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siebener Anzeiger <General-Anzeiger für Vderheffen)
Nr. 51 Zweites Blatt
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Filmtrupps verschiedenen Verbänden, Infanterie- und Panzerdivisionen, zugeteilt. Sie haben ein um- angreiches Material nach Hause gebracht, das auch bei der Herstellung des Heeresdokumentarfilmes
Am kommenden Montag, dem 3. März, nachmittags 14 Uhr. wird im Gloria-Palast in Gießen der große Dokumentarfilm des Heeres zum ersten Mat in einer festlichen Aufführung gezeigt, die der Standortälteste mit einer Ansprache einleiten wird und in der auch ein Musikkorps der Wehrmacht Mitwirken wird.
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Geheimnis eines Gasthauszimmers.
Billiges Zimmer im Gasthaus, ganz oben. Man schwebt über dem roten Dächergewimmel der klei- nen Stadt. Alle Dinge in diesem schmalen Zimmer. chen wirken wie über einen Leisten geschlagen, wie mit einem Hobel nivelliert. Und dann scheint das Zimmer jedem Eintretenden zuzurufen: „Lebe patent!" An der Wand aber und in den Bildern, die daran hängen, versinkt das Zimmer in jenen wolkenlosen Himmel, wo papierene Täubchen und Vergißmeinnicht schweben.
Jrn übrigen ist es nicht immer leicht, sich mit einem kleinen Hotelzimmer zu befreunden. Man läuft also in einen Blumenladen, kauft sich einen Beilchenstrauß, stellt ihn ins einzige Wasserglas auf den etwas kippligen Tisch, und wie von einem Zauberstab berührt wirkt nun das Zimmer heimlich und zuversichtlich.
Und dann kommt der Abend. Man zieht die Vorhänge zu. Und nun kommt etwas, das dieses billige Hotelzimmerchen über alle Gaschauszimmer hebt, die man jemals erlebt hat. Man zieht also die Fenstervorhänge zu. Einfache, dunkle Vorhänge. Doch da ist etwas hineingestickt, ganz zart und unauffällig, aber doch so auffällig, daß man es ganz gut lesen kann. Und da steht: „Bleibe gesund!" Und dieser gute Wunsch wirkt wie eine Liebkosung, wie eine heimliche, ganz schüchterne Liebkosung. Und nun, wo man im Bett liegt, ertappt man sich dabei, daß man zufrieden vor sich hinlächelt.
Max Jungmckelt
Mit feuchtem Lappen geht’s nochmal so schnell Wird der Lappen beim Putzen der warmen Herdplatte trocken, dann sofort wieder nachfeuchten. So putzt es sich nicht nur sparsamer, sondern auch besser.
WEEN Herdputzpulver
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108SÖ hr:
„Sieg im Westen."
Von Univ.-Professor Dr. Hesse, Oberstleutnant und Leiter der Gruppe V (Heer) der Abt. Wehrmachtpropaganda im Oberkommando der Wehrmacht.
langend Feuchtigkeit und Sonne, es dehnt sich in erstarrten Fasern, knackt hier und dort und rührt sich träge. Und da ich mich auf die Bretter lege und in der Sonnenwärme einzuschlummern beginne, kommt mir aus den halbtoten Hölzern ein wunderbar leichter, inniger Duft entgegen, schwach und kindlich voll von der rührenden Unschuld der Erde, von Moos und Bach, von Frühlingen und Sommern, von Wald und Tiernachbarschaft.
Und mir, dem einsamen Skiläufer, rührt der leise, kindliche Duft des Holzes in der Sonne stärker und bezwingender an die Seele, weckt Erinnerung an fernere, tiefere Kindheiten auf, als alles, was das Menschenreich mir seit langem gab.
dem Titel „Sieg im W esten" herausgebrachten , Film handelt es sich um die Darstellung der großen Westoffensive im Mai und Juni des vergangenen Jahres, die von den Filmberichtern der Berichter- staffel des Oberbefehlshabers des Heeres und der Propagandakompanien sowie den Filmtrupps der Heeresfilmstelle in der Front der kämpfenden Truppe begleitet wurde. Ehe hierüber einiges gesagt wird, sollen einführend einige Ausführungen über die H e e r e s f i l m a r b e i t, wie sie sich in den letzten Jahren und während des jetzigen Krieges entwickelt hat, gemacht werden. Es gibt, so läßt sich feststellen, drei Filmarten, an denen das Heer hauptsächlich interessiert ist: der Ausbildungs- film, der historisch-wissenschaftliche Film und der Spielfilm. Im Vordergrund der Filmarbeit vor dem Krieg hat so gut wie allein der A u s b i l - dungsfrlm gestanden. Er hat sich sowohl auf die Darstellung verschiedener Waffen und Geräte wie taktischer Formen erstreckt. Er verfolgt einen ausgesprochenen Unterrichtszweck. Sowohl die Geßhoßbahn, wie die Streuung, die Witterungseinflüsse und manches andere lassen sich auf diese Weise außerordentlich anschaulich erklären. Für die Kraftfahr» und Nachrichtentruppen stellt der Lehrfilm geradezu ein unentbehrliches Hilfsmittel dar und er hat dementsprechend auch durch Vermittlung der in den Wehrkreisen befindlichen Filmstellen eine starke Aufnahme in der Truppe gefunden. Es kommt hierfür in erster Linie der Schmalfilm in Betracht. Stand bis vor kurzem nur der Stummfilm zur Verfügung, so geht das Bestreben dahin, mehr und mehr auch den Tonfilm zur Verwendung zu bringen, wofür allerdings Voraussetzung ist, daß entsprechende Apparaturen zur Verfügung stehen.
Unter den Unterrichtsfilmen des Heeres nehmen eine besondere Rolle die Filme ein, die das taktisch e.De rst Sn d nis des Soldaten fördern sollen. Es gibt Filme über die Infanterie, tue Artillerie die Pioniere und andere Waffen. Sie zeigen sowohl den kleinen wie den größeren Verband. Das Zusammenwirken der Waffen kann auf diese Weise am leichtesten dem Rekruten erklärte werden. Er erkennt, was es heißt, aus der Tiefe zu kämpfen und in welcher Weise Infanterie, Maschinengewehre, Granatwerfer, Infanteriegeschütze und andere Waffen am besten zusammenwirken können. Auch die für die Geländeausnutzung geltenden taktischen Anschauungen lassen sich so am besten vermitteln.
Es besteht heute bereits eine große Zahl solcher von der Heeresfilmstelle hergestellter Lehrfilme. Die Anregung zu ihrer Herstellung geht von den verschiedensten Dienststellen des Heeres aus, von der Ausbildungsabteilung des Generalstabes, von der kriegswissenschaftlichen Abteilung, von den Waffen- inspektivnen und vom Inspekteur des Erziehungs- und Bildungswesens. Alle größeren Schulen des Heeres verfügen nicht nur über eigene mit Kmos ausaestattete Räume, sondern auch über einen dem Unterrichtsbedarf entsprechenden Filmbestand, der ständig ergänzt und erweitert wird. Diese Arbeit ruht auch njcht während des Krieges, wenn auch jetzt der Einsatz der Filmtrupps der Heeresfilm- stelle unter anderer Zielsetzung als früher erfolgt. Jetzt handelt es sich darum. Den Krieg m seiner Wirklichkeit festzuhalten. Dementsprechend wurden im Feldzug in Polen und vor allem während der Westoffensioe im Mai und Juni 1940 zahlreiche
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ausgewertet wurde.
Unter dem Gesichtspunkt der Ausbildung, wenn auch von anderen Gedanken ausgehend, ist der historisch-wissenschaftliche Film zu verstehen. Der große Vorgang hierfür ist der W e 1 t k r i e g s f i 1 m, den Svend Roldan drehte, der gleiche Regisseur, dem jetzt der Film „Sieg im W esten" vom Oberkommando des Heeres in Auftrag gegeben wurde. Auch auf diesem besonderen, filmisch schwierigen zu behandelnden Gebiet ist manches Beachtliche geleistet worden, von dem ebenso wie von den Ausbildungsfilmen die Oeffent- lichkeit wenig oder nichts weiß. Es ging hierbei um den militärischen Lehrzweck, in erster Linie um die Weiterbildung des Offizierkorps und eines Ersatzes. Wenn ich an dieser Stelle sage, daß der neue große Heeresdokumentarfilm sich von früheren kriegswissenschaftlichen Arbeiten nicht wesentlich unterscheidet, so ist die Erklärung dafür, daß der Film „Sieg im Westen" bewußt für die Öffentlichkeit gestaltet ist, soll er doch die stolzen Leistungen unseres Heeres in diesem Krieg breitesten Kreisen verständlich machen.
Bevor ich darüber spreche, noch ein kurzes Wort über den H e e r e s s p i e 1 f i l m. Im Gegensatz zur Luftwaffe und Kriegsmarine hat das Heer ihn bisher wenig entwickelt. Der militärische Spielfilm soll für den einen oder anderen Wehrmachtteil auf einem Weg, der vor allem auch bei der Jugend Interesse findet, werben. Selbstverständlich gibt es eine Reihe von Spielfilmen, in deren Mittelpunkt das Heer steht. Man denke etwa an „Das Gewehr über", an dem auch die Heeresfilmstelle Anteil gehabt hat, an den „E t a p p e n h a s e n oder an die „D i e d r e i U n t e r o f f l z l e r e . Angesichts der Tatsache, daß rund dreiviertel aller wehrfähiger Männer ihrer militärischen Dienstpflicht im Heer genügen, erfüllt allerdings der Spielfilm heute noch nicht das, was das Heer braucht. Es
Ich zünde Spiritus an, fülle Schnee in die Kochpfanne taste im vollen Rucksack nach dem Teepaket. Die Sonne blitzt grell im weißen Aluminium, üderm Kochapparat zittert die Lust in blasig quirlenden Formen von der Wärme, der versunkene Brunnen qurqelt schwach unterm Schnee, sonst keine Regung und kein Ton in der weiß und blauen Winterwelt.
Rings um die Hütte, von dem weit vorspringenden Dach geschützt, läuft eine schneefreie Gasse, da liegen tannene Bretter, Stangen, Spaltklötze und anderes Holzwerk umher, sonderbar bloß und nackt mitten in der Schneeöde. Tiefe Ruhe herrscht. Es ist schon ein erschrckender Lärm für das verwaiste Gehör, wenn am Kocher ein Schneekorn verzischt, wenn von unten aus den spitzen Wipfeln ein Krähenschrei ^Aber plötzlich — ich hatte halbwach im Sitzen ge- träumt ungewiß wie lange, ob Minuten oder Viertelstunden —, plötzlich klingt ein unendlich schwacher, unendlich zärtlich-weicher Ton, seltsam befremdend, zauberlösend, in mein Ohr. Unmöglich, ihn zu deuten, aber mit ihm ist alles anders geworden: matter der Schnee, gedehnter die Luft, süßer das Licht, wärmer die Wett. Und wieder kommt der Ton — und wieder, und mit rasch sich verkürzenden Pausen wiederholt er sich, und jetzt erft erkenne ich ihn, und jetzt lächle ich und sehe, es ist ein Wasserköpfen, der vom Dache zu Boden fällt! Und schon fallen drei, sechs, zehn zugleich, gesellig, plaudernd, arbeitsam und die Starre des schweigenden Muttertags ist durchbrochen: es taut vom Dach! Im Panzer des Winters sitzt ein kleiner Wurm, ein kleiner Zerstörer und Bvhrer und Mahner — tik. tat, tik tit ...
Und am Boden glitzert breit ein Streifen Feuchtigkeit und die paar hübschen runden Pflastersteine sangen zu glänzen an, ein paar dürre Tannennadeln drehen sich' schwimmend auf einer winzigen Pfütze, die kleiner ist als meine Hand. Und die ganze Mittagsseite des Hüttendaches entlang fallen lässig die chweren Tropfen, einer in den Schnee, einer klar und kühl auf einen Stein, einer dumpf auf ein trockenes Brett, das ihn gierig schluckt, einer breit und fatt auf die nackte Erde, die nur langsam, langsam saugen kann, weil sie so tief gefroren ist. Sie wird sich auftun,, in vier, in sechs Wochen, und hier wird ein oerblajener Grassame aufgehen, der letzt unsichtbar schläft, klein und mastig, und zwischen den Steinen wird zwergiges Unkraut mit feinen
Blumen erstehen, ein kleiner, neugieriger Hahnenfuß, eine Taubnessel, ein weiches Fünffingerkraut, ein struppiger Löwenzahn.
Wie ist dies kleine Plätzchen seit einer Stunde ganz und gar verwandelt! Ringsum liegt immer noch mannshoch der Schnee und wird noch sehr lange liegen. Aber im kleinen Bezirk der Hütte, auf der Südseite des Baches und darunter auf dem Fußbreit Erde, wie atmet da entbundene Kraft ihr begieriges Leben. , .
Vom Schneerand auf d?m Bretterstoß rinnt sachte ein stiller Tropfen um den andern und verrinnt lautlos im saugenden Holz, und das Tauwasser klatscht freudig vom Dach, dessen Schnee doch nicht zu schwinden scheint, und von der Schwelle dampft der feuchte Boden in der Mittagssonne dünne Wölkchen aus.
Ich habe gegessen und habe den Rock ausgetan und dann die Weste und sonne mich und gehöre mit zu der kleinen Frühlingsinsel, und wenn ich auch weiß, daß dieser kleine, spiegelnde See zwischen meinen Schuhen, und jeder von diesen glitzernden Tautropfen in zwei, drei Stunden schon wieder tot und starres Eis sein wird — ich habe doch den Frühling schon an der Arbeit gesehen.
Der arme, karge Berafrühling, der so viele Feinde und ein so bedrängtes Leben hat, er will doch leben und arbeiten und sich fühlen! Und so lange nichts anderes zu tun und an fein Gras und keine Biene, an keine Schlüsselblume und keine Ameise zu denken ist, solange spielt der Frühling wie ein Knabe begnügtem und eifrig mit dem Wenigen, was da ist.
Und jetzt beginnt sein holdestes Spiel. Er hat ja zum Spielen nichts als die Hütte und ihren winzigen Umkreis, alles andere liegt noch tief im Winter begraben. Da hält er sich an das einzig Lebendige, was da ist, an das Holz. Er fpiett mit dem Holz der Balken und der Türe, ntit den Brettern und Schindeln, mit den Hackblöcken und Wurzelstöcken unterm Bretterdach. Er tränkt sie mit Mittagssonne, daß sie durstig werden, dann läßt er sie Tauwasser trinken, er öffnet ihre verschlafenen Poren, und das Holz, das eben noch tot und für immer vom Kreislauf der Verwandlungen ausgestoßen zu sein schien, beginnt Leben zu spüren, (Erinnerung an Baum und Sonne, an Wachstum und ferne Jugend.
Es atmet schwach in je mein Traum, es saugt ver-
sind weder genug Filme da, noch entspricht ihre Qualität immer dem, was verlangt werden müßte. Immer wieder ist in diesem Zusammenhang zu sagen, daß es darauf ankommt, den Kämpfer, den Menschen, der Herr über die Technik ist, sichtbar zu machen, nicht aber das Material in den Vordergrund zu rücken.
Dieser Forderung hat auch der Heeresdoku- mentarfilm zu entsprechen versucht. Es handelt sich in ihm, wie gesagt, um die Wiedergabe unseres Feldzuges im Mai und Juni 1940. Die Weisung zu dem Film „Sieg im Westen" erging vom Oberbefehlshaber des Heeres, Generalfeldmarschall von Brauchitsch, noch während der Offensive. Es mußten dementsprechend die Film- trupps der Berichterstaffel des Oberbefehlshabers des Heeres unter dem Gedanken einer planvollen Erfassung einzelner Kampfhandlungen eingesetzt werden. Wenn ich sage, daß an manchen Tagen bis zu acht Kameras auf einem räumlich begrenzten Schlachtfeld zum Einsatz gelangten, daß gleichzeitig die Infanterie in der vorderen Linie, die sie begleitenden schweren Waffen, die Artillerie, die Panzer, die Nachrichtentruppe und die Stäbe im Film festgehalten wurden, so beleuchtet dies das Neuartige des Vorgehens. Damit nicht genug, es wurden in dem Heeresdokumentarfilm das riesige, von den Filmberichtern der Propagandakom- Sanien des Heeres und der Luftwaffe hergestellte
Material ausgewertet. Mehrere hunderttausend Meter Kriegsfilm wurden gedreht, der Hauptteil davon allerdings für den Bedarf der Wochenschau. Was den Heeresdokumentarfilm betrifft, so konnte auf dieses Material, soweit es schon zur Kenntnis der Oesfentlichkeit gelangt ist, so gut wie ganz verzichtet werden.
Nicht unerwähnt möchte ich das während des Feldzuges erbeutete belgische, französische und englische Filmmaterial lassen. Dor allem hat sich in dem militärischen Filmarchiv von Paris vieles gefunden, was verwendet werden konnte. Der Heeresdokumentarfilm kann auf diese Weise beide Seiten zeigen, die deutsche Führung und Truppe und den Gegner. Von besonderem Interesse sind im Heeresdokumentarfilm die Aufnahmen aus den großen Werken der Maginot-Linie.
Unter welchen Gedanken ist nun der Film „Sieg im Westen" aufgebaut? Er soll folgendes vermitteln: 1. Planung und Verlauf der großen Opera
tion, 2. das Bild der führenden Persönlichkeiten, 3. das Gesicht der kämpfenden Truppe dzw. des Frontkämpfers, 4. die Wirkung unserer Waffen, insbesondere der Panzer und der schweren und schwersten Artillerie und schließlich die Leistungen unserer Gegner. Der Film will und soll d i e Wirklichkeit des Krieges zur Darstellung bringen. Jeder soll erfahren, daß der Kampf im Westen nicht leicht gewesen ist, daß sich der Feind tapfer geschlagen hat, daß aber der deutsche Soldat und seine Waffen, ebenso aber auch die deutsche Führung und der Generalstab sich als überlegen erwiesen haben.
Dem Film „Sieg im Westen" geht als sogenannter Vorspann ein von der Deutschen Film-Gesellschaft zusammengestellter kurzer Film „Der Entscheidung entgegen" voraus. Beide Films erscheinen im Ufa-Verleih. Die -Einführung stellt und beantwortet die Frage nach der Entstehung des Krieges, zeigt, wofür wir kämpfen, und umreißt die letzten 25 Jahre. Er führt in den jetzigen Krieg insofern hinein, als auf die Feldzüge in Polen und Norwegen und die Zeit am Westwall mit einigen Kartentricks und Bildern eingegangen wird.
Der Film „Sieg im Westen", den die Noldan- Produktion unter Leitung der Pressegruppe des Heeres und in Verbindung mit dem Einsatz der verschiedenen Filmberichter herstellte, hat seinen Schwerpunkt in der Darstellung des Kämpfers auf dem Schlachtfeld. Sowohl die Infanterie wie die junge Panzerwaffe, vor allem aber dis Pioniere, die Artillerie, ebenso auch die Kraftfahr-, Nachrichten- und Sanitätstruppe, die Waffen-^, der Arbeitsdienst, die Organisation Todt und wer noch im Verband des Heeres gestanden hat, finden Erwähnung. Hat sich das Augenmerk selbstverständlich in erster Linie auf die Darstellung der Operationen und einzelner Kampfhandlungen gerichtet, so hat andererseits auch die Verbindung von Front und Heimat in mehrfacher Beziehung Beachtung gefunden. Sowohl die Leistung des Ersatzheeres und der rückwärttgen Dienste wie der Rüstungsindustrie finden Ausdruck.
In diesem Film des Krieges muß selbstverständlich vom Schlachtfeld und von dem Schweren, was der Soldat erlebte, die Rede fein. Es ist aber nicht vergessen, daß ja nicht jeden Tag Kampf ist und nicht jeden Tag geschossen wird. Es gibt auch Ruhetage, ein Ausspannen, soldatischen Humor. Die menschliche Seite gerade des Krieges zu zeigen, die in der Heimat weilenden Angehörigen der Soldaten durch das Bild wissen zu lassen, wie es draußen geht, daß man nicht schlecht lebt und als echter Soldat immer den Kopf hoch behält, auch wenn 60 und 80 Kilometer auf einer staubigen, französischen Straße in der Junihitze des vorigen Jahres zurückgelegt worden sind, auch das hat das Oberkommando mit diesem Film sagen wollen.
Viele, sehr viele Dinge mußten gesehen und erfaßt werden. Was die hierfür eingesetzten Film- ttupps und ihre Leiter, was aber auch die Truppen in verständnisvoller Mitarbeit geleistet haben, läßt sich in wenigen Worten nicht ausdrücken. Nur eines möchte ich sagen: Mit Blut wurde dieses Dokument geschrieben, mit dem Herzblut deutscher Männer, die Seite an Seite mit den Frontsoldaten schritten und wie sie fühlten und ihren Mann standen.
Die Musik wurde für den Vorspann von Horst Hanns (Sieber geschrieben, für den Film „Sieg im Westen" von Herbert W i n d t. Sie hat ihren eigenen, auf das Kämpfertum des Heeres zugeschnittenen Rhythmus. Zwei Lieder „Auf den Straßen des Sieges" und „Hundert Mann und Liselotte"
Wintertag im Hochgebirg.
Von Hermann Hesse.
Die Zeit der großen Schneefälle ist vorüber, wir haben jetzt jene schönen, klaren Tage, deren Langer- werden man schon deutlich spürt. Wieder einmal steige ich im winterlichen Morgenlicht durch den hohem Schnee hinan, einer Alp entgegen, zwischen Hütten und kahlen Obstbäumen, die allmählich seltener werden und zurückbleiben. Streifen von Tannenwald züngeln über mir den Bergabhang hinan bis zur letzten Höhe, wo kein Baum mehr wachst und wo der Schnee noch bis zum Sommer hegen- bleiben wird, in den Mulden tief und sammetglatt hingeweht, über den Felshängen in phantastischen Mänteln und Mächten hängend.
Ich steige, den Rucksack und die Skier auf dem Rücken, in einem steilen Holzweg Schritt für Schritt bergan, der Weg ist glatt und manchmal eisig, und die stählerne Spitze meines Stockes dringt knirschend iwii> widerwillig em. Ich werde im ©etjen roarm, und an Haar und Schneebrille gefriert der Atem.
Alles ist weiß und blau, die ganze Wett ist strahlend kattweiß und strahlend kühlblau, und die Umrisse der Gipfel stechen hart und kalt in den fleckenlosen Glanzhimmel. Jetzt trete ich in beengend dichten finsteren Nadelwald, die Skibretter ftreifen stäubende Schneereste von lautlosen Zweigen, es ist hier innen im Schatten bitter kalt, ich muß die Bretter abstellen und meinen Rock wieder anziehen.
Ueberm Walde hängen steile Schneehänge. Der Weg ist schmal und schlecht geworden. Ein paarmal breche ich bis zu den Hüften durch den Schnee. Eine launische Fuchsspur geht vom Walde her nut jetzt rechts, jetzt links vom Pfad, macht eine feine, spielerische Schleife und kehrt bergwärts um
Hier oben ist eine kleine Alp, mit einer einzigen Hütte: hier will ich Mittagsrast halten. Die Hütte steht auf schmalem Weidebord, Tür und Fensterluken sorgfältig verschlossen, vor der Hütte nach Süden ist eine kleine Ruhebank an die Balkenwand gezimmert. Drüben läuft ein kleiner Brunnen, tief unterm Schnee mit dunkelglasigen Tönen lautend Mehrmals habe ich hier oben die Mittagsstunde verbracht, es ist ein guter Platz, Fremde kommen selten hierher.
Reichsmarschall Göring in den Messerschmitt-Werken.
2luf einer Besichtigungsfahrt durch Süddeutschland besuchte Reichsmarschall Göring Werke der Messerschmitt AG. Er überzeugte sich von der hervorragenden Leistungsfähigkeit dieses Bettiebes und fnrnrh bem Genialen Konstrukteur und Betriebssichrer, Professor Dr. Messerschmitt, und dessen Gefolgschaft seinen Dank und seine besondere Anerkennung aus. — Unser Bild zeigt Reichsmarschall Göring wahrend einer Besprechnna mit Präses,ar Dr. Mesi-rschm-tt recht- °°m Reichsmarschall). -
9 (Scherl-Bilderdienst- M — Marg. Thiel.)
Wenn Augen versagen Magnus-Brillen tragen!


