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Bürgermeister Bogt
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Vergeßt nicht den kauf von Volksgasmasken beim zuständigen VSV.-Amlswalter!
Vor einigen Tagen weilte Gauleiter Sprenger in Gießen, um sich nach Anhören des Oberbürgermeisters Ritter mit den Ratsherren der Stadt Gießen über einen Vorschlag zur Besetzung der Stelle des er st en Beigeordneten unserer Stadt zu besprechen. Auf Grund dieser Besprechungen hat der Gauleiter als Beauftragter der NSDAP, den bisherigen zweiten Beigeordneten unserer Stadt Heinrich Vogt für die Stelle des
Tie schon die Leber in die Pfanne tun? Sie schaute eine ganze Weile durch das Schlüsselloch. Dieser Kerl, der Detektiv mußte doch eine schlimme Nach- richt gebracht haben, wenn er es auch abstritt. Frau Henriette weinte. Nie vordem hatte Lene die gnädige Frau so herzzerbrechend weinen sehen. Sie schämte sich, dem zuzusehen, richtete sich auf und schlich leise wieder in,ihre Küche.
Aber Frau Henriette war eine Frau, die sich nicht lange ihren Gefühlen hinzugeben vermochte. Nach einer Weile steckte sie ihr Taschentuch ein, zog geräuschvoll noch einmal Luft durch die Nase, denn der Tränenschnupfen saß da noch — und stand &a”ßene?" rief sie, „beeilen Sie sich mit dem Essen, ich' habe nachher einen eiligen Weg."
Sie war hart mit sich. Das Leben, meinte sie, habe ihr das beigebracht. Sie wich vor Schwierigkeiten oder Hindernissen nicht aus. Ludwig war tot. Das Mädchen, sein Kind, stand schutzlos da.
Sie hatte dieses Kind bisher nicht anerkannt, weil sie nichts von ihm gewußt hatte. Sie gedachte auch jetzt nicht, die letzten, sich ergebenden Folgerungen zu ziehen. Eine Gemeinschaft kam nicht m Frage Aber sie hatte sich ein frauliches Gefühl bewahrt, eine mütterliche Weichheit, von der sie gar nicht gewußt hatte, daß sie in ihr gewesen war — sie wollte sich um Ludwigs Tochter kümmern
Vielleicht konnte man das Mädchen mit Geld unterstützen oder ihr zu einem Beruf verhelfen, zu einem bürgerlichen, versteht sich. Die Handelsschule würde sie für Jwanka bezahlen und vielleicht einen Schreibmaschinenkursus ober was es da zu lernen 9°(5te hatte kein Empfinden dafür, daß sie in fuhr in die Eicerostrahe
Sie khatte kein Empfinden dafür, daß sie in diesem Haus vielleicht gar nicht gern gesehen werde daß sie zumindest mit einer anderen m- neren'Einstellung zu diesem Besuch hatte kommen müllen. Sie klingelt- und als Jwanka ossnete trat sie ein und sagte: „Ich bin Frau Henriette Car- lotti, die Mutter Ludwig Carlottis.
Jwanka starrte die alte Frau an Ihre erste, unbeherrschte Regung war, die Tur wieder zuzu- . machen Was konnte von dieser Frau Gutts kom- 1 men! Aber sie sah sofort ein, daß das mcht mog-
„Lassen wir das." Frau Henriette räusperte sich. „Mein Sohn hat mir nie etwas von Ihrer Existenz gesagt. Deshalb komme ich erst heute. Ich erfuhr die Zusammenhänge erst vor kurzem. Sie müssen mir das glauben."
„Oh gewiß. Ich weiß das sogar. Mein Vater befahl mir, und es war fein einziger Befehl, niemals etwas über unser verwandtschaftliches Verhältnis laut werden zu lassen. Er wünschte vor allen Dingen nicht, daß Sie erfuhren, daß er eine Tochter ycttte."
„So? Das sagte er zu Ihnen?"
„Ja, darum bat er mich dringend: und ich habe mich daran gehalten. Daß sein tragischer Tod die Wahrheit aufdecken mußte, ist nicht meine Schuld."
„Von Schuld ist hier nicht die Rede. Es ist gut, daß das, was Sie die Wahrheit nennen, ans Tageslicht kam. Mein Sohn Ludwig war ein sonderbar heimlicher Mensch." Sie brach ab und schien nachzudenken. Dies ist nun seine Tochter, ging es ihr durch den Kopf, ich sitze ihr gegenüber und weiß eigentlich nichts zu reden. Sie ist schon zu groß, kein kleines Mädchen mehr, das spürt man.
„Mein Vater hatte Angst vor Ihnen, das war es", sagte Jwanka. Sie glaubte, die Großmutter grübele über Gründe nach.
„Angst? Er war ein großer erwachsener Mann. An was für eine Angst denken Sie?"
„Das weiß ich nicht. Ich kenne Sie ja nicht genug. Aber mein Vater hat lebenslänglich in Angst vor Ihnen gelebt. Das hat er mir oft gesagt. Wenn irgend etwas nicht ganz so verlief, wie er es gehofft hatte, saß er bei mir und sprach sich aus. Einige Male riet ich ihm, zu Ihnen zu gehen, aber das lehnte er ab."
Frau Henriette saß steif wie aus Holz. „Warum lehnte er das ab?"
„Ich mochte es nicht wiederholen müssen.
„Auch nicht, wenn ich Sie darum bitte?"
Jwanka sah sie an, die da so steinern saß. Alles Leid war von ihr gekommen, wußte sie. Das Leid meiner Mutter hat sie verschuldet, den Kummer und die Nöte meiner Kindheit. Warum schone ich sie? Ich will mich nicht rächen: das wäre klein. Sie ist eine alte Frau. Aber da sie nach der Wahrheit verlangt, soll sie sie hören.
(Fortsetzung folgt)
lich war. Außerdem war es zu spät. Frau Henriette stand bereits im Flur.
„Bitte", sagte Jwanka also und öffnete die Tür in das Wohnzimmer, „treten Sie näher. Was führt Sie zu mir?"
Sie bot Platz an und setzte sich der alten Dame gegenüber. Die Tür' in das Schlafzimmer stand geöffnet. Frau Henriettes Blick fiel auf den vene- zianifchen Spiegel. Es war Zufall. Sie sagte: „Der ist von Ludwig; er hatte ihn auf der Auktion Butzmann' erworben."
„Ja", sagte Jwanka. „Den Spiegel schickte mir mein Vater eines Tages. Aber Sie können ihn zurückhaben, wenn Sie Wert darauf legen." Ihr Mund war schmal.
Frau Henriette hob den Blick. Sie überprüfte das andere Gesicht. Es war ihr fremd, völlig fremd. Gewiß. Und doch, da waren Ludwigs Züae, die Stirnpartte und das Kinn, die sie kannte, die die ihren waren so gut wie Ludwigs. „Sie sehen ihm wenig ähnlich."
„Nein; ich bin ganz nach meiner Mutter geschlagen."
Frau Henriette zog die faltigen Mundwinkel etwas hoch. „Da Sie ein Mädchen sind, zum Glück", sagte sie und es war das erste nette Wort, das sie fand. Dann verdunkelte sich ihr Gesicht rasch wieder.
„Daß mein Sohn, also Ihr Vater tot ist, wissen Sie sicherlich?"
,3a. Es ist furchtbar traurig. Er wurde ermor- öet. Wissen Sie schon Näheres, hat man den Täter?"
„Nein. Die Polizei sucht noch." Ihr Gesicht verschloß sich. „Haben Sie ihn geliebt, trifft es sie sehr?"
Jwanka legte nachdenklich den Kops schräg. Was für eine merkwürdige Situation war dies. Die Frau da war ihre Großmutter, aber sie saß ihr kühl und fast feindselig gegenüber. Was wollte die alte Frau von ihr? Es war nicht anzunehmen, daß sie nur aus Neugier oder Schwatzhaftigkeit gekommen war.
f)abe ihn nicht so geliebt, wie Sie es als seine Mutter wohl taten", sagte sie. „Vielleicht müßte ich Ihnen mein Beileid aussprechen?
zur Bekleidung öffentlicher Aemter auf die Dauer von fünf Jahren aberkannt. Straserschwerend wurde berücksichtigt, daß der Angeklagte in den Dienst eines Staates getreten ist, mit dem sich das Deutsche Reich im Krieg befindet.
Der Zigeuner Lenhard Weiß aus Nieder- Appenfeld, z. Z. in Strafhaft, war des Diebstahls, der Hehlerei und der Urkundenfälschung beschuldigt. Er hatte im Januar 1938 in Niederaula und Romrod 2 Herrenfahrräder entwendet und im November 1937 und im Januar 1938 ein Damenfahrrad und ein Herrenfahrrad, von denen er wußte, daß sie gestohlen waren, verkauft. Weiterhin hatte er sich dem Gesängnisvorsteher in Alsfeld gegenüber mit einem ihm nicht zukommenden Namen ausge- wiesen. Der Angeklagte war im wesentlichen geständig. Der Anklagevertreter beantragte unter An- rechnung der bereits verhängten Gefängnisstrafen eine Gesamtgefängnisstrafe uon fünf Jahren, abzüglich der Untersuchungshaft und der bereits ver- büßten Strafe. Der Verteidiger beantragte mit Rücksicht auf die Jugend des Angeklagten eine wesentlich geringere Strafe. Der Angeklagte wurde des Diebstahls, der Sachhehlerei und der mittelbaren falschen Beurkundung schuldig erkannt und unter Freisprechung im übrigen und unter Einbeziehung der durch Urteil des Amtsgerichts Paderborn vom 21. Juli 1939 erkannten Gefängnisstrafe, sowie der in dem Urteil eines Kriegsgerichts vom 25. Juli 1939 erkannten Gefängnisstrafe zu einer Gesamtgefängnis st rase von vier Iah- ren und sechs Monaten, abzüglich zwei
Roman von Frank F. Braun
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Die Mutter war in einemi Hotelbedien stet. in^dem kchde zweimal nach äFÄÄ SWÄ 3« un^agula die entsprechenden Papiere kommen.
Nein!" sagte Frau Henriette und raffte sich auf. s; aws*
laßt sich alles beweisen."
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Herrn Zacharias in einem Trauer-
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haus", sagte sie ärgerlich und war!
Dann ging sie ^rsichttg Konnte
Wohnzimmer durch das kleine toctjiuneuuuj
zeit wird ebenfalls auf die erkannte Strafe angerechnet. Straferschwerend wurden die Vorstrafen des Angeklagten und die Tatsache, daß sein ganzes Treiben auf Lug und Trug aufgebaut ist, strafmildernd seine Jugend berücksichtigt. In der Urteilsbegründung wurde ausgeführt, daß dem Angeklagten durch eine empfindliche Strafe klar gemacht werden müffle, daß er auf andere Wege kommen müffle.
Gießener Gchlachlviehmartt.
Auf dem gestrigen Gießener Schlachtviehmarkt (Schlachtviehverteilungsmarkt) in der Diehversteiae- rungshalle Rhein-Main kosteten: Ochsen 40 bis 41,5, Dullen 39 lns 43,5, Küche 15 bis 44,5, Färsen 39 bis 44,5, Kälber 35 bis 63, Schafe 23 bis 40 Rpf. je Vt kg Lebendgewicht. Für Schweine wurden je kg Lebendgewicht folgende Preise bezachlt: Klasse a (150 und mehr kg) 1,09, bl (135 bis 149,5 kg) 1,09, b2 (120 bis 134,5 kg) 1,09, c (90 bis 119,5 kg) 1,07, d (80 bis 89,5 kg) 1,01, e—f (60 bis 79,5 kg) 0,97, gl (fette Specksauen) 1,09, i (Altschneider) 1,09, g2 (andere Sauen) 1,01, h (Eber) 1,01 RM. Marktverlauf: Regelmäßig. Alles zugeteilt.
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Dornotizen.
Tageskalender für Mittwoch.
NSDAP. Ortsgruppe Gießen-Mitte: 20.30 Uhr im "^urö^of ®$ulungsabenb. — Populärwissenschaftliche Dortrage der Universität: 20.15 Uhr im fror- (oal des Kunstwisienschaftlichen Instituts Präses,or ® lD(tnel-U^er "Einführung in die Aesthetik der bildenden Künste'. 20.15 Uhr im Hörsaal des Phy- sikattsch-chernlschen Instituts Professor Hock über "Aubgewählte Kapitel aus der Physikalischen Chemie Vortrag II „Molekularbewegung", mit Bildern - Stadttheater: 19.30 bis 22 Uhr „Bengalische Zukunft . — Gloria-Palast, Seltersweg: „Weltrekord im Setten prung" - Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: .Kriminalkommissar Eyck". D
Bestrafung von Preistreibern.
NSG. Der Reichsstatthalter in Hessen — Landes- rcgierung, Stelle für die Preisbildung — hat gegen den Inhaber eines Steinbruchbetriebes wegen er- heblicher Preisverstöße beim Absatz von Sand Kies und Steinen im Unterwerfungsverfahren eine Strafe von 50 000.— RM., gegen eine Konservenfabrik wegen unzulässiger Ueberschreitung der Preise beim Verkauf von Obst und Gemüfekonser- Den eine solche von 20 000.— RM. und gegen einen Obstgroßhändler wegen Preisüberschreitungen beim Verkauf von Obst eine solche von 8 000.— RM. verhängt.
Bürgermeister Vogt. (Aufnahme: Borst, Gießen.) ersten Beigeordneten vorgefchlagen. Der Reichsstatt- halter in Hessen hat, entsprechend diesem Vorschlag, den Beigeordneten Vogt zum ersten Beigeordneten der Stadt Gießen mit der Amtsbezeichnung „Bürgermeister" berufen und Oberbürgermeister Ritter beauftragt, die entsprechende Anstellungsurkunde mit Wirkung vom 16. Februar 1940 auszusertigen. Bürgermeister Vogt steht zur Zeit im Dienste der Wehrmacht und ist im Felde.
Am 11. Dezember 1901 in Offenbach a. M. geboren, kam der jetzige Bürgermeister Vogt schon in feiner Jugendzeit nach Gießen. Er besuchte hier die Oberrealschule, an der er im Jahre 1920 die Reifeprüfung bestand. An der Universität Gießen widmete er sich dann dem Studium der Rechtswissenschaften. Nack dem Studium war er zu seiner weiteren Ausbildung an den Depositenkassen Schotten unb Friedberg der früheren Mitteldeutschen Credit- banf tätig. Im Jahre 1926 bestand er an der Universität Gießen die Referendar Prüfung. Im Jahre
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Verein ab. Dementsprechend wird in der Bezirks- und Kreisklasse verfahren, deren Meister wiederum zur Bereichs- bzw. Bezirksklasse aufsteigen.
Dieser Beschluß wurde herbeigeführt, um den Meisterschaftsspielen in Kriegszeiten ein Ziel zu geben und ihre Kämpfe für alle Beteiligten reizvoller zu machen. Selbstverständlich gilt diese Maßnahme nur für die Dauer des Krieges, hat doch das Fachamt bereits stüher grundsätzlich beschlossen, daß für die Wiederherstellung normaler Verhältnisse bet der Spielklasseneinteilung die Zugehörigkeit nach dem Stande vom 15. August 1939 maßgeblich ist. Jeder Verein bleibt also Mitglied ddr Spielklosse, der er bei Ausbruch des Krieges angehörte.
Meisterschaft beginnt später.
Gleichzeittg hat das Fachamt Fußball den 31. März als Meldetermin der Bereichsmeister pur Teilnahme an den Endspielen um die Deutsche Meisterschaft aufgehoben. In Zusammenhang mit diesem Beschluß ist die Sommerpause während der Dauer des Krieges außer Kraft gesetzt. Es ist damit den Vereinen die Möglichkeit gegeben worden, ihren Svielbetrieb während des ganzen Jahres aufrecht- zuerhalten. Das Fachamt wird die neuen Termine der Meisterschafts-Endrunde zu gegebener Zeit de- fanntgeben.
Deutschlands Boxer besiegten Italien 11:5.
Zu dem erwarteten großen sportlichen Ereignis gestaltete sich am Sonntag in der gut besuchten Deutschlandhalle der Borländerkampf zwischen Deutschland und Italien. In prächtigen Kämpfen gewannen diesmal die Deutschen 11:5 und konnten so die Niederlage vor einigen Monaten in Rom
1930 legte er die Staatsprüfung im Justiz- und i Derwaltungsfach ab. Im Juli 1931 trat er in die , Bewegung des Führers ein. 1932 ließ er sich in . Alsfeld als Rechtsanwalt nieder. In Alsfeld wurde er 1933 zum Ortsgruppenleiter der NSDAP, bestimmt, ferner gehörte er dem dortigen Stadtrat an, in dem er Führer der NS.-Fraktton war. 1934 wurde er Beigeordneter der Stadt Alsfeld, fett Oktober 1933 stand er auch als Direktor an der Spitze der Bezirkssparkasse Alsfeld. Ende November 1933 wurde er als kommissarischer Provinzialrat an die damalige Provinzialdirektton der Provinz Ober- Hessen in Gießen berufen, wo am 1. April 1934 seine Ernennung zum Provinzialrat erfolgte. Mit der Auflösung der früheren hessischen Provinzen am 1. April 1937, die auch die Provinzmlverwaltung Oberhessen aufhob, wurde Provinzialrat Vogt von seinem Amte frei, und er trat nunmehr als Dei- georbneter in die Gießener Stadtverwaltung ein. Seitdem nrirtt er als Jurist unserer Stadt und als Dezernent für die gesamten städtischen Betriebe in der Gießener Verwaltung.
Beigeordneter Vogt hat sich während fernes bisherigen Wirkens im Dienste der Stadt Gießen den kommunalen Aufgaben feines Amtes mit großehr Tatkraft und weiser Umsicht gewidmet. Sein allezeit harmonisches Zusammenarbeiten mit dem Leiter der Stadtverwaltung, Oberbürgermeister Ritter, und seine gediegenen Kenntnisse als Jurist, aber auch seine glückliche Hand in der Leitung des Dezernates der städtischen Betriebe haben seine Arbeit zum Wohle unserer Stadt so fruchtbar gemacht, daß der jetzige Vorschlag, ihn auf den Posten des ersten Beigeordneten und damit des ersten Stellvertreters des Oberbürgermeisters zu stellen, für jedermann, der in den kommunalen Dingen unserer Stadt Bescheid weiß, nur eine Selbstoerständlickkeit war. Der Vorschlag des Gauleiters, dem der Reichsstatthalter in Hessen entsprochen hat, befindet sich denn auch in voller Übereinstimmung nicht nur mit dem Oberbürgermeister und den Ratsherren, sondern mit dem Ergebnis der bisherigen Arbeitserfahrungen in dem Wirken des nunmehrigen Bürgermeisters Vogt. Als ein weiteres verheißungsvolles Merkmal für die fruchtbare Tätigkeit dieses Mannes ist auch das ausgezeichnete Verhältnis des jetzigen Bürgermeisters zu allen seinen Mitarbeitern und die große Wertschätzung, die er sich allenthalben in unserer Stadt durch seine Arbeit und durch seine hervorragenden beruflichen und menschlichen Eigenschaften erworben hat, anzusehen. Unsere Stadt darf jedenfalls in Bürgermeister Vogt einen Mann als ersten Mitarbeiter des > Oberbürgermeisters begrüßen, von dessen Wirken für unsere Stadtgemeinschaft wir noch viel Erfreuliches erwarten dürfen. B.
Diese schnelle und empfindliche Bestrafung von Volksschädlingen beweist wiederum, daß der Ratio- nalsozialismus mit allen jenen Elementen, die glauben, in der Einsatzstunde unseres Volkes schmutzige Geschäfte machen zu können, rücksichtslos aufräumt Tagung der Bezirksgruppe Oberheffen
des lieichslustschuhbundes.
Die Bezirksgruppe Oberheffen des Reichsluft- fchutzbundes hielt am Samstag unter Leitung des • Bezirksgruppenführers, Oberstabsluftschutzführer ■ Poppe, eine Arbeitstagung ab, zu der die Stabs- : Mitglieder ihres Bereiches geladen waren. Der Lan- ' desgruppenführer Generalleutnant p. V. Müller- Michels, sowie die Sachgebietsleiter der Landesgruppe Hefflen/Rheinland-Süd nahmen an der Tagung teil. Es wurden vordringliche Luftschutzmah- nahmen behandelt. Abends fand ein kameradschaftliches Zusammensein der Tagungsteilnehmer und der Amtsträger der Orts-Kreisgruppe Gießen statt.
TiELB. Bezirk Gießen-Land.
Am Samstag hielt der Bezirks-Verein Gießen- Land vom NSLB. im „Burghof" feine erste Versammlung im Jahre 1940 ab. Der stellvertretende Vorsitzende, Lehrer Arnold (Großen-Linden), begrüßte die Versammelten mit warmen Worten und gedachte besonders der Kameraden, die zum Heeres- dienst einberufen find. Anschließend verlas er einige Feldpostbriefe, die von Lehrern an der Front an den Bezirks-Verein geschrieben wurden. Dabei wurde auch erwähnt, daß die Lehrer mit ihren Klassen in regem Briefwechsel stehen.
Der Hauptgegenstand der Arbeitstagung war die Neueinrichtung von Mittelschulen, die nun auch — wie in Preußen — in Hessen aufgebaut werden sollen. Lehrer Arnold gab anhand von amtlichen Verfügungen ein klares und anschauliches Bild über die neue Schulart und betonte vor allem, daß die Mittelschule einem dringenden Bedürfnis abhelfen würde. Davon gaben auch die schon jetzt sehr zahlreichen Anmeldungen das beste Zeugnis. Eine rege Aussprache schloß sich an die Ausführungen an.
Nach einigen geschäftlichen Mitteilungen über die Entlassungsfeiern in den Schulen usw. schloß der Vorsitzende die Versammlung und erinnerte in zu Herzen gehenden Worten an die ereignisreichen Zetten in denen wir eben leben, und gab dabei der Hoffnung Ausdruck, daß alle Lehrer in der Heimat und an der Front in voller Einsatzbereitschaft ihren Mann stellen werden. Mit dem Gruß an den Führer fand die Tagung ihr Ende. *
Strafkammer Gießen.
Der Fr. Wilh. H. aus Gießen ist der Wehrpflichtentziehung beschuldigt. Er hatte irn Jahre 1936 als Wehrpflichtiger vor der Erfüllung der aktiven Dienstpflicht, ohne Erlaubnis das deutsche Reichsgebiet verlassen, um sich der Erfüllung der Wehrpflicht zu entziehen und ist in die französische Fremdenlegion eingetreten. Der Angeklagte wurde entsprechend dem Antrag des Staatsanwalts in Abwesenheit zu einer Gesang n i s st r « f e v o n fünf Iah ren verurteilt und ihm die^Fahigkett^
Volksschädling zum Tode verurteilt.
Lpd. Mainz, 27. Februar. Im Oktober v. I. hatte der 40jährige Josef Li l l aus Rüdes- heim nachts in Kostheim ein Wasserhäuschen auf- gebrochen und für etwa 40 RM. Zigarren und Zigaretten gestohlen. Die 2. Strafkammer in Mainz verurteilte am Montag den schon 14 mal vorbestraften Täter als gefährlichen Gewohnheitsverbrecher wegen Einbruchsdiebstahl im wiederholten Rückfall, begangen unter Ausnutzung der zur Ab- wehr von Flieaergefahr getroffenen Maßnahmen in einem befonoers schweren Fall — Verbrechen nach §§ 242, 243,2, 244, 20a StGB, in Verbindung mit § 2 der Verordnung gegen Voltsschädlinge vorn 5. September 1939 — zum Tode und zur Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf Lebenszeit.
G. A.-Gport.
Zußball-Kriegsmeisterschasten mit Auf- und Abstieo.
Das Fachamt Fußball im NSRL. hat entschieden, daß die Kriegsmeisterschaften in den einzelnen Sportbereichen mit Auf- und Abstieg ausgetragen werden. Diese Bestimmung hat für alle Spielklassen Geltung. m ...
Für die Bereichsklasse, die frühere Oauliga, ist der Abstieg wie folgt geregelt worden: Bet einer aus zehn Vereinen gebildeten Staffeln steigen zwei Vereine ab; bei zwei Staffeln zu je sieben Vereinen steigen in jeder Staffel zwei Vereine ab; bei zwei Staffeln zu je sechs Vereinen steigt in jeder Staffel ein
Frankfurt a. M., 28. Febr. (Dorbericht.) Der Hauptmarkt für Kälber und Schweine und Neben- markt für Hämmel und Schafe wies eine befriedigende Beschickung auf. Das gesamte Vieh wurde zu etwa folgenden Preisen zugeteilt: Kälber 25 bis Monate Untersuchungshaft, verurteilt. Die aus dem 65 RM., Hämmel 30' biej 51, Schafe 25 bis 44, Urteil des Amtsgerichts Paderborn verbüßte Straf- Schweine 49,5 bis 55,5 RM. ___


