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19V. Jahrgang Ur. 179 JgHF f ,
GlehenerAnzeiger
vrühlschEmverfitatrdnlckerei R. Lange General-Anzeiger für Oberhessen .....
Deutsche Stukas über Dover.
Lier Schiffe mit 32 000 B«T. schwer beschädigt. - Ein Kreuzer versenkt.- i5 britische Flugzeuge abgeschoffen.
Der Wehrmachtsbericht büjn Dienstag.
Berlin, 30. Juli. (2XHB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Deutsche Sturzkampfverbände griffen den Hafen von Dover an. vier dort liegende Schiffe mit einem Sefamtinhalt von 32 000 BRT. wurden fo schwer getroffen, daß mit ihrem Verlust zu rechnen ist-
Bei diesen Angriffen kam es zu heftigen Luftkämpfen mit feindlichen Jagdverbänden, in deren Verlauf 12 britische Flugzeuge vom Wüster Spit- fire und drei vom Muster hurricane sowie drei eigene abgeschossen wurden.
Im Zuge der bewaffneten Aufklärung im Kanal und an der englischen Ostküste gelang es ferner, einen Kreuzer von etwa 1 0 000 Tonnen und ein Handelsschiff von 1000 BRT. zu versenken, ein weiteres Handelsschiff schwer zu beschädigen.
Britische Flugzeuge flogen in der Rächt zum 30. Juli in Nord- und Westdeutschland ein. Wit ihren Bomben trafen sie ausschließlich nichtmilitärische Ziele. So wurden in Düsseldorf fünf Häuser stark beschädigt, entstandene Dachbrände konnten durch Einsatz des Luftschutzes rasch gelöscht werden. Bei Offenbach a. W. wurden zwei Wohnhäuser schwer, zwei andere leicht beschädigt.
Londoner Zeitungen veröffentlichen sensationelle Schilderungen von den Luftkämpfen, die sich am vergangenen Montag über Dover abspielten. Aus den Berichten geht hervor, daß etwa 100 deutsche Flugzeuge, darunter 55 Stukas, diesen, nach britischen Stimmen „furchtbar st en aller Luftangriffe gegen englische Ziele" durchführ- ten und dabei zahlreiche Bomben abwarfen. Obwohl den deutschen Stukas rasendes Flakfeuer entgegengeschlagen sei und die beiden ersten Maschinen getroffen worden seien, hätten sich die deutschen Flieger um die Abwehr der englischen Flak überhaupt nicht gekümmert, sondern seien mit geradezu be-
wundrungswürdigem Mut und größter Todesverachtung durch das Flakfeuer gebraust.
In fast senkrechtem Fluge seien sie dann i n Wellen von je 8 Maschinen auf ihre Ziele niederge-schossen; und beim Ueber- gang in die Horizontalstellung habe jede Maschine „Salven" von schweren und leichten Bomben abgeworfen. Fürchterliche Ex» plosionen seien erfolgt und-hätten alle Häuser in der Nähe der Hafenanlagen in ihren Grundfesten erschüttert. Ueberall seien die Fensterscheiben entzweigegangen, und aus dem Meer seien hohe Wassersäulen aufgestiegen.
Sichtlich beeindruckt berichtet auch der Londoner Vertreter von Associated Preß über die „harten Schläge", die die deutsche Luftwaffe wiederum gegen Englands Küsten führte. Am schwersten seien die Städte der O st k ü st e oberhalb und unterhalb der Themsemündung getroffen worden, höchst unbarmherzig sei Englands Küste auch an der eng st en Kanal st eile bombardiert worden.
DasLeben inLondon unerträglich
Rom, 30. Juli. (Europapreß.) Spanier, die sich vor einer Woche aus London nach den Vereinigten Staaten begaben, haben erklärt, das Leben in London fei unerträglich geworden. Die Fliegeralarme verursachten jedesmal entsetzliche Panikszenen. Die Nerven der Londoner Bevölkerung seien schon derart überreizt, daß diese Szenen den Charakter von Wahnsinnsausbrüchen annähmen. Das Geschäftsleben fei vollständig gelähmt, die Verkehrsmöglichkeiten seien völlig unzulänglich geworden. Die Gärten und Parkanlagen Londons seien mit Zelten angefüllt, in denen Rekruten lagerten, für die die Unterbringungsmöglichkeiten in Kasernen nicht ausreichten. Unter den zum Heere Eingezogenen herrsche große Zügellosigkeit. Die Furcht vor den Fallschirmjägern und vor der Fünften Kolonne veranlasse die Polizei zu den rigorosesten Verfolgungen selbst neutraler Staatsangehöriger. Das Spitzeltum der übereifrigen oder verängstigten Bevölkerung mache diese Zustände nur noch unerträglicher.
M der„Zolanthe" im Siurzflug aus Dover.
Von Kriegsberichter Anion Müller.
DNB.... 30. Juli. (PK.) Steif und frostig werden meine'Finger, die das Maschinengewehr im Heckstand schußbereit umklammern, denn in einer höhe von 5000 Metern fliegt unsere Stukagruppe gegen den Feind. Ein dichter Morgendunst trennt die schlafende Erde von unseren Maschinen, die in- geordneten Staffeln der Küste entgegenziehen. Nur das gleißende Licht eines Baches oder eines Tümpels, in denen sich die ersten Sohlen der Morgensonne spiegeln, blickt zu unsv herauf. Eine weite Flanke fliegt unsere Gruppe über der französischen Küste, bevor die ersten Messerschmitt-Jäger von unten durch den Dunstschleier stoßen und sichernd über unsere Staffeln gleiten, einmal links und einmal rechts, einmal oben und einmal unten.
Mit tiefer und beherzter Stimme, die auf den Flugneuling angenehm beruhigend wirkt, gibt der Flugzeugführer seinem Heckschützen Bescheid: links vor uns der Kanal, in der Ferne die englische Küst?.
Nun liegt sie unter uns, die flimmernde, blauviolette Wasserfläche des Kanals, die sich im Morgenwinde kräuselt. Wenige Minuten später zieht sich eine buntkarierte Fläche fruchtreifer Felder unter uns: England. Der Tommy dort unten schläft wohl noch. Kein Mündungsfeuer blitzt zwischen den Feldern auf, keine schwarze Wolke verrät den Flakbeschuß und keine feindliche Maschine nimmt uns an.
„Achtung! Gleich stürzen wir!", erklingt die Stimme des Flugzeugführers. „Fertig!", gebe ich Bescheid. Mit beiden Händen wird das Griffstück des Maschinengewehrs umfaßt. Die Füße werden gegen die Bodenverstrebungen gestemmt, dann noch einen Blick auf die Fallschirmgurte und zu dem Notgrift dort oben, den man ziehen muß. Nun aber hals- und Beinbruch. Wir stürzen ... Dann aber drückt es mich wie mit Zentnergewichten auf den Sitz der Maschine.
Einige Sekunden lang senkt sich ein schwarzer Schleier vor die Augen — die Stukamaschine ist abgefangen. Der gefährlichste Augenblick des ganzen Angriffes. Nun 'bietet unsere Maschine ihren ganzen verwundbaren Rumpf den englischen Flakgeschützen dar, die aus allen Kalibern das Feuer eröffnet haben. Wie schwarze Wattetupfen hängen die Detonationswölkchen der Flakgeschosse unter uns. Doch die englische Flak schießt schlecht. Wir ließen keine Zeit, die Geschütze zu richten. Wie ein Blitz aus heiterem Himmel traf sie der Angriff unserer Stukamaschinen, die aus der blendenden Sonne des Ostens auf den Hafen von Dover stürzten. Dicke schwarze Rauchwolken tauchen im Hafenbecken auf, das in seiner ganzen Breite zu'meinen Füßen liegt, während der Flugzeugführer unsere „Jolanthe" über den Kanal heimwärts steuert.
Heber den Kreidefelsen der englischen Küste kurven die deutschen und englischen Jäger in wildem Luftkampf. Rechts über dem Kanal geht eine Maschine im Steilflug nach unten. Jetzt muß sie auf- schlagen und auf dem Wasserspiegel zerschmettern. Doch wenige Meter über dem Bach fängt sich die Maschine, zieht eine Schleife und hält schnurgerade auf unsere Stukabomber zu. Die abgerundeten Tragflächen des Flugzeuges, das sich wie der Blitz meinem Heckstand nähert, verraten mir seine Nationalität: „Links hinter uns englischer Jäger", rufe ich dem Flugzeugführer zu. Unsere Maschine legt sich auf die Seite. Mit einem Griff ist die Spritze entsichert, und schon jagt ein erster Feuerstoß der angreifenden Spitfire entgegen. Ihr Angriff kam zu spät. Im Wirkungsbereich der deutschen Küstenbatterien dreht der englische Jäger ab und strebt dem qualmenden Hafen von Dover zu.
3n drei Tagen 308000 Tonnen Ware versenkt. Oer Inhalt von 342 Güterzügen von je 60 Waggons.
Berlin, 30. Juli. (DNB.) Deuftche U-Boote und Flugzeuge führen Schlag auf Schlag gegen die Flotte Englands, gegen die Rüstungszentren und Hafenanlagen der Insel. Tag für Tag versinken wertvolle Waren, Lebensmittel aus Ueberfee, in denen in den Städten des Landes bereits Mangel herrscht, können die empfindlichste Lücke nicht mehr schließen. Wenn man bedenkt, daß die Achsenmächte noch nicht zum Hauptschlag gegen England aus» geholt haben, so gewinnen die Wehrmachtsberichte von den empfindsamen Tonnageoerlusten besondere Bedeutung. Da lesen wir z. B.:
am 26. 7.1940 von 63 000 BRT., am 27. 7.1940 von 97 298 BRT., am 28. 7.1940 von 60 000 BRT.
für England verloren gegangenen Schiffsraum.
Man muß sich oorstellen, welche Warenmengen diese Tonnageverluste in sich schließen, um zu ermessen, wie schnell dadurch den Briten
heute bereits klar gemacht wird, wohin ein Blockadevorhaben auf einmal führen kann. Der Pfeil der Blockade ist auf den Schützen zurückgeschnellt. Das ist aus den Wehrmachtsberichten der letzten Tage klar ersichtlich.
Ueberlegen wir: die Registertonne enftpricht einer Größe von 2,83 Kubikmeter, und ist von Brutto- regiftertonnen die Rede, so meint man damit die Vermessung des gesamten Schiffsraumes einschließlich der Maschinen, Wohn- und Bettiebsräume. Zieht man das Gewicht der Besatzung, der Maschinen, der Betriebs- und Proviantoorräte ab und rechnet man außerdem die notwendigen Ladezwischenräume als ladefreien Raum, so findet man, daß die Ladefähigkeit eines Schiffes etwa 140 o. h. der Bruttoregistertonnage beträgt. Ein Schiff von 1000 BRT. kann also etwa 140 0 Tonnen Ware verladen.
Unter Zugrundelegung dieser Werte würde die
Vernichtung feindlicher oder dem Feinde dienstbarer Tonnage in den drei erwähnten Tagen neben dem Verlust der wertvollen Schiffe die Versenkung von 308 000 Tonnen Ware bedeuten. Zum Landtransport dieser Mengen wären 3 4 2 Güter- 3ü g e vo n etwa 60 Waggons nötig, wobei die Ladefähigkeit dieser Waggons mit 15 Tonnen angenommen wurde. Man stelle sich diese riesigen Güterzüge vor und man wird wissen, in welchem Verhältnis die großmäuligen Reden der britischen Führerschicht zur wirklichen Kraftreserve Englands stehen.
Der italienische Bombenangriff aus Gibraltar.
Rom, 30. Juli. (Europapreß.) Aus Gibraltar kommende Flüchtlinge erzählen, daß bei dem letzten Bombenangriff italienischer Flieger auf die Festung die meisten Bomben in der Nähe der „Europa-Spitze" eingeschlagen seien, wo die britische Flotte vor Anker gelegen habe. Die Kriegsschiffe hätten sofort die Flucht ergriffen. Die englische Luftabwehr habe kläglich versagt. Der Kommandant der Festung habe daher disziplinarische Maßnahmen angeordnet. Einige Soldaten und Offiziere der Fliegerabwehrarttllerie würden sich vor einem Kriegsgericht zu verantworten haben, weil sie während der Luftangriffe ein unmilitärisches und unentschlossenes Verhalten an den Tag gelegt hätten. Den verschiedenen Befehlsstellen sei größere Kaltblütigkeit anempfohlen worden. Schließlich seien der Abwehr häufige Tag- und Nachtübungen befohlen worden, um eine bessere Ausbildung der Fachkräfte zu erzielen. Weiter verlautet, der Festungskommandant habe sein Mißvergnügen über d i e Haltung der Flotte zum Ausdruck gebracht, die beim Erscheinen der italienischen Flieger sofort die Flucht ergriffen und die hohe See aufgesucht habe, ohne sich an der Verteidigung von Gebraltar zu beteiligen.
Französischer Selbstbetrug.
„Ein Minister, der feine Herren Fehler und bet die Oeffentlichkeit schädliche Dummheiten begehen läßt, festigt oft nur seine Stellung. Man könnte sagen, daß er sich fester mit ihnen verbindet durch diese Art Komplicenwirftchaft." An diesen Gedanken, den der kluge französische Moralist Chamfort vor beinah 200 Jahren niederschrieb, wird man erinnert, wenn man aus der Rundfunkansprache des französischen Innenministers M a r q u e t entnimmt, daß die „Schuldigen zur Verantwortung gezogen" werden sollen, gleichzeitig aber betont wird, daß Frankreich gewissermaßen das schuldlose Opfer eines „politisch, wirtschaftlich und sozial erschöpften Zustandes" geworden sei, das Hauptgewicht der Verantwortung also auf das Regime anstatt auf feine Vertreter gelegt wird. Die Dritte Republik soll es sein, die das Unheil heraufbeschwor, nicht ihre typischen Vertteter, die kennenzulernen Deutschland in den letzten 20 Jahren mehr als genügend Gelegenheit hatte.
Nicht nur aus diesem/sondern auch aus anderen Anzeichen geht hervor, daß man sich in Vichy die Dinge anscheinend recht leicht machen will. Mit solchen dialektischen Spitzfindigkeiten eine historische Schuld umzufälschen oder, um noch einmal Chamfort anzuführen, „einen Augiasstall mit einem Federwisch reinigen zu wollen", heißt doch, in gefährlicher Selbsttäuschung an der Tatsache einer Vergangenheit Vorbeigehen, die für Frankreich — und für jeden französischen Menschen — unter dem Zeichen von Versailles und Münster stand und als solche nicht etwa als „tragischer Irrtum", sondern als sehr starke Realität empfunden wurde.
Der zur leeren Formel erstarrte Begriff des „Primats der französischen Zivilisation", der schließlich gegen alles in Feld zog, was von uns aus gesehen schöpferischer Akt, ungebrochene Vitalität eines Volkes war, dieser Begriff, der sich mit dem der
Oer Führer empfing General Gchekoff.
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Der bulgarische Generalissimus während des Weltkrieges, General der Infanterie S ch e f o f f, ber auf Einladung des Oberbefehlshabers des Heeres Kampfgebiete im Westen und Einrichtungen des deutschen Heeres besichtigt, wurde vom Führer empfangen. — (Prefse-Hoffmann-M.)
Die Beschlüsse der Havanna-Konferenz.
Das Schicksal der amerikanischen
Havanna, 31. Juli. (DNB.) Die Konferenz der amerikanischen Außenminister nahm eine Reihe von Entschließungen an. An erster Stelle steht die „Deklaration von Havanna", die sich mit der vorübergehenden Verwaltung europäischer Kolonien in Amerika befaßt. Hierin wird erklärt, daß, wenn Inseln oder Gebiete in Amerika, die jetzt im Besitz nichtamerikanischer Nationen sind, in die Gefahr geraten, Gegenstand von Gebietstausch oder Souveränitätswechsel zu werden, die amerikanischen Nationen „im Hinblick auf das dringende Gebot der kontinentalen Sicherheit" und unter Berücksichtigung der Wünsche der Einwohner dieser Gebiete unter bestimmten Bedingungen eine vorläufige Verwaltung einrichten können.
Hierzu beschloß die Tagung, ein Notstands- k o m i t e e zu schaffen, das aus je einem Vertreter der amerikanischen Republiken besteht. Falls es sich vor Inkrafttreten dieses Vertrages als notwendig erweisen sollte, die Verttagsbestimmungen anzuwen- den, „um den Frieden in Amerika zu sichern", so soll das Komitee die Verwaltung der fraglichen Besitzungen im Sinne der Bestimmungen der Konferenz übernehmen Sobald der Vertrag' in Kraft getreten ist, sollen die Funktionen des Komitees einer „interamerikanischen Kommission für territoriale Verwaltung" übertragen werden. Sollten die Notmaßnahmen so dringlich werden, daß Zusammentritt und Beschlußfassung des Komitees nicht abgewartet werden können, so hat jede amerikanische Republik das Recht, allein oder mit anderen amerikanischen Republiken vorzugehen, wie es „zur Verteidigung des eigenen Landes oder des amerikanischen Kontinents notwendig ist".
Der Vertreter Argentiniens gab zu Protokoll, daß diese Deklaration sich nicht auf die Falklandinseln bezieht, da diese Inseln Teile des argentinischen Gebietes seien und zur argentinischen Souveränität gehörten. Er stellte ferner fest, daß die Unterzeichnung dieser Entschließung
Besitzungen europäischer Staaten.
in feiner Weise die verfassungsmäßigen Befugnisse der argentinischen Regierung beeinträchtigt. Einen gleichen Vorbehalt machte der Vertreter Guatemalas hinsichtlich des Belicegebietes (Bri- tisch-Honduras).
Eine andere Enftchließung betrifft die „Tätigkeit, die vom Ausland gegen einheimische Einrichtungen gerichtet wird". Diese Enftchließung erklärt, sollte der Friede irgendeiner amerikanischen Republik durch eine solche Tätigkeit geftört werden, dann werden, falls der betroffene Staat es wünscht, die amerikanischen Regierungen miteinander beraten. Jede Republik wird aber in diesen Dingen individuell vorgehen.
Die Enftchließung über „interamerikanische wirtschaftliche und finanzielle Zusammenarbeit" hat zum Ziel, angesichts der gegenwärtigen Lage „eine enge und aufrichtige Zusammenarbeit" zu organisieren, damit die amerikanischen Republiken ihre Wirftchasts- und Finanzsysteme stützen und ihr finanzielles Gleichgewicht bewahren können, insbesondere Stabilität der Währungen, Förderung der Industrien, Intensivierung der Landwirtschaft und Entwicklung des Außenhandels. Die amerikanischen Nattonen bestätigen das Feschalten an den liberalen Grundsätzen des internationalen Handels auf der Basis friedlicher Motive und der Gleichberechtigung. Diese Grundsätze werden die amerikanischen Republiken aber soweit durchführen, wie ihre gegenwärtigen Umstände das zulassen. Die amerikanischen Staaten sind bereit, den Handelsverkehr mit der ganzen Welt wieder aufzunehmen.
Eine andere Entschließung betrifft die Neu- tralitätsfragen und beschließt, den in Rio de Janeiro tagenden Ausschuß mit einem Vertragsentwurf zu beauftragen, der es den amerikanischen Nationen ermöglicht, die Achtung der in Panama beschlossenen Sicherheitszone durchzusetzen, ferner mit einem Vertragsentwurf, in dem alle Vorschläge über die Neutralität notifiziert werden sollen.


