Ausgabe 
27.11.1940
 
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Die Vogelfütterung im Kriegswinter

Man reicht es deshalb zweckmäßig cm der Futter- ' und ff pH» im (vMiaartirton nh»r nm Offf» ck,,ii-v. nom

Aus der engeren Heimat

Nächtliche Schießerei.

^e. 1. Äugend der Blaurveißen betritt am Som»

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tQ5 em Bannmeisterschafts spiel gegen VfB.-R. ifeier gewann, wie erwartet, mit 3:1 Toren. Gleich doitt irf M Mtttelanstoß an bedrängten die Blcrmveißen bc= W n

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Dem Reichstierfchutzbund ist für den Bedarf ! Tierschutzvereine vom Reichsbcruernführer die Liefe­rung von Do-gelfutter (Hanf, Sonnenblumenkerne und Mischfutter) zugesagt worden. Diese Futter­zuteilung bst einmalig und wird den Verbrauchern über den Handel zugeleitet.

stelle im Haus-garten oder am Fenster. Alle Futter­stellen sollen nicht zu hock; angebracht werden.

Es ift des Führers besonderer Wunsch, daß dem Vogebschuß auf dem Lande durch Anlegen bzw. Er­haltung natürlicher Hecken und Sträucher weitgehende Beachtung geschenkt wird. Insbesondere hat der Führer den Reichsbauernführer bitten lassen, daß bei Umlegungsverfahren, Flurbereinigung, Neubil­dung deutschen Bauerntums usw. keine unnötige Abholzung stattfindet. sondern im Interesse des Vogelschutzes und Landschaf tsbvldes Bäume, Sträu­cher und Hecken erhalten werden.

Es ist ein Gebot für jeden Deutschen, diesen Wunsch des Führers erfüllen zu helfen und den Vogelschutz auch durch vernünftige Dogelfütterung zu fordern.

Mann hatte am 6. August beim Hausieren in Hel­denbergen allerlei üble hetzerische Reoensarten ae- braucht, die geeignet waren, den Widerstands-w.llen der Volksgemeinschaft zu beeinträchtigen. Der An­geklagte gab einige der beanstandeten Aeußerunaen <ui, behauptete jedoch, er habe die ihm unterstellte Absicht der Schwächung des deutschen Widerstands­willens nicht gehabt. Der Anklagevertreter betonte, die von dem Angeklagten verbreiteten Gerüchte feien geeignet, die Widerstandskraft unseres Volkes zu lähmen. Durch solche Schwätzerei-en würden die Staatsinteressen in schwerster Welse geschädigt. Der Angeklagte wurde wegen Vergehens gegen das Heimtückegesetz vom 20. Dezember 1934 zu einer Gefängnis st rafe von einem Jahr und sechs Monaten unter Anrechnung von zwei Monaten Untersuchungshaft verurteilt. In der Ur-

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fangens aus der ersten Marneschlacht, löst sich vom rechten Flügel.

Oberleutnant Golling!"

,^Hier!" Dr. Golling, bayerischer schwerer Reiter, ebenfalls schon seit September vierzehn gefangen, schwer verwundet, obwohl er es als Arzt nicht nötig gehabt hätte, mit der Nase so weit vorneweg zu sein.

Leutnant Solterbeck!"

freigesprochen. Das Gericht sah als erwiesen an, daß der Motorradfahrer falsch gefahren sei und den Unfall selbst verschuldet habe.

Strafkammer VNetzen.

Ein Mann in Gießen hatte einen Strafbefehl über 20 RM. erhalten. Er war beschuldiat, am 19. Ium abends seinen Arbcitsraum beleulytet zu haben, ohne die Fenster nach außen zu verdunkeln, so daß der Lichtschein weithin sichtbar war. Der Ange­klagte war wegen der gleichen Übertretung bereits einmal gebührenpflichtig verwarnt und einmal be­straft worden. Gegen den Strafbefehl legte er Ein­spruch ein. 9n Der Hauvtve rha ndlung vor dem Amtsgericht Gießen am 16. August wurde der An­geklagte zu einer Geldstrafe von 20 RM. verurteilt. Degen dieses Urteil legte er Berufung ein. Er be­hauptete, sein Lager sei von einer Autvlampe an­gestrahlt worden, was er durch eine Reche von Zeugen beweisen wollte. Das Gericht nahm an Ort und Stelle Augenschein ein. Dem Antrag des An­klagevertreters entsprechend wurde die Berufung verworfen.

Gondergericht in Gießen.

Am gestrigen Dienstag vevhandeUe das Sonder­gericht in Gießen. Die erste Anklage-fache richtete sich gegen den aus der Untersuchungshaft vorge- führten Karl Griesheimer aus Hanau. Der

Tor des Gegners, jedoch ohne Erfolg. Erst nati einer Viertelstunde gelang dem Linksaußen dmb I Nachsetzen das 1. Tor für 1900 Kurz darauf das Ausgleichstor für DfB.-R. Nach der HMM übernahmen die Blauweißen das Kommando unii erzielten noch zwei weitere Tore.

1-, Sportdienst-grupve spielte in einem Freund* schaftssprel gegen die gleiche von Lollar unb ge­wann mit 4:1 Toren.

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ist Leben in dem langen Kasernenraum um Viktor Gienant. Die Gefangenen beschäftigen sich, so gut sie es können: sie spielen Karten, Schach, Halma, sie lesen ein Buch, einen Brief, der beim lappeU, mit dem Visum der Zensur versehen, aus- gehändigt worden ist, sie unterhalten sich, basteln, kramen herum oder hocken untätig und rauchen Tabak. Aus der Nebenstube klingt eine Geige her­über.

Jawohl, sie geben sich genau so wie wirkliche Menschen. Sie sind ja aus Fleisch und Blut rote d/ese auch, sie essen, trinken, plaudern, lachen, fluchen, sitzen, stehen, gehen. Und doch haftet ihnen und ihrem Leben irgend etwas Schattenhaftes an. Sie agieren wie in einem dickwandigen luftarmen Glasbehälter. Sie können tun, was sie wollen am wirklichen Leben, das jenseits des Stacheldrahtes pulst, nehmen sie nicht teil. Sie führen ein Schein­leben. Löwen, Tiger und Panther rennen Tag um Tag an den Gitterstäben ihres Käfigs hin und her. Wissen sie, was ihnen fehlt? Nein, sie denken nicht. Aber die Gitterstäbe stören sie, sie möchten sie fort- haben, das merkt man ihnen deutlich an, wenn sie mit ihren feuchten Augen einen ansehen und doch durch einen hindurchsehen in die dumpf geahnte Freiheit hinein. Der Kriegsgefangene denkt. Seine Gedanken sind erfüllt von dem tätigen Leben jen­seits des Stacheldrahtes. Was ihn in seinem sche­menhaften Dasein allein wirklich fruchtbar bewegt, das ist der Gedanke: Wie kann ich mein Gitter zerbrechen? Fluchtgedanken das einzig Lebendige, Fruchtbare im Kriegsgefangenen.

Die Stubenkameraden haben je nach ihrer Ari ein paar Worte an Viktor gerichtet, meist derb scherzhafte, das wirkliche Gefühl zeigt man nicht, es ist auch etwas abgestumpft worden mit der Zeit. Letzten Endes ist auch Viktors Fieber keine Sache, um die man große Worte zu machen braucht.

Golling, der Arzt und schwere Reiter, hat sich zu ihm aufs Bett gesetzt. Er ist Psychiater und könnte als solcher keinen sprechenderen Kopf haben. Er trägt einen dunklen lockeren Bart und eine Haar­strähne liegt ihm in die bleiche hohe Stirn hinein. Die dunklen Augen sehen durch eine goldumrandete Brille. Don seiner Verwundung hat er ein Nerven- Zucken zurückbehalten, das die ganze eine Gesichts- hälfte überläuft. Die Vorsehung hat ihn wohl mit

Konzert blinder Künstler.

Liederabend.

Wir hatten in Gießen schon oft Gelegenheit, blinde Künstler in Konzerten zu hören. Und immer wieder war Die seltene Hingabe zu bewundert, mit der Die AusübenDen sich ihrer Aufgabe miDmeten. Es zeugt Dies von einem Innenleben stärkster Art.

Das gestern abend gehörte Konzert in Der Aula Der Universität beDeutete einen Höhepunkt. Zwei begnaDete Künstler, Deren Können jeDer Kritik ftand- hält, erfreuten unD erhoben Die zahlreichen Hörer, Die Die Aula Der Universität fast ganz füllten. Dte, Folge enthielt LieDer von Schubert, Beechooen, Brahms, Wolf, Kienzl, VerDi, Loewe unD Kann, in seiner Vielseitigkeit also ein Prüfstein für jeDen Sänger.

Gustel Schön (Alt) aus HeiDelberg besitzt schon von Natur aus eine warme Altstimme von voll- gesättigtem Klang, Die Durch gute Schulung in allen Lagen gleich ausgiebig ansprtcht unD sich bis in Die Höhen Des Soprans ungezwungen hineinspannt. Die abgeDunkelte Sprache kommt Dem Klang Der Stimme noch zustatten. Gleich in den Liedern der Mignon von Schubert kamen diese Vorzüge zur vollen Geltung, wobei bei derSehnsucht^ eine ausgezeichnete Atemtechnik in Erscheinung trat. Wer Brahms so hingegeben singt, der kann viel. Daß Gustel Schön auch über den dramatischen Akzent verfügt, zeigte die in dem stimmlichen Umfang be­sondere Anforderungen stellende Arie von Verdi. Reichster Beifall wurde der Künstlerin zuteil.

Erstrangig ist auch Hans Kohl (Mannheim). Ein selten klarer Bariton erfreut durch lockeren und guten Tonansatz, unterstützt durch eine vorbildlich gepflegte Sprache. Die von ihm gesungenen Lieder wurden ihrem Inhalt gemäß stilgerecht erfaßt. So die zwei Beethoven-Lieder eindrucksvoll, ohne falsche Sentimentalität. Wolf wird man selten so gut hören.Der Tambour" war ein Kabinettstück. Erschütternd in seiner außerordentlichen Gestaltung Der seltene Beter" von Loewe. Besonderes Lob verdient die Ausnützung der dynamischen Möglich­keiten. Die ZugabeHeinrich der Vogler" zeigte noch einmal alle Vorzüge des Künstlers, Der mit starkem Beifall geehrt wurde.

Ina Reinhold-Schaus (Mannheim) war eine sichere und anschmiegende Bealeiterin, die viel zum guten Gelingen beitrug. Heinrich Blaß.

Gießener Gcklachtviehmarkt. \

Auf dem gestrigen Gießener Schlachtviehmarkt (Schlachtviehverteilungsmarkt) in der Diehverstelge- rungsbaUe Rhein-Main kosteten: Ochsen 41,5 bis 45,5, Bullen 43,5 bis 48,5, Kühe 17 bis 43,5, Fär­sen 35 bis 44,5, Kälber 40 bis 57, Hämmel 28 b*5 40 Rpf. je Vs kg Lebendgewicht, Ziegen 15 bis 5<j RM. pro Stück. Für Schweine wurden je kg Lebendgewicht folgende Preise erzielt: Klaffe a (150 kg unb mehr) 1,14, bl (135 bis 149,5 kg) 1,14, b2 (120 bis 134,5 kg) 1,12, c (100 bis 119,5 kg) 1,08, d (80 bis 99,5 kg) 1,02, ef (unter 80 kg) 0,98, gl (fette Specksauen) 1,14, i (Altschneider) 1,12, g2 (andere Sauen) 1,02, h (Eber) 1,02 RM. Marktverkauf: Auftrieb gut, alles zugeteilt.

** Obst- und Gemüsekonserven für Zuckerkranke werden im Verlaufe der Winter­monate ausgegeben, lieber die Berechtigung zum Bezug dieser Sonderzuweisungen muß der behan­delnde Arzt bis spätestens 1. Dezember 1940 eine Bescheinigung ausstellen, die dem zuständigen Er­nährungsamt als Unterlage für Die Belieferung Der Zuckerkranken Dient.

** B e i Der Arbeit verunglückt. An seiner Arbeitsstelle in Saasen verunglückte gestern Der beim Elektrizitätswerk Gießen beschäftigte Elek­triker Georg Bernhard von hier. Der bedau­ernswerte Mann mußte von der Bereitschaft Gießen des Deutschen Roten Kreuzes nach der Chirurgischen Klinik verbracht werden, wo er mit einem Unter schenkelbruch Darnieberliegt

Amtsgericht Gießen

Ein Mann in Lich hatte einen Strafbefehl über 60 RM. erhalten. Er war beschuldigt, am 8. Mai mit einem Lastkraftwagen, von Der Kirchstraße kommend, zu schnell und nicht vorsichtig genug in Den Marktplatz eingebogen zu fein, wodurch er mit einem Motorradfahrer zusammenstieß und diesen erheblich verletzte. Gegen Den Strafbefehl legte Der Angeklagte Einspruch ein. Der Anklagevertreter be­antragte Die gleiche Strafe wie im Strafbefehl. Der Angeklagte wurde mangels Beweises

,^)ler!" Der weißblonde lange Teutone von der Wasserkante, Reserveoffizier bei Den Pferdejägern, hat überhaupt noch nichts vom Krieg gesehen ge- nau so wenig wie Viktor Gienant. Beide haben sich "if Der Ueberfahrt von Amerika nach Deutschland f dem Schiff kennengelernt, und beide wurden von einem französischen Torpedoboot gegriffen.

Leutnant Gienant!"

Landkreis Giesien

5 Steinbach, 27. Nov. Morgen feiert Frau Lina Magel, geb. Pitz, Witwe Des Karl Magel, in guter Gesundheit ihren 7 0. Geburtstag. Der Jubilarin herzliche Glückwünsche.

cs Weickartshain, 27. Nov. Am heutigen Mittwoch, 27. November, begehen Der LanDwirt Heinrich Hofmann I. und Frau Karoline, geb. Knöß, im Kreise ihrer Familie Das Fest Der gol­denen Hochzeit. Der Jubilar ist 77, die Ju- bllarin 71 Jahre alt. Der älteste Sohn des Ehe- paares war 1917 im Weltkrieg gefallen, es hat jetzt

Nun unternimmt derClub" am Sonntag bei Dritten Anlauf, und seine Aussichten, erneut zur Sieg zu kommen, sind nicht schlecht. Der Dresdns: SC., der im Frühjahr im Endspiel der deutsche Meisterschaft nur 0:1 von Schalke geschlagen rour stellt zwar eine sehr starke Elf ins Feld, die bt Ehrgeiz hat, wenn schon nicht dieDeutsche", bau Den Pokal zu gewinnen, aber Nürnberg kennt Da- Geheimnis, zur rechten Zeit in Der richtigen Form 3u fein, und wenn dieCluderer" voll ausfpiel und ihre in vielen großen Kämpfen erworbene Ga- fahrung in Die Waagschale werfen, dann sind saft unbezwingbar. Den Sieger dieses sechsten Pc kalendfpiels vorauszufagen, rft unmöglich (M und Tagesform werden entscheiden!

Iugendfußball der Sp.-Vg 1900.

Bedacht in Die Gefangenschaft geraten lassen. Ei» olcher Seelenarzt ist für langjährige Gefangene, bi:: alle sind, nicht mit Gold aufzuwiegen. Wer soch ollte die kleinen, sich im Laufe Der Zeit bildende« Komplexe hinwegreden unD Die vielen eingebilte ten Seelendefekte beschwichtigen? Dr. Golling mit seiner unenDlichen GeDuld, seiner Menschengüte unL seinem köstlich langsamen rheinischen Tonfall wa.i 9an3 der Mann Dazu. Er hatte ja auch Zeit genug; sogar beim Sprechen zerdehnte er nach Möglichke» jcDe Silbe zu zweien. Unter Den Den Offizieren zu»' geteilten deutschen Ordonnanzen, den zerschoffenstem. die Der Krieg hinter Den Stacheldraht trieb, befall' Den sich einige, die infolge des ausgeftanDenew Sdjrerfens einen Zungensehler bekommen Hattern. Täglich befaßte sich Dr. Golling einige Stunde» mit ihnen unD brachte ihnen wieder Den gehörige» ^defluß bei.Sprechen Sie mir geDulDig nach: "Paul bezahlte beim Buchbinder Bertas bebildeo tes Bibelbuch ..."

Jetzt sitzt er bei Viktor und fühlt ihm den Pul-, obgleich Das Überflüssig ist.

Na, der Puls is ja in Ordnung. Die Geschichte ts halb so schlimm."

Viktor zerrt ein Lächeln um den Mund, das lief bensmürbig sein soll. Die Unruhe um ihn quält ih» sehr. Mehr als drei Jahre ist er täglich stündli» nut den gleichen Gesichtern beisammen. Man feniU stch gegenseitig in« und auswendig. Man ist eint Familie und ist sich doch überdrüssig. Manchmal haßt man sich gegenseitig. In dieser Stunde W Viktor die Kameraden. Und er haßt auch die Men- schengüte und die allzu nahen und forschender Augen Dr. Gallings.

Haben Sie denn keinen Hunger?"

Nein, danke, Doktor. Auf den Fraß kann 14 verzichten. Nur müde bin ich."

^eht zu seinem Bett am Hoffenster. Vik­tors Bett ist Das zweite vom Meerfenster ab. Dar erste, Das in Der Ecke, hat Jürk Solterbeck inne, Del Pferdejäger. Er hockt Darauf unD liest einen Bries, Den er bekommen hat. An den langen Beinen trägt er ge­waltige gelbe Stiefel, Die bis über die Knie reichem Er fühlt Viktors Augen auf sich gerichtet und sieh! über Den Brief hinweg nach ihm hin:Na, olle» Schichtkieker?"

,Huatschkopp", brummt Viktor mißvergnügt. (Fortsetzung folgt.)

* Königsberg (Kreis Wetzlar), 27. November. Wie am Montag bereits berichtet, mußte ein hie­siger Einwohner namens Wilhelm Peter mit einem Kopfschuß nach Gieße-n in Die Klinik ein« geliefert werben. Bei Dem Vorfall handelt es sich um Die Folgen eines Streits zwischen einem Gastwirt unD einigen Gästen, wobei sich die Aus- einanDerfekung auf Die Straß ' ........

fortsetzte. Als von einigen jui

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teülsbearündung wurDe betont, es habe nicht mit Sickerheit feftgeftellt werden können, daß Der An- acflagte Die Widerstandskraft Des Deutschen Volkes habe schwächen wollen. Deshalb sei die Verurtei­lung auf Grund des Heimtückengesetzes erfolgt.

Der Johannes P e tz in Allendorf (Lumda) war beschuldigt, im Juni bei einer Unterhaltung mit Ortsbewohnern Aeußerunaen getan zu haben, die . Das Ansehen führender Persönlich- iches zu schädigen. Der Angeklagte Vergehens gegen das Heimtückegeietz vorn 20. Dezember 1934 zu vier Monaten Ge­fängnis verurteilt.

noch zwei Kinder und Drei Enkelkinder. Das Jubel- paar besitzt in unserem Dorfe Den größten Erbhof.

Dom Bulldogg totgedrüctt.

* Lauterbach, 26. Nov. Beim SanDfahren aus Der Sandgrube bei Landenhaufen stürzte Der von Dem Bulldoagsahrer Karl Doll aus Angers- oach gezogene Lastzug mit Bulldogg an einer abfcfjüffigen Straßen stelle ab. Dabei fiel Döll unter Die Zugmaschine, wobei Der bedauernswerte Mann auf Der Stelle totae- drückt wurde.

Kreis Dehlar.

* Lützellinden, 27. Nov. Von seinem eige­nen Pferdefuhrwerk überfahren wurde der 51 Jahre alte Landwirt Wilhelm Engel von hier. Mit Rippenbrüchen mußte Der bedauerns­werte Mann nach Gießen in Die Klinik eingeliefert werden.

Gefährlicher Einbrecher festgenommen.

LPD. Mainz, 26. Nov. Einem Eisenbahnbeam­ten waren zwei Männer aufgefallen, Die sich in Der Nähe seines Bahnwärterhäuschens bei Wörrstadt in einem Gebüsch aufhielten. Er stellte die Män­ner unD erkundigte sich nach ihrem Tun. Daraufhin wurde er mit Totschießen oder Totstechen bedroht. Mit Hilfe eines hinzukommenDen Dendersheimer Einwohners gelang es Dem Eisenbahnbeamten, einen der Männer festzuhallen, wobei dieser Das Messer zag und sich zur Wehr setzte. Dem anderen

Es bedarf keiner Frage, Daß wertvolle Sämereien in Der heutigen Zeit für kriegswichtige Zwecke ge­braucht werben. Aus diesem Grunde rft bei Der Vogel'füttorung in diesem Winter äußerste Sparsamkeit am Platze. Das Äömerfutter Darf an den Futterplätzen nur in kleinen Mengen, Die von Den Vögeln auch wirklich verzehrt werden, ge­geben werden. Hanf wird am besten gequetscht ver- abreicht, Da er in diesem Zustand nicht allein zu­träglicher ist, sondern auch lieber genommen wird. Die Abfallkörner und Unfrautfamereien aus Dresch­maschinen und Mühlen sind ein wertvolles Vogel- futter, das restlos dem genannten Zweck zugeführt werden muß.

Für Meifen reicht man Abfälle von Fleisch oder Talg, die Körper Der abgezogenen Pelztiere und Kaninfelle mit der Fleischseite nach außen. Ein Mifchfutter, bestehend aus geriebener Möhre, Zwie­back-, Keks- und Semmelabfällen, getrocknete Amei-

,^)ier!" hätte Gienant beinahe gewohnheits­mäßig hinabgerufen. Er zieht noch rechtzeitig den Kopf zurück und murmelt statt dessen:Fehlanzeige, messieursl

Sr hört, ohne die Worte verstehen zu können, daß Peddinghufen als Gruppenführer eine IDlel» Dung macht. Wahrscheinlich erklärt er. Daß Gienant nach Dem Impfen Fieber bekommen habe und im Bett liege.

Nichtig, Der Kapitän gibt einem Der beiden Ser­geanten einen Auftrag, und Der Mann geht auf den Eingang ins Kasernengebäude zu. Er kommt also herauf, um sich zu überzeugen, daß der Feh­lende auch wirklich im Bett liegt. Viktor hält es für angebracht, sich wieder hinzulegen und ein wenig fieberkrank zu markieren.

Nach einer Minute stapft Der Franzose herein. Er schlägt sogar flüchtig ans Käppi:Ah, voilä, msieur! Un peu malade, Kein! Cest la fiSvre, hein? Oh, $a va, cest allright! UnD verschwindet wieder.

Während feine Schritte noch verhallen, entsteht unten im Hof ein Scharren und Klappern von vielen Füßen. Gleich darauf prasselt es die steile Steintreppe herauf, Die in langen Absätzen den Ka­sernenflügel der Zitadelle in der Mitte durchschnei, det. Der Appell ist zu Ende, Die Offiziere gehen in ihre Zimmer, Die Tür, Die unten in Den Hof fuhrt, wird abgeschlossen. Für die Gefangenen be- ginnt Die Nacht, obgleich es noch heller Tag ist.

je vor der Wirtschaft . . einigen jungen Leuten Steine

gegen das Haus geworfen und damit mehrere Fen- sterscheiben zertrümmert wurden, krachte plötzlich ein S ch u ß aus dem Hause, der den 20 Jahre alten Peter in Den Kopf traf. Der Schuß wurde van einem der.Inhaber Der Gaststätte abgegeben, Der im Verlaufe Der Ermittlungen von Der Gendarmerie verhaftet wurDe. Das Befinden des schwerver­letzten Peter ist Den UmftänDen entsprechend befrie­dige nD.

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Der | fcnpuppen, Beeren usw., wird von Rotkehlchen, Mei- sen, Baumläufern, Zaunkönigen, Staren und allen Droffelarten gern gefressen unD ift sehr bekömmlich. Das Gemisch muß jedoch von feucht-krümeliger Be­schaffenheit und Darf keinesfalls naß fein. Auch in Milch eingeweichte und gut ausgedrückte Semmel Dient derberen Vogelarten außerordentlich. Das Weichfuiter darf niemals gefrieren oder säuern.

Detzt erst kommt Viktor Gienant zu Bewußtsein, daß er ganz allein hier oben liegt. Das Abendessen ist also demnach schon vorbei, und die Gefangenen sind zum Abendappell im Hof angetreten.

®r versucht sich zu erheben. Eigentlich fühlt er sich ganz wohl bis auf eine ungewohnte Verwir­rung, Die sicher Nachwirkung seines Traumes ift. Als er aber auf dem rötlichen Terrakottaboden steht, befällt ihn ein Schwindel. Er muß sich auf das Tischchen stützen, bis das Blut zurückgeebbt ift.

Er geht zum Fenster und sieht in den Hof hin- unter. Der liegt so tief, daß man fast nur Die Mützenteller Der ÄameraDen sehen kann, und er ist f° eng, daß die in zwei Gliedern angetretenen zweihundert Offiziere an beiden Flügeln zum Kar- ree umbiegen muffen. In der Mitte davor hält im gelben Khakianzug Der Kapitän Pesquedou ein alter gutmütiger Knabe, Der schon siebzig mitge- macht hat und im neuen Krieg Kommandant des Straflagers für kriegsgefangene Offiziere in Bastta wurde, um wenigstens etwas für das Vaterland Zu tun. Rechts und links von ihm halten reglos und mit wichtiger Miene zwei Sergeanten, während der Dolmetscher ein wenig seitlich vor ihm von einer Liste Die Namen herunterliest. Jeder aufge- mfene Offizier hat mit einem vernehmlichen Hier! -u antworten und zwei Schritte vorzutreten. Dienst ist Dienst, und Angst ist Angst! Schließlich könnte doch einmal ein mutwilliger Gefangener auf Den wahnsinnigen GeDanken kommen, übers Meer da- vonzuschwimmen, und Der gute alte Pesquedou würde dann das Gnadenbrot entzogen bekommen.

Jetzt ift die Gruppe an der Reihe, der Viktor zugeteitt ist. Je eine Stube bildet eine Gruppe, der Stubenälteste ist gleichzeitig der Gruppenführer, der beim Appell am rechten Flügel seiner Gruppe steht.

Rittmeister Peddinghusen!"

$)ier!" Der kleine Braunschweiger Husar, Ge-

Der Reiz her Pokalkämpfe liegt Darin, daß auch den kleinen und unbekannten Mannfchaf!,, die Möglichkeit aeäen, ihr Können in hellstem n, erstrahlen zu lassen. Wir haben es erlebt, daß m:-, Weiöe cher zweit- und brittflaffige Verein bis in Schlußrunden vordrang und dann erst einem pe> ganzGroßen" unterlag. Wenn sich im Serie j der letzten Jahre die entscheidenden Kämpfe Den Preis Der Reichsfportfuhrers Doch mehr fe weniger nur zwischen Mannschaften abfpielten, bh schon seit Jahr und Tag zur Spitzenklasfe zähi,, und bei Der Vergebung des Meistertitels stets n gewichtiges Wort mitreden, fo beweist das x wie ernst Diese Mannschaften Den Pokalwettbewillj nehmen und daß sie ihm Die gleiche Bedeutung be. messen, wie Der Meisterschaft.

Erfolgreichster Pokalkämpfer war bisher her h« Ditionsreiche 1. FC. Nürnberg, her 1935 und W siegreich blieb und jetzt die Trophäe zum hritiernin gewinnen will. Gelänge bas DemClub", öaim wäre Das in Der Geschichte Des deutschen FußbcF. sporis ein vorerst schwer zu schlagenderRekori' Der sich würdig an die Seite Der sechs heutjdjej Mefftersckaften stellen könnte, Die Nürnberg gewain. Einen Außensettersieg gab es 1937, als Der M Leipzig Die berühmten Schalter mit 2:1 schlug, h gleiche Schalter Els, Die schon im Jahre üorijt gegen denClub" Das erste Pokal-Endspiel oerlc und erst beim dritten Anlauf, 1938 in Köln, PM fieser ubtr Fortuna Düsseldorf wurde. DemClub' VfB. Leipzig und Schalke folgte 1939 Rapid M (3:1 gegen FSV. Frankfurt) als vierter Pok sieter, und im vergangenen Jahr holte sich miete Nürnberg durch ein 2:0 über Waldhof den bea ' ten Preis.

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Mann gelang es, zu entkommen. Der Festgeno^ mene wurde von der Gendarmerie ins Mai,!» Gefängnis eingeliefert. Dort stellte sich heraus, £ man es mit zwei Einbrechern zu tun hatte, Die J ihren Straftaten die Dunkelheit ausnutzten. Geflüchtete ift ein Verbrecher, der schon im Haus saß.

G. A.-Sport.

Club gegen DSC.

6. Tschammerpokal'Endspiel im Olympiastadion.

Im / Berliner Olympiastadion steigt $ kommenden Sonntag Das 6. Endspiel um 2 Fußball-Tschammerpokal. Gegner sino &. traditionsreiche 1. FC. Nürnberg unb sens Meister Dresdner SC.

Als die Reichssportführung im Jahre 1935 ei®. Fußball-Pokalwettbewerb für VereinsmannsciM. Ichuf und der Reichssporiftihrer einen wertvoll! Ehrenpreis stiftete, ging ein lang gehe ater Wm,! des deutschen Fußballsporis in Erfüllung. Dili» Tschammerpokalwettbewerb hat in den weife Jahren seines Bestehens schon die^gleiche Volkslui, lichkeit erlangt, wie die Deutsche Meisterschaft. j $ größte Interesse konzentriert sich natürlich auf Schlußrunden, an Denen die Mannschaften der & reichsklasse und Die Meister Der Bereiche beteil« sind.

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