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MERIKHES

Freitag, l.AugustMl

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhefsen)

l8i Zweites Blatt

Aus dem Reiche der Krau

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t/HM f Urnen. Für Gemüse, welche wir nicht einstampfen Ml? G ßmen, wie z.B. Blumenkohl und Zwiebeln, stellen n . ßl l t\\ uns eine Aufgußlösung her Wir kochen etwas

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Allerlei Hochsommerliches zeigen wir

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Der quergestreifte Pullover für küh­lere Tage ist aus Wollre st eck in Weis;, Gelb und Grün selbst gestrirkt.

Aus einem schadhaft gewordenen Waschkleid In frischen Farben ist der Luftanzug rechts ge­arbeitet, zu dem auch ein kurzes Höschen aus dem gleichen Material gehört. * *

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tanet ß- 1Q ' auf dem Tisch oder auf dem Qört)n|3 ausge- ic der K»W tet l)otl Noch schlimmer ist es, wenn die Tasche

Erbsen und Puffbohnen.

Geht die Hausfrau heute Gemüse chifiuijen, |n sieht sie allenthalben Erbsen In reichlichen Mengen. Wie machen wir uns diesen Reichtum nun am besten nu Hb ar auch für unsere Barratowirtschaft? Wenn die Einmachglaser knapp sind, können wir uns mit Flaschen helfen. Die Erbsen werden gewaschen und f) Minuten vorgodämvft. Dann füllt man sie in die gut gereinigten Flaschen, fließt das Dampf- »nasser darüber, verkorkt und bindet den Kork durcl) eine Kordel mit einer Schlinge, am besten Apothe- kerfchlinge, fest Die Flaschen werden nun sterilisiert, und zwar (10 Minuten auf IOO Grad. Am zweiten Tag flerilisiert man die Flaschen nochmals. Sind die Erbsen schon dicker, so das» sie zum Grilukochen nicht mehr gut verwandt werden können, so werden sta ausgepahlt, nnf Horden gelegt und an der Lust im Braioseu oder aus dem Herd getrockuet. Zum Trocknen im Braioseu legi man die Orbsen auf ein mit Papier belegte» Blech uud füiiebt es In den mäßig warmen Backofen (beim (Gasherd ist die Flamme auf klein zu stellen). Die Backosentür bleibt offen, damit die feuchte Luft entweichen kann. Da­mit da» Trocknen gleichmäßig geschieht, ist mehr­maliges Wenden erforderlich.

Des weiteren sehen wir auch hier und da gragero Mengen au P u f f b o h n e n. Wer sie nicht kennt, probiere sie einmal auf folgende Art. Die Buff- bohlten werden nach detn y\ia|d)en abgebrüht, dann mit Dörrfleisch gargekocht. Aus Fett und Mehl stellt man eine Schwitze her und bindet damit die Bohnen« brühe. Mit Bohnenkraut uud Salz gewürzt, sind sie bann sehr schmackhaft Haben wu kein vorrflelsch iui Verfügung, können um fle auch mH >o> ü'b- klößchen von Hackfleisch zuberetten.

Sterilisieren.

Wenn nun wieder reich!ick) Obst und Gemüse auf den Markt kommt, werden die Haussrauen an das Eimnachen gehen und vor allem die einp)inblld)en Ob ft« und Gemüsearten In Glaser oder Dofen steri­lisieren. Ja, was ist nun alle» dabei zu beobachten, 'uiausseimng i|i nciiüillch peinlichste iaubet।*H und äußerste Pünktlichkeit. Gläser oder Deckel mit gesprungenem oder abgesplittertem Band sollte mau nicht neI)men, da sie nicht mehr seit schließen Bor Gebrauch werden die Gläser griindlichft In Soda« masset gereinigt und m heißem klaren Wdsset gut nachgespült. Man stellt sie dann umgekehrt ans eil» sauberes Tuch zum Abtropfen. Die Gummiringe werden sorgfältig nachgesehen, in > armem Wasser gereinigt und bis zum Gebrauch In abgekochtes Wasser gelegt. _ .

Zum Einmachen verwendet man nur einwand­freies Obst, das vor hem Zerkleinern gewaschen wird aber nicht im Wassel Ih gen läßt

Flüssigkeiten füllt man höchstens bis fingerbreit unter den Glasrand. Die Feder soll nicht zu straff oder zu schwach gespannt sein. Der Deckel muß etwas nachgeben, hamli beim Erhitzen die Lust ent» weichen kann. Ist der Federdrnck zu sch,nach, so kann beim Erkalten die falle Luft eindringen unh verhindert dadurch hav Schließen der Gläser. Durch zu starkes unh plötzliches Erhitzen steigt das Ein- mamgut m in ii Gläsern, .....h kocht leicht et»

Flüssigkeit ans den Gläsern. Die Hitzegrade unh hie Koch zeit müssen genau eingehalten werden, damit das Einmachgut durchhitzt und damit feimfrei wird.

Rezepte

Kirsch bowle. 600 g reife saure Kirschen, HO g Zucker, etwas Wasser zum Auslösen des Zuckers, % Flasche Johannisbeersüstmost, 11 Flaschen Trau­benmost, Sellerowasser. Die entsteinten Kirschei» läßt man mit dem Traubenmost und einigen fein- gestoßenen Sternen etwa V» Stunde sieben und gießt dann den Saft durch ein Sieb in das Bowlen­gefäß, gibt dazu den aufgelösten Zucker, den Süß- most und Selterowasser.

Gefüllte Gurke »becher. Grüne Schlau- flenfliirfen werden geschält, In etwa 5 O cm lauge Stücke geschnitten, ausgehöhlt (l cm dicken Boden lassen), zum Austropfen umgekehrt auf eine Platte etzen, mit Gemüsesalaten, wie Kohlrabi, Möhren, Tomaten usw., gefüllt und nett ungerichtet zu Tisch

geben.

B r ö t ch e n a u fl a u f in 11 Q n a r g. 1% Liter Milch, 6 bis « Brötchen, Zucker, Zitrone nach Ge­schmack, % kg Quarg. Die Brötchen werden in Schei- ben geschnitten unh mit einem Teil her marinen Milch übergossen und gut durchziehen lassen. Den Ouarg streicht man durch ein Sieb, verrührt ihn mit Milch und schmeckt mit Zucker und Zitrone ab. Brötchen und Quarg füllt man nun lagenweife in eine Auflaufform, hie oberste Lage müssen Brötchen fein. Bon der reftllchen Milch stellt man mit einen» Päckchen Puddingpulver einen Pudding her und gießt ihn über den Auflaus und backt das Ganze Vi bis % Stunde im Backofen.

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mit einer festen Schlinge, um besten Apotheker­schlinge, sichern. Nach dem Sterilisieren wird her Verschluß noch weiter gesichert, indem wir den Flaschenhals in Kerzenwachs, Siegellack oder Fla fchenlack oder aber einen Brei aus Gips und Tal­kum tauchen. Haben mir keine Korken, fo nimmt man f c ft g erollt c W a 11 e ft r e i f e n , die man fn fest in die Flasche eindrücken muß, daß sich die Flasche daran hochheben läßt und überbinden diesen Walteverschluß mit dreifachem Zellophanpapier.

Bel Haltbarmachung von Obst verwenden mir beim Dampsentsaften an» besten hie in Hauvhal tungsgeschästen oder Drogerien erhältlichen Gum- m ikapPen , die vor Gebrauch audgekocht und naß über die Flasche gezogen merben. (Also nicht etwa abtrocknen vorher!) Auch Korkverschluß ist möglich, es dürfen bei Süßmost aber immer nur heile, also nicht etwa schon augebohrle oder durchgebohrte Korke verwendet werden. Die Sicherung durch Wachs, Lack oder Gipsbrei ist die gleiche wie oben, nur müssen mir bei Wachs- aber Lackbezug tue Flaschen liegenb ausbewahren, bei Gipsbreivermen- düng seboch stehend. Haben mir weder Korke noch Gummikappen, fo können wir uns auch mit b r e l - s a ch e m Z e 11 0 p h a n p a p i e r Helsen, bas mir bann aber auch mit feuchter Korbei sestblnbeu. Bei Saft, ben mir mit keinem ober nur ganz wenig Zucker in Flaschen sterilisieren »vollen, verwenben mir hie gleichen Verschlüsse »nie bei Obst in Flaschen. Wollen mir Tomatenmark in engen Flaschen auf­bewahren, fo können wir als Verschluß ebenfalls Gummikappen »mb Korke verwenden ober auch einen sauberen, gebrühten Leinenlappen, ben wir mit feuchtem Bindfaben fest zublnbeu, nachbem mir eine Oelschicht von 2 bis 3 mm Höhe auf ben Inhalt gegossen haben. Dao Del können wir nachher beim Kochen verwenben.

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... -... ..... Ausguhlösung her Wir kochen etwas h mlüc clnen weiten Trägerrock aus kitnüfe mit Wasser/s Stunde lang, ^>hen es > Leinen in Blau-Welß-Rot, zu bem ein

i.ch unb lassen bte Flüssigkeit erkalten, banad) I ^oßkaneNem r-emen $ o ( Q b ( u ' . fomie ein lüen rotr bie erforderliche Menge Salz unb 'S g c. e r Hut ans bem gleichen Leinen getragen

sich in die Flüssigkeit unb geben das Ganze über g^r o rjou

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ii her Straße sich öffnet und all blcfer Ballast i, bie Straße rollt. Gar manches Lächeln der DI nner, meine Damen, galt nicht ihnen, sondern I |t tc nur ein Interesse für die Handtasche. Ver- lu en Sie es einmal mit der zweckmäßigen Ver­ve düng der Fächer in ihren Handtaschen und holen Sie auch hier auf Ordnung. Es müßte schon M und wird jede Dame erfreuen, ohne Mühe und Mreguna sofort den gewünschten Gegenstand zu [tuten. Werner Weise.

Krischkostsalai für den Winter.

Ule Schaffung unserer Wintervorräte macht im- ne. weitere Fortschritte. Wir sterilisieren, letzen in |L cm, alle in Betracht kommenden Möglich- ji^n versuchen wir erschöpfend anzuwenden und I Mhten immer gern noch wieder Neues auf diesem Miet erfahren. Und etwas Neues und Gutes ist t°l bas Einsäuern von Gemüse ühnl'ch S das des Sauerkohls. Die zur Verfügung stehen- h Einkochgläser oder Büchsen sind schnell ausge« beicht, da ist uns bie Möglichkeit in Stein- t L1 f c n ober großen Gläsern noch weitere Mengen C näse haltbar zu machen hoch willkommen. Wir m en alle um die Bekömmlichkeit des Sauer« Mutes als Frischkost und wissen, daß diese Be- r müichkeit auf seinen Gehalt an Milchsäure und Iiiminen beruht. Beides entwickelt sich burch den rungsprozeß, ben her Kohl durch bie Einsaue- til g durchwacht. Ebenso können wir Breche und Änittbohnen, Kohlrabi, Blumenkohl, Notkohl, Mlrüben unb Möhren usw. einmachen

Gemüse muß f r i s ch zur Verarbei ung kam- tu, gelagertes Gemüse ruft leicht Fehlgarungen (vor. Nach bem Putzen wirb es in fUehendem ifljer grünblich gewaschen und auf ein Sieb zum i ropfen gebracht. Dann wirb es zerkleinert, ent« der in Würfel, Scheiden ober Stucke, in einer : nne mit her entsprechende Menge Salz ver- !cht und gleich in den gut gesäuberten Ste n« if eingelegt bzw. eingestampft. Um bem Gemüse i erforberlichen Milchsäurebakterien beizufugen, Lrn wir saure Milch zu (es kann auch ent« Ijnite Frischmilch sein), unb öwar /z Liter aus i 10-Liter-Geföß. Wir erreichen hierdurch eine öglichst reine Milchsäuregärung. Das ^efaß wiw "«voll aefüllt, mit einem Tuch bedeckt unb auf Hes Tuch Brett und Stein zum Beschweren ge­ll . (Granitstein Sandsteine sind ungeeignet.) Der stl bildende Saft muß immer über dem Gemüse Men, es darf nicht mit der ßuft in Berührung

' «... Jn r- p nftamnfen

m Oer Name lil//dWto plail B.lfe Oenuubeadifenl

sdnick bildet, der das Gemüse vor bem Einbringen -Vlv 4^/UllVlUanberer Bakterien schützt. Es muß darauf geachtet

Mann über eine »rauen«nflelefle«IieW. «Ä

sie Hanbtasche ist für die Frau eine unentbehr« durchaus einwandfrei. Die fertig gefüllten Gesäße [|A- Begleiterin durchs Leben. All die kleinen (Üe- lassen mir 3 bis 1 Wochen in Räumen mit einer lande, die zur Be|riedigung her mannigfaltigen Temperatur von 10 bis 20 Grad Celsius gären, önlichen Bedürfnisse dienen, führt die Frau danach bewahren wir sie in kühlen Räumen mit in erfralb des Hauses in einer Handtasche mit sich, etwa 5 bis 8 Gnad Celsius auf. Sich etwa bilden« Ze nach Neigung und Geschmack der Besitzerin die- den Kahm muß abflenoimnen werden. Bei den an- m alle dem einen Zweck, geheimnisvoll und sicher geführten Gartöpfen mit Deckel bildet sich kein Gl j in sich aufzunehmen. Wie unersättlich eine .Kahm.

K i)c zum Aufnehmen des bunten Allerleis ist, Nachstehend einige Angaben über die nötigen iaum zu beschreiben. Salzmengen für die verschiedenen Gemüselorten:

le Frauen sehen eo nicht gern, wenn ein an« Auf 5 kg Weißkohl 75 g ^alz, auf 5 kg Rotkohl r seine Nase in diese Geheimkammer steckt! Sie 75 g, auf 5 kg Bohnen 150 g,. auf 5 kg Zwiebeln m ganz genau, so nmncherlei ist darin, was IOO g, mit Aufaußlösung, auf » kg Mohren 100 g, evtl ich" nicht mehr zum Aufbeivahren nötig auf 5 kg Kohlrabi 75 g, auf 5 kg Blumenkohl c. Aber sie schleppen lieber ein kleines 100 dis 150 g, mit Aufgußlösuna, auf 5 kg Kohl­enlager unter ober am Arm mit sich herum, rüben 75 g Salz. Nach der Gärung ist dieses bis eines Tages die Generalinventur ernstlich Gemüle verwondiingsfähig. Es kann als Frisch- n ift, weil das Suchen eines beftimmten Gegen- kost fiir Salate verwandt werden. Ader auch zum des jetzt Mühe macht. Also wird im vereinfach. Kochen, als EintoG usw. es zu verwenden, den M Verfahren bie Tasche umgestülpt. Einträchtig etwas säuerlichen Geschmack können mir burch Zu- ^weinanber liegen Gelbstück, Lebensmittelmarken, gäbe von etwas frischer Milch außer bei Sauer- [ßWtift, Briefe, Paß, Photos, Taschentuch, ver- kraut mildern.

Flaschenverschlüffe für «inmachzwecke.

9lies auberc mehr. Ein Tohuwabohu in lieb- Wenn unsere Hausfrauen sich heute baruin lllr Vereinigung. bemühen, Obst- unb Obstsäfte für ben Winter halt-

ztehr Ziveckmößigkeit! Fast alle Taschen haben bar zu machen, so bringt bie Frage bes Flaschen« me rere Fächer, bie zum getrennten Ausbewahren Verschlusses oft einiges Kopfzervrechen. Welche Elßler Dinge genüaen. Das Taschentuch allein muß Möglichkeiten haben mir hier, bie auch bie Gewähr Bn aus hygienischen Grünben immer gesäubert I fitr einwanbsreie Haltbarkeit bieten? Haben mir -ervahrt werden, Sck;lüssel gehören in eine Extra- obst roh in Flaschen gefüllt und wollen diese nun labe, Photos, Nähzeug und Teile der Sck)önbeits- sterilisieren, so verwenden wir K orte», bie wir pl ge kommen in Necessaires, bie es in entzücken- jn btc Flaschen brücken und burch eine Korbei dc Kleinheit für üe Taschen gibt. Eine lelblflc riiuewohnheit ist es, das Gelb lose aufzubewahren »b ; unbeantwortete Briefe sinnlos in die Tasche N

stopfen. Es kann doch einmal eine unbefugte £ A H aaaam M /

-ncnJ^ in der Tascheaufräumen" Welch einen 2/AD iDllCtl TDIV iVGGvH *

ftor ubtn>l d chten Eindruck macht es auf bie Umgebung, VvV V * &

- f..iw n eine Frau zwischen allen Dingen einen be« I

Mtt?ÄÄ> PRAKTlSCHB VORSCHLÄGE UNSERES MODEZEICHNERS

S auf bem Tisch ober auf bem Schoß ausge-

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