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Druck und Verlag: vrühlscheUniverfitatrdruckerei B. Lauge
Der Wehrmachtbericht.
DNB. Musbern Führerhauptquarlier, 31. Juli. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Bei der Verfolgung der in der Ukraine geschlagenen russischen Armeen stießen deutsche Kräfte tief in die feindlichen Rückzugsbewegungen hinein. Die Einschließung des Feindes ostwärts Smolensk wurde weiter verengt. Die in Estland kämpfenden Verbände warfen den Gegner nach Korben zurück.
Kampfflugzeuge belegten in bet vergangenen Nacht militärische Ziele in Moskau sowie ben Eisenbahnknotenpunkt Drei wirksam mit Bomben.
Unterseeboote verfolgten bie zersprengten Reste des im Atlantik angegriffenen Geleitzuges unb versenkten fünf weitere bewaffnetehanbels- i ch i f f e mit zusammen 24 000 VRT. Die Gesamt- Verluste bes Feindes burch biese Operationen haben sich bomit auf 140 500 VRT. erhöht.
Heue Beweise für die Angriffsvorbereiiungen der Sowjetarmee.
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in bezug auf Jndochina zum Ausdruck gebracht1 Durchführung der nationalen Politik erforderlich.
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Japan in Amerika
Von unserem Stg.-Verichterstatter.
Freitag, l.August Ml
Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis8'/,Uhr des Vormittags
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; die Londoner R e -1 Krieg „ernste Folgen f ü r I a p a n" mit sich ihre feindseligen Absichten bringe. Für Japan sei eine schnelle und stresse ' ,7>iir<4ifithritnn hör nnfinnnfpH Rolitik ersorderlicb.
Die europäische Einheit
Serrano Suner znr politischen Loge.
habe. Sie habe aus ihrer Absicht kein Hehl gemacht, sich aller französischen Besitzungen zu bemächtigen, die infolge ihrer Lage einen möglichen Zugang für Eingriffe gegen das englische Kolonialreich bilden 'könnten. Die Behandlung, die aber anderseits England der französischen Kolonie Dschibuti in Ost- asrika angedeihen lasse, beweise, daß England auch an solchen Punkten des französischen Kolonialreiches, wo keinerlei strategische Gefahren vorhanden seien, die Hand nach allen französischen Besitzungen ausstrecke, überall dort, wo sich ihr die Gelegenheit biete.
*
Die Informationsstelle der französischen Regierung teilt mit, daß Admiral Toyoda in einem Telegramm an Marschall Petain die feste Entschlossenheit seiner Regierung zum Ausdruck brachte, alle eingegangenen Verpflichtungen Frankreich gegenüber, die bereits in den Verhandlungen mit dem Außenminister Matsuoka übernommen worden waren, zu respektieren.
Erklärungen Konoyes.
51 * * & eil"" lerfe.
Im Kampf gegen England beschädigte die Luftwaffe durch Bombenwurf ein großes Handelsschiff ostwärts Lowestoft schwer. Weitere Bombenangriffe erfolgten in der letzten Nacht auf Flugplätze im Südosten und Südweste« j)er
Der Angriffsve/such oonlrunb 40 britischen Flugzeugen, dis von einem Flugzeugträger im Nördlichen Eismeer gegen den Hafen von Kirkenes gestartet waren, wurde vereitelt. Der Feind verlor hierbei in Luflkämpfen 23 Flugzeuge, durch Flakartillerie und Marineartillerie fünf Flugzeuge.
Heber der Deutschen Bucht schossen Jagdflugzeuge aus einem Verband von acht englischen Bombern fünf Flugzeuge ab. Marineartillerie brachte zwei, ein Räumboot ein britisches Kampfflugzeug zum Absturz.
In einigen Orten Westdeutschlands warfen britische Flugzeuge in der vergangenen Nacht Spreng- und Brandbomben. Die Zivilbevölkerung halte einige Verluste an Toten und Verletzten.
Gesamtverlust des hritischeu Geleitzuges aus 140500 BRT. erhöht.
Tiefer Vorstoß in der Ukraine. - Bomben auf Moskau und Orel. - Oie schweren britischen Flugzeugverluste.
Vichy, 30. Juli. (Europapreß.) Eine regierungsoffiziöse Erklärung kam nochmals auf die Gründe zurück, die die französische Regierung veranlaßt haben, das Abkommen mit Japan über den ~ ' china abzuschließen. In der daß die Londoner Re-
der europäischen Autarkie würde zweifellos einen Zusammenbruch ihrer Wirtschaft zur Folge haben. Auf die Frage, ob er glaube, daß eine Jnterven- tian der USA. die im Kampf gegen den Bolschewismus zutage getretene europäische Einheit festigen und das gemeinsame Vorgehen aller Völker Europas zur Folge haben würde, erklärte Ser- rano Suner, er sei davon überzeugt, Irland, Portugal und Frankreich müßten gegen die aus einem anderen Kontinent kommenden Angreifer das Feuer eröffnen und aus Gründen, iric mit den Ursachen des gegenwärtigen Kon- f/ikts nichts zu tun haben, am Krieg gegen England und feine Verbündeten teilnehmen. In den besetzten Gebieten fielen die Schuppen von den Augen vieler, und es fei viel Feindschaft, Mißtrauen und Bitterkeit verschwunden. Die europäische Einheit werde zur Tatsache werden.
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(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!)
12< ' Neuyork, im Juli 1941.
die krisenhafte Zuspitzung der Beziehungen zwi- ■?er kn schm den Vereinigten Staaten von Amerika und . bem japanischen Kaiserreich lenkt die Aufmerksam- jlW. keil auf die Tatsache, daß der amerikanische Kon- M tinent für lange Jahre das Ziel der japani- i x chen Auswanderung gewesen ist. Allein in N ben Vereinigten Staaten sind daher rund 180 000 öa$6 Japaner ansässig, von denen ein großer Teil, weil e er auf amerikanischem Boden geboren wurde, das Vürgerrecht genießt. Die japanischen Kinder gehen unmittelbar nach dem Unterrichtsschluß in den amerikanischen Schulen in die japanische Sprachschule, wo sie in der Sprache, Kultur und Weltanschauung Nippons unterrichtet werden, einschließlich der unbedingten Ergebenheit für den Tenno und im gläubigen Vertrauen auf ihr Mutlewolk. In Nordamerika gibt es 4 7 7 japanische
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» ffabck»Javaner niedergelassen, davon allein 90 v. H. in i so der Provinz von Sao Paulo. Dort bilden sie )'w- ein eng zusammenhaltendes Klein-Japan. Sie sind Md W L Mifellos die besten Farmer und fangen als Land- r arieiter an, aber sie überflügeln schnell die gemach- lchm Brasileiros, die Indianer und Neger. Sehr bild besitzen sie ihr eigenes Stück Land, dos sie ye- ViffirfL zu ruttivieren verstehen. Durch die Entwick- teg ermutigt, gingen die vier großen Familien- Mzerne in Japan mit Unterstützung ihrer Regie- Ma daran, eine Million Hektar im Lnazonastal für die japanische Kolonisation z: erwerben. Die Regierung in Rio de Janeiro $ab ihre Zustimmung und eine M u st e r s i e d- Inn g wurde gegründet. Aber da meldete sich Nkrdamerika, das die Ausbreitung des „Nipponis- ms" in Südamerika mit Eifersucht betrachtete, m so mehr, da ja auch Ford riesige Konzessionen M Amazonenstrom für die Errichtungvon Gummi- plmtagen besaß. Im brasilianischen Militär wurde Eit sinnlose Meinung verbreitet, daß Japan darauf Wgehe, das Amazonastal zu annektieren. Die Age dieses Kesseltreibens war, daß auch Brasilien fcit japanische Einwanderung außerordentlich be- schänkte und die bereits erteilte Konzession am
Berlin, 31. Juli. (DNB.) Unter dem weiteren Geheimmaterial, das in den ehemaligen Stabsquartieren verschiedener sowjetischer Verbände in Luck aufqefunden und inzwischen gesichtet wurde, befand sich auch ein Plan über „die Organisation der rückwärtigen Dien sie und ein Plan für die „materielle Versorgung bet bevorstehenden Operationen" der 15. Sowjetarmee. Beide Dokumente find vor Beginn der Kampfhandlungen im Osten ausgefertigt. Der Operationsplan für die rückwärtigen Dienste enthält als Punkt la: Bis zum Beginn der Operationen (2 5. 7. 1 9 41) ist der Bestand an Material usw. auf das öoII aufzusullen. Punkt lb: B i s z um 3 0. Juli 1941 (Durchbruch der "Linie des Flusses Wieprz) müssen Munitionsbestände in den Batteriestellungen und in den Munitionslagern auf das Soll vervollständigt
Unter Punkt 2 heißt es: a) B e f e h l s st a t i o n bis zur Erreichung des Abschnittes Ljubartow—Lublin ist Bahnhof Sarny. Nach der Erreichung dieses Wschnittes (zum 4.8.1941) der Bahnhof Kowel.
Rom, 31. Juli. (DNB.) Der spanische Außenminister Serrano Suner hat dem Vertreter des „Mesfaggero" auf die Frage, wie sich Spanien gegenüber der' Verwirklichung des Planes einer englisch - nordamerikanischen Besetzung der Azoren und Kapverdischen Inseln verhalten würde, geantwortet, daß Spanien einer Aggression gegen die portugiesischen Besitzungen nicht teilnahmslos zusehen könnte. Aus die Frage, ob er denke, daß die Haltung Washingtons zu einem offenen Konflikt zwischen der Achse und den USA. führen könnte, erklärte Serrano Suner, es wäre absurd, dies zu glauben, denn ein derartiger interkontinentaler Krieg wäre der Ruin Amerikas und der Welt. Nach dem Niederbruch des Bolschewismus werde (Europa s i ch selbst genügen. Die amerikanischen Völker müßten sich dann überlegen, was sie mit ihren Roh st offen anfangen wollten, denn die Verwirklichung
b) Versorgungsbahnhöse: für XIII. Schützenkorps, 20.,” 21. und 22. Schützendivision ab 17. 7. Bahnhof Krymnow, späterhin wird beabsichtigt, den Versorgunasstützpunkt nach Bahnhof E h o l m zu verlegen; für X. Schützenkorps, 5., 6. und 7. Schützendivision, 103. Haubitz - Artillerie - Regiment und 15. motorisierte Brigade ab 18. 7. Bahnhof P o- wursk, vom 28.7. Bahnhof Kowel, ab 28.7. Bahnhof Lublin; für alle anderen Verbände dieser Sowjetarmee werden bis Mitte Juli bestimmte Bahnhöfe angeführt. Von diesem Zeitpunkt an treten an ihre Stelle wie bereits oben Namen weiter westlich gelegener Bahnhöfe im Generalgouvernement. Unter Punkt 5 wird die Einrichtung von drei Sammellagern des Volkskommissariats des Innern für Kriegsgefangene bekanntgegeben. Es handelt sich um Nummer 23 in Kaymno, Nummer 28 in Kowel und Nummer 29 in Turijsk. Am Schluß dieser Ausführungen befindet sich der Vermerk: Diese Gefangenenlager aber können täglich 4600 bis 6000 Mann durchschleusen. Durch den raschen Zugriff der deutschen Truppen gelang es den Bolschewisten
T o k i o , 31. Juli. (Europapreß.) Vor der 16. Plenarsitzung der Untersuchungskommission fürdie Generalmobilisierung sprach der japanische Ministerpräsident Fürst Konöye. „Japan muß auf das Schlimmste vorbereitet sein", erklärte er und führte weiter aus, daß der deutsch-sowjetische
nicht, ihre wohlvovbereiteten Absichten durchzuführen. Weder die an der Grenze bezeichneten Versorgungsbahnhöfe konnten zu dem festgesetzten Zeitpunkt in Betrieb genommen, noch eines der angeführten Gefangenenlager benutzt werden. Daß es nicht dazu kam, ist einzig und allein dem raschen Zuschlägen und dem Erfolg der deutschen Waffen zu danken.
Bei der Eroberung von Zelwa im Raum von Bialystok und Baranowitschi wurde von deutschen Truppen am Rande des Städtchens eine frisch ausgehobene Grube entdeckt, die noch nicht vollständig zugeworfen war. Die fliehenden Sowjets hatten hier in Eile wichtiges Dokumenten- und Kartenmaterial eingegraben, darunter eine große Menge von Karten deutscher Städte. Sie stammen von einem in der Nähe gelegenen bolschewistischen Flugplatz, sind im Frühjahr 19 4 0 in der Moskauer Staatsdruckerei hergestellt und stellen ausgesprochene Zielunterlagen für Bombenangriffe auf weit im Innern des Reiches liegende Städte dar. Den Karten sind geographe Angaben, Bilder und Formblätter zum Einträgen öon Erkundungsergebnissen von Agenten beigefügt. Die den Sowjets wichtig erscheinenden Ziele sind rot umrandet. Auf der Karte von Magdeburg, die die Geheimnummer 155 trägt, sind bezeichnenderweise auch die Kirchen und sozialen Institute rot umrandet. Mit diesen Kartenfunden wird das umfangreiche Beweismaterial für die Angriffsabsichten der Bolschewisten gegen Deutschland um weitere Unterlagen vervoll- ■ ständigt.
Heber die Karpathen nach Ungarn hinein.
bleuet sowjetischer Jnvasionsplan aufgefunden.
B u d a p e st, 31. Juli. (Europapreß.) Das Amtliche Ungarische Telegraphenbureau gibt von einem im Büro eines sowjetischen Kommandos gefundenen Aufmarschplan Kenntnis. Dieser Plan sah vor, daß die über die Karpathen vorrückenden sowjetischen Truppen binnen weniger Tage Budapest erreichen und von hier mit der Invasion in den Balkan beginnen sollten. Auf Anordnung des sowjetischen Generals Iwanow standen nach diesem Plan an der ungarischen Grenze 16 Divisionen, darunter mehrere Panzereinheiten und einige motorisierte Infanterie-Brigaden, zum Angriff bereit. Die Budapester Presse beschäftigt sich mit diesem „deutlichen Plan", der durch den ernüchternden Schlag vereitelt wurde, den die deutsche Armee und die ungarische Honved auf die im Hinterhalt lauernden Bolschewisten geführt hätten. Gerade das Gegenteil davon, so sagt „Pest", was General Iwanow in seinen kühnen Träumen sich ausmalte, sei eingetreten.
Behörden die Freizügigkeit der Japaner auf dieser Inselgruppe beschränkt. Da nun aber ein großer Teil derJapaner aufHawaiidie amerikanischeStaats- bürgerschaft besitzt, so handelt es sich dabei um eine verfassungswidrige Maßnahme, die einen scharfen Protest der Betroffenen hervorgerufen hat. Aehnlich wie in Hawaii liegen die Dinge auf den Philippinen, wo z. B. die Provinz von Da- vao hauptsächlich von Japanern besiedelt ist. Zahlreiche Philippinos vervollständigen ihre Studien an japanischen Universitäten und sind offene Gegner der USA.-Fremdherrschaft über die Inseln. Es könnte daher nicht ausgeschlossen sein, daß man hier im Falle einer weiteren Zuspitzung des Konfliktes die Japaner als Befreier und nicht als Feinde empfangen würde ...
Das Fndochina-Abkommen.
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Geopolitik im osteuropäischen Raum.
Von Dr. Paul Rohrbach.
Fassen wir Osteuropa als den Raum zwischen Karpathen und Ural, Eismeer und Schwarzem Meer, so finden wir hier ein fast alle natürlichen Reichtümer entbehrendes Zentrum, umgeben von weitaus besser ausgestatteten Randgebieten. Dabei stehen wir vor der geschichtlichen Paradoxie, daß die staatliche Zusammenfassung des osteuropä- ischen Raumes zum späteren russischen Reich gerade von der armen Mitte ausgegangen ist. Dort ent- tand das Moskauer Zarentum, und wenn wir ragen, woher diesem die Kraft kam, seit der Mitte je5 16. Jahrhunderts fein Machtgebiet fhrt und fort auszudehnen, so können wir nur antworten, daß ihm sein tatarisches Erbe dazu verhalfen hat.
Die Vielzahl russischer Fürstentümer wurde im 13. Jahrhundert von den Mongolen, für die später der tatarische Name aufkam, unterworfen. Die Tn- butpflicht an den Tataren-Chan dauerte 250 Jahre. Während dieser Zeit gelang es dem Moskauer Großfürsten, vom Chan das Recht zur Einsammlung und Abführung des Tributs aus allen Fürstentümern übertragen zu erhalten. Das war nicht nur der Anfang zu einer faktischen Oberherrschaft Moskaus, sondern auch zu einer wenn auch primitiven und brutalen, so doch leistungsfähigen Steuer- Verfassung für das ganze spätere Machtgebiet Moskau.
Das zweite Erbe aus der Tatarenzeit war die absolute Herrschergewalt der Großfürsten und späte- teren Zaren von Moskau. Sie war eine Nachahmung des asiatischen Despotismus der Chane. Der zarische Absolutismus und das uneingeschränkte Recht der Steuererhebung waren die Wurzeln der politischen Ueberlegenheit Moskaus.
Zum Verständnis der großen und geopolitischen Unterschiede innerhalb des osteuropäischen Raums, durch die seine Geschichte und seine Wirtschaft bestimmt werden, müssen wir ihn mehrfach gliedern. Das zentrale und nördliche Gebiet, das von der Natur am wenigsten begünstigt ist, können wir das Moskowitische oder Sarmatische Osteuropa nennen. Es hat ein rauhes Klima und mageren Boden, der aus den massenhaften Schuttablagerungen der Eiszeit entstanden ist. Der Ertrag des Ackers ist daher gering. Die Landwirtschaft wurde hier von jeher primitiv betrieben, und auch heute ist sie noch so rückständig, daß die Ernten je Hektar nur ein Sechstel bis höchstens ein Viertel der deutschen Durchschnittsernte betragen. Seit die Volkszahl durch die gewaltsam betriebene Industrialisierung und durch das Entstehen von Millionenstädten wie Moskau und Petersburg stark zugenommen hat, ist diese Region nicht mehr imstande, sich selbst zu ernähr-en, es muß ihr Brotkorn zugeführt werden. Ein weiterer Nachteil ist ihre B i n n e n l a g e. Ihr nördlicher Ausgang durch die Dwina in ein Nebenmeer des Eis-
01. Jahrgang Nr. I8|
Cicheint täglich, außer
. Sonntags und feiertags
Beilagen:
ben u GeßenerFamilienblätter
n; J1' A Heimat unBild-Die^holle
> B ' Bezugspreis:
: M Monatlich.......RM1.80
norf.? Zustellgebühr... „ -.25
. 'M auch bei Nichterfcheinen
von einzelnen Nummern eW. infolge höherer Gewalt
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ir ftnif Postscheck 11686 Franks M.
Schulen mit 1400 Lehrern und 69 000 Schülern.
Nan hat in Kalifornien die Japaner scharf an- ।gegriffen, weil sich kein einziger Japaner für die W'eitslosenunterstützung hat vormerken lassen, morr behauptet daher, sie nähmen den Amerikanern die Arbeit weg. In der Tat sind alleMngs bie Japaner genügsamer und fleißiger als ihre ame- rikonischen Gefährten. Ihre Sippen halten zusammen und deshalb gibt es kaum einen Japaner, der ______ bei Oeffentlichkeit zur Last fällt. Man wirft ihnen gegeben ach vor, daß sie sich dreimal so schnell wie die geprüfti Amerikaner vermehren, und daß ihre Zahl trotz Tennis» T bei Einwanderersperre ständig anwächst. Der ein- e Sapiti jige stichhaltige Vorwurf, den die Nordamerikaner r ben Japaner im Lande machen können, ist der,
das er auch in der zweiten und dritten Generation jei n e Eigenarten bewahrt und amerikanische Sitten und Gebräuche nur äußerlich an- nimmt. Der USA.- Japaner wäre ein idealer Staatsbürger für dis Vereinigten Staaten, wenn er sich nicht in seinem ausgeprägten Volksbewußt- fein als Zugehöriger zu seiner oder der Heimat einer Eltern fühlen würde.
| jluch in Brasilien haben sich rund 200000
starb. Sf tter eklis! M6W1 ______ .
licht W streichender ist. Aber auch Peru mußte unter
b häiüs i>rt Druck der Vereinigten Staaten die Emwan-
h.inq von Japanern erschweren und ihnen den (nöerb von Grundstücken sowie die Leitung von Üintagen untersagen. In Mexiko leben unge- E M str 6000 Japaner, also auch in den mittelamen- >n sichwischen Staaten sind sie, wenn auch m geringer
M, vertreten. . . m.. «
Sorfluti 2>ie Anwesenheit von Japanern in der Na he tes Panamakanals bereitet den Nordamen- lotern ernstliche Sorge. Haben doch die Strategen ii Washington erklärt, daß einige wenige entschlos- jtnt Männer genügen könnten, um die Schleusen- tn.eigen im Kanal zu sprengen und die norü- ^rikanische Kriegsflotte aufs Trockene zu setzen tor zumindest die Durchfahrt durch den Kanal zu berren. In der unter USA.-Oberhoheit stehenden In na I30 ne werden natürlich keine Japaner zu- Mssen; diese Zone erstreckt sich jedoch,nur, auf teiige Kilometer auf beiden Seiten der Kanalufer Reg die Aufsicht auch noch so streng sein so gibt t; doch in Gebiet von Panama genug abenteuer^ ld-2 Elemente, die die Yankees hassen und die im Ernstfälle einen Handstreich auf den Kanal wagen trnten, wobei es sich nun keinesfalls unbedingt Japaner zu handeln braucht.
2ichl nur auf dem amerikanischen Komment, weit M>r noch in den amerikanischen K o l o- Ü2 n im Pazifik, erscheint der Rooseveltclique heute . ki der bedrohlichen Verschlechterung der Beziehun- jn zwischen Washington und Tokio die ^uwesei - Vv von Japanern als eine Bedrohung. 3w Zen- tum der nordamerikanischen
Wen Ozean, auf H a w a i i, ist z B. die Bevol- lirmg überwiegend japanischer Basse. Die ^egte- Urgsftatiftiten in Tokio geben die Zahl der Japa- Iiet auf Hawaii mit 150 832 an. Diese '
Wt nicht nur die Untertanen des Tenno, sonderri tug alle die Japaner, die in Hawaii auf amerr- brischem Hoheitsgebiet geboren sind und folglich amerikanische Staatsbürgerschaft besitzen. Tokio pllt die Herzen, und es ist davon überzeugt, daß kt Herzen trotz der amtlichen Abstempelung treu Wx die alte Heimat schlagen. Es gibt auf Hawaii ft Schulen japanischer Sprache, die Lehrer E ne-i aus Japan. Einige dieser Schulen werden v iMhistischen Priestern geleitet. . _
i Ilm sich vor der angeblichen lapamschen »e- hl)ung zu schützen, haben die nordamerikanischen
Gießener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen Sd,ri6ie6e*Sd)Mlftra6e57-9


