SJ.Jporf
Leuchtgasgefahr bei Fliegerangriffen
um
Wandervorschläge für den Sonntag
Oie Frischmilch im Sommer.
(Nachdruck verboten!)
28 Fortsetzung.
Bereits am ersten Spieltag wird es spannende Kämpfe geben. Der Tv. Katzenfurt muß nach Dornholzhausen und Hochelheim empfängt zu Hause den Tv. Garbenheim. — In einem noch zur Kriegsmeisterschaft gehörigen Spiel hat Katzenfurt seinen Gegner ganz überlegen abfertigen können. Ob das auch diesmal möglich sein wird, möchten wir bezweifeln, zumal in Dornholzhausen sehr schlecht zu gewinnen ist. Die Hochelheimer Begegnung geht über den Rahmen eines gewöhnlichen Spieles hinaus. Hier stoßen gleich zu Beginn zwei der ernsthaftesten Anwärter aufeinander. Wer gewinnen wird, kann nicht vorausgesehen werden. Auf jeden Fall werden beide Einheiten in stärkster Aufstellung zur Stelle sein.
Die nichtbeteiligten Mannschaften werden in einer Trostrunde zusammengefaßt, deren Spiele am 7. 7. beginnen.
Das Kriegshilfswerk für das Deutsche Kote Kreuz. Der Führer sagte: „Ich rufe das deutsche Volk auf, durch Spenden für das Kriegshilfswerk sich der Opfer der Soldaten würdig zu erweisen."
Frankfurter Schlachlviehmarkt.
Frankfurt a. M., 28. Juni. Es kosteten: Ochsen 26 bis 46,50 RM., Bullen 30 bis 44,50, Kühe 16 bis 44,50, Färsen 28 bis 45,50, Kälber 30 bis 65, Lämmer und Hümmel 30 bis 50, Schafe 20 bis 44, Schweine 50 bis 56.,— Marktverlauf: Alles zugeteilt.
Das Interesse, das allenthalben den Spielen den Lahnpokal der Handballer entgegengebracht wurde, dürfte sich mit dem Beginn der Endspiele noch erhöhen. Fünf Mannschaften stehen sich hier gegenüber, die ohne Ausnahme über ein gediegenes Können verfügen und die wohl in der Lage sind, den stolzen Titel nur an die Einheit zu vergeben, die über das größte Können verfügt.
Deutschland-Rumänien om44.3u(i.
Für den nach Frankfurt a. M. vergebenen Fußballländerkamps zwischen Deutschland und Rumänien wurde jetzt auch der Termin festgelegt. Das dritte Ländertreffen der beiden Nationen findet am 14. Juli statt. Die beiden vorausgegangenen Spiele wurden von Deutschland jeweils sicher gewonnen, 1935 in Erfurt 4:2, 1938 in Bukarest 4:1.
Endspiele um den Lahnpokal im Handball.
Keine Spur von Hauck
Roman von Lharlotte Kaufmann.
der der Mrlchtopf oder die Milchflasche sicht. Man kann die gleiche Verdunstungswirkung erreichen, wenn man die Flasche oder den zugedeckten Mich- topf in eine 2 bis 3 Zentimeter hohe Schüssel mit Wasser stellt und ein vorher angefeuchtetes Tuch darüber deckt, das bis in das Wasser reichen muß, damit das aufsteigende Wasser verdunsten kann.
Wichtig für die Haltbarkeit der Milch ist auch, Laß für sie sowohl zum Einkauf als auch zum Kochen und Aufbewahren ausschließlick dafür be« stimmte Gefäße — Töpfe, Krüge, Flaschen — ge» braucht werden. Größte Reinlichkeit ist selbstver« stündlich. Alle Gefäße, die von Milch entleert wer« den, sind sofort mit frischem, kaltem Wasser auszuspülen. Zum eigentlichen Auswaschen benutze man heißes Sodawasser und spüle die Gefäße nochmals mit heißem, klarem Wasser aus. Man trockne sie nicht mit Tüchern aus, die leicht Fasern zurücklasen, sondern stelle die Gefäße mit der Oeffnung chräg nach unten auf. Benutzt man Emailletöpfe ür die Milch, so achte man darauf, daß sie keine abgestoßenen Stellen und Risse haben. Alle Gefäße sollen so geformt sein, daß sie sich leicht reinigen lassen. Beachtet man diese Vorsichtsmaßregeln, so wird man nicht über Gerinnen und Sauerwerden der Milch an heißen Tagen zu klagen haben.
Neuzeitliche Müllabfuhr in Alsfeld.
cZ Alsfeld, 27. Juni. Einem schon längere Zeit empfundenen Bedürfnis entsprechend, wird ab 1. Juli die M ü l l b e s e i t i g u n g durch die Stadt neuzeitlich umgestaltet. Die seitherige Müllabfuhr mit offenem Wagen wird beseitigt. An dessen Stelle tritt .ein Trommelmüllabfuhrwagen mit Traktorem zug mit kippbarer Trommel und auf jeder Wagen- seite zwei staubfreien Einfüllvorrichtungen für Ringeimer. Die zugehörigen Mülleimer werden gegen Erstattung der Selbstkosten von der Stadtverwaltung an die Grundstückseigentümer bzw. Haushaltungen abgegeben. Damit ist die staubfreie Müllbeseitigung gesichert. Im Interesse der öffentlichen Gesundheitsfürsorge und der Schädlingsbekämpfung wird voraussichtlich demnächst durch Ortssatzung die allgemeine Verpflichtung der Grundstückseigentümer eingeführt werden, sich zur Beseitigung der Hausmülls ausschließlich der städtischen Müllabfuhr zu bedienen.
Landkreis Gießen.
s. Lang-Göns, 27. Juni. Für Tapferkeit vor dem Feinde wurde als erster Lang-Gönser Soldat Karl Häuser, der Unteroffizier in einem Inf.- Rgt. ist, mit dem Eisernen Kreuz 2. K l a s s e ausgezeichnet. Karl Häuser ist der Schwiegersohn von Wagnermeister O. May.
Unterdessen schlenderte Huith durch die graue Stadt und wartete darauf, daß der nächste Dampfer ging. Das dauerte bis neun Uhr. Schlechte Verbindung, dachte er grimmig. Unglaublich schlechte Verbindung im Winter nach draußen.
Die Straßenlaternen erloschen nach und nach.
Er stand eine Weile auf der Fischerbrücke, da dort einiges Leben herrschte. Ein Kutter dümpelte im Wasser und lud Fische aus.
Es war bitterkalt. Huith fröstelte. Er ging über den Wall. Ein betrunkener Seemann torkelte ihm entgegen aus einer Kellerwirtschaft, wich aus, taumelte weiter. Huith kam zu Dr. Mjöllns Rechtsanwaltsbüro. Das weihe Emailleschild am Haus leuchtete ihm entgegen, als er die Straße überquerte.
Rechtsanwalt Dr. Mjölln ... Huith beschloß, innerhalb einer Sekunde hinaufzugehen und seine nächtliche Begegnung zu erzählen. Sie interessierten sich ja sonst auch für alles. Der Sekretär Fromme! wenigstens, der die ganze Küste Mann für Mann ausgefragt hatte, wollte auch die nebensächlichsten Dinge Horen.
Das Treppenhaus war blaß beleuchtet. Durch ein milchiges Fenster sah die winterliche Morgendämmerung. Dor der Tür des Büros hantierte eine Frau mit Eimer und Scheuerlappen.
„Was wollen Sie? Den Rechtsanwalt sprechen?
Da sind sie aber reichlich früh daran."
„Ja ... das dachte ich mir schon." Huith wurde verlegen. „Ich wollte ja eigentlich auch nur sehen, wann das Kontor aufgemacht wird. Wann Sprechzeit ist."
„Um neun Uhr kommen die Angestellten, erklärte die Frau.
„Ach, um neun Uhr. Nicht schon um acht? Das ist Pech. Um neun fährt mein Schiff, und das nächste «rht dann wieder erst um zwölf Uhr . . Na, danke schön. Er drehte sich um.
„Sie können ja mal in der Privatwohnung von dem Herrn Rechtsanwalt fragen", meinte die Putz
wappen wenden wir uns rechts und gehen bis zur Dillbrücke. Hier beginnt die blaue bl-Markierung, die uns zunächst eine breite Straße nach links aufwärts weist, die später in einen Feldweg übergeht. Nach etwa einer Viertelstunde zweigt nach rechts ein Heckenweg ab, der uns über ein Tälchen und bald darauf in den Wald bringt. In langsamen Windungen steigen wir hoch bis zur Schönen Aussicht, wo sich ein hübscher Blick in das Dilltal und auf Greifenstein erschließt. Der Weitermarsch führt über blumenreiche Halden mit entzückenden Blicken auf die Westerwälder Berge, auf verschiedene Dörfer und später auf das tief unter uns liegende Neuhaus. Nachdem wir einen Laubwald durchschritten haben, erreichen wir das im Amdorfbachtal liegende Uckersdorf, von wo wir, auf der Landstraße weitergehend, nach dem malerisch über dem Tale liegenden Neuhaus mtt Wirtschaftsbetrieb , gelangen. Von der Säulenhalle dieses ehemalig fürstlichen Jagdschlosses bietet sich eine prächtige Aussicht. Kurz hinter dem Anwesen nimmt uns der Wald auf; weiße D zeigen uns jetzt den Weg (bei einer Weggabelung hatten wir uns rechts). Am Fuße des Hangelsberges her gehen wir weiter, bei einigen Lichtungen hübsche Blicke, so u. a. auf Niederscheld und die turmbekrönte Eschenburg, genießend. Beim Feldbacher Hof mit seiner Kirchenruine verlassen wir den Wald und erreichen alsbald, am Waldfriedhof vorbei, unser Endziel Dillenburg. Dauer der Wanderung 4 Stunden.
„Um die Kippe?"
„Um die Hörn herum, jawohl."
„Danke. Dann rasch zahlen. Er stürzte den Tee herunter, fühlte, wie der Magen warm wurde.
Der gelbe Wagen der Straßenbahn schlingerte in den Gleisen, rumpelte durch die Straßen und Plätze.
Mittlerweile war es ganz hell geworden. Ein grauer, trüber Tag. Gulden. Stoschstraße. Mein Gott, ist das weit, wenn man es eilig hatte.
Am Elisabethplatz mußte er aussteigen.
„Die nächste Querstraße", erklärte der Schaffner, „das ist es".
„Danke."
Huith fror schon wieder.
Und hier die Stoschstraße. Gott sei Dank. Nummer sieben!
Fischgeruch kam ihm entgegen. Eine Tafel über dem Haus klärte ihn auf. „Stümpel und Boysen, Fischräucherei."
Im vierten Stock wohnte Fromme!. Grell tönte die Klingel durchs Treppenhaus. Eine Frau öffnete.
„Ich möchte Herrn Fromme! sprechen."
„Herrn Fromme!? Ja ... in welcher Angelegenheit, bitte ... ?" Mißtrauisch wurde er gemustert.
„In einer Sache ... in einer Sache, die ... es handelt sich um einen Fall von Dr. Mjölln.^ Angst überkam ihn, daß hier gar nicht der richttge Fromme! wohnte, sondern irgendein anderer ... einer, der möglicherweise Angestellter der Howald-Werke oder der Fischräucherei oder weiß Gott welcher Firma war.
„Augenblick", sagte die Frau, und schloß die Tür.
Huith stand fünf Minuten, sog den Fischgeruch ein und starrte durch das Fenster des Stiegenhauses in den Hof hinunter, auf dem Bücklings- kisten aufgestapelt waren.
Endlich kam Fromme!.
„Mein Gott, Sie sind es? Ich kenne Sie doch!" „Huith ist mein Name. Ich bin der Lehrer von Dörup."
„Ach, natürlich, selbstverständlich. Ich war doch bei Ihnen in der Sache Hauck. Kommen Sie herein. Kommen Sie herein. Sie sind ein bißchen srüh daran. Nehmen Sie es nicht übel, daß ich Sie warten ließ. Aber so frühmorgens ... man ist natür-
Durchzug schaffen, dann Gasherd und Anschluß- Hähne prüfen! Wird alles in Ordnung befunden und macht sich trotzdem noch Gasgeruch bemerkbar, so muß sofort das Gaswerk verständigt werden. In der Zeit, bevor eine Nachprüfung durch die Fac^ leute des Gaswerks erfolgt, kann man selbst durch Bestreichen der Zuleitung mit Seifenlösung feststellen, ob etwa hier die Schadensstelle zu suchen ist. Wo das Gas ausströmt, bilden sich Blasen. Gasgeruch kann aber auch eintreten, wenn die Luftzufuhr zu den Brennern nicht richtig reguliert ist; auch hier hilft am besten der Fachmann.
Es ist wohl selbstverständlich, daß man redes offene Licht, Streichhölzer und dergl. vermeidet.
Ist schon jemand durch ausströmendes Gas betäubt worden, so heißt es rasch handeln. Frische Luft und ärztliche Hilfe sind unbedingt erforderlich. Da Gas leichter als Lust ist, steigt es nach oben. Es besteht daher die Pflicht, alle Hausbewohner, die in den oberen Stockwerken wohnen, von der Gefahr zu verständigen. Es ist nur eine geringe Mühe, nachdem man nach dem Fliegeralarm und der Entwarnung aus dem Lustschutzraum in die Wohnung zurückgekehrt ist, sich davon zu überzeugen, ob alles in Ordnung ist. Niemand versäume es, denn Leben und Gesundheit können davon ab-
Wenn die Tage warm sind, verzichtet manche Hausfrau auf den Einkauf der entrahmten Frischmilch, weil sie, so behauptet sie, leicht sauer wird. In solchem Falle hat sie aber nicht der Milch, sondern sich selbst die Schuld daran zuzuschreiben, well sie dieses wichtige, aber auch etwas empfindliche Nahrungsmittel nicht richtig behandelt hat. Die Hausfrau muß bedenken, daß die Milch, ehe sie zu ihr gelangt, schon einen weiten Weg von der Molkerei bis zum Verteiler durchgemacht hat, der bei warmer Temperatur eine raschere Vermehrung der in der Milch enthaltenen Keime begünstigt.
Wenn auch die entrahmte Frischmilch grundsätzlich schon in der Molkerei erhitzt worden ist, so ist es doch nötig, sie im Haushalt sofort noch einmal aufzukochen, falls nicht geeignete Kühlvorrichtungen — Eisschrank, Kühltruhe — vorhanden sind. Es empfiehlt sich auch, die Milch schon in den kühlen Morgenstunden beim Verteiler abzuholen, um sie für den Tag haltbar zu machen. Am besten ist es natürlich, sie sofort nach dem Einkauf abzukochen, wobei es genügt, sie bis kurz vor das Kochen zu bringen; ein direktes Aufkochen oder gar längeres Kochen ist unbedingt zu vermeiden. Keinesfalls darf die Milch erst lange an warmer Stelle oder gar in direktem Licht stehen. Auch ist sie, was ihre Nachbarschast angeht, sehr empfindlich; sie nimmt alle fremden und scharfen Gerüche — Zwiebel, Fisch, Käse usw. — an. Das Gefäß, in dem Milch, sei sie ungekocht oder gekocht, aufbewahrt wird, soll darum stets zugedeckt sein.
Hat man die Frischmilch bis zum Kochen erhitzt, dann muß sie rasch und genügend abgekühlt werden, um haltbar zu bleiben. Das geschieht am schnellsten, indem man den Milchtopf in eine Schüssel mit kaltem Wasser stellt und die Milch umrührt; das Wasser muß öfter erneuert werden. Ist die Milch falt geworden, wird sie an einen kühlen, schattigen Platz gestellt, am besten unmittelbar auf die Steinplatten der Speisekammer. Kleinere Mengen von Milch lassen sich auch sehr gut in den bekannten Thermosflaschen kühl hatten. Auch eine Kühlglocke ist ein guter Apparat zum Frischhalten der Milch. Sie besteht aus einem Drahtgestell mit einem darüber gespannten Frottiertuch, das mit seinen unteren Rändern in eine wassergefüllte Schale eintaucht, in
stau, „wenn Sie es so eilig haben. Vielleicht ist er schon auf."
„Ach danke. Das hat wohl wenig Zweck." Er tappte über die Stiege.
„Er wohnt am Dreiecksplatz Nr. 7, zweiter Stock", rief sie ihm nach.
Huith trat wieder auf die graue Sttaße, auf der immer mehr Leben zu sehen war. Fuhrwerke rasselten jetzt über das grobe Pflaster, und der große Getreidespeicher am Hafen mit dem langen Saugrohr hatte nun auch sein breites Tor aufgetan.
Dreiecksplatz.
Es konnte nichts schaden, wenn er da einmal hinaufbummelte. Die Zeit mußte er so oder so verbringen.
Sobald er den Hafen hinter sich ließ, versickerte das geschäftsmäßige Morgentreiben. Es wurde wieder still und leer um ihn.
Am Dreiecksplatz, Haus Nummer 7. Ein großes Haus mit verschlossener Tür und elekttischem Türöffner. Ausgerichtet wie Soldaten standen die Glockenknöpfe auf einer Messingtafel.
„Dr. Thomas Mjölln", stand deutlich in der zweiten Reihe zu lesen.
Huith wagte nicht zu läuten. Es war jetzt halb acht Uhr.
Indes kam ihm ein neuer Gedanke, und feine Augen suchten nach einer Wirtschaft. Ein kleines Milchmädchen gab ihm kichernd Auskunft. „Gleich in der nächsten Straße. Hundert Meter weit."
Er lieh sich dort eine Tasse Tee geben und ein Butterbrot, obwohl er schon gefrühstückt hatte. Aber es fror ihn erbärmlich.
Er verlangte das Adreßbuch. Lange suchte er nach einem Namen ... „Fromme!" ... Fromme! Hans, Fromme! Kari, Fromme! Rudolf, Fromme! Theodor, Angestellter. Das konnte er sein. Stosch- straße 8.
„Fräulein, wo ist die Stoschstraße?" „Äoschstraße? Ist in Gulden drüben." „In Gulden. Teufel, wie kommt man am raschesten nach Gulden?"
„Mit der Fähre."
„Ach, doch nicht zu Fuß, Fräulein. Ich brauche ja allein eine halbe Stunde, bis ich am Hafen drunten bin."
„Dann mit der Bahn. Mit der Straßenbahn. I Um die Kippe."
Oie 2. Klaffe im Kampf um die punkte.
Großen-Buseck I — Hungen L
Wieder muß die Hungener Elf auswärts spielen, diesmal sogar beim Tabellenführer. Wie stark die Platzherren zur Zeit sind, haben sie erst am Sonntag bewiesen; die Elf ist in ihrem Siegeszug nicht aufzuhatten. Da auch das Vorspiel gewonnen werden konnte, werden die Gäste um eine Niederlage nicht herumkommen
VfB.-Reichsbahn II — Gröningen I.
Auf dem Waldsportplatz empfangen die Grün- weihen die Gäste aus Grüningen. Die Grüninger haben in den letzten Spielen überzeugen können, sogar Hungen mußte die Formverbesserung anerkennen. Die Grünweißen haben ebenfalls ihren ersten Sieg erringen können, ein Zeichen, daß die Elsi alles daransetzt, in der Tabelle vorwärts zu kommen. Da der große Platz den Gästen schwer zu schaffen machen wird, dürfte es sehr leicht möglich fein, daß die Grünweißen knapp die Oberhand behalten werden.
Klein-Linden I — Heuchelheim I.
Dor einer schweren Aufgabe stehen die Gäste aui Heuchelheim, die in Klein-Linden erwartet werden. Die Platzherren sind zwar in den letzten Spielen etwas abgefallen, jedoch auf eigenem Platz sehr gefährlich. Wenn die Gäste es fertig bringen, auch in der zweiten Spielhälfte durchzuhalten, sollte em spannender Kampf in Aussicht stehen, dessen Ans« gang ungewiß ist.
Steinbach I — Garbenkeich I.
Wieder einmal ein Lokalspiel! Im Vorspiel konnten die Steinbacher mit starker Mannschaft dem Gegner beide Punkte abnehmen. Jedoch hat sich inzwischen vieles geändert. Die Gäste sind stärker ge« worden und haben sich den zweiten Tabellenpllltz erkämpft, der ihnen auch vorerst nicht zu nehmen ist. Man rechnet mit einem sicheren Siege der Gäste.
Gießen — Kinzenbach— Grube Morgenstern — Dicke Eiche — Bubenrod — Gr. Rothenberg — Obermühle — Bieber.
Vorn Neustadter Tor, dem Anfang unserer Wanderung, folgen wir schwarzen Dreiecken, die uns zunächst die Rvdheirner Straße entlang, später an der Heuchelheimer Mühle vorüber nach dem hochgelegenen Kinzenbach führen. Vom Ausgang des Ortes leitet uns das Zeichen aufwärts zum Wald, vor dessen Eingang sich ein schöner Rückblick bietet. Durch schöne Waldung geht unser Weg an der Grube Morgenstern vorbei nach dem lieblichen Schwalbenbachtal. Etwa in der Mitte des Tales weifen uns ein Schild und weiße Sttiche hinauf zur Dicken Eiche. Der mächtige, nahezu 1000jährige Baum, der unter Naturschutz steht und alljährlich noch fröhlich grünt, ist im Innern ausbetomert, mit Stützen verankert und fo vor dem Verfall bewahrt. Hier treffen wir die von Wetzlar kommende gelbe Strichmarkierung, die jetzt unser Wegzeichen bildet. Nach Ueberschreiten des Schwarzbachs, eines wilden Bächleins, kommen wir nach Hof Bubenrod, der früher eine gern besuchte Gaststätte hatte, steigen abwärts und wieder hoch zum Gr.-Rothenberg, wo sich ein prächtiger Blick auf Königsberg und den Dünsberg erschließt. Das Zeichen leitet uns in das Biebertal, das wir bei der Obermühle erreichen und dem Tale abwärts gehend nach unserem Endziel Bieber gelangen. Wanüerz"it 4V2 Stunden.
Grünberg — Cauter — Laubach — Fnedrichshüile — Alfa-Nidda.
Diese lohnende Wanderung durch einen der schönsten Teile unseres heimatlichen Gebirges ist folgende: Wir benutzen von Grünberg aus zunächst die aussichtsreiche Straße über Lauter nach Laubach, dessen Park und Schloß wir besichtigen. Von hier folgen wir blauen Andreaskreuzen in südlicher Richtung. Auf einer Höhe hinter Laubach erschließt sich ein prachtvoller Rundblick auf den gesamten Vogelsberg; bei flarer Luft sind auch Gleiberg, Dünsberg und Stoppelberg gut erkennbar. Auf unserem Weitermarsch bieten sich prächtige Ausblicke aus das hochgelegene Ruppertsburg und das idyllisch liegende Friedrichshütte, das wir durchqueren und später, nach Durchschreiten eines Waldes, auf die im Grunde liegenden Dörfer Einartshausen und Gonterskirchen. Besonders reizvoll ist die Aussicht auf das der Wartburg ähnlich Hochliegende Stornfels, auf das sich immer wieder unsere Blicke auf unserem Wege lenken. Teils durch Wald, teils über Feld, gelangen wir über Ulfa nach dem freundlich im Tal fiegenoen Nidda, von dem wir heimfahren. Wanderzeit 4V2 Stunden.
Herborn — Schöne Aussicht — Uckersdorf — Neuhaus — Dillenburg.
Wir fahren nach dem freundlichen Städtchen Herborn, das noch manche Schönheiten aus längst verklungenen Zeiten aufzuweisen hat. Bei dem altertümlichen Rathaus mit feinen vielen Geschlechter-
Eine Gefahr, die auch indirekt durch Fliegerangriffe eintreten kann und an die kaum gedacht wird, ist das Undichtwerden der Leuchtgasleitungen.
Es ist selbstverständlich, daß der Haupthahn der Gasleitung in jedem Haus bei Fliegeralarm sofort geschlossen wird, aber damit ist keineswegs alle Ge- ahr gebannt. Allein die Erschütterung einer ent- ernt einschlagenden Bombe kann zur Undichtigkeit der Gasleitung führen. Ja, selbst wenn die Gasleitung gar keinen Schaden genommen hat, können Gefahren auftreten, die heimtückisch und lautlos durch das Haus schleichen. Nehmen wir nur das vorzeitige Deffnen des Gashahns in einer Wohnung, bevor der Haupthahn geöffnet wurde. Weil kein Gas ausströmt, wird es vielleicht versäumt, den Hahn wieder sorgfältig zu schließen, und schon ist das Unglück geschehen. Jeder achte deshalb darauf, ob nach einem Fliegerangrift — insbesondere, wenn in der Nähe der Wohnung Bomben gefallen sind — noch alles in Ordnung ist.
Ist erst einmal Gas ausgeströmt, dann« kann der kleinste Funke, ja das Anschlägen der elekttischen Klingel genügen, um eine Explosion auszulösen.
Gegen Leuchtgas nützt auch die Gasmaske nichts, aber Ruhe und Besonnenheit sind auch hier die besten Helfer. Macht sich Gasgeruch bemerkbar, fo — ist es erstes Gebot: Fenster auf und möglichst j hangen.
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lich nicht auf Besuch vorbereitet." Er drängte^Huith ins Wohnzimmer. „Maria, noch eine Tasse", rief er durch den Gang. ,Hch bin eben dabei zu früh tücken. Sie trinten doch eine Tasse Kaffee mit?
Huith hatte nichts dagegen, sich ein drittes Mal etwas Warmes einzuverleiben.
„Wie kommen Sie nur fo früh schon in btt Stadt?" erkundigte sich Fromme! eifrig und stolz darüber, daß jemand in der Sache Hauck zu ihm persönlich kam. Zu ihm und nicht etwa zu Dr. Mjölln.
„Ich bin noch seit gestern hier. Ich wollte ml! dem Neun-Uhr-Dampfer wieder nach Hause fahren, wenn ich ihn noch erwische."
„Aber natürlich, weshalb sollten Sie ihn nicht erwischen? Ich muß auch um neun Uhr im Kontor sein, also ... was führt Sie zu mir? Sie können sich denken, daß ich neugierig bin."
„Ja, also ... die Sache ist so."- Huith roufctt nicht recht, wie er beginnen sollte ... „Ich W da gestern nacht in einem Cafe in der Stadt. Im Cafe Corso."
„Im Corso, aha."
„Kennen Sie das?" ,
„Natürlich, natürlich. Am Markt. Kennt jeder Mensch.in der Stadt."
„Ja, und da entdeckte ich einen Mann, der ... der' dem Kunstmaler Detlef Hauck zum Verwechseln' ähnlich sah." .
„Dem verschollenen Maler? Was Sie nW sagen." Fromme! vergaß, seinen Bissen hinunter» zuschlucken. „Was Sie nicht sagen", wiederholte er- „Und Sie haben sich nicht geirrt?"
„Was heißt geirrt." Huith bekam eine Falte über der Nasenwurzel. „Ich sagte nicht, ich sah t,eiu Kunstmaler selbst. Ich sah lediglich einen Mari^, der dem Maler sehr ähnlich war. AußerordentlW ähnlich ..."
„Hm. Natürlich. Natürlich. Erzählen Sie geltet „Ich ging ihm nach, als er das ,Corso< vernetz- „Sehr gut." .
„Durch die halbe Stadt um Mitternacht. Er schstm mich nicht zu kennen. Schließlich sah ich ihn in tim Haus im Krautweg verschwinden. Er besaß eine > Schlüssel für das Gartentor dort."
(Fortsetzung folgt.) ,


