vor allem kleineren Umfangs, nicht im entferntesten geeignet waren, einem deutschen Volksgenossen eine wirtlich ausreichende und gesicherte Daseinsgrund­lage zu gewähren. Die Folge war, daß diese Zwerg­betriebe geschlossen wurden, und zwar gleichermaßen in Gewerbe, Handwerk und Handel. Die verblei­benden und volkswirtschaftlich benötigten Unterneh­mungen wurden kommissarischen Verwaltern unter der Kontrolle der zuständigen Treuhandstelle über­geben.

Besonders zahlreich waren die umgesiedelten Volksdeutschen etwa aus den Distrikten Lublin und Chelm und die Heimkehrer aus den entfernteren Ostgebieten, die in solche Stellungen treuhänderisch eingewiesen wurden. Der Reichskommissar für die Festigung deutschen Volkstums, Reichsführer ff Heinrich Himmler, sowie Reichsgruppe Handel, Reichsstand des Deutschen Handwerks und andere Reichsstellen wurden in dieser Richtung entsprechend tätig, weil niemals ein rein wirtschaftliches Interesse ausschlaggebend war oder fein durfte, sondern die Besiedlung der neuen Ostgebiete mit deutschen Men­schen als Aufgabe stets in vorderster Linie stand.

Neben den hier schon ansässigen Volksdeutschen und den bereits erwähnten Umsiedlern kam als dritte Menschengruppe für das neue Ostdeutschland eine Zahl von Männern aus dem Altreich in Frage, die nach dem Osten strebten, um dort zu siedeln, und mit ihren charakterlichen und beruflichen Fähigkeiten zur Begründung einer neuen Zelle unseres Volks­tums geeignet waren. Dor allen Dingen sind be­trächtliche 'Mengen aller ehemals polnischen Be­triebsgruppen selbstverständlich für unsere Front­soldaten freigehalten worden, die durch den Einsatz ihres Lebens und die Erkämpfung der Freiheit des Bodens das erste Anrecht erworben haben. Gerade zur Eimichtung, Instandsetzung oder Umänderung

unentbehrlich für die Aufzucht und Mehrleistung Zu beziehen durch die Kornhäuser, Spar- und Darlehns- kassen, Futtermittelhändler u. Kolonialw.-Großhändler

derartiger Unternehmungen hat die HaupttreuhSno» stelle Ost erhebliche Mittel bereitgestellr oder schon eingesetzt.

Um gerade dem deutschen Frontkämpfer eine auch wirtschaftlich gesicherte Existenz vorbereiten zu kön­nen, sind nach sorgfältiger Planung und unter An­legung großzügiger Maßstäbe beträchtliche Steuer- erleichterungen für diejenigen geschaffen worden, die bewußt als Kulturträger nach dem Osten streben. Die im Altreich geltenden Vorschriften über Ehe­standsdarlehen, Kinderbeihilfen, Einrichtungsdarlehen und -Zuschüsse und über Ausbildungsbeihilfen wur­den erweitert, und eine umfangreiche Oststeuerhilfe­verordnung sah z. B. vor, daß in den neuen Ge­bieten weder Wehrsteuer noch irgendwelche Kriegs­zuschläge erhoben werden, was für sehr viele Steuer­pflichtige hinsichtlich* Lohn- oder Einkommensteuer praktisch Steuerfreiheit bedeutet. Dazu kommen Er­leichterungen bei Vermögens- und Bürgersteuer, Grunderwerb-, Schenkungs- und Umsatzsteuer und manche andere ähnliche finanzielle Maßnahmen.

Soviel über das, was zur Schaffung gesicherter privater Existenzen geschah und weiter geschieht.

Was ist aber hinsichtlich der großen volkswirt­schaftlichen Interessen geschehen, die die Gesamtheit an den Wirtfchaftsmöglichkeiten des neuen deutschen Ostraums nimmt? Man ist darin seitens der Haupte treuhandstelle Ost nach denselben Gesichtspunkten vorgegangen: So ist beispielsweise in die vielfältige Textilwirtschaft der Reviere Litzmannstadt und Bie- litz endlich Ordnung gebracht worden. Von den mehr als 4000 Betrieben aller Größenordnungen sind die besten auf die Bedürfnisse des Vierjahresplans aus- gerichtet und arbeiten für die heimische Kriegswirt­schaft. Die stillgelegten Unternehmungen wurden ordnungsmäßig liquidiert, ihre Einrichtungen und Maschinen sind anderweitig nutzbar gemacht, wäh­rend andere, deren Wiedereröffnung infolge der kriegsbedingten Einschränkungs- und Kontingentie­rungsmaßnahmen noch, nicht möglich war, sorgfältig instandgehalten werden, um in der Zukunft deut­schen Menschen, besonders Soldaten, deutschem Ge^ werbefleiß eine neue Wirkungsstätte zu geben. Ge­nau so ist man in den Sektoren der Bergwerks- und Hüttenindustrie, im Bereich der Energiewirtschaft, im Geld- und Bankwesen und an anderen Stellen verfahren.

Mit welcher Seele ficht der Bolschewik?

Von Major Walter Bloem.

Beförderungen in der Wehrmacht.

Berlin, 31. Oktober. (DRB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat be­fördert:

1. im Heer: mit Wirkung vom 1. August 1941: zu Obersten: die Oberstleutnante Borcherdt, Baach; mit Wirkung vom 1. September 1941: zum Oberst den Oberstleutnant Czesany; mit Wirkung vorn 1. Oktober 1941: zum Generalmajor den Oberst Toussaint; mit Wirkung vom 1. November 1941: zu Generalleutnanten die Generalmajore Schliepcr, Meyer-Rabingen, Jänecke, Göttke; zum General­stabsarzt den Generalarzt Dr. Full; zu General­majoren die Obersten Kamecke, Brabänder, Hilde- mann, Sander, Rossina, von Donat, Jansen, von Detten (Gustav); zum Generaloeterinär den Oberst­veterinär Dr. Pape; zu Obersten die Oberstleutnante Linde, Völkers, von der Schulenburg, Stieler (Al­fred), Heikaus, Pancke, von Arenstorff, Schmidt, Graf (Hellmuth), Kitschmann, Kaumann, Schick, von Mengden, Freiherr von Lüttwitz, Fronhäuser, Trep­tow, von Eichstedt, Jank, Weiß (Walter), Dittmann (Max), Schultz-Kalau, Ludwig, Stollewerk, Sperl, Naumann; zu Oberstärzten die Oberfeldärzte Dr. Scheid, Dr. Brutschy, Dr. Stengel; zu Oberstveten- nären die Oberfeldveterinäre Dr. Kleckeisen, Dr. Rüscher.

2. In der Kriegsmarine: mit Wirkung vom 1. September 1941: zu Flottenärzten die Ge­schwaderärzte Dr. Brauns, Dr. Staby; mit Wirkung vom 1. November 1941: zu Kapitänen zur See die Fregattenkapitäne Schmidt (Albrecht), Wichmann (Herbert), von Sonin (Udo), Dipl.-Jng. Fricke (Her­mann), Fischer (Bruno); zum Kapitän zur See ring.) den Fregattenkapitän (ing.) Petersen; zu Ministerialdirigenten die Ministerialräte Bröking, Dr.-Jng. e. h. Schürer; zum Ministerialrat den Bau­direktor für Hocybau Kussin.

3. In der Luftwaffe: mit Wirkung vom 1. Oktober 1941: zu Generalleutnanten die General­majore Kammhuber, von Döring; mit Wirkung vom 1. November 1941: zu Generalmajoren die Obersten Dipl.-Jng. Riesch, Tschöltscb, Seywald, Müller, Köchy, von Chamier-Glisczinski, Fütterer, von Heyting, Krüger, Walland, von Falkowski, Hasse, von Falkenhayn, Wallner, Schütze; zu Ober­sten die Oberstleutnante Hiller, Nieper, Köhler, Straßner, Schäffer, von Apell, Fricke, Graf von Plettenberg, Pieper, Hartmann, Holtz, Lenke, von Heimann, Deichmann, Pendele, Timler; mit Wir­kung vom 1. September 1941: zu Generalinaenieu- ren die Oberstiingenieure Bullinger, Marquard, Nei­denbach; zu Generalintendanten die Ministerialräte Freiherr Kreß von Kressenstein, Dr. Schmidt (Hans- Günther); mit Wirkung vom 1. Oktober 1941 zu Oberstkriegsgerichtsräten: die Oberkriegsgerichts­räte Dr. Franz, Dr. Lokotsch.

schnellen Schlägen der deutschen Wehrmacht der Traum eines polnischen Staates zerstob, wurde das Gebiet des zerbrochenen Versailler Staatengebildes auseinandergegliedert; es entstanden die Reichs­gaue DanzigWestpreußen und Wartheland, zu Schlesien und Ostpreußen kamen die Regierungsbe­zirke Kattowitz und Zichenau, und der restpolnische Raum bis Narew, Bug und San wurde zum Gene­ralgouvernement umgestaltet. Damit erwuchsen für das Reich große neue Aufgaben auf verwaltungs­mäßigem, wirtschaftlichem, sozialem und kulturel­lem Gebiet, besonders bebeutfam im Hinblick auf den uns aufgezwungenen Krieg.

Namentlich aus diesem Grunde ergab sich sehr rasch die Notwendigkeit, die wirtschaftlichen Möglich- ketten dieser Räume so bald und so gründlich wie nur denkbar nutzbar zu machen und sie baldigst auf einen Stand zu heben, der dem des Altreichs ent­sprach. Diese Ausgabe wurde der am 1. November 1939 in Berlin errichteten Haupttreuhandstelle Ost zugewiesen, die also ebenso wie das Generalgou­vernement in diesen Tagen auf eine höchst erfolg- reiche Tätigkeitsdauer von zwei Jahren zurückblicken kann.

Zu diesem Auftrag gehörte zuerst einmal eine umfassende Bestandsaufnahme; es war ein nicht unwichtiger Beitrag zur sprichwörtlichen polnischen Wirtschaft von ehedem, daß nicht einmal verläßliche statistische Unterlagen volkswirtschaftlicher Natur be­standen. Wie aber sollte man ohne genaue Unter­lagen das bisherige Staatsvermögen Polens ver­walten, Geld- und Kreditwesen regeln, die erfor­derlichen Auseinandersetzungen vornehmen und um­fangreiche Wirtschaftszweige ordnen und übergeben, wenn man nicht einmal wußte, um wie viele und wie große Objekte es sich handelte? Man errichtete in Danzig-Gotenhafen, Posen, Litzmannstadt, Katto- witz und Zichenau örtliche Treuhandstellen, ein Netz entsprechender Außenstellen schloß sich an, und so ging man an eine gründliche Inventur der polni­schen Konkursmasse heran.

(Sine von der Republik Polen im Jahre 1930 vor­genommene Zählung hatte recht ungenau! für

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Die Zäl igkeit, die rasende Härte des bolschewi­stischen Widerstandes bedeutete für alle Betrachter ein schwer lösbares Rätsel zumal für die Mit­kämpfer von Tannenberg, Gorlice, Prszasnysz bis Tarnopol, die einen ganz anderen Russen erlebt haben. Der war gewiß tapfer, standhaft und todes- mutig. Aber wenn der Geschoßwirbel der Artillerie­vorbereitung ein gewisses Höchstmaß überstieg, wenn dann die Infanterie das blanke Eisen aufpflanzte und ihr Sturmsignal schmettern ließ dann ist er doch häufig.getürmt nach rückwärts oder mit er­hobenen Händen uns entgegen. Was ist inzwischen mit ihnen vorgegangen?

Im Gespräch mit Kameraden, die das miterlebt haben, hi.rt man immer wieder drei Erklärungen:

Die erste, die äußerlichste, lautet: Er muß. Er wird gezwungen: Hinter ihm droht der Revolver des Genossen Kommissar, das Maschinengewehr der GPU. Mit dem gleichen Mittel haben auch schon die Kommandeure des Väterchens Zar gearbeitet. Ge­wiß spielt das auch diesmal stark mit.

Zweite Deutung: Man hat dem Soldaten einge­redet, der Deutsche martere und schlachte alle Ge­fangenen. Nicht ausgeschlossen, daß das ebenfalls von B'-deulung ist. _

Die dritte Lösung möchte etwas greifen. Sie nimmt an, es sei dem bolschewistischen System ge­lungen, in den Massen einen solch inbrünstigen Glauben an die sowjetische Heilslehre zu erziehen, daß diese Millionen mit bewußter Opserberettschaft in einen Märtyrertod stürmen. Ich finde, so sehen diese Burschen eigentlich nicht aus. Ich glaube, die Frage liegt noch etwas verwickelter.

Als wir Mitte Juli 1914 den Krieg näher und näher heranrücken fühlten, da waren gerade wir er­fahrenen Friedensoffizieree stark beunruhigt durch die Frage, wie sich im Falle des Ausbruches die marxistisch verseuchten Massen der Fabrikarbeiter­schaft stellen würden? Und dann erlebten wir einen höchsten, stolzesten Augenblick: ohne Wimperzucken trat die Arbeiterschaft unter die Fahnen und hielt in der Front, trotz späteren Umfallens der Heimat, bis zum bitteren Ende stand. Was war da eigent­lich geschehen?!

Der Mensch besitzt, wie jedes lebende Geschöpf, eine Doppelseele: die Individualseele und die Massen-, die Kollektiv-, die G a 11 u n g s s e e l e. Beide sind bereit, für ihre Ziele zu kämpfen. Die Gattungsseele lebt sich dar in allen Handlungen, welche die Fortpflanzung betreffen, die Verewigung des Geschlechts. Gewisse Tierstämme aber bilden noch eine andere Funktion der Gattungsseele aus: die soziale. S'e lernen den Kampf um den Fort­bestand des Individuums wie der Art nicht mehr einzeln zu kämpfen, sondern gemeinsam, in Rudeln, Horden, Herden, Schwärmen,Soifern* zusammen- gebaut. Im gemeinsamen Kampf um den Fortbe­stand dieser Gesamtheiten lernt das Individuum . sich als ihr Glied fühlen und um ihres Weiterlebens willen die Gefahr der individuellen Vernichtung auf sich nehmen. In der Wertordnung beider Seelen erweist sich Ne Gattungsseele als die stärkere, ihr Befehl ist der höhere.

Wie stand das um den deutschen Fabrikarbeiter von 1914? Der Marxismus hatte versucht, ihm eine künstliche Kollektivseele aufzuschwatzen, für die er zu Kampf und Opfer bereit sein sollte: die Wahn­vorstellung einer Interessen- und Wesensgemein­schaft internationalen Proletariats.Proletarier aller Länder, vereinigt euch!" Diese Scbwindel- fiarole des Juden Kari Marx sollte das ßeitroort ein, unter dem die Massen der Welt zum Sturm antreten würden qeegen die echten Gemeinschafts­seelen der Menschheit: gegen die National­fee l e. Don der der Jude ausgeschlossen war, und deshalb hatte er ihr den Untergang geschworen. Und nun geschah das Wunder des 1. August. Im Angesicht her ringsum gnstürmenden fTOritbehrnhung erwachte im deutschen Arbeiter nicht die Fiktions-, ' die Trugseele des internationalen Proletariats die es nie gegeben hat, sondern die tief ver­schüttete Gattungsseele des deutschen Menschen, der kein höheres Ziel kennt, als den Opferkampf um Volk und Vaterland.

Jede Lehensregung ist eine eigenständige Aeuße- rung des Naturhaften. Sie ist aber auch der Züch­tung, im positiven rote im negativen Sinne. Sie kann durch bewußte'Beeinflussung entfaltet und bis zur möglichsten Höchstleistung gesteigert, sie kann > imterbrücft und bis zum völligen Verschwinden weggezüchtet" werden.

Das Mitt-lalter begünftiate die Entwicklung der kollektiven Triebe des Menfchen. Die Zucht der Kirche, die Bindungen des Lshnsfystems, die stän- d fchen Rangordnungen, das Zunftwesen b»r Städte, das Brauchtum des Dorfes, das alles bedeutet be­wußte Pflege massenseelilcher Reaunaen. Dem­gegenüber brachten Renaisiance und Reformation die Wiedergeburt der schon in der Antike erwachten Jndividualseele bis zu jenem Gipfel, da Goethe die Persönlichkeit als der Erdenkinder höchstes Glück pries. Gewisse gemeinseelische Züge, die für den Bestand der Gesamtheit unentbehrlich sind, waren NUN von der Verkümmerung bedroht. _____

Es wurde möglich, nationale Gesinnung als alt­väterische Rückständigkeit zu oerspottten, den Frauen einzureden, sie hättenbas Recht auf den eigenen Körper" und sänken durch Empfängnis und Geburt auf einen Standpunkt desHalbtieres" herab. Im Kriege durfte ein Fremdling, der es wagen konnte, sich unter die deutschen Dichter zu mischen, den Satz aussprechen, ein lebendiger Hund sei besser als ein toter Löwe ...

Die Bereitschaft zu Dien st und Opfer für b i e Gemeinschaft wurde eigentlich nur noch an drei Stellen gepflegt: in der Wehrmacht, in der Beamtenschaft und dem akademischen Veroindungs- leben. Die stark entwickelte, durch Jahrhunderte systematisch hochgezüchtete Jndividualseele in Zucht gehalten. Er zwang Todesgrauen, Kriegsmüdigkeit und Friedenssehnsucht nieder, bis das Erlahmen der Heimat ihm den Boden unter den Nagelschuhen wegrih.

Uns aber ist der Erwecker der deutschen G e s a m t s e e 1 e erschienen. Seinegewaltige Pre­digt" hat der ganzen Nation die Ueberzeugung ein- gehämmert, daß die Gesamtseele das Wichtige, das Entscheidende ist, der feste Boden, auf dem allein die Einzelseele erblühen und sich erleben kann. Das Ergebnis liegt am Tage: der ungebrochene, durch den Ansturm aller Feindgewalten nicht zu bän­digende Siegeszug unserer Heere.

Dabei ist es dem Führer und seiner Bewegung niemals eingefallen, die Einze 1 seele verküm­mern lasten zu wollen. Im Gegenteil: der Auf­schwung der Künste, die Wiedergeburt der Wissen­schaften, Bestrebungen wieKraft durch Freude" undSchönheit der Arbeit" und unzählige anver­wandte Bestrebungen beweisen, daß die Pflege der Jndividualseele hinfort nicht mehr ein Vorrecht der Besitzenden" undGebildeten" sein soll, sondern unaodingbarer Anspruch jedes Volksgenossen.

Aus diesem Boden ist jener deutsche Soldat ent­standen, der heute die Kilometer-Tausende lachend hinter sich bringt und noch jede Armee, die ihm entgegenzutreten wagte, vernichtet. Wer ihn aoer kennt, weiß, daß er, wenn's zu schießen anfängt, genau so wie wir von 1914/18, seineninneren Schweinehund" niederringen muß, da er an diesem Leben, dessen Wert und Glück er kennt, mit In­brunst hängt und genau weiß, welch unermeßliches Opfer das Vaterland von ihm verlangt.

Wie steht's aber mit dem Sowjet-Soldaten? Wie er uns anglotzt, wenn er in braunen, mieß duften-

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