Nr. 206 Drittes Blatt
Gießener Anzeige (General-Anzeiger für Gberhessen)
51 August/l. September MO!
Aus dm Reich.
Die neuen
Neichsfchahanweisungen.
Eine gute Woche lang waren die bisher r- gegebenen 4-v. H.-Reichsfchatzanweif- gen, kurz „Reichsschätze" genannt, an der Pe „gestrichen Geld", d. h. völlig ausverkauft, is Reich bringt nun eine neue Form ebenls 4-o. H.-Reichsfchätze auf den Markt, die aber ne Laufzeit von 20 Jahren haben. Hier ffen wir auf eine Form der Zinsverbilligung, dierm eiligen Leser vielleicht nicht auf den ersten Aieb in ihrer ganzen Bedeutung klar wird. Jede ns- verbilligung muß ausgehen von dem Geld, dasmz kurzfristig ausgeliehen wird, dem sog. „täglien G e l d". Und dann setzt sich die Zinsverbilang fort: zunächst auf die W e ch s e l k r e d i t e unhnn auf Geldanlagen von 6 bis 12 Monaten unlann wieder auf Schuldtitel, die 1 bis 5 Jahre ifen. Ist erst einmal der Geldmarkt in diesem Uinge ersaßt, so werden auch mittel- und langfristig a • pitalanlagen im Zinsertrag allmählichrrab- gesetzt. So waren die zuletzt ausgegebenen ). H.- Reichsschatzanweisungen zunächst auf fünflahre gestellt, dann wurde ein „Typ" von zehnriger Laufzeit herausgebracht, und jetzt ist die ufzeit gar auf 20 Jahre verlängert. Dabei hat daseichs- finanzministerium zu überlegen, daß die Enrmine dieser Laufzeiten auch bei ihrer Fälligkeit ro(genug auseinander liegen, um auch nach 5 oder) oder 15 Jahren plötzliche Ansprüche an den Gmarkt zu vermeiden. Man sieht: die ZinsoerbMng ist eine sehr weitläufige Aktion, deren ersteoraus- setzung ruhige Dispositionsmöglichkeit ist. ßerdem sind schließlich auch die Spaper, Bersicherisgesell- schäften und Sozialinstitute zu berücksichen, die von den Zinseinnahmen in ihrem Lebeoder in ihren Leistungen abhängig sind.
Em )ahr Kriegsarbeit der Fuen.
Die Reichsfrauenführung berichtet in ' „Inneren Front" über die Kriegsarbeit, die Frauen feit dem 1. September 1939 vollbrachtlben. Es wird geschätzt, daß mindestens dreiNillionen Frauen allein 70 Millionen Stwen erfaßbare Nachbarsch aftshilf geleistet haben. Um ungefähr ein Bild zu aebewie groß insgesamt die Hilfsleistungen gewesen n mögen, werden die Hilfsdienstzahlen von 30 G n im Monat Juni 1940 mitgeteilt. In diesem en Monat leisteten 333 000 Frauen rund 4,8 Minen Stunden Nachbarschaftshilfe in kinderreich Familien, in den Haushalten werktätiger Frauem landwirtschaftlichen Haushalten, in Handel u Handwerk, bei der Kinderbetreuung und bei derrnte. Darüber hinaus waren in den Nä üben des Frauenwerks 94 000 Frauen 8400 Stunden beschäftigt. Bei der Pflege von Vchnerin- nen und Kranken wurden 20 0Frauen für 250 000 Stunden eingesetzt. 71000 auen halsen in 30 Gauen mehr als 400 000 Esten in der NSL.-Arbeit. 22000 Frauen leten 142000 Stunden Bahnhofsdienst. 10 ( Frauen arbeiteten über 400 000 Stunden bei dRückwan- dererbetreuung. Groß war h der Einsatz für die Wehrmacht. In m einen Monat wurden 122 OOO Teile gerann und fast 400 000 Teile genäht, gestopft odeieftickt. 13 000 Frauen halsen in Wehrmachtsküchel57 000 Stunden. Neben dem Hilfsdienst erreichte oolkswirt- fchaftlich-hauswirtschaftliche Aufklä'g große Bedeutung. So gab die Reichsfrlnsührung seit Kriegsbeginn über 20 Millionen Ptdie n st e heraus. Der Mütterdienst er t umfangreiche Schulungsaufgaben durch den §g- 3n 25 000 Lehrgängen wurden seit Kriegsben etwa 450 000 Frauen und Mädchen geschult. D Bedürfnis nach weiteren Schulungsstätten wurde' groß, daß in den letzten Monaten 85 neue 9tterschulen eröffnet wurden.
Heber 60000 Boll'chulen in Großdeutschnd.
1939 wurde wieder eine Erhelg über die Volksschulen durchgeführt. Sie ergabaß die Zahl der Volksschulen in Großdeutschlant hne die n e u- c ingegliederten Ost gelte über 60 000 beträgt. Im alten Reichsgebiet rden 50 952 Volksschulen mit 186 582 SchulklasseMählt, an denen von 177 303 hauptamtlich bäftigten Lehrern 7 503195 Schulkinder unterri-t wurden. Der mäßige Rückgang der Zahl Schulkinder entspricht der Entwicklung der ipolksschulpflichtig-n Alter stehenden Beoölkerungsrgänge. Wie im Vorjahre kamen auf eine Kk 40'$, auf einen Lehrer 42,4 Schulkinder. 2)10 000 Einwohner kommen 7,3 Schulen, 25,4 &r und 1078 Schulkinder. 1939 bestanden 207 'vatschulen mit dem Lehrziel der Volksschule. Die^hl der öffentlichen Hilfsschulen hat sich dadurch "k erhöht, daß die Hilfsschulklassen der Volkssch^ jetzt als selbstan- dige Hilfsschulen geführt roun- Somit bestanden 1028 öffentliche Hilfsschulen, der Ostmark wurden 4721 öffentliche Volksschulen Zählt, in denen rund 657 000 Schulkinder unterrid wurden, tm Reichs, gau Sudetenland 2957 Volksen mit rund 274000 Schulkindern.
KinderreicheZamilietldArbeitsdienst
Auf Grund von Anftac hat der Reichsbund Deutsche Familie eine Endung des Relchsar- beitsführers über die Möokeiten der B e f r e l - ung vom weiblichenrbeitsdlenst her- beigeführt. Eine Befreiuno nicht vorgeschey. In besonderen Fällen können ich Z " s " d g e n ausgesprochen werdeP*e eme^m
derreichen Familie wird in jedem alle besonders berücksichtigt.
Ein 7laröif=ed)k
Berlin, 30. Aug. (DNB.) 5r Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrncht hat zur Erinnerung an den helenmütigen Kampf, den die in echter Wasfe-rüderschaft bei Narvik fechtenden Verbände des Hees, der Kriegsmarine und der Luftwaffe siegreich Ständen haben, einen „Narvik-Schild" gestiftet. Dei,Narvik-Schild" enthält, von dem Hoheitsabzeichenekrönt, Edelweiß, Anker, Propeller .d die Inschrift „Narvik 1940". Er wird nur zur liform getragen, und zwar für Heer und fiuftroaffdlberfarben, für die Kriegsmarine goldfarben.
B u d a p e st, 31. Aug. (AB. Funkspruch.) Budapest legte am FreitagabenUn Festkleid an, um der vom Wiener Schiedsspru,heimkehrenden ungarischen Abordnungnen feierlichen Empfang zu bereiten. Die ganze Stt war reich beflaggt und hell erleuchtet. Als der mderzug der Delegation in/die mit den Landessahn sowie den Flagaen des Grohdeutschen Reiches .id Italiens geschmückte Halle des Budapester Osthnhoss einlief, erklangen die Hymnen Ungarns u1 der beiden Achsenmächte. Eine große Menschenmge begrüßte die Abordnung mit Sprechchörewn denen die Freude der Bevölkerung über dieviedergeschenkten Gebiete Siebenbürgens und die'ankbarkeit gegenüber dem Führer und dem Duceum Ausdruck kamen. Auf dem Bahnsteig hatten h die Mitglieder der Regierung, zahlreiche Peinlichkeiten des öffentlichen Lebens und der deutfd und italienische Geschäftsträger eingefunden. Visterpräsident Graf T e - le Fi wies auf die Frestschaft Ungarns zu Deutschland und Italien hin nd betonte, Ungarn müsse beweisen, daß es dechochschätzung dieser beiden Mächte wert sei. Wirehen, so fuhr der Ministerpräsident fort, vor i Aufgabe, die mit der Führung einesviele Volksgruppen umfassenden Slates- zusammenhangt. Die ganze Nation ist ver-twortlich für die Arbeit, die morgen beginnt undom Handeln jedes einzelnen hängt es ab, ob widas jetzt Erhaltene behalten und zum Gedeihen erhelfen können. Das Land achte daraus, daß d jetzt zurückkehrenden Volksgruppen nicht durch ie Brille vergangener Zeiten angesehen werden. Ingarn vertrat immer den Standpunkt, wenn öglich Ziele ohne Blutvergießen zu erreichen. Der Standpunkt wurde belohnt, denn ohne einen Tvfen ipigarifdjcn Blutes kamen über 40 000 Quadr'ilometer geschichtlicher Scholle an Ungarn zurück.
Das Blatt „Magirorszag" schreibt, die ungarische Klugheit habe ftet«inen Unterschied zwischen den großen nationalenidealen und den r e a l p o l i - tischen Möglikeiten gemacht. Die ungarische Außenpglitilei stets realistisch gewesen. Ungarn habe den'Actnmächten und ihrer Politik vertraut. Die durch ie gemeinsame Revisionspolitik erzielten Erfolge kten das Vertrauen Ungarns nur erhöht, das sehr whl wisse, daß bei der gegenwärtig erfolgendl europäischen Neuordnung jeder Schritt i n F r i e - n vor sich gehen müsse. In Südosteuropa müsse k Frieden erhalten bleiben, damit nicht unüberlegt kvorgerufene Wirren von anderen ausgenützt werdekönnten.
„Sie der Vernunft."
Die italicnise Presse zu den Ergebnissen der Lener Verhandlungen.
Rom, 30. Ai- (Europapreß.) Im halbamtlichen „Giornale b*3ta" schreibt Gayda, die europäische Aufbaupolitik " Achsenmächte habe in der Tätig-
Die Verleihung erfolgt an alle Wehrmachtsungehörigen, die cn der Landung in Narvik ober an den Kämpfen der Gruppe Narvik ehrenvoll beteiligt waren. Im Auftrag des Führers erfolgt die Verleihung durch den Befehlshaber der Gruppe Narvik, General der Gebirgstruppen Dietl.
Die zweite Reichsstraßensammlung für das Deutsche Rote Kreuz.
Berlin, 30. August. (DNB.) Die am 17. und 18. August 1940 durchgeführle zweite Reichsstraßensammlung für das Kriegshilfswerk für das Deutsche Rote kreuz erbrachte 26 888 016,42 RM. 3m Vergleich zur ersten Reichsstrahensarnrnlung hat sich das Ergebnis um rund 16,7 v. h. erhöht. Der Betrag je Kopf der Bevölkerung stieg von 29 Rpf. auf 34 Rpf.
feit der beiden Außenminister zugunsten einer endgültigen Klärung der Beziehungen zwischen Ungarn und Rumänien durch die Berichtigung ihrer gegenwärtigen politischen Grenze eine neuerliche Bestätigung erfahren. Die beiden Achsenmächte arbeiteten für eine dauerhafte, auf die gutwillige Zusammenarbeit der Völker gegründete Ordnung hin. Ungarn und Rumänien hätten beide die Opfer bringen müssen, die die gerechte und neue. Ordnung Europas ihnen auferlege, die aber durch die Beseitigung der Gefahr eines Krieges bei weitem ausgeglichen würden, der weit höhere Werte zerstört haben würde als die, die nunmehr durch die gegenseitigen Zugeständnisse verloren gingen. Diese Opfer würden auch ausgewogen durch den sofortigen Anschluß der beiden Nationen an- die neue politische und wirtschaftliche Ordnung, die von den Achsenmächten aufgebaut werde. Ungarn und Rumänien gäben Europa und der ganzen Welt ein wertvolles Beispiel, vor allem den beiden imperialen Demokratien, die den Krieg, durch den sie sich selbst vernichteten, der Anerkennung der nationalen Notwendigkeiten und den zu ihrer Verwirklichung exforderlichen vernünftigen Zugeständnissen vorgezogen hätten. In Wien sei ein ernstes und gefährliches Problem von der Karte Europas ausgetilgt worden. Das Ergebnis der Verhandlungen sei ein Sieg der Vernunft, ein Sieg der Achsenpolitik.
Luftangriff auf Malta.
Der italienische Wchrmachtsbericht.
Rom, 30. Aug. (DRV.) Der italienische Wehr- machtsbericht vom Freitag hat folgenden IBortlaul:
Der Flotten st ühpunkt von INicabba (Malta) ist von unseren Luftverbänden planmäßig und treffsicher bombardiert worden. Die feindlichen Jagdflugzeuge, die sich bereits in der Luft befanden, haben den Kampf mit unseren Jagdflugzeugen nicht annehmen wollen und versuchten, sich ihrer Aktion zu entziehen. Unseren Jagdflugzeugen gelang es jedoch, drei feindliche Flugzeuge unter Maschinengewehrfeuer zu nehmen und zu befchädigen.
In Rordafrika sind die Militärdepots und Militärlager sowie der Güterbahnhof von M a r s a M a t r u k von unseren Luftverbänden in aufeinanderfolgenden Mellen wiederholt und heftig mit Bomben belegt worden. Einige hundert Bomben wurden auf die Ziele abgeworfen, wobei kontrollierte Volltreffer festgeftellt wurden.
In O st a f r i k a sind von unseren Flugzeugen bei Arbo el Bahi und in der Rähe von G a r i s f a (Kenia) Truppenzusammenziehungen und Kraftwagenkolonnen bombardiert worden. Ferner wurde der Flughafen von Buna mit Bomben belegt, wo-
Agnes Miegi erhielt den Goethe-Preis.
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Am 191. Geburtstage Goers überreichte der Frankfurter Oberbürgermeister, Staatsrat Dr. Krebs, der ostpreußischen Dichterin Lies M i e g e 1 den Goethe-Preis. Die feierliche Uebergabe erfolgte im Geburtshaus Goethes in Frkfurt. — Unser Bild zeigt die Dichterin mit der Verleihungsurkunde und rechts'nen ihr Staatsrat Dr. Kreb s. — (Scherl-Bilderdienst-M.)
Ungarn sich Wer neuen Verpflichtungen bewußt.
Btvpest begrüßt die ungarische Abordnung.
Der lehrreiche Kurszettel.
Die Börse ist sehr mit Recht in den Hintergrund getreten, während die Waffen das Wort haben. Im übrigen find auch die Zeiten längst vorbei, wo air den Börsen „Große Politik" gemacht wurde. 21bec es bleibt doch ein Tatbestand zurück, der nicht ohne Bedeutung ist: an der Börse vollzieht sich — heute unter weitgehender Ausschaltung der Spekulation der solide Ausgleich von Angebot und Nachfrage an Wertpapieren. Wenn wir nun nach langer* Pause einmal den Börsenkurszettel wieder auf* schlagen, so sticht uns zunächst ins Auge, daß alle Reichsanleihen über dem Nennwert notieren. Vor zwölf Jahren wurden 6- und 7prozen* tige Reichsanleihen mit wesentlichen Steuerbegünstigungen aufgelegt und ihre Kursgestaltung war katastrophal schlecht. Heute existiert nur noch eine einzige 5prozentige Deutsche Reichsanleihe aus dem Jahre 1927, wenn wir von der deutschen Ausgabe der berüchtigten Poung-Anleihe absehen. Ja, auch im Weltkrieg war die „Kriegsanleihe" mit einem nominellen Zinssatz von 5 v. H. — tatsächlich war er noch etwas höher — ausgestattet. Das alles ist vorbei. Die älteren Reichsanleihen seit 1933 tragen 4%, die neueren Reichsanleihen gar nur 4 v. H. Zinsen und siehe da: diese niedrig-verzinslichen! Reichsanleihen stehen durchaus über dem Nenn* wert, während vor zwölf Jahren hochverzinsliche und mit Sonderreizen ausgestattete Reichsanleihen Jammerkurse hatten.
Gehen wir einige Rubriken weiter, so finden wir im Kurszettel noch einige überraschende Entdeckungen. An Stadtanleihen werden an der Berliner Börse 56 Ausgaben notiert; aber in dem Kurszettel, der gerade vor uns liegt, kamen von diesen 56 Stadtanleihen nur 7 zur Notiz. In erheblicher Fülle verzeichnet der Kurszettel ein „G"* was „Geld" oder Nachfrage bedeutet. Mit anderen Worten: es sind viele Käufer da, aber dis Schuldverschreibungen der Städte sind „in f e ft S Hände" übergegangen und so kommen die Käufer nicht zum Geschäftsabschluß. Auch die städttschen Anleihen notieren durchaus über dem Nennwert und sind mit 4% v. H. verzinslich. Mögen die Reichsanleihen noch zu den höheren Regionen gehören, so weiß doch von den Stadtanleihen jedermann, was es für den Bau von Wohnungen bedeutet, wenn die Gemeinden billiges Baugeld aufnehmen können.
Bauwirtschaft ist überhaupt das große Stichwort Wenn wir uns die Kursliste der Pfandbriefs ansehen, so finden wir die stattliche Zahl von 292 Ausgaben verzeichnet; aber nur 104 kamen in unseren Kurszetteln zur Notiz ... ebenfalls weil es mehr Käufer als Verkäufer gibt. Gerade in diesem Abschnitt des Kurszettels finden wir noch die reizvollsten Erinnerungen. Gelegentlich werden die früheren Zinssätze noch angegeben. Da gibt es der Reihe nach 8-, 7^-, 6prozentige Pfandbriefe. Aber das war einmal. Auch die Pfandbriefe bringen heute nicht mehr als 4XA v. H. Zinsen. Hier haben wir es ganz handgreiflich, welche Vorteils für die allgemeine wirtschaftliche Leistungsfähigkeit vom „billigen" Geld kommen.
Wir sind noch nicht am Ende dieser Entwicklung, Das Reich schöpft sehr starke Bank- und Sparkassengelder zu einem Zinsfuß ab, der wesentlich unter 4 v. H. liegt. Das geschieht in einer sehe ruhigen, überlegten und pfleglichen Art, die eins Verletzung berechtigter Interessen vermeidet und die Dinge „reif" werden läßt. Mit anderen Worten: die Zinsverbilligungen werden nicht vom grünen Tisch her dekretiert, sondern das Reich wartet ab, bis durch das Zusammenspiel aller wesentlichen Umstände ein solches Geldangebot eingetreten ist, daß der G^dbesitzer von sich aus froh ist, ein sicheres Papier zu 4% — und jetzt schon zu 4 v. H. zu erwerben. Die „Brechung der Zinsknechtschaft" —* jener Zinsknechtschaft, die einmal für die schaffenden Stände so gut wie für alle Erwerbstätigen ein brennendes Problem war —, hat sich ohne schädliche Aufregung vollzogen. Es bleibt nur daran zu erinnern, daß Preußen vor dem Weltkrieg dank feiner so soliden Finanzgebarung mit 3- und2^pro- zentigen „Consols" ein sehr beliebtes Anlagepapier bereits besessen hatte. Es werden nicht mehr viels Jahre ins Land gehen, bis wir wieder zu einem solchen erträglichen Zinssatz für erstklassige Anlagenl gekommen sind. Dr. Ho.
bei ein Flugzeug am Boden zerstört und zwei andere beschädigt wurden.
Die Flugzeuge, die an den obigen Operationen teilgenommen haben, sind alle, obwohl teilweise getroffen, zu ihren Stützpunkten zurückgekehrt. Von ihren Besatzungen ist niemand verletzt.
Eine Abteilung Dubais hat bei Buna einett erfolgreichen Handstreich durchgeführt, wobei eilt englischer Kraftwagen zerstört und dem Gegner schwere Verluste zugefügt wurden.
Der Feind hat Mogadiscio dreimal born-t bardiert, wobei es zwei Tote und sechs Verwundete gab. Der Sachschaden ist unbedeutend.
Sonderzuteilungen für Schutzgütten.
Um den besonderen Derpftegungsverhältnisten auf den Schutzhütten des Deutschen Alpenvereins Rechnung zu tragen, hat sich der Reichsernährungsminister damit einverstanden erklärt, daß zur Herstellung des markenftei abzugebenden Berg- steigeresfens auf Antrag Sonderzuteilungen aewährt werden, die für je 100 nachgewiesene Besucher im Jahre 1938 betragen bis zu 5 Kilogramm Haferflocken, bis zu 10 Kilogramm Hülsenfrüchte und bis zu 20 Kilogramm Hülsenfrucht-Suppenkonserven. Auch Hütten, die nicht dem Verein angeschlos* fen sind sowie Berggaftftätten und Bauden in besonderer Höhe oder ungünstiger Verkehrslage können diese Sonderzuteilung erhalten.
Alleinheteller;P.Jos.Möbs
Seifenfbrlken.tiiessen
Auch schmutzige Arbeitshände reinigt


