Ausgabe 
27.12.1940
 
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der zersetzenden Kräfte unter Englands Führung zu machen und dadurch den Faschismus einzukesseln. Der Fehlschlag dieser Niederhaltungs- und Zerstö- runaspolitik Edens führte darauf zu den kläglichen Versuchen, das neue Deutschland einzu- kreisen, und zwar nach dem Muster der Jahre 1914. Ein Besuch Edens in Moskau verlief ergeb­nislos. Die Folgen zeigten sich im deutsch-russischen Augustoertraa des Vorjahres, der die englische Ein- kreisung zersprengte.

Edens Auhenministerherrlichkeit war am 20. Fe­bruar 1938, dem Tage der gewaltigen Reichstags­rede des Führers, vorbei. Eden hatte sich damals im Kabinett für schroffe Maßnahmen gegen Italien eingesetzt und war abgewiesen worden. Seine Un- terhausrede endete mit einem Mißerfolg. IRr an­derthalb Jahre war Eden ein politisch toter Mann, der aber hinter den Kulissen mit Churchill, Duff Cooper zusammen gegen Deutschland um so eifriger hetzte. Als der von ihm geschürte Krieg ausbrach, wurde er sofort als Domi-nionministerin die Regierung ausgenommen, aber erst Churchills Ministerpräsidentschaft gab ihm das Amt eines

Kriegsmini st er s. Eden, obgleich erst 43 Jahre alt, gehört nicht zur Gruppe der Jungen, sondern der Verkalkten, die mit den abgebrauchtesten Mitteln versuchten, das neue Deutschland niederzuhalten. Seine penetrante Deutschfeindlichkeit ist oft vom Führer, so in dessen Saarbrücker Rede, bloßgestellt worden. Der Führer warnte England, diese Kriegs­hetzer jemals wieder aufkommen zu lassen. Sie sind jetzt wieder arriviert, aber nur, um ihr plutokratl- sches Ideal in Scherben geschlagen zu sehen. E. S. OueenMary^alsTruppentransporter

Berlin, 23. Dez. (DRV.) Es wird gemeldet, daß der 81 253 BRT. große CunarddampferQueen Mary", welcher bei Kriegsausbruch nach Reuyork flüchtete und dort lange Monate aufaelegt war, jetzt Truppentransporte zwischen Australien, Bombay undAegypten ausführt. Sein Fas- svngsvermögen als Truppentransporter soll 6000 Soldaten betragen. Das Schiff ist für seine jetzige Verwendung umgebaut und mit Tarnanstrich versehen worden. Seine Bewaffnung besteht nur aus einigen 15-cm-Geschützen.

Die deutschen Wehrmachtsberichte.

Der Wehrmachwericht vom Dienstag.

Berlin, 24.Dez. (DRB.^ Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Bel einem Borstoh von Schnellbooten an die englische Ostküste am 23.12. versenkte das Aührerboot einen britischen Tanker von 10 000 BRT. und einen Arachtdampfer von 6000 BRT. Dieser Erfolg wurde trotz der starken Sicherung der feindlichen SKiffe durch sechs britische Zerstörer erzielt. Zwischen unseren Schnellbooten und den Zerstörern kam es zu einem kurzen Rah- gefecht. Alle Schnellboote kehrten unversehrt in ihre Stützpunkte zurück. Lin Unterseeboot versenkte 25 500 RBT> feindlichen Handelsschiffsraumes.

Am 23. 12. griffen schwere Kampfflugzeuge Schiffsansammtungen in Loch Linnhe an der Westküste Schottlands mit Erfolg an. Ein Han­delsschiff von 12 000 BRT. erhielt zwei Volltreffer mittleren Kalibers, zwei weitere große Handels- schiffe.wurden mit je einer Bombe mittleren Kali­bers getroffen, vier andere Handelsschiffe wurden durch Bomben in ihrer unmittelbaren Rähe be­schädigt. 3m Zuge bewaffneter Aufklärung wurden mehrere Llsenbahnzüge mit Maschinenge­wehren angegriffen. Bei einem Angriff auf Great- Yarmouth konnte ein Treffer in einer wichtigen An- läge beobachtet werden. 3n der Rächt zum 24.12. griffen stärkere Verbände der Luftwaffe wiederum Manche st er und London erfolgreich an. 3n London und insbesondere in Manchester entstanden mehrere große und viele kleinere Brände.

Einige britische Kampfflugzeuge warfen In der Rächt zum 24.12. wieder Spreng- und Brandbom­ben in den südwestlichen Grenzgebieten, sie erzielten aber nur geringen Gebäudeschaden. 3n. der Rächt zum 23.12. wurden zwei britische Flugzeuge im Luftkampf abgeschossen. Ein eigenes Flugzeug kehrte nicht zurück.

Der Wehrmachwericht vom Mittwoch.

Berlin, 25. Dez. (DRB.) Das OKw. gibt be­kannt:

Bei der Unternehmung am 23. 12. versenkten deutsche Schnellboote außer den bereits gemeldeten zwei Schiffen noch einen dritten feindlichen Dampfer von 2500 BRT. Rach den Angriffen star­ker Kampffliegerverbände in der Rächt zum 24. De­zember auf Manchester, die sich bei guter Sicht und weithin leuchtendem Feuerschein wieder sehr wir­kungsvoll gestalteten, hat die deutsche Luftwaffe a m 2 4. und in der Rächt zum 25. 12. keine Angriffshandlungen unternommen. Auch der Feind griff deutsches Reichsgebiet nicht an.

0er Wehrmachtbericht

vom 26. Dezember 1940.

Berlin, 26. Dez. (DRB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: 3n der Rächt zum 25. 12. und am 25. 12. keine besonderen Ereignisse.

Kreuzer von italienischem Moot versenkt.

Rom, 26. Dez. (DRB.) Der italienische Dehr- machtbericht vom 26. 12. hat folgenden Wortlaut:

3m Grenzgebiet der Eyrenaika lebhafte Artil- terieduelle. um Barbia. Ein Angriff auf eine un­serer Feldwachen in der Wüste wurde abgeschlagen. 3n der Rächt vom 24. auf den 25. Dezember sowie am 25. Dezember wurde ein vorgeschobener feind­licher Stützpunkt ausgiebig mit Bomben belegt Ein Kriegsschiff wurde getroffen. Außerdem wurden im Süden der Eyrenaika kleinere motorisierte Abtei­lungen wirksam mit Bomben belegt

An der griechischen Front haben wir an verschiedenen Stellen Angriffe zurückgewiesen und dabei dem Feind empfindliche Verluste beigebracht sowie Gefangene gemacht. Einige Bomberformatio- nen haben feindliche Flottenstützpunkte und Hafen­anlagen getroffen, die im Zusammenhang mit den im Gang befindlichen Operationen interessieren. Während des gestern gemeldeten feindlichen An-

3n Ostafrlka wurde an der Sudangrenze eine feindliche Abteilung, die sich unseren vorgescho­benen Stellungen zu nähern versuchte, abgewiesen. llnveränderteLageinRordasrila.

Der italienische Bericht vom Mittwoch.

Rom, 25. Dez. (DRB.) Der italienische Wehr- machtberichl vom 25. Dezember hat folgenden Wort­laut:

3m Grenzgebiet der Eyrenaika ist die Lage unverändert. Unsere Luftverbände haben ihre Bomben- und MG.-Angrlffe gegen feindliche Kraft­wagenverbände fortgesetzt. Die vorgeschobenen feind­lichen Stützpunkte wurden erneut intensiv bombar­diert. 3n einem feindlichen Flugstützpunkt sind Ex­plosionen und Brände festgestelll worden. 3n T r l -

_ Dr. Goebbels bei der Weihnachtsfeier einer Berliner Mbaüttie.

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Eine der vielen Flakbatterien, die rund um Berlin stationiert sind, bekamen am Weihnachtsabend den Besuch von Reichsrntnister Dr. Goebbels. Zu den reichlichey_Gaben, die es an diesem Abend gab, gesellten sich noch Darbietungen fröhlicher Art. Wie die Aufnahme zeigt, fanden die Vortrage auch den Beifall des Ministers und der weiter noch anwesenden Persönlichkeiten. Links neben dem knister der Generaloberst Weise, ganz rechts Ministerialdirigent hinket (Scherl-Bilderdienst-M.)

polUanlen hat der Feind die Stadt und den Hafen von-Tripolis bombardiert und einigen Scha­den verursacht.

An der griechischen Front behindert schlechtes Wetter die Operationen. Feindliche An­griffsversuche wurden abgewiesen. Einer unserer 3agdverbände, der sich auf einem SchuhpalrouiÜMM flug befand, hat einen feindlichen Einflug ayW Iona kräftig abgewehrt, wobei er einige BlenHWH Flugzeuge, die dem Kampf auswichen, mit MG.- Feuer beschoß und verfolgte.

3n Ostafrika zwang ein am 23. 12. von be­waffneten Kraftwagen angegriffener Aufklärungs­verband diese zum Rückzug und fügte dem Feind Verluste bei.

Am gestrigen Tage hat ein feindliches Flugzeug gegen 12.20 Uhr Reapel und .Umgebung über­flogen und dabei einige Brandbomben sowie die üblichen Flugzettel abgeworfen.

Das JUffertreuj für Vernichtungs­angriff auf englisches Motorenwerk.

Berlin. 26. Dej. (DBB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe, das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes dem Hauptmann Duerbeck, Staffelkapitän in einem Lehrgeschwa­der. Hauptmann Duerbeck hat seine Staffel auf vie­len schwierigen Einsätzen In Rorwegen, Holland, Frankreich und England zu hervorragenden Erfol­gen geführt, die feinem rücksichtslosen persönlichen Einsatz, seinem taktischen Verständnis und der aus­gezeichneten Schulung, die er seinen Besatzungen hatte zuteil werden lassen, zu danken sind. Die Krönung seiner bisherigen Erfolgskelte war ein mit besonderem Geschick durchgeführter Einzel- vernichtungsangrlffaufein wichtiges Motorenwerk. 3n kühnem Angriff gelang es ihm, die größte Halle des Werkes mit mehreren

Bomben schweren Kalibers zu treffen und dar Werk damit nachhaltig lahmzulegen.

Ärschall Görings Geschenk inder gefallener Flieger. Dez. (DRB.) Reichsmarschall Göring ndern der Gefallenen seiner Flug.

zu Weihnachten Sparkassen« ;n Betrag von je 1000 RM. Den Kin. ;s persönliche Geschenk des Reichs« marschalls durch sein Stabsamt über die jeweils zuständigen Luftkommandos überreicht. Lieber Betrag und Zinsen können sie nach Vollendung des 21. Lebensjahres frei verfügen. Wenn das Geld früher benötigt wird, z. B. bei der Aussteuer, kann hierzu die Genehmigung eingeholt werden. Die Spar« lassenbücher sind der besonderen Bedeutung des Geschenkes entsprechend würdig ausgestattet worden. In einem einleitenden Führerwort wird des Opfer« mutes der deutschen Soldaten gedacht. Jedes Buch tragt eine Widmungg des Reichsmarschalls, der er als schönste und heiligste Verpflichtung onsieht, für die Zukunft der Kinder seiner gefallenen Flieger« kameraden zu sorgen.

Das Kriegsverdienstkreuz an Mitglieder der Handelsmarine. Berlin, 24. Dez. (DRB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat Kapi­täne und Besatzunasmitglieder ver­schied e n e r H a n d e l s sch i ff e in Anerkennung hervorragender Verdienste auf. Vorschlag des Ober­befehlshabers der Kriegsmarine durch Verleihung! des Kriegsoerdienstkreuzes 2. Klasse mit Schwer­tern ausgezeichnet. Jeder Kapitän erhielt für seini Schiff ein Bilddes Führers mit eigenhändi­ger Widmung. Auch Reichsmarschall Göring ließt den Kapitänen sein Bild mit eigenhändiger Unter­schrift überreichen. Aus naheliegenden Gründeiu können vorläufig weder Namen der Schiffe noch der' Kapitäne und Besatzungsmitglieder der Oeffentlich- lichkeit bekanntgegeben werden. Ihre Taten wer­den jedoch unvergessen bleiben. Einer späteren (&* schichtsschreibun-g bleibt es vorbehalten, ihre Der«' dienste entsprechend zu würdigen.

griffs auf Balona Hal die Marineflak ein feindliches Flugzeug abgeschossen.

3n Ostafrika an der Subanfront Palroulllen- nnd Fliegerlätigkeil. Feindliche Zeltlager und Marschkolonnen wurden mit Sprengbomben und MG.-Feuer angegriffen. Eines unserer Flugzeuge Ist nicht zurückgekehrt

Das U-BootSerpente unter dem Befehl von Oberleutnant z. S. Antonio Dolta Hal In der Rächt vom 20. auf 21. Dezember im zentralen Mit­telmeer eine feindliche Schiffsformation angegrif­fen. Dabei wurden gegen einen leichten Kreu­zer zwei Torpedos abgeschossen und der Kreuzer, wie durch Luftaufklärung festgestellt wurde, ver­senkt Das U-Boot o c e n i g o unter dem Befehl von Korvettenkapitän Alberto Agostinl hat im Atlantischen Ozean zwei große Dampfer durch Geschützfeuer versenkt und einen dritten durch einen Torpedo getroffen.

Der italienische Bericht vom Dienstag.

Rom, 24.Dez. (DRB.) Der italienische Wehr­machtbericht vom Dienstag hat folgenden Wortlaut:

3m Grenzgebiet der Eyrenaika haben unsere Artillerien Panzerkrastwagen und feindliche Tanks, die sich unseren Stellungen genähert hatten, unter Feuer genommen. Unsere Bombenflugzeuge haben eine außerordentlich gut gelungene Aktion gegen Kraftfahrzeuge und gegen eine vorgeschobene feind­liche Stellung durchgeführt 3m Luftkampf haben unsere 3agdflugzeuge zwei hurricanes abgeschossen. Lines unserer Flugzeuge ist von einem Erkundung»- flug nicht zurückgekehrt

Das Torpedoflugboot, das einen englischen Hilfskreuzer wie bereits im gestrigen Hee­resbericht gemeldet versenkt hat, hatte als Be­obachter den Oberleutnant zur See Steiler und als Flugzeugführer den Fliegeroberleutnant Galimbert

An der griechischen Front find einige An­griffe des Feindes zurückgeschlagen worden, dem starke Verluste zugefügt wurden. 3m Verlauf von bewaffneten Aufklärungen wurden Gefangene ge­macht und Maschinengewehre sowie eine Anzahl von Gewehren erbeutet. Besonders zeichnete sich von neuem die Gebirgsdivision Julia aus.

Rudolf Heß sprach am Weihnachtsabend zum deutschen Volk und seinen Soldaten.

RudoisHeß in einem Fliegerhorst in Frankreich.

Paris, 26. Dez. (DNB.> Einen deutschen Flie- verhörst im besetzten französischen Gebiet wählte sich der Stellvertreter des Führers, Reichsminister Rudolf Heß, zur Feier der Kriegsweihnachten aus, um hier seine gewohnte Ansprache zu halten. Nach der Ansprache fanden gemeinsame Weihnachts­stunden mit den im Ort stationierten Kampf­fliegern statt. In den Sälen waren große Weihnachtsbäurne mit brennenden Kerzen aufgestellt. Die Reichskriegsflagge und Bilder des Führers und des Reichsmarschalls bildeten den eindrucksvollen Schmuck der Wände. Musikkapellen, der Gesang von Weihnachtsliedern und gegenseitige Geschenke der Fliegerkameraden sorgten für die richtige Weih­nachtsstimmung. Rudolf Heß ging von Tischreihe zu Tischreihe, ließ sich die Erlebnisse der jungen deutschen Kampfflieger auf ihren Englandflügen er­zählen und besprach auch persönliche Angelegen­heiten. Der Fliegerhorst überreichte dem Stellver­treter des Führers durch seinen Weihnachtsmann eine Erinnerungsgabe an den gemeinsam verbrach­ten Weihnachtsabend. Der Kommandierende Gene­ral dankte dem Stellvertreter des Führers für sei­nen Besuch und der stellvertretende Kommandeur eines Kampfgeschwaders begrüßte in Rudolf Heß den Weltkriegsteilnehmer, Flieger und Sportflieger nach dein Kriege. Rudolf Heß sagte in seiner Ant­wort, er habe sich keine andere Weihnachtsfeier ge­wünscht und auch keine schöner sich vorstellen kön­nen als die zwischen deutschen Kampffliegern.

Die Weihnachtsansprache.

Zur zweiten Kriegsweihnacht ist das deutsche Volk um einen Lichterbaum geschart. In die harte und ernste Zeit des Krieges tritt der Zauber der heiligen Nacht, der Nacht der Sonnwende, der Nacht Yes jungen Lebens, der Nacht der Kinder. Es sind die Stunden der engen Verbundenheit mit der All­macht über uns. Und es sind zugleich Stunden einer

tiefen gemütvollen Verbundenheit der Deutschen untereinander. Aus der Gemeinschaft unserer Her­zen heraus geht unser Gedenken zu den Millionen deutscher Soldaten, die im weiten Europa und auf den Meeren ihren Dienst tun auch in dieser Nacht. Meine Stimme, die eine kurze Zeitspanne.langdie Stimme des weihnachtlichen Deutschlands sein darf, sie grüßt Euch an den Küsten vom Nordkap bis zur Biskaya, im besetzten französischen Gebiet, in Belgien, in Holland, sie grüßt Euch in Dänemark und auch im Generalgouvernement. Auch zu Euch bringe ich die Grüße der Heimat, die Ihr mit den Lehrhivisionen in Rumänien steht und für Deutsch­lands Sicherhejt am Balkan Eure Pflicht tut. Und Eurer gedenkt die Heimat, Männer der Kriegs­marine und der Handelsflotte. Zu Euch allen dringt mein Ruf, die Ihr unter Waffen steht für Deutsch­land. Wir sehen Euch im Geiste vor uns, die Ihr zgsammengerückt seid um das kleine Bäumchen aus den Feldpostpäckchen oder gar um eine geschmückte Tanne im Lichterglanz, in den Quartieren im frem­den Lande, im engen U-Boot, auf den Feldflug­häfen, in einsamen Küstenstellungen. Es duftet nach der Heimat, nach Tannennadeln, nach Kerzenlicht. Eine Zither, eine Mundharmonika, ein kleines Or­chester oder das Radio spielen Euch weihnachtliche Lieder. Die Gedanken wandern durch Raum und Zeit nach Hause zu Frauen und Kindern, zu Ettern und Bräuten. Sie wandern zurück in das Glück der Kindheit. Sie wandern voraus zu Sieg und Frie. den.

Im vergangenen Jahr sprach ich um diese Stunde von einem deutschen Zerstörer, der inzwischen durch seinen Hcldenkampf in Narvik in die Heldenge­schichte deutschen Soldatentums eingegangen ist. Diele der Männer, die damals um mich waren, haben ihr Leben für uns, für Deutschland gegeben. Indem ich ihrer gedenke, rufe ich in unser ehrendes Erinnern all die Kameraden des Heeres, der Kriegs­marine, der Luftwaffe, die starben, damit Deutschland lebt. Und ich gedenke zugleich der sonstigen Angehörigen unseres Volkes, die in der deutschen Heimat und außerhalb der Grenzen im Kriege ihr Leben für Deutschland ließen. Da»

ganze deutsche Volk sendet sein Gedenken de« Frauen und Müttern, den Vätern, den Kindern den Brüdern, den Bräuten, die gerade heute im Trauer und' Schmerz Liebste vermissen, wie da» Schicksal ihnen im Kamps um Deutschlands Groß« abgefordert hat. Ihnen allen sage ich in diese» Stunde: Nur wer vergessen ist, ist wirklich toU Deutschlands Gefallene aber sind nicht vergessein Sie leben in uns und mit uns! Sie Mw Vorbild und Beispiel, ^ie begleiten unfern Kämpfer, als wären sie neben ihnen. Und sie roey* den mit uns am Tage des Sieges und des ^yru" dens. fein, als gingen sie neben uns im gleichem Schritt und Tritt.

Keiner von uns vermag zu sagen, daß er scho" jetzt das ganze Ausmaß und die ganze Bedeutung des Sieges im Westen zu erfassen vermöchte. Abm wir haben die Ueberzeugung, daß dieser Sieg sB zum Segen für Europa auswirken und vielleicht! wirklichen Frieden der Welt bringen wird. 3 einem einzigen Jahr schon hat sich das Gesicht ropas gewandelt. Es ist wie ein Erwachen dum unseren Kontinent gegangen. Diele seiner Dölkeik haben sich bereits aus ihren plutokratischen Ketten befreit. Die Macht des Goldes ist gebrochen. kontinentale Schwert Englands in Europa, grana» reich, steht England nicht mehr zur Verfügung Europas Küsten vom hohen Norden bis an Sp«' niens Grenze sind fest in deutscher Hand. Ein neue» Panzer der Sicherheit: Ein neuer Westwall ubts Tausende von Kilometern ist entstanden!

Wir alle wissen und vor allem der Gegner weil es, daß Deutschland im Einsatz für diesen Kamp auch heute nvck) nicht auf dem Höhepunkt fein» Kraft angelangt ist. Immer größer wird die Z 0 der U-Boote, die Monat um Monat neu_» Dienst gestellt werden.. Immer größer wird W Zahl an Flugzeugen, die unsere FlugwoW gegen die militärischen und wirtschaftlichen Großbritanniens einsetzt. Und daß auch uni< Heer die Zeit, die ihm bis zum Losbrechen em« neuen Angriffs noch bleibt, nicht verschläft, dav ' ist die Welt seit dem Mai dieses Jahres überE gleichgültig ob sich zwijchen rmfersn