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ten sie die Ueberzeugung, daß wir den längeren Atem haben und daß bei uns der Sieg ist. Geht in die deutschen Jugendmeisterschaften mit dem Willen zur Höch st en Leistung, mit dem Willen, die Weltgeltung des deutschen Sports für alle Zeiten zu bewahren, mit dem Willen, zu kämp­fen zur Ehre der Nation upd zur Freude unseres Führers.

Japans politische Erneuerung.

Tokio, 26. Aug. (DNB.) lieber den Aufbau einer neuen politischen Struktur Japans verlautet, daß der T o t a l i t ä t s b e g r i f f als leitender Ge­danke des neuen Staatsaufbaues in der Verfassung begründet sei und eine Zusammenfassung des Vol­kes in einer überparteilichen Organisa­tion zur Mitarbeit am Staate unter dem Kaiser vorsehe. Für st Konoye werde als vom Kaiser beauftragter Führer der Staatsgeschäfte gleichzeitig das Haupt dieser Organisation sein, deren aus allen Volksschichten zusammengesetzte Untergruppen die neue Lebensbewegung" ins letzte Haus Japans bringen werde. Hiermit würde der un- japanische volkstrennende Parteiengeist wieder durch den kaiser- und volksverbindenden Familiengedan­ken abgelöst.

Eine Zentralorganisation soll neben und in Ver­bindung mit der Regierung gebildet werden. Zahl­reiche Untergruppen werden über die Provinz ver­teilt, um selbst die kleinste Bauerngemeinde zu er­fassen. Automatisch würden sich daraus neue volksvertretende Körperschaften er­geben, die das alte Parteiensystem ersetzen. Auf­gabe der Organisation würde es dann sein, das W a h l s y st e m neu aufzubauen. Wahrscheinlich wird an Vorschlagslisten gedacht und daran, einen Teil der Abgeordneten direkt zu Mitgliedern des Reichstages zu ernennen. Der von Konoye soeben ernannte Ständige Ausschuß sowie der Vorbereitende Aus­schuß zeigten bereits Geist und Ziel der nationalen Reform auf, die den Leitgedanken der japanischen Verfassung der Kaiser als Haupt der Nation ver­einigt in sich alle souveränen Rechte klar Heraus­stellen werde.

England hat wenig Freunde aus Island.

Madrid, 26.Aug. (Europapreß.) Der Korre­spondent derTimes" in Rejkjavik stellt ein An­wachsen der englandfeindlichen Stimmung auf Is­land fest.Obgleich der erste Empfang der briti­schen Truppen so gut und ihr späteres Betragen im großen und ganzen einen guten Eindruck machte, darf daraus nicht geschloffen werden, daß alle Teile der Oeftentlichkeit probritisch seien." Der Korrespon­dent muß zugeben, daß Deutschland echtes Inter­esse für die isländische Geschichte und Kultur gezeigt, und isländische Gelehrte und Wissenschaftler in Deutschland stets willkommene Hilfsbereitschaft so­wie große Gastfreundschaft und Freundlichkeit fan­den. Der Korrespondent gibt auch zu, daß die Mehr­zahl der isländischen Aerzte an deutschen Universi­täten studierten und deutsche Universitäten viel Ar­beit und Geld auf das Studium Islands, feiner

Sprache und Literatur verwendet haben. Er gesteht auch ein, daß infolgedessen in den Gelehrtenkreisen Sympathien für Deutschland herrschen. Als eine gefährliche Form der Propaganda" unter der Ju­gend beiderlei Geschlechts bezeichnet derDimes"- Korrefpondent die Förderung des Sports durch Deutschland, so vor allem des Segelfluges, des Schilaufens und Bergsteigens sowie des Fußball­spiels. Der Berichterstatter glaubt schließlich fest­stellen zu müssen, daß die antibritischen Gefühle in vielen Kreisen wachsen.

Narvik entsteht wieder neu.

Stockholm, 26. August. (DNB.) Die Aufräu­mungsarbeiten in Narvik werden in raschem Tempo fortgesetzt. Die Bevölkerung, die im April und Mai die Stadt verlassen hatte, beginnt in ihre wiederher­gestellten Häuser zurückzukehren. Bedeutende Lebens­mittelladungen sind in Narvik eingetroffen, teils aus Schweden, teils aus Südnorwegen. Die Schiffahrt längs der norwegischen Küste ist wieder in vollem Umfange ausgenommen worden. In den drei letzten Wochen ist die Einwohnerzahl Narviks um 3000 auf 6000 gestiegen, was ungefähr der Bevölkerungszahl vor dem Kriege entspricht. In der Stadt sind Volks­küchen ausgestellt worden, wo sich Hunderte von Zivil­personen zum Selbstkostenpreis ihr Essen holen. Die Arbeiten an den Befestigungswerken, die von deut­schen Truppen ausgeführt werden, werden sort- gefetzt.

Der Herzog von Gnike gestorben.

Rom, 27. Aug. (Europapreß.) Aus L a r a ch e in Spanisch-Marokko wird gemeldet, daß dort am Sonntagabend der Herzog vom Guise aus dem Hause Bourbon-Orleans gestorben ist. Der Her­zog wurde im Jahre 1874 geboren und hatte im Jahre 1899 die Tochter des französischen Thron­prätendenten, des Grafen von Paris, geheiratet, von der er vier Kinder hatte. Die Leiche des Herzogs wurde im Palast von Larache öffentlich aufgebahrt. Der am Dienstag ftattfindenden Beisetzung werden die Vertreter der Zivil- und Militärbehörden von Spanisch-Marokko beiwohnen. Der Herzog von Guise, der in Belgien, Spanisch-Marokko und in Palermo Besitzungen hatte, nannte sichChef des Hauses von Frankreich" und galt den französischen Royalisten als Haupt der Bourbonen, sein 1908 ge­borener Sohn Robert trägt den TitelGraf von Paris".

Die außenpolitische Linie Jugoslawiens

Belgrad, 27. Aug. (DNB.) Unter dem Präsi­dium des Ministerpräsidenten Z w e t k o w i t s ch sand in A g r am eine Sitzung des Ministerrates statt, an dem Matstchek, Koroschetz, Markowitsch sowie alle anderen Mitglieder der Regierung teil- nahmen. Ein bei dieser Gelegenheit ausgegebener Bericht über die auswärtige Politik Jugoslawiens enthielt die Feststellung, daß die Haltung der Regie­rung inmitten der großen Ereignisse, die sich gegen­wärtig in Europa abspielen, von allen Seiten wohl gewürdigt wird. Jugoslawien wolle durch seine Poli­tik sein Volk schützen und verfolge eine aufrichtige und freundschaftliche Politik der Zusammen­arbeit auf politischem und wirtschaftlichem Ge­

biete mit allen Nachbarn und in erster Linie mit feinen großen Nachbarn Deutschland und Italien.

Kleine politische Nachrichten.

Am Dienstag wurden in Krajowa die rumä­nisch - bulgarischen Verhandlungen fortgesetzt. Die beiderseitigen Rechts- und Fl- nanzfachausschüsse hielten gemeinsame Sitzungen ab. Die Verhandlungen werden Mittwoch fort- gesührt. *

Für die von den Engländern kontrollierte rumänische ErdölfirmaUntre a" ift ein Regierungskommissar bestellt worden, weil sie eine Oelleitung unter Ab­weichung von den genehmigten Plänen hatte legen lassen, ohne den Behörden Kenntnis 3U geben. Die Untren" ist die fünftgrößte rumänische Erdölgesell­schaft und verfügt über ein Aktienkapital von 720 Millionen Lei, das sich in englischen Händen be­findet.

Aus Algeciras wird gemeldet, daß die eng­lischen Kriegsschiffe in der Nacht zum Montag den Hasen von Gibraltar mit unbe­kanntem Ziel verlassen haben.

Agenzia Stefani berichtet aus Neuyork, daß ein amerikanischer Dampfer mit 2 800 000 000 Dollar Gold, aus Lissabon kommend, eingetroffen fei. Das Gold werde an die Federal Reserve Bank ab­geführt werden.

Sämtliche 3,6 Millionen in den Vereinigten Staaten lebende Ausländer über 14 Jahren, ausgenommen die akkreditierten Vertreter fremder Staaten und deren Angehörige, müssen sich ab Dienstag bis spätestens Ende Dezember polizeilich anmelden und Fingerabdrücke geben.

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Das Seeregister meldete den Verlust des 13 056 BRT. großen britischen TankersSan Fernand o", des britischen FrachtersZ a r i a n ' (4871 BRT.) und des schwedischen Frachters Greth" (1540 BRT.). DieSan Fernando" wurde zu Beginn des vorigen Monats an der spa­nischen Küste von einem deutschen U-Boot versenkt, dieZarian" am 30. Juni 400 Meilen von der spanischen Küste entfernt torpediert, die Greth" lief am 21. Juli auf eine Mine und sank.

Das australische Bundesparlament wurde a u f g e l ö st. Die Neuwahlen werden be­reits am 21. September stattfinden.

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Wie das japanische Außenamt mitteilt, wurden der frühere Botschafter in Rom, Schi ratori, und der Direktor der südmandschurischen Eisenbahn, Dr. Saito, ein früherer Diplomat mit großer Er­fahrung -$u offiziellen Beratern des Außen- ministers Matsuoka ernannt.

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Nachdem bereits eine Anzahl von hohen bel­gischen Beamten nach ihrer Rückkehr aus Frankreich aus bem Dien st entlassen wurde, sind jetzt vor dem Obersten Gerichtshof in Brüssel verschiedene Polizeikommissare verurteilt worden, weil sie nach Beginn der Kriegshandlungen ihre

Posten verlaßen hatten und nach Frankreich ge­flüchtet waren. In der Mehrzahl der Fälle wurde auf eine ©efängnisftrafe von drei Monaten erkannt

Aus aller Welt.

Oberstleutnanl Hesse zum Professor ernannt

Reichsminister Rust hat im Einverständnis mit dem Oberkommando der Wehrmacht den Oberstleut, nant Dr. phil. KurtHessezum außerplanmäßigen Professor an der Universität Berlin ernannt, wo Oberstleutnant Hesse bisher als Dozent für Staatswissenschaften tätig war. Oberstleutnant Hesse ist Leiter der Pressegruppe des Heeres im Ober- kommando der Wehrmacht. Er hat sich auch im gegenwärtigen Krieg in den vordersten Linien ein- aesetzt und die Spange zum Eisernen Kreuz erhalten. Durch seine Aufsätze, die das Wesen der neuen Krieg, führung besonders eindrucksvoll schilderten, ist er auch breiteren Kreisen bekannt geworden. Er hat eine große Zahl kriegsgeschichtlicher und militär- psychologischer Darstellungen veröffentlicht.

Todesurteil vollstreckt.

Am 27. August ist der 1911 in Lendzin, Kreis Pleß, geborene Johann Mierny hingerichtet wor. den, den das Sondergericht in Kattowitz als G e- waltverbrecher zum Tode verurteilt hat. Mierny war ein 13mal, darunter auch wegen Totschlags, vorbestrafter Gangster. Er ge- hörte zu einer mit Revolvern ausgerüsteten Räuber- bände, die die Umgegend von Schoppinitz heimsuchte.

3m Mlden Kaiser abgestürzt.

Der Wilde Kaiser hat am Sonntag drei Todes­opfer gefordert. Der 28jährige Diplomingenieur Karl Steiner aus Steinach am Brenner hatte in Begleitung des 18jährigen Herbert Mühl- mann aus Kufstein und der 20jährigen Marie Krieg! aus Pullach bei München eine Tour auf die Zetten-Ostwand unternommen. Die Tou­ristin stürzte dabei und riß ihre beiden Begleiter am Seil mit in die Tiefe. Männer der Alpinen-Ret- tungsgefellfchaft und Soldaten konnten die Ver­unglückten nur noch als Leichen bergen.

Taifun über Japans Westküste.

Die Fischerdörfer der japanischen Westküste wur­den von einem heftigen Taifun heimgesucht. Ihm sind eine Anzahl von Menschen zum Opfer gefallen. Der Wirbelsturm richtete erhebliche Perwüstungen an. Der von Platzregen begleitete Sturm brachte Tausende von Häusern und einige Brücken zum Einsturz. In der Provinz Schizuoka wurden die Eisenbahnanlaaen besonders in Mitleidenschaft ge­zogen. Erdrutsche und Ueberschwemmungen haben die Katastrophe noch verschlimmert. Der Taifun wird nur als Vorläufer eines größeren Tai­funs bezeichnet, der bereits aus der Südsee im Anmarsch ist.

Haupychriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter bei Hauptjchriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik, Feuilleton und Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Stadt Gießen, Provinz, Wirtschaft und Sport: Ernst Blumschein.

Druck und Verlag: Brühlsche UniversitätSdruckeret R. Lange K. <S. Verlagsleiter: Dr..Jng. Erich Hamann; Anzeigenlmter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. Pl.Rr.S.

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Nach der Verordnung des Vorsitzenden des Mini­sterrats für die Reichsverteidigung vorn 5. August 1940 über die Erhebung einer Sozialausgleichs­abgabe (Reichsgesetzblatt I Seite 1077) haben die polnischen Steuerpflichtigen im gesamten Reichsgebiet einen Zuschlag zur Einkommensteuer (Lohnsteuer) in Höhe von 15 vom Hundert des Einkommens als Sozialausgleichsabgabe zu entrichten.

Als Polen sind die bisherigen polnischen Staats­angehörigen anzusehen, wenn sie nicht durch eine Bescheinigung der zuständigen Verwaltungsbehörde oder in anderer Weise nachweisen, daß sie nicht polnischen Volkstums sind. Polen sind auch die­jenigen bisherigen Danziger Staatsangehörigen, die dem polnischen Volkstum angehören. Von der Ent­richtung der Sozialausgleichsabgabe sind die pol­nischen Arbeitnehmer befreit, die unter die Reichs­tarifordnung für landwirtschaftliche Arbeitskräfte fallen.

Die Sozialausgleichsabgabe wird von den Ein­künften aus nichtselbständiger Arbeit durch Abzug vom Arbeitslohn erhoben. Arbeitgeber, die polnische Arbeitnehmer beschäftigen, sind verpflichtet, die So­zialausgleichsabgabe zusammen mit der Lohnsteuer vom Arbeitslohn einzubehalten und an die zustän­dige Finanzkasse abzuführen. Der Reichsminister der Finanzen hat Lohnsteuertabellen herausgegeoen, die die Lohnsteuer der polnischen Arbeitnehmer ein­schließlich der Sozialausgleichsabgabe enthalten. Die Sozialausgleichsabgabe ist erstmals einzubehalten von dem laufenden Arbeitslohn, der für einen nach dem 31. Juli 1940 endenden Lohnzahlungszeitraum gezahlt wird, und von den sonstigen (insbesondere einmaligen) Bezügen, die dem Arbeitnehmer nach dem 31. Juli 1940 zufließen. Soweit der Arbettslohn, der für einen Lohnzahlungszeitraum gezahlt wird, der nach dem 31. Juli 1940 endet, auf Grund der Vorschriften der Reichstreuhänder der Arbeit weaen

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