Mittwoch, 21. November MO
Gietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)
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Um die Erdal-Blechdosen mehrmals verwenden zu können, gibt es nun auch Erdal-Nachfüllpackungen. Diese setzt man einfach in die leere Erdaldose, die sich auf diese Weise lange Zeit verwenden läßt. Deshalb leere Erdaldosen aufbewahren I Qualität undMenge selbstverständlich wie in der Blechdose.
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geglaubt wird. Wer sie ausspricht und den Bluff zu verdächtigen wagt, ist nicht bei Trost oder reif zur Verhaftung. (Saubier beginnt sich m phllosophr. ehe Spekulationen über die Seifenblase, über das Geld, über das Glück und über die Liebe zu stürzen. Renards Einfall ist kein Schwindel, sondern ein nationalökonomisches Meisterwerk — ja noch mehr: eine vaterländische Tat.
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Die zu Beginn des Krieges anpeorbnete allgemeine Hemmung der Verjährungsfristen ist seit dem 3.12.1939 grundsätzlich beendet. Die Verjahrungs- fristen waren nur in der Zeit vom 7.9. bis zum 2.12.1939 auf Grund der Verordnung vom 1.9. und 30.11.1939 (RGBl. I S. 1658,2329) gehemmt. Dies bedeutet, daß der Zeitraum von 87 Tagen m die Verjährungsstisten nicht mit eingerech- n e t wird.
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Dornotizen.
Tageskalender für VUtlwoch.
Stadttheater: 19 bis 21.30 Uhr „Der Barbier von Sevilla". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Eme Nacht im Mai". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: Die lustigen Vagabunden". — Oberhessischer Kunstverein: 17 bis 18 Uhr Ausstellung W. Ämkamp im Foyer des Stadttheaters.
Sladtthealer Gießen.
Am heutigen Mittwoch wird die komische Oper „Der Barbier von Sevilla" von Rossini wiederholt. Musikalische Leitung: Otto Söllner. Spielleitung: Dr. Paul Beckers a. G. Bühnenbild: Karl Löffler.
Gießener Vortragsring.
kaum freundlicher, und ihre zarten Blumen scheinen nicht zu ihnen zu gehören, sondern Schmetterlinge zu sein, die sich auf sie verirrt haben. Unheimlich ist die Lebenskraft der Kakteen; sie trotzen den dorren, den Sandstürmen, und wenn sie niedergebrochen werden, so schlägt ihr Stamm an der Stelle, wo er die Erde berührt, sofort wieder Wurzeln, aus denen sich ein neuer Kaktus emporreckt. Aber trotz ihres starren Aussehens sind die Agaven und Kakteen keineswegs menschenfeindliche Pflanzen, sondern treue Freunde des Mexikaners, dem sie, ähnlich wie die Dattelpalme dem Araber oder die Kokospalme dem Südseeinsulaner, alles bieten, was er zum Sieben braucht. Die Sisal-Agave, „Yucatans grünes Gold" genannt, gibt dem Bewohner ihre Fasern, aus denen er Teppiche und Matten webt, die er an die Amerikaner verkauft zur Anfertigung von Seilen und Stricken. Aus den jungen Blattscherben des Ropal, der auf Mexikos Wappen erscheint, wird ein wohlschmeckendes Gemüse bereitet. Die Frucht der Agave, die in Mexiko Tuna heißt, ist überaus schmackhaft und hat die merkwürdige Eigenschaft, sich immer kühl anzufühlen, selbst wenn sie in der glühenden Wüste gepflückt wird. Dann gibt es den seltsamen Kaktus Peyote, der zu den stärksten Er. regunigsmitteln gehört, jedes Gefühl von Hunger und Durst nimmt und so erstaunlich wirkt, daß die Eingeborenen dieser Pflanze göttliche Ehren erroet. sei. Der' Biznagakaktus birgt ein richtiges Wasser- reservoir, das durch Stacheln so abgeschlossen ist, daß weder ein Vogel noch ein anderes Tier zu dem kostbaren Naß gelangen kann, das schon vielen Wüstenwanderern das Leben gerettet hat. Aus den Blättern der Cebadilla, einer kleinen, giftigen, aschgrauen Agave, gewinnen indianische Heilkünstler ein wirksames Gegengift gegen die Bisse giftiger Schlau- gen und gegen die Stiche der Skorpione. Aber alle diese Pflanzen übertrifft an Bedeutung und Wert die Maguey, eine Pflanze des mexikanischen Hoch- landes, die sich über Riesengebiete ausbreitet; man gewinnt aus ihr M-llafie, brennt sie zu Branntwein, macht Papier und Essig aus ihr; ihre Fasern wer- i den geflochten, und ihre harten Blätter dienen dem : Indianer als Schindeln zum Decken seiner Hütte. • Selbst die Maguey-Würmer, fast fingergroße weihe . Larven, werden gesammelt und sorgfältig gebraten. [ C. K.
Helferin und Beraterin der Hausfrau
Aus der Arbeit des Deutschen Frauenwerks.
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Beispiel: Ein Unternehmer ist am 16. 7.1940 zum Wehrdienst einberufen und am 30.9. wieder entlassen worden. Die Verjährung seiner Forderungen aus dem ©eroerbebetrieb gegen andere Unternehmer aus dem Jahre 1936, die an sich am 27.3.1941 beendet sein würde, wird weiterhin um den Zeitraum vom 16.7. bis zum 30.9.1940 gehemmt, d. h. um 77 Tage. Die Verjährungsfrist für die im Jahre 1936 entstandenen Forderungen gegen andere Unternehmer sowie auch für die im Jahre 1938 entstandenen Ansprüche aus Lieferungen und
Das bedeutete gleichzeitig, daß die Abteilung Volks, wirtschaft—Hauswirtschaft im Deutschen grauenwerk viele Hilfskräfte zur Durchführung der Beratungsarbeit benötigte.
Die Gauabtellungsleiterin, Frau Erna Mertens, kam daher auf den guten Gedanken, in Frank,urt am Main laufend Schulungen für Lmenkrafte, d h. für tüchtige Hausfrauen durchzuführen, die spater elbst bereit sind, irgendwo draußen Kurzkurse zu geben, Vorträge zu halten, und die Hausfrauen zu beraten. Die Schulung vermittelt der künftigen Lehrkraft nicht nur die nötigen Kenntnisse für die praktische Arbeit in verschiedenen Kursarten, sondern auch der schön gedeckte Tisch, die Zusammenstellung des Küchenzettels, eine Methodik für den Unterricht usw. sind im Lehrplan vorgesehen.
Neben Vorträgen über grundsätzliche prägen laufen ständig praktische Arbeitsgemeinschaften, die je vier Frauen an einen gemeinsamen Herd fuhren, wo sie die chnen vorgeschriebene Mahlzeit Herstellen. Es handelt sich um lauter bewährte, praktische Hausfrauen, die hier zusammenkommen, und daher fehlt die anschließende rege Ansprache nicht. Durch diese Schulungen wird es der Abteilung Volkswirtschaft—Hauswirtschaft im Deutschen Frauenwerk im Gau Hessen-Nassau künftig möglich sein, allen Ansprüchen der Hausfrau zu genügen, und ihr überall eine tüchtige Helferin und Beraterin zur Seite zu stellen.
Leider hat die Sanierung im luftleeren Raum ür Amälie seelisch die betrüblichsten Folgen: Reich- , tum schändet zwar nicht, macht aber auch nicht glücklich und ruiniert außerdem das Privatleben. Amelie kann sich vor ungeliebten, aber geldgierigen Freiern nicht retten; einer fällt sogar, geschwärzt und wie bei Wilhelm Busch entsprungen, aus dem komfortablen Kamin. Es bleibt nichts übrig, als einen gutgebauten jungen Mann zu engagieren, den man der berauschten Oeffentlichkeit als Amälies Verlobter präsentiert. (Man sieht schon kommen, wie das ausgeht.) Vorher wird die Seifenblase noch bis zum Platzen aufgepustet, Amelie und Madelon müssen ihr Glück und ihr Unglück bis an eine Grenze auskosten, hinter der es auch auf der Buhne nicht mehr weiter geht. Der Bettachter ist nicht bösartig genug späteren Besuchern im voraus alle Rosinen aus diesem utopischen Küchen zu picken aber es erweist sich als ein wirkliches Gluck, daß der falsche Bräutigam Amelie nicht nur wirklich liebt, sondern auch sogar ein wahrhaftiger Millionär ist, wenn auch nur ein bescheidener. Nun kann nichts mehr passieren. Ein paar noch ausstehende Differenzen werden im vierten Akt spielend bereinigt. —
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Es wurde unter Herrn H. A. Schewes flüssiger und effektreich pointierender Regie amüsant und unterhaltsam gespielt; den Darstellern machte es sichtlich selber Spaß. Die Spielleitung kam über die etwas abgleitenden beiden letzten Akte mit Anstand hinweg. Herr Löffler hatte für eine geschmackvolle, den verschwenderischen Glücksfällen des national- ökonomischen Weihnachtsmärchens großzügig angepaßte Ausstattung Sorge getragen.
Hannelore Hinkel war die pariserische Gold- ; marie AmÄie; sie folgte Herrn Coubiers Zauber- • stab mit Phantasie und tonnte sich in den wenigen
Leistungen an Private laufen daher erst am
Die Berechnung der Verjährungsfristen ist bei dieser Rechtslage nicht einfach. Die Hemmung gilt für alle sonstigen Fristen, auf die die Hemmungsvorschrift des BGB. (§ 203) entsprechend anruwen- den ist (ogL oben.) sowie für die zur gerichtlichen Geltendmachung von Rechten vorgeschriebenen Fri- sten. Dagegen sind die Ausschlußfristen zur gencht- liehen Geltendmachung von Ansprüchen des Ber- sicherungsnehmers von dieser Hemmung ausgenom- ^Gehemmt ist die Verjährung schließlich, solang« die Leistung dem Schuldner gestundet oder aus sonstigen Gründen berechtigt ist, die Leistung zu verweigern (z. B. wegen nicht erfüllten Vertrages oder auf Grund eines Zurückbehaltungsrechts). Auch zwischen Ehegatten, Eltern und minderjährigen Kindern sowie zwischen Vormund und Mündel ist die Verjährung gehemmt. Schließlich tritt eine Hemmung auch ein, wenn der Gläubiger durch Stillstand der Rechtspflege oder in anderer Weise durch höhere Gewalt (z. B. durch den Krieg) inner- halb der letzten sechs Monate der Verjährungsfrist an der R e ch t s o e r f o l g u n g verhindert ist.
Auch die dreißigjährige Verjährungsfrist für Ansprüche auf Rückzahlung von Darlehen, Zahlung von Grundstückskaufpreisen, für Ansprüche aus vollstreckbaren Titeln, (absttakten) Schuldanerkenntms- sen usw. verlängert sich um 87 Tage. Die Verlängerung der Verjährungsfristen kommt auch für die Ansprüche auf Wandlung, Minderung ober Schadenersatz aus einem Kaufverträge, die entbrechenden Ansprüche aus einem Werkverträge, auf Schadensersatz aus unerlaubter Handlung, gegen Lagerhalter, Frachtführer, Spediteure, die Eisenbahn usw. nach dem HGB. in Bettacht. Lediglich oroeit der Beginn einer Verjährungsfrist in die Zeit nach dem 7.9.1939 fällt, tritt eine Verlängerung der Frist nicht um den vollen Zeitraum von 87 Tagen, fällt er in die Zeit nach dem 2.12.1939, überhaupt nicht ein.
Sonstige Verlängerung von Verjährungsfristen.
Merkwürdiges von Kakteen.
Es gibt in Mexiko über 500 verschiedene Kakteenarten, und dazu werden noch immer neue entdeckt. Da findet man Zwergkakteen, die nicht größer werden als ein kleiner Finger, Kugelkakteen, die wie große stachlige Kürbisse aussehen. Riesenkakteen, deren grüngerippter stachliger Stamm baumhoch m die Lust ragt, Orgelkakteen, die ihre Stämme nebeneinander emporrecken, so daß sie den Pfeifen einer Orgel gleichen, Leuchterkakteen, deren Form den siebenarmigen Leuchtern ähnelt, und Schlangenkakteen, deren Zweige sich ringeln und Winden wie aufgestörte'Nattern. Gleich einer Riesenarmee breiten sich die mexikanischen Kakteen in den großen Wüsten aus und^stellen sich mit ihren harten Stachelleibern den eindringenden Amerikanern entgegen. Noch seltsamere Formen aber findet man in den zerklüfteten Flußtälern, die sich gegen den Stillen Ozean senken, so zum Beispiel in der großartigen Landschaft zwischen El Organon und Oaxaca. An allen Hängen und auf allen Vorsprüngen stehen Kakteen, kriechen aus allen Felsritzen, reihen sich auf den Berggraten, scheinen in Haufen die Hänge zu stürmen und sind doch alle wie durch Zauber in die groteske Phantasie ihrer Formen gebannt. Selbst wenn sie blühen, werden diese Pflanzen
Im Ramen des diesjährigen Vortragsprogramms des Gießener Vortragsringes werden die Volks- bildungsstätte Gießen, der Goethe-Bund und die Kulturelle Vereinigung (fr. Kaufmännischer Verein) am Montag, 2. Dezember, ihren nächsten Vortrags- abend veranstalten. Der Schriftsteller und Kriegs- berichterstatter Herbert Volck gibt einen Be- richt über das Thema: „33 000 km Kriegsabenteuer in Asien". Herbert Volck führte als 21jähriger Ula- nenoffizier eine Patrouille bis vor die Tore von Paris, wurde abgeschnitten und kämpfte sich durch die französischen Stellungen zur deutschen Linie zurück. Als Fliegerleutnant wurde er bei einem Born- benabwurf auf russische Munitionsdepots abgeschos- en. In abenteuerreicher Flucht legte er viele Tauende von Kilometer zurück: Als „Offizier Hinden- burgs" zog er im Kaukasus die Aufstände der Mohamedaner auf und ebnete deutschen Truppen den Weg zum Baku-Oel. Nach dem Zusammenbruch eilte er mit seinem Freikorps Herbert Volck über Danzig und Königsberg nach Riga und wurde dort schwer verwundet. J5n der Systemzeit arbeitete er als Geheimdetektiv gegen Judentum und Korruption und kämpfte, mit 2 Dollars in der Tasche, in Riesenversammlungen in Neuyork inmitten einer feindlichen Welt unerschrocken gegen Versailles und Kriegsschuldlüge, bis schließlich der Sieg des Natto, nolsoziaUsmus seinen Kamps für Deutschland krönte.
Ortszeit für den 28. November.
Sonnenaufgang 9,09 Uhr, Sonnenuntergang 17.17 Uhr. — Mondaufgang 7.35 Uhr, Monduntergang 16.56 Uhr.
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Neben der allgemeinen Hemmung um 87 Tage kann der Lauf einer Verjährungsfrist aus anderen Gründen gehemmt fein. Auf Grund der Verordnung vom 3.12.1939 sind die Verjährungsfristen weiterhin für und gegen Wehrmachtangehorige und sonstige Personen gehemmt, die wegen der Aus- rvirkimgen des Krieges zu ständigen Dienstleistungen außerhalb ihres regelmäßigen Aufenthaltsortes herangezogen sind, ferner Personen, die sich wegen des Krieges dienstlich im Ausland aufhalten oder sich als Gefangene oder Geiseln in fremder Gewalt befinden,' schließlich Personen, die wegen Räumungsanordnungen oder auf Grund anderer unabwendbarer Ereignisse, die auf dem Kriege beruhen, ihren bisherigen regelmäßigen Aufenthaltsort verlassen mußten. Die Hemmung der Verjährung hat bei diesen Personen mit der Einberufung dzw. dem sonst maßgebenden Ereignis, jedoch frühestens mit dem 25.8.1939 begonnen. Die Hemmung endigt mit dem Wegfall der angeführten Gründe (z.B. der Entlassung des Einberufenen).
Augenblicken völlig echten Gefühls am schönsten entfalten. Anneliese Garbe war auf eine entwaffnende Weise dem großen Goldrausch verfallen, chr naiver Aufstieg in die Hochfinanz von erfrischender Heiterkeit. Herr S ch e w e predigte als smarter Geschäftsmann die reine Vernunft des Schwindels und den Nutzen guter Propaganda. Herr Ernst war ein Liebhaber von milder Ironie und gewinnender Herzlichkeit, Herr E r l e r ein armer, aber ehrgeiziger und ideal gesinnter Anwalt, Herr La- porte ein fatal gebluffter Polizeiprafekt, Herr Geiger der Diener Jean, ein Mann von unbe- techlichen Formen und geistesgegenwärtiger Korrektheit. *
Das Haus, sehr gut besetzt, unterhielt sich vorzüglich und spendete vielen Beifall.
I Hans Thyriot.
NSG. Die rechte Hausfrau lernt niemals aus. Sie ist immer bereit, neue Anregungen aufzunehmen, denn sie weiß, daß ihre eigene Arbeit im Austausch mit anderen tüchtigen Hausfrauen nur gewinnen kann. Der Vierjahresvlan, der der Hausfrau besondere Ausgaben stellte, bewirkte daher auch schnell, daß tausende von Hausfrauen sich an den Kurzkursen, den Vorträgen und Beratungen der Abteilung Volkswirtschaft—Hauswirtschaft tm Deutschen Frauenwerk beteiligten. Hier trafen sie nicht nur stets mit Hausfrauen zusammen, sondern sie sanden als Lehrmeisterin auch eine Frau vor, die mit allen Fragen 0er Hauswirtschaft durch gründliche Berufsausbildung, oder durch eigene praktische Tätigkeit vertraut war.
Der Krieg hat der Hausfrau kaum neue Aufgaben gebracht. Das, was sie schon vorher gelernt hatte, sich der Marktlage mit ihrem Küchenzettel in jeder Weise anzupassen, mußte sie nun in hohem Maße durchführen. Um ihr dabei behilflich sein und ihr außerdem Rat erteilen zu können, in allen Fragen der Haushaltführung, der Kindererziehung usw., richtete das Deutsche Frauenwerk mit Beginn des Krieges in allen größeren Orten und in vielen Land-Ortsgruppen Beratungsstellen ein. Auch die Zahl der Kurzkurse, die sich entweder mit der Verwendung von Obst und Gemüse oder mit der Herstellung von Backwerk, mit dem Einmachen und vielen anderen Dingen beschäftigten, stieg sehr stark.
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Man kann beispielsweise die sowieso nicht vor- dibenen Millionen dem Zugriff oder der Kon- Me einer wild erregten OessenUichkeit entziehen HD sozusagen wieder verschwinden lassen, als ob [it da wären, indem man ihretwegen die eme Sgroefter einen Sensationsprozeß gegen d Strengen läßt. Aber das wäre wahrscheinlich gar iifi)t notwendig: der Schwindel hat sich bereits Abständig gemacht, die süße Illusion ist sch s lr als die nackte Wahrheit, die einfach nicht mehr
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crufant und mit einer gewissen Suggestionskraft, üe Geschichte eines großzüaigen Schwindels, eures h ersten Augenblick verblüffenden und beinahe ve- Btienben Bluffs. Zwei junge Damen in Pans, irslie und Madelon, sind die Erbinnen eines Aonkhauses, welches hoffnungslos vor dem Van- rwtt steht. Die Pleite scheint auf keine anständige Liste vermeidbar. Der Notar Renard, Geschafts- teinb des Hauses, hat den erlösenden Einfall; er kfndet den großartigsten Schwindel des Aahrhun- _ ?rts, indem er (dieser Herr versteht fern Geschäft ,f Nr- In), ist nicht kleinlich) AmÄie von einem agen- Een Onkel in Amerika runde hundert Millionen Jüars erben läßt. Wenn man solche Engelmuftk ii Talent in Paris verbreitet ...
8? Gießener Gtadttheater.
S i“ Heinz Conbier: „100 000 000 Dollars".
J CDubier, dessen Kostümstück ,Mmee" vor linder Zeit hier gegeben wurde, stürzt sich wu
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Man verbreitet sie, und siehe, Paris ist mcht min- -:i berauscht von der astronomlsch-unvorstellbaren ajl wie, nach dem ersten Schrecken und leichten jemmungen, die beiden Schwestern. Cordier'(und dien Zuhörern) macht es nach solchem Knallessekt liC Spaß, die Seifenblase seiner Erfindung von sichreren Seiten zu beleuchten und sie in allen ^genbogenfarben einer durch nichts beschwerten llontafie schillern zu taffen. (fe gibt allerlei Mag- id leiten, die auf dem Theater lustig ausjufptnnen
j Ire Sprechstunde de- Kreisleiters findet am Dan- . d jter:tag, 28. November, nachmittags von 15 bis SrSÜj |7 Ihr in Gießen statt.
Bund. kc Höchstpreise für Weihnachtsbäume.
ier Vereil | Lf Unordnung des Reichskommissars für Preis- ls?W biltang sind folgende Höchstpreise für Werhnachts- k ne festgesetzt worden. Sie betragen für Fichten- . .... Llbnachtsbäume beim Verkauf durch Kleinhändler iMlM an Verbraucher bis zu 0,70 m Hohe bis zu st50 W - über 0,70 m bis zu 1,30 m bis zu 1,— RM, über 1,30 bis zu 2 m bis zu 1,50 Ml.; über 2 bis m 3 m bis 2,30 RM.; über 3 bis zu 4 m bis zu 3,6' RM Für Fichten-Weihnachtsbäume über 4 m büren vorn Kleinhändler 1,— RM. je weiteren Wien Meter auf die Höchstpreise der letztgenannten Wisklasse aufgeschlagen werden. Tannen- und Dciiqlasien-Weihnachtsbäume haben folgende Hochst- pn se: bis zu 0,70 m bis zu 0,90 RM.; über 0,70 k 1,30 m bis zu 1,35 RM.; über 1,30 bis zu 2 i bis zu 2,25 RM. Diese Höchstpreise gelten nur f it Weihnachtsbäume bester Güte und dürfen nicht Wirschritten werden. Abfallende Ware muß ent- ßrchend billiger sein. ___
Die allgemeine Verlängerung der Verjährungsfristen. .
Verjährungsfristen, die sonst am 31.12. 39 abgelaufen wären, sind dadurch bis zum 27.3.40 verlängert worden. Auch die sonst am 31. 12. 4 0 ablaufenden Verjährungsfristen en- : den infolge der Verlängerung um 87 Tage erst ; ad 2 7. 3. 1 9 4 1. Dies gilt zunächst für die tm Jahre 1936 entstandenen Ansprüche u. a. der Kaufleute und Handwerker aus Lieferungen und Leistungen für den Gewerbebetrieb des Schuldners, Ansprüche auf rückständige Zins- und Tilgungsbeiträge, Miete und Pacht, Rentenrückstände, Ruhegehälter, Unterhaltungsbeiträge usw. aus 1936; die hierfür geltende vierjährige Verjährungsfrist lauft erst am 27. 3.1941 ab. Das gleiche gilt für die im Jahre 1938 entstandenen Ansprüche, die der zweijährigen Verjährung unterliegen, u. a. die Ansprüche der Kaufleute und Handwerker aus Lieferungen und Leistungen, die nicht für den Gewerbetrieb des Schuldners bestimmt sind, die Ansprüche der Eisenbahnen und sonstigen Fuhrunternehmunaen, der Aerzte, Rechtsanwälte, Steuerberater, der Angestellten und Arbeiter sowie Ansprüche ähnlicher Art, die im täglichen Leben entstehen, aus 1938 (Die vier- bzw. zweijährige Verjährungsfnst lauft erst vom Beginn des auf die Entstehung des Anspruchs folgenden Jahres). Der Gläubiger braucht also den Schuldner insoweit zur Wahrung seiner Ansprüche erst vor dem 27. 3. 41 zur Anerkennung seiner Schuld zu veranlassen oder ein gerichlliches Verfahren (Zahlungsbefehl, Klage) gegen ihn durchzufuhren; hierdurch wird der Lauf der Veriahrungsfrift mit der Wirkung unterbrochen, daß nach der Unterbrechung eine neue Verjährungsfrist zu lausen beginnt. Die teilweise vertretene abweichende Rechts- i auffassung, daß die allgemeine Hemmung der Ver- i jährungsfristen um 87 Tage nach Aufhebung der ' Verordnung vom 1.9. v. I. nur für die Ende 1939 t ablaufenden Verjährungsfristen galt, kann nach dem - klaren Worllaut der Verordnung nicht geteilt
firteen wurden schon im Zeitalter des Barock ihrer Absonderlichkeit in Wuchs und Gestalt, Ellern aber' wegen ihrer märchenhaft schönen < d,n als besondere Lieblinge von Pflanzen-
en geschätzt. Und heute gibt es wieder Kak- ' rfiebDaber genug, die an der unerschöpflichen Üöit der Arten, an dem phantastischen Vielerlei Formen berechtigte Freude finden .und sie
71 mit unermüdlicher Hingabe betreuen.
Hj,hr als im Sommer, wo der Kakteenfteund Lieblinge im Garten unlerbrIngen kann, beste der pflealichen Behütung im Winter. Die Jahreszeit ist der Feind der meisten Kak- Nicht als ob sie warm stehen wollten! Nichts Srer Ruhe, nach der sie verlangen, störender lie Temperatur eines geheizten Wohnzimmers! wollen nur Licht und Schutz vor dem Frost.
'ydtürlich machen die Winterblüher eine Aus- e Der bekannteste von ihnen ist das Epi- m, der Stutzblatt- oder Weihnachtskaktus. zroÄen Namen haben ihm die merkwürdig an- lergereihten.Blätter eingetragen, die stumpf- tiellos ineinanderzustecken scheinen, während Letzte Bezeichnung an ihre Blütezeit erinnert.
Oktober schon bekommen die stumpfen Enden ^iußersten Blätter korallenartige Knospen. Nun ägt die Pflanze keinen Standortwechsel mehr, Drehung, kein unnötiges Betasten. Sie will a . als ihr regelmäßiges Wasser und dankt da- Kr KM die Weihnachtszeit mit einer Fülle herrlich feuchtender Blüten, die in der Form an ge- M Fuchsien erinnern. Und gibt es für die blu- Lmnne Winterstube eine schönere Pracht? Be- mt rs rei.zvoll sehen die auf kleine Hochstämmchen J ^pfropften Epiphyllen aus. Sie gleichen kleinen erweiden, deren herunterhängende Zweige aber Freude des Blühens überströmend und ver- ^nderisch ausschütten.
>albert Stifter hat in seinem „Nachsommer Kakteen ein unvergängliches Lob gezollt und । Schönheit gepriesen: „Wenn man sie länger «duftet und länger mit ihnen umgeht, werden mmer würdiger ... die Stellung ihrer Bil- urren ist so mannigfaltig, die Stacheln können Miner wahren Zierde dienen und die Blüten ml verwunderlich wie Märchen ... Daß der feu dieser Blumenfarben besonders schön, weit (hiier als die feinste Seide und als der der mei- ter Blumen sei, wußte ich ohnehin, mußte es mir lifoe' doch von dem Gärtner Simon zeigen lassen, cne er auch der schönen, grün oder rosig oder )w lelrotbraun dämmernden Tiefen des Kelches Jknibnte aus der die Wucht der schlanken Staub- : W- hin aufsteige, die keine Blüte so zierlich habe, ehlt ^»Mchaupt seien die Kaktusblumen die schönsten :un erMUder Welt, wenn man etwa einige Schmarotzerin Bi. wcichse und ganz wenige andere vereinzelte Blu- (rusnehme. Es könne nur Unverstand ober filächlichkeit ober Kurzsichtigkeit die Pflanzen- jng ungestaltig nennen, da doch nichts regeb . ..... iger und mannigfaltiger und dabei reizender Lei tiofeals eben sie."
1 r 11 Sprechstunde des Kreisleiters.
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