Ausgabe 
30.9.1940
 
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Die Eröffnung der Gauausffellung für bildende Künste.

Der Wehrmachtsbericht vom Samstag.

1Ü1 britische Flugzeuge abgeschossen.

Berlin, 28. September. (DJIB.) Das Ober­kommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Die gestern wieder mit starken Kräften geführten Angriffe der Luftwaffe richteten sich in der Hauptsache gegen Hafenanlagen, Docks, Fabri­ken, Grohkraft- und Gaswerke in London und Südengtand sowie gegen Truppenlager. Bitt besonderem Flachdruck wurden die Häfen in London und Bristol bombardiert. Weit aus­gedehnte Brände und Explosionen ließen den Er­folg überall erkennen. 3n Wittelengland gelang es, ein Rüstungswerk durch. Bomben schwersten Kalibers vernichtend zu treffen. Fernkampf­batterien nahmen Dover erneut unter Feuer und beschädigten drei im Hafen liegende bewaffnete Handelsschiffe schwer. Rach späteren Beobachtungen sind zwei Schiffe gesungen. 3m Seegebiet nördlich 3 rland griffen Kampfflieger einen stark gesicherten Geleitzug an und versenkten durch Volltreffer ein Handelsschiff von 5000 Brt.

Einige wenige feindliche Flugzeuge warfen bei Rächt planlos Bomben in westdeutschem Grenzge­biet auf freies Feld. Schaden wurde nicht angerich­tet. Starke nächtliche Bergeitungsangriffe trafen kriegswichtige Ziele in London und Liverpool. 3m Laufe des 27. 9. kam es zu zahlreichen heftigen Luftkämpfen, in deren Verlauf 101 britische Flugzeuge abge- schossen wurden. 38 eigene Flugzeuge kehrten nicht zurück.

Winensuchboote griffen ein britisches Un- f e r f e e b o o f mit Wasserbomben an. Seine Ver­nichtung ist wahrscheinlich.

Beim Angriff auf Wittelengland zeichnete sich eine Flugzeugbesahung unter Führung von Ober­leutnant Leonhardi besonders aus. Sie stieß in schneidigem Tiefangriff trotz starker Abwehr auf ein Rüstungswerk hernieder und setzte ihre Bomben aus niedrigster höhe mitten ins Ziel.

0er italienische Bericht vom Sonntag.

Rom, 29. Sept (DRB.) Der italienische Wehr- Machtsbericht vom Sonntag hat folgenden Wortlaut:

3n Rordasrika ist bei den üblichen Erkun­dungsflügen ein Pilot eines der im Dehrmachts- bericht vom Samstag als abgefchoffen erwähnten Flugzeuge aufgefunden und gefangen genommen worden, per Feind hat feine Luftangriffe auf Bar­bia, Derna sowie auf die Zonen von Sollum und (Biarabub erfolglos erneuert Die Verluste beliefen sich auf einen Verwundeten und einen beschädigten Kraftwagen.

3n Oftafrila haben einige patrouillenzufam- menstöße an der Grenze von Kenia (bei Gherilli) östlich von Waijr und bei Tedignac im Gebiet des Rudolfsees einen für uns günstigen Ausgang ge­nommen. Der Feind ist überall in die Flucht ge­schlagen worden und hat insgesamt sechs Tote, dar­unter einen Unteroffizier, und zahlreiche Verwun­dete, auf dem Feld zurückgelassen. Unserseits wurden vier Kolonialsoldaten verwundet.

Unsere Luftwaffe hat die Radiosiation von Uadi 3ufuf (nordwestlich von (Ballabat) bombardiert sowie eine Autokolonne und Luftabwehrabteilungen mit Maschinengewehren aus geringer höhe beschossen und versprengt und ist sodann zu ihren Stützpunkten zurückgekehrt. Die feindliche Luftwaffe hat Assad, Dessie und Lombolcia, ohne Schaden anzurichten, bombardiert (ein Schwarzhemdler wurde verletzt). Ferner wurde Uesca Ueca (südlich von Wagi), ohne Verluste oder nennenswerten Schaden anzurichten, bombardiert.

Malta erneut bombardiert.

Der italienische Bericht vom Samstag.

Rom, 28. SepL (DRB.) Der italienische Wehr- Machtsbericht vom Samstag hat folgenden Wortlaut: Zwei unserer Luftformationen haben in Begleitung von 3ägern im Angriff auf die Insel Walia wiederholt und die Flughasen von Wicabba und Hal Far bombardiert. Rachdem die Formationen ungestört ihre Aktion durchgeführt hatten, wurden sie von feindlichen 3ägcrn angegriffen. Zwei feind­liche Flugzeuge wurden schwer beschädigt und sind wahrscheinlich abgefchoffen worden. Alle un­tere Flugzeuge sind zurückgekehrt.

3n Rordafrika gingen die Säuberung^- und Aufklärungsaktionen weiter. Die feindliche Luft­waffe hat Angriffe auf (Barn Ul Grein und" Gia-

3um 5. Male feit der Machtübernahme findet die Gauausstellung für bildende Künste in Frank­furt statt. Die Ausstellung ist in den Räumen des Städtischen Kunstinstituts vom 28. September bis 27. Oktober 1940 geöffnet.

Gauleiter Reichsstatthalter Sprenger eröffnete sie in einer Feierstunde, der die Vertreter der Par­tei und der Behörden sowie der Wehrmacht und des Kunstschaffens beiwohnten. Der Landesleiter für die bildenden Künste, Professor Dr.-Jng. Lieser, be­tonte, daß die Ausstellung naturgemäß vom Krieg beeinflußt worden fei. Die entscheidende Frage, ob der Künstler auch während des Krieges die Kraft aufbrinae, Gutes zu leisten, sei zu bejahen, denn dafür gäben die ausgestellten Werke beredtes Zeug­nis. Die durch den Krieg erzwungene Beschränkung auf Werke der Malerei, Bildhauerei und Graphik habe der Ausstellung nur zum Vorteil gereicht. Das Gesamtbild fei dadurch einheit­licher und geschlossener geworden. Die ausgestellten Werke ließen die gemeinsame Sprache des Blutes und der Landschaft erkennen, ohne daß der einzelne Künstler auf die ihm eigene Art «rzichtet habe. Don weit über 700 eingereichten Arbeiten würden diesmal über 300 Werke gezeigt. Gerade in Kriegszeiten gehe es für den Künstler darum, nur Gutes und Großes zu schäften und da­für feine Arbeitskraft einzufetzen. Für Dilet­tantismus fei kein Platz. Mancher schlechte Dilettant in der Kunst würde besser als guter Ar­beiter auf anderen Gebieten wirken. Diese Forde­rung müsse im Interesse der Kunst und der Allge­meinheit gestellt werden. Der Pflege, Förderung und Erziehung der lebendigen Kunst, einem Ideal, das dem Stifter des Städelfchen Instituts vor­schwebte, sei auch die diesjährige Ausstellung gerecht geworden, deren Sinn es auch fei, aufzuzeigen, wie der Gau Hessen-Nassau auf dem Gebiet der bilden­den Kunst im Vergleich zu anderen Gauen stehe. Es fei erfteulich, daß gerade bei der diesjährigen Großen Kunstausstellung in München der Gau

rabub durchgeführt, wobei zwei Libyer getötet und ünf 3taliener verletzt wurden. Unsere 3äger, die ofort eingriffen, haben zwei feindliche Flugzeuge abgefchoffen, drei weitere find wahrscheinlich abge- chossen worden.

3m Ostafrika haben englische Truppenabtei­lungen zwei Einfalle mit Kraftwagen in das Ge­biet von Eafalla versucht. Rach Zusammenstößen mit unseren Spähtruppen zogen sie sich unter Ver­lusten zurück. Unsere Luftwaffe hat feindliche Ver­teidigungsanlagen im mittleren Sudan bombardiert Ein feindlicher Luftangriff auf Affab hat weder Opfer noch Schäden verursacht

Esu englisches Flugzeug ist bei Cam- pedüsa gelandet und ging dabei zu Bruch. Die Be­satzung, bestehend aus einem Offizier und zwei Unteroffizieren, wurde gefangengenommen.

Luxemburgs deutsche Zukunst.

Luxemburg, 29. September. (DRB.) Am Samstag hielt der Chef der Zivilverwaltung Gau­leiter Staatsrat Simon einen Appell ab, der die Volksdeutschen Luxemburgs mit der Parteigenossen­schaft aus den benachbarten Gebieten des Altreiches zusammenführte. Gauleiter Simon erklärte, auch hier in Luxemburg hat eine neue Ordnung der Dinge begonnen. Anlaß dazu gab die Tat­sache, daß Regentin und Regierung nach Beginn der deutschen Offensive die Flucht ergriffen. Ich stelle ausdrücklich noch einmal fest, diese Flucht war un­begründet. Wenn aber eine Regierung ihre Treue­pflicht bricht, dann ist die Bevölkerung von der für sie bestehenden Pflicht gleichfalls entbunden. Die deutsche Verwaltung hat als oberste Richftchnur den Satz ausersehen,Luxemburg ist ein deut­sches Land". Um Luxemburg in seiner deutschen Art zu erhalten, war eine Reihe von Maßnahmen notwendig. Wobei nicht die Absicht bestand, Luxem­burg umzumodeln, sondern es vielmehr von will­kürlichen Ummodelungen der Vergangenheit zu be­freien. Hierzu gehörte zuerst einmal die Befrei- ungvomFirnis einer fremderSprache, der französischen. Das Parteienverbot ist deshalb gerechtfertigt, weil die Parteien Luxemburg zu einem Spielball ihres Systems gemacht und eine üble Hetze gegen das Deutsche Reich entfaltet haben. Die Verordnung über Gehälter, Löhne, Steuern, Abgaben soll ermöglichen, daß der reichsdeutsche Lebensstandard auch zum Lebensstandard des Luxemburgers wird. Gauleiter Slmon schloß:Meine Volksgenossen! Sie werden Ihre Heimat nicht ver­lieren, Sie werden Ähre Heimat behalten und wer­den nach dem vollzogenen Umbau des Hauses fest­stellen, daß sie schöner und lebenswerter geworden ist. Sie werden dann ebenso stolz sein auf das

Hessen-Nassau so gut abgeschnittetn habe. Zu diesem Erfolg hätten die bisherigen Ausstellungen im Gau wesentlich beigetragen. Dank der Schaftenskraft der Künstler sei eine Ausstellung von beachtlicher Höhe zustande gekommen und dank der Beschränkung auf Werke der Malerei, Graphit und Plastik sei eine Geschlossenheit der Ausstellung erreicht worden, wie sie früher nicht vorhanden war. Möge deshalb auch diese Ausstellung, die im Zeichen des Krieges stehe, den deutschen Menschen Freude und Anregung und den Künstlern den verdienten Erfolg geben.

Uraufführung

im Frankfurter Schauspielhaus.

_ Friedrich Bethges neues WerkAnke von Skoepen" wurde in Anwesenheit des Autors im Frankfurter Schauspielhaus uraufgeführt. Die Ira- gödie ist inhaltlich eine Fortsetzung derRebellion um Preußen" und führt das mit der ersten Tra­gödie aufgeworfene dramatische Schicksal des deut­schen Ordens zu Ende. Der Ordensmarschall Michael Küchmeister hat Heinrich von Plauen, den Retter der Marienburg, gestürzt und gefangengesetzt. Zwi­schen Zweifel und Zögern vergehen die Jahre Küchmeisters. Derweilen die Polen, entgegen dem Thorner Frieden, brennend, plündernd und schän­dend ins Land einfallen, erläßt Küchmeister, ver­blendet vom Wahn eines ewigen Friedens ein Kampfverbot. Als die Polen bei Skoepen wie Wölfe in das wehrlose Land einbrechen, reißt eines Mäd­chens mutiges Wort Männer und Frauen zur Gegenwehr. Anke von Skoepen führt sie an und sie werfen die Polen in die Weichsel. Küchmeisters Richterspruch verwirft Ankes heldenmütige Tat und verurteilt sie zum Tode. Sein eigener Sohn aber opfert sich, Anke wird gerettet und Küchmeister muß abdanken. So siegt die Liebe zu Land und Volk über die landfremde Satzung. Die Uraufführung in der Inszenierung des Generalintendanten Hans Meißner gestaltete sich zu einem großen Erfolg.

Großdeutsche Reich und seinen herrlichen Führer Adolf Hitler."

Kleine politische Nachrichten.

Der Führer empfing Samstagmittag in der neuen Reichskanzlei den italienischen Außenminftter Graf Ciano in Gegenwart des Reichsministers des Aeußeren v. Ribbentrop zu einer längeren Aussprache.

Der italienische Außenminister Graf C i a n o hat sich wieder nach Rom begeben. In Vertretung des abwesenden Reichsministers des Auswärtigen geleitete der Staatssekretär des Auswärtigen Amtes o. Weizsäcker den italienischen Außenminister zum Bahnhof.

In Hannover wohnte der italienische Staatsmini­ster Farinacci der Eröffnung einer Kunstaus­stellung bei, die 69 ausgewählte Gemälde der Aus­stellungPremio Cremona" enthält. Die Technische Hochschule verlieh dem italienischen Gast die Würde eines Dr. ing. h. c. in einer Feier, bei der der Rek­tor der Technischen Hochschule Prof. Dr. ing. habil. Matting die hohen Verdienste des Ministers wür­digte und der Dekan der Fakultät Mr Allgemeine Wissenschaften Prof. Dr. Müller die Verdienste Fari- naccis bei der wissenschaftlichen und baulichen Neu­gestaltung feiner Heimatstadt Cremona schilderte.

Zur Erinnerung an die Unterzeichnung des Drei­mächtepaktes hat der Kaiser von Japan dem Reichsminister des Auswärtigen v. Ribbentrop den Orden Paulownia übersandt.

Reichsminister Dr. Ley traf am Samstag zu Besprechungen mit Reichskommissar Terboven in Oslo ein.

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In der ersten diesseits der deutsch-russischen Inter­esse ngrenze gelegenen Eisenbahnstation N o v y Za- g o r z traf am Freitagabend der erste Transport Reichs- und Volksdeutscher aus dem Buchenlande ein. Es sind 260 Reichsdeutsche und 740 Volks­deutsche aus der Stadt Tschernowitz. Ins­gesamt werden bis zum 6. November aus dem Buchenlande 36 000 Deutsche auf dem Schienenwege in Sanok erwartet.

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Die bulgarischen Truppen haben die dritte Zone der Süd-Dobrudscha ohne Zwischenfall be­setzt. Sie wurden von der Bevölkerung herzlich emp­fangen.

Der Metropolit der Orthodoxen Kirche im Gene- raj-GouverneMent, Dionysius, wurde in An­wesenheit von Vertretern der ukrainischen Volks­gruppe auf der Burg zu Krakau vom General-Gou­

verneur Dr. Frank feierlich als Oberhaupt der Orthodoxen Kirche im General-Gouvernement be* (tätigt. Der Kirchenfürst sagte eine kanonische Glie- derung der Kirche in drei Diözesen mit eigenen Bischöfen ukrainischer Nationalität an. Als erster Ukrainer wird Professor Dr. Ohijenko zum Bi­schof von Chelm geweiht.

Aus aller Welt.

HI.-Sänger auf Gastspielen in Holland. Belgien und Frankreich.

Der seit 1930 bestehende, aus der HI. der Kampf­zeit hervorgegangene Mechtaler Singekreis, der zugleich die HI.-Sing- und Spielschar des Ban­nes 156 Beuthen ist, wird eine Gastspielreise durch Holland, Belgien und Frankreich veranstalten. Der Mechtaler Singekreis hat im Rundfunk weit über 100 Sendungen dargeboten. Die Leitung hat Haupt­gefolgschaftsführer Georg M a g i e r a, der erst kürzlich einen Erzählerpreis des NS.-Lehrerbundes erhielt und sowohl als Tonkünstler wie als Schöp­fer zahlreicher Märchenspiele einen bekannten Namen in der nationalsozialistischen Jugendarbeit hat.

Wegen Widerstandes erschossen.

Der Reichsführer jf und Chef der Deuftchen Polizei teilt mit:Am 27. September 1940 wurde wegen Widerstandes der 33 Jahre alte Berufsver­brecher Gerhard Trampel und der 21 Jahre alte Gewaltverbrecher Werner Obst erschossen."

Landesverräter hingerichtet.

Der vom .Volksgerichtshof wegen Landesverrats zum Tode und zu dauerndem Verlust der bürger­lichen Ehrenrechte verurteilte 50jährige Franz Bauer aus Settenz bei Teplitz-Schönau ist hinge­richtet worden. Der Verurteilte hat im Ausland« im Herbst 1937 bis Juli 1938 aus Gewinnsucht Agenten für einen feindlichen Nachrichtendienst zu werben versucht, Ausspähunasaufträge erteilt und deren Ergebnisse seinem Auftraggeber übermittelt.

Gewaltverbrecher hingerichtet.

Am 28. September sind Wilhelm Schwabe, 20 Jahre alt, aus Heven, Paul Bugla, 30 Jahre alt, aus Herten und Walter Jenner, 41 Jahre alt, aus Dresden, die vom Sondergericht Dort­mund als Dolksschädlinge wegen Meuterei zum Tode verurteilt worden waren, hingerichtet worden. Schwabe, Bugla und Jenner, drei häufig vorbestrafte Schwerverbrecher, die im Zuchthaus in Münster untergebracht waren, hatten unter Aus­nutzung von Kriegsumständen, insbesondere des Lärms eines Fliegerangriffs, gemeinschaftlich einen gewaltsamen Ausbruchsversuch unternommen. Am 28. September, ist auch der 18 Jahre alte Post­arbeiter Heinrich M u ck e 1 aus Düsseldorf hinge­richtet worden, der vom Sondergericht in Düssel­dorf als Gewaltverbrecher wegen Mordes zum Tode verurteilt worden war. Muckel, der feine Ar­beitsstelle nach Begehung von Unterschlagungen ver­lassen und sich umhergettieben hatte, hat am 16. Juli in Düsseldorf einen Ob st gärtner ermordet und danach feiner Barschaft und seiner Uhr beraubt. Ferner ist die 1915 in Kargendoift, Kreis An­klam, geborene Anna Drywa hingerichtet worden, die vom Sondergericht in Stettin wegen Mordes in zwei Fällen zum Tode verurteilt worden ist. Die Drywa hat nacheinander zwei alte kränkliche Frauen, deren Pflege sie übernommen hatte, in sadistischer Freude an den Qualen ihrer Opfer heimtückisch vergiftet. Danach bereicherte sie sich am Nachlaß der Ermordeten.

Sleinzeilgrolle in der Dordogne entdeckt.

Eine mit Tierzeichnungen aus der Steinzeit fast vollständig bedeckte Grotte wurde dieser Tage von vier Schuljungen bei dem Dorfe Montignay s u r Vizere in der Dordogne (Südwestfrankreich) entdeckt. Die Jungen hatten sich Eingang in eine Höhle verschafft, deren fast senkrechter Eingang bis­her als Müllgrube benutzt worden war. Im Innern der riesig großen und verzweigten Höhle machten sie die Entdeckung, daß die gesamte Decke mit Tierzeichnungen über und über bedeckt war. Sie brachen einige dieser verzierten Steine los und zeigten sie ihrem Lehrer, der bekannte Archäologen von der Entdeckung verständigte. Professor Abbe B r e u i 1, der mit einigen anderen Gelehrten die Grotte besichttgte, bezichnetesie in ihrer Art als einzigartig. Das Alter der sehr gut erhaltenen Zeich­nungen, die vorwiegend Büffel und Renntiere dar. stellen, wird auf 000 bis 30 000 Jahre geschätzt.

Reue Explofionskalastrophe In USA.-Blunitionsfabrif.

Knapp 2 Wochen nach der Explosionskatastrophe von Kenvil, bei der 50 Arbeiter ihr Leben ein- büßten, ereignete sich in der nicht weit davon gele­genen Heeres-Munitionsfabrik von Picatinny (New Jersey) ein neues Explosionsunglück, bei dem zwei Zivilisten getötet und elf verwundet wurden. Die Arbeiter waren mit der Entleerung von Welt­kriegsbomben beschäftigt, die mit frischem Explosiv­stoff gefüllt werden sollten Wegen der Gefährlich­keit des Arbeitsprozesses befanden sich nur wenige Personen in der Nähe des Fabrikgrundstückes, wo­durch sich die verhältnismäßig geringe Opferzahl erklärt. /

Die grüne ECKSTEIN-Packung Ist zum Sinnbild einer beliebten Ziga­rette geworden.

Diese Beliebtheit verdankt die ECKSTEIN Nr.5 Ihrer hohen Tabak-Qualität. Um diese Qualität bieten zu können, wurde auf eine kostspielige Verpackung verzichtet.

EsMato