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Reiche kaufinäwusc/ie Cnlfaltungsnwglichkeiien!

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Der Verlag der Tageszeitung bietet jungen Menschen, die einen kaufmännischen Beruf er­greifen wollen, ein interessantes Arbeitsfeld, die Möglichkeit für die Entfaltung aller Fähig­keiten und für ein gutes Vorwärtskommen in den verschiedenen Zweigen: im Scha terdienst, in der Vertriebs- und Anzeigenbuchhaltung, in der Mahnabteilung, im Kassenwesen, in der Statistik und Korrespondenz. Wer seine Aus­bildung für eine dieser Tätigkeiten vom ersten Tag der Lehrzeit im Verlag beginnt, verbessert seine Chancen: denn so gewinnt er schon früh den Bilde für die Besonderheiten des Verlages und erwirbt das Wissen, das seinen Aufstieg sichern hilft

Eltern, die einem frischen aufgewedeten Kinde ob Junge oder Mädel ein gutes Vorwärts­kommen erschließen wollen, verlangen noch heute die Schrift »Zeitungsberufe, reich an Spannung und Erlebnis« von der Verlagsleitung des GIESSENER ANZEIGERS.

Aus dem Reich.

Frauenwünsche zum Wohnungsbau.

In dem umfangreichen Werk des Nationalsozialis­mus zur Förderung der erbgesunden F-amilie, das mit dem Führer-Erlaß über den sozialen Wohnungsbau an einem wichtigen Wende­punkt angelangt ist, leistet auch die Hausfrau und Mu tter berufene Mitarbeit. Gerade bei der Gestaltung der Wohnung kann sie ihren erfahrenen Rat geben, denn d e Wohnung ist ihr eigentliches Reich. Das Deutsche Frauenwerk, Abtei­lung Volkswirtschaft Hauswirtschaft, hat daher das SachgebietWohnung" vordringlich in Arbeit genommen. Den Ausgangspunkt für die Frauen bil­det die Tatsache, daß die Wohnung nicht nur eine Erholungsstätte ist, in der sich alle, vor allem der Mann und Vater wohlfühlen sollen, sondern auch eine Arbeitsstätte fürdie Frau, und zwar eine solche, an der notwendig ein wesentlicher Teil des Volkseinkommens umgesetzt wird. Beim Deut­schen Frauenwerk haben sich aus der Tagespraxis der Beratung von Millionen von Frauen m städti­schen Wohnungen und m Siedlungen eine Fsille von Erfahrungen ergeben, die sich bis auf das Ent­werfen geeigneter Möbel und ihre zweckmäßige Aufstellung erstrecken. Dabei wird rege Zusammen­arbeit mit dem Reichsheimftättenamt der DAF. und dem Möbeleinzelhandel gepflegt.

Jede Verbesserung in der Wohnung, die einen Arbeitsgang erspart, eine sich ständig wiederholende Ausgabe unnötig macht, wird, da sie millionenfach zu rechnen ist, sich ebenso oft auswirken in einer gesteigerten Arbeitskraft der Frau, die dadurch viel­leicht für Gemeinschaftsaufgaben frei wird, oder in einer Erhöhung des Lebensstandards der Familie. Dor allem aber wird jede folche Verbesserung und Durchdenkung schon bei der Planung die Frau frei machen für ihre schönste Aufgabe, sich ihren Kindern zu widmen. Die neuen Wohngebiete werden erst dann wirklich vorbildlich sein, wenn es gelingt, in einem gesunden Bevölkerungsaufbau nach Berufen und Alter Wohngemeinschaften zu schaffen. Hierzu gehört mehr als bisher die Beachtung der Ver­sorgungslage' Elektrizität, Gas und Was - s e r sind ausreichend und zweckvoll zu sichern. Auch für gute Einholmöglichkeiten und g e - nirgend Handwerker ist Sorge zu tragen. Ebenso ist die ausreichende ärztliche und g e ° burtshilsliche Betreuung stets zu be­denken.

Bei Ausstattung der Mietwohnungen

ist zu berücksichtigen, daß gerade bei den kinder­reichen Familien technische Erleichterungen entscheidend für die Hausfrau und Mütter sind. Endlich wird auf den Kindergarten,, auf Spielplätze, Kinderwagen- und Fahrradabstellräume sowie Hausgärten naturgemäß großer Wert ge­legt. Für Abstellräume, Wandnischen und -schränke, sowie eingebaute Möbel hat das Deutsche Frauenwerk ebenso sein Interesse bekundet wie für die Gestaltung des Hausrats überhaupt. Dabei läßt sich das Deutsche Frauenwerk angelegen sein, vor allem auch auf eine praktische und zweck­mäßige Einteilung der Wohnung hinzuwirken, sowie auf die Pflege der Möbel und sonstigen Sach­werte. In der Versuchsstelle für Hauswirtschaft des Deutschen Frauenwerks in Leipzig wird alles, wa-- von Interesse für den Haushalt ist, ob es sich nun um ein Fußbodenpflegemittel oder um ein Haus­haltsgerät handelt, erprobt und bei Bewährung mit einem Gütezeichen versehen. Im übrigen wird eine Oberste Reichsbehörde für den sozialen Wohnungs­bau besonders auch von den Hunderitausenden von jungen Ehepaaren begrüßt werden, die infolge des Krieges ihre Eheschließung vorverlegten und die nun wegen der Bevorzugung der Frontkämpfer die Gewißheit haben, nach dem Siege bald ihr eigenes Heim gründen zu können. Der wertvolle Rat des Deutschen Frauenwerkes wird ihnen dabei sehr willkommen sein und viel nutzlose Muhe und viel Geld ersparen können.

Kem deutsches Geld bei Postsendungen in die besetzten Gebiete.

Es ist beobachtet worden, daß das Verbot, deut- s ch e Zahlungsmittel in d i e besetzten Gebiete auszuführen, bei Postsendungen (Feldpostbriefen, Feldpostpäckchen) an Wehrmacht- angehöriae und Zivilpersonen in die besetzten Ge­biete nicht immer berücksichtigt wird. Die in den besetzten Gebieten verwendeten Wehrmachtangehöri­gen und Zivilpersonen werden durch ihre Dienst­stellen mit Reichskreditkaffenfcheinen ausgestattet. Mit den ihnen aus der Heimat zu- gesandten Reichsmarknoten können die Wehrmacht­angehörigen unb Zivilpersonen nichts anfan - gen, denn deutsche Zahlungsmittel werden in den oefetzten Gebieten nicht in Zahlung genom­men Sa sowohl die Versendung von Reichsrnark- noten usw. in das Ausland als auch ihre Verwen­dung zu Zahlungen im Auslande durch die De­visengesetze unter Strafe gestellt sind, kann der Besitz von deutschen Zahlungsmitteln für die Wehr­machtangehörigen und Zivilpersonen in den be-

setzten Gebieten nur zu Unannehmlichkeiten führen. Die Versendung von Reichsmarknoten, Rentenbankschemen und deutschen Scheidemünzen in in die besetzten Gebiete muß daher auf jeöen Fall unterbleiben. Zur Bestreitung von persönlichen Ausgaben steht jedem Wehrmachtangehörigen tm besetzten Gebiet und Generalgouvernement neben der Verwendung seiner Kriegsgebührnisse die Mög­lichkeit offen, sich monatlich einmal einen Betrag in Höhe seines Monatswehrsvldes, höchstens jedoch 100 RM., durch Feldpo st anweisung überweisen zu lassen. Für die Niederlande ist der Ueberweisungsbetrag durch Sonderregelung sogar auf 1000 RM. monatlich festgesetzt worden.

Ehestandsdarlehen können Witwen von Gefallenen erlassen werden.

Die Finanzämter sind ermächtigt worden, den Witwen von Gefallenen oder bei besonderen Ein­sätzen Verstorbenen das Ehestandsdarlehen zu er­lassen, es sei denn, daß der Witwe nach ihrer wirtschaftlichen Lage die weitere Tilgung des Ehe­standsdarlehens unbedenklich zugemutet werden kann. Ist aus der Ehe bereits ein Kind hervor­gegangen oder wird ein Kind erwartet, so wird die Darlehnsschuld ohne Rücksicht auf die wirtschaft­lichen Verhältnisse in jedem Fall erlassen.

Kleine politische Nachrichten.

Der frühere V e t e r i n ä ri n f p e k t e u r Gene- raloberstabsveterinär a. D. Droiesfor Dr. Pätz, ordentliches Mitglied des Wissenschaftlichen Senats für das Heeresoeterinärwefen, ist am 23. Novem­ber in Berlin im Alter- von 71 Jahren g e st o r - b e tl Pätz hat sich in Krieg und Frieden hervor­ragende Verdienste um die Erhaltung der Schlag­fertigkeit des Heeres erworben.

Vier Opfer des britischen Bombenangriffs auf Marsaille sind auf dem Friedhof St. Pierre in Marseille in Anwesenheit von Vertretern der Mili- tär- und Zioilbehörden und unter großer Anteil­nahme der Bevölkerung beigesetzt worden. Zahl­reiche Kränze wurden am Grabe der Opfer nieder­gelegt. Einige trugen die Inschrift:Wir vergessen es nicht!" *

Nach einer Mitteilung des schweizerischen Armee­stabes überflagen in der Nacht vom 27. November fremde Flugzeuge mehrfach die West- schweiz in großer Höhe. Die Einflüge erfolgten über die Jura-Grenze in südöstlicher Richtung und über die Südgrenze in nordwestlicher Richtung. Die Fliegerabwehr trat an, verschiedenen Orten in Tätig­keit.

Der finnische Staatspräsident Kallio, der vor einigen Wochen schwer erkrankt war, ist von einem längeren Aufenthalt auf dem Lande nach Hel- sinki zurückgekehrt, doch ist seine Arbeitskraft noch nicht wiederhergestellt. Für die Zeit seiner Verhin- berung übt weiterhin Ministerpräsident Ry" die Stellvertretung ans.

Aus aller Wett.

Professor Dr. Gustav Neckel f.

Prosessor Dr. Gustav Neckel, Ordinarius für germanische, besonders nordische Philologie an der Universität Berlin, ist im Alter von 62 Jahren qestorben. Neckel, am 17. Januar 1878 in Wis­mar -geboren, begann seine akademische Laufbahn 1908 als Privatdozent in Breslau; 1911 ging er als ao. Professor nach Heidelberg, 1920 übernahm er das Berliner Ordinariat. Mit Gustav Neckel ist einer der hervorragendsten deutschen Germanisten dahingegangen, der sich als Herausgeber der Edda wie mit seinem grundlegenden Werke über die Kultur der alten Germanen einen nicht allein von der Fachwissenschaft wohlgeschätzten Namen gemacht. Neckel hat auch als Sprachwissenschaftler die These verfochten, daß die Urheimat der Jndogermancn in Europa (nicht in Asien) zu suchen sei; er hat ferner bereits 1913 die erste Entdeckung Amerikas durch die Wikinger nachgewiesen. Von Neckels ub, rigen Werken seien hier nochWalhall",Ger- manisches Heldentum",Die altnordische- Literatur" und ,Zbsen und Björnson" genannt

Landesverräter hingerichtet

Der vom Volksgerichtshof wegen Landes­verrats zum Tode verurteilte 22 Jahre alte Fritz Sakf chewf ki aus Marienwerder ist hinae.ichtet worden. Der Verurteilte hat im Mai 1939 im Dienste einer fremden Macht Ausspähungs- reifen nach Deutschland unternommen.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 28. Nov. (Vorbericht.) Es kosteten: Ochsen 37,50 bis 46,50 RM., Bullen 34,50 bis 44,50, Kühe 20 bis 44,50, Färsen 34 bis 45,50, Kälber 35 bis 65, Härnrnel 37 bis 51, Schafe 20 bis 44, Schweine 50 bis 58 RM. Marktverkauf: alles zugeteilt. __________________________________

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